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Rentenversicherung
Freitag, März 12, 2010
Der demographische Wandel wirkt sich auf die Garantieleistungen von Rentenpolicen aus
Die Lebenserwartung steigt. Das ist schön, hat versicherungstechnisch aber einen kleinen Haken: Die Beiträge, die über die Jahre in eine klassische Rentenversicherung eingezahlt und angelegt werden, müssen immer weiter „gestreckt“ werden, damit sie bis zum Lebensende reichen. Daraus resultiert auf Dauer eine niedrigere Garantieleistung. Auf diesen Zusammenhang macht die Zeitschrift Finanztest aufmerksam.
Die Experten haben für eine 37-jährige Frau, die 30 Jahre lang jeden Monat 100 Euro in eine private Rentenversicherung einzahlt, eine garantierte Rente zwischen 164 und 189 Euro ausgerechnet. Damit lassen sich keine große Sprünge machen. Wenn man bedenkt, über welchen Zeitraum das Kapital angespart und welcher Betrag insgesamt aufgebracht wurde, zeigt sich das Dilemma: Viele Rentenpolicen für die private Altersvorsorge rechnen sich erst, wenn der Kunde entsprechend alt wird. Finanztest spricht von mindestens 85 Jahren.
Gut zu wissen, dass die meisten Kunden, die eine klassische Rentenversicherung abgeschlossen haben, auch vergleichsweise alt werden. Das ändert allerdings nichts daran, dass für Verträge, die früh abgeschlossen werden, häufig schon während der Ausbildung oder in den ersten Berufsjahren, ein langes Stehvermögen nötig ist. Das Geld ist in der Police gebunden. Eine vorzeitige Kündigung würde hohe Verluste nach sich ziehen. Auch ein späterer Neuvertrag ist mit Nachteilen behaftet, eben weil die garantierte Leistung sinkt und zudem weniger eingezahlt würde.
Berechnet wird die Garantierente anhand der sogenannten Sterbetafel. Sie besagt zum Beispiel seit jeher, dass Frauen länger leben als Männer. Im Umkehrschluss bedeutet das: Frauen erhalten auch weniger Geld aus einer Rentenversicherung. Ein wenig aufgestockt wird der Betrag, den die Unternehmen ihren Kunden bieten, durch die Überschussbeteiligung. Wie hoch sie ausfällt, lässt sich nicht vorhersagen. Wirtschaftet die Versicherung gut, hat also niedrige Kosten und kann mit den Geldern eine hohe Rendite erzielen, dürfen sich auch die Kunden freuen.
Posted by Andre on 03/12 at 11:16 AM
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Donnerstag, Februar 18, 2010
Der Bankenverband zum Risiko Altersarmut
„Risiko Altersarmut“ nennt sich die Broschüre, die der Bundesverband deutscher Banken am Mittwoch präsentierte. Sie enthält die Ergebnisse der gleichnamige Studie und hat einen unmissverständlichen Tenor: „Wenn wir nicht gegensteuern, könnte Altersarmut in Deutschland in den kommenden Jahrzehnten zu einem gravierenden Problem werden“, so Geschäftsführer Bernd Brabänder. Beste Chancen, die Gefahr zu umschiffen, sieht er in einem höheren Niveau bei Bildung und Ausbildung, Wirtschaftswachstum und letztlich auch einem besseren Altersvorsorgesystem. Die zwei Säulen gesetzliche und Riester-Rente reichten zukünftig nicht mehr aus, um im Alter über die Runden zu kommen.
Aus Sicht des Bundesverbandes deutscher Banken könnte die betriebliche Altersvorsorge mit eingebauter Dynamik der Schlüssel sein, um Altersarmut zu vermeiden. Der Abschluss eines neuen Arbeitsvertrages müsse direkt an die Vorsorge gekoppelt sein. Damit es arbeitsrechtlich keine Probleme gebe, schlägt der Bankenverband eine Widerspruchslösung vor. Das heißt, wer möchte, könnte sich aktiv gegen diese Vorsorgelösung entscheiden. Die Erfahrung habe jedoch gezeigt, dass viele die Vereinbarung annehmen, wenn sie vor die Wahl Zusatzabsicherung ja oder nein gestellt würden. Anderenfalls werde die Entscheidung für eine kapitalgedeckte Vorsorge meistens aufgeschoben.
Wie genau das System aussehen soll, darüber schweigt sich der Bankenverband aus. Da es bereits ähnliche Zusatz-Rentenmodelle gebe, wolle man als Verband, in dem Geldhäuser miteinander konkurrieren, keine Empfehlung aussprechen. Eindeutig ist hingegen die Aussage gegen eine aus Steuermitteln finanzierte Mindestrente. Auch eine Umverteilung bei der Rente, etwa durch Extra-Boni bei den Rentenanwartschaften, um die Zeiten von Langzeitarbeitslosigkeit höher werten zu können, lehnt der Verband ab. „Eine Mindestrente enthält nur solange einen Arbeitsanreiz, bis die Mindest-Anwartschaft erreicht ist“, so Brabänder. Positiv sieht der Verband die Riester-Rente, wenngleich nur 40 Prozent der Berechtigten sie auch nutzen.
