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Lebensversicherung
Freitag, Januar 27, 2012
Bei der Lebensversicherung bröckelt es an allen Ecken und Enden
Die einst sichere Bank ist inzwischen morsch und verkauft sich immer schlechter: Lebensversicherungen leiden wie viele andere Finanzprodukte unter der Krise. Hinzu kommen neue Vorschriften wie Solvency II, die den Assekuranzen Sorgenfalten auf die Stirn treiben. Summa summarum führt das nach und nach zu geringeren Überschussbeteiligungen und damit zu einer schlechteren Rendite. Für die Branche, die inzwischen selbst an dem Modell zweifelt, kommt es allerdings noch dicker. Sie hat viele Altverträge mit einem Garantiezins von vier Prozent im Bestand. Dieses Zinsversprechen zu erfüllen wird immer schwerer und kostspieliger.
Ein Kennzeichen dafür, dass die Marktbedingungen für Lebens- und Rentenversicherungen derzeit nicht optimal sind, ist die laufende Verzinsung. Sie bewegte sich bislang immer über der Vierprozentmarke. 2012 rutscht sie erstmals unter diese magische Grenze. Im Marktdurchschnitt rechnen sowohl der Map-Report als auch die Rating-Agentur Assekurata mit einem Wert von 3,94 Prozent. Eine Umkehr dieser Entwicklung sei in den kommenden Monaten nicht zu erwarten, sagen die Experten.
Deutlich wird dieser Negativ-Trend beim Blick auf die Zahlen für eine private Rentenversicherung mit einer Laufzeit von 25 Jahren. Die laufende Verzinsung sackt im Neugeschäftsvergleich 2011 zu 2012 im Schnitt von 4,07 auf 3,91 Prozent. Viel schlimmer: Die garantierte Beitragsrendite beträgt nur noch 0,92 Prozent (vorher: 1,39 Prozent). Bei Verträgen über zwölf Jahre steht unter dem Strich inzwischen ein Minus, also eine negative Rendite.
Die miserablen Aussichten werden sich über kurz oder lang auch auf die Verkaufszahlen niederschlagen. Von den befragten Versicherungsgesellschaften sieht nur ein Unternehmen die Wachstumschancen als „sehr positiv“. Insgesamt ist die Stimmung eher „neutral bis leicht positiv“. Die größten Hoffnungen ruhen dabei auf der Berufsunfähigkeitsversicherung. Die Tatsache, dass sich klassische Kapitallebensversicherungen auf einem absteigenden Ast befinden und nur noch schwer zu bedienen sind, hat bereits Konsequenzen nach sich gezogen. Viele Assekuranzen verlagern das Neugeschäft zunehmend auf fondsgebundene Policen. Sie sehen Modelle mit langfristigen Garantien vor dem Aus.
Montag, Januar 23, 2012
Utopische Angebote für den Ankauf von Kapital-Lebensversicherungen
Kapital-Lebensversicherungen haben einen schweren Stand. Verbraucherschützer raten regelmäßig davon ab, eine Police abzuschließen. Wenn sich dann doch ein Kunde für die Kombination aus Altersvorsorge und Todesfallschutz entscheidet, besteht der Vertrag in der Regel nur wenige Jahre. Rund 50 Prozent aller Lebensversicherungen werden vorzeitig gekündigt, weil die Rendite nicht stimmt, dringend Geld benötigt wird und aus Dutzenden anderen Gründen. Ein gefundenes Fressen für unseriöse Firmen, die derlei Verträge aufkaufen.
Gerade jetzt, da der Garantiezins abgesenkt wurde und viele Assekuranzen mit einer geringeren Überschussbeteiligung arbeiten, werden die Unternehmen wieder aktiv. Da landen dann Angebote im Briefkasten oder der Mailbox, in denen das Blaue vom Himmel versprochen wird – ein um zehn Prozent höherer Gewinn zum Beispiel. Darüber hinaus wird ein Policen-Check angepriesen, um endlich Ordnung in den Versicherungsschutz zu bekommen. Was davon zu halten ist? Nichts! Denn hinter den Offerten stecken in der Regel unseriöse Firmen. Sie kaufen die Lebensversicherung, zahlen dann aber nur monatliche Raten, die irgendwann ausbleiben oder immer magerer werden.
Der Bundesverband Vermögensanlagen im Zweitmarkt Lebensversicherungen (BVZL) spricht von einem „Pseudozweitmarkt“. Realistisch seien drei bis acht Prozent Aufschlag auf den Rückkaufwert, den die Assekuranz für die Police zu zahlen bereit ist. 30 bis 100 Prozent mehr, die in den Anschreiben versprochen werden, sind schlichtweg utopisch. Interessenten, die mit dem Gedanken spielen, ihre Lebensversicherung zu verkaufen, sollten sich mehrere Angebote einholen, rät Theodor Plischke von „Finanztest“ in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Zudem sollte man darauf achten, dass der Betrag in einer Summe und sofort gezahlt wird. Sinnvoller sei es allerdings, bis zum Schluss durchzuhalten, weil der Schlussüberschuss das Blatt noch einmal wenden kann.
