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Rentenversicherung

Freitag, März 18, 2011

Rürup-Rente: kompliziertes Regelwerk

Versicherungsbedingungen gleichen in der Regel Büchern mit sieben Siegeln. Dass Kunden das komplette Regelwerk von A bis Z studieren, ist also eher die Ausnahme. Daher dürfte vielen, die eine Rürup-Rente abgeschlossen haben, auch gar nicht aufgefallen sein, dass die Bedingungen ihres Vertrages nicht den gesetzlichen Vorgaben für die Basisrente entsprechen. Seitdem die Policen zertifiziert werden, damit der steuerliche Vorteil geltend gemacht werden darf, mussten gleich mehrere Assekuranzen ihre Spielregeln überarbeiten, so die Zeitschrift Finanztest.

Seit 2010 dürfen nur noch Verträge angeboten werden, die bis Mitte vorigen Jahres von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFIN) oder später vom Bundeszentralamt für Steuern als konform zu den Rürup-Vorschriften eingestuft wurden und das begehrte Zertifikat erhielten. Stellte sich allerdings heraus, dass die Bedingungen für die staatliche Förderung – über Steuervorteile – missachtet wurden, blieb den Anbietern nichts anderes übrig, als nachzubessern. Ein typischer Fehler: Es wurde eine Einmalleistung in Aussicht gestellt, die bei der Rürup-Rente überhaupt nicht vorgesehen ist.

Die Unternehmen, die ihre Bedingungen neu formulierten, müssen ihre Kunden über die Änderungen informieren. Das heißt jedoch nicht, dass die Versicherten über die Details in Kenntnis gesetzt werden. Lediglich die Bedingungstitel werden gegenübergestellt. Was sich dahinter verbirgt, erfahren Rürup-Sparer nur, wenn sie die alten und die neuen Bedingungen lesen und die Unterschiede selbst herausarbeiten. Per Unterschrift bestätigt werden müssen die neuen Versicherungsbedingungen seitens der Kunden bis zum 30. Juni 2011. Bislang wurden 261 Angebote zertifiziert, heißt es bei Finanztest – einige erst dank der Nachbesserungen, so wie bei der Europa Versicherung, bei der gleich sechs Bedingungen nicht passten.

Posted by Andre on 03/18 at 09:50 AM
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Freitag, März 04, 2011

Wunsch nach fortlaufender Vorsorgeberatung

Auf die Frage, wie hoch ihre Rente künftig sein wird, wissen die meisten Deutschen keine Antwort. 70 Prozent schüttelten bei einer Umfrage des Marktforschungsinstitutes GfK im Auftrag der Skandia Lebensversicherung AG nur den Kopf. 30 Prozent tippten wild drauflos mit Werten von 51 bis 100 Prozent des aktuellen Nettogehalts. Das gleiche Spiel bei der privaten Altersvorsorge: Wieviel Geld investiert werden sollte, können 57 Prozent gar nicht einschätzen. 23 Prozent denken, ein Betrag bis 150 Euro im Monat dürfte reichen. Die übrigen 20 Prozent der Befragten nennen eine Summe von über 150 Euro.

„Die Umfrage zeigt, wie groß der Beratungsbedarf der Menschen hinsichtlich ihrer Altersversorgung ist“, kommentiert Hermann Schrögenauer, Vorstand Vertrieb und Marketing der Skandia, die Ergebnisse, „denn wer nicht weiß, wie groß sein Rentenloch sein wird, kann auch seine private Vorsorge nicht angemessen planen.“ Dieses Fazit ist nicht neu. Es wird bei nahezu jeder Umfrage formuliert, die sich mit den Themen Rente und Vorsorge befasst. Geändert hat sich in den vergangenen Jahren aber nur wenig. Den Wunsch, sich regelmäßig und fortlaufend zu den Finanzen beraten zu lassen, äußerten aktuell zwar bei 26 Prozent der Bundesbürger. Ob sie das Vorhaben in die Tat umsetzen, steht hingegen in den Sternen.

Die Bereitschaft der Assekuranzen, ihren Kunden beratend zur Seite zu stehen, ist jedenfalls vorhanden. Sie genießen bei den Deutschen großes Vertrauen, insbesondere bei der privaten Altersvorsorge. 27 Prozent würden sich an ihre Versicherung oder den Berater wenden, 21 Prozent an Bekannte und Verwandte, 19 Prozent an Banken und zwölf Prozent an Verbraucherschützer. „Diese Bestätigung ihrer Kompetenz bedeutet für die Versicherer aber auch die Verpflichtung, ihren Kunden zur privaten Vorsorge leistungsfähige Produkte mit den hohen Renditechancen anzubieten“, weiß Hermann Schrögenauer. Derzeit zahlen die Bundesbürger ihr Geld noch lieber aufs Sparbuch ein: 44,47 Euro pro Monat. In Lebens- und Rentenversicherungen fließen nur 43,75 Euro.

Posted by Andre on 03/04 at 12:25 PM
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Montag, Februar 21, 2011

Altersvorsorge nach Plan

Die private Altersvorsorge richtig zu planen ist eine Aufgabe, die nicht eben nebenbei oder mal kurz am Wochenende erledigt ist. Es handelt sich vielmehr um einen Prozess, der in den unterschiedlichen Lebensphasen jeweils völlig neuen Voraussetzungen unterliegt. Studierenden und Auszubildenden steht in der Regel deutlich weniger Geld zur Verfügung, das auf die hohe Kante gelegt werden kann, als einem Angestellten mittleren Alters. Dennoch gleichen sich die Fragen, die es zu beantworten gilt: Wie viel und in welche Produkte investiere ich für den Ruhestand?