Donnerstag, Februar 04, 2010
Lebensversicherungen und Rentenpolicen: Garantiezins bleibt stabil
Auch wenn die Finanz- und Wirtschaftskrise längst nicht ausgestanden ist und sich die Zinsen für Geldanlagen nach wie vor auf Talfahrt befinden: Der Garantiezins für Lebens- und Rentenversicherungen soll 2010 stabil bleiben und weiterhin 2,25 Prozent betragen. Diesen Vorschlag machte gestern der Deutsche Aktuarverein (DAV) dem Bundesfinanzministerium und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).
Regierung und BaFin sind zwar nicht daran gebunden, haben sich bislang aber meisten an den Wert gehalten, der einmal jährlich von den Versicherungsexperten vorgeschlagen wird. Der Garantiezins – oder auch Höchstrechnungszins – muss seitens der Versicherungsunternehmen mindestens erwirtschaftet und den Kunden gutgeschrieben werden. Zusammen mit einer möglichen Gewinnbeteiligung, die der Versicherer gewährt, steht unter dem Strich die sogenannte Überschussbeteiligung.
Posted by Andre on 02/04 at 10:54 AM
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Mittwoch, Februar 03, 2010
Riester-Fondssparpläne legen nur mäßig zu
Das Interesse an Riester-Fondssparplänen scheint spürbar nachzulassen. Laut Branchenverband BVI (Bundesverband Investment und Asset Management e.V.) wurden 2009 im Vergleich zum Vorjahr nur 10,2 Prozent mehr Neuabschlüsse verzeichnet. Ausgegangen war man von einem weitaus höheren Wert, weil vor Jahresfrist noch ein Plus von 24,1 Prozent zu Buche stand. Ob diese Entwicklung für die gesamte Branche gilt, lässt sich derzeit nicht mit letzter Sicherheit sagen. Die Statistiken anderer Anbieter stehen noch aus. Der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft (GDV) wird seine Daten im März präsentieren.
Trotz der eher mageren Entwicklung zeigt sich der BVI noch zufrieden. Die Fondsbranche legte nach Angaben des Bundesarbeitsministeriums prozentual erneut mehr zu als die reinen Versicherer. Innerhalb der ersten drei Quartale wurden 6,6 Prozent mehr Fondssparpläne für eine Riester-Rente abgeschlossen. Versicherungspolicen – also klassische Riester-Rentenversicherungen – erreichten lediglich ein Plus von 4,8 Prozent. Das ändert allerdings nichts daran, dass nach wie vor wesentlich mehr Riester-Sparer auf Versicherungsprodukte setzen. 9,6 Millionen Riester-Versicherungsverträgen stehen aktuell nur 2,5 Millionen Fondssparpläne zur staatlich geförderten Altersvorsorge gegenüber.
Dass die Abschlusszahlen eher mäßig sind, hat einen durchaus ernsten Hintergrund: Riestern kommt irgendwie aus der Mode. Immer weniger Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer entscheiden sich für eine der vielen Optionen, die es für die Riester-Rente inzwischen gibt. Wie drastisch die Nachfrage eingebrochen ist, belegen die bislang vorliegenden Zahlen. 2008 freuten sich die Anbieter noch über eine satte Zunahme von 12,9 Prozent. Im vergangenen Jahr legte die private Altersvorsorge nach Riester während der ersten drei Quartale hingegen nur um magere 6,1 Prozent zu. Das vierte Quartal wird diesen Rückgang nur bedingt wettgemacht haben.
Posted by Andre on 02/03 at 10:54 AM
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Freitag, Januar 15, 2010
Zu viele Riester-Sparer verschenken Zulagen
Trotz aller Hinweise, dass für die Riester-Zulagen ein Antrag nötig ist und inzwischen ein einziges Formular reicht, um dauerhaft an Bord zu sein, haben viele wieder Geld verschenkt. Um sich die Zuschüsse für das Jahr 2007 zu sichern, hätte der Antrag zum Jahreswechsel vorliegen müssen. Alleine bei der Union Investment haben es 18 Prozent der Kunden unterlassen, sich darum zu kümmern. Ausgehend von durchschnittlich 188 Euro je Vertrag (Stand 2006), die als Förderung für die private Altersvorsorge gezahlt worden wären, ergibt das bei der Fondsgesellschaft 48 Millionen Euro, die der Staat jetzt spart.
Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Union Investment, Hans Joachim Reinke, kann sich keinen Reim darauf machen. Für ihn es absolut unverständlich, weshalb Kunden sich nicht um die Zulagen bemühen. Den Dauerzulagen-Antrag auszufüllen sei nur mit einem geringen zeitlichen Aufwand verbunden. Diejenigen, die für 2007 nichts unternommen haben, verzichten immerhin auf die seinerzeit gültigen 114 Euro Grundzulage und 138 Euro je Kind. Hans Joachim Reinke zieht dazu einen Vergleich: „Einen Riester-Vertrag abzuschließen ohne die Zulagen zu beantragen ist wie Autofahren mit angezogener Handbremse: Man kommt nur langsam voran.“.
Abgesehen davon, dass ein Antrag für die Zuschüsse zur Altersvorsorge gestellt wird, sollten Riester-Sparer – wie an dieser Stelle bereits berichtet – auch die Höhe ihrer eigenen Beiträge regelmäßig kontrollieren. Vier Prozent des Vorjahresbruttoeinkommens müssen in den Riester-Vertrag investiert werden. Dann spendiert der Staat die Zulagen in voller Höhe. Da das Einkommen durch Kurzarbeit oder Gehaltsanpassungen von Jahr zu Jahr ein wenig schwankt, müssen auch die Sparraten entsprechend angepasst werden. Wie hoch das für die Beiträge maßgebliche Einkommen ist, steht auf der Meldebescheinigung zur Sozialversicherung.
Posted by Andre on 01/15 at 11:29 AM
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Dienstag, Januar 12, 2010
BaFin zertifiziert Rürup-Renten
Die Rürup-Rente wird als Steuersparmodell und private Altersvorsorge für Selbständige und Freiberufler beworben. Damit die Beiträge allerdings steuerlich geltend gemacht werden können, muss das Vertragswerk den strengen Blicken der Finanzbeamten standhalten. Da es in der Vergangenheit immer wieder Probleme damit gab, werden die Tarife für Rürup-Renten jetzt zertifiziert – von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).
Die Anregung dazu kam nicht etwa von den Behörden, sondern den Unternehmen, deren Kunden sich aufgrund der Rückfragen, Ablehnungen und Einsprüche verunsichert fühlten. Denn bislang war es Aufgabe der Finanzämter, die Unterlagen zu den Policen zu studieren und dann zu entscheiden, ob die gesetzlichen Vorgaben zur Basisrente eingehalten werden oder nicht. Gab es Zweifel, war es zumindest für den Moment Essig mit der Steuerersparnis. Frank Breiting, zuständiger Leiter Altersvorsorge der Fondsgesellschaft DWS, hatte – wie viele seiner Kollegen – keine Lust mehr auf das Hin und Her: „So kann es nicht weiter gehen, meinten wir als Anbieter. Es musste eine Lösung ähnlich wie bei Riester her“.
Die Branche machte Druck. Der Gesetzgeber reagierte. Jetzt ist es an der BaFin, die Tarife zu zertifizieren. Die DWS und die Moneymaxx Lebensversicherung haben das begehrte Papier bereits. Alle anderen Anbieter einer Basisrente müssen diesen Schritt bis Ende des Jahres erledigt haben. Voraussetzung für ein positives Signal der BaFin ist unter anderem, dass der Steuerpflichtige Leistungsempfänger, Beitragszahler und versicherte Person ist. Die Beiträge müssen zu 50 Prozent in die Finanzierung der Leibrente fließen, die frühestens ab dem 60. Lebensjahr gezahlt werden darf. Wenn eine Hinterbliebenenrente vereinbart wurde, dann nur zugunsten des Ehepartners bzw. der Ehepartnerin oder der Kinder, wenn sie Anspruch auf Kindergeld haben.
Die Versicherungsunternehmen, Fondsgesellschaften und Banken sind mit der Arbeit der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht und der Zertifizierung sehr zufrieden. Frank Breiting spricht sicherlich auch im Namen der Kollegen, wenn er sagt: „Mit dieser Zertifizierung erhalten Kunden und Vermittler die nötige Sicherheit, dass ihre Altersvorsorge wie gewünscht steuerlich anerkannt wird“.
Montag, Januar 04, 2010
Private Altersvorsorge wird häufig vertagt
Altersvorsorge gehört zu den Themen, die man nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte. Das rächt sich spätestens beim Renteneintritt. Experten, die der HanseMerkur Versicherungsgruppe Rede und Antwort standen, rechnen damit, dass nur rund 20 Prozent der 25- bis 36-Jährigen im Rentenalter in der Lage sein werden, ihren Lebensstandard auf dem aktuellen Niveau zu halten. Die übrigen 80 Prozent werden deutliche Abstriche in Kauf nehmen müssen, weil sie die private Altersvorsorge vernachlässigt haben.
