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Versicherungen

Mittwoch, Januar 18, 2012

Test: Gegenstands-Schutz der Ergo

Versicherungen für Handys, Notebooks und Touchpads gibt es schon lange. Als Technik- oder Elektronikversicherung können sie direkt beim Händler abgeschlossen werden. Ergo und Ergo Direkt gehen jetzt noch einen Schritt weiter. Sie bieten mit ihrem „Gegenstands-Schutz“ die Option, wertvolle Einzelstücke zu versichern. Ob das nun ein technisches Gerät ist oder aber der Sekretär vom Großvater, bleibt dem Kunden überlassen. Die Stiftung Warentest hat sich die Konditionen näher angesehen und kommt zu einem wenig schmeichelhaften Urteil.

Die Idee hinter dem Gegenstands-Schutz ist nicht neu. Vom Prinzip her deckt der Vertrag die Leistungen einer Hausratversicherung ab und ergänzt sie um einige weitere Bausteine. So gilt der Versicherungsschutz auch für leichten Diebstahl, wenn man unterwegs ist und wenn der Schaden selbst verursacht wurde – zum Beispiel der berühmt-berüchtigte Becher Kaffee, der umfällt und das Notebook schachmatt setzt. Auf diese Weise lassen sich nahezu alle Gegenstände versichern, wobei Höchstgrenzen (5.000 Euro bei einer Geige) und Altersgrenzen (das Handy darf nicht von anno dazumal sein) gelten. Die Prämie bestimmt der Wert des Objektes, der per Gutachten oder Kaufbeleg nachgewiesen werden muss.

Kommt es zum Schadensfall, wird der Gegenstand repariert oder es gibt Bares in Höhe der Versicherungssumme. Dabei sinkt die Leistung bei technischen Geräten von Jahr zu Jahr. Für ein Handy im Wert von 500 Euro, für das in drei Jahren Versicherungsbeiträge in Höhe von 168 Euro abgebucht werden, würden im zweiten Jahr nur noch 350 Euro gezahlt, im dritten Jahr 250 Euro. Handelt es sich um eine Halskette, die mit 5.000 Euro taxiert wurde, gibt es maximal 4.500 Euro. Dafür zahlt der Kunde Jahr für Jahr 333,60 Euro. Die Stiftung Warentest spricht von einem „teuren Vollkaskoschutz“. Ihr Fazit: Für einen derart hohen Versicherungsbeitrag bekommen Verbraucher schon eine sehr gute Hausratversicherung, die den gesamten Besitz und nicht nur einen einzelnen Gegenstand schützt“. Auch für wirklich teure Objekte, ob Schmuck oder Instrumente, taugt der Gegenstands-Schutz nicht. Hier muss schon eine Spezialversicherung her.

Posted by Andre on 01/18 at 05:24 PM
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Montag, Januar 16, 2012

Versicherungsweichen früh stellen

Mit dem ersten selbst verdienten Geld lassen sich viele Wünsche erfüllen, die während der Schul- oder Studienzeit in weiter Ferne schienen. Das Geld sinnlos zu verbraten, nur weil das Konto ein höheres Haben aufweist, wäre allerdings der falsche Weg. Das Handelsblatt rät zum Finanzcheck, ehe das Geld unters Volk gebracht wird. Dazu gehört auch ein Blick auf die Absicherung und die private Altersvorsorge – wobei vor der Riester-Rente oder einer Lebensversicherung immer der Schutz gegen elementare Risiken in trockene Tücher gebracht werden sollte.

Dazu erklärt Bianca Boss vom Bund der Versicherten (BdV): „Als Erstes muss ich mich gegen Risiken absichern, die mich finanziell ruinieren können.“ Deshalb gilt die private Haftpflichtversicherung seit jeher als wichtigste Police. Sie kommt für Schäden auf, die man Dritten zufügt. Trotzdem wissen nur 30 Prozent der 18- bis 29-Jährigen um die Bedeutung der Privathaftpflicht. Viele übersehen, dass aus einem Unfall auch Forderungen resultieren können, für die man bis ans Lebensende zahlt. Wer bislang über die Eltern mitversichert war, ist daher gut beraten, schnellstens einen eigenen Vertrag abzuschließen.

Abgesichert werden sollte darüber hinaus die eigene Arbeitskraft. Experten – nicht nur vom BdV – raten schon seit Jahren, sich so früh wie möglich um eine Berufsunfähigkeitsversicherung zu bemühen. Die Gefahr, durch die Gesundheitsprüfung zu rasseln, ist bei jüngeren Kunden nicht ganz so groß. Zwar kostet die Versicherung ein paar Euro im Monat. Aber das sollte der Schutz vor den Folgen von Berufsunfähigkeit wert sein. Wichtig ist es, auf die Leistung und die Anpassungsmöglichkeiten zu achten, um später die Rente problemlos anheben zu können.

