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Altersvorsorge

Montag, Februar 06, 2012

Künftig muss jeder Riester-Kunde zahlen

Der Aufschrei war groß, als bei Millionen Sparern die Zulagen für die Riester-Rente wieder vom Rentenkonto abgezogen wurden. Die Betroffenen hatten schlichtweg vergessen, eigene Beiträge zu bezahlen. Passieren konnte das, wenn aus der mittelbaren eine unmittelbare Förderberechtigung wurde. Zum Beispiel bei Frauen, die nach der Geburt eines Kindes plötzlich wieder rentenversichert waren und somit zumindest den Eigenbetrag in Höhe von 60 Euro pro Jahr hätten zahlen müssen. Mit diesem Hickhack ist jetzt Schluss.

Derzeit informieren die Versicherungsunternehmen darüber, dass ab sofort jeder – somit auch jene, die über ihren Mann oder die Frau mittelbar Anspruch auf die Riester-Zulagen haben – zumindest ein paar Euro jährlich in die Riester-Altersvorsorge investieren muss. Mit fünf Euro im Monat ist man dabei. Diese Untergrenze gilt seit der Einführung der Riester-Rente. Ansonsten bemisst sich der Beitrag, der eingezahlt werden muss, um die Zulagen in voller Höhe zu erhalten, am Einkommen. Deshalb ist es so wichtig, bei Änderungen wie einer Lohnerhöhung oder einem neuen Job die Bank oder Versicherung zu informieren.

Ob es sich nun lohnt oder nicht, einen Riester-Vertrag zu bedienen, darüber lässt sich nach wie vor trefflich streiten. Die Stiftung Warentest ist jedenfalls davon überzeugt, dass es sich bereits ab einem mittleren Einkommen rentieren kann – zum einen aufgrund der Zulagen, zum anderen, was gerne übersehen wird, aufgrund der Steuerersparnis. Schließlich können bis zu 2.100 Euro der Eigenbeiträge als Sonderausgaben geltend gemacht werden. Dieser Vorteil summiert sich im Laufe der Jahre. Ob er ausreicht, die Schwächen der Riester-Rente zu überdecken, ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Die Experten von den Verbraucherzentralen helfen, die Zahlen zu entwirren. Dazu sollte man allerdings auch regelmäßig die Abrechnungen prüfen. Viele heften die Papiere ab, ohne sie auch nur eines Blickes zu würdigen. Dann darf man sich auch nicht beschweren, wenn der Vertrag für die Katz ist.

Posted by Andre on 02/06 at 04:04 PM
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Montag, Januar 30, 2012

Altersvorsorge rückt aus dem Blickfeld

Das Thema Altersvorsorge ist schwierig: Abgesehen von der Frage nach der passenden Strategie, mit der die Rentenlücke so klein wie möglich gehalten werden kann, schwingt in jüngster Zeit immer öfter Zukunftsangst mit – geschürt durch die Eurokrise. Diese Unsicherheit geht wiederum einher mit einer gewissen Lethargie: Warum sparen, wenn ich doch nicht weiß, was in 20 oder 30 Jahren sein wird? Über die Konsequenzen sind sich die Bundesbürger bewusst. Sie rechnen im Alter mit Einbußen von knapp 600 Euro. Das geht aus einer Studie des Instituts Allensbach im Auftrag des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hervor.

„Obwohl die Mehrheit überzeugt ist, dass sie sich im Alter finanziell einschränken muss, geht das Interesse an dem Thema Altersvorsorge zurück. Die Krise in der Euro-Zone führt dazu, dass die Bürger immer weniger das Gefühl haben, langfristig verlässlich planen und sparen zu können“, sagt Allensbach-Geschäftsführerin Professor Renate Köcher. Statt in Vorsorgeprodukte wie die Riester-Rente stecken die Deutschen ihr Geld aktuell lieber in den kurzfristigen Konsum. Von den Befragten sind nur 24 Prozent bereit, ein paar Euro in den Ruhestand zu investieren.

Daran wird sich auch künftig nicht viel ändern. Lediglich 15 Prozent der Umfrageteilnehmer planen, ihre Bemühungen für eine private Rente in 2012 aufzustocken. In diesen Zahlen spiegeln sich gleich zwei Problemfelder wider: Zum einen sind einkommensschwache Familien selten in der Lage, überhaupt Geld zu sparen. Zum anderen sind jüngere Verbraucher kaum für das Thema Altersvorsorge sensibilisiert. Wenn denn gespart wird, dann steht die Sicherheit vor der Rendite.

Doch was muss unternommen werden, um das Thema Altersvorsorge wieder ein wenig mehr in das Blickfeld der Deutschen zu rücken? Der GDV spricht von transparenten Informationen über die künftigen Rentenleistungen und fordert eine Plattform, auf der alle Altersvorsorgeansprüche abgerufen werden können, gesetzlich, betrieblich und privat. Damit habe jeder, wie bereits in Dänemark praktiziert, die eigene Rentenlücke vor Augen. Diese Daten seien dann die Motivation, sich mehr zu kümmern. Ein Thema spricht die Versicherungsbranche allerdings nicht an: Die anhaltende Kritik an zu hohen Kosten und der mangelnden Transparenz vieler Produkte, insbesondere der Riester-Rente. Auch sie haben dazu beigetragen, dass weniger oder gar nicht mehr gespart wird.

