Baufinanzierung per Muskelhypothek günstiger machen
Im Gegensatz zu Immobilienkäufern haben Bauherren die Chance, eine beachtenswerte Senkung der Kosten zu erzielen, indem sie auf dem Bau mithelfen. Durch das Mithelfen bzw. der Erbringung sogenannter Eigenleistungen ist es möglich, die Ausgaben zu senken: Anstatt Bauarbeiter und Handwerker zu bezahlen, führt man gewisse Arbeiten einfach selbst aus. Die Ersparnis an Arbeitslöhnen kann äußerst beachtenswert ausfallen und somit die Gesamtkosten spürbar verringern.
Wenn Bauherren auf der Baustelle mit anpacken und Eigenleistungen erbringen, so spricht man auch gerne von der sogenannten Muskelhypothek. Diese erfreut sich seit Jahren einer zunehmenden Beliebtheit: Es gibt immer mehr Bauherren, die sich zutrauen, auf dem Bau mitzuhelfen. Der Ansporn ist fast immer von finanzieller Natur, weil es in der Tat möglich ist, viel Geld zu sparen und die erbrachte Arbeitsleistung bzw. die Kosteneinsparung gegenüber der Bank als Eigenkapital anzurechnen.
Bauherren, die sich noch in der Planungsphase befinden, sollten daher auf jeden Fall überprüfen, welche konkreten Möglichkeiten für sie bestehen, bestimmte Arbeiten auf dem Bau selbst auszuführen. Das bedeutet, sich rechtzeitig mit dem Architekten, dem Bauträger oder dem Fertighausanbieter über dieses Thema zu unterhalten. Durch Wahl entsprechender Baumaterialien und Fertigungsweisen ist es möglich, das Spektrum an Eigenleistung zu vergrößern und somit eine noch größere Kostensenkung zu erzielen.
Allerdings sollte man sich darüber im Klaren sein, dass die Kosteneinsparung, welche durch die Muskelhypothek erzielt wird, nicht von ungefähr kommt. Um ordentlich Lohnkosten einzusparen, gilt es zahlreiche Stunden auf der Baustelle zu verbringen und eifrig zu arbeiten. Die Rahmenbedingungen, wie beispielsweise der Job, müssen dies natürlich zulassen.
