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Pflegeversicherung

Dienstag, August 26, 2008

Wie viel Zusatzversicherung braucht der Mensch?

Im Rahmen der staatlich kontrollierten Pflichtversicherungen, zum Beispiel der gesetzlichen Kranken- oder Pflegeversicherung, ist es in den letzten Jahren immer wieder zu Reformen und Veränderungen gekommen. Für den Verbraucher hat sich dabei oft ein Bild abgezeichnet: „Weniger Leistung für mehr Geld“. Lediglich die Mitglieder der PKV konnten sich auch weiterhin über eine gesundheitliche Versorgung auf hohem Niveau freuen. Allerdings haben die privaten Versicherer inzwischen auch den Angehörigen der GKV als zahlenden Kunden entdeckt und bieten verschiedene Zusatzversicherungen an, mit denen aus einem gesetzlich Versicherten plötzlich ein Privatpatient wird.

Ob allerdings diese Zusatzpolicen immer sinnvoll sind, muss der Verbraucher in der Regel selbst entscheiden. Eine der wichtigsten Zusatzversicherung, die gerade bei Versicherten einer gesetzlichen Krankenkasse nicht fehlen sollte, ist die Auslandskrankenversicherung. Da die GKV Leistungen nur in einem sehr eng begrenzten Rahmen auch bei einem Aufenthalt im Urlaub übernimmt, schließt eine private Versicherung die bestehende Lücke und sorgt für unbeschwerte Ferien. Mitglieder der PKV können sich dagegen auf ihre Krankenversicherung verlassen, da die privaten Gesellschaften in der Regel einen wesentlich umfassenderen Schutz – auch im Ausland -  gewährleisten.

Eine weitere Zusatzversicherung, deren Abschluss sich durchaus lohnen kann, betrifft den Besuch beim Zahnarzt. Gesetzliche Krankenkassen tragen hier nur noch 50% der befundbezogenen Regelleistungen - mit einer zusätzlichen Police lässt sich der gesamte Zuschuss auf 70% oder mehr erhöhen.

Eine für pflichtversicherte Angestellte und Arbeitnehmer dagegen unnütze Zusatzversicherung betrifft das Krankengeld, da dieses bereits im Rahmen der GKV versichert wird. Lediglich freiwillige Mitglieder müssen für diese Leistung ab 2009 privat vorsorgen und dürfen Interesse an einem solchen Tarif der PKV haben.

Posted by Stefan on 08/26 at 08:27 AM
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Donnerstag, August 21, 2008

Ampeln oder Sterne für die Bewertung von Pflegeheimen

Es wurde längst Zeit, etwas gegen den Pflegenotstand in unserem Land zu tun. Nun haben auch die Krankenkassen und ihr Dachverband dies erkannt und wollen die Qualität der Pflegeheime mit einer Art Ampelsystem bewerten. Dabei soll es die üblichen Ampelfarben grün, gelb, rot geben. Die Träger der Heimen wollen dieses System jedoch nicht, da es ihrer Ansicht nach zu viel Transparenz bedeute. Interessant ist der Ansatz der Träger aber schon. Wieso wollen sie denn keine solche Bewertung haben, während viele Unternehmen in der freien Wirtschaft sich längst freiwillig einem Qualitätsmanagement unterwerfen? Gibt es immer noch zu große Mängel in den Pflegestandards, die es zu vertuschen gilt? Nun wollen die Träger weder Ampelfarben noch Schulnoten haben? Was denn bitte dann? Kommen wird auf jeden Fall eine Kennzeichnung, da diese mit der neuesten Pflegereform in Beschluss gegangen ist. Sie ist bereits seit dem 1. Juli, also seit fast zwei Monaten in Kraft. Hinsichtlich der Pflicht zur Kennzeichnung und zur Transparenz der Heime hat sich immer noch nichts getan.

