Energiesparen
Mittwoch, Dezember 16, 2009
Bauherren denken an Energetik!
Zum Jubeln war sie nicht, die Baukonjunktur 2009. Meist bewegte sich der Wohnungsneubau in fallende Richtung. Jetzt scheint es so, als ob die Geschäfte wieder anziehen oder wenigstens leicht angezogen hätten. Einen Maßstab dafür bietet die KfW Bankengruppe, die für 2009 bei zusätzlichen Mitteln aus dem ersten Konjunkturpaket höchste Förderungs-Quoten für energieeffiziente Gebäude meldet.
Seit die Förderprogramme aufgelegt wurden, waren noch nie mehr Mittel beansprucht und genehmigt worden wie in 2009. Und nicht nur private Bauherren wurden begünstigt, auch Baufirmen und letztendlich die Umwelt partizipierten.
Angesagt: Wärmedämmung
Und so liegt energetisches Sanieren und Bauen von Wohngebäuden noch immer im Trend: Bis Ende November 2009 vergab die KfW über 200.000 Kredite oder Zuschüsse. Es entstand ein Fördervolumen von mehr als 8 Milliarden Euro. In der Summe ein knappes Viertel dessen, was seit 2001 die bisherige Gesamtsumme von 30 Milliarden Euro ausmacht. Und weil die Mittel ausgeschöpft wurden, sind weitere mit dem ersten Konjunkturpaket bei hoher Nachfrage zur Jahresmitte genehmigt worden. Fördergelder, mit denen Investitionen im Umfang von 17 Milliarden angestoßen wurden. Mehr als eine halbe Million Wohnungen (550.000) wurden auf neueste energetische Standards gebracht.
Wieder mehr Deckungsbeitrag
Mit positiven Deckungsbeiträgen - nach Abzug der variablen Kosten vom Stückpreis - konnte sich auch die Bauindustrie erholen und fließende Mittel abschöpfen. Für die KfW bedeutet dies auch Sicherheit für 270.000 Arbeitsplätze bis Ende 2009 und wohl auch darüber hinaus. Auch wird der Ausstoß des Treibhausgases CO² durch besser gedämmte Gebäude mit moderner Heiztechnik dauerhaft um jährlich 1,3 Millionen Tonnen gesenkt. Und Hausbesitzer und Mieter können sich zudem über geringere Heizkosten trotz steigender Gaspreise freuen.
Wie eine Maßnahme durch die KfW gefördert wird, hängt von der Energiemenge ab, die ein Gebäude im Vergleich zu einem Neubau verbraucht. So wurde das Förderprogramm durch den “KfW-Effizienzhaus”-Standard gestrafft und vereinfacht. Ein “Effizienzhaus 70” verbraucht demnach nur 70 Prozent der Energie eines Standard-Neubaus. Je kleiner die Zahl, desto höher die Energie-Effizienz. Alles ganz easy…
Mittwoch, Dezember 09, 2009
Bauqualität muss wieder besser werden
Bis in die Kleinstadt zieht sich die Gefahr der Insolvenz in der Baubranche. Untersteht doch die Bauwirtschaft einem massiven Preiskampf. Europaweite Ausschreibungen, latente Angst, dass Korruption zum Vorwurf wird, wenn kommunal-politisches Entscheiden eine Rolle spielt, die Wirtschaftskrise und verzweifelte, weil ruinöse Angebote von Firmen, die eigentlich schon platt sind, schädigen volkswirtschaftlich, verursachen den Verdrängungswettbewerb und verhindern seriöse Arbeit von qualitätsbewussten Unternehmen.
Doch was tun? Statt Billig-Bauen sollte wieder Qualitäts-Bauen praktiziert werden. Das nun würde wenigstens die deutsche Bauwirtschaft sichern und am ehesten die Folgekosten von Bauschäden verhindern. Doch ohne gemeinsame Zielsetzung wird sich wirtschaftliches, nachhaltiges und gesundes Bauen nicht durchsetzen können. Deshalb müssen Bauherren und Planer, Bauunternehmen und Handwerker im Sinne der Initiative Neue Qualität des Bauens (INQA-Bauen) handeln.
Unter diesem Dach werden Referenzen und Kooperationen auch regional genutzt, indem Partner ihre Strukturen und Angebote abstimmen und Qualitätsstandards für die jeweilige Region definieren. Ergebnisse aus Netzwerken für Berlin Brandenburg, Hamburg, Schleswig-Holstein, Hessen, Niedersachsen, NRW und das Saarland sind bereits gegeben.
