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Rentenversicherung

Freitag, Januar 27, 2012

Bei der Lebensversicherung bröckelt es an allen Ecken und Enden

Die einst sichere Bank ist inzwischen morsch und verkauft sich immer schlechter: Lebensversicherungen leiden wie viele andere Finanzprodukte unter der Krise. Hinzu kommen neue Vorschriften wie Solvency II, die den Assekuranzen Sorgenfalten auf die Stirn treiben. Summa summarum führt das nach und nach zu geringeren Überschussbeteiligungen und damit zu einer schlechteren Rendite. Für die Branche, die inzwischen selbst an dem Modell zweifelt, kommt es allerdings noch dicker. Sie hat viele Altverträge mit einem Garantiezins von vier Prozent im Bestand. Dieses Zinsversprechen zu erfüllen wird immer schwerer und kostspieliger.

Ein Kennzeichen dafür, dass die Marktbedingungen für Lebens- und Rentenversicherungen derzeit nicht optimal sind, ist die laufende Verzinsung. Sie bewegte sich bislang immer über der Vierprozentmarke. 2012 rutscht sie erstmals unter diese magische Grenze. Im Marktdurchschnitt rechnen sowohl der Map-Report als auch die Rating-Agentur Assekurata mit einem Wert von 3,94 Prozent. Eine Umkehr dieser Entwicklung sei in den kommenden Monaten nicht zu erwarten, sagen die Experten.

Deutlich wird dieser Negativ-Trend beim Blick auf die Zahlen für eine private Rentenversicherung mit einer Laufzeit von 25 Jahren. Die laufende Verzinsung sackt im Neugeschäftsvergleich 2011 zu 2012 im Schnitt von 4,07 auf 3,91 Prozent. Viel schlimmer: Die garantierte Beitragsrendite beträgt nur noch 0,92 Prozent (vorher: 1,39 Prozent). Bei Verträgen über zwölf Jahre steht unter dem Strich inzwischen ein Minus, also eine negative Rendite.

Die miserablen Aussichten werden sich über kurz oder lang auch auf die Verkaufszahlen niederschlagen. Von den befragten Versicherungsgesellschaften sieht nur ein Unternehmen die Wachstumschancen als „sehr positiv“. Insgesamt ist die Stimmung eher „neutral bis leicht positiv“. Die größten Hoffnungen ruhen dabei auf der Berufsunfähigkeitsversicherung. Die Tatsache, dass sich klassische Kapitallebensversicherungen auf einem absteigenden Ast befinden und nur noch schwer zu bedienen sind, hat bereits Konsequenzen nach sich gezogen. Viele Assekuranzen verlagern das Neugeschäft zunehmend auf fondsgebundene Policen. Sie sehen Modelle mit langfristigen Garantien vor dem Aus.

Posted by Andre on 01/27 at 07:53 PM
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Mittwoch, Januar 25, 2012

Riester- und Rürup-Rente: Kritik am Produktinformationsblatt

Ziel des neuen Produktinformationsblattes für Riester- und Rürup-Renten (wir berichteten) ist mehr Transparenz zu den Kosten und dem Nutzen der Verträge. Ziel verfehlt, sagt nun der Bund der Versicherten (BdV). Die Verbraucherschützer halten die Daten, die den Kunden präsentiert werden, für Augenwischerei. Axel Kleinlein vom Vorstand des BdV bringt es auf den Punkt. Seiner Ansicht nach „öffnen die vorgeschlagenen Vergleichszahlen der Irreführung Tür und Tor“.

Die Kostenquote ließe sich von den Versicherungsunternehmen durch Tricksen mit den Vertragslaufzeiten so manipulieren, dass selbst die teuersten Angebote im strahlenden Licht erscheinen. Hinzu komme, dass zentrale Kennwerte wie die Effektivkosten und die Rendite-Erwartung von den Sparern nicht nachvollzogen werden können. Denn für die Risiko-Rendite-Profile der Verträge seien komplexe Berechnungen durch Rating-Agenturen nötig. Weil diese Daten nur schwer nachprüfbar seien, könne man nicht von Transparenz sprechen.

Dazu nennt der Bund der Versicherten ein Beispiel: Wird bei einem Rentenbeginn mit 65 Jahren eine Effektivkostenquote von 2,1 Prozent ausgewiesen, läge der Wert bei einem Rentenbeginn mit 70 und ausgehend von der identischen Kalkulation rein rechnerisch bei 1,8 Prozent. „Bittere Folge: Das Produkt erscheint kostengünstiger, obwohl die Abschlusskosten bei gleichen Verwaltungskosten dann sogar höher sind“, mahnt Axel Kleinlein. Unter dem Strich stünden bei einem 67-Jährigen 54.569 Euro für die Rentenzahlungen zur Verfügung, bei einem 70-Jährigen aber nur 53.732 Euro. Für Verbraucher sei das nicht erkennbar. Deshalb fordert der BdV einfache und verständliche Angaben, etwa das Alter, das erreicht werden muss, um den Betrag herauszubekommen, der eingezahlt wurde.