Nun bläst auch der Parteichef der SPD, Kurt Beck, in ein ähnlich geartetes Horn. Seiner Ansicht nach sind die Ampeln der falsche Weg, da es eine rote Ampel bei Pflegeheimen ohnehin nicht geben dürfe. Er will deshalb ein Sternesystem einführen, wie es bei der Hotelbewertung üblich ist. Schön und gut, Herr Beck, aber haben Sie schon mal ein Pflegeheim von innen gesehen und nicht nur an einem Tag der offenen Tür? Gerade die Ampel-Lösung bietet doch die Möglichkeit, bei Heimen einzugreifen, bei denen Missstände offensichtlich werden. Die jüngste Pflegereform schreibt vor, dass alle Pflegeheime bis zum Ende des Jahres 2010 überprüft werden müssen. Ab 2011 dann wird jedes einzelne Heim einmal im Jahr einen nicht angekündigten Kontrollbesuch erhalten. Und gerade hier müssen dann Missstände aufgedeckt werden, damit sich etwas ändern kann. Sonst ist die ganze Pflegereform nicht mal das Papier wert, auf dem sie gedruckt ist.

Posted by Christel on 08/21 at 04:38 PM
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Samstag, August 16, 2008

Debeka weitet private Pflegeversicherung aus

Die private Pflegeversicherung der Debeka Versicherung bietet Verbrauchern künftig ein Novum: Pflegebedürftige können ihre Leistungen aus der Police nicht mehr nur innerhalb der Bundesrepublik, sondern auch in Staaten der Europäischen Union sowie der EWU beziehen. Damit besteht im Leistungsfall ab sofort die Möglichkeit, den Wohnsitz des Pflegebedürftigen ins Ausland zu verlegen.

Die private Pflegeversicherung gewinnt nach Einschätzung von Debeka-Chef Laue zunehmend an Bedeutung und sollte Bestandteil jedes Vorsorgekonzeptes sein. Grund für die sich ausweitende Bedeutung privater Policen ist die demographische Entwicklung in der Bundesrepublik, die nach Angaben des statistischen Bundesamtes dazu führen wird, dass die Zahl der pflegebedürftigen Personen in Deutschland in den nächsten zwanzig Jahren um rund ein Drittel zunehmen wird. Da die gesetzliche Pflegeversicherung schon jetzt nicht ausreicht, um im Leistungsfall die anfallenden Kosten zu decken, empfehlen Experten den Abschluss eines privaten Versicherungsschutzes.

Die gesetzliche Versicherung zahlt im Leistungsfall einen maximalen Betrag von 1750 Euro monatlich. Die Kosten einer stationären Unterbringung aber belaufen sich auf rund 3000 Euro im Monat. Der Pflegebedürftige muss die verbleibenden Anteile aus Rente oder Vermögen generieren – im schlimmsten Fall werden seine Nachkommen zur Zahlung herangezogen. Können auch diese die erforderlichen Geldmittel nicht aufbringen, kommt das Sozialamt für die Pflegekosten auf.

Die Kosten einer privaten Police sind nach Angaben der Debeka Versicherung überschaubar. Ein dreißigjähriger Mann zahlt bei der Assekuranz derzeit rund 17 Euro im Monat, eine gleichaltrige Frau kann sich für rund 25 Euro monatlich versichern. Die Prämien zu einer privaten Pflegeversicherung können im Rahmen des Sonderausgabenabzugs steuerlich geltend gemacht werden.

Posted by Stefan on 08/16 at 06:37 AM
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Montag, Juli 28, 2008

Die Pflegeversicherung ist in Österreich noch ein Stiefkind

Wie bei allen Änderungen an bestehenden Systemen bedurfte auch die Reform der gesetzlichen Pflegeversicherung zum 1. Juli dieses Jahres vieler Debatten und endloser Diskussionen. Das, was man jetzt auf den Weg gebracht hat, dürfte nach Einschätzung von Experten in rund sechs Jahren allerdings wieder hinfällig sein und muss nachgebessert werden. Immerhin gibt es in der Bundesrepublik eine Pflegeversicherung auf breiter Basis. In Österreich ist man noch weit davon entfernt und sich nicht einmal im Klaren darüber, welche Kosten durch die Pflege in den kommenden Jahren auflaufen. Das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo), kann nur grobe Zahlen nennen und die gehen von einer Kostensteigerung bis 2030 in Höhe von 66 bis 200 Prozent aus. Macht umgerechnet zwischen 5,4 und 9,98 Milliarden Euro pro Jahr.

Drei Szenarien wurden durchgespielt, um zumindest einigermaßen Gewissheit zu erlangen, in welche Richtung sich die Ausgaben für die Pflege entwickeln. Ausgangspunkt waren 3,3 Milliarden Euro, die 2006 in Österreich ausgezahlt wurden, und die Zahl derer, die Pflegegeld bezogen. 400.000 Menschen sind es aktuell. Ausgehend von der prognostizierten demographischen Entwicklung rechnet das Wifo mit 66,5 Prozent mehr Pflegegeld-Empfängern im Jahr 2030. Da stellt sich die Frage, ob die öffentliche Hand bei unseren Nachbarn überhaupt in der Lage ist, diese Kosten zu stemmen. Eine gesetzliche Pflegeversicherung wie in Deutschland lehnt man derzeit noch ab.