Posted by Andre on 01/23 at 09:00 PM
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Montag, November 21, 2011
Lebensversicherung: Bei Ratenzahlung muss kein Effektivzins genannt werden
Die Lebensversicherer hatten es in den vergangenen Wochen und Monaten wahrlich nicht leicht. Da dürfte das Urteil des Hanseatischen Oberlandesgerichtes zur Ratenzahlung wie Balsam auf die Seele gewesen sein. Gleich in drei Fällen bestätigten die Richter die bisherige Praxis der Unternehmen, für den Zuschlag bei unterjähriger Zahlung der Beiträge (monatlich, viertel- oder halbjährlich) keinen effektiven Jahreszins auszuweisen, und erteilten der Klage der Verbraucherzentrale Hamburg damit eine Absage.
Die Option, die Prämie für die Lebensversicherung gleich zu Jahresbeginn auf einen Schlag zu zahlen, nutzen vermutlich nur wenige Verbraucher. Die meisten entscheiden sich dafür, den Beitrag Monat für Monat abbuchen zu lassen. Dass der Vertrag dadurch teurer wird, ist vielen Kunden durchaus bewusst. Sie können die Mehrkosten jedoch nicht in Heller und Pfennig beziffern. Die Verbraucherschützer monierten daher einen Verstoß gegen das Verbraucherkreditrecht und die für Kreditverträge geltende Preisangabenverordnung. Dazu müsste es sich bei der Ratenzahlung aber um einen Kredit handelt. Dem ist nicht so, sagten die Richter. Der Zuschlag basiere ausschließlich auf dem höheren Verwaltungsaufwand. Daher müsse kein Effektivzins genannt werden. Weil das Thema von grundsätzlicher Bedeutung ist, steht der Weg für eine Revision offen. Dann muss der Bundesgerichtshof entscheiden (Aktenzeichen: 9 U 97/11; 9 U 103/11 und 9 U 108/11).
Doch die Branche durfte nicht nur jubilieren. Es gab auch einen Schuss vor den Bug. Die Ratingagentur Standard & Poor´s wagte einen Ausblick nach vorne. „Nachhaltig niedrige Zinsen, volatile Finanzmärkte und steigendes Kreditrisiko dämpfen die Aussichten für die Entwicklung der Rohüberschüsse und erhöhen zugleich den Druck auf die Lebensversicherer, ihre Gewinnbeteiligung zu reduzieren“, so Analyst Wolfgang Rief gegenüber der „WirtschaftsWoche“. Die Verzinsung von Lebensversicherungen rutsche über kurz oder lang in den Keller und mache das Produkt uninteressant. Bisweilen ist schon von einem Auslaufmodell die Rede.
Posted by Andre on 11/21 at 10:43 AM
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Montag, November 14, 2011
Enormer Schaden durch die vorzeitige Kündigung von Lebensversicherungen
Eine Lebensversicherung zu kündigen geht immer mit Verlusten einher. Selbst wenn man die Police verkauft, statt den Vertrag einfach nur zu stornieren, steht unter dem Strich ein deutlich geringerer Betrag als die Summe, die man im Laufe der Jahre eingezahlt hat. Wie hoch der Schaden genau ist, muss zwar nach wie vor individuell berechnet werden. Möchte man sich ein Bild von den Dimensionen machen, reicht ein Blick auf die aktuelle Studie von Professor Dr. Andreas Oehler von der Universität Bamberg. Seinen Berechnungen zufolge sind in den vergangenen zehn Jahren 160 Milliarden Euro gewissermaßen in Rauch aufgegangen.
Basis für seine Berechnungen waren 1.115 Fälle, in denen Kunden ihre Lebensversicherung – darunter auch Rentenversicherungen und fondsgebundene Policen – gekündigt hatten. Ausgehend von einer Gesamtstornoquote von sechs Prozent, die der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) nennt, einer moderaten Verzinsung der Beiträge, wie sie Bundesobligationen bieten, und den Kosten für den Risikoschutz ergibt sich die unglaubliche Zahl von 16 Milliarden Euro pro Jahr. Je Vertrag rechnet der Experte im Schnitt mit einem Verlust in Höhe von etwa 4.000 Euro.
Anlass, sich näher mit den finanziellen Konsequenzen zu befassen, war die hohe Zahl der Vertragsabbrüche. Laut Prof. Oehler werden mehr als 75 Prozent aller Lebensversicherungen, die über 30 oder mehr Jahre abgeschlossen wurden, vorzeitig gekündigt. Bei einer Laufzeit von 20 Jahren sind es immerhin noch 55 Prozent. „Die Gründe für den Ausstieg reichen von zu hohen monatlichen Belastungen bis zu übertrieben langen Laufzeiten“, sagt die Hamburger Verbraucherschutzsenatorin Cornelia Prüfer-Storks. Sie verlangt, dass Kunden ausreichend und verständlich über die Vor- und Nachteile informiert werden. Damit stößt sie ins gleiche Horn, mit dem die Verbraucherzentralen schon seit Jahren auf die Probleme aufmerksam machen.
