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Mittwoch, Juni 01, 2011

Der kleine Unterschied zwischen Mann und Frau beim Thema Versicherungsschutz

Das Unisex-Urteil des Europäischen Gerichtshofes ist für die Versicherungsbranche mit viel Arbeit verbunden. Fast sämtliche Tarife müssen neu kalkuliert werden, damit sich die Verträge für Männlein und Weiblein ab Ende 2012 preislich auf einem Level bewegen und beide Geschlechter den gleichen Beitrag zahlen. „Welt Online“ hat sich jetzt näher mit dem Thema befasst, dabei aber vor allem die Unterschiede in den vorhandenen Versicherungsportfolios herausgearbeitet. Die Grundlage bildete unter anderem die Statistik des Finanzmarkt-Datenservice (FMDS) für das Jahr 2010.

Das umfassende Zahlenwerk belegt recht deutlich, dass Damen und Herren in Versicherungsfragen unterschiedlich ticken. Männer sind in der Regel deutlich besser versichert bzw. haben mehr Verträge abgeschlossen. Das spiegelt sich besonders im Bereich der Vorsorge wider. Während 43,8 Prozent der Männer über eine kapitalbildende Lebensversicherung verfügen, sind es bei den Frauen nur 37,7 Prozent. Ähnlich sieht es bei Risikolebensversicherungen (Männer 10,4 Prozent/Frauen 7,0 Prozent) und der Berufsunfähigkeitsversicherung (32,4/18,5) aus. Lediglich in puncto Riester-Rente liegen Frauen klar vorn und kommen auf einen Anteil von 25,5 Prozent, wohingegen nur 19,5 Prozent der Männer riestern.

Dass Männer auch bei Sachversicherungen – Hausrat- und Haftpflichtversicherung, Kfz- und Rechtsschutzversicherung – klar vorn liegen, lässt sich aus Sicht der Experten leicht erklären. Hier sind viele Frauen über ihre Männer mitversichert. Grundsätzlich dürfte aber eher die finanzielle Situation den Ausschlag dafür geben, dass Frauen weniger Policen in ihrem Ordner haben. Christoph Müller vom Marktforschungsinstitut YouGovPsychonomics erklärte gegenüber der „Welt“: „Frauen haben nach wie vor einfach weniger Geld zur Verfügung. Das Einkommen ist für den Versicherungsbesitz deutlich wichtiger als die Frage Mann oder Frau.“

Den gleichen Erklärungsansatz hat die Allianz: Je weniger persönliches Einkommen vorhanden sei, desto weniger Möglichkeiten bestünden zur privaten Vorsorge. Der Versicherungskonzern geht noch einen Schritt weiter: „Aus unserer Sicht sind Frauen aber nicht selten einfach nur zu wenig sensibilisiert, dass es sich lohnen kann, auch mit wenig Geld lukrativ in ein Spar- oder Vorsorgeprodukt zu investieren.“ Wie die vorliegenden Studien zeigen, sind Frauen eher bereit, Sachversicherungen abzuschließen und lassen sich nur schwer eine Lebensversicherung „aufschwatzen“ (O-Ton Bund der Versicherten). Hat sich eine Frau erst einmal entschieden, einen Vertrag unter Dach und Fach zu bringen, vergleicht sie allerdings deutlich seltener die Tarife und geht lieber zum Vermittler, statt online zu suchen.

Posted by Andre on 06/01 at 11:02 AM
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Freitag, Mai 27, 2011

Ineas-Pleite stellte Ombudsmann vor besondere Herausforderung

Günther Hirsch ist Ombudsmann für Versicherungen. Seit drei Jahren leitet der Ex-Präsident des Bundesgerichtshofs die Schlichtungsstelle und hatte in dieser Zeit gut zu tun. In 2010 landeten auf den Schreibtischen seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 18.357 Beschwerden (plus 1,2 Prozent). In 38 Prozent der Fälle wurde zugunsten des Versicherten entschieden. Etwas schlechter fällt die Erfolgsquote der Verbraucher in der Sparte Lebens- und Rentenversicherungen aus, die mit einem Anteil von fast 40 Prozent das meiste Streitpotenzial birgt. Hier waren nur 19,3 Prozent der Eingaben von Erfolg gekrönt.

Bei Renten- und Lebensversicherungen basieren die Beschwerden jedoch nicht ausschließlich auf Unzufriedenheit. „Oft geht es hier weniger um rechtliche Fragen, sondern haben die Kunden ein großes Informationsbedürfnis“, so Günter Hirsch. Eines der Probleme schlummert in den sehr komplexen Tarifbedingungen, die für viele Kunden kaum nachvollziehbar sind. Hinzu kommen die Fälle, in denen Kunden nicht richtig beraten wurden. Ein typisches Beispiel hierfür ist die Vermittlung von Riester-Renten an Architekten oder Rechtsanwälte, die aufgrund ihrer Stellung gar keine staatliche Förderung in Form der Zuschüsse erhalten. Hinter den Lebens- und Rentenpolicen rangierte im vergangenen wie auch schon im Jahr zuvor die Rechtsschutzversicherung auf Platz zwei der Produkte, bei denen es am meisten Gesprächsbedarf gab.