Anhand einer von der HanseMerkur in Auftrag gegebenen Forsa-Umfrage zeigt sich das eigentliche Dilemma: Die Generation unter 36 Jahren nimmt sich viel vor und hat gute Vorsätze – dabei bleibt es dann aber auch. 48 Prozent glauben, nicht genug für das Alter vorzusorgen. Knapp 9,9 Prozent wollen aktiv dagegen angehen und sich 2010 um eine Rentenversicherung oder einen Riester-Vertrag bemühen. Sich noch im alten Jahr dem leidigen Thema zu widmen, hatten vier Prozent der Befragten vor. Interessant wäre jetzt zu sehen, wie viele sich tatsächlich informiert und ein Versicherung abgeschlossen haben.
Lobenswert ist die Einstellung, für die private Rente im Hier und Jetzt auf ein wenig „Luxus“ verzichten und sich beim Konsum einschränken zu wollen. Dazu sind immerhin 28 Prozent bereit. Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass Altersvorsorge angesichts der finanziell unsichereren Zeit immer weiter auf die lange Bank geschoben wird. Der Vorstand der HanseMerkur Versicherung, Eberhard Sautter, erklärt dazu: „Junge Menschen wissen, dass sie dringend etwas tun müssen. Aber die Wirtschaftskrise hat sie verunsichert – sie scheuen langfristige Verträge und vertagen das Thema erst einmal.“
Damit sind die 25- bis 36-Jährigen ganz klar Schlusslicht, geht es um die private Altersvorsorge. Sie sind am schlechtesten abgesichert. Lediglich 42 Prozent haben einen Vertrag für eine Riester-Rente. Rentenversicherungen sind mit einem Anteil von 52 Prozent auch nicht wesentlich populärer. Die derzeitigen Bemühungen reichen aus Expertensicht längst nicht aus, wenn man den Gürtel später nicht gleich um mehrere Löcher enger schnallen möchte.
Posted by Andre on 01/04 at 11:32 AM
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Montag, Dezember 07, 2009
Riester-Rente: Zulagen in Höhe von 480 Millionen Euro einfach „verschenkt“
Wir haben an dieser Stelle schon mehrmals darauf hingewiesen, dass die staatlichen Zulagen zur Riester-Rente nicht automatisch gebucht, sondern beantragt werden müssen. Dafür gibt es inzwischen einen Dauerzulagenantrag, damit man sich nicht jedes Jahr aufs Neue mit den Papieren herumschlagen muss. In seiner heutigen Ausgabe beschäftigt sich auch das ZDF-Wirtschaftsmagazin WISO mit dem Thema und nennt aktuelle Zahlen. Erschreckend ist, wie viele Riester-Sparer vergessen, einen Antrag zu stellen. Sie verschenken damit bares Geld, das später bei der Rente fehlt.
Zwei Jahre lang haben Verbraucher Zeit, sich um die Zulagen zu kümmern. Danach verfällt der Anspruch auf die staatliche Förderung für das entsprechende Jahr. In der Zeit von 2002 bis 2006 lag der Anteil der Policen und Sparverträge, für die keine Zulagen angefordert wurden, bei durchschnittlich 30 Prozent. Hochgerechnet ergibt das laut WISO eine Summe von 480 Millionen Euro, die im wahrsten Sinne des Wortes verschenkt wurden. Häufig passiert das aus reiner Unwissenheit, wie auch die Union Investment als einer der Anbieter von Riester-Produkten zugeben muss. Deren Leiter der Zukunftsvorsorge, Wolfram Erling, erklärte im Interview: „Es ist teilweise recht schwierig, die Kunden zu mobilisieren, weil sie nicht die ganzen Zusammenhänge erkennen“.
Die Forderung der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg, die Konstruktion aus Riester-Vertrag und Riester-Zulagenantrag aufzulösen, trifft beim zuständigen Ministerium auf taube Ohren. Niels Neuhauser von der Verbraucherzentrale sieht den Vorschlag als ideale Lösung an: „Der Gesetzgeber sollte aktiv werden, damit die Zulagen automatisch jedem Vertrag zugeschrieben werden, sodass der Verbraucher nicht von sich aus aktiv werden muss“. Das Ministerium setzt hingegen auf den Markt und seine Mechanismen. Schließlich handele es sich auch so um ein hervorragendes Angebot.
Für alle, die sich noch nicht um die Zulagen für das Jahr 2007 bemüht haben, wird es jetzt langsam Zeit. Bis Ende des Jahres muss der Antrag vorliegen. Von den 10,76 Millionen Riester-Verträgen, die bis zu diesem Zeitpunkt unterschrieben wurden, sind bislang nur 7,36 Millionen mit Fahrschein unterwegs. Knapp 3,4 Millionen Riester-Sparer müssen die Fördergelder laut Informationen der Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) noch „ins Trockene bringen“. Anderenfalls würde die Riester-Rente als private Altersvorsorge nur wenig Sinn machen.