Bleibt noch der Punkt Altersvorsorge. Hier geht es erst einmal darum, sich ein gewisses Polster zu schaffen. Finanzexperten raten zu einer Rücklage von zwei bis drei Monatsgehältern, die am besten auf einem Tagesgeldkonto aufgehoben sind. Stehen Pläne im Raum, irgendwann die eigene Immobilie kaufen oder bauen zu wollen, bietet sich auch ein Bausparvertrag an. Mit Blick aufs Rentenalter bezeichnet das Handelsblatt die betriebliche Vorsorge als erste Wahl, erst dann kommen die Riester- und die Rürup-Rente.

Posted by Andre on 01/16 at 07:31 AM
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Freitag, Januar 13, 2012

Zeit für den Versicherungscheck

Traurig, aber wahr: In puncto Versicherungen sind viele Bundesbürger nur unzureichend informiert. Sie zahlen im Schnitt zwar rund 2.100 Euro pro Jahr für ihre Policen, sind in den meisten Fällen aber nicht richtig abgesichert. Grund genug für den Bund der Versicherten (BdV), am Jahresbeginn zu einem Versicherungscheck zu raten. „Unsere tägliche Erfahrung zeigt, dass 90 Prozent aller Haushalte falsch versichert sind und dafür noch zu viel bezahlen – das muss sich ändern“, sagt Thorsten Rudnik vom BdV-Vorstand.

Das größte Problem aus Sicht der Experten: Die wichtigen existenziellen Risiken werden häufig übersehen. Entweder besteht diesbezüglich gar kein Versicherungsschutz oder die Verträge bieten nicht die Leistung, die eigentlich erforderlich wäre. Dazu nennt der Bund der Versicherten gleich eine ganze Reihe von Beispielen, angefangen bei der privaten Haftpflichtversicherung. Sie kostet vergleichsweise wenig, zahlt, wenn anderen ein Schaden zugefügt wird, und gilt als eine der wichtigsten Policen. Trotzdem sind über 30 Prozent der Haushalte ohne Fahrschein. Dabei schützt die Privathaftpflicht vor Schadensersatzansprüchen, die bei Personenschäden schnell in den Millionenbereich gehen, mahnt der BdV.

Ähnlich verhält es sich mit der privaten Berufsunfähigkeitsversicherung und der Risikolebensversicherung. Gegen die Gefahr, aus gesundheitlichen Gründen – darunter fallen auch psychische Probleme – den Job nicht mehr ausüben zu können, haben sich bislang nur 20 Prozent der Deutschen abgesichert. Deutlich öfter abgeschlossen wird eine Risikolebensversicherung zum Schutz der Familie. Nur leider ist die Versicherungssumme meistens zu niedrig. „Verträge mit Versicherungssummen unter 100.000 Euro sind keine Seltenheit. Doch welche Familie ist mit diesem Betrag schon ausreichend abgesichert, falls der Haupternährer verstirbt“, fragt Thorsten Rudnik. Er rät zu Policen über mindestens 200.000 Euro.

Um sich ein Bild davon machen zu können, welche Verträge sich lohnen und welche eher überflüssig sind, bietet der BdV die kostenlose Broschüre „gut und günstig versichert“. Sie kann unter folgender Adresse heruntergeladen werden: http://www.bundderversicherten.de/app/download/BdV-GuG-Broschuere.pdf.

Posted by Andre on 01/13 at 09:34 PM
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Mittwoch, Januar 11, 2012

Das falsche Hobby kann im Ernstfall den Versicherungsschutz kosten

Versicherungen sind von Haus aus neugierig. Deshalb gleichen die Anträge für viele Policen Katalogen mit Dutzenden Fragen, die angehende Kunden Punkt für Punkt wahrheitsgemäß beantworten müssen. Notlügen, mit denen man sich sonst durchs Leben mogeln kann, haben hierbei keine Chance. Falsche Angaben führen später dazu, dass die Leistung im Schadensfall gekürzt oder ganz gestrichen wird. Wer hingegen ehrlich ist, muss damit rechnen, gar nicht erst angenommen zu werden oder einen Risikozuschlag zahlen zu müssen. Das gilt nicht nur bei Vorerkrankungen, sondern auch bei vielen Hobbys.

Für die Assekuranzen zählt dabei ausschließlich das Risikopotenzial einer Beschäftigung. Dass darunter auch sexuelle Vorlieben fallen, bestätigte jüngst das Oberlandesgericht Hamm (Aktenzeichen I-20 U 10/11). Darauf machte die Fachzeitschrift „recht und schaden“ in ihrer Ausgabe 11/2011 aufmerksam. Aufgegriffen wurde das Thema nun von der Bild-Zeitung. Im konkreten Fall hatte der Mann seine Partnerin beim Sex gewürgt. Die Dame wurde bewusstlos, musste in ärztliche Behandlung und forderte Schadenersatz von ihrem Liebhaber. Dessen private Haftpflichtversicherung winkte ab. Derlei Praktiken fallen unter „ungewöhnliche und gefährliche Beschäftigungen“ und dürfen daher vom Versicherungsschutz ausgenommen werden, bestätigten auch die Richter.