Posted by Andre on 01/30 at 09:00 PM
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Mittwoch, Januar 25, 2012

Riester- und Rürup-Rente: Kritik am Produktinformationsblatt

Ziel des neuen Produktinformationsblattes für Riester- und Rürup-Renten (wir berichteten) ist mehr Transparenz zu den Kosten und dem Nutzen der Verträge. Ziel verfehlt, sagt nun der Bund der Versicherten (BdV). Die Verbraucherschützer halten die Daten, die den Kunden präsentiert werden, für Augenwischerei. Axel Kleinlein vom Vorstand des BdV bringt es auf den Punkt. Seiner Ansicht nach „öffnen die vorgeschlagenen Vergleichszahlen der Irreführung Tür und Tor“.

Die Kostenquote ließe sich von den Versicherungsunternehmen durch Tricksen mit den Vertragslaufzeiten so manipulieren, dass selbst die teuersten Angebote im strahlenden Licht erscheinen. Hinzu komme, dass zentrale Kennwerte wie die Effektivkosten und die Rendite-Erwartung von den Sparern nicht nachvollzogen werden können. Denn für die Risiko-Rendite-Profile der Verträge seien komplexe Berechnungen durch Rating-Agenturen nötig. Weil diese Daten nur schwer nachprüfbar seien, könne man nicht von Transparenz sprechen.

Dazu nennt der Bund der Versicherten ein Beispiel: Wird bei einem Rentenbeginn mit 65 Jahren eine Effektivkostenquote von 2,1 Prozent ausgewiesen, läge der Wert bei einem Rentenbeginn mit 70 und ausgehend von der identischen Kalkulation rein rechnerisch bei 1,8 Prozent. „Bittere Folge: Das Produkt erscheint kostengünstiger, obwohl die Abschlusskosten bei gleichen Verwaltungskosten dann sogar höher sind“, mahnt Axel Kleinlein. Unter dem Strich stünden bei einem 67-Jährigen 54.569 Euro für die Rentenzahlungen zur Verfügung, bei einem 70-Jährigen aber nur 53.732 Euro. Für Verbraucher sei das nicht erkennbar. Deshalb fordert der BdV einfache und verständliche Angaben, etwa das Alter, das erreicht werden muss, um den Betrag herauszubekommen, der eingezahlt wurde.

Posted by Andre on 01/25 at 05:16 PM
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Freitag, Januar 20, 2012

Riester-Rente: Mehr Transparenz durch neuen Beipackzettel

Das Bundesfinanzministerium macht Nägel mit Köpfen: Nachdem die Riester-Rente in der Vergangenheit aufgrund der teils exorbitant hohen Kosten immer wieder kritisiert worden war, liegen jetzt erste Entwürfe für den sogenannten „Beipackzettel“ vor. Er soll Interessenten vor Abschluss eines Vertrages zur privaten Altersvorsorge über die Chancen und, was angesichts der Diskussion um die Rentabilität viel wichtiger scheint, die Risiken und Gebühren informieren. Erarbeitet wurden die Muster für die Produktinformationsblätter vom Hamburger Institut für Finanzdienstleistungen (IFF).

Die Papiere, die sowohl für die Riester-, als auch für die Rürup- bzw. Basis-Rente vorliegen, umfassen in der Regel zwei Seiten. Hier finden Verbraucher alle relevanten Daten, inklusive einer detaillierten Kostenaufstellung, Hinweisen zu Verlusten beim Anbieterwechsel und einer individuellen Musterrechnung. Wichtig sind dabei neben den Effektivkosten, in denen verschiedene Kostenarten zusammengefasst werden, vor allem die Erträge. Beide Faktoren erlauben es, die Angebote miteinander zu vergleichen. Weist ein Unternehmen eine Bruttorendite von fünf Prozentpunkten aus und effektive Kosten in Höhe von 1,5 Prozent, steht unter dem Strich eine Nettorendite von 3,5 Prozent. Diese Zahlen werden zusätzlich mit Euro-Angaben untermauert. Darüber hinaus soll nach fünf Risikoklassen – inflationsgeschützt bis Spekulation – und nach der Renditeerwartung – sehr niedrig bis sehr hoch – unterschieden werden.

Zwar könnten noch weit mehr Details auf die Produktinformationsblätter gedruckt werden, zum Beispiel historische Renditen, ob ethisch und ökologisch korrekt investiert wird und die Firmengeschichte. Darauf wurde nach Gesprächen mit den Verbraucherverbänden und den Anbietern allerdings verzichtet. Entscheidend ist, dass die Beipackzettel verständlich sind und für mehr Transparenz sorgen. Der Punkt Verständlichkeit wurde bereits getestet. „Die überwiegende Mehrheit der Verbraucher hat das Produkt richtig erkannt sowie Risiken und Kosten von Produkten gut vergleichen können“, sagt das IFF. Werden die neuen Vorgaben zeitnah umgesetzt, wäre das nur zum Vorteil für Riester-Sparer.

