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Berufsunfähigkeit

Montag, Januar 09, 2012

Berufsunfähigkeitsschutz wird attraktiver

Über den Nutzen und den Sinn einer Berufsunfähigkeitsversicherung machen sich die Deutschen kaum Gedanken. Bislang haben weniger als 50 Prozent der erwerbsfähigen Bundesbürger einen Vertrag abgeschlossen. Zum einen, weil sie fürchten, viel Geld für wenig Leistung zahlen zu müssen. Zum anderen, weil sie sich gar nicht bewusst sind, wie wertvoll die eigene Arbeitskraft ist. In beiden Punkten müsste die Versicherungsbranche deutlich mehr Informationsarbeit leisten. An den Tarifen wird bereits kräftig gefeilt, damit sie noch kundenfreundlicher und gerechter werden.

Ein Weg, der bei Berufsunfähigkeitsversicherungen immer öfter eingeschlagen wird, ist die breitere Auffächerung der Berufsgruppen. Statt sich auf zwei oder drei Schubladen zu beschränken, wird inzwischen deutlich mehr auf die Details geachtet. So auch bei der Nürnberger Versicherungsgruppe. Die Assekuranz hat ihren Berufsunfähigkeitsschutz zu Jahresbeginn neu ausgerichtet und vier Zwischengruppen eingeführt, deren Prämie bis zu zehn Prozent günstiger ausfällt. Dazu müssen lediglich vier weitere Gesundheitsfragen beantwortet werden. Zusätzlich hob das Unternehmen die Überschussbeteiligung an. Dadurch wird sowohl der niedrigere gesetzliche Höchstrechnungszins ausgeglichen als auch ein günstigerer Beitrag gewährleistet.

Bei der HDI Gerling erstrahlt der Schutz vor Berufsunfähigkeit ebenfalls im neuen Glanz. Die EGO-Tarife – vom Classic über den Young bis zum 2in1 mit Geld-zurück-Option – wurden generalüberholt. Aus vier Risikogruppen wurden kurzerhand sieben. Das macht sich bei der Risikoeinstufung bei vielen Berufen positiv bemerkbar, insbesondere bei Akademikern, aber auch bei kaufmännisch und handwerklich Tätigen. Punkt zwei auf der Liste der Neuerungen sind die überarbeiteten Bedingungen. Mit von der Partie ist jetzt eine Wiedereingliederungshilfe für alle, die nach der Berufsunfähigkeit wieder in den Job einsteigen wollen. Eines wird deutlich: Die Unternehmen sind bemüht, die BU-Versicherung attraktiver zu gestalten. Jetzt müssen sie ihre Kunden nur noch davon überzeugen.

Posted by Andre on 01/09 at 06:27 PM
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Samstag, November 05, 2011

Berufsunfähigkeit: Verbraucherschützer raten von Billig-Policen ab

Das Risiko, berufsunfähig zu werden, ist schlichtweg unbekannt, der Beitrag für eine Berufsunfähigkeitsversicherung zu hoch oder der Abschluss einer Police aufgrund von Vorerkrankungen gar nicht erst möglich – Gründe, dass bislang nur jeder vierte Bundesbürger sich gezielt gegen Berufsunfähigkeit versichert hat, gibt es viele. Die Branche scheint sich inzwischen Gedanken darüber gemacht zu haben und wartet mit neuen Produkten auf, die einen ähnlichen Schutz versprechen. Die Prämien liegen deutlich unter denen einer Berufsunfähigkeitsversicherung. Zudem gibt es nur wenige Gesundheitsfragen. Dafür ist die Leistung aus Sicht von Verbraucherschützern eher fraglich.

Wie die Unternehmen ihr „Kind“ nennen, ist dabei eher zweitrangig. Vom Prinzip her handelt es sich um Erwerbsunfähigkeitsversicherungen. Sie zahlen nur, wenn der Kunde gar nicht mehr arbeiten und nicht einmal mehr der einfachsten Erwerbsfähigkeit nachgehen kann. „Da stellt sich schon die Frage: Wann muss die Versicherung überhaupt zahlen?“, so Bianca Boss vom Bund der Versicherten (BdV) gegenüber dem Handelsblatt. Nichtsdestotrotz werden die Angebote wahrgenommen. Bei der Generali haben seit Jahresbeginn rund 10.000 Kunden eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen. Ein Bankkaufmann im Alter von 30 Jahren zahlt für eine Monatsrente von 1.000 Euro knapp 37,35 Euro, ein Handwerker 55,43 Euro. Ähnlich funktioniert auch die Existenzschutzversicherung der Axa. Hier tritt der Leistungsfall bei Unfällen und besonders schweren Krankheiten ein.

Der Bund der Versicherten rät, sich die Konditionen der Versicherungen sehr genau anzusehen. Bisweilen muss eine Erwerbsunfähigkeit von mindestens 24 Monaten prognostiziert werden, ehe überhaupt ein Cent überwiesen wird. Besser seien Verträge, bei denen der Zeitraum nur sechs Monate beträgt. Grundsätzlich gilt aber: „Wir raten jedem, für den es möglich ist, eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen.“ Das sei bisweilen auch mit Vorerkrankungen noch möglich. Besser eine Police mit Einschränkungen als gar keine Absicherung oder nur eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung, lautet die Devise der Verbraucherschützer. Sie empfehlen, sich so früh wie möglich um einen Vertrag zu bemühen, da es dann weniger Probleme bei der Gesundheitsprüfung gibt.

