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Rentenversicherung

Dienstag, August 24, 2010

Riester-Rente boomt: 220.000 Neuverträge

220.000 Bundesbürger haben im zweiten Quartal 2010 eine Riester-Rente abgeschlossen. „Sie entscheiden sich damit unter dem Eindruck der Krise und trotz noch ungesicherten Konjunkturaussichten in großer Zahl dafür, sicher und mit beträchtlicher staatlicher Förderung für die ergänzende Alterssicherung zu sparen“, freut sich das Bundesministerium für Arbeit und Soziales über die positive Entwicklung. Insgesamt riestern inzwischen 13.852.000 Menschen.

Als heimlicher Renner gilt dabei seit seiner Einführung im Jahr 2008 der sogenannte Wohn-Riester, mit dem Immobilien als private Altersvorsorge gefördert werden. Unter dem Strich stehen derzeit 345.000 Verträge, bei denen die steuerlichen Vorteile und Zulagen in die Finanzierung der eigenen vier Wände fließen. Alleine im zweiten Quartal dieses Jahres stieg die Zahl der Wohn-Riester-Policen um 84.000 und schließt sehr schnell auf die nach wie vor beliebteste Riester-Variante auf, die klassische Rentenversicherung mit 91.000 Neuabschlüssen.

Die Zahlen bestätigen einmal mehr, dass die Riester-Rente die Bezeichnung „Erfolgsmodell“ zu Recht verdient hat. Im Jahr ihrer Einführung, 2001, waren es 1,4 Millionen Verträge. Von da ab ging es stetig bergauf. Ende 2009 sorgten bereits 13,253 Millionen Menschen mit den staatlich geförderten Produkten vor, obwohl immer wieder Zweifel an der Effizienz der Riester-Rente laut wurden. Die meisten Sparer sind übrigens mit Versicherungsverträgen unterwegs (10,127 Millionen), gefolgt von Investmentfondspolicen (2,708 Millionen), Banksparplänen (672.000) und der Eigenheimrente, dem Wohn-Riester (345.000).

Tipp für Berufsanfänger: Wer jüngst ins Arbeitsleben gestartet ist oder diesen Schritt im September vor sich hat, sollte sich so früh wie möglich um eine Riester-Rente bemühen. Der Staat belohnt die private Altersvorsorge mit einer Zulage von jährlich 154 Euro und dem Berufseinsteigerbonus von 200 Euro, der einmalig gezahlt wird. Die eigenen Beiträge halten sich anfangs noch in Grenzen. Wer vorher kein eigenes Geld verdient hat, zahlt den Sockelbeitrag von 60 Euro im Jahr. Anschließend sind es vier Prozent des Vorjahreseinkommens minus der Zulagen – im Höchstfall 2.100 Euro.

Posted by Andre on 08/24 at 07:19 AM
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Donnerstag, Juli 15, 2010

BGH-Urteil zum Lebensversicherungsrückkauf: Nachschlag nicht zu spät einfordern

Im Oktober 2005 hat der Bundesgerichtshof die Weichen gestellt und dafür gesorgt, dass Kunden, die ihre Lebens- oder private Rentenversicherung kündigen, nicht länger mit einem „Hungerlohn“ abgefertigt werden dürfen. Wer sich allerdings zu lange Zeit damit lässt, von seiner ehemaligen Assekuranz einen Nachschlag zu fordern, weil einst zu wenig Geld ausgezahlt wurde, geht nach wie vor leer aus. Fünf Jahre nach Versicherungsende verjähren sämtliche Ansprüche auf eine mögliche Rückvergütung. Das erklärten gestern die Richter am Bundesgerichtshof in Karlsruhe (Aktenzeichen: IV ZR 208/09).

Sobald das Versicherungsunternehmen den Vertrag mit dem Kunden abgerechnet hat, setzt die fünfjährige Verjährungsfrist ein. Dass erst im Jahr 2005 ein wegweisendes Urteil gesprochen wurde, wonach die Lebens- und Rentenversicherer Provisionen und Stornogebühren nicht mehr in voller Höhe gegenrechnen dürfen, ist dabei völlig unerheblich.

Ging es damals unter anderem um die Verträge der Allianz, richtete sich die Klage der Verbraucherzentrale Hamburg dieses Mal gegen die Signal Iduna. Die Kunden hatten ihre Policen in der Zeit von 1995 bis 2000 gekündigt und teilweise gar kein Geld erhalten. Die Klage reichten sie allerdings erst 2007 ein. Dass sie den Weg vor Gericht sehr spät eingeschlagen haben, begründeten sie mit BGH-Urteil aus dem Jahr 2005. Erst mit diesem Richterspruch sei es überhaupt möglich gewesen, eine weitere Vergütung einzufordern. Diese Argumentation wurde jetzt vom BGH zurückgewiesen und auf die Verjährung der Ansprüche nach fünf Jahren hingewiesen.

