
|
Finanzen
Donnerstag, Mai 08, 2008
Nachteile und Risiken des Bausparens
Dies ist die Fortsetzung des gestrigen Blog-Posts, in welchem das Thema Bausparen von seinen positiven und negativen Seiten beleuchtet wird. Während gestern ausschließlich die Vorteile des Bausparens vorgestellt wurden, folgt heute eine Übersicht der Nachteile.
Einer der größten Nachteile, der von zahlreichen Menschen am Bausparen bemängelt wird, ist das Vorhandensein der Ansparphase. Die Ansparphase ist jedoch erforderlich, damit das Prinzip des Bausparens funktionieren kann. Dementsprechend gilt es diesen Zeitraum in Kauf zu nehmen. Außerdem bringt die Ansparphase den Vorteil mit sich, Eigenkapital zu bilden. Und sollte man es mit der Finanzierung eilig haben, kann auch ein Tarif vereinbart werden, der sich durch eine besonders kurze Ansparphase bzw. eine schnelle Zuteilung des Darlehens auszeichnet.
Beim nächsten Punkt handelt es sich um die Abschlussgebühren. Leider ist es wahr: Beim Abschluss eines Bausparvertrags wird zunächst die Zahlung einer Abschlussgebühr fällig. Diese wird automatisch von den ersten Sparraten abgezogen. In der Regel beläuft sie sich auf ein Prozent der Bausparsumme. Um diese Kosten möglichst gering zu halten, gilt es die Augen bei der Tarifwahl offen zu halten und mehrere Angebote zu vergleichen – teilweise locken die Bausparkassen auch mit Nachlässen bei der Gebühr.
Des Weiteren gilt es beim Abschluss von Bausparverträgen auf die Höhe der Tilgung zu achten, die die Bausparkassen für ihre späteren Darlehen fordern. Gerade bei den Niedrigzinsen-Tarifen, die eine Aufnahme äußerst günstiger Bauspardarlehen ermöglichen, ist häufig mit einer immens hohen Tilgung zu rechnen. Diese darf beim Abschluss nicht unterschätzt werden, ansonsten könnte es zu einem späteren Zeitpunkt passieren, dass man finanziell stark eingeschränkt ist, weil man Schwierigkeiten damit hat, die Darlehensrate aufzubringen.
Ein weiterer Nachteil kann die Verzinsung des eingezahlten Kapitals sein. In welcher Höhe das Kapital verzinst wird, hängt stark vom gewählten Tarif ab. Gerade bei langen Sparzeiträumen ist es ärgerlich, nur eine niedrige Verzinsung zu erhalten. Allerdings gibt es auch hier wieder Ausnahmen: Einige Bausparkassen bieten Tarife an, die sich vor allem an Unentschlossene richten und deshalb eine vergleichsweise hohe Verzinsung bieten.
Abschließend bleibt zu sagen, dass man das Bausparen aufgrund dieser Nachteile nicht mehr in Betracht ziehen sollte. Genau betrachtet überwiegen die Vorteile sogar sehr deutlich. Dementsprechend geht es primär darum, die Nachteile abzuwägen bzw. einfach nur den passenden Bauspartarif auszuwählen. Denn allein mit der Auswahl des richtigen Tarifs lassen sich einige der Nachteile wettmachen – und gleichzeitig legt man den Grundstein für eine solide und vor allem günstige Immobilienfinanzierung.
Posted by Jochen on 05/08 at 04:02 PM
Finanzen •
Kommentar(e) (0) •
Trackbacks (0) •
Permalink
Dienstag, Mai 06, 2008
Jetzt Bauzinsen sichern, oder noch warten?
In meinem gestrigen Blog-Post ging es um die zukünftige Entwicklung der Hypothekenzinsen. Anhand zweier Expertenmeinungen wurde aufgezeigt, wie schwer es ist, die Zinsentwicklung vorherzusagen. Während der Vorstand eines Baugeldvermittlers anhand der vorherrschenden Inflation auf steigende Zinsen setzt, geht der Chefvolkswirt einer Landesbank von fallenden Zinsen aus und rät angehenden Darlehensnehmern, nichts zu überstürzen.
Für den Verbraucher können entsprechende Aussagen sehr verwirrend sein. Aus diesem Grund soll ergänzend zum gestrigen Beitrag aufgezeigt werden, wie man als Verbraucher bzw. als potentieller Darlehensnehmer vorgehen kann.
Welche Lösung bzw. Vorgehensweise für den Verbraucher die beste ist, lässt sich verallgemeinert immer nur schwer sagen. In erster Linie kommt es auf die Ausgangssituation an: Von ihr sollte abhängig gemacht werden, ob es ratsam ist, die Hypothekenzinsen jetzt zu sichern, oder noch zu warten.
Wer zum Beispiel kurz davor steht, eine Immobilie zu erwerben, der wird in aller Regel einen vergleichsweise hohen Darlehensbetrag aufnehmen. In solch einer Situation ist es besser, kein Risiko einzugehen und die Finanzierung zeitnah fest zu machen. Historisch betrachtet sind die Hypothekenzinsen sehr günstig – wenn man einen geringfügigen Zinsrückgang verpassen sollte, ist das sicherlich nicht ganz so tragisch. Wer auf den Rat von Folker Hellmeyer, dem Chefvolkswirt der Bremer Landesbank hört und jetzt nur eine Zwischenfinanzierung abschließt, läuft Gefahr, bereits im kommenden Jahr eine teure Anschlussfinanzierung abschließen zu müssen. Zu diesem Zeitpunkt wird die Restschuld immer noch sehr hoch sein, so dass es besser ist, dieses Risiko lieber nicht einzugehen.