Dafür ergreifen die Versicherungsunternehmen in Österreich die Chance. Zwölf Assekuranzen haben inzwischen eine private Pflegeversicherung im Angebot und bewerben sie – eher zurückhaltend – als eigenständiges Produkt. Große Erfolge haben die Konzerne damit noch nicht verbuchen können. Die Zahl der Verträge liegt bei 39.000. Eine vergleichsweise magere Ausbeute mit sehr viel Luft nach oben. Der Referent für Bank- und Versicherungsdienstleistungen der Arbeiterkammer, Christian Prantner, sieht das Problem in der Komplexität der Verträge. Sie seien zu kompliziert. Von den 400 Anfragen täglich betreffe keine einzige die private Pflegeversicherung.

In gewisser Weise haben die Unternehmen auf Sand gebaut. Sie kennen die Schwierigkeiten und nennen sie auch beim Namen: Wie viel kostet die Pflege eigentlich? Diese Zahl kennen weder Politiker noch Versicherungen. Das liege unter anderem daran, dass das Thema von der Politik nur halbherzig in Angriff genommen werde. Bei der Generali Gruppe spricht man gar von politischer Verunsicherung. Niemand wisse, ob vielleicht doch ein staatliches Modell entwickeln würde. Zudem sei die Pflege noch nicht in das Bewusstsein der Österreicher gerückt. Guter Dinge ist man dennoch. Die normale Pensionsvorsorge sei auch nur stockend angelaufen. Hoffnungen macht sich die Branche auf staatliche Anreize, die einen Vertragsabschluss attraktiver machen sollen.

Posted by Andre on 07/28 at 05:09 AM
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Dienstag, Juni 24, 2008

Die Pflege von Demenzkranken wird finanziell besser gestellt

Ab dem 1. Juli ändert sich endlich etwas. Während früher nur Demenzkranke der Pflegestufe 1 oder höher Leistungen erhielten, wird der Kreis der Begünstigten nun erweitert. Während ein Demenzerkrankter bis dato noch einen zu erkennenden “erheblichen allgemeinen Betreuungsbedarf” braucht, um immerhin 460,- Euro pro Jahr anerkannt zu bekommen, ist ab 1. Juli die Änderung da. Dann ist die Anerkennung der Pflegestufe keine unerlässliche Voraussetzung mehr für die Bedarfszahlung, die dann auf 1.200,- bzw.2.400,- Euro pro Jahr steigt. Dann können bereits Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz Leistungen erhalten, wie der Geschäftsführer des Medizinischen Dienstes Essen, Peter Pick zu der Änderung sagt. Demenzerkrankte, die heute bis dato die 460,- Euro pro Jahr erhalten, sind automatisch in die Erhöhung einbezogen und erhalten vom 1. Juli ab 100,- Euro monatlich. Nur bei einem höheren Betrag muss ein neuer Antrag gestellt werden.

Durch die Erhöhung wird auch endlich der Bedarf an Hilfe für Demenzerkrankte, die mit Einschränkungen noch an ihrem Alltag teilhaben können, erkannt. Auch wenn meiner Ansicht nach die neuen Leistungen nur ein Tropfen auf den heißen Stein sind, so entlasten sie den Demenzerkrankten und auch seine Familie, die ja oft unentgeltlich die oftmals sehr aufwändige Pflege übernimmt, doch zumindest zum Teil.