Mittwoch, November 18, 2009
Finanztest geht mit klassischen Rentenversicherungen hart ins Gericht
Die private Altersvorsorge ausschließlich auf einer klassischen Rentenversicherung aufzubauen ist laut „Finanztest“ keine gute Idee. Die Zeitschrift hat für die Ausgabe 12/2009 jeweils 47 Tarife für Männer und Frauen verglichen. Das Ergebnis ist nicht wirklich überzeugend. Ein „sehr gut“ erhielten nur je zwei Tarife. Die Note „gut“ fiel je Modellfall auch nur acht Mal. Kritisiert wurden vor allem die hohen Kosten für eine private Rentenversicherung.
Lohnen würden sich die Policen in den meisten Fällen erst dann, wenn die Kunden 90 Jahre und älter würden. Anderenfalls lege man sogar drauf. „Doch keiner weiß, wie alt er wird“, so „Finanztest“. Diese Aussagen beziehen sich auf die Rentenleistungen, die von den Anbietern garantiert werden. Eine Berechnung, mit der diese Aussagen gestützt werden, liefert die Zeitschrift leider nicht. Von daher stehen sie ein wenig im luftleeren Raum – oder man greift selbst zum Taschenrechner.
Ausgegangen wurde von einer 37-jährigen Frau bzw. einem 37-jährigen Mann, die 30 Jahre lang 1.200 Euro jährlich in eine klassische Rentenversicherung investieren. Garantiert werden zwischen 179 und 206 Euro Rente für Männer und zwischen 164 und 189 Euro bei Frauen, die sich aufgrund der höheren Lebenserwartung mit deutlich weniger Leistung zufrieden geben müssen. Dieser Wert floss zu 40 Prozent in die Benotung ein. Ebenfalls 40 Prozent machten die Chancen auf eine Überschussbeteiligung aus, für die der Anlageerfolg der vergangenen drei Jahre zugrunde gelegt wurde. Transparenz und Flexibilität runden das Ergebnis ab.
Für die private Rentenversicherung spreche, dass man bei der Auszahlung frei entscheiden könne, ob das Geld auf einen Schlag oder als Rente gezahlt werden soll. Diese Flexibilität biete eine Riester- oder Rürup-Rente nur bedingt oder gar nicht. Problematisch sei hingegen die meist lange Laufzeit, bei der ein vorzeitiger Ausstieg oder eine Zahlpause den Versicherten teuer zu stehen komme. Kunden die sich für die klassische Rentenpolice entscheiden, sollten genau vergleichen, die Kosten anhand der Rückkaufwert-Tabelle berücksichtigen und sich finanziell nicht übernehmen. Mit „sehr gut“ von „Finanztest“ empfohlen werden aktuell die Asstel (Tarif RMA112APN) und die Debeka (A1 (01/08)).
Posted by Andre on 11/18 at 08:13 AM
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Montag, November 16, 2009
Rürup-Rente dämmert vor sich hin
Die Riester-Rente ist ein echtes Erfolgsmodell: Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hofft, noch in diesem Jahr 13 Millionen Verträge vermelden zu können. Die Rürup-Rente als staatlich geförderte Altersvorsorge für Selbständige dämmert hingegen vor sich hin. Bislang konnte noch nicht einmal die Millionen-Grenze überschritten werden. Wann es soweit sein wird, dazu äußert sich wohlweislich niemand. Denn sonderlich begehrt ist die Basisrente nicht. Aus Sicht der Verbraucher überwiegen die Nachteile. Daran kann auch die Option, Steuern zu sparen, nur wenig ändern.
Die Rürup-Rente gilt als äußerst starr. Flexibilität kann man ihr nur in einem Punkt zugutehalten: Dass einmal jährlich eine Sonderzahlung möglich ist, um das gesparte Kapital aufzustocken – abgestimmt auf die persönliche finanzielle Situation. Allerdings bietet die private Altersvorsorge nach Rürup weder eine Kapitalgarantie noch kann vor dem 60. Lebensjahr über das Geld verfügt werden. Für Finanzexpertin Stefanie Kühn steht deshalb fest: „Diese rigiden Vorgaben schrecken viele ab“. Wie richtig sie mit dieser Einschätzung liegt, beweisen die Vertriebszahlen der Versicherer seit der Einführung der Basisrente im Jahr 2005.