Posted by Andre on 01/20 at 05:28 PM
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Montag, Januar 16, 2012

Versicherungsweichen früh stellen

Mit dem ersten selbst verdienten Geld lassen sich viele Wünsche erfüllen, die während der Schul- oder Studienzeit in weiter Ferne schienen. Das Geld sinnlos zu verbraten, nur weil das Konto ein höheres Haben aufweist, wäre allerdings der falsche Weg. Das Handelsblatt rät zum Finanzcheck, ehe das Geld unters Volk gebracht wird. Dazu gehört auch ein Blick auf die Absicherung und die private Altersvorsorge – wobei vor der Riester-Rente oder einer Lebensversicherung immer der Schutz gegen elementare Risiken in trockene Tücher gebracht werden sollte.

Dazu erklärt Bianca Boss vom Bund der Versicherten (BdV): „Als Erstes muss ich mich gegen Risiken absichern, die mich finanziell ruinieren können.“ Deshalb gilt die private Haftpflichtversicherung seit jeher als wichtigste Police. Sie kommt für Schäden auf, die man Dritten zufügt. Trotzdem wissen nur 30 Prozent der 18- bis 29-Jährigen um die Bedeutung der Privathaftpflicht. Viele übersehen, dass aus einem Unfall auch Forderungen resultieren können, für die man bis ans Lebensende zahlt. Wer bislang über die Eltern mitversichert war, ist daher gut beraten, schnellstens einen eigenen Vertrag abzuschließen.

Abgesichert werden sollte darüber hinaus die eigene Arbeitskraft. Experten – nicht nur vom BdV – raten schon seit Jahren, sich so früh wie möglich um eine Berufsunfähigkeitsversicherung zu bemühen. Die Gefahr, durch die Gesundheitsprüfung zu rasseln, ist bei jüngeren Kunden nicht ganz so groß. Zwar kostet die Versicherung ein paar Euro im Monat. Aber das sollte der Schutz vor den Folgen von Berufsunfähigkeit wert sein. Wichtig ist es, auf die Leistung und die Anpassungsmöglichkeiten zu achten, um später die Rente problemlos anheben zu können.

Bleibt noch der Punkt Altersvorsorge. Hier geht es erst einmal darum, sich ein gewisses Polster zu schaffen. Finanzexperten raten zu einer Rücklage von zwei bis drei Monatsgehältern, die am besten auf einem Tagesgeldkonto aufgehoben sind. Stehen Pläne im Raum, irgendwann die eigene Immobilie kaufen oder bauen zu wollen, bietet sich auch ein Bausparvertrag an. Mit Blick aufs Rentenalter bezeichnet das Handelsblatt die betriebliche Vorsorge als erste Wahl, erst dann kommen die Riester- und die Rürup-Rente.

Posted by Andre on 01/16 at 07:31 AM
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Mittwoch, Januar 04, 2012

Ruf der Riester-Rente steht auf dem Spiel

Der Geburtstag ist vorbei. Die Papp-Hüte sind wieder im Schrank und die rosarote Brille in der Schublade. Für die Riester-Rente beginnt jetzt die Zeit, in der sie sich bewähren muss. Zehn Jahre lang gab es immer mal wieder Kritik, die durch Lobhudelei aus den Reihen der Politik und der Assekuranzen überspielt wurde. Inzwischen überwiegen die mahnenden Stimmen - und sie werden immer lauter, zumal ab diesem Jahr die Garantieverzinsung nur noch 1,75 Prozent beträgt. Die Frage, die vielen auf den Nägeln brennt, ist allzu verständlich: Lohnt es sich aktuell überhaupt noch, eine Riester-Rente abzuschließen?

Banken und Versicherungen bejahen diese Frage mit einem breiten Lächeln. 5,9 Milliarden Euro Provisionen und Gebühren hat die private Altersvorsorge nach Riester der Branche bislang eingebracht. Vonseiten eines Finanzdienstleisters kam vor Jahren der Vergleich mit einer Ölquelle, die angebohrt wurde und fleißig sprudelt. Dass Verbraucher mit dem falschen Vertrag meistens auf der Strecke bleiben und Hoffnungen geschürt werden, die sich später als haltlos erweisen, steht auf einem anderen Blatt.