Ob ein “erheblicher allgemeiner Betreuungsbedarf” vorliegt, wird von der Pflegekasse und dem Medizinischen Dienst gemeinsam entschieden. Der Betreuungsbedarf wird anhand eines Kriterienkatalogs mit 13 Punkten geprüft. Zu den Kriterien gehören wichtige Verhaltensweisen wie “Unkontrolliertes Verlassen des Wohnbereichs” oder zum Beispiel “Verkennen oder Verursachen gefährdender Situationen”. Gerade an dem zweiten Punkt können oft auch Angehörige oder Freunde die Demenzerkrankung eines Menschen im Anfangsstadium erkennen. Da wird der Herd nicht mehr ausgeschaltet (öfter, nicht einmal, so etwas kann immer passieren), oder der Erkrankte hat kein Gefühl mehr für Gefahr. Wichtig ist immer, genau hinzusehen und nach Änderungen im Verhalten Ausschau zu halten. Eine Demenzerkrankung ist keine Schande und man kann den Betroffenen das Leben sehr erleichtern, in dem man eben nicht wegsieht und das Geschehen verdrängt, sondern frühzeitig zum Arzt geht und mögliche Hilfsmaßnahme bespricht. Und eben auch, in dem man die finanziellen Hilfen in Anspruch nimmt, die zum Beispiel eine Kurzzeitpflege oder andere Betreuungsmöglichkeiten finanzieren können.

Posted by Christel on 06/24 at 11:21 AM
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Montag, Februar 11, 2008

Private Altersvorsorge sollte auch die Pflege umfassen

Die private Altersvorsorge wird meist als „Lückenbüßer“ gesehen, mit deren Hilfe die Differenz aus letztem Nettogehalt und gesetzlicher Rente geschlossen werden soll. Dieser Versicherungszweig verbucht seit ein paar Jahren enorme Zuwächse. Besonders die Riester-Rente wird sehr stark nachgefragt. Weit weniger erfolgreich sind die Pflegezusatzversicherungen, wenngleich auch sie eine Art der privaten Vorsorge für das Alter darstellen. Zwar kann niemand vorhersagen, ob er pflegebedürftig wird. Doch wenn, ist selbst eine hohe private Rente schnell verbraucht.

Die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung werden auch bei noch so umfangreichen Reformen auch zukünftig nur für die medizinische Existenzsicherung reichen. Ein Platz im Alters- oder Pflegeheim lässt sich damit nicht finanzieren. Dann geht es an die Rente, das Gesparte und häufig auch noch an das Vermögen der Kinder. Der Staat kommt erst dann für die Kosten auf, wenn sonst nichts zu holen ist. Entscheiden sich die Angehörigen für die häusliche Pflege, fahren sie zwar günstiger. Kosten entstehen dennoch, unter anderem für ein Spezialbett – falls nötig – und Hilfen, wenn man nicht in der Lage ist, rund um die Uhr für Vater oder Mutter zu sorgen.

Die finanzielle Last kann mit privaten Pflege-(Zusatz)Versicherungen gemildert werden. Je früher man sich für eine Police entscheidet, desto günstiger wird es. Männer zahlen aufgrund der geringeren Lebenserwartung etwas weniger als Frauen. Zur Wahl stehen unterschiedliche Modelle: Die Pflegekostenversicherung, die Pflegetagegeldversicherung und die Pflegerentenversicherung. Jede Variante hat Vor- und Nachteile, wobei die Pflegerentenversicherung bei den Verbraucherschützen den schlechtesten Ruf genießt. Welche Option sich anbietet, klärt man am besten im Gespräch mit einem Versicherungsmakler, der auch über die Voraussetzungen und mögliche Gesundheitsprüfungen im Vorfeld informiert.

Posted by Andre on 02/11 at 02:06 PM
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Montag, Januar 14, 2008

Die Pflegeversicherung wird reformiert

Eine Versicherung, die es erst seit dreizehn Jahren gibt, muss reformiert werden? Geht es nach der Ansicht vieler, nicht nur auf Seiten der Politiker, sondern auch auf Seiten der Experten, ist dies längst an der Zeit. Ob man jedoch wirklich von einer Reformation sprechen kann, ist fraglich. Denn dies wäre die Rückkehr zu dem, was früher war, zumindest wenn man die wörtliche Bedeutung des lateinischen Wortes „reformatio“ nimmt. Aber vor der jetzt geltenden Pflegeversicherung gab es nichts in diesem Bereich, erst Ende der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts wurde erkannt, wie wichtig eine Absicherung von Menschen innerhalb einer solchen Versicherung ist. Funktioniert hat die Pflegeversicherung jedoch nie wirklich, zu viele bürokratische Hürden, die am Wohl der – meist älteren- pflegebedürftigen Menschen meist völlig vorbeiging.

