Bürger für Bürger:
Stiftungen immer beliebter - Rang zwei hinter den USA
Eine neue Bewegung liegt im Trend: Sich zu engagieren! Sei es im Verein, in Bürgervertretungen der Stadt- und Gemeindeparlamente oder auch in Stiftungen. Bürgerinnen und Bürger engagieren sich also gemeinschaftlich für ihr örtliches Umfeld. An erster Stelle steht bei den Stiftungen, dass Kinder und Jugendliche gefördert werden; gefolgt von sozialen und Generationen übergreifenden Projekten.
Dabei werden die Bürgerstiftungen in Deutschland immer beliebter. Konnte man in 2007 noch 28 Stiftungen zählen, die neu gegründet wurden, so entstanden 2008 bereits neue 32 Bürgerstiftungen. Fakten, Daten und Zahlen, die derzeit der Bundesverband Deutscher Stiftungen publik macht.
Weltweit steht Deutschland damit hinter den USA an zweiter Stelle. Viele Bürgerinnen und Bürger gelten in ihrer Haltung als bereit, sich für ihre Umgebung, für andere Menschen, für uns alle zu engagieren, so auch die Feststellung, die beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend getroffen wird.
Es sei kein Zufall, dass Bürgerstiftungen als überaus beliebt gelten. In diesen mit Satzung ausgestatteten Formationen können sich alle einbringen, ob mit ehrenamtlicher Arbeit oder mit finanzieller Unterstützung. Zwei Gründe, weswegen auch die Bundesregierung die Initiative der Bürgerstiftungen stärkt und damit auch die zivilen und soziale Kompetenzen in Deutschland.”
Von den derzeit 210 Bürgerstiftungen in Deutschland tragen 166 das
Gütesiegel des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen. Getragen vom gleichen Engagement finden sich Bürgerinnen und Bürger gemeinschaftlich für ihr örtliches Umfeld. Derzeit sind rund 13 000 Personen als Mitglieder, Stifterinnen und Stifter in Deutschland aktiv, die 2008 mehr als 260 000 Arbeitsstunden leisteten. Aktuell bewertet man das Bürgerstiftungskapital mit rund 100 Millionen Euro.
Die erste Bürgerstiftung in Deutschland wurde 1996 gegründet, seither stieg ihre Zahl stark an. Mit 210 Stiftungen ist Deutschland nach den USA das Land mit den meisten Bürgerstiftungen, an dritter Stelle folgt Kanada.
Um diese Entwicklung zu stärken, fördert das Bundesfamilienministerium mit der Initiative “Ziviles Engagement oder Miteinander - Füreinander” auch die Initiativen, die zu weiteren Bürgerstiftungen führen.
Ziel ist es, die Anzahl der Bürgerstiftungen zu steigern, das Stiftungskapital weiter zu erhöhen und die Kooperation mit Partnern und Unterstützern auszubauen.
Förderer der Initiative Bürgerstiftungen des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen sind auch die Robert Bosch Stiftung, die Breuninger Stiftung, die Körber-Stiftung sowie die Charles Stewart Mott Foundation.
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