Interessanterweise hat sich der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft gestern ebenfalls zum Verkauf von Lebensversicherungen geäußert und rät, die Policen auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten nicht übereilt zu kündigen oder zu verkaufen. „Die Lebensversicherung ist ein stabiles Produkt und krisenfest“, betont Peter Schwank von der GDV-Hauptgeschäftsführung. Statt den Vertrag zu kündigen, gebe es eine Reihe anderer Möglichkeiten. Verbraucher könnten eine Beitragsstundung oder -freistellung vereinbaren oder aber den Vertrag ruhen lassen. Dass jetzt vermehrt zum Verkauf der Verträge geraten werde, sei „ein durchsichtiges Manöver“ des schwächelnden Zweitmarktes. Im vorigen Jahr wurden übrigens rund 3,86 Prozent der Lebensversicherungspolicen storniert.

Posted by Andre on 07/15 at 11:03 AM
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Montag, Juni 28, 2010

Riester-Renten-Vergleich

Die Riester-Rente kratzt langsam aber sicher an der 14-Millionen-Marke und gehört für die Versicherungsbranche damit zu den wichtigsten Produkten aus dem Bereich private Altersvorsorge. Die Vielzahl an Tarifen, aufgeschlüsselt nach klassischer und fondsgebundener Riester-Rente sowie Banksparplänen, macht es für Verbraucher allerdings immer schwerer, den Überblick zu behalten. Das Institut für Vorsorge und Finanzplanung aus Weiden hat sich jetzt 73 Tarife von 50 Gesellschaften näher angesehen, nach 74 Kriterien bewertet und für acht Musterfälle berechnet. Das Ergebnis dieser umfangreichen Studie präsentierte jetzt exklusiv die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“.

Erfreulich: Allen Unkenrufen der Vergangenheit zum Trotz lohnt sich die Riester-Rente zur privaten Altersvorsorge und bringt eine positive Rendite. Wer bereits als 20-Jähriger Beiträge in eine klassische, staatlich geförderte Rentenversicherung einzahlt, kann mit einer durchschnittlichen Rendite von 4,06 Prozent rechnen – unberücksichtigt der steuerlichen Behandlung der Zahlungen in der Spar- und der Rentenphase. Würde sie ebenfalls in die Kalkulation aufgenommen, ergäbe sich laut FAZ eine bessere Rendite. Eine 20-jährige Frau dürfte sich wegen der höheren Lebenserwartung über rund 4,27 Prozent freuen.

Je früher mit dem Sparen begonnen wird, desto eher lohnt sich eine Riester-Rentenversicherung. Für ältere Kunden empfiehlt das Institut für Vorsorge und Finanzplanung aufgrund der Kostenstruktur einen Banksparplan. Bei fondsgebundenen Produkten kann die Rendite hingegen nur geschätzt werden. Ausgehend von einer Police, deren Fonds 6,0 Prozent erwirtschaften, blieben nach Abzug der Kosten 3,5 bis 4,0 Prozent für ältere Riester-Sparer und rund 5,0 Prozent für den 20-jährigen Musterkunden. Die Rendite sollte allerdings nicht das alleinige Entscheidungskriterium sein. Ebenso wichtig ist die Möglichkeit, die Riester-Rente flexibel anpassen zu können, zum Beispiel in puncto Todesfallschutz.

Zu den weiteren Aspekten, auf die es bei der privaten Altersvorsorge nach Riester – und bei fast allen anderen Versicherungen – ankommt, gehören die transparente und nachvollziehbare Vertragsgestaltung. Überzeugen konnten in dieser Hinsicht und allen anderen Testkriterien die Produkte der Allianz. Sie kam in beiden Kategorien, klassisch und fondsgebunden, auf den ersten Platz. Volkswohl Bund, die Postbankversicherung PBV, Axa, Cosmos Direct und HDI Gerling sind ebenfalls ganz vorne mit dabei. Eines können allerdings auch die Tarife der Testsieger nicht ändern: Dass nur 30 Prozent des angesparten Kapitals zu Rentenbeginn entnommen werden dürfen und dann voll versteuert werden müssen. Das sind die recht starren Vorgaben des Gesetzgebers.

Posted by Andre on 06/28 at 08:56 AM
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Donnerstag, Juni 24, 2010

Ratgeber Renten- und Lebensversicherungen

Für die private Altersvorsorge halten Versicherungen und Banken einen bunten Strauß an Möglichkeiten bereit. Verbraucher können sich ganz nach Bedarf das eine oder andere Pflänzchen aus diesem Bund picken, in der Hoffnung, dass es bis zur Rente prächtig gedeiht und eine reiche Ernte beschert. Doch worauf muss man achten? Was zeichnet die einzelnen Produkte zur privaten Altersvorsorge aus und für wen sind sie geeignet?

Fragen, auf die der neue Ratgeber der Verbraucherzentralen „Privatrenten und Lebensversicherungen. So profitieren sie richtig!“ auf 176 Seiten Antworten gibt. Das Buch kostet 9,90 Euro und kann ab sofort bestellt (http://www.vzbv.de/ratgeber/privatrenten.html) oder bei den Verbraucherzentralen gekauft werden. Bei einer Bestellung via Internet oder Telefon kommen noch 2,50 Euro Porto- und Versandkosten hinzu.