Jetzt auch im “Ländle”
Für “Gutes Bauen in Baden-Württemberg” fand der Auftakt im November 2009 statt, wobei “Gutes Bauen” mit hoher Bauqualität einhergeht. Über die Initiativen “Architektur und Baukultur”, “Kostengünstig qualitätsbewusst Bauen” und das “Leitbild Bauwirtschaft der Bundesrepublik Deutschland” sind
* Bauherren zu motivieren, qualitätsbewusst und wirtschaftlich zu bauen,
* Bauunternehmen und Handwerksbetriebe bei Arbeits- und
Geschäftsabläufen zu unterstützen,
* Planer und Architekten zum engeren Kommunikationsaustausch zu bringen und
* Dienstleister regional auf abgestimmte Angebote zu trimmen.
Die Ziele mit regionalen Netzwerken und verschiedener Praxishilfen und Instrumente umzusetzen könnte gelingen mit
* Check-bauen,
* CASA-bauen und
* Gute-Bauunternehmen.de.
Check-bauen hilft, Bauprojekte erfolgreich durchzuführen; CASA-bauen liefert Bauunternehmern systematische Informationen durch Selbstbewertung, was zur Voraussetzung wird, in die Datenbank Gute-Bauunternehmen.de aufgenommen zu werden.
Dabei ist vorgesehen, dass die Datensätze die Unternehmen angeben, die Qualitätssiegel besitzen und insbesondere auch, ob diese durch den Verein für die Prä-Qualifikation von Bauunternehmen e.V. zertifiziert sind.
Dienstag, November 17, 2009
Hausbau: Günstig darf nicht billig werden!
Ist das Geld aktuell auch billig, bleibt der Bauherr dann aber doch in vielen Fällen schwach. Schwach in seiner Liquidität, was dazu führt, dass nur “billig gebaut” wird, was sich dann aber meist als ungünstig erweist.
Wird an der falschen Stelle gespart, macht sich dies später mit überhöhtem Energieverbrauchs oder mit teurer Sanierung zunächst latenter Baumängel bemerkbar. Wird dagegen der Bau hochwertig ausgeführt, erspart man sich Folgeschäden und kann bei den Nebenkosten durch Energieverbrauch allerhand sparen.
Wer beim Hausbau an der falschen Stelle spart, den treffen während der Nutzung später deutlich überhöhter Heizkosten oder es wird teuer, aufgetretene Baumängel zu beseitigen. Verlässt man sich auf Studien, dann entfallen neun von 100 Baumängeln auf die Wärmedämmung und weitere zehn von 100 auf die Luftdichtigkeit der Gebäudehülle. Dabei fallen die Komponenten Fenster, Türen und Dach besonders auf.
Was zu Mängeln führt
Ursachen für spätere Baumängel können in der Planung wie auch in der Ausführung liegen; das kann sich in überhöhte Heizkosten beweisen oder dass die Heizungsanlage zu gering dimensioniert ist. An Wärme oder Kältebrücken, an undichten Stellen und in der Folge feucht eingebauter Dämmmaterialien steigt die Gefahr, dass Wände oder Decken schimmeln. Das kann zu hohen Sanierungskosten führen und in Extremen sogar zur Unbewohnbarkeit von Gebäuden oder deren Teile.
“Quali” bei Handwerkern
Für Spezialisten gibt es keine Frage: Bei der Entscheidung für Handwerksbetriebe ist sorgfältig vorzugehen und auf deren Qualifikation zu achten. Auch empfiehlt sich eine begleitende Qualitätskontrolle von unabhängiger Seite, denn Mängel am Bau kann man frühzeitig erkennen, bevor Wände und Verkleidungen vieles unsichtbar machen….bis der Zahn der Zeit daran nagt..
Dienstag, Oktober 20, 2009
EnEV 2009 verschärft Energiesparen am Haus
Wenn die Regierung was schafft, tritt meistens in Kraft…Na? Richtig, ein Gesetz oder eine Verordnung. Gerade so wie die EnEV 2009 nach der ab 1. Oktober 2009 verschärfte Energiespar-Regeln beim Bau oder Umbau und Ausbau gelten.
Bereits bei der Planung eines Neubaus muss dies berücksichtigt werden. Und auch Eigentümer von Altbauten müssen je nach Status nachrüsten und bei Sanierungen die neuen Anforderungen erfüllen. Das bedeutet, dass Bauherren künftig noch energieeffizienter bauen müssen, damit sich die langfristig orientierten Klimaschutzziele der Bundesregierung auch einstellen. Für sogenannte “Bestandsimmobilien” haben nun auch deren Käufer und Eigentümer künftig drauf zu achten, wann der Bauantrag gestellt wurde: Nach dem 30. September gilt jedenfalls die neue Energie-Verordnung.