Die Riester-Rente pauschal zu verteufeln, wäre allerdings falsch. Wie überall im Leben gibt es gute und ganz schlechte Angebote. Dazu liegen inzwischen Dutzende Vergleiche vor, unter anderem von der Stiftung Warentest. Doch auch das Analysehaus Morgen & Morgen hat sich mit der privaten Altersvorsorge befasst und die Gebührenstrukturen der Verträge unter die Lupe genommen. Die Daten, die dabei zutage kamen, sind schwere Kost und lassen einige Unternehmen in einem ganz schlechten Licht dastehen.
Deshalb ist es an der Zeit, durchzugreifen. Die Bundesregierung spricht schon lange von einem Produktinformationsblatt, aus dem Kosten und Erträge nachvollziehbar hervorgehen sollen. Die Verbraucherschutzexpertin des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Kornelia Hagen, fordert darüber hinaus, den Wechsel von einem schlechten zu einem guten Anbieter zu vereinfachen – ohne hohe Kosten für den Sparer. Eine weitere Maßnahme könnte sein, Riester-Produkte staatlicherseits zu prüfen und eine Positivliste zu erstellen. Viel Arbeit für die Politik. Doch nur so bleibt die Riester-Rente überlebensfähig.

Posted by Andre on 01/04 at 05:41 PM
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Montag, Januar 02, 2012

Vorsorgepflicht für Selbstständige

Der wichtigste Baustein der Altersvorsorge ist für Angestellte und Arbeiter nach wie vor die gesetzliche Rente. Sie mag zwar nicht mehr ausreichen, den aktuellen Lebensstandard auch im Ruhestand zu halten, bildet aber nach wie vor die Basis, die mit privater und betrieblicher Vorsorge aufgestockt werden kann. Bei Selbstständigen und Freiberuflern gestaltet sich die Situation ein wenig anders. Sie zahlen in der Regel nicht in die gesetzliche Rentenversicherung ein und sind somit ganz auf private Vorsorgemaßnahmen angewiesen, zum Beispiel über eine Basis- bzw. Rürup-Rente. Nur leider vernachlässigen es viele Selbstständige, sich für das Alter abzusichern. Jetzt will die Politik aktiv werden, mit einer Pflichtversicherung oder einer Versicherungspflicht.

Den Stein ins Rollen gebracht hat die CSU. Sie spricht sich für eine obligatorische Altersvorsorge aus. Dabei kristallisiert sich aufseiten der Christdemokraten mehr und mehr der Wunsch nach einer Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung heraus. Gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters erklärte der Vorsitzende der Unionsarbeitnehmergruppe im Bundestag, Peter Weiß: „Jeder Selbstständige sollte verpflichtet werden, in der gesetzlichen Rentenversicherung so viele Entgeltpunkte anzusparen, dass er dem Staat nicht eines Tages auf der Tasche liegt.“ Verhindert werden soll, dass später Grundsicherung im Alter gezahlt werden muss. Denn genau dieses Szenario zeichnet sich ab. Denn: „Nicht allen Selbstständigen ist die Notwendigkeit, für das Alter vorzusorgen, bewusst“, so Gerda Hasselfeldt (CSU) in der „Süddeutschen Zeitung“.

Aktuell sind drei Viertel der Selbstständigen nicht zu einer Mitgliedschaft in einem berufsständigen Versorgungswerk verpflichtet. Diese Zielgruppe haben CDU/CSU und FDP im Visier. Uneins ist man über die Umsetzung. In einem Papier der CSU heißt es dazu: „Voraussetzung ist, dass die Vorsorge als Rente ausgezahlt wird.“ In diesem Punkt stimmt die FDP zu. Der Sozialexperte der Liberalen, Pascal Kober, fordert allerdings: „Wie sie es tun, soll aber ihnen selbst überlassen bleiben.“ Der Industrie- und Handelskammertag schlägt zum Beispiel vor, die Riester-Rente auch für Selbstständige zu öffnen. Ziel der Politik ist es, schon 2013 alles in trockenen Tüchern zu haben. Bis dahin wird noch viel diskutiert werden müssen.

Posted by Andre on 01/02 at 09:46 AM
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Sonntag, Dezember 11, 2011

Steuern sparen: Sonderzahlung Basisrente

Flexibilität gehört nicht unbedingt zu den Stärken der Rürup-Rente. Sie gilt als äußerst starr und ist vermutlich auch deshalb so unbeliebt. Doch es gibt einen kleinen Lichtblick, der häufig übersehen wird: die Zuzahlungsoption. Sie erlaubt es Versicherungsnehmern, einmal jährlich eine Sonderzahlung zu tätigen und die spätere Rentenleistung entsprechend der finanziellen Möglichkeiten aufzustocken. Das kommt allen entgegen, die sich nicht mit einem hohen monatlichen Beitrag belasten wollen, sondern weitgehend frei entscheiden möchten, welche Summe sie in die private Altersvorsorge investieren.

