Baugeld: Variable Darlehen locken mit niedrigen Zinssätzen
Wer sich auf der Suche nach einem richtig günstigen Immobiliendarlehen befindet und sich deshalb mehrere Finanzierungsangebote einholt, wird garantiert auf variable Darlehen aufmerksam werden. Diese Darlehen sind derzeit nämlich besonders günstig zu haben: Während die Zinssätze für klassische Annuitätendarlehen unter 5 Prozent liegen, kann bei einem variablen Darlehen durchaus eine 2 vor dem Komma stehen – solch günstiges Baugeld hat es noch nie zuvor gegeben.
Da wundert es nicht, dass die Versuchung bei vielen Bauherren und Immobilienkäufern sehr groß ist. Schließlich ließen sich durch Abschluss eines solchen Darlehens die Finanzierungskosten sehr deutlich senken, wodurch man sich letztendlich in der Lage befindet, die Haushaltskasse zu entlasten oder schneller zu tilgen.
Allerdings gilt es sich sehr genau zu überlegen, ob man solch ein Darlehen derzeit abschließen möchte. Das Problem besteht in erster Linie darin, dass die Zinssätze variabler Immobiliendarlehen in regelmäßigen Abständen, nämlich jedes Vierteljahr, angepasst werden. Je nach Entwicklung der Zinsmärkte können die Zinsen dann fallen oder auch steigen. Weil sich die Zinssätze aufgrund von Finanz- und Wirtschaftskrise im Keller befinden, ist mit weiterhin fallenden Zinssätzen eher nicht zu rechnen – auf lange Sicht sollte man eher von steigenden Zinsen ausgehen.
Deshalb kann nur vergleichsweise wenigen Bauherren und Immobilienkäufern dazu geraten werden, sich für die Aufnahme eines variablen Darlehens zu entscheiden. Zwar mögen die Zinssätze äußerst attraktiv sein, allerdings ist keine Planungssicherheit gegeben. Sofern man nicht über ein hohes Einkommen oder zusätzliche Rücklagen verfügt, ist es auf jeden Fall sicherer, sich für die Aufnahme eines klassischen Annuitätendarlehen zu entscheiden. Dessen Zinssatz ist fixiert und bietet eine hohe Planungssicherheit.