Abgesehen von den typischen Eingaben und Anfragen hielt 2010 für die Schiedsstelle auch ein Novum bereit: Die Pleite der International Insurance Corporation aus den Niederlanden, die in der Bundesrepublik Kfz-Versicherungen unter dem Namen Ineas und Lady Car Online anbot. 57.000 Kunden waren und sind teilweise noch betroffen, denn der Insolvenzverwalter beharrt nach wie vor auf der Zahlung vermeintlich ausstehender Beiträge. Günter Hirsch hält diese Forderung für unbegründet und ist weiterhin davon überzeugt, dass ein Sonderkündigungsrecht bestand. Er kann den Kunden aber nicht mehr helfen. Das Unternehmen ist nicht länger im Trägerverein der Ombudsstelle. Damit hat das Wort des Schlichters kein Gewicht mehr. Um Verbraucher in einem solchen Fall besser zu schützen, fordert Hirsch jetzt klare Regeln.

Posted by Andre on 05/27 at 09:40 AM
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Montag, Mai 16, 2011

Ratgeber zum BU-Schutz

184 Seiten geballte Informationen bieten die Verbraucherzentralen mit ihrem Ratgeber „Berufsunfähigkeit gezielt absichern. Der Weg zum besten Vertrag“. Das Buch erscheint inzwischen in der vierten Auflage und kostet 9,90 Euro (bei Online-Bestellungen zuzüglich Versandkosten). Der Leitfaden gibt Interessenten die Möglichkeit, sich gezielt mit sämtlichen Aspekten des Themas vertraut zu machen: angefangen bei der Definition von Berufsunfähigkeit über den gesetzlichen Schutz bis hin zur Versicherungsberatung.

Ziel der Autoren ist es, verständlich und ohne Schnörkel auf die Bedeutung sowie mögliche Fallstricke bei der Berufsunfähigkeitsversicherung hinzuweisen. Die wichtigsten Fragen, die der Ratgeber beantwortet: Wie viel Schutz braucht man wirklich? Wie findet man den besten Versicherer? Wie kann die Prämie niedrig gehalten werden? Wie kann man Steuern und Abgaben sparen? Und wie wird die Rente später wirklich durchgesetzt? Für Laien, die sich bislang noch nie mit dem BU-Schutz befasst haben, bietet das Buch somit wertvolle Anhaltspunkte. Denn eines gilt bei der Berufsunfähigkeitsversicherung nach wie vor: Sie ist wichtig, aber leider sehr kompliziert.

Mit dem Ratgeber der Verbraucherzentralen ist man gut gerüstet für das Gespräch mit der Versicherung bzw. dem Makler des Vertrauens. Der Tipp der Autoren: „Sie sollten mehrere Anträge stellen – und das möglichst gleichzeitig.“ Hintergrund: Falls es zu einer Ablehnung kommt, werden die Daten üblicherweise in der Zentraldatei der Versicherungswirtschaft gespeichert. Damit wären weitere Absagen bei späteren Anträgen vorprogrammiert. Möglich sind auch anonymisierte Risiko-Voranfragen, wenn Vorerkrankungen bestehen oder der Beruf als zu riskant gilt. Sollte es gar nicht klappen, nennt das Buch auch einige Alternativen: die Erwerbsunfähigkeitsversicherung, die Dread-Disease-Versicherung, die Grundfähigkeitenversicherung und die Unfallversicherung.

Posted by Andre on 05/16 at 09:23 AM
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Mittwoch, Mai 11, 2011

Freitag der 13. aus Sicht der Assekuranz

Freitag der 13. steht bevor. Wer abergläubisch ist, macht einen großen Bogen um schwarze Katzen und Leitern, sucht die Nähe zum Schornsteinfeger oder verkriecht sich für 24 Stunden gut vermummt im Bett, um jedem Unglück aus dem Weg zu gehen. Gleich, welche Taktik man sich zurechtlegt: Nötig wäre es eigentlich nicht. Denn laut Zurich Versicherung passiert an jenen unheilvollen Tagen mit der magischen Zahl weit weniger als angenommen. „Unsere Analyse zeigt, dass Freitage, die auf den 13. eines Monats fallen, im Schnitt sogar weniger Schadenmeldungen aufweisen als andere Tage“, erklärt das Unternehmen.

