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Lebensversicherung

Samstag, Februar 27, 2010

Jedes Jahrgängers Pflicht: Kapitalisiert oder „nur“ Risiko?

Älter werden ist nichts für Feiglinge“, soll einst die US-Schauspielerin und Autorin Mae West zum Sinnspruch gemacht haben. Mit zunehmendem Lebensalter, mit dem Anspruch auf Karriere, Familie und finanzielle Sicherheit muss der Einzelne immer auch seine Risiken aus Beruf, Freizeit, Gesundheit und Teilnahme am Straßenverkehr einschätzen.

Wer sich zum materiellen Schutz seiner Angehörigen für eine Lebensversicherung entscheidet, der sichert das Lebens- oder besser auch das Todesfall-Risiko einer versicherten Person wirtschaftlich ab. Damit bietet die Lebensversicherung zum einen den finanziellen Schutz der Familie beim „Frühableben“ des für den Unterhalt in erster Linie Veranwortlichen und auch den rentierlichen Kapitalzufluss im Erlebensfall des Schlussalters. Trotz vieler Varianten an Lebensversicherungen sind die bekanntesten die Kapital- und die Risiko-Lebensversicherung. Die eine mit dem Anspruch, nach Ende der Laufzeit deutlich mehr ausbezahlt zu bekommen als die Summe aller geleisteten Beiträge; die andere mit der Verpflichtung des Versicherers, beim Ableben einer Personen innerhalb einer bestimmen Laufzeit - zehn, 12 oder auch 25 Jahre - eine zuvor vereinbarte Summe auszuzahlen, die im Zusammenhang mit Restschulden aus einer Finanzierung auch fallend sein kann.

Die „Zusätze“ zu einer Lebensversicherung sind recht zahlreich, wie die Unfalltod-Zusatzversicherung, die Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung oder die Pflege-Renten-Zusatzversicherung zeigen. Wer solcherlei abschließt sollte bedenken, dass das monatliche Einkommen und der Lebensstandard im Laufe der Zeit meist wachsen, was auch dynamisch höhere Beiträge bei wachsenden Ansprüchen an der Versorgung im Alter möglich macht.

Die „Kapitalisierte“ kann „kassiert“ werden

Wer das vereinbarte Schlussalter als Versicherter erreicht, bekommt eine garantierte Versicherungssumme ausbezahlt und kann zudem auf sogenannte Überschussleistung hoffen. Da liegt auf der Hand, dass die eigentliche Todesfall-Versicherung zur Erlebensfall-Versicherung wird. Damit wird eine Kapitallebensversicherungen für die Sicherung des möglichst hohen Lebensstandards im Alter zur private Altersvorsorge.

Die Risiko versichert nur den Todesfall
Bei der beitragsgünstigeren reinen ‘Todesfall’-Versicherung gilt für die versicherte Person, dass nach deren Ableben während deren Laufzeit eine feste oder auch im Verlauf gefallene Summe meist an eine Gläubigerbank geleistet wird. Risikolebensversicherungen werden also genutzt, um begünstigte Hinterbliebene, die Familie oder das Unternehmen des Verstorbenen abzusichern. Auch Kombinationaus einer Kapital- und Risikolebensversicherung sind möglich, wobei die eigentlich verschiedenen Betrachtungen zu frühem Tod und langem Leben versichert werden. Nur bei der klassischen Risikoversicherung wird aus den Beiträgen kein rentierliches Kapital für den nach Ablauf „Überlebenden“ gebildet.

Fazit: Vorteil beim Abschluss einer Lebensversicherung ist die Möglichkeit, den Lebensstandard und den subjektiven Anspruch an die materielle „Wohlfahrt“ im Alter durch kapitalbildende Lebensversicherung oder Investment-Lebensversicherung zu sichern oder auch, dass Familie oder Hinterbliebene mit deutlich geringerer Schuld durch die Versicherungsleistung einen ansonsten auftretenden Vermögensmangel mit all seinen Konsequenzen nicht erfahren müssen.

Posted by wob. on 02/27 at 07:19 PM
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Donnerstag, Februar 25, 2010

Kapitalisierte Leben   o d e r   Früher war alles besser….

„Die Schärfe des Werkzeugs bestimmt die Rentabilität des Betriebes“ war einst das Motto desjenigen, der den Fahrtenschreiber entwickelte, der bei Kienzle gefertigt wurde. Wenn heute die Kunden von Lebensversicherern nach ihrer Rentabilität fragen, dann werden sie auch in 2010 spüren, wie eben die globalen Werkzeuge der globalen Finanzkrise ganz subjektiv und subtil auf den Einzelnen gewirkt haben oder noch wirken.

Sieben Jahre ist es her, dass die großen Anbieter für Lebensversicherungen zuletzt die Gesamtverzinsung, die Überschussbeteiligung zurücknahmen, für 2010 ergibt sich damit eine geringere Verzinsung. Für Experten ist klar, dass dies alle Gesellschaften in ähnlicher Weise so praktizieren werden. Anpassungen und Korrekturen gab es schließlich immer auch schon in den vergangenen Jahren.