Zugeschnitten ist diese Idee vor allem auf die Bedürfnisse von Selbstständigen und Freiberuflern, für die das Basisrentenkonzept ursprünglich entwickelt worden war. Sie können meistens erst zum Ende des Jahres abschätzen, ob die Geschäfte gut, mittelmäßig oder doch eher schlecht gelaufen sind und ob noch Geld für die Altersvorsorge übrig ist. Wenn die Möglichkeit besteht, einen Betrag x nachzuschießen, wäre jetzt der ideale Zeitpunkt, damit das Geld noch pünktlich zum Jahresende gebucht und dem Vertrag gutgeschrieben werden kann. Dadurch steigt zum einen der Rentenanspruch. Gleichzeitig kann bei der nächsten Steuererklärung ein höherer Betrag als Sonderausgabe geltend gemacht werden. Schließlich erfolgt die staatliche Förderung der Rürup-Verträge in Form von steuerlichen Vergünstigungen. Absetzbar sind in diesem Jahr 72 Prozent der Beitragszahlungen bis zu einer Obergrenze von 20.000 Euro (40.000 Euro bei gemeinschaftlich veranlagten Ehepaaren). Bei Beitragszahlungen von insgesamt 4.200 Euro würden für 2011 also 3.024 Euro als Sonderausgaben berücksichtigt. Wie und auf welches Konto die Sonderzahlung erfolgen muss, sollte vorab mit der Assekuranz oder Bank geklärt werden. Häufig weisen die Unternehmen auch ihrerseits auf die Zuzahlungsoption hin.

Posted by Andre on 12/11 at 11:47 PM
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Mittwoch, Dezember 07, 2011

Versicherer verteidigen die Riester-Rente

Wer ständig nur Schläge einstecken muss, teilt irgendwann auch aus: Nachdem die Riester-Rente in den vergangenen Wochen und Monaten immer wieder runtergemacht, als intransparent und unrentabel bezeichnet wurde, hat sich der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) gestern vor die staatlich geförderte Altersvorsorge gestellt. Mit eigenen Berechnungen widersprach die Branche dem vernichtenden Urteil des Deutschen Institutes für Wirtschaftsforschung (DIW), die Riester Rente sei nicht besser als der Sparstrumpf, und verkündete im Brustton der Überzeugung: „Und sie lohnt sich doch.“

„Für die Allermeisten rechnet sich die Riester-Rente so gut wie keine andere Vorsorge“, erklärt der GDV in einer Pressemitteilung. Beleg dafür sind Zahlen. Analog zum DIW ermittelte auch der Branchenverband, wie lange es dauert, ehe ein Riester-Sparer seine eigenen Beiträge wieder raus hat – den sogenannten Break-even-Punkt. Bei einem 35-jährigen Normalverdiener mit einem Einkommen von 30.000 Euro jährlich ist dieser Punkt, ausgehend von einem Renteneintrittsalter von 67 Jahren, mit dem 74. Lebensjahr erreicht. Berücksichtigt man auch die Zulagen des Staates, gleichen sich Ein- und Rentenzahlungen aus, wenn der Sparer 75 wird. Deutlich besser sieht es bei einer Alleinerziehenden mit Kind aus. Die 30-Jährige mit einem Jahreseinkommen von 18.000 Euro ist mit 71 Jahren bzw. 74 Jahren pari.

Das DIW hatte für den Normalsparer ein Mindestalter von 85 Jahren genannt, damit sich die Riester-Rente überhaupt lohnt. In dem Zusammenhang wurden insbesondere die Sterbetafeln kritisiert, anhand derer die Versicherungsbranche die Rentenzahlungen berechnet. Darauf entgegnete Peter Schwark von der Hauptgeschäftsführung des GDV gestern: „Wir kalkulieren sehr vorsichtig, damit das Geld auch für jeden Riester-Rentner reicht“. Der Risikopuffer sei insofern nötig, da 81 Prozent der Frauen, die heute 40 Jahre jung sind, das 85. Lebensjahr erreichen. Auch gegen den Vergleich mit dem Sparstrumpf verwehren sich die Versicherer. Lege man das Geld 32 Jahre in die Socke, wäre sie bei einer Rente in Höhe von 357 Euro nach acht Jahren leer. Würde das Geld verzinst, wären es knapp 17 Jahre. Spannend bleibt die Diskussion allemal, vor allem mit Blick auf die Reaktion der Regierung.

Posted by Andre on 12/07 at 12:44 PM
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Freitag, November 25, 2011

Die Riester-Rente und der Sparstrumpf

Ein Tiefschlag folgt auf den nächsten: Die Riester-Rente hat zu ihrem Geburtstag wahrlich keinen leichten Stand. Zu den Gästen, die statt zu gratulieren nicht mit Kritik am System und den Anbietern der staatlich geförderten Altersvorsorge sparen, gehört jetzt auch das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW). Dessen Expertin für Verbraucherpolitik, Kornelia Hagen, und Axel Kleinlein vom Bund der Versicherten (BdV) schrieben einen nachdenklich stimmenden Satz auf die Grußkarte zum Zehnjährigen: „Riester-Sparer erzielen in vielen Fällen nur so viel Rendite, als hätten sie ihr Kapital im Sparstrumpf gesammelt.“

Die Riester-Rente habe sich zu Ungunsten der Verbraucher entwickelt, lautet das ernüchternde Fazit der Experten. Sie haben sich die Mühe gemacht und die mögliche Rendite des Produkts berechnet. Demnach müsste eine 35-jährige Frau, die sich 2001 für die private Altersvorsorge nach Riester entschieden hat, das 78. Lebensjahr erreichen, um ihre eigenen Beiträge plus die Zulagen ausgezahlt zu bekommen. Für eine Rendite von 2,5 Prozent sei eine Lebenserwartung von 90 Jahren nötig; unwahrscheinliche 128 Jahre bei einer Rendite von fünf Prozent. Abhängig von den Überschüssen, die seitens der Versicherung erwirtschaftet werden, verschiebe sich die Altersgrenze – in den Beispielen auf 82 und 92 Jahre.

