Bauzinsen scheinen ihren Boden erreicht zu haben
Ein großer Teil angehender Darlehensnehmer hat sich beim Abschluss eines Immobiliendarlehens in den vergangen Wochen und Monaten relativ viel Zeit gelassen. Grund war die Zinsentwicklung: Schon seit Monaten sind die Zinsen am Fallen. Ganz egal ob es um Zinsen im Bereich der Geldanlage ging oder um Finanzierungen: Sowohl Anleger, als auch Baufinanzierungskunden konnten mit ansehen, wie die Zinsen von Tag zu Tag immer noch ein kleines Stück gefallen sind.
Doch nun könnte der Boden erreicht sein – zumindest im Bereich der Bauzinsen. Wie die Zinsexperten der FMH Finanzberatung mitteilen, ist es in der vergangenen Woche erstmalig zu einem leichten Zinsanstieg im Bereich der Baufinanzierung gekommen. Während die Zinsen im Anlagebereich weiterhin fallen und Anleger immer kaum noch eine attraktive Verzinsung erzielen können, ist bei den Bauzinsen ein leichter Zinsanstieg festzustellen.
Dieser Anstieg lässt darauf hindeuten, dass die Bauzinsen nicht weiter fallen werden. Verwunderlich wäre dies nicht, denn selbst wenn die Marktzinsen weiterhin fallen, haben die Banken nicht mehr viel Luft nach unten. Außerdem sind die Bauzinsen äußerst günstig: Aus historischer Sicht ist das Baugeld so günstig wie noch nie zuvor.
Potentielle Darlehensnehmer sollten daher gut aufpassen: Voraussichtlich haben die Bauzinsen ihren Boden erreicht. So gesehen macht es nur noch bedingt Sinn, auf weiterhin fallende Zinsen zu spekulieren. Stattdessen bietet sich die Chance, jetzt ein Darlehen aufzunehmen und sich die günstigen Zinsen zu sichern. Am besten mit einer langen Zinsbindung, um für lange Zeit von den niedrigen Bauzinsen profitieren zu können. Experten raten zu Zinsbindungen von mindestens 15 Jahren, weil die Darlehensnehmer dann besonders lange von den günstigen Bauzinsen zehren können.