„Die Verbraucher sparen sich das Geld für ihre private Vorsorge oft vom Munde ab. Doch im Alter steht es ihnen nicht zur Verfügung“, ärgert sich zum Beispiel Günter Hörmann von der Verbraucherzentrale Hamburg. Gerd Billen vom Bundesvorstand spricht von „dramatischen Missständen“. Er fordert eine Finanzaufsicht, die auch den Schutz der Verbraucher zum Ziel hat, damit unfaire Vertriebsmethoden endlich unterbunden werden.
Posted by Andre on 11/14 at 10:43 AM
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Mittwoch, November 02, 2011
Neuer Garantiezins lässt Versicherer den Jahresschlussverkauf einläuten
Die heiße Phase, während der die Kfz-Versicherung gewechselt werden kann – so man denn möchte –, läuft noch bis Ende November. Die Lebensversicherer haben einen Monat länger Zeit, ihre Schäfchen ins Trockene zu bringen. Dann steht 2012 auf dem Kalender und ein um 0,5 Prozentpunkte geringerer Garantiezins zu Buche. Damit wird es für die Branche noch schwerer, ihre Produkte an den Mann und die Frau zu bringen, als es jetzt schon ist. Der Bund der Versicherten (BdV) spricht vom „Jahresschlussverkauf“ und warnt davor, sich nur auf den Garantiezins zu verlassen.
Noch bieten die Unternehmen einen garantieren Zins von 2,25 Prozent, der für alle Policen der Sparte Leben gilt, angefangen bei der klassischen Lebensversicherung über die private Rentenversicherung bis hin zu den Rürup- und Riester-Renten. Aufgrund der Entwicklung an den Finanzmärkten und der Vorgabe, der Garantiezins darf maximal 60 Prozent des Zinssatzes festverzinslicher Staatsanleihen entsprechen, hat das Bundesfinanzministerium Anfang des Jahres die Reißleine gezogen und als neuen Wert 1,75 Prozent festgelegt. Irgendwann vor langer Zeit waren es einmal über vier Prozent - davon kann man jetzt nur noch träumen. Kein Wunder also, dass jetzt vermehrt für Lebens- und Rentenversicherungen geworben wird. Allerdings, so der Bund der Versicherten: „Verbraucher sollten die Höhe des Garantiezinses nicht zur Entscheidungsgrundlage machen. Die Policen lohnen sich schon jetzt nur selten.“ Der Grund: Der Zins gilt nur für den Sparanteil, nicht aber für den gesamten Beitrag, den der Kunde zahlt. Hinzu kommt, dass einige Gesellschaften schon heute weniger als 2,25 Prozent bieten. Laut einer Studie von Ökotest kommt die Allianz mit ihren Produkten nur auf einen Wert von 1,85 Prozent. „Selbst bei der Garantieverzinsung haben einige Versicherer nun für Intransparenz gesorgt“, ärgert sich der BdV. Spürbar werde der niedrigere Garantiezins insbesondere bei der Riester-Rente. Hier werden sich aus Sicht des BdV auf lange Sicht nur kostengünstige Anbieter halten können.
Montag, September 26, 2011
Mangelnder Informationsfluss bei der privaten Altersvorsorge
Informationen sind das A und O, um Entscheidungen treffen zu können. Das gilt umso mehr, wenn man sich 20, 30 oder vielleicht sogar mehr Jahre mit einem Vertrag für die private Altersvorsorge binden möchte. Schade nur, dass diese Erkenntnis schon seit Jahren ungehört an den Banken und Versicherungsgesellschaften vorbeizieht. Dann müssen sie sich auch gefallen lassen, wenn ihnen – einem nervtötenden Echo gleich – immer wieder vorgehalten wird, dass sie ihren Kunden nicht ausreichend Fakten an die Hand geben oder nur unverständliches Fachchinesisch zur Verfügung stellen.
Was hinter dieser Taktik steckt, ist für Außenstehende absolut nicht nachvollziehbar. Gerade jetzt wäre es sinnvoll, so richtig auf die Werbetrommel zu hauen. Doch, was passiert: Wie das Handelsblatt exklusiv berichtet, scheinen es Assekuranzen und Kreditinstitute nicht für nötig zu halten, potenzielle Interessenten darauf hinzuweisen, dass es bei der privaten Altersvorsorge mit Renten- und Lebensversicherungen ab dem kommenden Jahr gravierende Änderungen geben wird. Einer Umfrage der Beratungsgesellschaft Faktenkontor und des Marktforschers Toluna zufolge, die dem Handelsblatt vorliegt, wissen 69 Prozent der Bundesbürger nicht, dass der Garantiezins abspeckt und von 2,25 auf 1,75 Prozentpunkte nach unten korrigiert wird.
Dabei wäre der garantierte Zins eines der besten Argumente, jetzt noch Verträge unter Dach und Fach zu bringen. Das Interesse ist vorhanden: 61 Prozent der Deutschen rechnen damit, dass sie aufgrund der neuen Konditionen eine niedrigere Rente erhalten. Um das zu vermeiden, wollen immerhin zehn Prozent noch vor dem Stichtag Nägel mit Köpfen machen. 69 Prozent planen für dieses Jahr keinen neuen Vertrag und 21 Prozent hadern noch bzw. haben sich noch keine Gedanken über eine (weitere) Lebens- oder Rentenversicherung gemacht. Hier könnte die Branche ansetzen und mit offenen Karten spielen. Denn nach wie vor sind 42 Prozent unsicher, ob sie ausreichend für das Alter vorsorgen.