Geschaffen wurde sie, um auch Selbständigen die Möglichkeit zu geben, staatlich gefördert Vorsorge zu betreiben. Allerdings nicht mit Zuschüssen, sondern ausschließlich mit Steuervorteilen. Für dieses Jahr können 68 Prozent der Einzahlungen geltend gemacht und damit maximal 13.600 Euro als Sonderausgaben bei der Steuererklärung aufgeführt werden. Bis 2025 steigt dieser Betrag auf 20.000 Euro. Die Steuergeschenke haben jedoch einen Haken: Im Alter holt sich der Staat zumindest einen Teil davon zurück, weil die Renteneinnahmen versteuert werden müssen, aktuell zu 58 Prozent, ab 2040 dann komplett.
Arbeitnehmer, die sich für die Basisrente entscheiden, müssen ohnehin genau rechnen. Denn bei ihnen werden die Sonderausgaben für die private Rentenversicherung unter anderem um die Beiträge für die gesetzliche Rente gekürzt. Als problematisch gelten auch Rürup-Renten mit Extras wie einem Hinterbliebenenschutz. Die Idee, Partner oder Partnerin und Kinder damit abzusichern, ist löblich, aber sehr teuer. Laut Finanztest schrumpft die garantierte Rente erheblich. In einem Beispiel werden 25 Jahre lang jeweils 6.000 Euro gespart. Als Rente werden 748 Euro garantiert. Mit Schutz für Hinterbliebene wären es im gewählten Tarif 111 Euro weniger. Deshalb: Eine Basisrente will gut überlegt sein.
Posted by Andre on 11/16 at 08:38 AM
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Freitag, November 13, 2009
Riester-Rente weiter auf Erfolgskurs
„Trotz der anhaltenden Wirtschafts- und Finanzkrise ist die Zahl der Riester-Verträge weiter gestiegen. Auch im dritten Quartal haben wieder rund 250.000 Bürgerinnen und Bürger einen neuen Vertrag abgeschlossen“, erklärt das Bundesministerium für Arbeit und Soziales in seiner jüngsten Pressemitteilung.
Damit wurden innerhalb der ersten neun Monate dieses Jahres rund 750.000 Riester-Renten vereinbart und stieg die Zahl der Riester-Sparer auf insgesamt 12,9 Millionen. Das Ministerium hofft, die 13-Millionen-Marke noch in 2009 zu knacken. Sehr zufrieden zeigt man sich auch mit der Entwicklung der Eigenheimrente, dem Wohn-Riester. Seit ihrer Einführung wurde diese Form der Zusatzvorsorge bereits 119.000 Mal gewählt.
Die Verteilung der Riester-Varianten im dritten Quartal dürfte vor allem die Versicherungsbranche jubeln lassen. Etwa 123.000 Mal entschieden sich die Deutschen für eine Riester-Rentenversicherungen zur privaten Altersvorsorge. Fondssparpläne liegen mit 59.000 Neuverträgen deutlich abgeschlagen dahinter. Klarer Gewinner in punkto Zuwachs sind die Wohn-Riester-Verträge mit 53.000. Nur selten nachgefragt wurden klassische Banksparpläne.
Damit bestätigt sich der Jahrestrend: Hier kommen die Rentenversicherungen auf 60 Prozent, die Fondssparpläne auf 21 Prozent und die Eigenheimrente auf 13 Prozent – bezogen auf den Nettozugang in 2009. Ähnlich verhält es sich mit Blick auf die Gesamtzahl der Verträge: Versicherungen liegen mit 74,6 Prozent klar auf dem ersten Platz. Es folgen die fondsbasierten Riester-Renten mit 19,7 Prozent, Banksparpläne mit 4,7 Prozent und der Wohnriester mit 0,9 Prozent.
Posted by Andre on 11/13 at 12:45 PM
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Donnerstag, November 05, 2009
Variable-Annuities-Police von der Generali
Produkte, die nach dem Prinzip der Variable Annuities (VA - variable Annuitäten) funktionieren, sind auf dem deutschen Versicherungsmarkt bislang nur selten vertreten. Dabei handelt es sich um eine spezielle Form der fondsgebundenen Rentenversicherung. Sie unterscheidet sich von den herkömmlichen Fondspolicen allerdings dadurch, dass dem Kunden eine Rentenzahlung in bestimmter Höhe garantiert wird – unabhängig davon wie die Finanzmärkte „ticken“. Die Garantie liegt deutlich höher als bei einer klassischen Rentenversicherung, bei der 2,25 Prozent zu Buche stehen.
Die Axa-Versicherung war eines der ersten Unternehmen in der Bundesrepublik mit VA, nahm das teure und riskante Produkt aber wieder vom Markt. Nun steigt die deutsche Generali Versicherung mit der „Generali Rente Fonds safe“ ins Geschäft ein. Die Fondspolice soll ab Januar angeboten werden und hat auf Seiten des Unternehmens vor allem den Zweck, Kunden eine größere Auswahlmöglichkeit bieten zu können.