Niels Neuhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg rät, sich erst einen soliden Versicherungsschutz zu schaffen – inklusive der privaten Haftpflichtversicherung –, mögliche Schulden zu tilgen und dann die Geldanlage in Angriff zu nehmen. Wie sie sich konkret gestalte, hänge einzig von der aktuellen und individuellen Situation ab. Grundsätzlich gelte aber, die Risiken zu minimieren und das Kapitel zu streuen, statt alles auf ein Pferd zu setzen. Diese Faustregel geben auch die Mitarbeiter der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen Hilfesuchenden mit auf den Weg.

Sich nur auf ein Produkt zu konzentrieren, mache zu sehr von dessen Entwicklung abhängig und könne, wenn es sich zum Beispiel um Investmentfonds handelt, auch im Totalverlust enden. Wer hingegen nur auf sichere Anlagen für die private Altersvorsorge setze und sein Geld auf dem Sparbuch versauern lasse, gehe mit einer extrem niedrigen Rendite in den Ruhestand. Die Mischung macht´s, von Bankprodukten über Wertpapiere bis hin zu Sachanlagen. Die genaue Streuung richte sich nach der Risikobereitschaft.

Für einen sicheren Hafen sorgen dabei Produkte wie die Riester-Rente, klassische Rentenversicherung und Kapitallebensversicherungen, wobei die Riester-Rente von den Verbraucherschützern und der Zeitschrift Finanztest bevorzugt wird. Gerade das staatlich geförderte Modell eigne sich hervorragend für alle, die mit 30 bis 50 Jahren noch keine private Altersvorsorge betreiben. In dem Fall sei die Zeit, ein Vermögen aufzubauen, relativ knapp bemessen. Für die Riester-Rente sprechen dabei die Kapitalgarantie und die Mindestrente. Die Frage, wie viel generell für das Alter gespart werden soll, lässt sich nicht pauschal beantworten – nur so viel: Je eher man beginnt, desto einfacher ist es, die gesteckten Ziele zu erreichen.

Posted by Andre on 02/21 at 10:00 AM
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Mittwoch, Januar 05, 2011

Die staatliche Förderung der Rürup-Rente wird 2011 noch attraktiver

Die Rürup-Rente, eigentlich Basis-Rente, wird von Jahr zu Jahr interessanter. Das liegt am Konstrukt: Die Police dient einerseits der privaten Altersvorsorge. Auf der anderen Seite hilft der Vertrag, Steuern zu sparen. Denn die Förderung der Rürup-Rente erfolgt anders als bei der Riester-Variante nicht mit Zuschüssen, sondern ausschließlich über steuerliche Vorteile. Durften im vergangenen Jahr 70 Prozent der eingezahlten Beiträge bei der Steuererklärung geltend gemacht werden, sind es 2011 schon 72 Prozent. Die vollen 100 Prozent werden ab dem Jahr 2025 erreicht. Bis dahin steigt der steuerlich absetzbare Anteil jährlich um zwei Prozentpunkte. Als die Basisrente 2005 an den Start ging, durften Versicherte gerade einmal 60 Prozent ihrer Sparleistung in Abzug bringen.

Überzeugt hat dieses Modell der privaten Altersvorsorge bislang noch nicht so recht, obwohl es durchaus Vorzüge hat. Das gilt nicht nur für Selbstständige und Freiberufler, für die Bert Rürup sein Konzept ursprünglich erarbeitet hat, sondern auch für Beamte, Angestellte und Arbeiter. Sie können mit der Basisrente zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, müssen allerdings ein paar Einschränkungen in Kauf nehmen. Der Liste der Vorteile stehen sehr strikte Vorgaben gegenüber. So kann der Vertrag weder übertragen, beliehen, verpfändet oder verschenkt noch kapitalisiert werden. Erlaubt ist nur eine Leibrente, die frühestens ab dem 60. Lebensjahr gezahlt wird. Eine Einmalauszahlung in Höhe von 30 Prozent, wie sie bei der Riester-Rente möglich ist, sieht der Gesetzgeber nicht vor.

Dafür steht es den Sparern weitgehend frei, wie hoch der monatliche Beitrag für die Rürup-Rente sein soll. Diese regelmäßigen Zahlungen können dann einmal jährlich nach Belieben aufgestockt werden. Ganz so, wie es das Portemonnaie erlaubt. Steuerlich geltend gemacht werden dürfen maximal 20.000 Euro bzw. 40.000 Euro bei Ehepaaren – aktuell sind es 14.400 Euro bzw. 28.800 Euro. Allerdings, und das darf bei der privaten Altersvorsorge nach Rürup nicht vergessen werden: Die spätere Rentenleistung ist steuerpflichtig. Auch hierbei gilt eine Tabelle, die den Anteil, der versteuert werden muss, vorgibt. 2005 waren es 50 Prozent. Bis 2020 steigt der steuerpflichtige Prozentsatz jährlich um zwei Prozent, danach bis 2040 jedes Jahr um ein Prozent.

Posted by Andre on 01/05 at 12:29 PM
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Montag, Januar 03, 2011

Finanzministerium dampft Garantiezins ein

Dass die Luft für Lebensversicherer dünner wird, hat sich in den vergangenen Wochen und Monaten bereits abgezeichnet. Bestätigt wurde diese Entwicklung durch die Zahlen zur laufenden Verzinsung. Besonders gespannt war die Branche in dem Zusammenhang auf die Daten der Allianz. Der Branchenprimus kürzte die Verzinsung von 4,30 auf nunmehr 4,10 Prozent und bewegt sich damit nach wie vor im guten Durchschnitt. Der liegt laut Branchendienst „,map-Report“ bei 4,07 Prozent – damit 0,15 Prozentpunkte unter dem Wert des Vorjahres (4,22 Prozent).