Posted by Andre on 11/05 at 01:11 PM
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Montag, Oktober 17, 2011

Berufsunfähigkeitsversicherung anpassen

Bei vielen Policen sollte der Versicherungsschutz regelmäßig angepasst werden. Das gilt zum Beispiel für das Thema Hausrat, um eine Unterversicherung zu vermeiden. Damit Kunden sich nicht selbst darum kümmern müssen, bieten viele Verträge eine automatische Dynamisierung der Versicherungsleistung um ein paar Prozentpunkte pro Jahr an. Dieses System ist sicherlich praktisch, trotzdem sollte nach wie vor geprüft werden, ob der vorhandene Schutz noch reicht. Doch wie schaut es bei Verträgen aus, die einen elementaren Schutz bieten – wie bei der Berufsunfähigkeitsversicherung?

Einer der Aspekte, auf die beim Berufsunfähigkeitsschutz geachtet werden sollte, ist die Nachversicherungsgarantie. Sie erlaubt ohne erneute Gesundheitsprüfung, die vereinbarte Rente an die neuen Lebensumstände anzupassen. Teilweise ist dieser Schritt nur bei bestimmten Ereignissen möglich, etwa nach der Ausbildung, der Hochzeit oder der Geburt des ersten Kindes. Andere Policen erlauben die Anpassung ereignisunabhängig. Entscheidend ist letztlich, dass der höhere Beitrag zum Budget passt. Die Berufsunfähigkeitsversicherung um jeden Preis auf ein höheres Rentenniveau zu schrauben, wäre der falsche Weg. Im ungünstigsten Fall müsste der Vertrag gekündigt und damit der Schutz gänzlich aufgegeben werden.

Die Nürnberger Versicherungsgruppe beschreitet in puncto Nachversicherung inzwischen einen neuen Weg. Sie bietet bei der der Comfort-Berufsunfähigkeitsversicherung BU-Plus die Möglichkeit, die Rente drei Mal entsprechend der persönlichen und beruflichen Entwicklung zu erhöhen. Zielgruppe sind, so die Pressemitteilung des Konzerns, vor allem Studierende, Auszubildende und Berufseinsteiger. „Gerade für junge Akademiker ist der mitwachsende Schutz eine wichtige Option“, sagt die Nürnberger. Dazu wird bei Vertragsabschluss festgelegt, ob eine erste Änderung nach zwei oder vier Jahr vorgenommen werden soll. In zwei weiteren Schritten im Abstand von zwei und vier Jahren kann dann erneut entschieden werden, ob die Anfangsrente um 50 Prozent aufgestockt wird und damit auch die Prämie steigt.

Posted by Andre on 10/17 at 08:35 AM
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Mittwoch, Oktober 12, 2011

Wenn die Psyche berufsunfähig macht

Beinahe jedes große Magazin hat in den vergangenen Wochen ein Thema aufgegriffen, über das ansonsten nur hinter vorgehaltener Hand oder gar nicht gesprochen wurde: Burn-out. Ralf Rangnick, Ex-Trainer von Schalke 04, hat den Stein gewissermaßen ins Rollen gebracht. Trotzdem fällt es Betroffenen nach wie vor schwer, offen darüber zu reden, dass nichts mehr geht, weil man körperlich und vor allem seelisch ausgebrannt ist. Schließlich steht einiges auf dem Spiel, in erster Linie der Job. Dabei ist Burn-out nur eine von vielen psychischen Erkrankungen, die in der Bundesrepublik für Fehlzeiten und im schlimmsten Fall für Berufsunfähigkeit sorgen.

Das wissenschaftliche Institut der AOK sieht die Zahl psychischer Störungen weiter außerordentlich stark steigen. Die Konsequenz: Die beruflichen Fehlzeiten haben seit 1999 um 80 Prozent zugenommen. Im Schnitt fallen Berufstätige, deren Seele nach Hilfe schreit, 23,4 Tage aus. Körperliche Gebrechen sorgen hingegen nur für einen Ausfall von 11,6 Tagen. Jan Schust, Vorstand von Tarifcheck24 erklärt dazu: „Auch wenn es sich hart anhört – psychisch kranke Arbeitnehmer, die nur für mehrere Wochen ausfallen, können sich noch glücklich schätzen. Nicht selten führen psychische Krankheiten zur vollständigen Berufsunfähigkeit. Jeder im Berufsleben Stehende sollte daher eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen haben.“

Die Krux: Vielen Arbeitnehmern ist überhaupt nicht bewusst, dass weniger Unfälle oder Allergien, sondern vor allem Erkrankungen der Seele das Aus im Job bedeuten können. Wenn erst einmal ein psychisches Leiden diagnostiziert wurde, ist der Abschluss eine Berufsunfähigkeitspolice nahezu unmöglich. Das Risiko eines Rückfalls ist den Assekuranzen zu hoch. Daher kann – wie schon so oft an dieser Stelle – nur dazu geraten werden, sich so früh wie möglich um eine Absicherung zu bemühen. Je jünger und gesünder der Kunde, desto günstiger ist die Berufsunfähigkeitsversicherung und je weniger Ausschlüsse oder Risikofaktoren müssen berücksichtigt werden. Wichtig ist, dass es sich um eine eigenständige Police handelt, kein Kombiprodukt, eine Nachversicherungsgarantie besteht und auf die abstrakte Verweisung verzichtet wird.