Die Frage ist nun: Welche Hobbys sind aus Sicht der Versicherungsbranche gefährlich? Die Antwort dazu lieferte der Bild-Zeitung der Experte für Risikomanagement der Allianz Lebensversicherungs-AG, Dr. Olaf Hottinger: „Prinzipiell sind solche Hobbys relevant, die mit erhöhten Unfall- und Gesundheitsgefahren verbunden sind.“ Dazu zählen neben Klettern – selbst bei kleinen Höhen – auch Tauchen, Reiten und Motorradfahren. Nur weil man selbst davon überzeugt ist, in der Freizeit ausschließlich harmlosen Tätigkeiten nachzugehen, sollte man sie besser nicht verschweigen. Das ist umso wichtiger bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung. Notfalls lässt sich eine Ausschlussklausel vereinbaren, sodass Schäden, die durch ein Hobby verursacht werden, nicht versichert sind. Übrigens: Handball, Fußball und Skifahren gelten nicht als riskant.

Posted by Andre on 01/11 at 09:28 AM
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Freitag, Dezember 09, 2011

Unisextarife machen Policen teurer

Spätestens zum Dezember 2012 muss die Versicherungsbranche umdenken. Von da an sind nur noch geschlechtsneutrale Tarife erlaubt, ob nun für Lebensversicherungen oder Kfz-Policen. Dafür sorgt das sogenannte Unisex-Urteil des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) aus dem Frühjahr 2011. Doch welche Auswirkungen hat die neue Kalkulationsbasis, bei der nicht mehr nach Männlein und Weiblein unterschieden werden darf? Eine Studie des Beratungsunternehmens Oxera im Auftrag des Gesamtverbandes der deutschen Versicherungswirtschaft kommt auf Beitragssteigerungen von bis zu 30 Prozent.

Michaela Koller, Generaldirektor des Europäischen Versicherungsverbandes (CEA), erklärte bei der Präsentation der Ergebnisse: „Die Studie zeigt, dass die Pflicht zu geschlechtsneutralen Tarifen eine Vielzahl unerwünschter Nebenwirkungen für Verbraucher, Versicherungsmärkte und die Gesellschaft im Allgemeinen haben kann.“ Die Neuregelung führe nicht zu mehr Beitragsgerechtigkeit für Männer und Frauen, meint auch der Vorsitzende der GDV-Hauptgeschäftsführung, Jörg von Fürstenwerth. Gerade die Tarife, bei denen bislang vor allem das Geschlecht als Risikomerkmal berücksichtigt wurde, wiesen derzeit die höchste Beitrags-Leistungs-Gerechtigkeit auf.

Letztlich wird es aber wohl so kommen wie vermutet. „Je nach Versicherungsprodukt werden sich die Prämien mal für Frauen, mal für Männer erhöhen“, heißt es in einer Pressemitteilung des GDV. Dafür sind zwei Effekte verantwortlich: die Umverteilung und die Sicherheitszuschläge. Umverteilung heißt in dem Zusammenhang schlichtweg, dass „die Prämien von dem Geschlecht mit dem höheren Risiko zum Geschlecht mit dem niedrigeren Risiko umverteilt“ werden. Hinzu kommen die Sicherheitszuschläge, weil die Unternehmen nicht abschätzen können, wie hoch der Anteil welchen Geschlechts am Neugeschäft ist. Das wird sich laut Oxera vor allem bei der Risikolebensversicherung bemerkbar machen. Frauen müssen demnächst mindestens 30 Prozent mehr berappen als bislang.

Das Urteil dürfe den Unternehmen allerdings nicht als Vorwand für generelle Prämiensteigerungen dienen, mahnen Verbraucherschützer. Auch sie gehen davon aus, dass das Beitragsniveau steigen wird. Der Bund der Versicherten spricht allerdings eher vom „Versuch der Gesellschaften, daraus Kapital zu schlagen“. Noch ist übrigens nicht sicher, ob auch alte Verträge von dem Urteil betroffen sind. Die Frage, wie der Richterspruch des EuGH ausgelegt werden muss, wird derzeit noch heftig diskutiert.

Posted by Andre on 12/09 at 02:49 PM
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Mittwoch, November 30, 2011

Zusatzdienste sind gefragter Mehrwert

Verbraucher erwarten von ihrer Versicherung inzwischen deutlich mehr als nur eine Summe x im Schadensfall. Das Zauberwort, mit dem die Assekuranzen bei vielen Kunden und Interessenten punkten können, lautet Zusatzleistungen – insbesondere in den Bereichen Gesundheit und Pflege. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Mehrwerte in der Assekuranz durch Assistance-Leistungen 2011“, für die das Marktforschungs- und Beratungsinstitut YouGovPsychonomics über 2.000 Finanzentscheider ab 25 Jahren befragt hat.

