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Sonntag, Juli 20, 2008

Bauvorhaben: Nicht ohne passenden Rechtsschutz

Update - 07.09.2009:

Rechtsschutzversicherungen, die auch Baumaßnahmen absichern, werden leider nicht mehr angeboten. Den Versicherern ist das Risiko heutzutage zu groß, weshalb Bauherren nur die Möglichkeit bleibt, sich anderweitig abzusichern, beispielsweise indem stets mit Verträgen gearbeitet wird.

Ein Bauvorhaben ist für den Bauherrn stets mit einem hohen Arbeitsaufwand und sehr viel Stress verbunden. Schon in der Planungsphase geht es los: Unzählige Dinge müssen geklärt werden, so dass man sehr schnell den Überblick verlieren und in Zeitdruck geraten kann. So richtig stressig wird es allerdings erst während der Bauphase. Es sind vor allem die Planabweichungen, die einem als Bauherrn zu schaffen machen. Gemeint sind Abweichungen von den unterschiedlichsten Plänen, angefangen bei der zeitlichen Planung bis hin zur falschen Ausführung einzelner Arbeiten.

Wenn Arbeiten am Bau falsch oder schlecht ausgeführt werden, hat der Bauherr natürlich das Recht, eine Nachbesserung zu fordern. Allerdings gelten die meisten Handwerksbetriebe als äußerst hartnäckig: Mit guten Worten oder gar mit Bitten und Betteln ist meistens nichts zu erreichen. Wenn es darum geht, Fehler auszubessern und somit eine kostenfreie Leistung zu erbringen, stellen sich die meisten Unternehmen quer. Für die Bauherren bedeutet dies, ihr gutes Recht auf dem offiziellen Weg durchzusetzen. Dies bedeutet, sich mit einem Anwalt in Verbindung zu setzen und im schlimmsten Fall Klage einzureichen.

Allerdings gibt es etliche Bauherren, die vor diesem Schritt zurückscheuen. Sehr verwunderlich ist das nicht, immerhin kostet der Gang zum Rechtsanwalt eine Menge Zeit und Geld. Es ist vor allem das Geld, das die Menschen abschreckt: Häufig ist eine Übernahme der Kosten durch die Rechtsschutzversicherung nicht möglich, weil diese in Sachen Baurecht keinen Schutz bietet – selbst bei einfachen Angelegenheiten aus dem Bereich des Vertragsrecht blocken die Versicherer ab, weil diese mit einem Bauvorhaben in Verbindung stehen.

Aus diesem Grund kann allen angehenden Bauherren nur dazu geraten werden, bereits vor Baubeginn eine spezielle Bauherrenrechtsschutzversicherung abzuschließen. Dies mag zwar zu zusätzlichen Kosten führen, ist es aber dennoch wert, abgeschlossen zu werden. Ärger und Stress, die man sich Dank dieser Versicherung einsparen kann, stehen in keinem Verhältnis zu den Kosten: Allein wenn es zum ersten Gespräch mit einem Rechtsanwalt kommt, hat sich der Abschluss bereits gelohnt.

Posted by Jochen on 07/20 at 05:06 AM
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