Posted by Andre on 10/12 at 10:03 AM
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Montag, Oktober 03, 2011

Österreicher schätzen das Risiko der Berufsunfähigkeit völlig falsch ein

Mitte des Jahres hat die Continentale Lebensversicherung AG die Ergebnisse einer Studie zum Thema Berufsunfähigkeit veröffentlicht. Jetzt liegen die Daten der Continentale Assekuranz Service GmbH aus Österreich vor. Parallelen sind unverkennbar: Hüben wie drüben wird das Risiko, nicht mehr arbeiten zu können, schlichtweg unterschätzt. Statt gezielt mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung vorzusorgen, geht die Mehrheit davon aus, auch mit anderen Policen über die Runden zu kommen. Diesem Irrglauben unterliegen Deutsche und Österreicher gleichermaßen. Hauptsächlich, weil es an Informationen mangelt.

Um ein Beispiel zu nennen: In Österreich gehen 70 Prozent der Umfrageteilnehmer davon aus, dass eine Berufsunfähigkeitsversicherung als Vorsorgemaßnahme geeignet ist, und liegen damit goldrichtig. Auf der anderen Seite glauben aber 71 Prozent, dass auch eine Lebensversicherung für diese Zwecke geeignet ist. 80 Prozent nennen eine Unfallversicherung, 76 Prozent legen für den Fall der Fälle ein paar Euro auf die hohe Kante, 64 Prozent bauen auf Krankenzusatzversicherungen und 56 Prozent auf das Eigenheim. Christian Brandstätter, Geschäftsführer der Continentale, zitiert diesbezüglich seinen deutschen Kollegen: „Im übertragenen Sinn kaufen sich die Menschen also einen Fallschirm und sind dann davon überzeugt, dass er auch gegen Ertrinken hilft.“

Dass sich die Berufsunfähigkeitsversicherung in der Alpenrepublik bislang noch nicht durchsetzen konnte, hat mehrere Gründe. Zum einen rechnen nur wenige Arbeitnehmer damit, arbeitsunfähig zu werden, weil sie ein falsches Bild von Berufsunfähigkeit haben. Zum anderen baut man auf die Unterstützung von Familie und Freunden. „Das ganze Thema wird also offenbar nicht verstanden“, so Brandstätter. So wissen nur 22 Prozent der Österreicher, dass psychische Erkrankungen mit einem Anteil von 39 Prozent inzwischen auf Platz eins der Auslöser stehen. Das Fazit von Dr. Martina Leibovici-Mühlberger, die an der Studie mitgearbeitet hat, lautet daher, „dass hier ein enormer Informationsmangel zum Thema herrscht und qualifizierte Aufklärung und Beratung in großem Stil gefordert sind“.

Posted by Andre on 10/03 at 09:28 AM
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Mittwoch, September 14, 2011

Unbekannt: das Berufsunfähigkeitsrisiko

Der Deutschen liebstes Spielzeug ist und bleibt das Auto. Ihrem fahrbaren Untersatz gönnen sie nur das Beste, inklusive einer perfekten Risiko-Absicherung. Geht es aber um die Gesundheit und die Fähigkeit, den Lebensunterhalt mit der eigenen Hände Arbeit zu verdienen, wird geschludert. Dessen sind sich die Bundesbürger durchaus bewusst. Allerdings schätzen sie die möglichen Konsequenzen davon, nicht oder nicht ausreichend gegen Berufsunfähigkeit versichert zu sein, vollkommen falsch ein. Diese Rückschlüsse lässt eine repräsentative Umfrage des Instituts für Management- und Wirtschaftsforschung (IMWF) im Auftrag der Hannoverschen Leben zu.

In puncto Auto fühlen sich 77 Prozent gut und fast 50 Prozent der Deutschen sehr gut abgesichert. Auf die Frage, wie sie ihren Schutz bei Berufsunfähigkeit einschätzen, sackt die Quote merklich nach unten. „Nicht einmal jeder dritte Deutsche behauptet von sich, gut gegen das Risiko der Arbeitsunfähigkeit geschützt zu sein. Schlimmer noch: Mehr als jeder fünfte Bundesbürger gibt seinem Berufsunfähigkeitsschutz die Schulnote sechs, also ungenügend“, heißt es in der Pressemitteilung der Hannoverschen Leben. Den Grund für die Diskrepanz Auto zu eigener Absicherung sieht die Assekuranz in der Fehleinschätzung des Risikos. Ausgehend von den Umfragedaten trifft das aktuell auf 86 Prozent der Bundesbürger zu. Der Anteil bei den Teilzeitbeschäftigten liegt noch höher.