Erwartet werden in erster Linie Service-, Hilfe- und Dienstleistungen. Jeder vierte Umfrageteilnehmer hat derlei Assistance-Leistungen schon in Anspruch genommen. Mehr noch: Geht es um die Auswahl einer Police, fiel die Entscheidung bei rund der Hälfte der Befragten bereits zugunsten des Vertrages mit den besseren Serviceleistungen aus. Marcus Hansen, Vorstand der Deutschen Assistance Versicherung, sieht diesbezüglich einen klaren Trend, von dem auch die Branche profitieren kann: „Assistance-Leistungen bieten den Kunden besondere Mehrwerte rund um die Kernleistung Leistungs- und Schadenregulierung, die sowohl die Kundenbindung als auch den Produktnutzen steigern.“

Dass viele Kunden auf der anderen Seite ein wenig skeptisch sind und fürchten, fremdbestimmt zu werden, ist durchaus nachvollziehbar. Dafür ist die Bereitschaft, sich helfen zu lassen, wenn Fachwissen oder spezielle Kenntnisse nötig sind, umso größer – zum Beispiel bei der Beantragung einer Pflegestufe und der Suche nach Fachärzten oder Reha-Einrichtungen. Diese Leistungen bergen auch aus Sicht der Makler, die parallel zu dem Thema befragt wurde, ein enormes Wachstumspotenzial. Dass derzeit noch keine großartigen Erfolge im Vertrieb zu verzeichnen sind, liegt daran, dass sich die Makler nur schlecht über die Assistance-Leistungen informiert fühlen. Sie wünschen sich in dieser Hinsicht mehr Unterstützung und (Produkt-)Informationen von den Versicherungsgesellschaften.

Posted by Andre on 11/30 at 02:17 PM
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Mittwoch, November 23, 2011

Wechsel- und Optimierungswille bei der Kfz-Versicherung am größten

Ihren Versicherungsordner rühren die Bundesbürger nur selten an. Notgedrungen im Schadensfall, ansonsten bleiben die Policen genau dort, wo man sie nach Erhalt abgeheftet oder abgelegt hat. Die Bereitschaft, sich intensiver mit dem Versicherungsschutz zu befassen, alte Verträge zu überprüfen, Sparpotenzial auszuloten und gegebenenfalls den Anbieter zu wechseln oder das Portfolio zu ergänzen, hält sich jedenfalls in Grenzen. Das bestätigt jetzt einmal mehr eine Umfrage der Beratungsgesellschaft Faktenkontor und des Marktforschers Toluna.

1.000 Verbraucher standen für die Studie Rede und Antwort. Die Mehrheit von 70 Prozent gehört der Sorte Versicherungsnehmer an, die den Assekuranzen am liebsten ist: Sie lassen alles beim Alten oder sind unentschlossen, ob nicht doch Änderungen nötig wären. In dem Fall würden dann aber nicht konsequenterweise alle Verträge unter die Lupe genommen, sondern nur bestimmte Policen. An erster Stelle steht dabei die Kfz-Versicherung. 54,2 Prozent der Umfrageteilnehmer erklärten, in dieser Sparte über einen Wechsel respektive Neuabschluss nachzudenken. Wenn, dann müssen sie sich jetzt wirklich sputen. Noch knapp eine Woche, dann ist die Wechselsaison in der Autoversicherung beendet und bleibt im Anschluss nur noch die Hoffnung, außerordentlich kündigen zu können.

Weit hinter der Kfz-Versicherung folgt die private Haftpflichtversicherung. Sie steht in der Liste der Policen, bei denen ein Wechsel am ehesten infrage kommt oder angedacht wird, mit 28,6 Prozent auf Platz zwei. Den dritten Rang nimmt die Hausratversicherung mit rund 26,35 Prozent ein. In den übrigen Versicherungssparten ist der Wechsel- und Optimierungswille noch schwächer ausgeprägt: private Lebens- oder Rentenversicherungen (18,09 Prozent), private Krankenversicherung (17,57 Prozent) und die Berufsunfähigkeitsversicherung (10,47 Prozent). Dabei macht es durchaus Sinn, zu kontrollieren, ob die vorhandenen Policen noch auf dem neuesten Stand sind – in erster Linie mit Blick auf die Leistung, die bei neuen Verträgen nicht immer, aber oft deutlich besser ist.

Posted by Andre on 11/23 at 10:11 PM
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Freitag, Oktober 28, 2011

Beispielrechnungen durch individuelle Versicherungsvergleiche ersetzen

Max Mustermann und Konsorten gehören eindeutig zu den Lieblingskunden der Versicherungsbranche. Sie lassen sich nach Belieben formen, meckern nicht, wenn sie für Werbezwecke missbraucht werden, und sind mit Preis, Leistung und Service stets zufrieden. Am häufigsten trifft man die Damen und Herren in Prospekten an, direkt neben einer Beispielrechnung für eine private Haftpflichtpolice, eine kapitalbildende Lebensversicherung oder die Riester-Rente. Die Zahlen und Ergebnisse, die dabei genannt werden, entspringen anders als die Namen der Musterkunden zwar nicht der Phantasie. Sie haben für Otto Normalverbraucher aber nur bedingt Aussagekraft.