Mittwoch, August 24, 2011
Lebensversicherung: Umsatzeinbruch und Nachzahlungsansprüche
Kapitalbildende Lebensversicherungen haben seit Jahren einen schweren Stand. Umso erfreulicher für die Branche, dass zumindest die Policen gegen Einmalbetrag so richtig boomten und Geld in die Kassen brachten. Doch auch dieser Trend ebbt ab und erweist sich nach zwei Jahren als hell, aber nur kurz brennendes Feuer. Wie die „Financial Times Deutschland“ exklusiv berichtet, ist der Umsatz mit Lebensversicherungen, für die nur ein einzelner hoher Beitrag gezahlt wird, im ersten Halbjahr 2011 um 26 Prozent auf 10,5 Milliarden Euro zurückgegangen.
Die Policen gegen Einmalbetrag sind vergleichbar mit Anlageprodukten vieler Banken. Sie haben 2009 und 2010 für ein sattes Plus bei den Lebensversicherern gesorgt. Zuwächse von 7,1 und sechs Prozent standen zu Buche, sorgten allerdings auch für Kritik. Da diese Form der Kapitallebensversicherung vergleichsweise hoch verzinst wird, fürchteten Verbraucherschützer, dass bestehende Kunden mit klassischen Verträgen benachteiligt werden. Doch auch aufseiten der Versicherer gab es leise Zweifel, zumal das Kapital relativ kurzfristig angelegt werden musste. Daraufhin senkten viele Unternehmen die Zinsen und machten die Einmal-Anlage damit unattraktiver. Das Ergebnis ist ein spürbarer Umsatzeinbruch, der auch durch die leicht steigende Nachfrage bei Verträgen mit laufendem Beitrag nicht aufgefangen werden kann.
Ganz andere Sorgen hat derzeit die Allianz Lebensversicherung. Das Oberlandesgericht Stuttgart erklärte eine Klage des Unternehmens für unwirksam und ließ eine Revision beim Bundesgerichtshof (BGH) nicht zu. Stattdessen will der Konzern nun eine Beschwerde beim BGH einlegen. Hintergrund sind Nachzahlungsforderungen von Ex-Kunden, die zwischen Juli 2001 und Ende 2007 eine Renten- oder Lebensversicherung bei der Allianz abgeschlossen und seither gekündigt oder beitragsfrei gestellt haben. Die Assekuranz soll zu Unrecht Stornokosten einbehalten haben. Die Verbraucherzentrale Hamburg rechnet mit Nachzahlungsansprüchen in Höhe von zwei Milliarden Euro und rät Betroffenen, sofort zu reagieren und Ansprüche geltend zu machen. Die Allianz ihrerseits will die Antwort des BGH abwarten.
Posted by Andre on 08/24 at 02:36 PM
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Mittwoch, August 17, 2011
Treue Lebensversicherungskunden
Das Vertrauen in die Lebensversicherung können anscheinend auch Krisen nicht erschüttern. Laut „Bild“ bleiben die Deutschen ihren Policen trotz aller Unsicherheiten an den Börsen und der Diskussion um den Euro weiterhin treu. Das spiegelt sich auch in den Zahlen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) wider: Die Stornoquote bei Lebensversicherungen ist leicht von 3,86 auf 3,6 Prozent zurückgegangen. Das ist der niedrigste Stand seit zehn Jahren.
„Die gegenwärtig immer wieder zu lesende Behauptung, eine steigende Anzahl von Kunden möchte sich von einer bestehenden Versicherung trennen, können wir nicht bestätigen“, so Hasso Suliak vom GDV gegenüber der Zeitung. Auch in wirtschaftlich unsicheren Zeiten werfe niemand seine Altersvorsorge fahrlässig über Bord. Diesen Trend kann der Marktführer im Bereich Lebensversicherungen, die Allianz, nur bestätigen. Bei ihr sackte die Stornoquote von 2,3 auf 2,1 Prozent. Die Verbraucher reagierten sehr besonnen auf die aktuelle Lage und gerieten keineswegs in Panik.
Wie die Zukunft der Lebensversicherung aussieht, bleibt indes ungewiss. Angesichts der Senkung des Garantiezinses von 2,25 auf 1,75 Prozent zu 2012 wurden schon ganz unterschiedliche Szenarien gemalt. Von den Versicherungsvermittlern, die im Rahmen der „Maklertrendstudie 2011/2012“ des Beratungsunternehmens Towers Watson befragt wurden, rechnen nur 37 Prozent zum Jahrsende mit einem “Schlussverkauf” der klassischen Lebensversicherung. Allerdings erwarten sie, dass künftig deutlich öfter fondsgebundene Policen nachgefragt werden.