Hinter diesen Zahlen steckt, so die Versicherung, schlichtweg die Unwissenheit über das Berufsunfähigkeitsrisiko. Nur 50 Prozent derer, die noch keine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen haben, wagten eine Prognose über das eigene Risikopotenzial. Von den Umfrageteilnehmern, die bereits vorgesorgt haben, konnten nicht einmal 20 Prozent eine konkrete Zahl nennen. „Wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten zu können, wollen vor allem viele Menschen mit sitzenden Tätigkeiten nicht glauben“, erklärt die Hannoversche Leben und bringt Licht in das Dunkel: „Durchschnittlich 20 bis 30 Prozent werden im Laufe ihres Arbeitslebens dauernd oder vorübergehend erwerbsunfähig.“

Posted by Andre on 09/14 at 10:05 AM
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Montag, September 12, 2011

Private Altersvorsorge wird unterschätzt

Der Vorwurf an die Bundesbürger, überversichert zu sein, trifft nur bedingt zu. Auf der einen Seite wird mit Sachversicherungen jeder Eventualität vorgebeugt. Auf der anderen Seite übersehen die Deutschen die eigentlichen Risiken und vernachlässigen die Themen Altersarmut und Berufsunfähigkeit. Im Vergleich zu anderen europäischen Nationen ist die private Altersvorsorge dementsprechend eher mager ausgebaut. Das Problem, so Edda Castello von der Verbraucherzentrale Hamburg: „90 bis 95 Prozent der Deutschen sind komplett falsch versichert.“

Blickt man auf die Verteilung der Policen, sollte man meinen, alles sei im Lot: 80 Prozent der Haushalte haben eine Hausratversicherung, 70 Prozent eine private Haftpflichtversicherung, 63 Prozent kapitalbildende Lebens- und Rentenversicherungen und 50 Prozent eine Rechtsschutzpolice. „Doch die wichtigsten Versicherungen fehlen“, erklärt die Verbraucherschützerin gegenüber der Zeit. Das größte Problem: Es fließt zu wenig Geld in die private Altersvorsorge.
Insgesamt bezahlen die Deutschen Jahr für Jahr knapp 1.955 Euro für ihre Policen. Davon entfallen 1.100 Euro auf die Vorsorge für das Alter. Mit diesem Wert liegt die Bundesrepublik auf dem drittletzten Rang innerhalb Europas. Nur in Österreich und Spanien wird noch weniger in die eigene Zukunft investiert. Ulrike Pott vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), sieht die Zahlen kritisch: „In vielen Ländern sind die Pro-Kopf-Beiträge für Lebensversicherungen teilweise mehr als doppelt so hoch wie in Deutschland, etwa in der Schweiz, Großbritannien, Frankreich und Schweden.“ Die Lebensversicherung steht dabei eher symbolisch für das Bemühen um eine private Altersvorsorge.

Die Konsequenzen werden erst in einigen Jahren sichtbar sein, aus Expertensicht jedoch dramatische Züge annehmen. Deutschland droht die größte Rentenlücke in Europa, heißt es. Die Holländer hingegen hätten es gut. Selbst in Italien und Frankreich reichten ein paar Tausend Euro Ersparnis, um die spätere Lücke zu füllen. Zwei weitere Probleme: Nur 19 Prozent der Bundesbürger haben eine Berufsunfähigkeitsversicherung und 30 Prozent verzichten auf eine private Haftpflichtversicherung. Letztere kann problemlos jederzeit abgeschlossen werden. Wartet man hingegen zu lange mit dem Schutz gegen Berufsunfähigkeit, wird es teuer oder extrem schwer, eine Police zu erhalten.

Posted by Andre on 09/12 at 09:52 AM
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Mittwoch, September 07, 2011

Die KörperSchutzPolice der Allianz

Die meisten Bundesbürger kennen zur Absicherung ihrer Arbeitskraft ausschließlich die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU-Schutz). Bisweilen übernimmt auch eine private Unfallversicherung diese Aufgabe. Eher unbekannt sind hingegen Dread-Disease-Policen als Versicherung gegen schwere Krankheiten und Erkrankungen. Diesen Umstand möchte die Allianz Lebensversicherungs-AG jetzt ändern. Mit der KörperSchutzPolice wurde ein Dread-Disease-Produkt entwickelt, das für Menschen gedacht ist, „die hauptsächlich körperlich tätig sind und die weniger einen ganz speziellen Beruf als vielmehr den Broterwerb als solchen versichert haben möchten“.

