Baugeld ist noch günstiger geworden
Besser könnte die Situation für Bauherren und Kaufinteressenten kaum aussehen: Die Zinssätze für Immobiliendarlehen sind in den kommenden Wochen weiterhin gefallen. Obwohl sich die Hypothekenzinsen bereits auf Tiefstand (seit Ende der Nachkriegszeit) befinden, haben sich noch einmal nachgegeben. Zwar ist der Zinsrückgang längst nicht mehr so ausgeprägt, wie es zu Beginn des Jahres der Fall gewesen ist, jedoch beläuft er sich für den Zeitraum der letzten drei Monate dennoch auf satte 0,5 Prozent.
Die Baufinanzierungsexperten sind sich deshalb darüber einig, dass jetzt ein guter Zeitpunkt gekommen ist, um die Möglichkeit beim Schopf zu ergreifen und sich die niedrigen Zinssätze durch Abschluss eines Darlehens zu sichern. Dabei gilt es verständlicherweise gezielt vorzugehen bzw. einige Punkte zu beachten, damit die Finanzierung in der Tat günstig bleibt.
Ganz egal welche Zins-Newsletter man auch verfolgt - letztlich wird derzeit von allen Zinsexperten dazu geraten, eine möglichst lange Zinsbindung zu wählen. Der Hintergrundgedanke ist simpel: Weil die Zinsen so günstig sind, sollte man sie langfristig festschreiben. Schließlich wäre es ärgerlich, wenn man nur eine kurze Zinsbindung wählt und die Zinssätze dann in den kommenden Jahren anziehen, was zu einer teuren Anschlussfinanzierung führt. Selbst bei einer Zinsbindung von 20 Jahren können Zinssätze von unter 4 Prozent vereinbart werden.
Außerdem sind sich die Experten darüber einig, dass die anfängliche Tilgung nicht zu niedrig bemessen sein sollte. Je niedriger die Hypothekenzinsen sind, desto mehr Zeit nimmt die Rückzahlung in Anspruch, was an der kleineren Annuität liegt. Von einer anfänglichen Tilgung mit einem Zinssatz von einem Prozent wird daher abgeraten: Besser ist es, mit einem Tilgungssatz von mindestens zwei Prozent zu beginnen, damit ein vernünftiger Abtrag der Restschuld erfolgen kann.