Was sich für Bauherren ändert
Deutlich verschärft wurden die Auflagen bei Neubauten. Das bedeutet in Zahlen, der Energieverbrauch muss 30 Prozent niedriger sein als nach alter Regelung. Als Richtwert gilt der Jahres-Primär-Energiebedarf. Das ist die “End-Energie”, die für Heizung, Warmwasser, Lüftung und Kühlung verbraucht wird und den Energie-Verlusten, die durch die Erzeugung der Endenergie entstehen. Bei der Außenhaut eines Gebäudes muss die Dämmung um 15 Prozent besser sein als bisher. Und mit dem “Wärmegesetz” sind Bauherren nunmehr verpflichtet, ihren Energiebedarf teilweise über erneuerbare Energien wie Bioenergie, Solar-Thermie, Geo-Thermie oder Umweltwärme zu decken. Wem dies aus welchen Gründen auch immer nicht möglich ist, der kann Maßnahmen durchführen, die ähnlich Klima schonende Wirkung haben. Als Ersatzmaßnahmen gelten hierbei Kraft-Wärme-Kopplung oder Dämm-Maßnahmen.
Und bei Alt-Gebäuden?
Wird die “Gebäude-Hülle” eines Hauses saniert, also Außenwände, Dach, Fenster, Gaupen oder Dachflächen-Fenster, gilt - wie bereits bisher bei der Alt-Verordnung - dass die EnEV nur einhalten muss, wer mit den zu sanierenden Flächen eine bestimmte Größe überschreitet. Diese Berechnung ergibt sich als Ergebnis aus dem Quotient (= Verhältnis) der Fläche des sanierten Bauteils zur gesamten Bauteil-Fläche des Gebäudes. Damit sind kleinere Reparaturen bis zu zehn Prozent der gesamten Bauteilfläche ausgenommen. Für den Dachausbau mit einer Nutzfläche von über 50 Quadratmetern ist seit 1. Oktober 2009 nachzuweisen, dass der neue Gebäudeteil den Neubau-Standard in Bezug auf den Jahres-Primärenergiebedarf und den Wärmeschutz der Gebäudehülle erfüllt.
Für Altbau-Eigentümer obligatorisch
Für Altbauten gilt, dass die oberste, bislang meist ungedämmte Geschossdecke über den beheizten Räumen zusätzlich gedämmt werden muss. Auch wenn diese nicht begehbar, jedoch zugänglich ist. Als Alternative gilt es das bislang ungedämmte Dach zu isolieren.
Bei Gebäuden mit mindestens sechs Wohneinheiten sind Nachtspeicheröfen durch eine neue Heizung zu ersetzen. Dies jedoch nur dann, wenn die Wohnungen ausschließlich mit solchen Geräten beheizt werden. Öfen solcher Bauweise, die bis Ende 1989 installiert wurden, dürfen jedoch noch bis 2020 betrieben werden. Geräte, die ab 1990 installiert wurden, dürfen noch 30 Jahren im Einsatz bleiben.
Kreditbank fördert EnEV
Wie oft bei anderen Förderungen gilt auch hier: Je höher die Effizienz einer Maßnahme, desto attraktiver die Förderung. Deshalb wurden die Förderprogramme der KfW an die EnEV 2009 angepasst; die Struktur ist geblieben. Als einheitlich gelten nach wie vor die Förderstufen “KfW-Effizienzhaus 100”, “KfW-Effizienzhaus 70” und “KfW-Effizienzhaus 55” sowie drei weitere Förderstufen.
Montag, Oktober 12, 2009
Abzocke bei Gas und Strom! - Expertenrat:Anbieter wechseln!
Die Versorgung mit Strom, Gas und Wasser sowie mit einem Festnetz-Telefon gehört und gehörte über Jahrzehnte zu den Bedürfnissen, die als solche der Daseinsvorsorge bezeichnet wurden. Lokale Versorger - meist Stadtwerke in städtischem Eigentum - galten dabei als Garanten für verträgliche, weil vertretbare Energiepreise. Doch die Zeiten günstiger Energie waren spätestens mit dem neuen Jahrtausend vorbei. Experten sind überzeugt: Die Preise für Strom und Gas in Deutschland sind “missbräuchlich überhöht”.
Das merkten seit Beginn der 70er Jahre nach und nach nicht nur jene Mieter und Eigentümer, die in Wohnquartieren dem Feststoff-Verbrennungsverbot gefolgt waren und sich ans Gas von den lokalen Stadtwerken verpflichten mussten, das nahmen auch jene ersten Gaspreis-Gegner wahr, die erkannten, was in den Preis-Index-Erhöhungs-Faktoren so alles drin steckte.