Posted by Andre on 01/25 at 05:16 PM
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Mittwoch, November 02, 2011

Neuer Garantiezins lässt Versicherer den Jahresschlussverkauf einläuten

Die heiße Phase, während der die Kfz-Versicherung gewechselt werden kann – so man denn möchte –, läuft noch bis Ende November. Die Lebensversicherer haben einen Monat länger Zeit, ihre Schäfchen ins Trockene zu bringen. Dann steht 2012 auf dem Kalender und ein um 0,5 Prozentpunkte geringerer Garantiezins zu Buche. Damit wird es für die Branche noch schwerer, ihre Produkte an den Mann und die Frau zu bringen, als es jetzt schon ist. Der Bund der Versicherten (BdV) spricht vom „Jahresschlussverkauf“ und warnt davor, sich nur auf den Garantiezins zu verlassen.

Noch bieten die Unternehmen einen garantieren Zins von 2,25 Prozent, der für alle Policen der Sparte Leben gilt, angefangen bei der klassischen Lebensversicherung über die private Rentenversicherung bis hin zu den Rürup- und Riester-Renten. Aufgrund der Entwicklung an den Finanzmärkten und der Vorgabe, der Garantiezins darf maximal 60 Prozent des Zinssatzes festverzinslicher Staatsanleihen entsprechen, hat das Bundesfinanzministerium Anfang des Jahres die Reißleine gezogen und als neuen Wert 1,75 Prozent festgelegt. Irgendwann vor langer Zeit waren es einmal über vier Prozent - davon kann man jetzt nur noch träumen. Kein Wunder also, dass jetzt vermehrt für Lebens- und Rentenversicherungen geworben wird. Allerdings, so der Bund der Versicherten: „Verbraucher sollten die Höhe des Garantiezinses nicht zur Entscheidungsgrundlage machen. Die Policen lohnen sich schon jetzt nur selten.“ Der Grund: Der Zins gilt nur für den Sparanteil, nicht aber für den gesamten Beitrag, den der Kunde zahlt. Hinzu kommt, dass einige Gesellschaften schon heute weniger als 2,25 Prozent bieten. Laut einer Studie von Ökotest kommt die Allianz mit ihren Produkten nur auf einen Wert von 1,85 Prozent. „Selbst bei der Garantieverzinsung haben einige Versicherer nun für Intransparenz gesorgt“, ärgert sich der BdV. Spürbar werde der niedrigere Garantiezins insbesondere bei der Riester-Rente. Hier werden sich aus Sicht des BdV auf lange Sicht nur kostengünstige Anbieter halten können.

Posted by Andre on 11/02 at 04:16 PM
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Freitag, September 30, 2011

Ungenutztes Potential bei der Rürup-Rente

Sie ist ein paar Jahre jünger als die Riester-Rente, aber ganz gewiss nicht die kleine Schwester: die Rürup-Rente. Das nach Bert Rürup benannte, staatlich geförderte Vorsorgemodell richtet sich an Selbstständige und Besserverdiener, hat bislang aber noch keine durchschlagenden Erfolge feiern können. Banken und Versicherungsbranche zählen aktuell gerade einmal eine Million Verträge. Das Potenzial, ausgehend von 20 Millionen Arbeitnehmern, die sehr gut verdienen, und vier Millionen Selbstständigen, liegt weitaus höher.

Die vor längerer Zeit von Maklern gewagte Prognose, die Basisrente würde kräftig aufholen und deutlich mehr nachgefragt, hat sich bislang nicht bewahrheitet. Im Gegenteil: Irgendwie dümpelt die private Altersvorsorge nach Rürup immer noch vor sich hin. Den Grund sehen Experten in den korsettartigen Strukturen. Der Sparer ist ein Leben lang an den Vertrag gebunden, kann ihn nicht kündigen, beleihen, veräußern oder vererben, zudem liegt das Kapital fest. Bis zum 60. Lebensjahr (ab 2012 dem 62. Lebensjahr) bleibt das Geld auf dem Rentenkonto und darf nur als Leibrente ausgezahlt werden. Soweit die Nachteile.

Dass dabei die guten Seiten der Rürup-Rente übersehen werden, ist in gewisse Weise sogar verständlich. Denn irgendwie scheinen die Negativa ziemlich schwer zu wiegen. Da können die Steuervorteile während der Sparphase und die Option, Sonderzahlungen leisten zu dürfen, nur bedingt überzeugen, obwohl Experten gerade diese Form der Vorsorge als durchaus sinnvoll bezeichnen. Letztlich handelt es sich um eine Rentenversicherung, klassisch oder auf Fondsbasis, mit dem kleinen Extra, dass die Beiträge innerhalb gesetzlicher Grenzen von der Steuer abgesetzt werden können. Dafür muss man ein paar Abstriche bei der Flexibilität in Kauf nehmen und bei Fondsrenten auf eine Beitragsgarantie verzichten, die bei der Riester-Rente fest verankert ist.