Dass eine Versicherung sich näher mit dem Thema Freitag der 13. befasst, sollte nicht verwundern. Schließlich müssen die Assekuranzen in aller Regel für die Unglücke aufkommen, die an diesem Tag passieren. Die private Haftpflichtversicherung hätte vermutlich gut zu tun, ebenso die Hausrat- und die Kfz-Versicherung, wenn es sich wirklich um einen Tag handeln würde, der von Pleiten, Pech und Pannen geprägt wäre. Dem ist aber nicht so. Das zeigen gleich mehrere Statistiken, wobei die Zurich Versicherung regelmäßig zu diesem Thema forscht und ihre Daten veröffentlicht.

„Im Schnitt der letzten beiden Jahre haben wir an allen Tagen einer Woche, außer an Freitagen, rund 2.150 Schäden verzeichnet. An Freitagen hingegen waren es im selben Beobachtungszeitrum etwa zehn Prozent mehr“, sagt Rüdiger Hackhausen, Vorstandsmitglied und Schaden-Experte der Zurich. Freitage scheinen es also wirklich in sich zu haben – mit einer Ausnahme: Wenn der Tag auf einen Dreizehnten fällt. Dann sind es 2.100 Schäden pro Tag und damit weniger als an anderen Wochentagen. Die „13“ scheint ohnehin eher eine Glückszahl zu sein. In den vergangenen Jahren landeten am 13. Tag des Monats im Schnitt „nur“ 1.800 Schadensmeldungen auf den Schreibtischen der Versicherungen.

Posted by Andre on 05/11 at 02:13 PM
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Freitag, April 29, 2011

Beliebtester Versicherer und beste PKV 2011

Zufriedenheit lässt sich zwar nur schwer messen, im Rahmen einer Studie bzw. Kundenbefragung aber sehr wohl in Zahlen fassen. Gefragt haben der Nachrichtensender n-tv und das Deutsche Institut für Service-Qualität (DISQ). Sie kürten den „Beliebtesten Versicherer 2011“. „Neben der Beurteilung der Versicherer standen Serviceaspekte und Erfahrungen im Fokus der Befragung“, erklärt n-tv.

Geht es um die Gesamtzufriedenheit, gemessen auf einer Skala von minus zwei Punkten für „unzufrieden“ bis plus zwei Punkten für „zufrieden“, steht die Barmenia ganz oben auf dem Treppchen. Sie erreichte einen Mittelwert von 1,92. Knapp dahinter folgen der Münchener Verein mit 1,87 Zählern, die Debeka und die HUK-Coburg mit jeweils 1,76 Punkten. Für die Barmenia sprechen vor allem die Produkte und die Beratungsqualität vor Ort und am Telefon.
Die Wertung „Gesamtzufriedenheit im Schadensfall“ gewann die Ergo Direkt mit 1,94 Punkten vor der Barmenia (1,91), dem Münchener Verein (1,91) und der HUK-Coburg (1,74). „Insgesamt war die Zufriedenheit mit den Versicherern hoch. Die Beurteilung der Produkte und der Freundlichkeit der Versicherungsvermittler fiel am positivsten aus“, so das Fazit.

Weit weniger erfreulich fällt das Gesamturteil bei der Befragung „Bester privater Krankenversicherer 2011“ aus, ebenfalls organisiert von n-tv und dem DISQ. Gewonnen hat die Barmenia. Auf Platz zwei liegt der Münchener Verein und auf Rang drei der Deutsche Ring. Bezogen auf die Konditionen liegt der Deutsche Ring vor Axa und Gothaer vorn. Im Servicetest punktete die Barmenia, gefolgt von HUK-Coburg und LVM.
Allerdings gibt es enormen Nachholbedarf: Bei telefonischen Anfragen mangelte es bei zwei von drei Anrufern an einer individuellen Beratung. Hinzu kommen teils lange Warteschleifen. Besonders ärgerlich ist das bei E-Mails, auf deren Beantwortung die Kunden in 20 Prozent der Fälle vergebens warteten. Dabei, so DISQ-Chef Markus Hamer, sei es gerade bei Versicherungen wichtig, „gezielt auf die Bedürfnisse des Kunden einzugehen“.

Posted by Andre on 04/29 at 11:31 AM
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Mittwoch, April 20, 2011

Rechtsschutz: die Vorteile der Mediation

Mediation – der Versuch, Streitigkeiten außergerichtlich mithilfe eines ausgebildeten und unabhängigen Vermittlers zu lösen – steht bei den Rechtsschutzversicherern hoch im Kurs. Wie eine aktuelle Umfrage des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) ergab, bieten inzwischen 75 Prozent der Unternehmen entsprechende Verträge an und sind mit den Ergebnissen rundum zufrieden. Der Vorsitzende der Kommission Rechtsschutzversicherung beim GDV, Gerhard Horrion, spricht von einer Erfolgsquote von immerhin 80 Prozent.