Doch es kommt noch schlimmer: Bedingt durch die Finanz- und Wirtschaftskrise lässt sich der Garantiezins nicht mehr allzu lange auf dem aktuellen Niveau halten. 2,25 Prozent stehen derzeit zu Buche. Diesen Zins müssen die Versicherer bei kapitalbildenden Lebens- und Rentenversicherungen mindestens einräumen. Gut haben es Kunden, die bereits vor einigen Jahren ihre Unterschrift auf den Lebensversicherungsvertrag gesetzt haben. Seinerzeit lag der garantierte Zins noch bei 4,00 Prozent. Er gilt für die gesamte Laufzeit. Eine solche Rendite wird es die kommenden Jahre sicherlich nicht mehr geben. Denn es geht bergab.

Das Finanzministerium arbeitet an einem neuen Garantiezins für Lebensversicherungen. Statt 2,25 sollen es demnächst (vermutlich noch in diesem Jahr) nur noch 1,75 Prozent sein. Der Abwärtstrend wird mit der Lage an den Finanzmärkten begründet. Staatsanleihen und Festgeld bringen kaum noch Gewinne. Dadurch wird es für die Versicherungsunternehmen zunehmend schwerer, das Kapital der Kunden ordentlich zu verzinsen und zumindest die versprochene Leistung zu erbringen. Schrumpft die gesetzlich vorgegebene Mindestverzinsung, kommt das einer Prise Extra-Sauerstoff für die Assekuranzen gleich, um wieder Luft holen zu können.

Posted by Andre on 01/03 at 09:53 AM
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Sonntag, Dezember 12, 2010

Und der Riester-Vertrag lohnt sich doch…

Lieber „riestern“ statt „hartzen“, meinte jüngst ein 20-jähriger Auszubildender zum Industriekaufmann. Da fiel ihm wohl ein, was ihm der Versicherungsmakler mehrfach schon gedeutet hatte: Riestern heißt ein finanzielles Polster fürs Alter anlegen. Und weil auch der Staat dies fördert, wird „riestern“ zur lohnende Altersvorsorge. Bei der Fülle an Riester-Angeboten fällt es jedoch schwer, die richtige Variante zu wählen.

Riester-Varianten sind getestet

Was nun wurde bereits „getestet“ und welche wesentlichen Ergebnisse kamen dabei raus? Bei den fünf Riester-Angeboten - die Riester-Banksparpläne, die Riester-Fonds-Sparpläne, die klassische Riester-Rentenversicherungen als Fondsprodukt, die Riester-Bausparverträge und das Riester-Darlehen - bleiben bei einigen Bürgern dann aber doch Zweifel wegen der noch immer nachwirkenden und wohl auch weiterhin latenten Banken- und Finanzmarktkrisen.

Riester-Renten-Versicherungen werden unterschieden in die klassische Variante mit einer garantierten Verzinsung des Spar-Anteils. Hier fließen die laufenden Beiträge des Sparers vor allem in die Anlage festverzinslicher Wertpapiere, was die Zusage einer Mindestrente auf Basis des Garantiezinses schon von Anfang an ermöglicht. Bei der Riester-Fondspolice, auch fondsgebundene Riester-Rentenversicherung, muss der Anbieter den Erhalt der Einzahlung einschließlich der Zulagen zu Rentenbeginn garantieren.
Weitere Renditen hängen vom Kapitalmarkt ab und und von den Verwaltungskosten der jeweiligen Anbieter. So fließen Kundengeld meist in Investmentfonds, die aber als Fondspolicen oft zu teuer sind, ihre Auswahl ist meist nur mäßig. Zu empfehlen ist deshalb, sich entweder eher auf einen Riester-Fondssparplan oder auf empfohlene Fonds-Policen zu verlassen.

Riester auch für die Immobilie

Weil die Riester-Rente als private Altersvorsorge eingeführt wurde, dient sie eben diesem Ziel und erhöht die Ruhestands-Bezüge. Beim „Wohn-Riestern“ können die eingezahlten Beiträge auch für die Finanzierung einer selbstgenutzten Immobilie verwendet werden. Dies geschieht durch Sparer, die einen Riester-Bausparvertrag abschließen, um später erst eine Immobilie kaufen wollen und jenen, die sofort mit einem Riester-Darlehen finanzieren. Es ist also auch möglich, mit Wohn-Riester eine Immobilie zu finanzieren, ohne zuvor erst den Riester-Vertrag anzusparen. Die staatlichen Zulagen können ebenfalls direkt in die Tilgung eines Riester-Darlehens fließen, was die Finanzierung maßgeblich vergünstigen kann.

Der Eigenanteil für eine komplette Riester-Förderung beträgt vier Prozent des Bruttoeinkommens im Vorjahr minus der staatlichen Zulagen aber höchstens 2.100 Euro pro Jahr. Wer wenig oder gar nichts verdient, wird auf auf mindestens 60 Euro im Jahr verpflichtet. Diese Förderung entspricht der anderer Riester-Verträge. Die Grundzulage beträgt 154 Euro. Für Kinder im „Kindergeld-Alter“ bekommt ein Elternteil bis zu 185 Euro Zulage für Kinder, die vor 2008 geboren worden sind und 300 Euro für Nachwuchs, der nach 2008 das Licht der Welt erblickt hat. Steuermindernd wirkt der Eigenanteil, der abgesetzt werden kann. Riestern kann jeder, der gesetzlich rentenversichert ist

Die Riester-Rente als kapitalgedeckte Altersvorsorge benötigt Zeit, weshalb früh mit dem Sparen anzufangen ist. Wer bis zu seinem 25. Lebensjahr abschließt, bekommt einmalig eine Extra-Zulage in Höhe von 200 Euro. Fürs „Riestern“ die private Rentenversicherung aufzulösen ist nicht sinnvoll, da dabei relativ hohe Verluste drohen. Sinnvoll wäre es dagegen, die private Rentenversicherung beitragsfrei zu stellen und die Riester-Rente zu beginnen.