Ein wenig anders sieht es für diejenigen aus, die in den kommenden Jahren eine Anschlussfinanzierung vornehmen müssen. Die Restschuld ihrer Darlehen sollte sich im Vergleich zum ursprünglichen Darlehensbetrag bereits spürbar verringert haben. Des Weiteren ist davon auszugehen, dass sie so oder so einen Zinsvorteil einstreichen werden, ganz egal ob sie sich den Zinssatz heute oder erst ein einem halben Jahr sichern werden – schließlich sind die Hypothekenzinsen in den vergangenen Jahren spürbar gefallen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sichert sich das aktuelle Zinsniveau durch den Abschluss eines Forwarddarlehens. Wer auf fallenden Hypothekenzinsen setzt, kann auch noch warten – im schlimmsten Fall muss er einen Zinsanstieg in Kauf nehmen, der ihn trotzdem nicht schwer treffen sollte.
Posted by Jochen on 05/06 at 10:15 PM
Finanzen •
Kommentar(e) (0) •
Trackbacks (0) •
Permalink
Montag, Mai 05, 2008
Wie werden sich die Hypothekenzinsen entwickeln?
Wer unter Zugzwang steht, weil er in den kommenden Tagen oder Wochen eine Baufinanzierung abschließen muss, der hat es derzeit nicht einfach. Schließlich ist man als angehender Darlehensnehmer darum bemüht, die Finanzierung zu den bestmöglichen Konditionen abzuschließen. Demnach sind viele Menschen dazu bereit, die Entwicklung der Zinsmärkte abzuwarten, um gegebenenfalls von besseren Konditionen profitieren zu können. Allerdings ist die Entwicklung der Zinsmärkte nur schwer vorhersehbar. Selbst die Meinungen der Experten können sehr unterschiedlich bzw. sogar gegensätzlich sein. Im Folgenden werden die Zinseinschätzungen zweier Zinsexperten vorgestellt, wie sie unterschiedlicher nicht sein können.
Robert Haselsteiner, Vorstand der Interhyp AG, hat in der vergangenen Woche darauf hingewiesen, dass er von steigenden Hypothekenzinsen ausgeht. Für die kommenden 18 Monate rechnet er mit einem Zinsanstieg und rät potentiellen Darlehensnehmern dazu, nicht mehr länger zu warten, sondern die Konditionen jetzt durch den Abschluss eines Darlehens zu sichern. Er begründet seine Einschätzung mit der hohen Inflation, die derzeit im Euroraum vorherrscht. Diese ist so hoch, dass selbst die Zinssenkungen der amerikanischen FED keine spürbaren Auswirkungen auf die Zinsen im Euroraum nehmen. Haselsteiner geht davon aus, dass die EZB die Leitzinsen im Lauf des Jahres erhöhen wird.
Eine gegenteilige Ansicht vertritt Folker Hellmeyer, Chefvolkswirt der Bremer Landesbank. Er geht davon aus, dass die Hypothekenzinsen in den kommenden Monaten fallen werden – bis zum Jahresende rechnet er mit einem Zinsrückgang von etwa einem halben Prozent. Als Grund nennt er einen Abschwung der Weltkonjunktur, den er erwartet. Weil die amerikanischen Verbraucher künftig weniger konsumieren werden, kommt es in großen Teilen der Welt zu einem Konjunkturrückgang – dieser soll zur Folge haben, dass die Notenbanken die Zinsen senken werden. Wegen des Zinspotentials rät er angehenden Darlehensnehmern, sich für eine kurzfristige Zwischenfinanzierung zu entscheiden, um zu Beginn des kommenden Jahres ein günstigeres Darlehen abschließen zu können.
Wie angehende Darlehensnehmer nun handeln sollen, wird im morgigen Blog-Post erörtert.
Posted by Jochen on 05/05 at 07:22 PM
Finanzen •
Kommentar(e) (0) •
Trackbacks (0) •
Permalink
Hohe Zinsen sollen Anleger wieder locken
Die deutschen Banken und Sparkassen offerieren immer neue Angebote an ihre Kunden. Hohe Zinsen, kurze Vertragslaufzeiten und flexibler Zugriff auf das angelegte Kapital sind nur einige Neuerungen der Institute. Durch diese Maßnahmen soll versucht werden, wieder frisches Geld in die Kassen der Banken zu bekommen.
Die Schwierigkeiten, die die Finanzkrise mit sich brachte, können nur auf diesem Wege begegnet werden. Diese Feststellung wurde scheinbar bei allen Finanzdienstleistern gleichzeitig gemacht. Derzeit buhlen alle Wettbewerber stark wie nie um neue Kunden und Anleger. Zeitgleich sinkt aber auch die Risikobereitschaft der Banken. Nie war es schwieriger, einen Kredit für Investitionen und Immobilien zu bekommen, als derzeit. Die Messlatte der Banken ist derzeit hoch und wird von mehr Kriterien als je zuvor bestimmt. Bestand früher eher die Bereitschaft, Geld für eine gute Geschäftsidee zu bekommen, so muss heute die Bank schon bis ins Detail überzeugt werden.