Was nun aber bedeutet die Reduktion? Der Sparanteil wird zum Beispiel nur noch mit 4,3 statt wie bisher mit 4,5 Prozent verzinst. Dies bezieht sich auf den Betrag der Prämien, der sich als Differenz nach Abzug der Kosten und des Aufwands für den Risikoschutz ergibt. Hinzu gerechnet werden „Schluss-Überschussanteile“ am Ende der Laufzeit und Beteiligungen an den stillen Reserven, für die jedoch nicht von vornherein garantiert wird. Was für den Verbraucher wichtig ist, ist aber gerade der Wert der Überschussbeteiligung.

Wenn der Kapitalmarkt „schlecht zahlt“

Gerechtfertigt wird die schwächere Rendite damit, dass ein niedriges Zinsniveau auf den Kapitalmärkten zu wenig Margen hergibt. Und weil nicht damit gerechnet wird, dass absehbar die Zinsen deutlich steigen, wird der Trend anhalten. Und weil die Entscheidung der Großen im Versicherungs-Business immer auch Signalwirkung für die Branche haben, lehnt man sich als Wettbewerber nicht aus dem Fenster, bevor nicht die größten deutschen Lebensversicherer ihre Zahlen veröffentlicht haben.

In klaren Zahlen beweisen Ablaufleistungen aus 2008, wie groß die Unterschiede zwischen den Anbietern sein können: Gab es bei der Debeka für einen 30-Jahres-Vertrag noch 112.617 Euro, bot die Allianz 89.972 und die Ideal 79.700 Euro. Im Durchschnitt liegt derzeit eine aktuelle Ablaufleistung nach 30 Jahren bei 88.673 Euro - zweitausend Euro weniger als noch vor einem Jahr. Bei Abschlussalter 30 und Schlussalter 60 wurden dabei pro Jahr angenommene 1.200 Euro einbezahlt. Macht zunächst nur mal ‘unverzinst’ auf 30 Jahre „schlappe 36.000 Euro“. Würden sich Verbraucher nicht nur ausnahmsweise, sondern vorher immer gut informieren, könnten einige mehr erfahren, dass stets 5 von 10 der großen und größten Lebensversicherer nicht zu den ganz starken Anbietern zählen.

Posted by wob. on 02/25 at 08:00 AM
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Donnerstag, Februar 04, 2010

Lebensversicherungen und Rentenpolicen: Garantiezins bleibt stabil

Auch wenn die Finanz- und Wirtschaftskrise längst nicht ausgestanden ist und sich die Zinsen für Geldanlagen nach wie vor auf Talfahrt befinden: Der Garantiezins für Lebens- und Rentenversicherungen soll 2010 stabil bleiben und weiterhin 2,25 Prozent betragen. Diesen Vorschlag machte gestern der Deutsche Aktuarverein (DAV) dem Bundesfinanzministerium und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).

Regierung und BaFin sind zwar nicht daran gebunden, haben sich bislang aber meisten an den Wert gehalten, der einmal jährlich von den Versicherungsexperten vorgeschlagen wird. Der Garantiezins – oder auch Höchstrechnungszins – muss seitens der Versicherungsunternehmen mindestens erwirtschaftet und den Kunden gutgeschrieben werden. Zusammen mit einer möglichen Gewinnbeteiligung, die der Versicherer gewährt, steht unter dem Strich die sogenannte Überschussbeteiligung.

Posted by Andre on 02/04 at 10:54 AM
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Freitag, Januar 29, 2010

Tipps zur Risikolebensversicherung bei der Baufinanzierung

Wie ich in meinem vorangegangenen Beitrag aufgezeigt habe, verkörpert die Risikolebensversicherung eine der einfachsten und gleichzeitig besten Möglichkeiten, um eine Baufinanzierung abzusichern. Gerade wenn es darum geht, eine Familie abzusichern, stellt der Abschluss einer solch vergleichsweise einfachen Lebensversicherung die ideale Lösung dar: Sollte der Hauptverdiener sterben, kann das Darlehen dank der Versicherungssumme abgelöst und die Immobilie gehalten werden.

Was die Gestaltung der Versicherung betrifft, so existieren viele Möglichkeiten. Im letzten Beitrag wurde darauf hingewiesen, dass es sehr wichtig ist, die Versicherungssumme auf das Darlehen abzustimmen. In diesem Zusammenhang soll eine Anmerkung gemacht bzw. ein Tipp ausgesprochen werden. Es geht darum, die monatlichen Versicherungskosten, die aus der Risikolebensversicherung resultieren, zu verringern.

Genau betrachtet wird die Versicherungssumme nämlich zu hoch angesetzt. Aufgrund der Darlehensraten, die monatlich entrichtet werden, nimmt die a href=“http://www.ansahl.com/Geld-und-Finanzen/Baufinanzierung/lexikon/QR/restschuld.html” title=“Restschuld”>Restschuld des Darlehens ab. Nach mehreren Jahren ist die Restschuld deutlich geschrumpft, weshalb gar nicht mehr unbedingt eine so hohe Absicherung durch die Risikolebensversicherung benötigt wird. Deshalb kann es sich anbieten, eine kurze Laufzeit der Versicherung zu wählen, um nach einigen Jahren eine neue Versicherung mit niedrigerer Versicherungssumme abzuschließen. Aufgrund der kleineren Absicherung fällt dann auch der Beitrag geringer aus.