Riester-Fonds-Sparen - oder doch anders?

Junge Leute bis 30 haben viel Zeit bis zum Ruhestand und können die Bewegungen auf dem Markt der Wertpapiere verkraften. Damit wird die Ertragschance höher als beim Festzinssparen. Aber man sollte darauf achten, dass man wirklich einen Riester-Fondssparplan abschließt oder eine sehr gute Riester-Fondspolice, weil es auch viele Fondspolicen gibt, zu denen nicht geraten werden kann. Es geht zwar kein Geld „futsch“, aber es lässt sich oft besser anlegen.

Ein Riester-Bausparvertrag ist für den sinnvoll, der wirklich ein Haus kaufen oder eine Wohnung finanzieren will. Dabei sollte dann aber die komplette Förderung pro Jahr genutzt werden. Wer seine Pläne ändert, sollte neu entscheiden.

Mit dem Ableben des Versicherten vor Auszahlung der Riesterrente oder kurz nach Auszahlungsbeginn der Riester-Rente ist das Geld nicht weg. Wegen der Todesfallvereinbarung kann angespartes Kapital dem Hinterbliebenen auf einen eigenen Riester-Vertrag übertragen werden. Gibt es nicht den Ehepartner sondern andere Personen als Erben, müssen diese die Förderung zurückzahlen, können aber das Kapital erben.
Grundsätzlich sind Riester-Verträge so ausgelegt, dass sie flexibel auf jede Lebenssituation eingestellt werden können. Höhere Einkommen wie niedrigere Einkommen führen zu unterschiedlichen Beitragszahlungen. Und auch das befristete Aussetzen für Beiträge ist gewährleistet.

Angespartes Riester-Kapital auf andere Verträge dieser Art zu übertragen, ist eher nicht zu empfehlen, weil erste Kosten nicht erstattet werden. Zudem sollte dabei beachtet werden, dass alles eingezahlte einschließlich Zulagen mindestens zu Rentenbeginn vorhanden sein muss.

Posted by wob. on 12/12 at 12:20 PM
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Donnerstag, Dezember 09, 2010

Allianz kürzt die laufende Verzinsung

Wenn die Allianz ihre Zahlen zur laufenden Verzinsung präsentiert, hört die Branche ganz genau hin. Deutschlands größter Versicherer ist zwar kein Gradmesser für andere Unternehmen. Dafür haben die Entscheidungen gerade in Bezug auf den Überschuss bei Lebens- und Rentenpolice fast schon wegweisenden Charakter. Erfreut dürften die Kunden in diesem Jahr nicht sein: Es geht erneut bergab. Der Konzern kürzt die laufende Verzinsung um 0,2 Prozentpunkte von aktuell 4,3 auf 4,1 Prozent und setzt damit die Talfahrt aus dem vergangenen Jahr fort. Auch 2009 wurde die Verzinsung um 20 Basispunkte gesenkt.

Das wirkt sich direkt auf die Rendite aus, die 2011 mit Lebens- und Rentenversicherungen erzielt werden kann. Betrug sie bislang 4,95 Prozent, müssen sich Sparer künftig mit 4,7 Prozent zufriedengeben. Dieser Wert basiert auf sämtlichen Bestandteilen, die in die Rendite einfließen. Die laufende Verzinsung an sich setzt sich aus dem Garantiezins (2,25 Prozent) und dem Überschuss zusammen. Während der garantierte Zins für alle Lebensversicherer gleich ist und in der Vergangenheit mächtig an Substanz verloren hat – einst waren es 4,00 Prozent –, müssen die Unternehmen bei der Überschussbeteiligung zeigen, wie gut sie haushalten und mit den Kundengeldern arbeiten können.

Am Wollen und Können liegt es momentan jedoch nicht, dass viele Unternehmen die Verzinsung nach unten korrigieren müssen. Die Rahmenbedingungen sind seit der Finanz- und Wirtschaftskrise nicht mehr so, dass Rekorde gebrochen werden könnten. Vielmehr muss man sich schon über kleinere Brötchen freuen. Die Allianz erklärte diesbezüglich wie schon andere Assekuranzen zuvor: „Mit der Anpassung der laufenden Verzinsung der Verträge tragen wir dem historischen Zinstief Rechnung.“ Vergleicht man die Zinsen für Renten- und Kapitallebensversicherungen mit anderen Anlageformen, bewegen sie sich auf einem durchaus passablen Niveau, auch wenn es merklich nachgelassen hat. 1998 bot die Allianz noch 7,5 Prozent.

Posted by Andre on 12/09 at 10:57 AM
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Mittwoch, November 17, 2010

Die Sofort-Rente gegen Einmalbeitrag

Das Einmalbeitragsgeschäft wird für die Versicherungsbranche zunehmend wichtiger. Bestes Beispiel dafür sind die aktuellen Ergebnisse der Generali Deutschland Gruppe. Die Neunmonats-Zahlen des Konzerns für die Sparte Leben weisen eine abgeschlossene Beitragssumme von insgesamt 7,95 Milliarden Euro auf. Die Verträge gegen Einmalbeitrag haben daran einen Anteil von 2,14 Milliarden Euro und ihr Volumen im Vergleich zum Vorjahr damit fast verdoppelt. Doch was hat es mit dem Einmalbeitrag und einer daraus resultierenden Sofort-Rente auf sich?