Weitere Aussichten: Immer wichtiger würden sogenannte Garantieprodukte, gerade bei Rentenversicherungen. Besonders interessant scheinen in dem Zusammenhang Policen, bei denen das Garantieniveau individuell festgelegt werden kann. Der wichtigste Aspekt bleibt, dass die Produkte leicht verständlich sind. Darauf bauen 98 Prozent der Makler. Ebenso wichtig ist ihnen, dass die entsprechenden Modelle schnell auf Veränderungen an den Börsen reagieren. Den Kunden wiederum komme es vor allem auf die Sicherheit der Anlage (79 Prozent), die Sicherheit des Vertragspartners (52 Prozent) und die Rendite (38 Prozent) an.
Posted by Andre on 08/17 at 10:54 AM
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Freitag, August 05, 2011
Die zwei Seiten der Lebensversicherung
Da leuchten die Augen der Versicherer: 90 Millionen Policen und steigende Beitragseinnahmen. Die kapitalbildende Lebensversicherung erweist sich nach wie vor als eine der Säulen der Branche und wird vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in den schönsten Farben gemalt: „Mit einer klassischen Lebensversicherung, die garantierte Leistungen und eine Überschussbeteiligung bietet, hat man auch in Zeiten von Finanzkrisen und sinkenden Kursen nie schlaflose Nächte.“ Hört sich gut an. Doch es gibt auch die Kehrseite der Medaille.
So macht der Bund der Versicherten (BdV) darauf aufmerksam, dass der Kunde nur dann kein Verlustrisiko trage, wenn „er den Vertrag bis zum Ende durchhält“. Heißt: Wer vor dem vereinbarten Vertragsende die Reißleine zieht und sich den Rückkaufwert auszahlen lässt, muss mit finanziellen Einbußen rechnen. Der BdV gibt außerdem zu bedenken, dass nicht jeder Cent, den Verbraucher in ihre Kapital-Lebensversicherung einzahlen, auch verzinst wird. Ein Teil des Geldes fließt in den Todesfallschutz und geht für Gebühren drauf – zum Beispiel die Vertriebs- und Verwaltungskosten. Wie hoch diese Kosten sind, lässt sich allerdings nur schwer erkennen.
Daher möchte der GDV auf Dauer für mehr Transparenz sorgen und rät den Unternehmen, eine Gesamtkostenquote auszuweisen. Das wäre ein erster Schritt. Allerdings wartet auf die Branche ein weitaus größeres Problem: Die Garantieverzinsung sinkt zum 1. Januar 2012 von derzeit 2,25 auf 1,75 Prozent. Experten rechnen damit, dass die Lebensversicherer aktiv werden und vor dem Zinsschnitt neue Kunden gewinnen wollen. Der BdV empfiehlt Interessenten: „Bevor eine Lebensversicherung abgeschlossen wird, sollte erst der eigene Versicherungsschutz auf den Prüfstand gestellt werden.“ Wichtig sei, dass existenzielle Risiken abgesichert sind, zum Beispiel durch eine Privathaftpflichtversicherung, eine Hausratpolice und eine Berufsunfähigkeitsversicherung.
Beachtet werden sollte darüber hinaus, dass der Beitrag für die Lebensversicherung dauerhaft gezahlt werden kann. Anderenfalls ist die vorzeitige Kündigung fast schon vorprogrammiert - nahezu jede zweite Police ereilt dieses Schicksal. Hinzu kommen viele Verträge, die auf dem Zweitmarkt verwertet werden. Gerade angesichts der sich abzeichnenden Krise überlegen immer mehr Verbraucher, ihre Lebensversicherung zu verkaufen. Eines der Unternehmen, das die Policen übernimmt, verzeichnete seit Juli Anfragen im Wert von über 100 Millionen Euro.
Posted by Andre on 08/05 at 11:20 AM
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Montag, Juni 27, 2011
Lebensversicherung: Nicht immer ist die Kündigung der beste Weg
Nachdem bekannt wurde, dass Ergo-Vertreter ihre Kunden dazu gedrängt haben sollen, beitragsfrei gestellte Lebensversicherungen ganz zu kündigen und das Kapital in eine Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr zu investieren, stellt sich vielen Verbrauchern eine Frage: Was mache ich mit einer kapitalbildenden Lebensversicherung, wenn sie mir zu teuer wird oder der Vertrag schlichtweg unrentabel scheint?
Von heute auf morgen zu kündigen und einen endgültigen Schlussstrich zu ziehen, sollte gut überlegt sein. Es gibt andere Alternativen, die im Einzelfall ausgelotet werden müssen. Die Grundlage für die Entscheidung bildet dabei in der Regel der sogenannte Rückkaufwert. Das ist der Betrag, den die Versicherungsgesellschaft nach einer Kündigung zahlt. Die Summe richtet sich danach, wie lange bereits in den Vertrag eingezahlt wurde sowie nach der Höhe der Stornokosten. Wer schon nach zwei oder drei Jahren an der Reißleine zieht, darf also nicht auf Reichtümer hoffen, sondern muss vielmehr mit deutlichen Einbußen rechnen.