Aber auch eine Freistellung der Versicherung kann helfen: Man hört frühzeitig damit auf, den Beitrag zu entrichten, obwohl die Laufzeit bestehen bleibt. Weil die Beitragszahlungen eingestellt werden, verringert sich die Versicherungssumme.

In beiden Fällen ist es logischerweise sehr wichtig, das Vorhaben im Vorfeld genau zu überprüfen und sich auf jeden Fall von einem Experten beraten zu lassen. Sofern man hierbei richtig vorgeht, ist es problemlos möglich, die Versicherungskosten zu senken, ohne Einschränkungen hinsichtlich des Versicherungsschutzes in Kauf nehmen zu müssen.

Posted by Jochen on 01/29 at 07:51 AM
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Donnerstag, Januar 28, 2010

Günstiger Schutz: Risikolebensversicherung

Bei Familien ist es besonders wichtig, dass ein ausreichender Versicherungsschutz für den Fall besteht, dass der Hauptverdiener stirbt - vor allem, wenn noch eine Immobilie abbezahlt werden muss. Ansonsten kämen zu den persönlichen auch gewaltige finanzielle Sorgen. Bestens für diese Zwecke geeignet ist eine Risikolebensversicherung. Finanztest hat sich auf dem Markt umgesehen und empfiehlt unumwunden, das günstigste Angebot zu nehmen, solange die Versicherungssumme hoch genug angesetzt ist und der Vertrag lange genug läuft.

Die Stiftung Warentest rät, die Risikolebensversicherung über das Vier- bis Fünffache des Jahreseinkommens und eine Laufzeit bis zum 50 oder 55 Lebensjahr zu vereinbaren. Die Kinder seien dann „aus dem Gröbsten heraus“ und der Partner in der Lage, wieder einem Beruf nachzugehen.

Zur Wahl stehen mehrere Varianten der Risikolebensversicherung. In der klassischen Form, ideal für die Absicherung einer Familie, sieht sie die volle Leistung vor, sollte der Versicherungsnehmer während der Vertragslaufzeit sterben. Um ein Immobiliendarlehen abzusichern, wird zu einer Police mit fallender Versicherungssumme geraten. Hierbei sinkt die Leistung der Versicherung mit dem noch zu tilgenden Betrag. Die dritte Alternative, der verbundene Vertrag, sichert beide Ehepartner ab, zahlt aber nur einmal, sobald einer der Vertragspartner stirbt.

Die Prämie für eine Risikolebensversicherung ist vergleichsweise niedrig. Für einen Vertrag über 30 Jahre und eine Versicherungssumme von 150.000 Euro zahlt ein 35-Jähriger laut Finanztest ab 260 Euro im Jahr. Für eine Frau liegt der Beitrag bei etwa 170 Euro, weil sie eine höhere Lebenserwartung hat. Raucher kommt der Risikoschutz deutlich teurer. Wichtig ist: Hat man längere Zeit das Laster an den Nagel gehängt und beginnt nach Vertragsabschluss wieder mit dem Rauchen, muss das der Versicherung mitgeteilt werden. Auch bei den Gesundheitsfragen sollte man ehrlich antworten. Wird der Tod des Kunden mit einer nicht gemeldeten Vorerkrankung in Verbindung gebracht, kann die Assekuranz die Leistung verweigern.

Versicherungsvergleich

*FINANZtest 8/2004 - Hannoversche Leben: Günstigster Anbieter** für die Risikolebensversicherung nach Normaltarif für Frauen

FINANZtest bewertet das Angebot der HANNOVERSCHEN LEBEN als besonders gut und günstig! **Beispiel) Frau: 30 bzw. 45 Jahre; Versicherungssumme: 150.000 Euro; Vertragsdauer: 25 bzw. 10 Jahre

Posted by Andre on 01/28 at 06:43 AM
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Mittwoch, Januar 27, 2010

Wie Bauherren die Risikolebensversicherung richtig auswählen

Der Abschluss einer Risikolebensversicherung stellt heutzutage eine der besten und zugleich einfachsten Möglichkeiten dar, um eine Baufinanzierung abzusichern. Bauherren und Immobilienkäufer nehmen in der Regel sehr hohe Darlehensbeträge auf, deren Rückzahlung 20 Jahre oder noch länger andauert. Sollte der Hauptverdiener einer Familie versterben, befinden sich die Hinterbliebenen nur selten in der Lage, das Darlehen fortzuführen und die Immobilie zu halten.

Eine Risikolebensversicherung ist daher genau richtig. Sie zeichnet sich durch einen sehr niedrigen Betrag aus und bietet gleichzeitig einen guten Schutz. Sollte es tatsächlich zum Todesfall kommen, so wird die Versicherungssumme an die Hinterbliebenen ausgezahlt, die sich dadurch in der Lage befinden, die Finanzierung fortsetzen oder den Restschuldbetrag ablösen zu können.

