Beitragspausen bei der Altersvorsorge sind besser als eine vorzeitige Kündigung
Viele Bundesbürger setzen derzeit als Folge der Finanzkrise den Rotstift an und suchen nach Möglichkeiten, ihre Ausgaben zu reduzieren. „Opfer“ des Sparzwangs sind häufig Lebens- und Rentenversicherungen, die vorzeitig gekündigt werden. Gerade bei den Lebensversicherungen ist der Trend eindeutig: Jede zweite endet, bevor sie ausgezahlt wird. Eine falsche und teure Entscheidung, sagt der Finanzdienstleister Delta Lloyd.
Gerade in den ersten Versicherungsjahren sei eine Kündigung immer ein Verlustgeschäft, weil die Abschlussgebühren noch getilgt werden, so der Versorgungsexperte Christian Jaffke. Unter dem Strich bliebe dann nicht viel Guthaben über. Sinnvoller sei es, gerade bei kurzzeitigem Geldmangel, eine Beitragspause einzulegen. Möglich seien mehrere dieser Pausen von jeweils maximal 24 Monaten.
In der Regel könne von dieser Option nach fünf Jahren Laufzeit Gebrauch gemacht werden. Wie sich eine solche Pause auswirkt, hat Delta Lloyd einmal berechnet. Eine Rentenversicherung, für die 37 Jahre lang monatlich 100 Euro gespart werden, brächte regulär 94.306 Euro. Bei zwei Beitragspausen von 24 Monaten nach dem zehnten und 20. Jahr erhielte man noch 78.855 Euro. Würde gekündigt, wären es nach zehn Jahren nur 9.642 Euro. Ein Verkauf der Police sei zwar lukrativer als eine Kündigung, bei Versicherungen auf Fondsbasis aber nicht realisierbar.
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