Hajo Köster, Justiziar beim Bund der Versicherten, rät in einem solchen Fall, die Police einfach ruhen zu zahlen und die Beitragszahlung einzustellen. Der Vertrag läuft dann ganz normal weiter, wird nur nicht weiter bedient. Das Ergebnis dieser Strategie: Statt der ursprünglich vereinbarten Versicherungssumme überweist die Assekuranz zum Ende der Laufzeit einen deutlich geringeren Betrag. Möchte man die Police hingegen ganz auflösen, wäre der Verkauf der Lebensversicherung eine weitere Option. Sie kann allerdings nur gezogen werden, wenn der Vertrag den Rahmenbedingungen der Ankäufer entspricht. Hier sollte darauf geachtet werden, dass es sich um ein seriöses Unternehmen handelt, das den Betrag in einer Summe auszahlt und realistische Zahlen nennt. Maßgeblich ist auch hier der Rückkaufwert.
Wie das Kapital später angelegt oder verwendet wird, ist dem Kunden überlassen. Möchte man den Todesfallschutz der Lebensversicherung aufrechterhalten, bietet sich eine deutlich günstigere Risikolebensversicherung an. Für den Auszahlungsbetrag an sich kommt eine Vielzahl von Anlageprodukten infrage. Hier gilt es, sich in Ruhe beraten zu lassen – möglichst nicht eingleisig, wie es anscheinend bei einigen Kunden der zur Ergo gehörenden Victoria-Versicherung der Fall war.
Posted by Andre on 06/27 at 11:09 AM
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Montag, Mai 30, 2011
Neue Breitseite für Lebensversicherungen
Kapitalbildende Lebensversicherungen haben keinen leichten Stand. Kritiker feuern ständig neue Breitseiten ab und untermauern ihre Argumente mit Statistiken und Beispielen. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) und die Unternehmen reagieren eher gelassen und bauen die immer gleiche Verteidigung für den Klassiker unter den Altersvorsorgeprodukten auf. Langsam wird dieser Schutzschirm allerdings löchrig. Denn Verbraucher achten inzwischen sehr genau darauf, was unter dem Strich steht oder vielmehr stehen könnte. Aufgrund der Senkung des Garantiezinses von derzeit 2,25 auf 1,75 Prozent ab 2012 wird es für die Lebensversicherung da langsam eng, zumal auch die Überschussbeteiligung bröckelt.
Erneut aufgegriffen wurde das Thema jüngst von der Bild-Zeitung. Sie informierte darüber, dass vielen Sparern der große Schock drohe, weil die Zahlen in der Stand-Mitteilung plötzlich immer kleiner werden. Nicht, weil die Assekuranz mit einer neuen Schriftgröße experimentiert, sondern weil die einst prognostizierte Leistung nicht mehr erzielt werden kann. Die Vorzeichen sind anders, die Zeiten schwerer. Das bekommt auch die Branche zu spüren. Thorsten Rudnick vom Bund der Versicherten (BdV) nennt im Artikel der Boulevard-Zeitung einen Fall, in dem der Kunde plötzlich mit 80.000 Euro weniger rechnen muss. Keine besonders erfreuliche Nachricht - insbesondere dann, wenn das Geld fest eingeplant war oder die private Altersvorsorge ausschließlich auf diesem Standbein fußt.
Wenig zuversichtlich, was die künftige Entwicklung betrifft, zeigt sich aktuell auch Manfred Poweleit, der Herausgeber des map-Reports. Im Gespräch mit der Zeitung erklärte er: „Künftige Rentner bekommen geringere gesetzliche Renten und weniger von ihren Lebensversicherungen.“ Der GDV hält dagegen. „Mehr Stabilität und Planungssicherheit bietet kein anderes Produkt“, sagt Pressesprecher Hasso Suliak. In einem Punkt hat der GDV sicherlich recht: Lebensversicherungen bieten durchaus Planungssicherheit, wenn man sich nur auf die garantierten Leistungen konzentriert und mögliche Überschussbeteiligungen ganz außen vor lässt. In dem Fall lohnt es sich, jetzt noch aktiv zu werden – Stichwort Garantiezins. Hier gilt es dann, genau zu vergleichen, wer was bietet und wie erfolgreich die Unternehmen in der Vergangenheit waren.
Posted by Andre on 05/30 at 10:26 AM
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Samstag, April 16, 2011
Nicht jeder Rückkäufer von Lebensversicherungen ist seriös
Bei Geldproblemen wird häufig die Entscheidung getroffen, sich von der Lebensversicherung zu trennen. Hierbei handelt es sich um eine simple Maßnahme, die einen raschen Mittelzufluss verspricht. Zugleich bleibt es einem erspart, sich von anderen Dingen trennen zu müssen. Um einen möglichst hohen Erlös zu erzielen, steht für immer mehr Interessenten fest, dass sie ihre Versicherung nicht beim Versicherer auflösen, sondern auf einen Rückkäufer setzen. Wer seine Lebensversicherung an einen Rückkäufer veräußert, erzielt häufig einen deutlich höheren Erlös.