Anleger erfreuen sich derzeit mit Zinsen von bis zu 4,8 Prozent. Eine Bank erhöhte sogar auf 5,65 Prozent mit einer Garantie bis zum Ende des Jahres. Neben der Zinshöhe und der Zinsgarantie ist natürlich auch die Versicherung der Einlagen ein wichtiger Punkt. Die Höhe der Einlagensicherung kann stark variieren und sollte unbedingt beachtet werden. Einige Banken sichern die Kapitaleinlagen nur bis zu einer bestimmten Höhe ab. Es ist also ratsam, die Beträge so zu verteilen, dass die Obergrenze nicht überschritten wird. Wer ganz sicher gehen will, dem ist zu empfehlen, einen Anbieter zu wählen, der in den sogenannten Einlagensicherungsfond einzahlt. Dadurch sind alle Einlagen bis zu einer Höhe von 1,5 Millionen Euro abgesichert.
Einige Anleger nutzen geschickt die Lockangebote der Banken. Durch einen ständigen Wechsel der Anbieter sichern sich diese Anleger immer wieder die Neukundenangebote. Das sogenannte Tagesgeld-Hopping kann so einen beachtlichen Schub bei den Zinserträgen bringen. Nach Ablauf der Bindungsfrist kündigen die Anleger ihre Einlagen und treten als Neukunden bei einem anderen Anbieter auf.
Wie risikobereit der Anleger ist, sollte auf jeden Fall vor Wahl des Tagesgeldkontos abgeschätzt werden. Auch die Mindesteinlagedauer und Kündigungsfrist müssen vorher geprüft werden. Vor allem, ob die Anlage auch den finanziellen Rahmen der Kunden entspricht, muss geklärt sein.
Ansonsten können Anleger derzeit sehr gute Rendite, bei relativ überschaubarem Risiko erreichen.
Posted by Christel on 05/05 at 12:05 AM
Finanzen •
Kommentar(e) (0) •
Trackbacks (0) •
Permalink
Samstag, Mai 03, 2008
Die Vollfinanzierung befindet sich wieder auf dem Rückmarsch
Der Wettbewerb im Baufinanzierungsgeschäft hat in den vergangenen Jahren enorm zugenommen. Immer mehr Anbieter drängten in den Markt, was für die einzelnen Kreditinstitute im Endeffekt bedeutete, sich auf bestimmte Nischen zu konzentrieren zu müssen oder einfach besser als ihre Mitbewerber zu sein. So kam es, dass die Finanzierungsgrenzen immer weiter nach oben verschoben wurden. Vor ungefähr fünf Jahren, wäre es noch äußerst schwierig gewesen, eine Bank zu finden, die sich zu einer Vollfinanzierung bereit erklärt. Doch seit einigen Jahren gibt es zunehmend mehr Kreditinstitute (sowohl Direktbanken als auch Filialbanken), die Vollfinanzierungen anbieten. Die Antragsteller müssen meist nur wenig oder teilweise sogar gar kein Eigenkapital einsetzen, um ihren Traum von der eigenen Immobilie verwirklichen zu können.
Doch nun hat es den Anschein, als ob sich die ersten Anbieter aus diesem Finanzierungssegment zurückziehen. Zunehmend mehr Banken scheinen festzustellen, dass sie mit der Vergabe dieser Darlehen ein hohes Risiko eingehen. In den vergangenen Wochen haben sich die GMAC RFC sowie die ABN Amro Bank bereits aus dem Segment verabschiedet. Wie aus den Kreisen von Branchenkennern zu hören ist, arbeiten derzeit weitere Institute daran, ihre Richtlinien zur Kreditvergabe zu verschärfen, was höchstwahrscheinlich bedeuten wird, dass noch weniger Institute die Vollfinanzierung anbieten werden.
Diese Entwicklung ist primär auf die Hypothekenkrise in den USA zurückzuführen. Dort sind in den vergangenen Monaten tausende von Immobilienkrediten geplatzt. Zahlreiche Hypothekenfinanzierer haben Verluste in Milliardenhöhe eingefahren, weil sie bei der Vergabe der Darlehen zu leichtfertig waren. Demnach liegt den Kreditinstituten derzeit nicht besonders viel daran, riskante Darlehen in ihrem Portfolio zu haben. Für angehende Immobilienkäufer und Bauherren bedeutet das, zukünftig wieder mehr Eigenkapital einsetzen zu müssen, um die eigene Immobilie finanzieren zu können.
Freitag, Mai 02, 2008
Service-Qualität bei der Direkt-Baufinanzierung oftmals nur ausreichend
Wenn es um die Aufnahme eines Immobiliendarlehens geht, entscheiden sich zunehmend mehr Menschen für eine Direkt-Baufinanzierung. Bereits seit einigen Jahren ist festzustellen, dass die Direktbanken im Baufinanzierungsgeschäft sehr stark wachsen konnten. Grund sind die günstigen Konditionen: Bei einer Zinsersparnis von mehreren tausend Euro sind viele Menschen dazu bereit, von der Darlehensaufnahme bei der Hausbank abzusehen und stattdessen einen Darlehensvertrag zu unterschreiben, der von einem Direktfinanzierer stammt.