Posted by Andre on 09/30 at 08:46 AM
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Montag, September 26, 2011

Mangelnder Informationsfluss bei der privaten Altersvorsorge

Informationen sind das A und O, um Entscheidungen treffen zu können. Das gilt umso mehr, wenn man sich 20, 30 oder vielleicht sogar mehr Jahre mit einem Vertrag für die private Altersvorsorge binden möchte. Schade nur, dass diese Erkenntnis schon seit Jahren ungehört an den Banken und Versicherungsgesellschaften vorbeizieht. Dann müssen sie sich auch gefallen lassen, wenn ihnen – einem nervtötenden Echo gleich – immer wieder vorgehalten wird, dass sie ihren Kunden nicht ausreichend Fakten an die Hand geben oder nur unverständliches Fachchinesisch zur Verfügung stellen.

Was hinter dieser Taktik steckt, ist für Außenstehende absolut nicht nachvollziehbar. Gerade jetzt wäre es sinnvoll, so richtig auf die Werbetrommel zu hauen. Doch, was passiert: Wie das Handelsblatt exklusiv berichtet, scheinen es Assekuranzen und Kreditinstitute nicht für nötig zu halten, potenzielle Interessenten darauf hinzuweisen, dass es bei der privaten Altersvorsorge mit Renten- und Lebensversicherungen ab dem kommenden Jahr gravierende Änderungen geben wird. Einer Umfrage der Beratungsgesellschaft Faktenkontor und des Marktforschers Toluna zufolge, die dem Handelsblatt vorliegt, wissen 69 Prozent der Bundesbürger nicht, dass der Garantiezins abspeckt und von 2,25 auf 1,75 Prozentpunkte nach unten korrigiert wird.

Dabei wäre der garantierte Zins eines der besten Argumente, jetzt noch Verträge unter Dach und Fach zu bringen. Das Interesse ist vorhanden: 61 Prozent der Deutschen rechnen damit, dass sie aufgrund der neuen Konditionen eine niedrigere Rente erhalten. Um das zu vermeiden, wollen immerhin zehn Prozent noch vor dem Stichtag Nägel mit Köpfen machen. 69 Prozent planen für dieses Jahr keinen neuen Vertrag und 21 Prozent hadern noch bzw. haben sich noch keine Gedanken über eine (weitere) Lebens- oder Rentenversicherung gemacht. Hier könnte die Branche ansetzen und mit offenen Karten spielen. Denn nach wie vor sind 42 Prozent unsicher, ob sie ausreichend für das Alter vorsorgen.

Posted by Andre on 09/26 at 08:46 AM
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Mittwoch, September 21, 2011

Frontal 21 zerpflückt die Riester-Rente

Das ZDF-Magazin „Frontal 21“ hat sich die Riester-Rente vorgeknöpft. Die Ergebnisse, die gestern im Rahmen der Sendung präsentiert wurden, sind alles andere als erfreulich. In einer Pressemitteilung erklärt die Redaktion ohne Umschweife, die Riester-Rente sei kein Erfolgsmodell und unrentabel, weil die Fördergelder bei den Anbietern versickerten. Damit reiht sich der Beitrag nahtlos in eine lange Kette von Kritiken ein, die der staatlich geförderten privaten Altersvorsorge immer mehr Schwachstellen nachweisen.

„Frontal 21“ wartet dazu vor allem mit Zahlen auf. Die Daten belegen, dass Kunden, die heute einen Riester-Vertrag unterschreiben, deutlich schlechter gestellt sind, als Verbraucher, die sich vor zehn Jahren für eine Police entschieden haben. Die Rente falle um mehr als ein Drittel niedriger aus als bei Alt-Verträgen. Das Problem seien die Rahmenbedingungen: Den neuen und schlechteren Vertragskonditionen ist der Finanzmathematiker Axel Kleinlein im Auftrag der Friedrich-Ebert Stiftung auf den Grund gegangen. Zum einen sei der Garantiezins zwischenzeitlich gesunken, zum anderen legten die Unternehmen neue Sterbetafeln zugrunde und packten bis zu 30 Prozent des Kapitals auf die hohe Kante, um den Kunden auch jenseits von 85 Jahren eine Rente zahlen zu können.

Das Fazit von Axel Kleinlein ist ernüchternd und wird von der Zeitschrift „Öko-Test“ bestätigt: Die Riester-Rente lohnt sich bei vielen Verträgen nicht. Ein Vergleich mit ungeförderten Rentenversicherungen ergab, dass Riester-Policen aufgrund ihrer Kostenstruktur eine deutlich niedrigere Garantierente bieten. Finanzexpertin Barbara Sternberger-Frey kommt zu dem Schluss: „Die Produkte sind zu teuer.“ Sie plädiert dafür, die staatliche Förderung sinnvoller anzulegen, um Altersarmut zu vermeiden. Diesem Ziel haben sich inzwischen auch die Verbraucherschutzminister einiger Bundesländer verschrieben. Sie planen ein von öffentlichen Einrichtungen verwaltetes Vorsorgekonto. Nur so würden die Zulagen wieder den Kunden und nicht den Konten der Versicherungen gutgeschrieben.

