Baussparen: In der Kritik aber trotzdem gut
Es steht außer Frage, dass die Bausparkassen schon einmal bessere Zeiten erlebt haben: Das Geschäft ist bereits seit Jahren rückläufig und nun machen sich auch noch die Medien über die Bausparkassen her. Es war erst vorletzte Woche, als die Bausparkassen in die Kritik der Verbraucherschützer geraten sind. In zahlreichen Medien wurde darüber berichtet, dass die Verbraucherschützer gegen drei Bausparkassen vor Gericht ziehen werden, weil die beim Abschluss eines Bausparvertrags anfallenden Gebühren aus Sicht des Verbraucherschutzes nicht rechts sind. In der darauf folgenden Woche war gleich in mehreren, führenden Zeitungen zu lesen, wie schlecht Bausparverträge als Kapitalanlage abschneiden: Wer eine gute Rendite erzielen möchte, ist mit Tagesgeld- oder Festgeldanlagen besser bedient.
Dennoch ist das Bausparen bei weitem nicht so schlecht, wie man es aufgrund dieser negativen Publicity meinen könnte. Immerhin gibt es gleich mehrere Bereiche, in denen Bausparprodukte zu den besten Lösungen zählen. Dies trifft zum Beispiel für den Bereich der Immobilienmodernisierung zu. Weil die Modernisierung einer Immobilie mit entsprechend hohen Kosten verbunden ist, sehen sich die meisten Immobilieneigentümer dazu gezwungen, ein Darlehen aufzunehmen. In solch einem Fall kommt das Bauspardarlehen genau richtig: Im Vergleich zum klassischen Hypothekendarlehen ist es wesentlich günstiger und bietet ein höheres Maß an Flexibilität.
Wer genau weiß, dass er seine Immobilie in einigen Jahren modernisieren muss, der sollte rechtzeitig einen Bausparvertrag über die benötigte Darlehenssumme abschließen. Mit Hilfe so genannter Niedrigzinstarife ist es möglich, sich einen äußerst attraktiven Zinssatz zu sichern, an den noch nicht einmal die Zinssätze von Förderdarlehen heranreichen können. Zwar setzen diese Tarife eine vergleichsweise hohe Tilgung voraus, doch gerade im Modernisierungsbereich beläuft sich der Kapitalbedarf in der Regel auf Beträge, die man auch mit einer höheren Tilgung zurückzahlen kann, ohne sich dabei finanziell zu übernehmen.
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