Angesichts der Tatsache, dass die private Altersvorsorge inzwischen ein Muss ist und sich viele nach wie vor mit dem Thema überfordert fühlen, ist der Ratgeber sicherlich eine gute Investition. Alternativ und kostenlos kann man auch an den Volkshochschulkursen der Alternative „Altersvorsorge macht Schule“ teilnehmen. Wichtig ist, sich überhaupt einen Überblick zu verschaffen.

Riester-Rente, Rürup-Policen, fondsgebundene und klassische Renten- und Kapitallebensversicherungen sowie Risikoversicherungen gehören zu den gängigen Verträgen, die im Ratgeber der Verbraucherzentralen aufgegriffen werden. Keine Frage: In dem Buch wird auch vor Produkten und teuren Extras gewarnt. Hinzu kommen Tipps zu Steuern, den Rechten und Pflichten als Versicherungsnehmer, eine Reihe von Beispielen und Informationen zu den Anbietern. Dermaßen vorbereitet kann man etwas gelassener an die Planung der eigenen Vorsorge gehen.

Posted by Andre on 06/24 at 10:53 AM
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Achtung, Verlust!

o d e r   wenn die ersten Beiträge in eine LV futsch sind

Die Gründe dafür, eine kapitalisierte Lebensversicherung vor Ablauf der Zeit “zurückzukaufen”, während der man die Beiträge als Sonderausgaben absetzen kann, sind vielfältig. Da ist der Sprachkurs für die Tochter im Ausland, damit diese doch noch die gymnasiale Oberstufe packt; da ist die eheliche Trennung, die flüssige Mittel erfordert, oder es ist die nötige Abwehr einer drohenden Privatinsolvenz einer gescheiterten Selbständigkeit. Einiges gilt jedoch grundsätzlich: Wer eine LV vorzeitig kündigt, muss Verlust in Kauf nehmen.

Entscheidungen, in denen es nicht grad ums große Geld, viel eher aber ums Prinzip geht, kennt die Justiz jede Menge. Zum Beispiel dann, wenn Gerichten die Aufgabe zukommt, darüber zu urteilen, ob ein Versicherter beim Vertragsabschluss tatsächlich getäuscht wurde oder ob er es ohne weitere Beweise nur so empfindet. Stellte sich doch auch dem BGH schon als Frage, ob eine Rentenpolice, die nach einem Jahr bereits wieder gekündigt wurde, tatsächlich einen der Rückkaufswert von Null haben kann, obgleich bereits 1.030 Euro an Prämien bezahlt wurden…

Erst komm die Gebühr…

Kein Einzelfall, wie man beim Verbraucherschutz erfahre kann, sind doch jedes Jahr vier Millionen Verträge von Rückkauf betroffen. Schuld sind die sogenannten gezillmerten Verträge ( = Deckungskapital-Berechnung der traditionellen Versicherungsmathematik; einer in Deutschland gebräuchlichen Formeln, um Deckungsrückstellung für traditionelle Lebens- und Krankenversicherungen in der handelsrechtlichen Bilanz zu berechnen). Vereinfacht heißt das. Der Kunde muss mit seinen ersten Beiträgen erst vollumfänglich die Gebühren ausgleichen, bevor ein Cent ins Guthaben der Police fließt. Für den BHG keine leichte Frage, ob es rechtens ist, dass Kunden von Lebens- oder Rentenversicherungen, die ihre Policen vorzeitig kündigen oder beitragsfrei stellen lassen, wenig oder gar kein Geld zurückbekommen.

...dann die Moral

Der Fall mit dem Aktenzeichen IV ZR 147/09 kam von Chemnitz nach Karlsruhe und wurde kurz vor Begin des Jahres 2010 vom Senat juristisch eingeschätzt, wie es dem Versicherer wohl nicht schmeckte. Man legte einen Beschluss des Bundesverfassungsgerichts aus 2006 zugrunde, wonach ein Rückkaufswert verfassungswidrig sei, der in den ersten Jahren der Laufzeit bei Null oder nur wenig darüber liege.
Danach ging des beim Chemnitzer Fall um viel mehr als um die rund 1.000 Euro plus Prozesskosten. Gelten auch Gerichtsentscheidung nur ‘inter partes’, also unter Beteiligten wie Kläger und Beklagtem, kann sich faktisch jeder Betroffene auf sie berufen. Das nun kann überall dort gelten, wo ein Einzelfall Bedeutung hat, wenn es um die Rechtmäßigkeit von allgemeinen Klauseln geht und damit um die Richtigkeit von zahllosen weiteren Verträgen solcher Art.

