Berufsunfähigkeitsschutz wird attraktiver
Über den Nutzen und den Sinn einer Berufsunfähigkeitsversicherung machen sich die Deutschen kaum Gedanken. Bislang haben weniger als 50 Prozent der erwerbsfähigen Bundesbürger einen Vertrag abgeschlossen. Zum einen, weil sie fürchten, viel Geld für wenig Leistung zahlen zu müssen. Zum anderen, weil sie sich gar nicht bewusst sind, wie wertvoll die eigene Arbeitskraft ist. In beiden Punkten müsste die Versicherungsbranche deutlich mehr Informationsarbeit leisten. An den Tarifen wird bereits kräftig gefeilt, damit sie noch kundenfreundlicher und gerechter werden.
Ein Weg, der bei Berufsunfähigkeitsversicherungen immer öfter eingeschlagen wird, ist die breitere Auffächerung der Berufsgruppen. Statt sich auf zwei oder drei Schubladen zu beschränken, wird inzwischen deutlich mehr auf die Details geachtet. So auch bei der Nürnberger Versicherungsgruppe. Die Assekuranz hat ihren Berufsunfähigkeitsschutz zu Jahresbeginn neu ausgerichtet und vier Zwischengruppen eingeführt, deren Prämie bis zu zehn Prozent günstiger ausfällt. Dazu müssen lediglich vier weitere Gesundheitsfragen beantwortet werden. Zusätzlich hob das Unternehmen die Überschussbeteiligung an. Dadurch wird sowohl der niedrigere gesetzliche Höchstrechnungszins ausgeglichen als auch ein günstigerer Beitrag gewährleistet.
Bei der HDI Gerling erstrahlt der Schutz vor Berufsunfähigkeit ebenfalls im neuen Glanz. Die EGO-Tarife – vom Classic über den Young bis zum 2in1 mit Geld-zurück-Option – wurden generalüberholt. Aus vier Risikogruppen wurden kurzerhand sieben. Das macht sich bei der Risikoeinstufung bei vielen Berufen positiv bemerkbar, insbesondere bei Akademikern, aber auch bei kaufmännisch und handwerklich Tätigen. Punkt zwei auf der Liste der Neuerungen sind die überarbeiteten Bedingungen. Mit von der Partie ist jetzt eine Wiedereingliederungshilfe für alle, die nach der Berufsunfähigkeit wieder in den Job einsteigen wollen. Eines wird deutlich: Die Unternehmen sind bemüht, die BU-Versicherung attraktiver zu gestalten. Jetzt müssen sie ihre Kunden nur noch davon überzeugen.
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