Als eines der Probleme der Riester-Rente haben Kornelia Hagen und Axel Kleinlein die Sterbetafeln der Unternehmen ausgemacht. „Die Lebensversicherer kalkulieren dabei mit sehr hohen Lebenserwartungen“, erklärten die Experten. Hier spielt dann auch die Pflicht zu Unisex-Tarifen, also gleichen Beiträgen für Männer und Frauen, eine Rolle. Wurden 2011 noch 12,7 Prozent des Kapitals für den Fall zurückgelegt, dass ein 35-jähriger Mann älter als 85 Jahre wird, sind es jetzt bereits 33,2 Prozent. Immerhin haben DIW und BdV zumindest eine gute Nachricht: „Man kann nicht sagen, dass es sich um eine gute Anlage handelt, wahrscheinlich ist sie aber sicherer als irgendwelche spekulativen Anlagen.“ Bei den Assekuranzen stößt die Kritik auf herbe Gegenwehr. Arbeitsministerin Ursula von der Leyen plant inzwischen, die Kostentransparenz zu verbessern.

Posted by Andre on 11/25 at 10:26 AM
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Freitag, November 18, 2011

Vorsorgeatlas 2011

Der „Vorsorgeatlas Deutschland 2011“, erstellt vom Forschungszentrum Generationsverträge der Universität Freiburg im Auftrag der Fondsgesellschaft Union Investment, zeigt einmal mehr: Die Riester-Rente funktioniert, hat aber noch Schwächen. Das liegt nicht allein am System, sondern bisweilen auch daran, dass Sparer und Versicherte sich nicht ausreichend mit dem Thema befassen und ihrerseits Fehler machen. Dadurch verschenken viele der 15 Millionen Riester-Sparer Jahr für Jahr Geld. Für 2008, das als abgeschlossen gilt, weil keine Anträge mehr gestellt werden können, liegen die Zahlen nun vor.

Verbraucher, die bei der privaten Altersvorsorge auf die Riester-Rente bauen, haben vor drei Jahren insgesamt rund 1,3 Milliarden Euro an Zulagen verschenkt. Seinerzeit gab es 12,1 Millionen Verträge. Davon waren allerdings nur 9,3 Millionen mit Zulagenantrag unterwegs und wurden entsprechend gefördert. Der Rest ging schlichtweg leer aus. Doch auch von denen, die einen Antrag gestellt hatten, kassierten lediglich 5,7 Millionen die vollen Riester-Zuschüsse. Alles in allem erhielten 2008 nur 57,1 Prozent der Riester-Kunden die maximale Förderung. Aus Sicht der Sparer eine höchst unerfreuliche Quote. Dafür verantwortlich sind in der Regel falsche Angaben zum Einkommen oder es wurde zu wenig in den Vertrag eingezahlt.

Generationenforscher Bernd Raffelhüschen, zuständig für den Vorsorgeatlas, erklärte bei der Vorstellung der Daten: „Die Riester-Rente macht ihren Job, es gibt aber weiter Verbesserungsmöglichkeiten.“ Das ist umso wichtiger mit Blick auf die mögliche Rentenlücke. Wer auch im Alter den gewohnten Lebensstandard halten möchte, benötigt aus Sicht der Forscher mindestens 60 Prozent des letzten Bruttoeinkommens. Einen kleinen Teil steuert die Riester-Rente bei, es sei aber noch mehr möglich. Bernd Raffelhüschen schlägt daher vor, die Beiträge nicht wie bisher bei 2.100 Euro sondern bei vier Prozent des Einkommens zu deckeln. Darüber hinaus sei es sinnvoll, die Zulagen anzuheben.

Posted by Andre on 11/18 at 10:28 AM
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Mittwoch, November 09, 2011

Riester-Rente: Kritik und Tipps

Zum zehnten Geburtstag gibt es normalerweise Geschenke und Kuchen. Die Riester-Rente muss sich mit einem Zeugnis begnügen, auf dem ohne Rücksicht auf die zarte Knospe jede noch so kleine Charakterschwäche aufgelistet wird. In diesem Jahr haben schon mehrere Institutionen, darunter der Deutsche Sparkassen- und Giroverband, ihre Einschätzung plus Tipps zu nötigen Verbesserungen für ein perfektes Produkt abgegeben. Jetzt folgt die Stiftung Warentest und erklärt in ihrem Magazin „Finanztest“, wo es hapert und worauf Sparer achten müssen.