Angesprochen werden laut Allianz Leben in erster Linie Arbeitnehmer in risikoträchtigen Handwerks- und Dienstleistungsberufen. Als Beispiele nennt der Konzern Dachdecker, Köche, Bauarbeiter und Krankenpfleger. Letztlich richtet sich die KörperSchutzPolice allerdings nicht an feste Berufsbilder, sondern an jeden, der seine Grundfähigkeiten versichern möchte. „Hierzu gehören der Gebrauch der Hände, eines Armes, das Gehen, Knien und Bücken sowie die gesundheitliche Befähigung zum Autofahren. Außerdem sind das Sehen, Sprechen und Hören, die intellektuelle Gedächtnisleistung und der Gleichgewichtssinn versichert“, erklärt die Assekuranz in einer Pressemitteilung.

Tritt der Leistungsfall ein, erhält der Kunde aus der Dread-Disease-Versicherung eine Rente und/oder einen Einmalbetrag. Grundsätzlich gilt: „Die KörperSchutzPolice zahlt eine monatliche Rente, sobald auch nur eines dieser Kriterien dauerhaft beeinträchtigt ist und dies von einem Facharzt bestätigt wird“, so Volker Priebe, Leiter Produktentwicklung der Allianz Leben. Bei Herzinfarkt, Schlaganfall, Krebs, Querschnittslähmung, Multipler Sklerose und Koma, also bei schweren Krankheiten, gibt es einen Einmalbetrag, der „die unmittelbare Not lindern soll“. Die Rente wiederum dient der Finanzierung der täglichen Lebenshaltungskosten. Zu beachten ist: Der für eine Leistung erforderliche Schweregrad einer Beeinträchtigung liegt weit höher als beim klassischen BU-Schutz. Dadurch ist der Beitrag für die KörperSchutzPolice zwar niedriger - sie stellt allerdings keinen gleichartigen Ersatz für eine Berufsunfähigkeitsversicherung dar.

Posted by Andre on 09/07 at 09:17 AM
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Montag, September 05, 2011

Doppel mit Schwächen: Schutz gegen Berufsunfähigkeit und Pflegebedürftigkeit

So schön und praktisch all-inclusive auch sein mag: Beim Versicherungsschutz sollte man sich sehr gut überlegen, ob es wirklich sinnvoll ist, zwei oder mehr Fliegen mit einer Klappe schlagen zu wollen. Hausrat- und Privathaftpflichtversicherung zu bündeln, ist durchaus gängig, vergleichsweise preiswert und wird auch vom Bund der Versicherten (BdV) nicht weiter kritisiert. Geht es aber darum, eine Berufsunfähigkeitsversicherung mit einer privaten Pflegezusatzpolice zu verknüpfen, heben die Verbraucherschützer mahnend den Zeigefinger.

„Die Berufsunfähigkeitsversicherung zählt zu den wichtigsten Policen. Die Pflegezusatzversicherung kann eine sinnvolle Ergänzung sein. Die Verknüpfung beider in einem Vertrag ist für Kunden allerdings mit Nachteilen verbunden“, sagt Vorstandsmitglied Thorsten Rudnik. Der BdV sieht diesbezüglich vor allem zwei Probleme bzw. Schwächen. Sollte der Versicherungsnehmer pflegebedürftig werden, erhält er aus dem Vertrag eine Rente. „Das ist die ungünstigste Variante der Pflegeversicherung“, so der Bund der Versicherten. Begründet wird diese Einschätzung mit den zu hohen Beiträgen. Die Experten präferieren daher eine Pflegetagegeld- oder Pflegekostenversicherung.

Der zweite Punkt auf der Negativliste ist in die Zukunft gerichtet und wartet mit der berechtigten Frage auf: Was passiert, wenn ich die Prämie nicht mehr bezahlen kann? In dem Fall ginge der Schutz gegen Berufsunfähigkeit und Pflegebedürftigkeit gleichermaßen verloren. Denn bei Verträgen, die mit mehreren Bestandteilen aufwarten, gibt es in der Regel kein „entweder oder“. Dabei wiegt der Verlust der Berufsunfähigkeitsversicherung ungleich höher. Die Problematik, wenn die Finanzen wieder im Lot sind: Ein neuer Vertrag wäre deutlich teurer oder kommt unter Umständen gar nicht erst zustande, weil der Kunde älter geworden ist und sich möglicherweise der Gesundheitszustand verschlechtert hat.

Posted by Andre on 09/05 at 09:27 AM
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Mittwoch, August 03, 2011

Berufsunfähigkeitspolice: Urteil zu den Auskunftspflichten der Versicherten

Einer der größten Stolpersteine bei der Berufsunfähigkeitsversicherung sind die Gesundheitsfragen. Ist der Katalog erst einmal abgearbeitet und gibt es seitens der Assekuranz keine Bedenken, steht dem Vertrag nichts mehr im Wege und kann die eigene Arbeitskraft abgesichert werden. Soll die Leistung der Police im Laufe der Zeit erweitert werden, beginnt das Spiel unter Umständen von vorne. Selbst wenn keine erneute Gesundheitsprüfung vereinbart wurde, müssen der Versicherung gesundheitliche Probleme mitgeteilt werden. Das entschied das Landgericht Regensburg (Aktenzeichen: 3 O 1208/10 [3]).