Posted by Andre on 09/21 at 12:42 PM
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Montag, August 29, 2011

Riester-Rente gerät erneut in die Kritik

Die Riester-Rente hat seit ihrer Einführung schon oft Nackenschläge einstecken müssen. Bislang blieb die Kritik weitgehend wirkungslos, wie die Entwicklung der staatlich geförderten Altersvorsorge eindrucksvoll beweist. Die Zahl der Verträge schnellte bis Juni 2011 auf 14,6 Millionen nach oben. Doch mittlerweile scheint das Fass übergelaufen zu sein: Der Riester-Renten-Skandal bei der Ergo, unerfüllte Rendite-Hoffnungen und dazu noch Verträge, die für viele Sparer eher ein Buch mit sieben Siegeln sind, zeigen Wirkung. In der Folge wurden 1,4 Millionen Verträge gekündigt und 1,8 Millionen Policen ruhend gestellt.

Mit den Daten, die kürzlich von der Leipziger Volkszeitung genannt wurden, dürfte das Misstrauen in die Riester-Policen, ob nun klassisch oder fondsgebunden, noch weiter zunehmen. Laut Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Anfrage der Linkspartei hat der Staat bislang 4,2 Milliarden Euro an Grundzulagen in die Verträge eingezahlt, plus vier Milliarden Euro Kinderzulagen. In der Summe wurden staatlicherseits also bereits 8,2 Milliarden Euro investiert. Auf der anderen Seite, so die Zeitung, landeten 5,9 Milliarden Euro Verwaltungskosten und Provisionen auf den Konten der Banken und Versicherungsunternehmen. Daraus ergebe sich für Riester-Produkte ein Sparanteil von 84 Prozent. Die restlichen 16 Prozent gehen an Geldhäuser und Assekuranzen, statt im Vorsorgetopf zu landen.

Für den Chef der Linkspartei, Klaus Ernst, Grund genug, das Prinzip der Riester-Rente in Zweifel zu ziehen: „Jetzt ist nicht mehr zu leugnen, dass von den Riesterzulagen vor allem Banken und Versicherungen profitieren. Milliarden versickern in deren Kassen“, sagte er der Leipziger Volkszeitung. Sein Vorschlag lautet, das Geld lieber für eine Mindestrente in Höhe von 850 Euro zu nutzen. Dieser Wunsch, die staatlich geförderte private Altersvorsorge ganz vom Tisch zu nehmen, wird sich wohl nicht erfüllen. Vielmehr arbeitet das Bundesministerium für Finanzen an Lösungen, das Image der Riester-Rente aufzupolieren und sie wieder in einem attraktiveren Licht zu präsentieren. Ein erster Schritt: Produktinformationsblätter sollen für mehr Transparenz sorgen, insbesondere bei den Kosten.

Posted by Andre on 08/29 at 11:43 AM
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Mittwoch, August 17, 2011

Treue Lebensversicherungskunden

Das Vertrauen in die Lebensversicherung können anscheinend auch Krisen nicht erschüttern. Laut „Bild“ bleiben die Deutschen ihren Policen trotz aller Unsicherheiten an den Börsen und der Diskussion um den Euro weiterhin treu. Das spiegelt sich auch in den Zahlen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) wider: Die Stornoquote bei Lebensversicherungen ist leicht von 3,86 auf 3,6 Prozent zurückgegangen. Das ist der niedrigste Stand seit zehn Jahren.

„Die gegenwärtig immer wieder zu lesende Behauptung, eine steigende Anzahl von Kunden möchte sich von einer bestehenden Versicherung trennen, können wir nicht bestätigen“, so Hasso Suliak vom GDV gegenüber der Zeitung. Auch in wirtschaftlich unsicheren Zeiten werfe niemand seine Altersvorsorge fahrlässig über Bord. Diesen Trend kann der Marktführer im Bereich Lebensversicherungen, die Allianz, nur bestätigen. Bei ihr sackte die Stornoquote von 2,3 auf 2,1 Prozent. Die Verbraucher reagierten sehr besonnen auf die aktuelle Lage und gerieten keineswegs in Panik.