15 Millionen Verträge mit Einlagen in Höhe von 37 Milliarden Euro, das klingt zunächst nach einem absoluten Erfolgsprodukt. Darüber lässt sich auch nicht lamentieren, schließlich sprechen die Zahlen für sich. Doch schaut man hinter die nackten Daten, die laut Bundesarbeitsministerium eine Entwicklung widerspiegeln, „die sehr erfreulich verläuft“, finden sich im Räderwerk noch einige Kinderkrankheiten. Die Stiftung Warentest nennt hier an erster Stelle das komplizierte Zulagenverfahren der staatlich geförderten Altersvorsorge sowie den Umstand, dass nach wie vor viele Policen vermittelt werden, die gar nicht zum Kunden passen.
Da die Zulagen laut „Finanztest“ das „Herzstück der Riester-Rente“ sind, sollte man sich diesbezüglich besonders intensiv mit den Spielregeln, sprich den Voraussetzungen, befassen. Vier Prozent des rentenversicherungspflichtigen Bruttoeinkommens müssen Jahr für Jahr in den Vertrag eingezahlt werden, inklusive der Zulagen, die auf die eigenen Einzahlungen angerechnet werden. Nach oben hin liegt die Grenze bei 2.100 Euro. Nur dann gibt es die Zuschüsse in voller Höhe. Das bringt Geringverdienern im Moment allerdings eher wenig. Sollten sie im Alter auf die Grundsicherung angewiesen sein, wird ihre Riester-Rente von der Sozialleistung abgezogen.

Nichtsdestotrotz lohnt sich aus Sicht von „Finanztest“ der Abschluss einer Riester-Rente. Wichtig sei, die Beiträge entsprechend dem Einkommen anzupassen und der Versicherung alle Änderungen der Lebensumstände mitzuteilen, zum Beispiel die Geburt eines Kindes oder Wegfall des Kindergeldes. Um gar nicht erst zu vergessen, die Zulagen zu beantragen, sollte gleich zu Anfang ein Dauerzulagenantrag unterschrieben werden. Sinnvoll ist es auch, die Steuervorteile zu nutzen und die Anlage AV der Einkommensteuererklärung auszufüllen.

Posted by Andre on 11/09 at 02:59 PM
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Mittwoch, November 02, 2011

Neuer Garantiezins lässt Versicherer den Jahresschlussverkauf einläuten

Die heiße Phase, während der die Kfz-Versicherung gewechselt werden kann – so man denn möchte –, läuft noch bis Ende November. Die Lebensversicherer haben einen Monat länger Zeit, ihre Schäfchen ins Trockene zu bringen. Dann steht 2012 auf dem Kalender und ein um 0,5 Prozentpunkte geringerer Garantiezins zu Buche. Damit wird es für die Branche noch schwerer, ihre Produkte an den Mann und die Frau zu bringen, als es jetzt schon ist. Der Bund der Versicherten (BdV) spricht vom „Jahresschlussverkauf“ und warnt davor, sich nur auf den Garantiezins zu verlassen.

Noch bieten die Unternehmen einen garantieren Zins von 2,25 Prozent, der für alle Policen der Sparte Leben gilt, angefangen bei der klassischen Lebensversicherung über die private Rentenversicherung bis hin zu den Rürup- und Riester-Renten. Aufgrund der Entwicklung an den Finanzmärkten und der Vorgabe, der Garantiezins darf maximal 60 Prozent des Zinssatzes festverzinslicher Staatsanleihen entsprechen, hat das Bundesfinanzministerium Anfang des Jahres die Reißleine gezogen und als neuen Wert 1,75 Prozent festgelegt. Irgendwann vor langer Zeit waren es einmal über vier Prozent - davon kann man jetzt nur noch träumen. Kein Wunder also, dass jetzt vermehrt für Lebens- und Rentenversicherungen geworben wird. Allerdings, so der Bund der Versicherten: „Verbraucher sollten die Höhe des Garantiezinses nicht zur Entscheidungsgrundlage machen. Die Policen lohnen sich schon jetzt nur selten.“ Der Grund: Der Zins gilt nur für den Sparanteil, nicht aber für den gesamten Beitrag, den der Kunde zahlt. Hinzu kommt, dass einige Gesellschaften schon heute weniger als 2,25 Prozent bieten. Laut einer Studie von Ökotest kommt die Allianz mit ihren Produkten nur auf einen Wert von 1,85 Prozent. „Selbst bei der Garantieverzinsung haben einige Versicherer nun für Intransparenz gesorgt“, ärgert sich der BdV. Spürbar werde der niedrigere Garantiezins insbesondere bei der Riester-Rente. Hier werden sich aus Sicht des BdV auf lange Sicht nur kostengünstige Anbieter halten können.

Posted by Andre on 11/02 at 04:16 PM
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Montag, Oktober 31, 2011

Altersvorsorge scheitert oft an Trägheit

Die Riester-Rente darf sich mit 15 Millionen Verträgen nach zehn Jahren getrost als Erfolgsmodell feiern lassen. Allerdings, und hier setzt die Kritik an: Sie erreicht längst nicht jeden. Von den Förderberechtigten, die sich vom Staat Jahr für ein Jahr ein paar Euro für die private Altersvorsorge spendieren lassen könnten, hat bislang nur jeder Dritte einen Vertrag unterschrieben. Das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA) hat jetzt Ursachenforschung betrieben, woran es liegen könnte, dass viele Bundesbürger sich die Zuschüsse entgehen lassen.