Bei der Auswahl des Rückkäufers gilt es allerdings vorsichtig zu sein: Die Anzahl der Unternehmen, die Lebensversicherungen aufkaufen, wird immer größer. Es ist festzustellen, dass leider immer mehr schwarze Schafe auf den Markt drängen. Wie das Finanzmagazin „Capital“ berichtet, ist es daher immens wichtig, nicht nur auf die gebotenen Rückkaufwerte zu achten, sondern auch noch weitere Auswahlkriterien zu berücksichtigen.
Stutzig sollten Interessenten vor allem dann werden, wenn die Rückkäufer mit besonders hohen Rückkaufpreisen locken. Womöglich befinden sich die Rückkäufer gar nicht in der Lage, den versprochenen Preis aufzuwenden. Ehe man sich versieht, sind die Unternehmen wieder vom Markt verschwunden und der Versicherungsnehmer hat sein Geld verloren. Denn besonders bei den hohen Rückkaufpreisen wird gerne auf zeitlich verzögerte Auszahlungen gesetzt. So gibt es zum Beispiel Anbieter, deren Rückzahlung in Raten erfolgt und sich über einen Zeitraum von mehreren Jahren verteilt.
Seriöse Rückkäufer sind daran zu erkennen, dass sie schon seit längerer Zeit erfolgreich am Markt tätig sind und außerdem eine sofortige Auszahlung in voller Höhe versprechen. Zwar werden nicht unbedingt Höchstpreise gezahlt, doch im Vergleich zu einer Auflösung über den Versicherer lässt sich immer noch ein deutlicher finanzieller Vorteil erzielen.
Posted by Jochen on 04/16 at 04:09 PM
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Montag, April 11, 2011
Mangelhafte Beratung wirft schlechtes Licht auf die Versicherungsbranche
Beratung ist bei Versicherungen das A und O, möglichst in der Form, dass Verbraucher die Details verstehen und wissen, was sie im Anschluss an das Gespräch unterschreiben. Ebenso wichtig: Das Produkt muss zum Kunden passen. Das gilt umso mehr für Policen, mit denen individuelle Risiken abgesichert werden sollen. Ärgerlich nur, dass viele Assekuranzen die Beratung eher auf die leichte Schulter nehmen, wie jetzt ein Test im Auftrag des Handelsblattes ergeben hat. Das Deutsche Institut für Service-Qualität (DISQ) und das Ratingunternehmen Franke und Bornberg haben insgesamt 24 Unternehmen auf die Finger geschaut.
Für ein möglichst umfangreiches Testbild hat sich das DISQ damit befasst, wie die Unternehmen und Berater auf Anfragen reagieren. Daraus ergaben sich in der Summe 820 Testkontakte. Zusätzlich wurden die Internetseiten analysiert. Das Ratingunternehmen kümmerte sich auf der anderen Seite um die Versicherungsgesellschaften und die Produkte: Unter dem Strich stehen bei der Studie Beitragsunterschiede von bis zu 80 Prozent und ein eher mäßiges Bild bei der Beratung, wobei sowohl die Gespräche unter vier Augen als auch Nachfragen per E-Mail und Telefon die Tester nicht so recht überzeugen konnten. In einigen Fällen blieb ihnen nur, ein „mangelhaft“ zu vergeben.
Moniert wurde bei den Beratungsgesprächen zu Versicherungen gegen Berufsunfähigkeit, Unfälle, eigenes Verschulden und Tod in erster Linie, dass die Vermittler sich nicht einmal die Mühe machten, den finanziellen Background der Kundin bzw. des Kunden abzuklopfen. Auch relevante Aspekte wie die Gesundheitsfragen, die insbesondere bei der Berufsunfähigkeitsversicherung von größter Bedeutung sein können, blieben oft außen vor. Für Markus Hamer, Geschäftsführer des DISQ, ein schlechtes Bild: „Dies ist bedenklich, da unvollständige Angaben über den Versicherungsnehmer zu Problemen beim Versicherungsschutz führen können.“
Nicht viel besser sah es aus, wenn per E-Mail oder Telefon angefragt wurde: Auch hier gab es Falschaussagen. Zudem mussten die Interessenten längere Zeit warten, gingen komplett leer aus oder erhielten unverständliche Antworten. Markus Hamer wertet dieses Vorgehen als Unding. „Gerade bei Versicherungsthemen wünschen sich Verbraucher klare und verständliche Auskünfte.“ Über die Unterschiede bei den Prämien sollte man sich hingegen nicht wundern. Diese Erkenntnis zieht sich durch alle Sparten und zeigt, wie wichtig ein Versicherungsvergleich ist. Als Testsieger gekürt wurden letztlich die Axa in der Gruppe der Unternehmen mit Vermittlernetz und die Asstel als Direktversicherer.
Mittwoch, April 06, 2011
Allianz-Experte: Lebensversicherung bleibt Wachstumsmarkt
In den vergangenen Wochen und Monaten sind immer wieder Zweifel daran aufgekommen, ob es überhaupt noch sinnvoll ist, eine Lebensversicherung, speziell eine Kapitallebensversicherung, abzuschließen. Der Garantiezins wird von 2,25 auf 1,75 Prozent gesenkt. Zudem mussten viele Unternehmen die Überschussbeteiligung aufgrund der Kapitalmarktkrise leicht nach unten korrigieren. Keine guten Vorzeichen, aber längst noch kein Grund, die Lebensversicherung als Altersvorsorgeprodukt vollkommen abzuschreiben, sagt Maximilian Zimmerer, Vorstandsvorsitzender der Allianz Lebensversicherungs-AG im Gespräch mit der „Welt“.