Wie die Zukunft der Lebensversicherung aussieht, bleibt indes ungewiss. Angesichts der Senkung des Garantiezinses von 2,25 auf 1,75 Prozent zu 2012 wurden schon ganz unterschiedliche Szenarien gemalt. Von den Versicherungsvermittlern, die im Rahmen der „Maklertrendstudie 2011/2012“ des Beratungsunternehmens Towers Watson befragt wurden, rechnen nur 37 Prozent zum Jahrsende mit einem “Schlussverkauf” der klassischen Lebensversicherung. Allerdings erwarten sie, dass künftig deutlich öfter fondsgebundene Policen nachgefragt werden.
Weitere Aussichten: Immer wichtiger würden sogenannte Garantieprodukte, gerade bei Rentenversicherungen. Besonders interessant scheinen in dem Zusammenhang Policen, bei denen das Garantieniveau individuell festgelegt werden kann. Der wichtigste Aspekt bleibt, dass die Produkte leicht verständlich sind. Darauf bauen 98 Prozent der Makler. Ebenso wichtig ist ihnen, dass die entsprechenden Modelle schnell auf Veränderungen an den Börsen reagieren. Den Kunden wiederum komme es vor allem auf die Sicherheit der Anlage (79 Prozent), die Sicherheit des Vertragspartners (52 Prozent) und die Rendite (38 Prozent) an.

Posted by Andre on 08/17 at 10:54 AM
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Freitag, Juli 01, 2011

GDV: Riester-Rente bleibt auch in Zukunft attraktiv

Zehn Jahre Riester-Rente. Während dieser Zeit gab es immer mal wieder Kritik an den Kosten, den Rahmenbedingungen und der Rendite. Letztlich hat sich die staatlich geförderte Altersvorsorge aber durchsetzen können und sorgt beinahe quartalsweise für neue Rekordmeldungen. Aktuell steht der Pegel bei etwa 14,7 Millionen Policen. Wir haben den runden Geburtstag zum Anlass genommen, beim Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) nachzufragen. Hasso Suliak von der Pressestelle stand Rede und Antwort zur Erfolgsgeschichte der Riester-Rente, der Zukunft und den Wünschen der Branche.

Die Riester-Rente werde vom Gesetzgeber konzeptionell als ein unverzichtbares Instrument zur Reduzierung von Versorgungslücken gesehen und von der Bevölkerung auch entsprechend verstanden. „Dieser Notwendigkeit entspricht die durchaus positive Entwicklung, die die Verbreitung der Riester-Rente in den letzten zehn Jahren genommen hat. Unsere Geschäftszahlen von 2010 bestätigen den Trend: Bei der geförderten Altersvorsorge wuchsen die Bestände weiter an (plus 5,0 Prozent bei Riester bzw. plus 18,1 % bei den Basisrenten). Viele Rentner von morgen tun also etwas gegen das Armutsrisiko und erschließen sich schon heute mehrere Quellen für ihre Versorgung im Alter“, betont Hasso Suliak.
Beim Blick nach vorn ist der GDV zuversichtlich gestimmt: „Wir gehen davon aus, dass Riester-Produkte auch in Zukunft für die Menschen als notwendige Ergänzung der staatlichen Altersvorsorge attraktiv sein werden.“ Gleichwohl zeige sich immer wieder, dass man Gutes durchaus noch besser machen und einzelne Rahmenbedingungen bedarfsgerecht weiter optimieren könne. Dazu nennt Hasso Suliak zwei Beispiele. So wünscht sich der GDV zum einen, „dass die Förderung der kapitalgedeckten Altersvorsorge entsprechend den mit der Einkommens- und Inflationsentwicklung wachsenden Versorgungslücken angehoben werden sollte“. Konkret heißt das: Die Förderhöchstgrenze von derzeit 2.100 Euro soll dynamisiert werden – aktuell auf 2.640 Euro. Der zweite Punkte, an dem der GDV Verbesserungen vornehmen würde, ist die Zielgruppe der Riester-Rente: „Für die Stärkung der notwendigen kapitalgedeckten Vorsorge innerhalb des bewährten gegliederten Systems der Alterssicherung sollte die Förderung künftig insbesondere auch Gewerbetreibenden und anderen selbständig Tätigen eröffnet werden. Gerade für sie wäre eine Einbeziehung in den Kreis der Förderberechtigten sozialpolitisch sinnvoll und wünschenswert, zumal wenn sie nur über ein geringes Einkommen verfügen und Kinder haben.“ Damit sei es auch für Selbstständige und Freiberufler möglich, nachhaltig Altersvorsorge zu betrieben.

Lob gibt es vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft für die jüngsten Bemühungen der Regierung, die Riester-Rente attraktiver zu gestalten (Beiträge können nachgezahlt werden, um die volle Zulage zu erhalten), und den Vorschlag für ein neues Produktinformationsblatt. „Der Zielsetzung des Vorhabens – Verbesserung der Transparenz und der Vergleichbarkeit von geförderten Altersvorsorgeprodukten – stimmen wir uneingeschränkt zu“, betont Hasso Suliak. Diesbezüglich erinnert er an das vom GDV entwickelte Preis-Leistungsverhältnis und stellt noch einmal klar: „Im langfristigen Vergleich haben Riester-Rentenversicherungen de facto deutlich niedrigere Kosten als vergleichbare Produkte.“

Posted by Andre on 07/01 at 09:58 PM
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Montag, Juni 20, 2011

Ergo berechnet Riester-Renten neu

Die Panne mit fehlerhaften Antragsformularen und, daraus resultierend, falsch berechneten Riester-Renten will die Ergo-Versicherungsgruppe jetzt schnellstmöglich ausbügeln. Wie das Unternehmen Ende vergangener Woche mitteilte, wird der finanzielle Ausfall umgehend kompensiert. Nach Angaben des Konzerns gilt das für rund 14.000 Riester-Sparer, die sich im Jahr 2005 für die sogenannte Kaiser-Rente entschieden hatten. Die Verträge, die für den Skandal sorgten, stammten von der Ergo-Tochter Hamburg-Mannheimer.