Normalerweise werden die Beiträge für Renten- und Lebensversicherungen monatlich, selten auch vierteljährlich oder jährlich gezahlt. Bei einer Police gegen Einmalbeitrag erfolgt dem Namen entsprechend eine Einmalzahlung über einen höheren Betrag. Häufig handelt es sich dabei um das Kapital aus einer abgelaufenen Lebensversicherung. Das Geld fließt dann sofort in eine lebenslange monatliche Rente, deren Höhe vom Einzahlungsbetrag, dem Alter und dem Geschlecht des Versicherten abhängig ist.

Interessant ist eine solche Sofort-Rente, wenn damit die Renten-Lücke weiter geschlossen werden kann und ein zusätzliches Einkommen erzielt werden soll. Darüber hinaus übernimmt die Versicherung die Aufgabe, das vorhandene Kapital anzulegen. Der Nachteil: Damit sich das Geschäft lohnt, müssen Versicherte entsprechend alt werden. Berechnungen der Stiftung Warentest zufolge ist bei Männern, die den Vertrag mit 65 Jahren abschließen, erst nach 20 Jahren ein Plus möglich Bei Frauen dauert es 22 Jahre. Frauen müssen aufgrund der höheren Lebenserwartung auch mit einer niedrigeren Rente rechnen.

Der aktuelle Vergleich der Stiftung Warentest zeigt, dass Männer – bei Vertragsabschluss mit 65 – für eine Einmalzahlung in Höhe von 60.000 Euro zwischen 230 und 248 Euro Rente bekommen, Frauen zwischen 215 und 232 Euro. Die Werte spiegeln die garantierte Anfangsrente wider. Die Rendite ergibt sich bei solchen Policen wie bei allen Lebens- und Rentenversicherungen aus den Überschüssen, die jedoch nicht garantiert werden.

Posted by Andre on 11/17 at 01:54 PM
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Mittwoch, Oktober 27, 2010

Vorsorge ist eher konservativ geprägt

Passend zum Weltspartag am 29. Oktober präsentierte der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) jetzt das aktuelle „Vermögensbarometer“. Die Ergebnisse der repräsentativen Umfrage, an der rund 2.000 Bundesbürger ab 14 Jahren teilgenommen haben, bestätigen weitgehend die Daten, die schon bei vorherigen Studien ermittelt wurden: Die Deutschen setzen vor allem auf Sicherheit und damit konservative Produkte. Ganz weit vorne liegt dabei die klassische Rentenversicherung. Doch auch die Riester-Rente ist beliebt, was fast 14 Millionen Verträge eindrucksvoll unterstreichen.

Laut DSGV haben bislang 45 Prozent der Verbraucher, die einen Riester-Vertrag abschließen dürfen und damit Anspruch auf die staatlichen Zulagen haben, von dieser Option Gebrauch gemacht. Bezogen auf die Gesamtzahl der Sparer und Anleger sind es 34 Prozent. Die Mehrheit der Deutschen – etwa die Hälfte – geht davon aus, dass die eigenen Bemühungen für die private Altersvorsorge ausreichen. 25 Prozent wollen noch etwas mehr investieren. Dabei kommen seit 2006 vermehrt auch wieder Wertpapiere zum Einsatz.

Generell zieht es die Bundesbürger aber mehr in Richtung sichere und bewährte Produkte. Rentenversicherungen und Sparbuch liegen in dieser Hinsicht mit 61 Prozent gleichauf. Sehr gefragt sind auch Bausparverträge und die selbst genutzte Immobilie mit 56 bzw. 52. Prozent. Auf vermietete Immobilien setzen 18 Prozent. Fast aus dem Rennen sind hingegen Immobilienfonds. Sie kommen nur noch auf neun Prozent. Demgegenüber sind Investmentfonds (28 Prozent) und Aktien (23) deutlich beliebter. Insgesamt sind 53 Prozent der Deutschen mit ihrer finanziellen Situation „sehr zufrieden“ oder zumindest „zufrieden“. Völlig unzufrieden, was 2006 noch auf 18 Prozent der Bürger zutraf, sind aktuell lediglich zehn Prozent. Dass sie kein Geld auf die hohe Kante legen können, erklärten elf Prozent der Umfrageteilnehmer.

Posted by Andre on 10/27 at 09:08 AM
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Mittwoch, Oktober 06, 2010

Viele fahren bei der Vorsorge eingleisig

An Möglichkeiten, privat für das Alter vorzusorgen, mangelt es ganz gewiss nicht. Auch hier gilt: „Wer die Wahl hat, hat die Qual.“ Dabei entscheiden sich laut einer von der Standard Life Versicherung in Auftrag gegebenen Umfrage die meisten Bundesbürger für den Klassiker, die Kapitallebensversicherung. Viele belassen es dann bei dieser einen Police, statt die private Altersvorsorge auf mehrere Beine zu stellen. Grund hierfür ist in den meisten Fällen die finanzielle Situation, wie die vom Marktforschungsinstitut YouGovPsychonomics erhobenen Daten zeigen.

Dass die Kapitallebensversicherung das beliebteste Vorsorgeprodukt der Deutschen ist, sollte nicht verwundern. 90 Millionen Verträge sprechen für sich. In der Statistik kommt sie auf einen Anteil von 35 Prozent. Doch auch die private Rentenversicherung weiß zu überzeugen und findet sich in den Ordnern von 30 Prozent der Bundesbürger. Nicht ganz so gefragt, mit 22 Prozent aber durchaus gut im Rennen, ist die fondsgebundene Rentenversicherung. Auf den weiteren Plätzen folgen der Bausparvertrag mit 19 Prozent, Renten- und Aktienfonds (neun Prozent), Aktien (acht Prozent), festverzinsliche Wertpapiere und Immobilienfonds (jeweils vier Prozent).