94 Millionen Verträge zählt die Branche in der Bundesrepublik. Die Riester-Rente, zwar wesentlich jünger, kommt gerade einmal auf 14,09 Millionen Policen. Die Dimension macht deutlich, wie wichtig den Deutschen die Lebensversicherung ist. Dennoch mehren sich die Zweifel. Zimmerer sieht diesbezüglich vor allem zwei Tendenzen: „Jene ob der Klassiker Lebensversicherung noch zeitgemäß sei, und jene, die ihn (den Klassiker) durch das regulatorische Umfeld bedroht sehen.“ Dem setzt der Experte entgegen, dass das Modell der deutschen Lebensversicherung sich ständig weiterentwickelt habe und der Fokus inzwischen auf der privaten Rentenversicherung liege. Zudem berücksichtige die Branche die stetig steigende Lebenserwartung, „sodass sichergestellt werden kann, dass ein lebenslanges Einkommen in garantierter Höhe auch wirklich zur Verfügung steht“.
Wie wichtig diese Garantie ist, habe sich zuletzt bei den großen Finanzkrisen gezeigt. Die Kunden seien vor Verlusten verschont geblieben. „Die Lebensversicherer bieten eine demografiefeste, generationengerechte, ertragreiche und dabei besonders sichere Lösung“, betont Maximilian Zimmerer. Den Vorwurf, die Policen seien nicht flexibel genug, lässt er nicht gelten. Die Beiträge könnten reduziert oder gesteigert werden, darüber hinaus bestünden Optionen zur Beitragsfreistellung, der Stundung und gegebenenfalls auch zum Policendarlehen. Oft unterschätzt werde zudem die professionelle Vermögensverwaltung selbst bei kleinen Beträgen. „Das Konzept der Lebensversicherung belohnt das Durchhalten“, so Zimmerer. Unter dem Strich ist er davon überzeugt, dass die Lebensversicherung ein Wachstumsmarkt bleibt.
Posted by Andre on 04/06 at 09:29 AM
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Montag, Februar 21, 2011
Altersvorsorge nach Plan
Die private Altersvorsorge richtig zu planen ist eine Aufgabe, die nicht eben nebenbei oder mal kurz am Wochenende erledigt ist. Es handelt sich vielmehr um einen Prozess, der in den unterschiedlichen Lebensphasen jeweils völlig neuen Voraussetzungen unterliegt. Studierenden und Auszubildenden steht in der Regel deutlich weniger Geld zur Verfügung, das auf die hohe Kante gelegt werden kann, als einem Angestellten mittleren Alters. Dennoch gleichen sich die Fragen, die es zu beantworten gilt: Wie viel und in welche Produkte investiere ich für den Ruhestand?
Niels Neuhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg rät, sich erst einen soliden Versicherungsschutz zu schaffen – inklusive der privaten Haftpflichtversicherung –, mögliche Schulden zu tilgen und dann die Geldanlage in Angriff zu nehmen. Wie sie sich konkret gestalte, hänge einzig von der aktuellen und individuellen Situation ab. Grundsätzlich gelte aber, die Risiken zu minimieren und das Kapitel zu streuen, statt alles auf ein Pferd zu setzen. Diese Faustregel geben auch die Mitarbeiter der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen Hilfesuchenden mit auf den Weg.
Sich nur auf ein Produkt zu konzentrieren, mache zu sehr von dessen Entwicklung abhängig und könne, wenn es sich zum Beispiel um Investmentfonds handelt, auch im Totalverlust enden. Wer hingegen nur auf sichere Anlagen für die private Altersvorsorge setze und sein Geld auf dem Sparbuch versauern lasse, gehe mit einer extrem niedrigen Rendite in den Ruhestand. Die Mischung macht´s, von Bankprodukten über Wertpapiere bis hin zu Sachanlagen. Die genaue Streuung richte sich nach der Risikobereitschaft.
Für einen sicheren Hafen sorgen dabei Produkte wie die Riester-Rente, klassische Rentenversicherung und Kapitallebensversicherungen, wobei die Riester-Rente von den Verbraucherschützern und der Zeitschrift Finanztest bevorzugt wird. Gerade das staatlich geförderte Modell eigne sich hervorragend für alle, die mit 30 bis 50 Jahren noch keine private Altersvorsorge betreiben. In dem Fall sei die Zeit, ein Vermögen aufzubauen, relativ knapp bemessen. Für die Riester-Rente sprechen dabei die Kapitalgarantie und die Mindestrente. Die Frage, wie viel generell für das Alter gespart werden soll, lässt sich nicht pauschal beantworten – nur so viel: Je eher man beginnt, desto einfacher ist es, die gesteckten Ziele zu erreichen.
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