Das lässt sich relativ leicht am Beispiel der Autoversicherung untermauern. In dieser Sparte wird seit jeher mit verschiedensten Musterrechnungen gearbeitet, um das Sparpotenzial eines Kfz-Versicherungsvergleichs herauszustellen. Dabei ist „bis zu“ eine der beliebtesten Formulierungen, bedeutet aber schlichtweg, dass es auch deutlich weniger sein kann. Wenn Max Mustermann und Lieschen Müller 300 oder 400 Euro sparen können, sind es bei Herrn Schmidt schon 600 Euro. Entscheidend sind und bleiben aber die Ausgangslage und die individuellen Parameter. Will heißen: Ein solcher Vergleich hat nur dann Aussagekraft, wenn er mit den persönlichen Daten gefüttert wird. Wen interessiert schon, ob Müllers, Schmidts oder Mustersmanns ein paar Euro weniger zahlen. Was zählt, ist das eigene Portmonee.

Noch wichtiger sind individuelle Berechnungen bei der privaten Altersvorsorge. Denn hier geht es um nicht weniger als um den Lebensstandard nach vielen Jahren harter Arbeit. Jeder Euro mehr macht sich da bezahlt. Deshalb ist es auch hier wieder völlig uninteressant, ob die 29-jährige Eva Meyer „bis zu x-Tausend Euro“ Zuschüsse vom Staat erhält oder mit nur 50 Euro im Monat eine ordentliche Privatrente erzielt. Angehende Kunden müssen sich schon die Mühe machen und anhand ihrer Lebensumstände planen und rechnen. Sich von Musterrechnungen blenden zu lassen, bringt gar nichts. Das Produkt muss zum Kunden passen. Dabei gilt: „Bis zu“ ist schön und gut. Bei Lebens- und Rentenversicherung sollte der Fokus dann aber doch lieber auf der garantierten Leistungen liegen. Denn auf diesen Wert kann man sich verlassen. Alles andere hat zu viel von Zukunftsmusik.

Posted by Andre on 10/28 at 10:33 AM
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Mittwoch, Oktober 26, 2011

Urteil zur Provisionsabgabe

Über Provisionen, die für die erfolgreiche Vermittlung einer Versicherung bezahlt werden, ist in den vergangenen Monaten viel diskutiert worden. Dabei ging es in erster Linie um eine mögliche Deckelung der Zahlung, wenn eine private Krankenversicherung an den Mann oder die Frau gebracht wird. Jetzt hat sich auch das Verwaltungsgericht Frankfurt mit dem Thema Provisionen befasst, allerdings aus einer ganz anderen Blickrichtung. Dieses Mal stand die Frage im Mittelpunkt, ob Vertreter einen Teil der Provision an ihre Kunden abtreten dürfen. Das Urteil: Ja, Rabatte sind erlaubt (Aktenzeichen 9 K 105/11.F).

Das Verbot, den Obolus für den Abschluss zumindest teilweise an den Kunden weiterzugeben, stammt aus dem Jahr 1934, hat also schon ein paar Jahre auf dem Buckel und wurde seither nicht mehr angerührt. Das Verwaltungsgericht befand die Bestimmung für zu ungenau. Den Discount-Finanzvertrieb AVL aus Weinstadt freut der Richterspruch: Das Unternehmen hatte die Feststellungsklage eingereicht. Das heißt, es handelt sich nicht um eine Klage zu einem bestimmten Fall, sondern um eine grundsätzliche Entscheidung zur Provisionsabgabe. Dieser Weg scheint jetzt offen zu sein. „Letztlich sind es die Verbraucher, die davon profitieren können. Denn in einem gesunden Wettbewerb entstehen üblicherweise bessere Angebote und Konditionen“, so AVL-Inhaber Uwe Lange.

Doch was heißt das nun genau? Rein theoretisch könnte die gleiche Lebensversicherung jetzt zu völlig unterschiedlichen Preisen abgeschlossen werden. Makler A gibt 50 Prozent seiner Provision ab, Makler B keinen Cent und Makler C immerhin ein Viertel seiner Entlohnung. Im schlimmsten Fall beginnt dann das Schachern um den besten Preis. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft fürchtet, dass sich viele Verbraucher dann „weg vom individuell besten Produkt hin zum billigsten Vermittler“ bewegen. Beratung würde dann zur Nebensache. Auf der anderen Seite lobt der Bund der Versicherten (BdV) die Entscheidung: „Endlich fällt das Provisionsabgabeverbot. Die Verbraucher können nun von mehr Wettbewerb profitieren.“ Noch besteht allerdings die Möglichkeit, dass Revision eingelegt wird und der Fall von dem Hessischen Verwaltungsgerichtshof oder dem Bundesverwaltungsgericht landet.