Hintergrund: 2004 schloss der Kunde eine Lebensversicherung samt Berufsunfähigkeitszusatzversicherung ab. Einige Jahre später, im September 2008, informierte ihn ein Mitarbeiter der Assekuranz, dass der Berufsunfähigkeitsschutz erhöht werden könne. Eine erneute Gesundheitsprüfung sei dafür nicht nötig. Der Versicherungsnehmer folgte dem Vorschlag und ließ den Vertrag im November 2008 entsprechend anpassen. Dabei verschwieg der Kunde allerdings, dass bei ihm bereits im Februar 2008 ein Karzinom festgestellt wurde und ein künstlicher Darmausgang gelegt werden musste. Daraus leitete sich eine 50-prozentige Berufsunfähigkeit ab. Dieser Fakt war dem Versicherten ebenfalls seit Anfang 2008 bekannt. Als er die Leistung aus seiner Berufsunfähigkeitspolice abrufen wollte, ging er leer aus.

Die Bemühungen, die private Berufsunfähigkeitsrente auf gerichtlichem Wege durchzusetzen, scheiterten. Das Landgericht Regensburg bestätigte die Entscheidung der Assekuranz. Die Richter erklärten, es bestehe nur dann Anspruch auf eine Leistung aus dem Vertrag, wenn die Berufsunfähigkeit nicht vor, sondern erst nach dem Abschluss der Police eintrete. Diese Regelung gelte auch für den Fall, dass der Vertrag bei Krankheitsbeginn bereits bestanden habe, später aber erweitert werde. Das heißt: Der Kunde ist auch bei einer Vertragsanpassung verpflichtet, die Versicherung über mögliche Risiken in Kenntnis zu setzen.

Posted by Andre on 08/03 at 09:31 AM
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Freitag, Juli 08, 2011

Verschwiegene Gastritis kostet Kundin den Schutz der Berufsunfähigkeitsversicherung

Zu den Tücken der Berufsunfähigkeitsversicherung gehört zweifelsohne der Katalog mit den Gesundheitsfragen. Teils umfasst alleine dieser Part des Antrags gleich mehrere Seiten und muss zu Dutzenden Themen Auskunft gegeben werden, angefangen beim letzten Krankenhausaufenthalt bis hin zum Konsum von Alkohol und Zigaretten. Spielraum gibt es bei der Beantwortung der Fragen nicht. Sie müssen allesamt und ohne Ausnahme wahrheitsgemäß bearbeitet werden, sonst ist der Versicherungsschutz gefährdet. Darauf ist an dieser Stelle schon oft aufmerksam gemacht worden. Die Folgen, hält man sich nicht an die Spielregeln, zeigt ein Urteil des Oberlandesgerichtes Brandenburg (Aktenzeichen 11 U 6/11).

Der Fall: Eine Beamtin, 40 Jahre jung, hatte sich für eine Lebensversicherung inklusive Berufsunfähigkeitsversicherung entschieden. Den Fragenkatalog beackerte sie zwar, nahm es mit der Wahrheit aber nicht ganz so genau und verschwieg der Assekuranz eine Magenschleimhautentzündung (Gastritis). Dieser Fehler wurde ihr zum Verhängnis, als sie einige Jahre später die Leistungen der Berufsunfähigkeitsversicherung in Anspruch nehmen musste. Die Rente aus dem Vertrag belief sich auf rund 3.600 Euro jährlich. Allerdings floss das Geld nur bis zu dem Tag, an dem die Versicherung von der Gastritis erfuhr. Danach drehte die Assekuranz der Frau den Geldhahn zu und ging später als Sieger aus dem Rechtsstreit hervor.

Die Kundin hätte sich im Klaren darüber sein müssen, so die Richter, dass die Versicherung auf schwere Erkrankungen aufmerksam gemacht werden muss. Anderenfalls bestehe für die Unternehmen keine Möglichkeit, sich gegen den Antrag zu entscheiden oder mit Risikoaufschlägen zu arbeiten. Im vorliegenden Fall handele es sich um eine arglistige Täuschung, die von der Versicherung berechtigterweise angefochten wurde. Heißt: Den eigenen Gesundheitszustand oder die Krankengeschichte geschönt darzustellen oder einzelne Fakten zu verschweigen, bringt die geplante finanzielle Absicherung in Gefahr. Wie schon mehrmals empfohlen, sollten die Fragen daher nach Möglichkeit zusammen mit dem Hausarzt besprochen und beantwortet werden, um auf Nummer sicher zu gehen.

Posted by Andre on 07/08 at 09:49 AM
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Mittwoch, Juli 06, 2011

Zum Thema Berufsunfähigkeitsversicherung besteht großer Informationsbedarf

Die Bedeutung und der Nutzen einer Berufsunfähigkeitsversicherung erschließen sich der Mehrheit der Bundesbürger offenbar nur bedingt. Eine TNS-Infratest-Studie im Auftrag der Continentale Lebensversicherung AG deckte jetzt eklatante Wissenslücken auf. Sie lassen darauf schließen, dass die Versicherungsbranche noch weit mehr Informationsarbeit leisten muss als bisher. Schließlich steht die Empfehlung von Verbraucherschützern, dass jede Arbeitnehmerin und jeder Arbeitnehmer mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung vorsorgen sollte, nicht erst seit gestern im Raum.