„Wir gehen selbst auf die Kunden zu und werden unaufgefordert die Neuberechnung vornehmen“, erklärte der für Privatkunden zuständige Vorstand des Konzerns, Johannes Löper, „Ergo bestätigt den Vorfall, bedauert ihn und wird sämtliche Kunden finanziell so stellen, wie es dem Formular entspricht – also besser.“ Im gleichen Atemzug stellte Johannes Löper klar, dass die anfangs von den Medien genannte Zahl von etwa 70.000 betroffenen Kunden „viel zu hoch“ war. Die Entschädigungszahlungen werden die Assekuranz ersten Schätzungen zufolge einen einstelligen Millionenbetrag kosten, sind aber nur der erste Schritt. Der gesamte Vorfall soll weiter untersucht werden.

Wo genau der Fehler lag, weiß man bereits. Policen und Angebotssoftware seien mit Blick auf den 2005 angebotenen Tarif fehlerfrei gewesen. „Auf der Rückseite des Antragsformulars wurde jedoch irrtümlich ein zu niedriger Kostensatz genannt“, so die Versicherung. Konkret, so die „Berliner Morgenpost“, seien im Antrag die günstigeren Gebühren von 2004 aufgeführt worden. Jetzt werden die Riester-Renten gemäß der preiswerteren Variante neu kalkuliert. Die Kunden sollte es freuen, wenngleich es absolut unverständlich ist, dass ein Fehler, der schon seit Oktober 2005 bekannt ist, erst jetzt behoben wird.

Posted by Andre on 06/20 at 12:19 PM
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Freitag, Juni 10, 2011

Riester-Rente: Gebührenpanne bei der Ergo

Einer der Vorwürfe, dem sich die Riester-Rente seit ihrer Einführung immer wieder stellen muss, sind die überhöhten Gebühren. Zu teuer, zu unübersichtlich und damit unrentabel, lautet das Fazit, das bisweilen auch Verbraucherschützer ziehen. Umso ärgerlicher für die Branche, dass der Versicherungskonzern Ergo, konkret die zum Unternehmen gehörende Hamburg-Mannheimer, im Jahr 2005 mit fehlerhaften Vertragsunterlagen gearbeitet hat. Die in den Papieren ausgewiesenen Gebühren entsprachen nicht dem, was den Kunden tatsächlich in Rechnung gestellt wurde. Der Schaden: bis zu 160 Millionen Euro.

Ans Tageslicht kam dieser neue Skandal bei der Ergo durch ehemalige Generalvertreter und das Handelsblatt. Der Bericht der Zeitung, wonach 70.000 Kunden zu hohe Verwaltungskosten für ihre Kaiser-Rente – benannt nach der Werbefigur der Assekuranz –  berechnet worden seien, wurde anfangs noch dementiert. Ergo-Sprecher Alexander Becker erklärte sofort nach der ersten Veröffentlichung der Daten: „Ein systematischer Fehler hätte sicherlich zu massiven Kundenbeschwerden im Anschluss an die Aushändigung der Policen geführt. Diese sind aber nicht erfolgt.“ Daher ging man von Einzelfällen aus. Jetzt liegt dem Handelsblatt ein Schreiben des Konzerns vor, in dem es heißt, es sei „ein größerer Fehler aufgefallen“.

Auslöser der Panne waren wohl fehlerhafte Antragsunterlagen mit nicht mehr aktuellen Kostensätzen. Noch steht nicht genau fest, wie viele Kunden betroffen sind. Unabhängig davon brodelt es in der Branche. Marco Cabras von der Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz moniert, dass kaum ein Kunde die Verträge durchschaue, und fordert, den Sumpf trockenzulegen. Bei der Konkurrenz der Ergo schüttelt man den Kopf. „Dadurch könnte ein negatives Image auf Riester-Policen fallen. Damit ist keinem gedient“, so Provinzial-Vorstand Guido Schaefers. Die Angst vor einem Kollateralschaden schwingt in allen Äußerungen zu dem Vorfall mit – begründet oder nicht, wird sich zeigen.