Laut Dietmar Meister, Vorstandssprecher der Generali, werde das Variable-Annuities-Produkt aber keine Sonderstellung einnehmen, sondern gleichberechtigt neben den übrigen Vorsorgeprodukten stehen. Für den Vertrieb zeichnet sich die Generali Irland verantwortlich, weil VA in der Bundesrepublik nicht zugelassen sind. Das Risiko für den Verbraucher wird vom Gesetzgeber als zu hoch eingestuft.
Damit die garantierte Rente gezahlt werden kann, nutzt die Generali sämtliche Instrumente der Börse. Die Kosten hierfür komplett auf den Kunden abzuwälzen wäre ein Fehler. Teure Produkte, das hat sich bei der Axa gezeigt, haben kaum Chancen. Dietmar Meister ist diesbezüglich recht zuversichtlich: „Wir haben natürlich die Entwicklung beobachtet und unser Produkt dementsprechend gestaltet“. Er glaubt fest daran, dass Fondsprodukte trotz der Krise im kommenden Jahr wieder nachgefragt werden. Das größte Problem sei derzeit die Unsicherheit der Kunden. Sie seien zurückhaltend, auch bei der Altersvorsorge. Für die Branche werde sich dieser Trend 2009 mit einem Beitragsminus von 15 bis 20 Prozent bemerkbar machen.
Posted by Andre on 11/05 at 09:43 AM
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Hallo, Rentner! Steuererklärung Ja oder Nein?
Neue Steuerregeln für Renteneinnahmen und die demnächst bevorstehende Kontrolle durch die Finanzverwaltung “bedroht” viele Rentner und macht diese unsicher. Gegen dieses ungute Gefühl bieten die Vereinigte Lohnsteuerhilfe VLH e.V., die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. (BAGSO), einer Lobby-Organisation für Senioren, Rentner und Pensionäre, und der Renten Service der Deutschen Post allen interessierten Rentnerinnen und Rentnern einen Steuer-Check im Internet an.
Wird bundesweit in über 2.800 Beratungsstellen der VLH nach wie vor viel gefragt zur neuen Rentenbesteuerung von Ruhegehaltsempfängern, so benötigen viele Rentner Informationen auch dazu,
* wann eine Einkommensteuererklärung verpflichtend wird,
* welche Steuer-Sparmöglichkeiten sich ergeben,
* was passiert, wenn keine Steuererklärung abgegeben worden ist oder was ist,
* wenn versehentlich nicht sämtliche Bezüge erklärt worden sind.
Wegen dieser Unsicherheiten, wegen der Ängste und wegen des großen Informationsbedarfs der Rentner hat der Lohnsteuerhilfeverein Vereinigte Lohnsteuerhilfe e.V. ein Internet-basierter Check-Up-Angebot ins Netz gestellt.
Schon seit langem bietet der Lohnsteuerhilfeverein Vereinigte Lohnsteuerhilfe e.V. die steuerliche Beratung und erstellt auf Antrag die Einkommensteuererklärung. Wie bei allen Lohnsteuerhilfevereinen geschieht dies im Rahmen einer Mitgliedschaft, wenn Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit oder aus Renten gegeben sind und die Nebenkosten aus Überschuss-Einkünften wie Vermietung oder Zinsen 13.000 Euro bei Alleinstehenden oder 26.000 Euro bei Zusammenveranlagung nicht übersteigen.
Die Mitglieds-Beiträge sind in diesem Sinne sozial gestaffelt und liegen zwischen 32 und 240 Euro. Bis zum 30. Juni 2010 entfällt die Aufnahmegebühr für Rentner.
Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V (BAG-SO) vertritt 101 Verbände mit ca. 13 Mio. älteren Menschen als deren Mitglieder.
Rentner ans Netz!
Der Steuer-Check ist auf den Internetseiten der BAGSO unter www.bagso.de/steuern.html, der des Renten Service unter www.rentenservice.de/steuern und der der Vereinigten Lohnsteuerhilfe e.V. unter www.vlh.de zu erreichen.
Die Vereinigte Lohnsteuerhilfe e.V. ist mit fast 500.000 Mitgliedern und rund 2.800 örtlichen Beratungsstellen bundesweit der größte Lohnsteuerhilfeverein. Der Verein betreut seine Mitglieder als Arbeitnehmer und Rentner bei deren Einkommen-Steuererklärung im Rahmen der gesetzlichen Beratungsbefugnis nach § 4 Nr. 11 StBerG.
Der Renten Service der Deutschen Post AG sorgt dafür, dass monatlich rund 25 Millionen Renten pünktlich an über 19 Millionen Rentenempfänger ausgezahlt werden. Außerdem erhalten die Rentenempfänger im Internet nützliche Informationen zu Themen rund um die Lebenswelt älterer Menschen und die Rente. Weitere Infos www.rentenservice.de .