Und nun soll, zumindest will die Politik es so, die Reform dieser so wichtigen Versicherung in Kraft treten. Am 1. Juli 2008 soll es endlich soweit sein, und soll hauptsächliche die häusliche Pflege in den Mittelpunkt rücken. Laut einer telefonischen Umfrage des Altenmonitors mit 1 000 Personen über 50 Jahren, ergab das Ergebnis im Jahre 2006 eine erschreckende Zahl. Nicht einmal ein Viertel der Befragten, genauer gesagt 23%, glaubten an die respekt- und würdevolle Behandlung von Alten und Pflegebedürftigen in Heimen. Noch erschreckender ist jedoch die Anzahl der Personen, die sich für eine Pflege im Heim entscheiden würden: Nur 13 % würden bei einer Pflegebedürftigkeit überhaupt in ein Altenheim gehen und sich für eine stationäre Pflege entscheiden.

Dies sind Zahlen, die sehr nachdenklich machen, in einer Zeit der Pflegeengpässe umso mehr. Vor Jahren habe ich selbst eine Zeitlang neben dem Studium in einem Altenpflegeheim gearbeitet und kann viele dieser Menschen verstehen, da die Zeit und das mangelnde Personal oft den Bedürfnissen der pflegebedürftigen Menschen entgegenstehen. Die schwarzen Schafe unter den Pflegern und Heimen nicht zu vergessen, auch diese gab es immer und wird es immer geben, solange keine entsprechende Kontrollinstanz geschaffen wird.

Die Pflegeversicherung soll nun verbessert werden. Nicht reformiert, denn wir wollen alle nicht zurück zu der Zeit vorher. Aber ob die Veränderung dieser wichtigen Versicherung etwas bringen wird, kann keiner so richtig sagen. Auch die Versicherungsexpertin der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, Elke Weidenbach, ist skeptisch: „Die gesetzliche Pflegeversicherung war und ist nach wie vor eine Teilkaskoversicherung, die im Ernstfall nur einen Teil der anfallenden Kosten decken kann“. Durch die Maschen der veränderten Pflegeversicherung werden möglicherweise wieder jene fallen, die keine Kinder haben, heute zahlen sie schon bereits höhere Beiträge als die Versicherten, die Kinder haben. Ob sie deshalb mehr Pflege erhalten werden aufgrund der höheren Beiträge, ist mehr als fraglich. Denn meist ist es doch noch das Familiengefüge, das letztlich für die pflegebedürftigen Verwandten da ist. Schade, dabei wäre so viel möglich mit einer sehr guten Pflegeversicherung, die wirklich Bedürfnisse erkennt und keine neue Bürokratie hervorbringt …

Posted by Christel on 01/14 at 02:18 PM
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Donnerstag, Oktober 18, 2007

Reform der Pflegeversicherung

Die Pflegeversicherung ist nur eines der Sorgenkinder der Bundesregierung. Statt den Spross auf die „stille Treppe“ zu schicken, diskutierten die „Väter und Mütter“ gestern eifrig im Bundeskabinett und übersprangen damit eine erste Hürde, die eine leichte Besserung verspricht. Jetzt ist es am Bundesrat und dem Bundestag, die gestern beschlossene Reform auf den Weg zu bringen.

Wie wichtig dieser Schritt ist, belegen die Zahlen. Aktuell sind rund sechs Millionen Menschen direkt und indirekt von Pflege und Pflegebedürftigkeit betroffen. Mit in Blick in die Zukunft verdoppelt sich die Zahl auf zwölf Millionen. Da ist die von Gesundheitsministerin Ulla Schmidt gewünschte gesellschaftliche Debatte zum Thema Pflege fast schon ein Muss. Insgesamt kann die Ministerin recht zufrieden. Ihr Vorstoß, Angehörigen zehn Tage bezahlten Urlaub zu gestatten, kam allerdings nicht sehr weit. Die Ausgaben dafür ließen sich nur schwer abschätzen. Die veranschlagten 90 Millionen Euro reichen laut Union bei weitem nicht aus.