Von der Option, mehrere Produkte zu kombinieren, um einen ausgewogenen Vorsorgemix zu erzielen, haben bislang nur knapp 50 Prozent der Befragten Gebrauch gemacht. Jeder Siebte plant diesen Schritt in Zukunft. Ansonsten mangelt es schlichtweg an Geld, um in mehrere Verträge einzuzahlen. Das trifft auf gut die Hälfte der Umfrageteilnehmer zu. 25 Prozent bleiben auf einer Spur, weil sie den anderen Vorsorgemodellen nicht trauen oder nicht ausreichend über die Produkte informiert sind. Zweigleisig fährt etwa jeder Dritte und jeder Siebte hat bereits drei oder mehr Policen abgeschlossen.

Wer mit mehr als einem Fahrschein unterwegs ist, nennt als wichtigsten Grund das Gefühl der Sicherheit. Hinzu kommt, dass man von den unterschiedlichen Chancen mehrerer Anlageformen profitieren möchte. Dass der Zufall die Streuung bestimmt und nur bei etwa 25 Prozent der Befragten vom Vermittler dazu geraten wurde, mehrere Standbeine zu wählen, ist wohl eher suboptimal. Passend dazu sind die Ergebnisse einer GfK-Umfrage für die Heidelberger Lebensversicherung. Demnach kommt es über der Hälfte der Deutschen auf Sicherheit an, ein Drittel setzt auf Sicherheit und Renditechancen, während der reine Renditegedanke ganz weit abgeschlagen ist.

Posted by Andre on 10/06 at 11:08 AM
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Freitag, Oktober 01, 2010

25 Prozent der Deutschen sorgen nicht vor

Die Ergebnisse von Umfragen zur privaten Altersvorsorge haben fast immer einen unangenehmen Beigeschmack. Die vom Institut für Management- und Wirtschaftsforschung (IMWF) erstellte Studie „Verbraucherschutz durch Vergütungsmodelle im Finanzvertrieb“ wartet jedenfalls mit Zahlen auf, die keinem so recht schmecken dürften, weder der Politik noch der Versicherungsbranche: 40 Prozent der Bürger in den neuen Bundesländern lassen das Thema Vorsorge links liegen. Doch auch im Westen der Republik sieht es nicht viel besser aus.

Die von Canada Life, Standard Life, Stuttgarter Versicherung, Volkswohl Bund und Zurich Versicherung in Auftrag gegebene Umfrage, an der über 2.000 Bundesbürger teilgenommen haben, beweist eindrucksvoll, dass noch viel getan werden muss. Seit Jahren wird mit Nachdruck und Zahlenbeispielen darauf hingewiesen, dass private Altersvorsorge inzwischen unumgänglich geworden ist, um den Lebensstandard auch im Rentenalter halten zu können. Doch angekommen ist die Botschaft längst noch nicht - sonst sähen die Zahlen anders aus. Angesichts des Ergebnisse der Umfrage lassen die Experten keinen Zweifel daran: Die Gefahr der Altersarmut ist in den neuen Bundesländern am größten.

Das ist für die Einwohner der alten Bundesländer kein Grund, sich beruhigt zurückzulegen. Auch hier liegt in puncto Vorsorgebereitschaft noch vieles im Argen. Interessant ist dabei, dass im Westen die betriebliche Altersvorsorge und die private Rentenversicherung bevorzugt werden. „Jeder Dritte Befragte hat einen entsprechenden Vertrag abgeschlossen“, erklärt das IMWF in einer Pressemitteilung. Im Osten liegt hingegen die staatlich geförderte Riester-Rente mit einem Anteil von 32 Prozent ganz vorne. Insgesamt gibt es bundesweit aber 25 Prozent, die gar nichts unternehmen. Helfen könnte eine professionelle Beratung. Als Ansprechpartner würden dazu vor allem Versicherungsvertreter, Bankberater und Vermittler, eher selten Honorarberater aufgesucht.

Die Ergebnisse der Umfrage, sortiert nach Bundesländern; in Klammern steht der prozentuale Anteil der Einwohner, die sich bislang noch nicht um die private Altersvorsorge oder generell eine finanzielle Vorsorge bemüht haben: Berlin (42 Prozent), Saarland (41), Sachsen-Anhalt (40), Sachsen (40), Thüringen (37), Brandenburg (35), Nordrhein-Westfalen (35), Hamburg (31), Schleswig-Holstein (31), Rheinland-Pfalz (28), Bayern (28), Niedersachsen (28), Mecklenburg-Vorpommern (26), Baden-Württemberg (26), Hessen (19) und Bremen (17).

Posted by Andre on 10/01 at 09:49 AM
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Freitag, September 24, 2010

Männer vernachlässigen die Altersvorsorge

Bislang wurde im Rahmen von Studien zur privaten Altersvorsorge fast immer das gleiche Resümee gezogen: Frauen kümmern sich zu wenig. Das Blatt scheint sich jetzt zu wenden. Immer mehr Frauen stufen die finanzielle Vorsorge fürs Alter als wichtig ein. Gleichzeitig stieg die Quote derer, die sich näher mit den Möglichkeiten der Altersvorsorge befassen. Das ergab eine aktuelle Umfrage der Fondsgesellschaft Union Investment. Unter dem Strich bleibt aber die Erkenntnis, dass nach wie vor eher sorglos in Richtung Zukunft geblickt wird.