Wer eine entsprechende Versicherung abschließen möchte, hat in der heutigen Zeit sehr viele Möglichkeiten. Auf zwei Dinge sollte deshalb bewusst geachtet werden, damit die Versicherung auch tatsächlich überzeugen kann. Zunächst einmal zu beachten ist die Höhe der Absicherung: Die Versicherungssumme sollte auf jeden Fall so hoch bemessen sein, dass der gesamte Darlehensbetrag bzw. die anfängliche Restschuld abgedeckt ist. Noch besser ist es, eine möglicherweise anfallende Vorfälligkeitsentschädigung zu berücksichtigen und die Versicherungssumme daher etwas höher anzusetzen.

Beim zweiten Punkt handelt es sich um den Versicherungsvergleich. Es gibt heutzutage so viele Versicherungsunternehmen, die Risikolebensversicherungen anbieten, dass man einen Vergleich nicht auslassen kann, um letztlich einen günstigen Abschluss zu tätigen. Am besten greift man auf einen Onlinevergleich zurück: Auf diese Weise ist eine günstige Risikolebensversicherung, mit welcher man seine Baufinanzierung absichern kann, schnell gefunden.

Versicherungsvergleich

*FINANZtest 8/2004 - Hannoversche Leben: Günstigster Anbieter** für die Risikolebensversicherung nach Normaltarif für Frauen

FINANZtest bewertet das Angebot der HANNOVERSCHEN LEBEN als besonders gut und günstig! **Beispiel) Frau: 30 bzw. 45 Jahre; Versicherungssumme: 150.000 Euro; Vertragsdauer: 25 bzw. 10 Jahre

 

Posted by Jochen on 01/27 at 11:10 AM
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Montag, Januar 25, 2010

Selbständige sehen Immobilienbesitz als ideale Form der privaten Altersvorsorge

Die Rürup-Rente und klassische Lebensversicherungen verlieren bei Selbständigen und Freiberuflern zusehends an Attraktivität. Laut einer Studie der Postbank, durchgeführt vom Institut für Demoskopie Allensbach, will die eigentliche Zielgruppe der Basisrente in Zukunft deutlich weniger in diese Form der privaten Altersvorsorge investieren. Nicht einmal mehr die Hälfte soll in die staatlich geförderten Verträge fließen. Bezugspunkt ist eine Umfrage vom Sommer 2008, kurz bevor die Finanz- und Wirtschaftskrise sich von ihrer hässlichsten Seite zeigte.

Erheblich besser als Lebensversicherung und Rürup-Police schneiden bei Selbständigen derzeit Immobilien ab. Insbesondere Immobilienbesitz, der vermietet wird, hat bei der Beliebtheit einen gewaltigen Sprung nach vorne gemacht. Jeder Zehnte ist willens, für die private Altersvorsorge Mietobjekte zu erwerben. Wohnungen und Häuser zur Eigennutzung sind mit elf Prozent noch beliebter. Im Vergleich zu Angestellten und Arbeitern setzen Selbständige deutlich mehr Hoffnungen auf Immobilien. Während nur 25 Prozent der Angestellten Einnahmen aus Immobilienbesitz als ideale Form der Vorsorge sehen, sind es bei den Selbständigen 41 Prozent.

Wenig verwunderlich ist, dass festverzinsliche Wertpapiere derzeit nicht sonderlich hoch im Kurs stehen – und zwar buchstäblich. Pfandbriefe und Bundesschatzbriefe sind in der Gunst der Freiberufler und Selbständigen am tiefsten gefallen. Generell hat das Interesse an Finanzanlagen nachgelassen. Angesichts sinkender Zinsen – die unter Berücksichtigung der aktuellen Inflationsrate immer noch eine ganz passable Rendite bringen können – ist das durchaus nachvollziehbar.

Posted by Andre on 01/25 at 11:22 AM
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Donnerstag, Januar 14, 2010

Lebensversicherung kündigen ist teuer

Die Zahl der Lebensversicherungen, die von der Unterschrift bis zur Auszahlung gehalten werden, sinkt von Jahr zu Jahr. Immer mehr Policen werden voreilig gekündigt, weil die Beiträge nicht mehr gezahlt werden können. Auch Scheidung oder Ungeduld sind häufige Kündigungsgründe. Aktuell wird rund jeder zweite Vertrag vor Ablauf beendet. Bei Verträgen über 30 Jahre sind es fast 75 Prozent. Dabei gibt es deutlich bessere Wege, einen Engpass zu überbrücken.

Denn über eines sollten sich Kunden im Klaren sein: Bei einer Vertragsauflösung wird sehr viel Geld „verbrannt“. Zum einen gehen die Schlussgewinnanteile, die sich erheblich auf die Rendite auswirken, flöten. Zum anderen gilt, und auch das geht ins Geld: Wer eine Police kündigt, die vor dem 01. Januar 2005 abgeschlossen wurde, verzichtet damit auf den steuerfreien Ertrag. Neue Versicherungen genießen diese Steuerfreiheit nicht mehr. Die Rendite wird dann durch Abgaben geschmälert.