Andere Ideen wurden hingegen mehrheitlich in den Stiel gestoßen:

  • Um die ärztliche Versorgung in Heimen zu verbessern und unnötige Einweisungen in ein Krankenhaus während der Nacht sowie an den Wochenenden zu vermeiden, sollen die in den Pflegeheimen beschäftigen Ärzte die Kassenzulassung erhalten. Finanziert wird diese Maßnahme über die vertragsärztliche Gesamtvergütung.
  • In einem Turnus von drei Jahren sollen Pflegeeinrichtungen überprüft werden, einerseits um Transparenz zu schaffen, andererseits, um Qualität zu gewährleisten.
  • Um die gesetzliche Pflegeversicherung finanzieren zu können, wird der Beitragssatz um 0,25 Prozent angehoben. Als Ausgleich sind Entlastungen bei der Arbeitslosenversicherung vorgesehen.
  • Demenzkranke, die keiner Pflegestufe zugeordnet sind, erhalten einen höheren Betreuungsbetrag. Er steigt von 460 auf 2400 Euro jährlich.
  • Die Sachleistungsbeträge für die ambulante Pflege werden dynamisiert, sprich Schritt für Schritt angehoben.
  • Case-Manager sollen in Pflegestützpunkten als Ansprechpartner zur Verfügung stehen, um Angehörige und Pflegebedürftige zu beraten und zu unterstützen – bis hin zur Beschaffung von Leistungen. 45.000 Euro je Stützpunkt – einer je 20.000 Einwohner – werden veranschlagt.
  • Leistungen können demnächst von mehreren Pflegebedürftigen gemeinsam in Anspruch genommen werden. Die Ersparnis dient zusätzlichen Leistungen.
  • Die Pflegesätze werden angehoben.
  • Angehörige, die selbst pflegen, können sich für sechs Monate freistellen lassen, sind versichert, erhalten in der Zeit allerdings kein Gehalt.
  • Statt der zehn Tage bezahlten Urlaubs, sollen Angehörige zehn Tage unbezahlten Urlaub nehmen können.

Da die gesetzliche Pflegeversicherung selbst mit den Verbesserungen und Neuerungen noch lange nicht das „Gelbe vom Ei“ ist, sollte man sich zusätzlich Gedanken über eine private Zusatzversicherung machen.

Posted by Andre on 10/18 at 01:17 PM
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Dienstag, September 04, 2007

Pflegeratgeber von der Gothaer

Einen pflegebedürftigen Menschen zu versorgen, ist eine Aufgabe, die nicht einfach mit links erledigt werden kann. Sie verlangt die ganze Aufmerksamkeit und je nach Pflegestufe auch Überwindung. Denn so nah man sich auch steht, jemanden zu waschen, bei Toilettengängen zu begleiten oder die Windel zu wechseln, ist oft mehr als die Psyche auf Dauer verkraftet. Sich im Zusammenhang mit der Pflege um private Zusatzversicherungen zu bemühen, um finanziell abgesichert zu sein, ist dann nur eine Seite der Medaille. Vor der anderen werden gerne die Augen verschlossen.

Die Gothaer Krankenversicherung AG hat sich ein Jahr lang mit dem Thema Pflege auseinandergesetzt und mit Experten eine Broschüre erarbeitet, die weit mehr bietet als Prämienlisten und Leistungstabellen. Die Pflege wird von allen Seiten beleuchtet, samt den sensiblen Bereichen wie der letzten Lebensphase. Dabei haben die Autoren darauf geachtet, auch Ansprechpartner zu nennen und Hinweise zu weiterführenden Informationen aufzulisten, damit Betroffene oder Interessierte sich noch eingehender mit der Materie beschäftigen können.

Der thematische Aufbau des Pflegeratgebers umfasst das Leben im Pflegeheim, alternative Wohnformen, Aufgaben, die auf Familien zukommen, wenn ein Angehöriger pflegebedürftig wird, und natürlich den finanziellen Aspekt. Denn der Aufenthalt in einer Pflegeeinrichtung ist extrem teuer und für die meisten nur mit einer privaten Pflegezusatzversicherung finanzierbar.

Posted by Andre on 09/04 at 03:22 PM
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Montag, September 03, 2007

Pflegequalität lässt zu wünschen übrig

Der Bericht zur Pflegequalität und der Situation in den Heimen hat am Wochenende Empören hervorgerufen. Der medizinische Dienst der Spitzenverbände der Krankenkassen versucht zwar abzuwiegeln und verweist darauf, dass nur noch bei zehn statt 17 Prozent der Heimbewohner akut unzureichende Pflegezustände herrschten. Das beruhigt nicht wirklich und stellt viele vor die Frage, wie man sich für die Zukunft absichern kann, sollte man selbst einmal pflegebedürftig werden.