Das größte Problem: Die völlig falsche Einschätzung des Themas Berufsunfähigkeit. In der Pressemitteilung zur Studie erklärt die Assekuranz. „Nur 13 Prozent der Berufstätigen in Deutschland sehen für sich das persönlich das Risiko, berufsunfähig zu werden.“ Tatsächlich muss jeder Fünfte (andere Statistiken sprechen übrigens von jedem Vierten) den Hammer aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig an den Nagel hängen. Dass dabei psychische Erkrankungen inzwischen an erster Stelle stehen, ist nur 27 Prozent der Umfrageteilnehmer bewusst. Sie gehen nach wie vor davon aus, dass hauptsächlich Rückenschmerzen und Unfälle zu Berufsunfähigkeit führen.

Das falsche Bild, das sich in den Köpfen vieler Verbraucher eingebrannt hat, birgt Gefahren, erklärt Dr. Dr. Michael Fauser, Vorstandsmitglieder der Continentale: „Das führt dazu, dass das persönliche Risiko unterschätzt wird: Wer nicht körperlich arbeitet, sondern am Schreibtisch sitzt, der macht sich keine Sorgen.“ Dementsprechend mangelt es oft an den nötigen Vorsorgemaßnahmen. 75 Prozent der Deutschen sind für den Fall der Berufsunfähigkeit nur unzureichend abgesichert. Denn Immobilien, Lebensversicherungen und Krankenzusatzversicherung können die finanziellen Auswirkungen nicht auffangen. Dr. Dr. Fauser bringt es auf den Punkt: „Im übertragenen Sinn kaufen sich die Menschen also einen Fallschirm und sind dann davon überzeugt, dass er auch gegen Ertrinken hilft.“

Posted by Andre on 07/06 at 10:30 PM
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Mittwoch, Juni 15, 2011

Große Preisspannen beim BU-Schutz

Die Berufsunfähigkeitsversicherung gilt als unverzichtbar, wenn der Lebensunterhalt mit der eigenen Hände Arbeit verdient wird. Dass Verbraucherschützer und Bund der Versicherten darauf pochen, entsprechend vorzusorgen, kommt nicht von ungefähr: Jeder Vierte wird im Laufe seines Lebens berufsunfähig. Dabei stehen Interessenten, die eine private Versicherung abschließen wollen, vor zwei Hürden: der Angebotsvielfalt und den immer strengeren Auswahlkriterien der Assekuranzen. In puncto Angebot brachte jetzt die Zeitschrift Finanztest ein wenig Licht ins Dunkel.

52 Tarife hat die Redaktion näher unter die Lupe genommen und nach Preis und Leistung bewertet. Wenig überraschend ist die Erkenntnis, dass zwischen günstigen und teuren Verträgen bis zu 160 Prozent Prämienunterschied liegen. Dazu nennt die Stiftung Warentest zwei Beispiele: Ein Altenpfleger müsste für eine Berufsunfähigkeitsrente in Höhe von 1.000 Euro, die bis zum 65. Lebensjahr gezahlt würde, zwischen 645 und 1.742 Euro pro Jahr aufbringen. Bei einer Diplomkauffrau, die eine BU-Rente über 2.000 Euro vereinbaren und sich bis zum 67. Lebensjahr absichern möchte, reicht die Bandbreite von 870 bis 2.282 Euro jährlich.

Überzeugt haben die Tester bei allen Modellkunden vor allem die Tarife der AachenMünchener. „Eine Reihe weiterer Verträge war ebenfalls sehr gut – besonders preisgünstig darunter die Tarife von HUK24 und HUK-Coburg“, erklärt die Stiftung Warentest. Bleibt das Problem, dass viele Anträge auf eine Berufsunfähigkeitsversicherung gar nicht erst angenommen werden. Die Absagen basieren in der Regel auf Vorerkrankungen, die Punkt für Punkt und ohne Schönfärberei aufgelistet werden müssen. Doch auch der Beruf an sich kann bereits ein Ablehnungsgrund sein.

Die Experten von Finanztest raten daher, „gleichzeitig bei mehreren Anbietern anzufragen“. Denn sollte auch nur ein Antrag abgelehnt werden, wird es relativ schwer, bei einer anderen Assekuranz einen guten und günstigen Vertrag über eine Berufsunfähigkeitsversicherung zu erhalten. Die Ausgangslage zu verbessern, indem falsche Daten in die Fragebögen eingetragen werden, bringt gar nichts, höchstens Ärger. Denn sollte man die BU-Police irgendwann in Anspruch nehmen müssen, kommen diese Fehler ans Tageslicht und würden im schlimmsten Fall dafür sorgen, dass gar keine Rente gezahlt wird.