Punkt drei ist die Verzinsung der Lebensversicherungen. Heute gilt ein Garantiezins von 2,25 Prozent. Von 1994 bis 2000 lag dieser Wert noch bei 4,00 Prozent. Das ist ein gewaltiger Unterschied, der sich bei der Abrechnung später durchaus bemerkbar macht. Alles in allem ist die Kündigung also nicht gerade lukrativ, insbesondere wenn man sich später erneut absichern möchte. Genau das ist nämlich der Fall, zeigt die Erfahrung vieler Versicherungsmakler und -vertreter: Häufig wird wenig später direkt wieder eine neue Police unterschrieben. Dass die neue Lebensversicherung mit zunehmendem Alter auch teurer wird, berücksichtigten die wenigsten. Und wieder zahlt man drauf.

Als Alternativen bekannt sind vor allem der Verkauf der Versicherung, der meistens etwas mehr Geld einbringt als eine Kündigung, und die Beitragsfreistellung, um den Geldbeutel ein wenig zu entlasten. Eine dritte Möglichkeit ist das Policen-Darlehen. Der Kredit wird von vielen Versicherern in Höhe des vorhandenen Guthabens vergeben. Damit ist man vorerst wieder „flüssig“. Die Rückzahlung ist auf zwei Wegen denkbar: In ganz normalen Raten ab 500 Euro im Monat. Oder es werden nur die Zinsen gezahlt – den effektiven Jahreszins sollte man vorab erfragen – und der Darlehensbetrag später bei Fälligkeit über das Guthaben beglichen.

Posted by Andre on 01/14 at 11:49 AM
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Donnerstag, Januar 07, 2010

Das bringen Lebensversicherungen

Die Lebensversicherer scheinen von der Wirtschafts- und Finanzkrise nur minimal betroffen zu sein. Diesen Anschein erweckt jedenfalls der Durchschnittswert, den das Handelsblatt für die laufende Verzinsung berechnet hat. Grundlage waren die Verträge von 73 Unternehmen. In diesem Jahr stehen 4,18 Prozent zu Buche – wohlgemerkt, im Schnitt. Denn die Spanne ist enorm, sie reicht von 3,25 bis 4,8 Prozent. Immerhin: Die Branche hat die Überschussbeteiligung bei Lebensversicherungen weitgehend konstant gehalten und nur um 0,1 Prozentpunkte nach unten korrigiert.

Langsam aber sicher wird es für einige Unternehmen jedoch immer schwerer, das Niveau bei den Lebensversicherungen zu halten. Das Problem: Sie müssen ihren Versprechen nachkommen, die sie den Kunden bei Vertragsabschluss gegeben haben. Dieser Garantiezins liegt bei durchschnittlich 3,4 Prozent. Neukunden, die jetzt eine Lebensversicherung abschließen, erhalten gerade einmal 2,25 Prozent garantiert, plus einen kleinen oder auch größeren Bonus, je nachdem, wie gut das Unternehmen wirtschaftet. Vor einigen Jahren gab es noch Garantien von bis zu vier Prozent. Aber da lagen die Zinssätze generell deutlich höher als heute.

Ein Blick auf die einzelnen Versicherer zeigt, wie unterschiedlich die Verzinsung ausfällt. Während die DEVK sich ziemlich nah am Branchendurchschnitt bewegt – mit 4,3 und 4,4 Prozent – haben Delta Lloyd, Gothaer Leben und Asstel die Notbremse gezogen und die Zinssätze um 0,5 bis 0,75 Prozent zurückgefahren. Das sind schon drastische Schritte. Schuld ist aus Sicht von Experten die Krise. Selbst Unternehmen, die jetzt noch die Werte halten können, dürften auf Dauer ihren Puffer aufgebraucht haben. Branchenintern ist es kein Geheimnis, dass es vielen schon jetzt schwer fallen dürfte, die Garantien zu erfüllen.

Von Vorteil ist dann eine niedrige Verwaltungskostenquote, die bei der Europa, der Neuen Leben und der CiV bei 0,8 bis 1,3 Prozent liegt. Damit fällt sie deutlich geringer aus als der Branchenschnitt von 2,8 Prozent (Wert von 2008). Das kommt den Kunden zugute: Je niedriger die Kosten für Verwaltung und Co., desto mehr Kapital kann angelegt werden und Zinsen bringen. Positiv wirkt es sich auch aus, wenn das Unternehmen eher vorsichtig agiert, um schmerzliche Verluste zu vermeiden.

Posted by Andre on 01/07 at 05:00 AM
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Freitag, Dezember 11, 2009

Verzinsung von Lebensversicherungen sinkt

4,3 statt 4,5 Prozent – die Allianz senkt zum ersten Mal seit sechs Jahren die laufende Verzinsung bei Lebensversicherungen. Der Konzern macht damit den ersten Schritt. Experten erwarten, dass nach und nach weitere Unternehmen reagieren und die Rendite kürzen werden. Maximilian Zimmerer, Vorstandschef der Allianz Leben, nennt als Grund für die Entscheidung den Rückgang der allgemeinen Marktzinsen. Davon seien letztlich alle Lebensversicherer betroffen.