Dienstag, November 03, 2009
Gericht erlaubt Ampelcheck Geldanlage
Der „Ampelcheck Geldanlage“ der Verbraucherzentrale Hamburg war nur kurz im Umlauf. Im Juni 2009 erschien das Heft. Seit dem 13. August durfte es nicht mehr vertrieben werden, weil die Debeka einen entsprechenden Beschluss erwirkt hatte. Nun befasste sich das Landgericht Berlin erneut mit dem Thema und hob das Verbot mit Urteil vom 10. September auf (Aktenzeichen 27 O 778/09).
Ziel der Broschüre ist es, Verbraucher über mögliche Risiken und die Rendite einer Vielzahl von Anlageformen und Produkten zu informieren und sie so durch den Dschungel aus Angeboten für Sparen und Altersvorsorge zu lotsen. Kapital-Lebens- und Rentenversicherungen hatten in diesem Zusammenhang als Optionen für die private Altersvorsorge die rote Karte erhalten – eine Bewertung, die vielen Versicherern bitter aufstieß und deshalb auch zur Klage geführt hatte.
Für 6,90 Euro im Versand oder 4,90 Euro für Selbstabholer steht der „Ampelcheck Geldanlage“ jetzt wieder zur Verfügung. Die Einstufung der einzelnen Produkte erfolgt nach dem simplen Prinzip „Rot“ gleich Gefahr, „Gelb“ gleich Risiko oder mit Nachteilen behaftet und „Grün“ für empfehlenswert. Bewertet hatte die Verbraucherzentrale vor allem die Sicherheit, die Rendite, die Transparenz und die Liquidität der Produkte. Ein weiterer Faktor war die Eignung für die private Altersvorsorge. In diesem Punkt gehen die Meinungen der Verbraucherschützer und der Versicherungsbranche offensichtlich so weit auseinander, dass gleich der Klageweg beschritten werden muss.
„Wir freuen uns über die Aufhebung des Verbotes. Jetzt kann wieder offen über die klare Kennzeichnung von Finanzprodukten diskutiert werden“, betont Günter Hörmann, Geschäftsführer der Verbraucherzentrale Hamburg, in einer Pressemitteilung vom 2. November. Den Assekuranzen gibt er mit auf den Weg, sich endlich die Kritik zu Herzen zu nehmen und mit Verbesserungen zu reagieren, „statt Kritikern einen Maulkorb zu verpassen“. Wie lange der Ratgeber jetzt an den Mann und die Frau gebracht werden darf, hängt davon ab, ob die Debeka Rechtsmittel einlegt. Ein glücklicher Schachzug wäre es sicherlich nicht.
Donnerstag, Oktober 22, 2009
Riester-Verträge auf Fondsbasis konnten nicht überzeugen
Fonds nehmen wieder an Fahrt auf – zumindest im Bereich der Riester-Rente. Inzwischen werden deutlich mehr staatlich geförderte Privatrenten auf Fondsbasis an den Mann und die Frau gebracht als klassische Rentenversicherungen. Die Stiftung Warentest hält das für einen Fehler. Denn von den 21 Policen und zwölf Fondssparplänen, die getestet wurden, konnte nicht ein einziges Produkt zu 100 Prozent überzeugen. Bei zwei Verträgen heißt es abschließend zwar „empfehlenswert“ - allerdings nur mit Abstrichen.
Dabei verteufelt die Zeitschrift „Finanztest“ Fonds im Rahmen der privaten Altersvorsorge nicht grundsätzlich. Als reiner Riester-Fondssparplan werden sie den fondsgebundenen Riester-Versicherungen sogar vorgezogen. Immerhin gelten sie als ideal, um an den Renditechancen der Aktienmärkte teilzuhaben. Entscheidendes Kriterium ist aber auch hier der Preis. Die Rentenpolicen sind der Redaktion durchweg zu teuer. Fondssparpläne, die sich an den Vorgaben für eine Riester-Rente orientieren, seien günstiger und darüber hinaus auch renditestärker. Verbraucher sollten beim Vertragsabschluss daher vor allem auf die Kosten achten.
Interessant sei Riestern mit Fonds in erster Linie für Kunden unter 40, die das nötige Durchhaltevermögen mitbringen. Kursstürze und -schwankungen ließen sich besser abfedern, je länger in den Vertrag eingezahlt werde – optimal also für die jüngere Generation. Verluste oder gar ein Minus sind dank der staatlich vorgeschriebenen Garantien, dass mindestens die eigenen Einzahlungen und die Zuschüsse erhalten bleiben müssen, nicht zu befürchten. Trotzdem lohnt sich ein Vergleich. Bei der Stiftung Warentest nicht gänzlich durchs Raster gefallen sind die DWS TopRente Dynamik und die UniProfiRente, die bei schlechter Marktlage in sichere Anlageformen investiert.
Posted by Andre on 10/22 at 10:02 AM
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