Das Fazit der Autoren Elena Lausberg und Marco Habschick ist relativ simpel: Finanzielle Anreize alleine locken niemanden mehr hinter dem Ofen hervor. Die Deutschen sind zum einen zu träge, zum anderen ist ihnen das Riester-System häufig zu komplex und schreckt durch die mangelnde Transparenz der Kostenstrukturen ab. Nötig seien zusätzlich Mechanismen, um potenzielle Sparer mit an Bord zu holen. Dazu hat die Financial Times Deutschland ein wenig über die Grenzen geschaut und nennt drei Beispiele, wie andere Länder dafür sorgen, dass die Bürger (ausreichend) privat vorsorgen.

In Neuseeland nennt sich das Programm „KiwiSaver“. Es läuft seit 2007, verbindet die private Vorsorge mit der staatlichen und betrieblichen Förderung und setzt – man höre und staune – auf die Trägheit der Bürger. Jeder Arbeitnehmer im Alter von 18 bis 64 ist automatisch im Programm, sobald eine neue Stelle angetreten wird. Wer nicht mitmachen möchte, muss sich dagegen entscheiden (Opting Out), sprich: Man muss aktiv werden, um nicht mehr vorzusorgen. Das System hat Erfolg. Schon jetzt sind 38 Prozent aller Berechtigten im KiwiSaver-Programm.
Schweden geht einen etwas anderen Weg. Hier erhalten die Bürger den berühmten orangefarbenen Brief mit allen Informationen zur Altersvorsorge, ob staatlich oder privat. Alles auf einen Blick zu haben, inklusive Prognose für die Zukunft, macht es deutlich leichter, Versorgungslücken zu erkennen und Maßnahmen zu ergreifen. Die Bundesbürger müssen ihre Daten selbst zusammentragen. In Großbritannien wird bei der Betriebsrente ebenfalls auf Opting-Out gesetzt. Zusätzlich greifen Bildungsmaßnahmen zur privaten Altersvorsorge in den Firmen. 60 Prozent der Teilnehmer haben die Informationen bereits umgesetzt.

Posted by Andre on 10/31 at 10:15 PM
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Montag, Oktober 24, 2011

Angst vor Altersarmut: Postbank Studie zur Altersvorsorge in Deutschland

Seit 2003 führt die Postbank mithilfe des Institutes für Demoskopie Allensbach die Studie „Altersvorsorge in Deutschland“ durch. Selten hat sich die schlechte Stimmung an den Märkten so sehr auf die Bereitschaft der Bundesbürger niedergeschlagen, ein paar Euro auf die hohe Kante zu legen, wie in diesem Jahr. Hinzu kommt ein zweiter Aspekt, der 2011 immer öfter diskutiert wurde und sich zu einem Dauerthema entwickeln könnte: die Altersarmut.

Mittlerweile hat jeder fünfte Berufstätige ab 50 Jahren Zweifel daran, den Lebensunterhalt später aus eigenen Mitteln bestreiten zu können. Das ist der höchste Wert, der je von der Postbank ermittelt wurde. Auf der anderen Seite lassen aber auch die Ausgaben und die Bereitschaft für die private Altersvorsorge merklich nach. In der Pressemitteilung des Unternehmens heißt es dazu: „Nur rund die Hälfte der jungen Berufstätigen unter 30 Jahren plant noch einen Ausbau der privaten Altersvorsorge.“ Gleichzeitig sackte der monatliche Betrag, der für den Ruhestand angelegt wird, um sechs Prozent auf 188 Euro nach unten. Wenn investiert wird, dann inzwischen am liebsten in Gold – das als sehr sicher bewertet wird – oder das Eigenheim. Die Riester-Rente und der Wohn-Riester sind diesbezüglich deutlich abgeschlagen.

Dr. Michael Meyer, Retailvorstand der Postbank fordert angesichts der Ergebnisse, dass die Angebote zur privaten Altersvorsorge stärker motivieren müssen. Würde die staatliche Förderung vorgezogen, zum Beispiel über eine „attraktive Sofortprämie bei Riester-Produkten gleich zu Beginn der Vertragslaufzeit“, könnten dadurch verstärkt Anreize gesetzt werden. Damit hofft Dr. Meyer vor allem berufstätige Frauen mit niedrigem Einkommen anzusprechen, die bislang noch zu wenig für das Alter vorsorgen. Des Weiteren wünscht sich der Postbankvorstand eine Ausweitung der betrieblichen Altersvorsorge und eine bessere Umsetzung der positiven Stimmung in puncto Immobilienerwerb. Dazu sei eine einfachere und „schneller fühlbare Förderung“ als beim Wohn-Riester nötig.

Posted by Andre on 10/24 at 08:08 AM
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