Die Suche nach dem passenden Darlehen gestaltet sich im Falle einer Direkt-Baufinanzierung aber gar nicht immer so einfach. Vor ungefähr zwei Wochen wurden die Ergebnisse einer Untersuchung bekannt gegeben, die vom Deutschen Institut für Service-Qualität in Zusammenarbeit mit Focus Money entstanden ist. Ziel der Untersuchung war es, die Service-Qualität der einzelnen Anbieter zu ermitteln und zu bewerten.
Alles in allem fallen die Ergebnisse der Untersuchung relativ bescheiden aus. Es ist speziell die Beratungsqualität, die bemängelt wurde. In den meisten Fällen könne diese gerade einmal mit ausreichend bewertet werden – vor allem die Baugeldvermittler sollen sich nicht gerade mit Ruhm bekleckert haben. Die Direkt-Banken sollen im Hinblick auf die Beratungsqualität geringfügig besser sein. Des Weiteren wurde bemängelt, dass Email-Anfragen nur unzureichend beantwortet werden – in zahlreichen Fällen mussten sich die Tester mit vorformulierten Standard-Emails begnügen.
Allerdings ist es nicht so, dass es nicht ratsam wäre, eine Direkt-Baufinanzierung anzustreben. Ganz im Gegenteil: Der Kostenvorteil gegenüber dem Finanzierungsabschluss bei der Hausbank ist üblicherweise sehr groß. Folglich wäre es eine schlechte Entscheidung, von dieser Möglichkeit nicht Gebrauch zu machen. Außerdem gibt es auch einige Anbieter, die gut abgeschnitten haben. Unter den Baugeldvermittler belegte die Interhyp AG den ersten Platz. Bei den Direktbanken hat die comdirekt bank am besten abgeschnitten.
Posted by Jochen on 05/02 at 02:02 PM
Finanzen •
Kommentar(e) (0) •
Trackbacks (0) •
Permalink
Mittwoch, April 30, 2008
Entwicklung der Hypothekenzinsen in Europa
Bereits seit Wochen wird von zahlreichen Finanzsexperten über die Entwicklung der Hypothekenzinsen spekuliert. Die Experten sind sich weitgehend darüber einig, dass der anhaltende Seitwärtstrend schon bald beendet sein wird und die Zinsen steigen. Für potentielle Darlehensnehmer ist dies eine schwierige Situation. Schließlich wüssten sie schon gern über die Tendenz Bescheid, um den Abschluss ihrer Finanzierung besser timen zu können.
Angehenden Darlehensnehmern wäre es natürlich Recht, wenn die Zinsen fallen. Somit würde sich ihnen die Chance bieten, ihre Finanzierung äußerst günstig abzuschließen. Allerdings hat es zunehmend mehr den Anschein, dass ein Zinsrückgang nicht in greifbare Nähe rückt. Zu Beginn dieser Woche hat das Property Magazine einen Artikel über die aktuelle Situation an den Zinsmärkten veröffentlicht: Während die Zinsen seit Beginn des Jahres spürbar gefallen sind, ist seit ungefähr zwei Wochen ein leichter Anstieg festzustellen. Im Bereich der 10-jährigen Zinsbindungen beläuft er sich auf 0,1 Prozent – bei den 15-jährigen Zinsbindungen sogar auf 0,2 Prozent. Des Weiteren weist der Autor auf die Zinserhöhung der KfW-Bank hin, die die Zinssätze ihrer Förderdarlehen zum selben Zeitpunkt spürbar erhöht hat.
Für den Zinsanstieg sind die Marktteilnehmer verantwortlich, die auf eine Leitzinserhöhung der EZB spekulieren. Aufgrund der anhaltend hohen Inflation könnte diese schon bald eingreifen und eine Zinserhöhung vornehmen. Diese Vorstellung ist durchaus realistisch, immerhin beläuft sich die derzeitige Inflation auf einen Wert von 3,6 Prozent und befindet sich auf einem Niveau, das zuletzt im Jahr 1992 erreicht wurde. Um einem weiteren Anstieg der Inflation entgegenzuwirken, könnte die EZB dazu gezwungen sein, die Zinserhöhung vorzunehmen.
Anhand dieser Haltung der Marktteilnehmer wird klar, dass die amerikanische Notenbank FED erheblich weniger Einfluss auf die Europäischen Märkte nehmen kann, als bisher angenommen wurde. Während die Zinsen in den USA bereits seit Monaten mehrfach gesenkt wurden, sind sie äußerst stabil geblieben. Somit rückt die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung der EZB in weite Ferne. Angehende Darlehensnehmer sollten vorsichtig sein, wenn sie auf einen Zinsrückgang spekulieren. Unter Umständen könnte ihnen dies teuer zu stehen kommen.
Posted by Jochen on 04/30 at 04:01 PM
Finanzen •
Kommentar(e) (0) •
Trackbacks (0) •
Permalink
Montag, April 28, 2008
Vorsicht bei der Anschlussfinanzierung
Nach dem Abschluss ihrer ersten Immobilienfinanzierung können sich die meisten Wohneigentümer erst einmal für eine ganze Weile zurücklehnen. Heutzutage entscheiden sich die meisten Bauherren und Käufer für den Abschluss von Darlehen, die eine Zinsbindung von 10 oder sogar 15 Jahren haben. Erst nach dem Ablauf der Zinsbindung ist es erforderlich, sich mit dem Thema Immobilienfinanzierung erneut auseinanderzusetzen. Dann gilt es eine Anschlussfinanzierung vorzunehmen – es sei denn, das Darlehen wurde innerhalb der Zinsbindung vollständig getilgt.