1,7 Prozent des Bruttogehaltes fließen derzeit in die gesetzliche Pflegekasse. Ab Mitte 2008 sind es 1,95 Prozent. Die Leistungen, die sich daraus ergeben, sind mager und decken nicht einmal annähernd die tatsächlichen Kosten. Die Beträge, die aus eigenen Mitteln bestritten werden müssen, sind enorm. Aus diesem Grund rät der Bund der Versicherten zu einer privaten Pflegezusatzversicherung, wenn alle anderen Risiken ebenfalls abgedeckt sind, von der Haftpflicht bis zur Berufsunfähigkeitsversicherung.

Bei der privaten Vorsorge haben Versicherungskunden derzeit die Wahl zwischen drei Produkten, von denen die Pflegerentenversicherung als am wenigsten effektiv eingestuft wird. Besser geeignet sei eine Pflegekostenversicherung, bei der die Kunden allerdings erst dann Geld erhielten, wenn Rechnungen eingereicht werden. Dieses Problem stellt sich bei der Pflegetagesgeldversicherung nicht. Sie zahlt einen fest vereinbarten Satz, über den frei verfügt werden kann. Wichtig ist bei allen drei Policen: Je länger es dauert, bis die Pflegebedürftigkeit vom medizinischen Dienst der Krankenkassen anerkannt ist und Mittel bewilligt werden – und darauf baut die Kritik vieler Politiker – desto länger müssen die Versicherten selbst zahlen.

Posted by Andre on 09/03 at 04:07 PM
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Mittwoch, Juli 18, 2007

Finanzielle Sicherheit für den Fall der Pflegebedürftigkeit

Das Hickhack um die gesetzliche Pflegeversicherung mag symptomatisch für den politischen Entscheidungsprozess sein, hat aber zumindest ein Gutes: Man macht sich mehr Gedanken ums Alter. Das düstere Zukunftsbild, als Pflegefall rund um die Uhr auf die Hilfe anderer angewiesen zu sein, lässt sich dabei nur schwer beiseite schieben. Allzu schwarzseherisch sollte man allerdings nicht an dieses Thema herangehen, sondern genau überlegen, wie vorgesorgt werden kann – zumindest auf finanzieller Ebene.

Die private Pflegeversicherung ist eine Möglichkeit, die laut Aussage der Verbraucherzentrale Sachsen jedoch nur in sehr wenigen Fällen ihre ganzen Trümpfe ausspielen kann und muss. Denn laut Statistik sind die meisten Menschen nur für einen sehr kurzen Zeitraum vor dem Tod ein Pflegefall. Als flexibler wir die Pflegetagegeldpolice bezeichnet, vor allem, wenn es um die häusliche Pflege geht. Aus den Bedingungen für die Versicherung sollte hervorgehen, dass schon ab Pflegestufe 1 gezahlt wird. Sie kommt am häufigsten vor.

Nicht vergessen sollte man, so die Verbraucherzentrale, dass nicht nur das Risiko bestehe, pflegebedürftig zu werden, sondern zunehmend auch das der Berufsunfähigkeit. Ab Mitte 40 steige die Wahrscheinlichkeit, den gelernten Beruf nicht mehr ausüben zu können, enorm.

Posted by Andre on 07/18 at 12:28 PM
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Dienstag, Juli 17, 2007

Verbesserte Unfall-Pflegerente bei der AXA

Für mehr Sicherheit und bessere Leistungen nach einem Unfall wurde nun bei der AXA Versicherung eine neue Unfall-Pflegerente mit vergrößertem Leistungsumfang eingeführt:

Für Menschen im Alter von 60 Jahren kostet die Einstiegsstufe der Versicherung ungefähr 16 EURO im Monat. Das garantiert aber eine lebenslange monatliche Rente von 500 bis 2.500 EURO, nachdem der Versicherte nach dem Unfall in eine Pflegestufe eingestuft worden ist. Außerdem werden unfangreiche Hilfestellungen nach dem Unfall geboten.

Der Versicherte bekommt die Leistungen der AXA lebenslang, wenn er nach 36 Monaten des Bezugs der Unfall-Pflegerente aus der Pflegestufe fällt. Zusätzlich wird von der AXA bei Invalidität ab 30% eine Soforthilfe in einer Höhe von 12.000 EURO gezahlt, was u.a. zum behindertengerechten Umbau des Wohnraums gebraucht werden könnte. Oder auch beispielsweise im Todesfall, hier bietet die AXA einer festgelegten Person 6.000 EURO, um die finanzielle Belastung bezüglich der Beerdigung einfacher tragen zu können.