Keine Sache für alle Fälle

Wenn dann aber der beklagte Versicherer während einer Verhandlung vor Gericht “vollumfänglich leistet”, hat der Kläger erreicht, was er wollte: Ausgleich seiner Ansprüche. Wird aber ein Kläger ohne Urteil finanziell befriedigt, ist dies für eine Assekuranz trotzdem erfolgreich. Denn ohne Grundsatzentscheidungen gelten für Millionen anderer Versicherungsverträge die Bedingungen weiterhin… Wenn auch von solchen Vergleiche wenig bis nichts publik wird, sind es dann doch Richter des Versicherungssenats, die darüber referieren, und Anwälte, die darüber für ihre Mandanten nachteilige Methode für Klienten zu vermeiden.
Ob der BGH Anerkenntnis-Urteile künftig begründet oder ob Verbraucherschützer darüber nachdenken, besondere Klagearten zu zivilrechtliche Streitigkeiten anzuwenden, schafft trotz allem die Situation ‘David gegen Goliath’ - hier der schutzwürdige Bürger, da ein Konzern. Die Forderung steht bereits: Dem Bundesgerichtshof soll es möglich sein, mit einem „normalen“ Urteil zu entscheiden, selbst wenn die Parteien das gar nicht mehr wollen. Doch nach heutigem Verfahrensrecht ist das nicht möglich…

So bleibt Mandanten nur der Gang durch die Instanzen, der anderen Betroffen rein gar nichts bringt, wenn eine Versicherung wieder einlenkt und es mal wieder ums große Geld geht.

Posted by wob. on 06/24 at 07:00 AM
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Mittwoch, Juni 23, 2010

Bei Fondspolicen auf die Performance achten

Die Entscheidung für eine fondsgebundene Police, ob nun Lebens- oder Rentenversicherung, erfolgt in den meisten Fällen aus Renditegründen. Statt sich mit dem Garantiezins und einem möglichen Überschuss zufriedenzugeben, setzt man auf die Chance, von den Entwicklungen der Märkte zu profitieren. Daran ist nichts Verwerfliches, schließlich geht es um die private Altersvorsorge, und da sind ein paar Euro mehr immer gut. Ärgerlich ist allerdings, dass die Auswahl an Fonds bei vielen Versicherungsunternehmen und selbst Banken eher mangelhaft ist. Die Bewertungen der Papiere bewegen sich, so eine Studie der Ratingagentur Feri, weit abseits eines Top-Niveaus.

Bei der Fondsauswahl bestehe akuter Handlungsbedarf und sei ein deutliches Verbesserungspotenzial vorhanden, betont Analyst André Härtel. Denn: „Die Fondspolice hat sich in den letzten Jahren als wichtiges Instrument der privaten Altersvorsorge etabliert“. Grund genug also, einmal hinter die Kulissen zu schauen und das Fondsangebot zu durchleuchten. Auf den Prüfstand kamen die Tarife von 60 Assekuranzen, die auf insgesamt 90 Prozent Marktanteil bei fondsgebundenen Policen kommen. Die Bilanz ist ernüchternd: Nur etwa jeder vierte der 3.000 Fonds, die für Renten- und Lebensversicherungen angeboten werden, weist ein Top-Rating, also ein A oder zumindest ein B, auf und kann mittelfristig eine stabile überdurchschnittliche Performance nachweisen.

Das hat aus Sicht der Analysten von Feri hauptsächlich zwei Gründe: Einerseits greifen viele Unternehmen auf hauseigene Fonds zurück, die nur zu 16 Prozent in der „Oberliga“ mitspielen, sich also qualitativ und renditetechnisch nicht mit den besseren Papieren am Markt messen können. Andererseits bauen Versicherungen nach wie vor auf bekannte Größen, deren Glanz vergangener Tage längst verblasst ist. Nur ein Beispiel: Jede zweite Assekuranz bietet den Templeton Growth Fund an, der von Feri mit einem D-Rating für „unterdurchschnittlich“ belegt wird. Kunden rät die Agentur, sich vorher mit den Fonds zu befassen und ein entsprechendes Paket zu schnüren. Später müsse die Entwicklung beobachtet und das Portfolio der Police gegebenenfalls neu sortiert werden.

Posted by Andre on 06/23 at 10:40 PM
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Freitag, Juni 18, 2010

Österreich: Familien-Vorsorgestudie 2010

imageFür die private Altersvorsorge wählen die Österreicher am liebsten eine Lebensversicherung. Sie wird von 43 Prozent favorisiert. Auf Platz zwei folgt die sogenannte Pensionsvorsorge mit staatlicher Förderung, die in der Bundesrepublik mit Riester- und Rürup-Rente betrieben wird. Hierfür haben sich in der Alpenrepublik bislang 41 Prozent entschieden. Die weiteren Ränge gehen an Bausparverträge (38 Prozent), private Zusatzpensionsversicherungen (35 Prozent) und Immobilien (35 Prozent). Firmenpensionen sind weit abgeschlagen und kommen nur auf acht Prozent.