Ein Vorteil der Mediation im Vergleich zum klassischen Rechtsstreit, der üblicherweise vor Gericht ausgefochten wird, ist die schnellere Konfliktlösung. Darüber hinaus wird der Streit nachhaltig und, was vielen besonders wichtig sein dürfte, auch im gegenseitigen Einvernehmen gelöst. Diese Möglichkeit gibt es bei einem Gerichtsverfahren nicht. Dort steht immer eine der beiden Parteien auf der Verliererseite. Sollte die im Rahmen der Mediation gefundene Lösung nicht zusagen, bleibt der Rechtsweg weiter offen, „und das im Rahmen des Versicherungsvertrages kostenlos“, so der GDV.

Aufgabe der Rechtsschutzversicherer ist es jetzt, die Verbraucher von den Vorzügen der Mediation zu überzeugen. „Die meisten Kunden kennen die Meditation schlicht und ergreifend noch nicht“, weiß Gerhard Horrion. Empfohlen wird sie vom GDV vor allem bei alltäglichen Problemen, ob nun Streitigkeiten mit dem Vermieter oder den Nachbarn. „In diesen Fällen macht es oft nicht viel Sinn, dauerhaft miteinander im Clinch zu liegen und über Monate oder Jahre hinweg für sein Recht zu kämpfen“, erklärt der GDV in einer seiner Broschüren. Weitere Informationen zum Thema gibt es auf: http://www.gdv.de/rechtsschutzversicherung.

Posted by Andre on 04/20 at 12:09 PM
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Mittwoch, April 13, 2011

Riester-Rente: Zulagenberechtigung wird jetzt genauestens kontrolliert

Die Riester-Rente zeichnet sich durch das Zusammenspiel von staatlichen Zuschüssen und eigenen Sparbeiträgen aus. Das klingt an sich recht einfach, ist für viele Verbraucher aufgrund der komplizierten Vorschriften aber nur schwer nachzuvollziehen. Da passiert es relativ schnell, dass Fehler gemacht werden, die sich jetzt rächen könnten. Zum Beispiel, wenn man aus Unwissenheit vergessen hat, der Zulagenstelle seine neuen Lebensumstände mitzuteilen.

„Wir haben ein automatisches Kontrollsystem aufgebaut“, erklärte eine Sprecherin des Bundesfinanzministeriums (BMF). Sparer müssen sich also darauf einstellen, dass ihnen die Zuschüsse wieder gestrichen werden, wenn sie unberechtigt gezahlt worden sein sollten.

Während das BMF vorzeitige Kündigungen der Riester-Rente als Hauptgrund für die Rückforderungen nennt, sieht die Versicherungsbranche den Schwerpunkt an ganz anderer Stelle. Sie halten die Kündigungen nur für die Spitze des Eisbergs. Da es aber keine Statistiken oder weiterführende Daten zu den Forderungen gibt, bleibt oftmals nur Spekulation. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) vermutet jedenfalls, dass fehlende Informationen zu den Lebensumständen den Löwenanteil ausmachen. Laut Financial Times Deutschland mimt der Dauerzulagenantrag, der es Verbrauchern eigentlich leichter machen sollte, die Hauptrolle in dem für Sparer unangenehmen Spiel.

Bislang wurden für den Zeitraum von 2005 bis 2007 bereits 1,5 Millionen unberechtigte Zulagenzahlungen in Höhe von 490 Millionen Euro registriert. Möglich macht das der Datenabgleich der Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) mit den übrigen Behörden wie dem Finanzamt und den Rentenversicherungsträgern. Wer „erwischt“ wird, dem zieht die ZfA die Zulagen schlichtweg wieder ab.

Um solche Probleme zu vermeiden, raten Experten, die Jahresmitteilungen zur Riester-Rente regelmäßig zu überprüfen und die Daten gegebenenfalls zu korrigieren. Ebenso wichtig wäre es aber, die Verbraucher besser über die Förderkriterien und Voraussetzungen zu informieren. Daran hapert es schon seit Jahren, trotz aller Bemühungen wie der Initiative „Altersvorsorge macht Schule“.

Posted by Andre on 04/13 at 08:20 PM
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Montag, April 04, 2011

Zehn Jahre Riester-Rente

Herzlichen Glückwunsch, Riester-Rente. 2001 erblickte die staatlich geförderte Altersvorsorge das Licht der Welt. Heuer feiert sie ihren zehnten Geburtstag. Grund genug, die Vergangenheit kurz Revue passieren zu lassen und einen Ausblick in die Zukunft zu wagen. Denn auch bei der Riester-Rente ist nicht alles Gold was glänzt und besteht noch ein wenig Verbesserungsbedarf – sagt der Erfinder des Produkts, Walter Riester, im Interview mit Spiegel-Online.

