Bausparverträge dienen vor allem der Geldanlage
In den vergangenen Wochen haben zahlreiche Bausparkassen durch Veröffentlichung entsprechender Zahlen über ihre Geschäftsentwicklung informiert. Alles in allem können die Bausparanbieter nicht klagen. Seit Beginn der Finanzkrise hat das Geschäft stark angezogen. Während andere Finanzunternehmen mit Anlegern zu kämpfen haben, die ihre Gelder abziehen, erfahren die Bausparkassen einen starken Zuwachs.
Dieser Zuwachs kommt nicht von ungefähr. Etliche Anleger befanden und befinden sich auch weiterhin auf der Suche nach einer besonders sicheren Geldanlage. Den Banken wird nicht mehr blindlings vertraut – so mancher Anleger zieht es nun bewusst vor, auf die vergleichsweise konservativen Bausparkassen zu setzen, um somit das eigene Geld besonders sicher angelegt zu wissen.
Gerade beim Neugeschäft, welches gegenüber den letzten Jahren deutlich im Plus liegt, wird sehr gut deutlich, dass vor allem Sparer bzw. Geldanleger zu den Kunden zählen. Sie entscheiden sich überwiegend für Bauspartarife, die in erster Linie eine gute Verzinsung bieten. Bausparverträge, die günstige Darlehenszinsen für eine spätere Darlehensaufnahme bieten, sind hingegen weniger gefragt.
Auch beim Abruf von zugeteilten Bausparverträgen bzw. der Inanspruchnahme von Darlehen halten sich die Bausparer noch zurück. Im Vergleich zu den früheren Jahren ist immer noch eine Lücke festzustellen. Zwar scheint der Immobilienmarkt wieder in Schwung zu kommen, jedoch werden deutlich weniger Darlehen in Anspruch genommen, als es bis vor einigen Jahren der Fall gewesen ist. Doch gerade was dieses Thema betrifft, sind die Chefs der Bausparkassen sehr zuversichtlich gestimmt. Aufgrund des Immobilienbooms gehen sie davon aus, dass schon in Kürze wieder deutlich mehr Bauspardarlehen abgerufen werden.