Posted by Andre on 10/26 at 03:06 PM
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Montag, September 12, 2011

Private Altersvorsorge wird unterschätzt

Der Vorwurf an die Bundesbürger, überversichert zu sein, trifft nur bedingt zu. Auf der einen Seite wird mit Sachversicherungen jeder Eventualität vorgebeugt. Auf der anderen Seite übersehen die Deutschen die eigentlichen Risiken und vernachlässigen die Themen Altersarmut und Berufsunfähigkeit. Im Vergleich zu anderen europäischen Nationen ist die private Altersvorsorge dementsprechend eher mager ausgebaut. Das Problem, so Edda Castello von der Verbraucherzentrale Hamburg: „90 bis 95 Prozent der Deutschen sind komplett falsch versichert.“

Blickt man auf die Verteilung der Policen, sollte man meinen, alles sei im Lot: 80 Prozent der Haushalte haben eine Hausratversicherung, 70 Prozent eine private Haftpflichtversicherung, 63 Prozent kapitalbildende Lebens- und Rentenversicherungen und 50 Prozent eine Rechtsschutzpolice. „Doch die wichtigsten Versicherungen fehlen“, erklärt die Verbraucherschützerin gegenüber der Zeit. Das größte Problem: Es fließt zu wenig Geld in die private Altersvorsorge.
Insgesamt bezahlen die Deutschen Jahr für Jahr knapp 1.955 Euro für ihre Policen. Davon entfallen 1.100 Euro auf die Vorsorge für das Alter. Mit diesem Wert liegt die Bundesrepublik auf dem drittletzten Rang innerhalb Europas. Nur in Österreich und Spanien wird noch weniger in die eigene Zukunft investiert. Ulrike Pott vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), sieht die Zahlen kritisch: „In vielen Ländern sind die Pro-Kopf-Beiträge für Lebensversicherungen teilweise mehr als doppelt so hoch wie in Deutschland, etwa in der Schweiz, Großbritannien, Frankreich und Schweden.“ Die Lebensversicherung steht dabei eher symbolisch für das Bemühen um eine private Altersvorsorge.

Die Konsequenzen werden erst in einigen Jahren sichtbar sein, aus Expertensicht jedoch dramatische Züge annehmen. Deutschland droht die größte Rentenlücke in Europa, heißt es. Die Holländer hingegen hätten es gut. Selbst in Italien und Frankreich reichten ein paar Tausend Euro Ersparnis, um die spätere Lücke zu füllen. Zwei weitere Probleme: Nur 19 Prozent der Bundesbürger haben eine Berufsunfähigkeitsversicherung und 30 Prozent verzichten auf eine private Haftpflichtversicherung. Letztere kann problemlos jederzeit abgeschlossen werden. Wartet man hingegen zu lange mit dem Schutz gegen Berufsunfähigkeit, wird es teuer oder extrem schwer, eine Police zu erhalten.

Posted by Andre on 09/12 at 09:52 AM
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Freitag, September 09, 2011

Versicherungsbetrug offensiver verfolgen

Glaubt man den Reportagen und Dokus im Fernsehen, entgeht den Assekuranzen nicht einmal der kleinste Betrugsversuch. Detektive und Experten prüfen jeden Fall und stellen die Täter zur Rede. In Wirklichkeit scheint die Branche nicht hart genug durchzugreifen. Jessica Knoll, die ihre Doktorarbeit zum „Management von Betrugsrisiken in Versicherungsunternehmen“ geschrieben hat, sagt ganz klar: „Das Problem Versicherungsbetrug wird nicht konsequent genug verfolgt.“

Angesichts der Zahlen, die jüngst vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) genannt wurden, dürfte es auch zunehmend schwerer werden, jeden Betrug zu ahnden. Inzwischen ist jeder zehnte Schaden frei erfunden oder so fingiert, dass die Versicherung mehr bezahlen soll, als sie eigentlich müsste. Der Gesamtschaden beträgt knapp vier Milliarden Euro. Ärgerlich für die Unternehmen und die Versicherungsnehmer, die sich an die Spielregeln halten. „Letztlich bezahlt jeder Kunde das mit, weil andere das System ausnutzen“, so Jessica Knoll gegenüber der „Saarbrücker Zeitung“.

An der Nasenspitze, dem Alter, dem sozial Status oder dem Geschlecht wird man die Versicherungsbetrüger nicht erkennen können. Dieser Trend zieht sich laut der Wissenschaftlerin durch alle Gesellschaftsschichten. Zum einen seien es wirtschaftliche Gründe, die zum Betrug verleiten. Zum anderen sei das Unrechtsbewusstsein gesunken. „Viele denken sich: Das macht doch eh jeder“, hat Jessica Knoll im Rahmen ihrer Doktorarbeit festgestellt. 400 Personen standen ihr Rede und Antwort. Über 40 Prozent haben in ihrem Umfeld bereits einen Versicherungsbetrug beobachtet. Gleichwohl halten viele es nach für vor für ein Kavaliersdelikt.
Das sehen die Unternehmen verständlicherweise ganz anders. Damit möglichst viele Betrügereien ans Tageslicht kommen, sitzen bei der Cosmos Direkt zum Beispiel speziell ausgebildete Mitarbeiter, die nach klassischen Betrugsmustern in den Schadensmeldungen suchen. „Werden Betrugsfälle nachgewiesen, so machen wir im Sinne unserer ehrlichen Kunden auch vom Mittel der Kündigung oder auch der Strafanzeige Gebrauch“, sagte Stefan Göbel von Cosmos Direkt der Tageszeitung. Jessica Knoll rät den Unternehmen, noch offensiver vorzugehen. Ihr Tipp: Ehrlichen Kunden nach dem Vorbild der Kfz-Versicherung einen Rabatt zu gewähren, wenn sie über Jahre hinweg schadenfrei waren.