Posted by Andre on 06/10 at 01:16 PM
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Freitag, Mai 13, 2011

Riester-Rente mit neuen Regeln

Der Gedanke, dass Millionen von Riester-Sparern die Zulagen gekürzt oder gestrichen werden, scheint der Bundesregierung nicht wirklich gefallen zu haben. Das Erfolgsprodukt zur privaten Altersvorsorge hätte dadurch einen irreparablen Schaden erlitten. Deshalb wurde nachgebessert und die Option eingeräumt, Fehler aus der Vergangenheit nachträglich auszumerzen. Das kommt all jenen entgegen, die vergessen haben, ihre Verträge anzupassen oder Änderungen der Lebensumstände mitzuteilen.

Eines der typischen Beispiele: Eine kinderlose, nicht berufstätige Ehefrau hatte bislang einen beitragsfreien Zulagenanspruch über ihren Mann. Nach der Geburt eines Kindes ist die Frau jedoch drei Jahre lang rentenversicherungspflichtig und müsste dementsprechend selbst in die Riester-Rente einzahlen. Verlangt wird in dem Fall der Mindesteigenbetrag von 60 Euro jährlich. Das haben viele Paare übersehen. Den 180 Euro, die nicht gezahlt wurden (in der Regel aus Unwissenheit), standen 462 Euro Grundzulage gegenüber, die gestrichen werden sollten. Jetzt kann nachgezahlt werden, um die Ansprüche aufrechtzuerhalten. Gleichzeitig werden die Zulagen ab 2012 nur noch gewährt, wenn eigene Beiträge geleistet werden. Auf diese Lösung haben sich Finanzminister Wolfgang Schäuble und Arbeitsministerin Ursula von der Leyen geeinigt.

Riester-Sparer, die von einer Kürzung betroffen sind und dank der Neuregelung fehlende Beiträge rückwirkend einzahlen dürfen, werden laut Bundesregierung schriftlich informiert. Die Nachzahlung erfolgt dann über den Anbieter der Riester-Rente. Die Banken und Versicherungen, bei deren Kunden der Rotstift angesetzt wurde, dürften ebenso aufatmen wie die Verbraucher. Denn ihnen drohte eine Welle von Klagen, weil sie nicht ausreichend beraten hatten. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollte die jährliche Abrechnung genau studiert werden. Zudem gilt es, jede Änderung, insbesondere beim Einkommen, sofort zu melden. Wer nicht genau einschätzen kann, ob eine Veränderung relevant ist, kann sowohl bei seiner Assekuranz als auch bei der Zentralen Zulagenstelle nachhaken.

Posted by Andre on 05/13 at 12:18 PM
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Mittwoch, April 06, 2011

Allianz-Experte: Lebensversicherung bleibt Wachstumsmarkt

In den vergangenen Wochen und Monaten sind immer wieder Zweifel daran aufgekommen, ob es überhaupt noch sinnvoll ist, eine Lebensversicherung, speziell eine Kapitallebensversicherung, abzuschließen. Der Garantiezins wird von 2,25 auf 1,75 Prozent gesenkt. Zudem mussten viele Unternehmen die Überschussbeteiligung aufgrund der Kapitalmarktkrise leicht nach unten korrigieren. Keine guten Vorzeichen, aber längst noch kein Grund, die Lebensversicherung als Altersvorsorgeprodukt vollkommen abzuschreiben, sagt Maximilian Zimmerer, Vorstandsvorsitzender der Allianz Lebensversicherungs-AG im Gespräch mit der „Welt“.

94 Millionen Verträge zählt die Branche in der Bundesrepublik. Die Riester-Rente, zwar wesentlich jünger, kommt gerade einmal auf 14,09 Millionen Policen. Die Dimension macht deutlich, wie wichtig den Deutschen die Lebensversicherung ist. Dennoch mehren sich die Zweifel. Zimmerer sieht diesbezüglich vor allem zwei Tendenzen: „Jene ob der Klassiker Lebensversicherung noch zeitgemäß sei, und jene, die ihn (den Klassiker) durch das regulatorische Umfeld bedroht sehen.“ Dem setzt der Experte entgegen, dass das Modell der deutschen Lebensversicherung sich ständig weiterentwickelt habe und der Fokus inzwischen auf der privaten Rentenversicherung liege. Zudem berücksichtige die Branche die stetig steigende Lebenserwartung, „sodass sichergestellt werden kann, dass ein lebenslanges Einkommen in garantierter Höhe auch wirklich zur Verfügung steht“.

Wie wichtig diese Garantie ist, habe sich zuletzt bei den großen Finanzkrisen gezeigt. Die Kunden seien vor Verlusten verschont geblieben. „Die Lebensversicherer bieten eine demografiefeste, generationengerechte, ertragreiche und dabei besonders sichere Lösung“, betont Maximilian Zimmerer. Den Vorwurf, die Policen seien nicht flexibel genug, lässt er nicht gelten. Die Beiträge könnten reduziert oder gesteigert werden, darüber hinaus bestünden Optionen zur Beitragsfreistellung, der Stundung und gegebenenfalls auch zum Policendarlehen. Oft unterschätzt werde zudem die professionelle Vermögensverwaltung selbst bei kleinen Beträgen. „Das Konzept der Lebensversicherung belohnt das Durchhalten“, so Zimmerer. Unter dem Strich ist er davon überzeugt, dass die Lebensversicherung ein Wachstumsmarkt bleibt.

