Bund der Versicherten fordert Pflichtversicherungsschutz
Der Bund der Versicherten fordert seit Jahren einen Pflichtversicherungsschutz zur Regulierung von Schäden aus Unwetterkatastrophen. In den letzten Jahren traten immer mehr Unwetter mit zum Teil verheerenden Folgen auf. Die letzte Katastrophe war das Hochwasser an der Leine und Weser (29.-30. 09.2007). Die Geschäftführerin der BdV, Frau Lilo Blunck, forderte die Bundesregierung nachdrücklich auf, endlich Vorraussetzungen für eine Pflichtversicherung zur Regulierung von Schäden aus solchen Katastrophen zu schaffen.
Bisher weist die Bundesregierung immer daraufhin, dass eine solche Versicherung europaweit nicht durchsetzbar wäre. Der Bund der Versicherten fordert jedoch dann einen Alleingang. “Wenn es grenzüberschreitend nicht geht, dann muss Deutschland eben mit einem Modell vorangehen. Das hat sich doch in der Vergangenheit bewährt“ so Frau Lilo Blunck.
Die Situation für Betroffene ist heute eher miserabel. Viele Verbraucher haben über den klassischen Hausrat- und Wohngebäudeversicherungsschutz keine Deckung für Schäden aus Naturereignissen. Schäden aus Überschwemmungen, Erdbeben, Erdrutschen, Erdsenkungen, Schneedruck und Lawinen sind nur über den Einschluss einer Elementarversicherung versicherbar. Die Schwierigkeit ist jedoch die, dass Kunden die in Risikogebieten wohnen, eine Elementarversicherung überhaupt nicht abschließen können, da die Versicherungsgesellschaften dieses Risiko nicht zeichnen werden. Über das Zonierungssystem für Überschwemmungen, Rückstau und Starkregen (ZÜRS) wird die jeweilige Gefährdungsklasse ermittelt und im Zuge dessen die Elementarversicherung eingeschlossen oder abgelehnt.
Unwetter und andere wetterbedingten Katastrophen werden immer öfter auftreten und aus diesem Grunde besteht im Bezug auf einen möglichen Pflichtversicherungsschutz Handlungsbedarf.
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