Besitzern von Ferienimmobilien droht Verlust der Steuervorteile
Ferienimmobilien erfreuen sich in Deutschland einer stark wachsenden Beliebtheit: Zunehmend mehr Deutsche treffen die Entscheidung, ihren Urlaub im eigenen Land zu verbringen. Dabei zieht es viele an die Nord- und Ostsee, wo sie sich dann Ferienhäuser mieten. Für die Eigentümer kann dies ein einträgliches, aber auch in gewisser Hinsicht riskantes Geschäft sein.
Wie das Nachrichtenmagazin „Focus Online“ berichtet, sind sich viele Eigentümer nicht der Risiken bewusst, die solch eine Immobilie mit sich bringt. Das Spektrum an Risiken ist groß: Wer nicht aufpasst, muss mitunter bangen, dass die Immobilie steuerlich nicht mehr geltend gemacht werden kann und dann womöglich zur finanziellen Falle wird. Als Grund benennt das Nachrichtenmagazin schlichtweg den Fiskus: Bereits seit einigen Jahren soll festzustellen sein, dass die Finanzämter zunehmend genauer hinsehen, wenn Ferienimmobilien steuerlich geltend gemacht werden.
Eine der größten Fallen, die hierbei droht, ist die so genannte Eigennutzung. Sollte man seine Ferienimmobilie nicht nur vermieten, sondern auch zeitweise selbst bewohnen, können die steuerlichen Vorzüge womöglich ganz schnell verloren gehen. Je nach Fall kann es vorkommen, dass das Finanzamt dem Eigentümer die so genannte Liebhaberei unterstellt, die letzten Endes zum Verlust des Steuervorteils führt.
Eigentümer von Ferienimmobilien sollten sich deshalb sehr gut informieren und vor allem auch Dokumente sammeln, um die Gewinnerzielungsabsicht gegenüber dem Fiskus glaubhaft belegen zu können. Experten raten zum Abschluss eines Vertrags mit einer Vermietagentur: Wenn in diesem festgehalten ist, dass man die Immobilie nicht selbst nutzen wird, ist man rechtlich gut abgesichert – allerdings ist auch klar, dass einem die eigene Immobilie zur Nutzung nicht zur Verfügung steht.