Posted by Andre on 06/15 at 12:11 PM
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Mittwoch, Juni 08, 2011

King of Pop soll beim Versicherungsantrag geschummelt haben

Gesundheitsfragen sind fester Bestandteil vieler Versicherungsanträge. Die Bandbreite reicht von der privaten Krankenversicherung und Zusatzversicherungen über Berufsunfähigkeitspolicen bis hin zur Lebensversicherung. Doch auch in Verträgen, mit denen der Ausfall eines oder mehrerer Konzerte versichert werden soll, müssen die Künstler Fragen zu ihrem Gesundheitszustand beantworten. Genau darüber ist jetzt ein Streit entbrannt zwischen dem Veranstalter AEG Live, der die „This Is It“-Konzerte für Michael Jackson organisierte, und der britischen Versicherungsbörse Lloyd´s of London.

Die Auftritte in der o2-Arena in London sollten das Comeback des Popstars markieren. Daraus wurde jedoch nichts: Michael Jackson starb wenige Tage vor dem ersten Konzert am 25. Juni 2009 an einer Überdosis Propofol. Da sämtliche Termine abgesagt werden mussten, fordern der Konzertveranstalter und der Nachlassverwalter des King of Pop jetzt die Versicherungssumme, immerhin 17,5 Millionen Dollar (umgerechnet rund zwölf Millionen Euro). Doch die Assekuranz weigert sich und wirft den gegnerischen Parteien Betrug vor. Anlass dafür ist der Gesundheitsfragen-Katalog, in dem vorsätzlich falsche Angaben gemacht worden sein sollen. Ob dem tatsächlich so ist, müssen jetzt Richter klären.

Lloyd´s of London sieht sich im Recht, so das Portal tmz.com, weil der Gesundheitszustand völlig falsch dargestellt wurde. Der Sänger habe weder angegeben, dass er verschreibungspflichtige Medikamente nehme, noch darüber informiert, dass er bei einem Arzt in Behandlung sei. Laut Versicherung steht im Antrag, dass Michael Jackson seit 2005 keinen Arzt mehr aufgesucht habe. Das sei Grund genug, den Vertrag für nichtig zu erklären. Der Nachlassverwalter spricht hingegen von einem „berechtigten Anspruch“.

Dass sich eine Assekuranz querstellt, weil bei den Gesundheitsfragen falsche Daten eingetragen wurden, ist nicht neu. So kann es durchaus passieren, dass jemand leer ausgeht, der sich als Nichtraucher ausgibt, aber 30 Kippen am Tag anzündet. Das gilt für alle Versicherungssparten. Verbraucherschützer und der Bund der Versicherten raten daher, bei der Wahrheit zu bleiben und, um auf Nummer sicher zu gehen, die Fragen gemeinsam mit dem Hausarzt zu beantworten. Denn jedes noch so winzige Detail kann sich im Schadensfall als Bumerang erweisen und richtig teuer werden.

Posted by Andre on 06/08 at 10:10 PM
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Montag, Mai 16, 2011

Ratgeber zum BU-Schutz

184 Seiten geballte Informationen bieten die Verbraucherzentralen mit ihrem Ratgeber „Berufsunfähigkeit gezielt absichern. Der Weg zum besten Vertrag“. Das Buch erscheint inzwischen in der vierten Auflage und kostet 9,90 Euro (bei Online-Bestellungen zuzüglich Versandkosten). Der Leitfaden gibt Interessenten die Möglichkeit, sich gezielt mit sämtlichen Aspekten des Themas vertraut zu machen: angefangen bei der Definition von Berufsunfähigkeit über den gesetzlichen Schutz bis hin zur Versicherungsberatung.

Ziel der Autoren ist es, verständlich und ohne Schnörkel auf die Bedeutung sowie mögliche Fallstricke bei der Berufsunfähigkeitsversicherung hinzuweisen. Die wichtigsten Fragen, die der Ratgeber beantwortet: Wie viel Schutz braucht man wirklich? Wie findet man den besten Versicherer? Wie kann die Prämie niedrig gehalten werden? Wie kann man Steuern und Abgaben sparen? Und wie wird die Rente später wirklich durchgesetzt? Für Laien, die sich bislang noch nie mit dem BU-Schutz befasst haben, bietet das Buch somit wertvolle Anhaltspunkte. Denn eines gilt bei der Berufsunfähigkeitsversicherung nach wie vor: Sie ist wichtig, aber leider sehr kompliziert.

Mit dem Ratgeber der Verbraucherzentralen ist man gut gerüstet für das Gespräch mit der Versicherung bzw. dem Makler des Vertrauens. Der Tipp der Autoren: „Sie sollten mehrere Anträge stellen – und das möglichst gleichzeitig.“ Hintergrund: Falls es zu einer Ablehnung kommt, werden die Daten üblicherweise in der Zentraldatei der Versicherungswirtschaft gespeichert. Damit wären weitere Absagen bei späteren Anträgen vorprogrammiert. Möglich sind auch anonymisierte Risiko-Voranfragen, wenn Vorerkrankungen bestehen oder der Beruf als zu riskant gilt. Sollte es gar nicht klappen, nennt das Buch auch einige Alternativen: die Erwerbsunfähigkeitsversicherung, die Dread-Disease-Versicherung, die Grundfähigkeitenversicherung und die Unfallversicherung.

Posted by Andre on 05/16 at 09:23 AM
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