Posted by Andre on 09/09 at 02:45 PM
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Mittwoch, August 31, 2011

Anruf statt Anwalt: Wenn die Versicherung nicht pünktlich zahlt

Wenn eine Versicherung sich weigert, eine Leistung zu erbringen, erfährt das der Kunde in der Regel früh genug, und erhält eine ausführliche Begründung. Kommt das Geld der Assekuranz lediglich verspätet, sollte ein Anruf reichen, um sich nach dem Verbleib zu erkundigen. Wer stattdessen gleich die ganz große Keule aus dem Schrank holt und einen Anwalt mit dem Vorgang betraut, muss damit rechnen, auf den Kosten für den juristischen Beistand sitzen zu bleiben. So entschied jedenfalls das Amtsgericht München (Aktenzeichen: 133 C 7736/11).

Zum Anwalt gelaufen war eine Versicherungskundin, der es augenscheinlich an Geduld mangelt. Ihre private Rentenversicherung wäre am 1. März 2011 fällig gewesen. 23.815 Euro hätten an jenem Tag auf ihrem Konto verbucht gewesen sein müssen. Doch es tat sich nichts. Die Frau ließ die Assekuranz sofort über ihren Anwalt anmahnen. Fünf Tage später, am 6. März, war das Geld überwiesen. Allerdings hatte das Unternehmen nur den Betrag aus der Rentenversicherung gezahlt. Das war der Kundin zu wenig. Sie wollte zusätzlich die Summe, die ihr der Jurist in Rechnung gestellt hatte: 294 Euro. Dafür hatte weder die Versicherung noch das Amtsgericht Verständnis.

In der Urteilsbegründung erklärte die zuständige Richterin, dass die Kosten für einen Anwalt nur dann erstattet werden müssten, wenn es erforderlich und zweckmäßig ist, einen Rechtsanwalt einzuschalten. Da es aber keiner besonderen Rechtskenntnisse bedürfe, wenn eine Versicherung eine Leistung verspätet auszahlt, hätte im vorliegenden Fall auch ein Anruf genügt, um nach dem Verbleib des Geldes zu fragen und notfalls rechtliche Schritte anzukündigen. Direkt einen Anwalt auf die Assekuranz anzusetzen, sei völlig überflüssig gewesen. Schließlich habe die Frau nicht davon ausgehen können, dass die Rentenversicherung sich ihrer Pflicht entziehen will oder gar böswillig handelt, nur weil das Geld nicht auf den Tag genau auf dem Konto war.

Posted by Andre on 08/31 at 04:54 PM
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Freitag, August 19, 2011

Versicherungsschutz für Auszubildende

Der Start ins Berufsleben markiert für junge Menschen einen völlig neuen Lebensabschnitt. Da gilt es, sich auch Gedanken über den Versicherungsschutz und möglicherweise die private Altersvorsorge zu machen. Das heißt nicht, dass gleich ein ganzes Bündel an Policen abgeschlossen werden muss, um rundum bestens abgesichert zu sein. Anfangs sollte es erst einmal darum gehen, sich vor existenziellen Risiken zu schützen. Zudem besteht in vielen Fällen noch Schutz über die Verträge der Eltern.

Einer der ersten Schritte vor dem Gang zum Versicherungsmakler oder der Online-Recherche sollte daher der Blick auf die Vertragsunterlagen von Vater und Mutter sein. Denn solange noch keine eigene Versicherung unterschrieben werden muss, kann man sich das Geld auch sparen. Das kommt Auszubildenden angesichts der meist mageren Ausbildungsvergütungen durchaus entgegen. Zu den Policen, bei denen junge Menschen noch über die Eltern mitversichert sind, zählt die private Haftpflichtversicherung. Das gilt allerdings nur für die erste Berufsausbildung und solange der Nachwuchs noch nicht verheiratet ist. Wer bei den Eltern wohnt, benötigt darüber hinaus auch keine eigene Hausratversicherung. 

Sofern der nächste Urlaub ins Ausland geht oder ein Ausbildungsabschnitt im Ausland absolviert werden soll, ist eine Auslandsreisekrankenversicherung empfehlenswert. Beim Thema Kfz-Versicherung gibt es zwei Optionen: Entweder versichern Berufseinsteiger ihren Wagen selbst und zahlen eine vergleichsweise hohe Prämie. Oder sie nutzen die Zweitwagenversicherung über die Eltern und sparen in den ersten Jahren. Das Geld könnte zum Beispiel in eine Riester-Rente investiert werden, sofern sie finanzierbar ist. Bleibt noch eine Police, die wichtigste Versicherung, zum Schluss: die Berufsunfähigkeitsversicherung. Experten raten, sie direkt nach Beginn der Ausbildung abzuschließen. Die Arbeitskraft ist schließlich das höchste Gut und sollte entsprechend abgesichert werden. Wichtig ist hierbei eine Nachversicherungsgarantie und der Verzicht auf die abstrakte Verweisung.

