Schutz vor Passivrauchen
144 Abgeordnete haben einen interfraktionellen Antrag zum Schutz vor Passivrauchen vorgelegt. Mit dem Antrag wird ein Rauchverbot für alle öffentlichen Bereiche angestrebt. Neben öffentlichen Gebäuden, Verkehrsmitteln, Schulen und Universitäten soll auch die Gastronomie dazu gehören.
Zur Begründung für ein umfassendes Rauchverbot heißt es in dem Antrag, Tabakrauch in Innenräumen stelle eine “weithin unterschätzte, erhebliche Gesundheitsgefährdung mit möglicher Todesfolge dar”.
Das unfreiwillige Einatmen der im Tabakrauch enthaltenen Giftstoffe verursacht in Deutschland nach aktuellen Berechnungen des deutschen Krebsforschungszentrums jährlich mehr als 3.300 vermeidbare Todesfälle unter Nichtrauchern. Der Bereich Gastronomie ist zur Zeit noch umstritten, man befürchtet dort anscheinend Einnahme-Verluste.
Mittlerweile gibt es in 13 EU-Staaten eine rauchfreie Gastronomie. Eine Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung besagt, dass dieses auch 59 Prozent der Deutschen wünschen. Neutrale Studien zeigen auch, dass ein Rauchverbot zu keinen Umsatzeinbußen in der Gastronomie führen soll.