Das trifft im Moment vor allem auf die Männer zu. Waren im ersten Quartal 2010 noch 72 Prozent bereit, sich mit der privaten Altersvorsorge zu befassen, sind es jetzt nur noch 67 Prozent. Bei den Frauen stieg der Wert von 70 auf 78 Prozent um immerhin acht Zähler. Ähnlich verhält es sich beim Abschluss einer Riester-Rente. Die Damenwelt legte um drei Prozent zu, von 45 auf 48 Prozent. Die Herren der Schöpfung lassen hingegen in ihrem Engagement nach. Laut Umfrage haben nur 39 Prozent einen Vertrag für eine private Rente nach Riester unterschrieben. Das entspricht einem Rückgang um drei Prozent im Vergleich zum Vorquartal.

Die Studie so auszulegen, dass Männer es nicht mehr nötig haben, sich Gedanken über die Altersvorsorge zu machen, weil sie bereits bestens vorgesorgt haben, haut also nicht hin. Dem Leiter Zukunftsvorsorge der Union Investment, Wolfram Erling, bereitet diese Entwicklung Sorgen: „Wie aktuelle Untersuchungen belegen, entscheiden in den meisten Haushalten immer noch Männer über die Finanzangelegenheiten und haben damit die Verantwortung für die ausreichende Versorgung der Familie im Ruhestand.“

Wie deutlich Einschätzung und Handlung im Bezug auf die private Altersvorsorge auseinandergehen, belegen derzeit vor allem die Umfrageergebnisse bei den Geringverdienern. 64 Prozent (vorher 67 Prozent) halten es für notwendig, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Taten lassen aber nur 47 Prozent folgen (44 Prozent). Das zeigt sich auch am niedrigen Anteil von nur 21 Prozent, die eine Riester-Rente abgeschlossen haben. Dabei wäre die staatlich geförderte Vorsorge gerade für Haushalte mit einem Nettoeinkommen von unter 1.300 Euro wichtig, betont Wolfram Erling. Zumindest zeigt sich die junge Generation aktiv. Hier riestern schon 51 Prozent. Angesichts von 38 Prozent im Vorquartal ein deutlicher Sprung nach oben.

Posted by Andre on 09/24 at 09:30 AM
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Dienstag, September 21, 2010

Vorsorge für die Kaufkraft im Alter

Trends, Tendenzen und Ausblicken haften immer die Zweifel der Schätzung, der Zukunft und der Spekulation an. Doch gibt es auch für die wirtschaftliche und materielle Zukunftsforschung Rentenexperten, die nun mal ausrechnen, dass sich in Zukunft die gesetzliche Versorgung aus der Altersrente und über ihre Träger von derzeit 67 Prozent des letzten Einkommens stetig nach unten entwickeln und auf 46 Prozent der dann zuvor erreichten Einkommen im Jahr 2020 sinken wird.

Unselbständig Tätige, also alle Arbeitnehmer, die ab etwa 2035 in den Ruhestand gehen, haben sich heute schon vorzustellen, von 10 Euro des letzten Einkommens in der Rente nur noch vier Euro zur Verfügung zu haben, denn die gesetzliche Rentenkasse wird wegen der demographischen Entwicklung nun mal nicht voller werden.

Personen im Rentenalter, ob Single oder verheiratet, müssen in Zukunft nicht nur die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung in stärkerem Umfang selbst zahlen, sondern auch auf einen immer höheren Ertragsanteil an der monatlichen Rente Steuern abführen. Was den Pensionären, den ehemaligen Beamten schon längst als Faktum gilt.

Kaufkraft auch nach Beruf und Arbeit

Um nun die Kaufkraft und ein “auskömmliches” Leben auch im Altersruhestand zu sichern, muss möglichst schon in frühen Jahren des Berufslebens jeder seine Möglichkeiten ausloten, neben den Abzügen für die Rente auch noch privat vorzusorgen.
Als Varianten gelten dabei die beiden Wege, sofern finanziell möglich, die kombiniert werden sollten:
* einmal die Anlagemöglichkeiten für die private Vorsorge, egal ob mit hoher Flexibilität oder langfristig, mit oder ohne staatliche Förderung, und zum zweiten
* die betriebliche Vorsorge, die vom Arbeitgeber mit gestaltet und organisiert wird und in der Regel auch in hohem Maße mit finanziert wird.
Die betriebliche Rente trägt dazu bei, dass Mitarbeiter und/oder dessen Angehörige für den akuten Versorgungsfall, also bei erlangtem Ruhestandsalter, bei Erwerbsminderung oder im Todesfall, besser abgesichert sind.  Hierbei fördert der Staat zusätzlich.

Um die die optimale Vorsorge als Strategie zu wählen, sind viele Faktoren des Individuums abzuklopfen: Alter, Familienstand und Höhe des Einkommens.

Da Entscheidungen nicht allein über Prospekte getroffen werden sollten, ist der gelernte Versicherungskaufmann und -Makler der Experte, an den es sich in Sachen vertrauensvolle Beratung zu wenden gilt.

Posted by wob. on 09/21 at 07:00 AM
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Montag, September 20, 2010

Flexibles Vorsorgekonto von CosmosDirekt

Flexibilität ist eines der Schlagworte, das auch bei Geldanlage und Vorsorge immer mehr in den Mittelpunkt rückt - und zwar aus gutem Grund: Gerade langfristig abgeschlossene Verträge wie Renten- und Lebensversicherungen werden häufig vor dem eigentlichen Vertragsende gekündigt. Schließlich kann niemand vorhersagen, was in zehn oder 20 Jahren sein wird. Manchmal reicht schon ein kurzer Zeitraum, um zu merken, dass die finanzielle Belastung durch die Police zu hoch ist. Das schreckt manche Kunden ab. Hinzu kommt die Diskussion um den Garantiezins. CosmosDirekt reagiert darauf mit einem neuen Produkt: dem flexiblen Vorsorgekonto.

