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Montag, Mai 31, 2010

Bei der Unfallversicherung auf hohe Progression achten

Während die Assekuranzen in der Sparte Kfz-Versicherung kaum noch Gewinne erzielen, sieht es in anderen Bereichen deutlich besser aus. „In Hausrat und Unfall machen die Versicherer noch immer den großen Reibach“, erklärt Manfred Poweleit, Herausgeber des Brancheninformationsdienstes map-Report. Für die Unfallversicherung zum Beispiel ergab sich 2008 ein versicherungstechnischer Gewinn von 16,7 Prozent. Eingenommen wurden 6,4 Milliarden Euro an Beiträgen. Auf der Ausgabenseite standen 2,9 Milliarden Euro für Schäden bei einer Schadenquote von 57 Prozent. In der Kfz-Versicherung erreichte diese Quote einen Wert von 97 bzw. 98 Prozent beim Vollkaskoschutz.

Angesichts der Zahlen zur Unfallversicherung könnte man durchaus auf den Gedanken kommen, die Police mache wenig Sinn. Ein trügerischer Schluss. Die Versicherung hat durchaus ihre Berechtigung angesichts von 5,36 Millionen Unfällen mit Todes- oder Verletzungsfolgen, die 2008 in der Freizeit und in den eigenen vier Wänden passierten. Sie sind damit nicht über die gesetzliche Unfallversicherung gedeckt. Hier hilft nur eine private Absicherung: Sollte das Unglück zu einer schweren Behinderung führen, sorgt die in der Unfall-Police vereinbarte Leistung dafür, dass die Einkommensverluste aufgefangen und Umbauten vorgenommen werden können.

Der Staat hilft nicht oder nur bedingt – das ist den Wenigsten bewusst. Laut Umfrage der Allianz gehen 72 Prozent der Bundesbürger fälschlicherweise davon aus, dass die Rentenversicherung im Schadensfall eine einmalige Leistung zahlt. 62 Prozent bauen auf die Krankenkasse und 50 Prozent auf das Sozialamt. Um richtig abgesichert zu sein, bedarf es einer guten und leistungsstarken Unfallversicherung. Wichtig ist hierbei vor allem eine hohe Progression, die dafür sorgt, dass mit der Schwere der Verletzung die Leistung steigt, bis auf das Drei- oder Fünffache der Versicherungssumme. Berücksichtigt werden bei der Prämienberechnung riskante Hobbys, zum Teil auch Vorerkrankungen. Ein Versicherungsvergleich ist daher unerlässlich. Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg hat Unterschiede von bis zu 500 Prozent ermittelt.

Posted by Andre on 05/31 at 09:04 AM
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