Als die private Altersvorsorge mit staatlichen Zuschüssen auf den Markt kam, zeigten sich Verbraucher und Nutznießer noch zurückhaltend. Die ersten Schritte der Riester-Rente waren entsprechend holprig. Ende 2001 standen lediglich 1,4 Millionen Verträge in den Statistiken. Kein schlechter Start, aber so richtig aufwärts ging es in den kommenden Jahren nicht. Von 2002 (3,37 Millionen Policen) bis 2004 (4,19 Millionen) stagnierte der Absatz. Erst als die Höchstförderung erreicht war, schnellten die Absatzzahlen merklich nach oben und wurde aus der Riester-Rente das beliebteste Vorsorgeprodukt der Deutschen. Letzter Stand der Dinge: 14,09 Millionen Verträge Ende 2010, wobei der seit 2008 eingeführte Wohn-Riester inzwischen immer weiter an Fahrt aufnimmt.

Die Frage ist, angesichts der doch recht positiven Entwicklung: Was kann oder sollte man noch ändern? Der geistige Vater der Riester-Rente, Walter Riester, nannte im Gespräch mit Spiegel-Online gleich zwei Schwachstellen, die er noch ausmerzen würde. Punkt eins wäre, die staatliche Förderung in Form von Zulagen auch Selbstständigen zugutekommen zu lassen. „Da sind viele Kleingewerbetreibende und Freiberufler dabei, die sich mit dem Aufbau einer Altersvorsorge oft schwer tun“, erklärte er. Das Thema hat sich auch die Bundesregierung auf die Fahnen oder vielmehr in den Koalitionsvertrag geschrieben. Passiert ist bislang aber noch nichts. Ein zweites Manko sieht Riester im Abruf der Zuschüsse: Hier müssten die Sparer besser unterstützt werden, damit nicht Jahr für Jahr Millionen Euro „verfallen“.

Posted by Andre on 04/04 at 05:55 PM
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Sonntag, April 03, 2011

E10-Versicherung wird nicht ernst genommen

Zwar gibt es mittlerweile mehr Autofahrer, die an der Zapfsäule zum E-10 Kraftstoff greifen, jedoch sind die Abnahmemengen immer noch viel zu gering. Um den Verkauf des umstrittenen Kraftstoffs zu erhöhen, hat Shell eine E10-Versicherung eingeführt. Das Grundprinzip der Versicherung ist simpel: Sollte der Kraftstoff einen Schaden am Fahrzeug herbeiführen, übernimmt Shell die Kosten der Reparatur.

Beifall konnte der Mineralölkonzern für sein Versicherungskonzept jedoch nicht ernten. Experten nehmen die Versicherung überhaupt nicht ernst – anstatt von einer Versicherung zu sprechen, reden viele Experten von einem Marketing-Gag. Grund sind die Versicherungsbedingungen, die von Shell ausgearbeitet wurden.
Zunächst einmal ist es so, dass der kostenlose Versicherungsschutz ausschließlich 18 Monate lang gültig ist. Ob sich Schäden, die aufgrund von E10 Kraftstoff entstehen, bereits so schnell bemerkbar machen, gilt als fraglich. Damit die Versicherung einen Nutzen bietet, müsste der Versicherungszeitraum länger bemessen sein - denn nach Ablauf der Frist werden keine Kosten mehr übernommen. Außerdem greift der Versicherungsschutz nur, wenn mindestens 80 Prozent des Kraftstoffs bei Shell getankt werden. Für den Autofahrer bedeutet dies, Tankbelege sammeln zu müssen, damit im Schadensfall eine Beweisgrundlage existiert. Zudem beträgt die Mindestabnahmemenge an E10 Kraftstoff mindestens 30 Liter.

Die meisten Autofahrer dürften erkennen, dass dieser Versicherungsschutz nicht ernst zu nehmen ist. Damit die Idee mit der E10-Versicherung überzeugt, müsste Shell auf vollkommen andere Bedingungen setzen. Vielleicht wäre es sinnvoller, eine richtige Versicherung anzubieten, für die ein kleiner Einmalbetrag entrichtet werden muss. Der Mineralölkonzern könnte sich absichern, indem ausschließlich Fahrzeuge zugelassen werden, die den neuen Kraftstoff problemlos vertragen – im Gegenzug müsste man konkrete Leistungen anbieten.

Posted by Jochen on 04/03 at 10:07 AM
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Freitag, April 01, 2011

Verbraucherzentrale deckt miserable Beratung zur Altersvorsorge auf

Verbraucherschützer monieren schon lange, dass Gespräche zur privaten Altersvorsorge in vielen Fällen weniger einen beratenden, sondern vielmehr einen verkaufenden Charakter haben. Die Bestätigung gab es jetzt im Rahmen eines Tests. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen schickte eine Studentin zu zehn Versicherungen und Maklern. Das Anliegen der jungen Frau: Informationen darüber, ob es sich für sie schon lohnen würde, privat fürs Alter vorzusorgen. Das Ergebnis wirft kein gutes Licht auf die Arbeit der Berater - sie erkundigten sich nicht einmal nach dem finanziellen Background.