Vom Prinzip her handelt es sich um eine Art Tagesgeldkonto mit zeitlich organisierter Zinstreppe. Im ersten Jahr wird das Guthaben mit 1,50 Prozent p.a. verzinst, danach mit 2,00 – 2,30 – 2,60 und 3,50 Prozent im Jahr. Ab dem sechsten Jahr gibt es einen Garantiezins von 1,75 Prozent, der um einen Überschuss (aktuell 2,25; damit insgesamt 4,00 Prozent) aufgestockt wird. Als Einmalzahlung verlangt der Direktversicherer 5.000 Euro, die später in 1.000-Euro-Schritten jederzeit aufgestockt werden können. Wer kurzfristig über das Kapital verfügt möchte, hat die Möglichkeit, zum nächsten Monatsersten eine Auszahlung zu beantragen. Klingt relativ simpel und einfach. Zudem bietet das Produkt ausreichend Flexibilität. Zusätzliche Kosten entstehen dadurch nicht. „Jeder eingezahlte Cent fließt direkt auf das Vorsorgekonto“, verspricht CosmosDirekt.

Der Vorteil liegt darin, nach einer Einmalzahlung frei entscheiden zu können, ob und wann der Kapitalgrundstock erhöht wird. Damit hat man Luft und ist nicht gebunden. Darüber hinaus besteht die Option, das Guthaben später als Rente auszahlen zu lassen. Der Name Vorsorgekonto kommt eben nicht von ungefähr und steht für Geldanlage und private Rentenversicherung gleichermaßen. Tagesgeld hatte der Versicherer bereits im Angebot, jetzt wurde das Angebot modifiziert und ein neues Produkt entwickelt: „Das Flexible Vorsorgekonto schlägt die Brücke zwischen kurzfristiger Geldanlage und klassischer Altersvorsorge“, erklärt dazu der Vorstandsvorsitzende der CosmosDirekt, Peter Stockhorst.

Posted by Andre on 09/20 at 07:59 AM
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Mittwoch, September 15, 2010

Riester-Renten im Test und neuer Vorschlag zur privaten Altersvorsorge

Die bequemste und mit etwa 6,3 Millionen Verträgen auch beliebteste Variante der Riester-Rente ist die klassische Rentenversicherung. Dank Garantieverzinsung wissen Sparer schon bei Abschluss der Police, mit welcher zusätzlichen Rente sie im Ruhestand mindestens rechnen dürfen. Deshalb lohnt es sich durchaus, nicht gleich das erstbeste Angebot wahrzunehmen, sondern die Rentenofferten mehrerer Versicherungen miteinander zu vergleichen. Die Unterschiede sind enorm, wie eine Untersuchung der „Stiftung Warentest“ beweist. 23 Riester-Renten wurden unter die Lupe genommen. Nur sieben erhielten ein „gut“. Die Note „sehr gut“ suchen Verbraucher dieses Mal vergebens.

Wie sehr die garantierte Rente variieren kann, wurde anhand eines 37-Jährigen Kunden ohne Kinder ermittelt. Ausgehend von einem jährlichen Eigenanteil in Höhe von 1.200 Euro, ergänzt um den staatlichen Zuschuss, ergaben sich garantierte Rentenzahlungen von 166 bis 199 Euro pro Monat. Die Differenz resultiert aus den unterschiedlich hohen Kosten, die den Versicherten von ihren Beiträgen abgezogen werden. Diese Gebühren prägen die Rendite der Riester-Rente ebenso wie der Anlageerfolg des Versicherungsunternehmens. Gerade in diesem Punkt zeigten sich bei einigen Assekuranzen deutliche Schwachstellen. Das macht sich später beim Überschuss bemerkbar, der zusammen mit der Garantieleistung den Zahlbetrag ergibt.

Wie gut die Unternehmen mit dem Geld der Kunden arbeiten, floss daher mit in die Note ein. Überzeugen konnte in dieser Hinsicht lediglich die Debeka. Sie heimste ein „sehr gut“ ein. Die übrigen Riester-Renten-Anbieter mussten sich mit einem „befriedigend“ oder „ausreichend“ zufriedengeben. Wesentlich schlechter schnitt nur die Generali ab. Sie erhielt von der „Stiftung Warentest“ beim Anlageerfolg ein „mangelhaft“, was im Gesamtbild zu einem „ausreichend“ führte. Mit dieser Note endete der Test auch für die LVM. Sie schwächelte wie die neue leben bei der garantierten Rente.

Ob passend zur Untersuchung der Stiftung Warentest oder eher Zufall: Auch die Verbraucherkommission aus Baden-Württemberg hat sich der Riester-Rente angenommen. Sie wünscht sich mehr Transparenz bei den staatlich geförderten Produkten, also auch bei der Rürup-Rente. Sie seien zu teuer, intransparent und kompliziert. Stattdessen wird ein Altersvorsorgekonto bei der Rentenversicherung Bund vorgeschlagen, auf das jeder nach Belieben Einzahlungen vornehmen kann, die steuer- und abgabenfrei bleiben. Erst bei der Auszahlung als Rente müssten Steuern gezahlt werden. Die Förderung durch Zulagen soll erhalten bleiben, um vor allem Geringverdiener und Familien bei der privaten Altersvorsorge zu unterstützen.

Posted by Andre on 09/15 at 07:00 AM
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