Nun gibt es zwei Möglichkeiten, eine Anschlussfinanzierung anzugehen. Die erste Möglichkeit sieht vor, das Darlehen beim bisherigen Darlehensgeber zu verlängern. In diesem Fall spricht man auch von einer Prolongation. Alternativ zur Prolongation kann auch eine Umschuldung erfolgen, diese sieht vor, dass das neue Immobiliendarlehen bei einem anderen Darlehensgeber aufgenommen wird. Mit diesem Darlehen wird die alte Finanzierung abgelöst.
In den meisten Fällen entscheiden sich die Darlehensnehmer für die Prolongation, was schlichtweg auf die Einfachheit dieser Form der Anschlussfinanzierung zurückzuführen ist. Im Endeffekt muss der Darlehensnehmer nur das Konditionsangebot des Kreditinstituts annehmen. Somit wird die Finanzierung automatisch verlängert.
Allerdings hat die FMH Finanzberatung Frankfurt /M. in der vergangenen Woche darauf hingewiesen, dass in letzter Zeit mehrere Kreditinstitute Zinserhöhungen vorgenommen haben, obwohl die Marktzinsen nicht gestiegen sind. Aus diesem Grund sollte man bei der Anschlussfinanzierung vorsichtig sein und sicherheitshalber mehrere Konditionsangebote von unterschiedlichen Kreditinstituten einholen. In Abhängigkeit von den jeweiligen Kreditsinstituten sollen sich die Zinsunterschiede auf bis zu 1,25 Prozent belaufen. Gerade bei Finanzierungen mit hoher Restschuld wäre es ärgerlich, ein teures Prolongationsangebot anzunehmen, da man im Endeffekt eine Menge Geld verschenkt. Wer sich hingegen die Zeit nimmt und mehrere Angebote vergleicht, kann dieses Geld ganz einfach sparen.
Posted by Jochen on 04/28 at 06:06 PM
Finanzen •
Kommentar(e) (0) •
Trackbacks (0) •
Permalink
Freitag, April 25, 2008
Was man über die Baufinanzierung nicht wissen muss
Vorgestern hat DIE WELT auf ihrem Online-Portal einen Artikel zum Thema Baufinanzierung veröffentlicht. Die Kernaussage lautet, dass sich die meisten Deutschen mit diesem Thema nicht auskennen. Sehr verwunderlich ist das nicht, schließlich handelt es sich hierbei um einen komplexen und zugleich sehr umfangreichen Themenbereich. Des Weiteren macht es für den Otto-Normalverbraucher auch nur bedingt Sinn, sich zum Experten in Sachen Baufinanzierung weiterzubilden – schließlich gibt es vergleichsweise wenige Menschen, die innerhalb ihres Lebens gleich mehrere Immobilien erwerben.
Selbstverständlich ist es nicht verkehrt, sich mit dem Thema Baufinanzierung intensiver auseinanderzusetzen, vor allem wenn man tatsächlich den Kauf einer Immobilie in Erwägung zieht und diese finanzieren möchte. Allerdings wird es den wenigsten gelingen, sich innerhalb kürzester Zeit zum Baufinanzierungsexperten zu entwickeln. Folglich kommt es in erster Linie darauf an, sich im Hinblick auf die Finanzierung von einem erfahrenen Finanzierungsspezialisten beraten zu lassen.
Was den Online-Artikel betrifft, so ist zu erwähnen, dass DIE WELT die Datenerhebung nicht selbst durchgeführt hat. Stattdessen bezieht sich der Autor auf Informationen der Postbank sowie vom Baugeldvermittler Hypothekendiscount – beide Finanzdienstleister hatten zuvor entsprechende Studien in Auftrag gegeben. Erstaunlich ist vor allem, welches Wissensdefizit von den beiden Finanzdienstleistern bemängelt wird. So weist zum Beispiel die Postbank daraufhin, dass gerade einmal 49 Prozent aller Deutschen über die Wohnungsbauprämie Bescheid wissen. Wenn man es genau betrachtet, dann handelt es sich bei der Wohnungsbauprämie um einen der unwichtigsten Themenbereiche aus dem Feld der Baufinanzierung. Wer seinen Traum von den eigenen vier Wänden verwirklichen möchte, der sollte sich lieber mit Zins- und Tilgungssätzen sowie dem Vergleich konkreter Finanzierungsangebote beschäftigen. Auf diese Weise kann er erheblich mehr Geld einsparen, als ihm der Staat durch die Zahlung der Wohnungsbauprämie zukommen lässt.
Nicht besser steht es um die Informationen, die von Hypothekendiscount stammen. Der Baugeldvermittler weist doch glatt darauf hin, dass gerade einmal zehn Prozent aller Befragten wussten, um welche Kreditarten es sich bei der Reservierungshypothek und der Familienhypothek handelt. Wenn erfahrene Finanzierungsexperten so etwas lesen, müsste ihnen eigentlich die Luft wegbleiben – denn genau betrachtet gibt es diese Kreditarten überhaupt nicht. Hierbei handelt es sich lediglich um die Bezeichnung hauseigener Finanzprodukte des Vermittlers oder dessen Partnerunternehmen. Wenn man es genau nimmt, handelt es sich bei einer Hypothek überhaupt nicht um einen Kreditart, sondern um ein Grundpfandrecht, das zur Besicherung einer konkreten Forderung im Grundbuch der Immobilie eingetragen wird.