Das Budget der Studentin beträgt 850 Euro und setzt sich aus BAföG und einem Zuschuss der Eltern zusammen. Kein Vermögen, aber es reicht, um Miete und Lebenshaltungskosten zu bestreiten. Unter dem Strich bleiben ihr 100 Euro, die rein theoretisch in die Altersvorsorge investiert werden könnten. Praktisch stellt der Betrag aber eher einen Notgroschen dar, der kurzfristig verfügbar sein muss, wenn zum Beispiel der PC den Geist aufgibt. Darauf nahm keiner der Berater Rücksicht. Alle rieten der Frau, 40 bis 100 Euro pro Monat in langfristige Produkte zu investieren, entweder in klassische oder fondsgebundene Rentenversicherungen. Hinzu kamen Tipps wie Berufsunfähigkeits- und Kapitallebensversicherungen.

Dass zwei Makler der Studentin Riester- und sogar Rürup-Produkte ans Herz legten, beweist aus Sicht der Verbraucherzentrale, dass es vielen nur um die Provision geht. Denn die Studentin hat überhaupt keinen Anspruch auf Zulagen, weil sie keiner sozialversicherungspflichtigen Arbeit nachgeht. Genau solche Themen müssten aber bei einem Gespräch geklärt werden, um eine solide und auf die Umstände abgestimmte Lösung zu finden. Stattdessen hieß es nur, so die Verbraucherschützer: „Sagen Sie mal, was haben Sie denn übrig?“ Kein Wunder, dass immer weniger Sparer sich beraten lassen. Laut Targobank gehen 41 Prozent der Bundesbürger nur einmal im Jahr zur Bank, um sich zu informieren, 19 Prozent zwei Mal und 19 Prozent gar nicht (mehr).

Posted by Andre on 04/01 at 08:08 AM
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Montag, März 28, 2011

Versicherungen: Schwarze Liste erhält neuen Anstrich

Das Hinweis und Informationssystem (HIS) der Versicherungsbranche hatte bislang den Ruf einer „schwarzen Liste“. Der Bund der Versicherten und andere Institutionen sprachen von Geheimniskrämerei, weil niemand außer den Assekuranzen Einblick in die Funktionsweise des HIS hatte und sich auch die Folgen eines Eintrags nur schwer abschätzen ließen. Das soll sich jetzt ändern: Der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat das System grundlegend überarbeitet und will zum 1. April mit deutlich mehr Transparenz aufwarten.

Sinn und Zweck des HIS ist - und bleibt - es, die Branche vor „schwarzen Schafen“ in den Reihen der Kundschaft zu warnen. Wer die Rechtsschutzversicherung über Gebühr strapaziert und wegen jeder Nichtigkeit die Dienste der Assekuranz in Anspruch nimmt, findet sich in der Liste ebenso wie Kunden, die ihre Rechnungen nicht bezahlt haben oder aufgrund von Vorerkrankungen keine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen konnten. Zwar besteht inzwischen die Möglichkeit, schriftlich beim GDV anzufragen, ob ein Eintrag vorhanden ist. Die exakten Daten gibt es aber nur auf Anfrage bei der Versicherungsgesellschaft, die den Eintrag veranlasst hat.

Das neue System soll ein wenig transparenter werden und sich an den neuen, höheren Datenschutzanforderungen orientieren. Fortan wird das HIS getrennt nach Sparten geführt. Damit können Sachbearbeiter nur die Einträge einsehen, die ihren Arbeitsbereich betreffen. Heißt: Geht es um die Kfz-Versicherung, sind nur die HIS-Daten zum Thema Autoversicherung abrufbar. Gesamtprofile, die Einblick in die negative Versicherungshistorie des Kunden geben, sind damit ausgeschlossen. Sortiert wird nach vier Kategorien, darunter „atypische Schadenhäufigkeiten“ und erhöhte Risiken wie besagte Vorerkrankungen, die unter anderem bei Lebensversicherungen von Belang sind. Neu ist auch, dass Versicherte direkt informiert werden, wenn ein Eintrag vorgenommen wird.

Posted by Andre on 03/28 at 08:23 AM
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Mittwoch, März 23, 2011

Nach- und Vorsorge mit Zahn-Ersatz-Sofort

Ist der Schaden erst einmal eingetreten, macht es keinen Sinn, noch eine Versicherung abzuschließen. So war es zumindest bislang und das flächendeckend über alle Sparten hinweg. Die Ergo Direkt dreht den Spieß nun um. Statt ausschließlich Vorsorge ist jetzt auch Nachsorge möglich, zumindest im Bereich der Zahngesundheit. Das Besondere: Der Tarif „Zahn-Ersatz-Sofort“ greift auch dann, wenn der Zahnarzt schon aktiv werden musste. Gebucht werden kann die Zahnzusatzversicherung ab April.