Posted by Andre on 04/06 at 09:29 AM
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Mittwoch, März 30, 2011

VarioRent-ReFlex der Gothaer als Produkt des Monats ausgezeichnet

Innovationen werden auch im Versicherungsbereich belohnt, und sei es nur mit einem Titel für die Galerie. Zu diesen Auszeichnungen gehört unter anderem das „Produkt des Monats“, das regelmäßig vom Versicherungsmagazin gekürt wird. Im April schaffte es die Gothaer Leben, die Tester mit ihrer „neuen Generation der Altersvorsorge“ VarioRent-ReFlex zu überzeugen. Hierbei handelt es sich um jene Police, für die aktuell mit einem kleinen rosa Sparschwein und einem wilden Bullen geworben wird, von denen sich der Kunde gemütlich in den Ruhestand ziehen lässt.

In der Laudatio auf das Vorsorgeprodukt, das eine Liaison aus konventioneller Rentenversicherung und Fondsanlage repräsentiert, wird vor allem die Beitragsgarantie in Verbindung mit der automatischen jährlichen Renditesicherung gelobt. Heißt: Die Gothaer garantiert den Sparern nicht nur die eingezahlten Beiträge in gewünschter Höhe, sondern führt zudem eine jährliche Sicherung der Rendite durch. „Damit trägt die Gothaer Lebensversicherung den aktuellen Wünschen der Kunden Rechnung. Nach der Finanzmarktkrise ist Sicherheit sehr gefragt. Auf eine gute Rendite möchte allerdings niemand verzichten“, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung.

Besonders hervorgehoben wird, sowohl von der Assekuranz als auch vom Versicherungsmagazin der Aspekt der Renditesicherung. Sie sei bei vielen Produkten für die private Altersvorsorge zwar als Option erhältlich, werde aber nur in den seltensten Fällen gezogen, weil sich Kunde und Vermittler überfordert fühlten. Dieses Problem hat die Gothaer aus der Welt geschafft. „Die automatische Renditesicherung wurde als Kernelement konzipiert. Der Kunde muss sich um nichts kümmern“, betont die Leiterin im Bereich Produktmanagement, Maike Gruhn. Sie sieht die Auszeichnung als großen Ansporn, auch weiterhin den Bedürfnissen der Kunden gerecht zu werden.

Posted by Andre on 03/30 at 09:30 AM
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Freitag, März 18, 2011

Rürup-Rente: kompliziertes Regelwerk

Versicherungsbedingungen gleichen in der Regel Büchern mit sieben Siegeln. Dass Kunden das komplette Regelwerk von A bis Z studieren, ist also eher die Ausnahme. Daher dürfte vielen, die eine Rürup-Rente abgeschlossen haben, auch gar nicht aufgefallen sein, dass die Bedingungen ihres Vertrages nicht den gesetzlichen Vorgaben für die Basisrente entsprechen. Seitdem die Policen zertifiziert werden, damit der steuerliche Vorteil geltend gemacht werden darf, mussten gleich mehrere Assekuranzen ihre Spielregeln überarbeiten, so die Zeitschrift Finanztest.

Seit 2010 dürfen nur noch Verträge angeboten werden, die bis Mitte vorigen Jahres von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFIN) oder später vom Bundeszentralamt für Steuern als konform zu den Rürup-Vorschriften eingestuft wurden und das begehrte Zertifikat erhielten. Stellte sich allerdings heraus, dass die Bedingungen für die staatliche Förderung – über Steuervorteile – missachtet wurden, blieb den Anbietern nichts anderes übrig, als nachzubessern. Ein typischer Fehler: Es wurde eine Einmalleistung in Aussicht gestellt, die bei der Rürup-Rente überhaupt nicht vorgesehen ist.

Die Unternehmen, die ihre Bedingungen neu formulierten, müssen ihre Kunden über die Änderungen informieren. Das heißt jedoch nicht, dass die Versicherten über die Details in Kenntnis gesetzt werden. Lediglich die Bedingungstitel werden gegenübergestellt. Was sich dahinter verbirgt, erfahren Rürup-Sparer nur, wenn sie die alten und die neuen Bedingungen lesen und die Unterschiede selbst herausarbeiten. Per Unterschrift bestätigt werden müssen die neuen Versicherungsbedingungen seitens der Kunden bis zum 30. Juni 2011. Bislang wurden 261 Angebote zertifiziert, heißt es bei Finanztest – einige erst dank der Nachbesserungen, so wie bei der Europa Versicherung, bei der gleich sechs Bedingungen nicht passten.

Posted by Andre on 03/18 at 09:50 AM
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