Posted by Andre on 08/19 at 08:07 PM
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Montag, August 08, 2011

BITKOM: Versicherungspolicen werden immer öfter online abgeschlossen

Immer mehr Bundesbürger schließen ihre Versicherungen online ab, statt zum Makler zu gehen oder sich vom Vertreter beraten zu lassen. Das geht aus einer aktuellen Studie des Hightech-Verbandes BITKOM hervor. Demnach nutzten bislang rund zwei Millionen Deutsche die Möglichkeit, Policen im Internet unter Dach und Fach bringen. Damit hat sich die Zahl der Onlineverträge innerhalb von zwei Jahren nahezu verdoppelt. Verantwortlich für diesen Trend sind allerdings weniger die jungen und damit vermeintlich internetaffineren Kunden - sondern vielmehr die Generation 60+.

„Auffällig ist, dass sich vor allem ältere Menschen online versichern“, erklärte BITKOM-Vizepräsident Heinz Paul Bonn bei der Vorstellung der Studienergebnisse. Insbesondere Senioren im Alter ab 65 Jahren nutzten die Online-Offerten der Assekuranzen. Damit dürfte kein Zweifel mehr daran bestehen, wie wichtig das Internet als Vertriebsweg für die Versicherungsbranche inzwischen ist.

Doch längst nicht alle Verträge sind optimal für den Vertriebskanal World Wide Web geeignet. „Bei bestimmten Versicherungen ist vor dem Abschluss eine persönliche Beratung sinnvoll und üblich“, weiß auch Heinz Paul Bonn. Dabei bezieht er sich in erster Linie auf Produkte zur privaten Altersvorsorge, zum Beispiel Renten- und Lebensversicherungen sowie Rürup- und Riester-Renten. In diesen Kategorien seien die Internetpräsenzen optimal, um sich grundlegend zu informieren und Angebote erstellen zu lassen.

Als wesentlich besser für den Onlinevertrieb geeignet umschreibt der Branchenverband Policen „mit standardisierten Leistungen“, zum Beispiel Rechtsschutz- und Haftpflichtversicherungen, die Kfz-Versicherung oder Reisepolicen. Klare finanzielle Vorteile hätten dabei die reinen Direktversicherer, die ihre Produkte ausschließlich über das Internet vertreiben. „Dank eines schlanken Vertriebs können sie besonders günstige Tarife anbieten“, so BITKOM in der Pressemitteilung zur Studie. Ein weiterer Pluspunkt, den das Web aus Sicht der Technikexperten bietet: die gute Vergleichbarkeit der Angebote.

Posted by Andre on 08/08 at 11:23 AM
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Montag, August 01, 2011

Kfz-Versicherer starten mit eigenem Vergleichsportal

Wer im Internet nach einer Versicherung oder Informationen zu einer Police sucht, wird problemlos fündig, muss sich aber zwischen einer Vielzahl von Offerten entscheiden. Die Nase vorne haben diesbezüglich die reinen Vergleichsportale. Sie liefen den Online-Präsenzen der Versicherungsgesellschaften vor knapp zwei Jahren erstmals den Rang ab und haben sich die Marktführung seither nicht mehr nehmen lassen. Das gilt insbesondere für den Bereich Kfz-Versicherung. Diese Entwicklung missfällt vielen Assekuranzen - sie holen jetzt zum Gegenschlag aus.

Eigentlich könnte es den Unternehmen egal sein, über welche Plattform ihre Produkte vertrieben werden. Kunde ist Kunde. Wären da nicht die aus ihrer Sicht zu hohen Provisionen, die für die Vermittlung gezahlt werden müssen – im Schnitt rund 80 Euro –, und die Tatsache, dass die Kundendaten bei den Vergleichsseiten bleiben. Diese Praxis stieß vor allem der HUK-Coburg sauer auf. Ins Fadenkreuz der Kritik geriet dabei zunehmend das Portal Check24, der Branchenprimus. Die Seite hat alleine im vergangenen Jahr 450.000 Verträge in der Sparte Kfz-Versicherung unter Dach und Fach gebracht.
Um dieser Übermacht Paroli bieten zu können, haben HUK-Coburg, Talanx und WGV sich nicht nur aus dem Angebot von Check24 verabschiedet, sondern vor einiger Zeit auch das Vergleichsportal Aspect Online übernommen. Im September soll die Seite mit neuem Glanz und unter neuem Namen an den Start gehen: transparo.de. Die Mehrheitseigner haben sich bewusst für einen Namen entschieden, der an den Begriff „Transparenz“ erinnert. Denn genau darum geht es bei einem Versicherungsvergleich: Das Ziel laute, so die Macher, den Kunden Vergleich und Abschluss so leicht wie möglich zu gestalten. Ob Check24 sich jetzt Gedanken machen muss, sei dahingestellt. Aspect Online kam 2010 „nur“ auf 80.000 Kfz-Policen. Diese Zahl soll nun vervielfacht werden. Ob das gelingt, hängt laut „Stern“ hauptsächlich davon ab, wie breit die Vergleichsbasis wird, sprich: Entscheidend wird sein, dass auch andere Gesellschaften mitmischen und ihre Daten in den Vergleich einspeisen lassen.

Posted by Andre on 08/01 at 11:38 AM
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