Mit diesen Zahlen wartet die „Familien-Vorsorgestudie 2010“ auf. Sie wurde von der Sparkassen Versicherung AG Vienna Insurance Group und der Ersten Bank der österreichischen Sparkassen AG in Auftrag gegeben und von der GfK-Austria erstellt. Befragt wurden dazu rund 1.000 Verbraucherinnen und Verbraucher. Die Ergebnisse zeigen recht deutlich, dass Lebens- und Rentenversicherungen als wichtigste Bausteine für die finanzielle Vorsorge betrachtet werden, und zwar unabhängig vom Alter. Bei den 25- bis 39-Jährigen teilen diese Einschätzung 78 Prozent, in der Altersklasse 40 bis 60 sind es 75 Prozent.

Dass für das Alter vorgesorgt wird, halten 46 Prozent der Befragten für sehr wichtig. Mit „eher wichtig“ antworteten 38 Prozent. Im Schnitt ergibt sich in Österreich eine monatliche Vorsorge-Sparleistung von 111 Euro. Hinzu kommen noch einmal 72 Euro, mit denen für andere – zum Beispiel die Kinder – vorgesorgt wird. Das Ruder für die eigene private Altersvorsorge haben bereits 82 Prozent in die Hand genommen. Bei der Vorsorge für die Kinder sind es 50 Prozent. Trotz Krise und finanzieller Belastungen wollen 74 Prozent auch zukünftig in gewohnter Weise sparen. Acht Prozent planen, sogar noch ein paar Kohlen nachzulegen. Vor allem die junge Generation ist bereit, für die private Altersvorsorge tiefer in die Tasche zu greifen. 

Posted by Andre on 06/18 at 11:19 AM
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Donnerstag, Juni 17, 2010

Canada Life Vorsorge Duo

Zum Geburtstag ein Geschenk für die Kunden: Der Lebensversicherer Canada Life Deutschland feiert sein Zehnjähriges und spendiert Neukunden, die sich für eine Rentenversicherung entscheiden, ein Jahr lang eine spezielle Variante der Grundfähigkeitsversicherung. Mit dieser Police werden Grundfähigkeiten wie Gehen, Sehen oder die Hände gebrauchen zu können mit einer Versicherungssumme von bis zu 60.000 Euro abgesichert. Sollte der Kunde eine dieser Fähigkeiten verlieren, erhält er maximal zehn Jahre lange eine Rente von monatlich 500 Euro.

Dieser zusätzliche Versicherungsschutz ist nicht an einen bestimmten Beruf gebunden, sondern greift, wenn Krankheit, Unfall oder Kräfteverfall zum Verlust der für das tägliche Leben unentbehrlichen Fähigkeiten führen. Canada Life hat diese Police schon vor rund zehn Jahren auf dem deutschen Markt etabliert und bietet sie zum Jubiläum als kombiniertes Produkt unter dem Namen „Canada Life Vorsorge Duo“ an. Durch ein Zertifikat ist die Versicherung Bestandteil aller Verträge für die private Altersvorsorge, die ab dem 16. Juni 2010 abgeschlossen werden und deren Versicherungsbeginn zwischen dem 1. Juli und dem 1. Oktober 2010 liegt. Kunden müssen sich nicht weiter um den Zusatzschutz und die Versicherung der Grundfähigkeiten kümmern. Sie gilt automatisch ohne Risikoprüfung, startet mit dem Beginn der Rentenversicherung und endet nach einem Jahr, mit dem 51. Lebensjahr oder dem Tod des Versicherungsnehmers.

Posted by Andre on 06/17 at 11:38 AM
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Montag, Juni 14, 2010

Riester-Rente legt kräftig zu

377.000 neue Verträge innerhalb der ersten drei Monate dieses Jahres unterstreichen recht eindrucksvoll, wie beliebt die Riester-Rente ist. Mit insgesamt 13,63 Millionen Policen gehört sie zu den wichtigsten Zugpferden der privaten Altersvorsorge. Das geht aus den aktuellen Zahlen des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMA) hervor. Für die Versicherungsbranche höchst erfreulich: Im ersten Quartal 2010 wurden mehr Neuverträge an den Mann und die Frau gebracht als im letzten Quartal 2009. Es geht mit dem höchsten Neuzugang seit Ende 2008 also ganz klar aufwärts.

Das gilt insbesondere für die klassischen Riester-Rentenversicherungen: Für diese Variante haben sich mehr als zehn Millionen Verbraucher entschieden. Im Anfangsquartal dieses Jahres kamen 242.000 neue Kunden hinzu. Stagnation herrscht hingegen bei den staatlich geförderten Fondssparplänen. Hier schwächelt das Neugeschäft schon seit längerer Zeit. Das spiegeln auch die Zahlen von Januar bis März 2010 wider. Mit 50.000 Neuverträgen liegen die fondsgebundenen Riester-Renten weit hinten, allerdings noch vor den reinen Banksparplänen, die mit 22.000 Zugängen die rote Laterne halten. Deutlich besser sieht es beim sogenannten Wohn-Riester mit 64.000 Neuabschlüssen aus.