Posted by Gerald on 07/17 at 12:35 AM
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Freitag, Mai 18, 2007

Mehrheit ist für private Pflegeversicherung

Lieber privat als Staat gilt bei der Mehrheit der Erwerbstätigen, wenn es um die Pflegeversicherung geht. Das hat eine Studie der Initiative „Neue Soziale Marktwirtschaft“ ergeben, die sich schon länger für die private Vorsorge bei der Pflege stark macht und nun eine Bestätigung ihrer Haltung bezüglich der Pflegereform erhalten hat.

77 Prozent setzen danach eher auf eine kapitalgedeckte Vorsorge, statt in die gesetzliche Pflegeversicherung einzuzahlen. Von den Befragten waren nur 16 Prozent bereit, mehr für die staatliche Variante aufzubringen. Das Ergebnis der Umfrage hat kaum Unterschiede zwischen alten und neuen Bundesländern ergeben wohl aber beim Einkommen. Geringverdiener sind zwar auch mehrheitlich für den privaten Weg, aber nicht ganz so deutlich wie jene, die über 1500 Euro netto im Monat verdienen.

20 Euro darf die zusätzliche Vorsorge kosten. Die Bereitschaft, diesen Betrag in eine private Pflegeversicherung fließen zu lassen, ist im Westen mit 67 Prozent deutlich höher als im Osten, wo sich nur 56 Prozent mit 20 Euro einverstanden zeigten.

Posted by Andre on 05/18 at 10:12 AM
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Mittwoch, April 25, 2007

Privat für den Pflegefall vorsorgen

Die gesetzliche Pflegeversicherung kränkelt. 1995 an den Start gegangen, geht ihr jetzt die Puste respektive das Geld aus, obwohl die Leistungen seither nicht erhöht wurden. Das soll sich ändern. Der Weg bis zu einer einvernehmlichen Lösung dürfte allerdings recht lang sein. Bis dahin gilt, dass auch bei der Pflege die eigene Vorsorge ein wichtiger Schritt ist, um Kindern und Angehörigen eine finanzielle Belastung zu ersparen.

Wie wichtig eine private Versicherung ist, zeigt ein einfaches Beispiel. Die Kosten für einen Pflegeplatz im Heim liegen bei rund 2766 Euro, die gesetzliche Versicherung zahlt davon 1432 Euro. Die Differenz muss selbst getragen werden. Notfalls sind die Kinder verpflichtet, für den Unterhalt aufzukommen. Eine private Pflegezusatzversicherung kann die Lücke schließen.

Meist besser geeignet ist allerdings eine Pflegetagegeldversicherung. Sie greift, wenn ein Pflegefall vorliegt und nicht erst, wenn Kosten durch ein Heim oder einen Pflegedienst entstehen. Beim Abschluss einer solchen Versicherung sollte man darauf achten, dass sie schon bei Pflegestufe I einspringt. Je eher man sich für die Vorsorge entscheidet, desto günstiger wird sie. Optimal ist ein Alter von 35 Jahren, um eine Pflegetagegeldversicherung abzuschließen.

Posted by Andre on 04/25 at 10:54 AM
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Donnerstag, April 19, 2007

Forderung einer steuerlichen Bezuschussung für die Pflegeversicherung

Der Paritätische Wohlfahrtsverband forderte die Einführung einer Bezuschussung der Pflegereform mit Steuergeldern. Laut des Geschäftsführers des Verbandes Werner Hesse ist es dringend notwendig, im Hinblick auf die steigende Zahl der „altersverwirrten“ Menschen, mehr Geld in die Pflege zu investieren. Es müsse eine „menschenwürdige Versorgung“ sichergestellt werden.

Bislang sei der Begriff der Pflegebedürftigkeit falsch interpretiert worden, da man sich allein an Kostenaspekten orientiere. Das Beaufsichtigen und Anleiten der Pflegebedürftigen würde hingegen nicht berücksichtigt. Eine entsprechend Erweiterung der Definition würde zu erheblichen Mehrkosten führen, jedoch wäre auch nicht für jede Maßnahme eine Krankenschwester notwendig, was dann wieder zu Einsparungem führen könnte. Die Große Koalition will die Pflegeversicherung noch in diesem Jahr angehen, über das richtige Konzept streiten CDU und SPD noch.

Posted by Sabine on 04/19 at 03:26 AM
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