Dass sich die Situation in nächster Zeit nachhaltigen ändern wird, glaubt man bei der Allianz angesichts der „konjunkturellen Entwicklung und der expansiven Geldpolitik“ nicht. Die Ratingagentur Assekurata hält den Schritt des Unternehmens für richtig. „Die Überschussbeteiligung für 2010 zu senken, um sie in den darauf folgenden Jahren möglichst stabil halten zu können, ist aus meiner Sicht nachvollziehbar und plausibel“, erklärte Assekurata-Geschäftsführer Dr. Reiner Will im Gespräch mit cash-online.

Auf der anderen Seite hält die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg die jetzige Prognose der Allianz immer noch für zu optimistisch. Finanzexperte Niels Nauhauser bezweifelt, dass die Versicherung die eigenen Vorhersagen unter den „jetzigen Bedingungen außerordentlich niedriger Zinsen“ erfüllen kann. Unter Berücksichtigung des Schlussüberschusses und der Beteiligung an den Bewertungsreserven geht die Allianz von einer Gesamtverzinsung von 4,95 Prozent aus. 2009 waren es 5,1 Prozent.

Wie die Branche reagiert, zeigt sich in den nächsten Tagen und Wochen. Die Europa hat schon die Überschüsse gesenkt, von 5,0 auf 4,8 Prozent. Die Aachen Münchener will die Zinsen bei 4,20 Prozent stabil halten. Bei der Zurich bleibt es im kommenden Jahr laut cash-online aller Voraussicht nach bei 3,8 Prozent. Bei Axa, Debeka, Ergo, Fortis Leben und Deutscher Ring stehen die Mitteilungen über die laufende Verzinsung noch aus.

Posted by Andre on 12/11 at 10:05 AM
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Dienstag, November 24, 2009

Erstinstanzliches Urteil zum Rückkaufwert kapitalbildender Lebensversicherungen

Der Rückkaufwert von Lebensversicherungen wird für die Branche langsam zur Never-Ending-Story. In der Klage gegen die Deutscher Ring Lebensversicherungs-AG, die Hamburg-Mannheimer-Versicherungs-AG und die Volksfürsorge Lebensversicherung hat die Verbraucherzentrale Hamburg einen ersten Erfolg erzielt. Das Landgericht Hamburg bezeichnete die Klauseln zu den Rückkaufwerten als intransparent und unwirksam (Urteil vom 20. November, Aktzeichenzeichen 324 O 1116/07, 1136/07 und 1153/07).

Betroffen von dem Urteil, gegen das die Versicherer sofort Berufung einlegten, sind Verträge, die in der Zeit seit Mitte 2001, aber noch vor 2008, abgeschlossen und vorzeitig gekündigt wurden. Die Kunden hatten in dem Fall kaum Kapital retten können, weil die Beiträge in den ersten Jahren von hohen Abschlusskosten und Provisionen geschluckt worden waren. Gegen diese Praxis war die Verbraucherzentrale Hamburg vorgegangen und bekam Recht. Schon 2005 hatte der Bundesgerichtshof derlei Klauseln angemahnt und für unwirksam erklärt. Das damalige Urteil bezog sich allerdings nur auf Policen, die in der Zeit bis 2001 unterschrieben worden waren.

Das jüngste, wenngleich erstinstanzliche Urteil – der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft geht davon aus, dass sich letztlich wieder der Bundesgerichthof damit befassen muss – wird von der Verbraucherzentrale und dem Bund der Versicherten (BdV) begrüßt. Bis zu 24 Millionen Versicherungskunden könnten jetzt einen Nachschlag verlangen. In der Summe wären das bis zu zwölf Milliarden Euro. Für Verbraucher, die ihren Anspruch geltend machen wollen, hat die Verbraucherzentrale Musterbriefe entwickelt. Lilo Blunck, Vorstandsvorsitzende des BdV, rät: „Schreiben Sie ihrem Versicherer und fordern ihn zu einer Neuberechnung auf. Das ist wichtig, denn von sich aus wird sich die Assekuranz nicht bei Ihnen melden“.

Posted by Andre on 11/24 at 09:51 AM
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Freitag, November 20, 2009

Lebensversicherung und Rechtsschutz: Verbraucher wollen Sicherheit

„Das Sicherheitssystem Lebensversicherung funktioniert“ - Rolf-Peter Hoenen, Präsident des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), sieht die Branche auf dem richtigen Weg. Trotz Kapitalmarktkrise stiegen die Prämieneinnahmen der Lebensversicherer in diesem Jahr von 76,3 Milliarden Euro in 2008 voraussichtlich auf rund 80,1 Milliarden Euro und unterstrichen damit eindrucksvoll, dass die Verbraucher vor allem Sicherheit wünschen. „Wir schützen sie vor Schwankungen der Kapitalmärkte und bieten ihnen eine möglichst gleichmäßige Wertentwicklung“, betonte Hoenen im Rahmen der Jahrespressekonferenz des GDV.