Peter M. Endres, Vorstandsvorsitzender der Ergo Direkt Versicherungen, fasst die Idee zusammen: „Zuerst leisten wir, danach zahlt der Kunde die Beiträge.“ Heißt: Sobald der Vertrag unterschrieben wurde, besteht sofort und ohne die sonst übliche mehrmonatige Wartefrist der volle Versicherungsschutz. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Behandlungen handelt, die vom Zahnarzt angeraten und schon begonnen wurden, oder um zukünftige Eingriffe. Vor- und Nachsorge gehen quasi Hand in Hand. „Das Produkt bietet damit schnelle Hilfe in der Not“, so Endres.

Eine weitere Besonderheit von „Zahn-Ersatz-Sofort“ ist der Verzicht auf Altersbeschränkungen, Gesundheitsfragen sowie Leistungsstaffeln oder -begrenzungen. Der Vertrag läuft mindestens 24 Monate und kann anschließend monatlich gekündigt werden. Damit möchte es die Ergo Direkt ihren Kunden so einfach wie möglich machen. Die Kosten: Erwachsene ab dem 21. Lebensjahr zahlen für die Zahnzusatzversicherung 29,90 Euro pro Monat. Bei Kindern und Jugendlichen beläuft sich der Beitrag auf 19,90 Euro monatlich.

Relativ einfach und übersichtlich ist auch das Leistungsspektrum. Die Assekuranz verdoppelt den Betrag, den die gesetzliche Krankenkasse beisteuert bis zu einer Obergrenze von 100 Prozent der Gesamtkosten. Sollte der Zahnarzt 4.000 Euro in Rechnung stellen und die Kasse 1.800 Euro Festzuschuss beisteuern, zahlt auch die Ergo Direkt 1.800 Euro. Blieben 400 Euro, die noch aus eigener Tasche bezahlt werden müssen. Die übrigen 3.600 Euro erhält der Versicherungskunde von seiner gesetzlichen und der Zusatz-Versicherung erstattet.

Posted by Andre on 03/23 at 09:28 AM
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Mittwoch, März 02, 2011

Europäische Richter fordern Unisex-Tarife

Unisex – bei Düften ein Trend, für die Versicherungsbranche eher ein Horror, der mit dem gestern vom Europäischen Gerichtshof (EuGH) gefällten Urteil wahr wird. Weil die Richter unterschiedliche Tarife für Männlein und Weiblein als diskriminierend einstufen, muss die Branche in vielen Bereichen neu kalkulieren. Dass es funktionieren kann, beweist die Riester-Rente. Das staatlich geförderte Altersvorsorgeprodukt ist bereits geschlechtsneutral gestaltet. Die gleichen Vorgaben müssen bis zum 21. Dezember 2012 alle Policen in sämtlichen Versicherungssparten erfüllen (Rechtssache C-236/09).

Der Richterspruch tangiert vor allem die Bereiche Lebens-, Renten-, Kranken-, Unfall- und Kfz-Versicherung. Überall dort, wo das Geschlecht als Risikomerkmal in die Kalkulation einfließt, müssen die Assekuranzen umdenken und ihre Berechnungen auf eine neue Basis stellen. Galt bislang, dass Frauen für eine private Rentenversicherung mehr zahlen als Männer, weil ihre Lebenserwartung um durchschnittlich fünf Jahr höher liegt, werden die Herren der Schöpfung jetzt vermutlich mit höheren Beiträgen rechnen müssen. Im Bereich Kfz-Versicherung sind die Damen künftig die Gelackmeierten: Bisher fuhren sie aufgrund des statistisch niedrigeren Unfallrisikos etwas günstiger.

Wie genau sich das Urteil aus Luxemburg auf die Verträge und Beiträge auswirken wird, lässt sich jetzt noch nicht vorhersagen. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) warnt zwar vor einem Preisanstieg. Ob es dazu kommt, werden aber wohl eher Wettbewerb und Markt regeln. Schließlich schauen Verbraucher auch bei Unisex-Tarifen zuerst auf den Preis und befassen sich dann näher mit der Leistung. Die Vermutung, dass die Versicherungsgesellschaften die neuen Vorschriften „missbrauchen“ und die Prämien durchweg anheben wird, ist daher eher absurd.

Zu verdanken haben die Unternehmen das Dilemma übrigens einem belgischen Gericht, das sich aufgrund einer Klage von zwei Privatpersonen und Verbraucherschützern an den EuGH gewendet hat. Immerhin: Bestehende Verträge dürfen bleiben wie sie sind. Ob die neuen Konditionen dann gerechter sind, bleibt abzuwarten. Eines dürfte allerdings klar sein. Individuell kalkulierte Tarife gehören demnächst der Vergangenheit an.