Hieran wird wieder einmal mehr deutlich, wie wichtig es ist, sich nicht ausschließlich an einen einzigen Berater zu wenden. Besser ist es, sicht mit mehreren Beratern in Verbindung zu setzen und diesen die Angebote ihrer Mitbewerber vorzulegen. Auf diese Weise wird man automatisch darauf aufmerksam gemacht, wenn eine Finanzierung nicht optimal gestaltet ist.
Schufa-Auskunft via SMS
Im November des Jahres 2005 ging die Schufa-Auskunft online, d.h. die SCHUFA (Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung) startete ihr Internet-Portal mit dem Namen meineschufa.de. Zuerst noch als regional auf NRW beschränkte Beta-Version, dann im Verlauf des Jahres 2006 ausgeweitet auf immer mehr Bundesländer und seit 2007 bundesweit verfügbar, hat sich seitdem nicht wirklich viel verändert. Lediglich die Gebühren sind etwas gesunken.
Doch seit einigen Wochen gibt es ein neues Feature, die SCHUFA erteilt Auskünfte per SMS. Das ganze firmiert unter dem Namen SCHUFA-UpdateService und soll dem Verbraucher helfen, up to date zu bleiben was den eigenen Schufa-Score angeht, Änderungen an persönlichen Daten zu erkennen und über Abfragen von Schufa-Informationen informiert zu werden. Wer z.B. Angst vor Identitätsdiebstahl im Netz hat, kann so auf zeitnahe Benachrichtung und mögliche Gegenmaßnahmen hoffen.
Sobald also entsprechende Veränderungen im Schufa-Konto stattfinden, versendet die SCHUFA umgehend die Informationen per SMS oder E-Mail, auf Wunsch auch beides zugleich. Dieser Service kostet den registrierten meineSchufa-Nutzer 5 € im ersten Jahr und soll später für 10 € jahrlich erhältlich sein. Ob viele Verbraucher von dieser Option Gebrauch machen werden, ist schwer zu sagen, aber als neugieriger Mensch habe ich mich gerade entschieden, den SMS-Service einmal auszuprobieren.
Posted by Gerald on 04/25 at 02:23 AM
Finanzen •
Kommentar(e) (0) •
Trackbacks (0) •
Permalink
Donnerstag, April 24, 2008
Förderdarlehen für Modernisierungsmaßnahmen
Kein anderes Thema hat im Bereich der privat genutzten Immobilien so sehr an Bedeutung gewonnen, wie die Modernisierung von Bestandsobjekten. Seitdem die Preise für Heizöl und Erdgas so enorm angezogen haben, befassen sich zunehmend mehr Eigentümer mit dieser Thematik. Sie treffen immer häufiger die Entscheidung, Modernisierungsmaßnahmen vorzunehmen, um den Energiebedarf ihrer Immobilien zu reduzieren.
Das Spektrum an möglichen Maßnahmen ist groß: Es reicht von den Anbringung einer Außendämmung, bis hin zur Installation einer neuen Heizungsanlage. Gleichzeitig gelten viele der Maßnahmen als äußerst wirkungsvoll. Allerdings gibt es einen kleinen Haken: Die Modernisierung von Bestandsobjekten ist häufig mit erheblichen Kosten verbunden. Dementsprechend sind die meisten Eigentümer dazu gezwungen, ein Immobiliendarlehen oder ein Förderdarlehen aufzunehmen, um ihr angestrebtes Vorhaben stemmen zu können.
Vor allem die KfW-Bank bietet eine Vielzahl an Förderprogrammen an, die auf die Bedürfnisse von Eigentümern zurechtgeschnitten sind. Gefördert werden die unterschiedlichsten Maßnahmen, angefangen bei der Installation von Solaranlagen bis zum Bau von Energiesparhäusern.
Das Interesse an diesen Darlehen ist groß. Doch wie die Financial Times Deutschland darauf hinweist, sollte man sich bei der Darlehenssuche nicht ausschließlich auf die KfW-Darlehen fixieren. In den vergangenen Wochen hat die KfW-Bank die Zinssätze ihrer Förderdarlehen drastisch erhöht – teilweise um bis zu 34 Prozent. Dementsprechend ist es empfehlenswert, sich auch mit anderen Banken in Verbindung setzen. In Abhängigkeit vom jeweiligen Vorhaben kann die Möglichkeit bestehen, mit der Aufnahme eines klassischen Hypothekendarlehens günstiger davon zu kommen.
Die KfW-Bank begründet die Zinserhöhung mit der derzeitigen Entwicklung an den Zinsmärkten sowie einer gestiegenen Nachfrage auf der Verbraucherseite. Zumindest was den zweiten Punkt betrifft, kann der Bank Recht gegeben werden: Das Interesse an Förderdarlehen für Modernisierungsmaßnahmen ist in der Tat enorm angestiegen. Modernisierer sollten sich deshalb ranhalten – schließlich wäre es ärgerlich, wenn die Fördermittel frühzeitig aufgebraucht sind und man auf eine andere Finanzierungslösung ausweichen muss.