Spekulationen in der Kapitalanlage könne und wolle man sich nicht leisten. Dadurch würden zwar nicht alle Renditechancen wahrgenommen. Diese Strategie erlaube aber, dem Kunden gegenüber Wort zu halten und eine angemessene Rendite zu erzielen. Die Branche sei durchaus in der Lage, ein noch niedrigeres Zinsniveau über einen langen Zeitraum abzufedern. „Das ist eine Folge unserer spezifischen langfristig ausgerichteten Kapitalanlagestruktur und der Reserven“, so Rolf-Peter Hoenen. Von der Bundesregierung wünscht er sich einen ebenso klaren und verlässlichen Kurs in der Rentenpolitik. In punkto private kapitalgedeckte Altersvorsorge fordert der GDV, dass eine Förderung durch den Staat an „das Vorliegen zentraler Sicherheitsmerkmale geknüpft werden muss“.

Sicherheit wünschen sich die Deutschen offensichtlich auch in Rechtsfragen. Immer mehr Arbeitnehmer kämpfen mit Hilfe ihrer Rechtsschutzversicherung darum, den Arbeitsplatz zu behalten oder Gehaltsansprüche geltend zu machen. 2009 gehen die Rechtsschutzversicherer von rund 680.000 Arbeitsrechtsschutzfällen aus. Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich ein Anstieg um rund 20 Prozent. Die Aufwendungen der Versicherer für den Bereich Rechtsschutz stiegen im gleichen Zeitraum um 30 Prozent bzw. eine halbe Milliarde Euro. Diese Zahlen belegten die Bedeutung der Rechtsschutzversicherung, so der GDV-Präsident. Sie ausgerechnet während der Krise zu kündigen wäre ein „großer Fehler“.

Posted by Andre on 11/20 at 10:44 AM
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Donnerstag, November 19, 2009

Wie die “klassische Leben” den Hausbau finanziert

Was zu Lebensversicherungen als populäres Wissen gilt, nämlich die Unterscheidung in die kapitalisierte Version und die mit “nur Todesfall-Risiko” - bei denselben Summen die eine teurer, die zweite günstig - kann für den Hausbau nur im kapitalisierten Fall der Finanzierung und der Tilgung dienen.

Wer für 20 oder mehr Jahre ab dem Zeitpunkt des Hausbaus eine Versicherung abschließt oder eine Bestehende aufstockt, der sichert zum einen seine Familie, bietet zum anderen der geldgebenden Bank damit eine erhebliche Sicherheit und praktiziert damit eine besondere Variante für den anschließenden Kapitaldienst.

Während der Laufzeit der Baufinanzierung muss nämlich zu den laufenden Zinsen nicht zwingend auch eine Tilgung geleistet werden. Statt die Schulden laufend zu senken, wird die “ersparte Tilgung” in gleichen Beträgen in eine Lebensversicherung einbezahlt. Diese Beiträge, die als Sonderausgaben ganz oder zum Teil bei der Steuererklärung als einkommens-mindernd angerechnet werden, verzinsen sich über die Laufzeit der Lebensversicherung. Tritt das Schlussalter ein - zum Beispiel 55 oder älter - wird die durch Zession an die Bank abgetretene LV zur Tilgung verwendet.

Eine solche Kombination aus Lebensversicherung und Baufinanzierung ist sinnvoll bei eher hohem Steuersatz des Bauherrn und wenn die Immobilie ganz oder teilweise vermietet wird. Dann nämlich können die Zinsen des Darlehens gegen die Mieteinnahmen angerechnet werden. Und weil die Tilgung ausgesetzt wurde, bleiben die Darlehenszinsen bei Zinsfestschreibung für zehn oder mehr Jahre oder auch nach Anschlussverträgen für die gesamte Laufzeit (ziemlich oder nahezu) gleich hoch. Das sichert dem Bauherrn den Steuervorteil über die gesamte Laufzeit.
Doch sollen Nachteile nicht verschwiegen werden: Wird die Auszahlung im Erlebensfall fällig und soll mit der doch recht hohe Summe getilgt werden, tritt dieser Fall in erwarteter Höhe nur dann ein, wenn sich die Überschussprognosen der Lebensversicherung nicht schlechter entwickeln als geplant. Im schlechtesten Fall reicht die ausgezahlte Summe nicht aus, um das Darlehen voll zu tilgen.

Und die Vorteile?

Bleibt der Zinssatz über die Laufzeit konstant, erlaubt dies dem Bauherrn eine klare Kalkulation über die monatliche Belastung. Zusätzlich ist zur Finanzierung gegenüber den Angehörigen ein Todesfallschutz gegeben. Gilt die Überschussentwicklung der Lebensversicherung als günstig, ist mit Erreichen des Schlussalters die Leistungssumme höher als die zu tilgende Summe. Geht man also bei den Prognosen von hohen Überschussbeteiligungen aus, darf dies nicht zu einer Tiefzinsphase während der Laufzeit kommen. Dann nämlich werden durch die weniger rentablen Anlagen beim Versicherer die Überschussanteile niedriger als geplant und erwartet. Das ausgezahlte Kapital der Lebensversicherung reicht dann eventuell nicht ausreicht, um das Darlehen komplett zu tilgen; der Differenzbetrag muss auf andere Weise getilgt werden. Eine verlängerte Baufinanzierungsphase ist denkbar.