Laut Bundesministerium für Arbeit und Soziales teilen sich die Riester-Verträge folgendermaßen auf: Versicherung (64 Prozent), Wohn-Riester (16,9 Prozent), Fondssparplan (13,2 Prozent) und Banksparplan (5,8 Prozent). Mit den aktuellen Zahlen zeigt man sich im BMA sehr zufrieden und bezeichnet den Zuwachs im ersten Quartal als „beachtlich“. Im Kommentar zur Statistik heißt es dementsprechend optimistisch: „Die Bürgerinnen und Bürger setzen in der Wirtschafts- und Finanzkrise weiterhin kluge Prioritäten und sorgen zusätzlich fürs Alter vor. Sie vertrauen dabei in großer Zahl der staatlich geförderten, lukrativen und überdurchschnittlichen Riester-Rente.“

Posted by Andre on 06/14 at 09:04 AM
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Samstag, Juni 12, 2010

Wie ist das mit dem Barwert beim Rückkauf?

Ob Privatperson oder selbständiger Kaufmann mit eigenem Betrieb - wer vorzeitig und vor Ablauf des Schlussalters eine Lebens- oder Rentenversicherung kündigen will, der sollte sich zuvor über die aktuelle Höhe des dem Versicherungsnehmer zustehenden Rückkaufswertes (= Barwert) informieren lassen.

Da es immer wieder unterschiedliche Auffassungen gibt, welche Barwert-Berechung die richtige ist und welcher Betrag als korrekte Auszahlung gilt, kann es durchaus sein, dass gar die Bundesversicherungsaufsicht für Finanzdienstleistungen (www.bafin.de) zur Schlichtung angerufen werden muss.

Leider brachte auch das Urteil aus einem der jüngsten Rechtsstreits vor dem Bundesgerichtshof keine Erkenntnis dazu, wie sich zweifelsfrei und konkret die jeweilige Rückkaufshöhe darstellt. Somit fehlt weiterhin ein entsprechendes Grundsatzurteil zu diesem Thema. Im strittigen Fall vor dem BGH kam es zu einem Vergleich zwischen dem Kläger und seiner Versicherung, weil die Richter nicht entscheiden wollten. Doch auch ein Vergleich zeigte, dass sich nach juristischer Prüfung des Einzelfalls eine Klage lohnen kann, um den Versicherer Paroli zu bieten und bessere finanzielle Tatsachen für den Versicherten zu schaffen.

Posted by wob. on 06/12 at 08:10 AM
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Mittwoch, Juni 09, 2010

Private Altersvorsorge muss aus Sicht des DIA weiter forciert werden

Die Lücke zwischen letztem Einkommen und gesetzlicher Rente wird aus Sicht des Deutschen Institutes für Altersvorsorge (DIA) – getragen von der Deutschen Bank – weitaus größer sein als bislang angenommen. Dazu würden insbesondere die schrumpfende Kaufkraft und Zusatzbelastungen im Alter bei Gesundheit und Pflege beitragen. Die Empfehlung lautet daher ganz klar: Private Altersvorsorge, und das so früh wie möglich. Völlig neu ist dieser Rat nicht. Allerdings nennt das DIA eine konkrete Quote, die im Vergleich zu zurückliegenden Studien deutlich gestiegen ist, auf acht bis neun Prozent des Bruttoeinkommens.

Wer Wohneigentum besitzt, soll nach Möglichkeit acht Prozent sparen, wer zur Miete lebt, neun Prozent. Im Schnitt müssten 8,4 Prozent für die private Altersvorsorge investiert werden. Ausgehend von einem Rentnerpaar, dem 1.700 Euro netto zur Verfügung stehen, rechnet das DIA mit 329 Euro brutto, die aus einer privaten Rentenversicherung hinzukommen müssten. Doch selbst dieser Betrag reiche nicht aus, um den Lebensstandard halten zu können. Die Preise für „rentnerspezifische Güter und personalintensive Dienstleistungen“ würden schneller steigen als die Inflationsrate, prognostiziert das Deutsche Institut für Altersvorsorge. Um diese Entwicklung auszugleichen, bedürfe es weiterer 179 Euro pro Monat, die aus einer privaten Altersvorsorge zur Verfügung stehen.

Die Deutsche Rentenversicherung Bund bezeichnet diese Berechnungen als „spekulativ“. „Mit jeder neuen Studie des DIA nimmt der Prozentsatz des Bruttoeinkommens zu, der zum Ausgleich der vorgesehenen Senkung des Rentenniveaus der gesetzlichen Rente für die private Vorsorge verwendet werden soll“, heißt es in der Pressemitteilung. Seien es zur Einführung der Riester-Rente noch vier Prozent gewesen, würden jetzt fast dreimal so hohe Ausgaben vorhergesagt. Ein weiterer Kritikpunkt: Während die gesetzliche Rentenversicherung in ihren Vorsorgeinformationen mit Zahlenbeispielen auf den Kaufkraftverlust hinweise, fehlten diese Daten bei den privaten Anbietern völlig. Ohne diese Informationen sei eine sachgerechte Planung jedoch unmöglich.