Posted by Andre on 03/02 at 12:47 PM
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Montag, Februar 28, 2011

Viele Versicherungsverträge werden ohne vorherige Beratung unterschrieben

Zwei aktuelle Studien zum Versicherungsmarkt offenbaren gravierende Schwachpunkte. Zum einen verzichten viele Verbraucher auf elementare Leistungsmerkmale der privaten Haftpflichtversicherung, so eine Analyse von Aspect Online. Zum anderen – wobei sich auch hier der Grund für die „ungenügenden“ Policen verstecken kann – wird fast jeder zweite Versicherungsvertrag ohne ausführliche Beratung unterschrieben. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf eine Infratest dimap Studie für den Bundesverband der Verbraucherzentralen.

Dass bei über der Hälfte der privaten Haftpflichtversicherungen wichtige Klauseln unberücksichtigt bleiben, ist eher unverständlich. Es geht um die Ausfalldeckung, sollte dem Kunden ein Schaden zugefügt werden, der Verursacher aber nicht zahlen können bzw. keine Haftpflichtversicherung haben. Dieser Aspekt fehlt in 53 Prozent aller Verträge. Beim Schlüsselverlust sind es gar 63 Prozent. Dabei kann ein einzelner Schlüssel für ein Mehrfamilienhaus oder das Büro schnell zum Schadensfall über mehrere Tausend Euro werden, wenn die Schlösser komplett ausgetauscht werden müssen. Schließen lassen sich beide Lücken mit einem besser ausgestatteten Vertrag, der nur wenige Euro mehr kostet.

Woran es liegt, dass in den Policen wichtige Faktoren außen vor bleiben, lässt sich nicht nachvollziehen. Etwas Licht ins Dunkel bringen kann hier vielleicht die Studie für den Bundesverband der Verbraucherzentralen. Demnach verzichten 36 Prozent der Deutschen auf ein Beratungsgespräch und unterschreiben elf Prozent die Verträge, die der Vermittler empfiehlt. Lediglich 52 Prozent der Policen basieren auf einer Beratung. Diese Zahlen bestätigen die Kritik der Verbraucherschützer. Sie monieren, dass nicht immer die günstigsten und besten Verträge vorgeschlagen werden, sondern die mit der höchsten Provision. Ihr Vorschlag: Ein Informationsblatt zu den Beratertypen – etwa, ob es sich um einen firmengebundenen Vertreter handelt, der nur Police von Assekuranz A oder B im Portfolio hat.

Posted by Andre on 02/28 at 10:02 AM
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Freitag, Februar 25, 2011

Social Media Kanäle werden kaum genutzt

In puncto Internet sind die deutschen Versicherer ein wenig träge. Sie haben zwar allesamt eigene Seiten, meist recht hübsch und mit vielen Bildern. Geht es aber darum, mit der Entwicklung des WWW Schritt zu halten, hinken sie spürbar hinterher. Der Software-Anbieter Attensity Europe GmbH hat sich in einer Studie näher mit den Social-Media-Aktivitäten der Unternehmen befasst. Diesbezüglich hat die Branche noch viel zu tun. Die bekannten Social-Media-Plattformen werden von den meisten Assekuranzen schlichtweg vernachlässigt.

Damit verbauen sich die Versicherungen aus Sicht von Attensity zum einen Wachstumschancen. Zum anderen bliebe eine wichtige Möglichkeit der Kundenbindung ungenutzt. „Die meisten deutschen Versicherer haben daher den Anschluss an den internationalen Wettbewerb wahrscheinlich bereits verloren“, erklärt das Unternehmen in einer Pressmitteilung. Das betreffe insbesondere den EU-Binnenmarkt.
Durch die enorme Reichweite der Socia-Media-Plattformen könnten komplexe Produkte ohne Streuverluste kommuniziert werden. Das verändere den Markt massiv. Noch mangele es in den Unternehmen aber an einer Social-Media-Strategie. „Auf unterschiedlichen Plattformen existieren zum Teil Dutzende verschiedener Präsenzen, Pages und Kanäle für eine Versicherung“, so das Studienergebnis. Lediglich die R+V, die Allianz und die Ergo kämen bei Facebook auf über 1.000 Zustimmungen. Ansonsten sei die Branche kaum vertreten oder werde nicht beachtet. Ein ähnliches Bild zeichnet sich derzeit noch bei Twitter und YouTube ab. Micro-Blogging und Videos würden kaum genutzt, obwohl die Filme derzeit voll im Trend lägen.

Insgesamt fällt das Urteil zu den Social-Media-Aktivitäten der Branche eher schlecht aus. „Soziale Netze, Blogs und Web 2.0 Communities sind aus dem öffentlichen Leben längst nicht mehr wegzudenken“, erklärt der Autor der Studie, Professor Hendrik Speck von der Fachhochschule Kaiserslautern. Gerade junge Menschen setzten auf den interaktiven Austausch. Viele Assekuranzen scheinen das noch nicht erkannt zu haben und verpassen es somit, diese Zielgruppe aktiv anzusprechen.

Posted by Andre on 02/25 at 09:12 AM
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