Posted by Jochen on 04/24 at 09:54 PM
Finanzen •
Kommentar(e) (0) •
Trackbacks (0) •
Permalink
Montag, April 21, 2008
Der Vergleich von Forwarddarlehen lohnt sich
Bis vor einigen Jahren waren Forwarddarlehen noch relativ unbekannt, dementsprechend wurden sie nur von verhältnismäßig wenigen Darlehensnehmern abgeschlossen. Mittlerweile erfreuen sie sich jedoch einer zunehmenden Beliebtheit: Immer mehr Hauseigentümer bedienen sich dieser Darlehensform, um sich schon jetzt das Zinsniveau für ihre spätere Anschlussfinanzierung zu sichern.
Die Suche nach dem passenden Forwarddarlehen gestaltet sich allerdings nicht gerade einfach. Aufgrund des zunehmenden Interesses der Verbraucher treffen immer mehr Banken die Entscheidung, in dieses Segment einzusteigen und ebenfalls Forwarddarlehen anzubieten. Deshalb ist das Forwarddarlehen schon lange kein Nischenprodukt mehr, und potentielle Darlehensnehmer müssen eine immer größer werdende Anzahl an Finanzierungsangeboten miteinander vergleichen, um das passende Angebot zu finden.
Dass sich ein Vergleich dieser Darlehen lohnt, hat die Stiftung Warentest erst in der vergangenen Woche bestätigt. In einer Pressemitteilung ließ die Institution verlauten, zahlreiche Darlehensangebote verschiedener Banken verglichen zu haben. Das Ergebnis des Vergleichs spricht eine deutliche Sprache: Hinsichtlich der Konditionen bestehen große Unterschiede. Wer sich keine Zeit nimmt und die Angebote mehrerer Banken nicht miteinander vergleicht, läuft Gefahr ein vergleichsweise teures Darlehen aufzunehmen – die Zinsunterschiede zwischen den Angeboten einzelner Banken sollen sich auf bis zu ein Prozent belaufen.
Des Weiteren macht die Stiftung Warentest darauf aufmerksam, dass auch im Hinblick auf die Flexibilität einiger Finanzierungslösungen, gravierende Unterschiede bestehen können. Besonders gelobt wurde das Darlehen einer Bank, das ein Recht zur vorzeitigen Kündigung beinhaltet: Sollten die Forwardzinsen nach dem Abschluss des Darlehensvertrags weiterhin gefallen sein, so hat der Kunde das Recht, sein Darlehen zu kündigen, um ein neues Darlehen zu günstigeren Konditionen aufzunehmen.
Donnerstag, April 17, 2008
Wüstenrot Bausparkasse kooperiert mit dem AWD
Das Bausparen erfreut sich derzeit keiner allzu großen Beliebtheit. Immer weniger Verbraucher können sich für den Abschluss von Bausparverträgen begeistern. Es ist vor allem die lange Ansparphase, die sie vom Abschluss entsprechender Verträge abhält. Stattdessen bevorzugen zunehmend mehr Bauherren und Immobilienkäufer die Aufnahme klassischer Hypothekendarlehen, die sie zum Beispiel bei Direktbanken besonders günstig abschließen können.
Demnach stehen einige Bausparkassen unter hohem Druck: Sie müssen wieder mehr Verbraucher für das Thema Bausparern begeistern können. Aus diesem Grund haben mehrere Bausparkassen die Entscheidung getroffen, sich neu am Markt zu positionieren – unter anderem auch die Wüstenrot Bausparkasse. Ihr bisheriges Geschäftsmodell sowie auch das Image der drittgrößten, privaten Bausparkasse sind ein wenig in die Jahre gekommen. Lange Zeit über lief das Bauspargeschäft sehr gut, so dass keine großen Veränderungen angestrebt werden mussten.
Wie die Wüstenrot Bausparkasse nun bekannt gegeben hat, ist sie eine Premium-Kooperation mit dem Finanzdienstleister AWD eingegangen. Der AWD beschäftigt mehr als 6.000 Berater, die zusammen mehr als zwei Millionen Kunden betreuen. Aus der Kooperation erhofft sich die Bausparkasse, ihren Marktanteil steigern zu können. Beim AWD erhofft man sich logischerweise, den Kunden noch bessere Finanzlösungen anbieten zu können.
Zu diesen Finanzlösungen zählen unter anderem die neuen Wüstenrot Tarife „Wüstenrot Ideal Bausparen“. Diese Tarife sollen an die neuen Marktbegebenheiten angepasst sein und somit den Bedürfnissen der neuen Bauspar-Generation besser gerecht werden. Die Tarife sollen den Kunden mehr Flexibilität bieten und sich von den früheren Tarifen maßgeblich unterscheiden. So stehen vor allem niedrige Zinssätze und kurze Zuteilungszeiträume im Vordergrund. Sollte ein Bausparkunde hingegen darauf aus sein, eine gute Rendite erwirtschaften zu wollen, so kann er auch eine andere Variante wählen, die eine Verzinsung von bis zu vier Prozent vorsieht.