Posted by Andre on 06/09 at 10:12 AM
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Dienstag, Juni 08, 2010

Gebühreninfos sind nicht transparent genug

Die rechtlichen Vorschriften sind eindeutig: Die Produktinformationsblätter zu Renten- und Lebensversicherungen müssen so formuliert sein, dass auch Laien sie problemlos verstehen und nachvollziehbar ist, welche Kosten bei Abschluss einer Police anfallen. Die Versicherungsvertragsgesetz-Informationspflichtenverordnung (VVG-InfoV) möchte damit für mehr Transparenz sorgen und Verbrauchern darüber hinaus die Möglichkeit geben, die Angebote besser miteinander vergleichen zu können. Getan hat sich aus Sicht des Institutes für Transparenz in der Altersvorsorge (ITA) allerdings wenig.

Im Rahmen eines Tests nahm das ITA die Produktinformationsblätter von 109 Tarifen für Rürup-Renten genauer unter die Lupe. Untersucht wurden die inhaltliche Richtigkeit, die Übersichtlichkeit, die Verständlichkeit und die Knappheit. Zudem ging man der Frage nach, inwieweit sich die Informationen mit dem Formulierungsvorschlag des Gesetzgebers decken – der den Unternehmen allerdings Gestaltungsmöglichkeiten lässt.

Das Ergebnis ist wenig erfreulich: Keine der 50 Lebensversicherungsgesellschaften konnte so richtig überzeugen. Dabei gilt die Informationspflichtenverordnung seit nunmehr zwei Jahren. Der Autor der Studie und ITA-Geschäftsführer, Mark Ortmann, moniert, dass nach wie vor Kosten verschleiert würden und teilweise sogar wesentliche Angaben fehlten. Er vermutet, dass die Gebühren „verdeckt“ werden, um teure Produkte zu verkaufen.

Positiv aufgefallen sind bei dem Test zwei Tarife von der R+V Versicherung und der Basler Leben AG. Ebenfalls als sehr gut eingestuft wurden LV 1871, Alte Leipziger, Standard Life, Condor, Hanse-Merkur, INTER und Rheinland Leben. Rund 50 Prozent der Tarifinformationen wurden mit „befriedigend“ oder „ausreichend“ bewertet. Mit einem „mangelhaft“ durchgefallen sind 23 Tarife. Einige wenige Unternehmen erhielten ein „ungenügend“ - haben laut ITA nach dem Test allerdings schon angekündigt, für mehr Transparenz sorgen zu wollen.

Posted by Andre on 06/08 at 07:45 AM
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Dienstag, Mai 25, 2010

Altersvorsorge mit Fonds erfordert Geduld

Private Rentenversicherungen gehören zu den beliebtesten Produkten für die private Altersvorsorge. Das Beitragsvolumen stieg laut Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in der Zeit von 2008 bis 2009 um rund sieben Prozent. Zur Wahl stehen dabei neben klassischen Policen mit garantierter Mindestverzinsung von derzeit 2,25 Prozent auch fondsgebundene Verträge. Doch worauf kommt es an, wenn Fonds im Spiel sind – insbesondere mit Blick auf die Finanz- und Wirtschaftskrise?

Die Antwort lautet schlicht: Geduld, Ausdauer und ein wenig Strategie. Udo Rössler von der Allianz Leben sieht den größten Fehler darin, bei hohen Kursen einzusteigen und bei ersten Anzeichen für schwächelnde Märkte das Handtuch zu werfen. Ein solches prozyklisches Anlageverhalten gehe ganz klar zu Lasten der Rendite. Durch die Crashs der vergangenen Jahre hätten die Gewinnchancen, die sonst für Fondsprodukte sprechen, ohnehin ein wenig gelitten. Klassische Zinspolicen mit Garantie und Fondsrenten lägen daher momentan „nicht weit auseinander“, so Rössler. Ein Vergleich der Performance über 20 Jahre ergab einen Renditeabstand von etwa 1,5 Prozent. Dass es nicht mehr ist, liegt unter anderem am falschen Sparverhalten.

Erheblichen Einfluss auf die Rendite hat auch die Wahl der Fonds, die im Rahmen einer privaten Rentenversicherung zum Einsatz kommen. Hier hat der Kunde das Wort und darf respektive muss selbst entscheiden, mit welchen Papieren er seine Altersvorsorge aufbauen möchte. Eine große Auswahl ist dabei sicherlich von Vorteil. Sie reicht, je nach Gesellschaft, von gerade einmal neun verschiedenen Fonds bis weit über 100. Wenn dabei auch noch unterschiedliche Fondsanbieter berücksichtigt werden, steigen die Chancen, einen Top-Fonds zu erhalten. Aufpassen muss man allerdings, wenn man das Fondsvermögen umschichten und in andere Papiere investieren möchte. Hierfür werden von einigen Unternehmen Gebühren verlangt, die wiederum die Rendite schmälern.