Posted by wob. on 11/19 at 06:00 AM
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Montag, November 09, 2009

Schutzschirm für Lebensversicherungen

Beim Bund der Versicherten (BdV) liefen seit Bekanntwerden des endgültigen Quelle-Aus die Drähte heiß. „Was passiert mit meiner Lebensversicherung?“, lautete die Frage, die am häufigsten von Kunden der KarstadtQuelle-Versicherungen gestellt wurde. Sie müssen sich keine Gedanken machen, so BdV-Vorstandsvorsitzende Lilo Blunck. Das Versicherungsunternehmen sei, wie schon vor Monaten berichtet, nicht von der Insolvenz betroffen, sondern gehöre zur Ergo Versicherungsgruppe AG.

Selbst wenn ein Lebensversicherer finanzielle Probleme bekomme und zahlungsunfähig werden sollte, ginge das Geld der Kunden nicht verloren. Der Gesetzgeber habe 2004 einen Schutzschirm aufgespannt, der genau auf dieses Szenario abgestimmt sei. Jede Assekuranz, die Lebensversicherungen vertreibe, müsse in einen Sicherheitsfonds einzahlen. Zuständig sei die vom Bundesfinanzministerium mit der Verwaltung betraute Protektor Lebensversicherungs-AG. Sie stelle sicher, dass die Verträge erfüllt werden. „Lebensversicherungskunden können sich aber nur darauf verlassen, dass sie die garantierten Leistungen aus ihren Verträgen erhalten“, betont Lilo Blunck.

Das heißt: Auf sämtliche Leistungen, die nicht garantiert werden, zum Beispiel die Überschussbeteiligung, müsse notfalls verzichtet werden. Das hänge davon ab, ob die Leistungen auch erwirtschaftet werden können. Grundsätzlich sei sogar denkbar, dass die Garantieleistungen der Lebensversicherung bei einer Insolvenz um bis zu fünf Prozent gekürzt werden. Das sei allerdings eher unwahrscheinlich, so Lilo Blunck. Die Lebensversicherer müssten für den Fall, dass der Sicherungsfonds nicht alle Ansprüche der Kunden erfüllen könne, Sonderbeiträge zahlen.

Posted by Andre on 11/09 at 11:32 AM
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Dienstag, November 03, 2009

Gericht erlaubt Ampelcheck Geldanlage

Der „Ampelcheck Geldanlage“ der Verbraucherzentrale Hamburg war nur kurz im Umlauf. Im Juni 2009 erschien das Heft. Seit dem 13. August durfte es nicht mehr vertrieben werden, weil die Debeka einen entsprechenden Beschluss erwirkt hatte. Nun befasste sich das Landgericht Berlin erneut mit dem Thema und hob das Verbot mit Urteil vom 10. September auf (Aktenzeichen 27 O 778/09).

Ziel der Broschüre ist es, Verbraucher über mögliche Risiken und die Rendite einer Vielzahl von Anlageformen und Produkten zu informieren und sie so durch den Dschungel aus Angeboten für Sparen und Altersvorsorge zu lotsen. Kapital-Lebens- und Rentenversicherungen hatten in diesem Zusammenhang als Optionen für die private Altersvorsorge die rote Karte erhalten – eine Bewertung, die vielen Versicherern bitter aufstieß und deshalb auch zur Klage geführt hatte.

Für 6,90 Euro im Versand oder 4,90 Euro für Selbstabholer steht der „Ampelcheck Geldanlage“ jetzt wieder zur Verfügung. Die Einstufung der einzelnen Produkte erfolgt nach dem simplen Prinzip „Rot“ gleich Gefahr, „Gelb“ gleich Risiko oder mit Nachteilen behaftet und „Grün“ für empfehlenswert. Bewertet hatte die Verbraucherzentrale vor allem die Sicherheit, die Rendite, die Transparenz und die Liquidität der Produkte. Ein weiterer Faktor war die Eignung für die private Altersvorsorge. In diesem Punkt gehen die Meinungen der Verbraucherschützer und der Versicherungsbranche offensichtlich so weit auseinander, dass gleich der Klageweg beschritten werden muss.

„Wir freuen uns über die Aufhebung des Verbotes. Jetzt kann wieder offen über die klare Kennzeichnung von Finanzprodukten diskutiert werden“, betont Günter Hörmann, Geschäftsführer der Verbraucherzentrale Hamburg, in einer Pressemitteilung vom 2. November. Den Assekuranzen gibt er mit auf den Weg, sich endlich die Kritik zu Herzen zu nehmen und mit Verbesserungen zu reagieren, „statt Kritikern einen Maulkorb zu verpassen“. Wie lange der Ratgeber jetzt an den Mann und die Frau gebracht werden darf, hängt davon ab, ob die Debeka Rechtsmittel einlegt. Ein glücklicher Schachzug wäre es sicherlich nicht.

Posted by Andre on 11/03 at 12:03 PM
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