Mittwoch, April 16, 2008
Förderprogramme zur Baufinanzierung von Gemeinden
Es liegt noch gar nicht so weit zurück, da haben sich nur verhältnismäßig wenige Bauherren und Käufer für das Thema Fördermittel interessiert. Dies mag mitunter auch daran gelegen haben, dass es sich teilweise sehr schwierig gestaltete, an entsprechende Informationen zu gelangen. Heutzutage sieht es hingegen ganz anders aus: Fast alle Bauherren und Käufer setzen sich mit dem Thema Fördermittel auseinander – unter anderem auch deshalb, weil ausführliche Informationen über das Internet zu erhalten sind. Aufgrund des gestiegenen Interesses auf der Verbraucherseite ist auch das Angebot größer geworden. Es ist längst nicht mehr nur die KfW-Bank, die entsprechende Zuschüsse oder auch Förderdarlehen anbietet. Mittlerweile haben auch fast alle Bundesländer eigene Förderprogramme aufgelegt.
Doch nicht nur Bund und Länder, sondern auch zunehmend mehr Städte und Gemeinden bieten Förderprogramme für private Bauherren und Käufer an. Wie gestern in der Regionalpresse zu lesen war, hat die Gemeinde Nörten (eine kleine Stadt im Süden Niedersachsens) ein eigenes Förderprogramm aufgelegt. Die Gemeinde möchte Familien mit ihrem Förderprogramm an sich binden. Das Förderprinzip ist relativ simpel: Jede Familie, die Wohneigentum in Nörten errichtet oder erwirbt, kann einen Zuschuss in Höhe von 1.000 Euro je Kind erhalten. Bezugsberechtigt ist jede Familie, unabhängig davon, ob sie bereits in Nörten ansässig war oder neu hinzuziehen wird.
Um den Zuschuss zu erhalten, muss dieser vor der Unterschrift des Kaufvertrags oder vor Baubeginn beantragt werden. Des Weiteren muss die Familie mindestens fünf Jahre in der Gemeinde wohnhaft sein, ansonsten wäre eine Rückzahlung erforderlich. Außerdem muss die Immobilie zur Eigennutzung vorgesehen sein – Kapitalanleger können also nicht auf den Zuschuss spekulieren. Der Startschuss für eine Testphase des Programms erfolgte am 1. April dieses Jahres, die bis zum Ende des kommenden Jahres andauern wird.
Dienstag, April 15, 2008
Fehler bei der Baufinanzierung – Teil 2
Bei der Immobilienfinanzierung werden von den Darlehensnehmern immer wieder Fehler gemacht, die zu erheblichen Zusatzkosten führen oder die Flexibilität der Finanzierung stark einschränken. Dies ist die Fortsetzung des gestrigen Blog-Posts, in welchem die häufigsten Fehler der Baufinanzierung vorgestellt werden.
Einer der schwersten Fehler, der bei der Finanzierung einer Immobilie begangen werden kann, ist die Aufnahme eines zu hohen Darlehensbetrags. Leider kommt es immer wieder vor, dass sich Bauherren oder Immobilienkäufer übernehmen. D.h. es werden Darlehensbeträge aufgenommen, die für die Darlehensnehmer eigentlich zu hoch sind. Zwar befinden sich die Darlehensnehmer in der Lage, die Raten aufzubringen, jedoch bleibt ihnen dann nicht mehr viel Geld übrig, um sich andere Dinge leisten zu können. Sollte es in solch einer Situation zu finanziellen Schwierigkeiten kommen, beispielsweise durch das Eintreten von Arbeitslosigkeit, so stehen die Darlehensnehmer vor großen Schwierigkeiten. Ähnlich verhält es sich auch, wenn das Darlehen vor dem Einritt in den Ruhestand noch nicht getilgt ist und sich plötzlich das Einkommen verringert. Solche Fälle können sehr böse enden – im schlimmsten Fall mit dem Verlust des gesamten Vermögens.
Ein weiterer Fehler, der immer wieder begangen wird, ist der Verzicht auf Optionen, die dem Darlehen mehr Flexibilität verleihen. Viele Banken handhaben es nämlich so, dass sie ihren Kunden einen Zinsvorteil einräumen, wenn diese auf die Sondertilgungsmöglichkeiten oder ähnliche Optionen verzichten. Im Hinblick auf den Zinssatz mag es zwar vorteilhaft sein, auf diese Optionen zu verzichten – doch wenn sich die Lebensumstände plötzlich ändern, kann es vor großem Vorteil sein, die entsprechende Option ausüben zu dürfen. Ein gutes Beispiel für solch eine Option ist die Möglichkeit einer Tilgungsanpassung. Aufgrund einer neuen Einkommenssituation kann es unter Umständen erforderlich sein, den Tilgungssatz vorübergehend zu senken, um somit die finanzielle Belastung zu reduzieren – dies kann zum Beispiel während einer Elternzeit sehr hilfreich sein. Andernfalls kann die Darlehensrate den finanziellen Handlungsspielraum stark einschränken. Deshalb ist es empfehlenswert, Darlehen abzuschließen, die ein möglichst hohes Maß an Flexibilität bieten – auch wenn man dafür ggf. einen geringen Zinsaufschlag in Kauf nehmen muss.
Posted by Jochen on 04/15 at 06:19 PM
Finanzen •
Kommentar(e) (0) •
Trackbacks (0) •
Permalink
|
 |
|