Posted by Andre on 05/25 at 09:44 AM
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Mittwoch, Mai 19, 2010

Altersvorsorge früh in Angriff nehmen

Die „Welt“ hat sich dem Thema Altersvorsorge für Frauen gewidmet und dazu die Expertin Brigitte Miksa von der Allianz befragt. Der Tenor könnte nicht eindeutiger sein und spiegelt das wider, was schon seit Jahren gepredigt wird: Je eher Frauen (und natürlich auch Männer) sich um eine private Altersvorsorge bemühen, desto besser. Sich schon mit 30 Lenzen Gedanken über die Rente zu machen, gehört inzwischen zur Lebensplanung, auch wenn es noch gut 37 Jahre bis zum Renteneintritt sind. Doch wie heißt es so schön: Jeder Euro zählt.

Brigitte Miksa nennt dazu ein Beispiel. Würde eine Frau erst mit 60 Jahren beginnen, 100 Euro monatlich für eine zusätzliche Rente zu sparen, müsste sie nach sieben Jahren mit einem mageren Ergebnis von 47 Euro rechnen. Eine 30-Jährige hingegen, die den gleichen Betrag 37 Jahre lang spart, kommt dank Zins und Zinseszins auf rund 500 Euro. Berücksichtigt werden müsse bei diesen Zahlen, betont die Altersvorsorge-Expertin, immer auch der Kaufkraftverlust. „Mit 500 Euro kann man sich in einigen Jahren nicht mehr so viel leisten wie mit 500 Euro heute“, so Miksa.

Sie rät allen, so früh wie möglich ein paar Euro für das Alter auf die hohe Kante zu legen, „auch wenn es nur kleine Beträge sind“. Das Versäumte ließe sich später nur mit deutlich mehr Aufwand wieder aufholen. In Frage kämen unter anderem klassische Renten- und Lebensversicherungen sowie Kapitalanlagen. Dazu zählen durchaus auch Wertpapiere. Das Risiko werde durch den langen Zeitraum von mehr als 30 Jahren – ausgehend von einer 30-Jährigen – abgefedert. Grundsätzlich sollte der Aktienanteil an der Altersvorsorge bei jüngeren Sparern etwas höher sein. Die Allianz-Expertin spricht von 60 bis 80 Prozent, die im Laufe der Jahre reduziert werden sollten.

Gleichwohl weist Brigitte Miksa darauf hin, dass die private Altersvorsorge immer nach individuellen Gesichtspunkten geplant werden müsse. Wann geht man in den Ruhestand? Wie sieht es mit der gesetzlichen Rente und anderen Einkünften wie Miete aus? Gibt es Ersparnisse und wie sind sie angelegt? Das sind nur einige Fragen, die sich Männer und Frauen bei der Planung stellen müssen. Die Faustregel lautet nach wie vor: Zehn Prozent des Einkommens sollten für die private Altersvorsorge investiert werden.

Posted by Andre on 05/19 at 10:21 AM
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Freitag, Mai 14, 2010

Renten- und Lebensversicherungen gelten auch in Krisenzeiten als sicher

Die Finanz- und Wirtschaftskrise ist noch nicht ganz ausgestanden, da steht mit Griechenland – und möglicherweise anderen EU-Staaten – das nächste Problem vor Tür und sorgt für einen anhaltenden Kursverfall des Euro. Blickt man dazu noch auf die Gesamtverschuldung der EU-Länder mit sieben Billionen Euro und den Rettungsschirm von immerhin 750-Milliarden Euro, wird einem angesichts der Zahlen schwindelig, wenn nicht sogar angst und bange. Inflation lautet eines der Schlagworte, das derzeit die Runde macht und Verbraucher verunsichert. Gleich mehrere Zeitungen haben diese Entwicklung zum Anlass genommen und Experten zur Sicherheit von Geldanlagen und Vorsorgeprodukten gefragt.

Einig sind sich die Experten in punkto Lebensversicherung und private Rentenversicherung. „Beides ist vergleichsweise krisensicher“, heißt es im General-Anzeiger. Die Gesellschaften sorgten durch eine breite Streuung der Kapitalanlagen dafür, dass einseitige Verluste – etwa durch riskante Anleihen – vermieden werden. Zudem könne man in Zeiten der Inflation mit höheren Zinsen auf den Kapitalmärkten rechnen. Auf diese Weise würden Teuerung und Kaufkraftverlust zumindest zum Teil ausgeglichen.

Zu einem ähnlichen Ergebnis kommen die Experten, die von der Mitteldeutsche Zeitung befragt wurden. Hans-Michael Strube, Vorstandsmitglied der Salzlandsparkasse, sieht die Lebensversicherung allerdings mehr als Instrument der Risiko-Absicherung, weniger als Altersvorsorge. Für diese Zwecke empfiehlt er die Riester-Rente. Tobias Basse von der Nord-LB beruhigt Sparer – ob nun Renten- oder Lebensversicherung – damit, dass die Branche sehr stark reguliert sei. Das gebe Anlegern die Sicherheit, dass die Unternehmen ihre Zahlungsverpflichtungen und die garantierte Rendite einhalten.

Posted by Andre on 05/14 at 09:35 AM
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