Nach zahlreichen Protesten, nach Gas-Preis-Urteilen und nach Gas-Preis-Verweigerern, die allesamt als Gas-Rebellen bezeichnet werden, ist seit mindestens fünf, sechs Jahren klar: Die Strom- und Gaskunden werden von den Anbietern “kräftiger als je zuvor ausgeplündert”.
So auch das anhaltende Urteil beim Bund der Energieverbraucher. Der “freie Wettbewerb” stellt sich somit als Bluff dar.
Nicht nur wegen der Gewinnabsichten, auch wegen der Querfinanzierung lokaler öffentlicher Aufgaben durch die Hintertür “Energie-Umsätze” zahlen die Verbraucher ohne Rücksicht auf ihre Leistungsfähigkeit jährlich Milliarden Euro zu viel und mehr als in anderen Ländern.
Marktbeherrschend ist die Stellung der führenden Konzerne bei Strom und Gas auf allen Stufen der Erzeugung, Verteilung und des Vertriebs. Der Wettbewerb unterbleibt eigentlich und Strom- und Gaspreise werden auch vom Staat nicht kontrolliert.
Begrenzte Vorteile
Doch trotz des möglichen Wechsels des Strom- oder Gasanbieters bleiben die Vorteile begrenzt. Es fehlt daran, die Energie-Giganten zu entflechten und die Leitungsnetze von Strom und Gas öffentlich zu kontrollieren.
Begleitet von einer Rechtsschutzversicherung ist dem Verbrauchern geraten, sich auch zivilrechtlich gegen ihre Stadtwerke zu wehren, deren Verhaltensweisen durch zahlreiche Urteile ins Wanken geraten sind.
Wer in den vergangenen Jahren zuviel an Abschlagszahlungen leistete, kann nicht nur zuviel bezahlten Strom- und Gaspreise zurückfordern, sondern auch mit laufenden Abschlagszahlungen verrechnen. Das Risiko auf Zahlung verklagt zu werden, hängt dann aber auch von Preiserhöhungsklauseln ab, die in vielen Fällen als rechtsunwirksam gelten und somit für die vergangenen Preiserhöhungen keine Bedeutung hatte.
(Infos auch über Gaspreisvergleich / Strompreisvergleich bei www.verivox.de)
Montag, Juli 06, 2009
Damit es auch in Zukunft heizt!
”Öl oder Gas - wie endet das?” - Fossile Energieträger haben eines gemeinsam: ihr Preis schwankt; Produzenten und Versorger machen herausragend gute Geschäfte und Energie wird in Zukunft wohl noch teurer; auch wenn einzelne Gasanbieter “feste Preise für ein Jahr” versprechen (ab Herbst 2009).
Auf die ‘energetische Besorgnis’ und auf die neue Technik stellte sich längst auch die Heizungsbranche ein, die mit neu entwickelten Brennwertkesseln als dem aktuellen Standard für Öl- und Gasheizungen auftritt. Ideal für die Umwelt ist dabei eine Kombination mit Solar-Thermie.
So werden in den Labors der Heizgeräte-Hersteller alternative Anlagenkonzepte entwickelt, die aus Brennstoffen mehr Energie herausholen und somit nicht nur ‘effektiver’ sondern tatsächlich ‘effizienter’ sind. Maßgeblich sind bei derartigen Projekten auch ökologische Aspekte, die der drohenden Klimakatastrophe entgegen wirken.
Zeitgerechter Stand der Technik bei Öl- und Gasheizungen sind Brennwertkessel, die Energie zu nahezu 100 Prozent nutzen - Tatsachen für Brennwertgeräte, die bereits die Anforderung höchstmöglicher Effizienz erfüllen. Werden gleichzeitig regenerative Energieträger eingebunden, können solche Heizungsanlagen optimiert werden. Bewährt hat sich dabei die Kombination aus Brennwert-Technik und Solar-Thermie, um Warmwasser zu bereiten und die Raum-Heizung zu unterstützen.
Die Profis ran lassen!
Wer als Bauherr auf dem Dach des Hauses oder an der Fassade Sonnenenergie erzeugen will, müssen nicht allein auf Solar-Thermie-Anlagen setzen, er kann mit einer Photovoltaik-Anlage auch Solarstrom gewinnen und diesen Strom gegen Entgelt ins öffentliche Netz einspeisen.
Bislang mussten sich Bauherren für eines der beiden Systeme entscheiden, doch jetzt gibt es “Hybrid-Kollektoren”, die Solar-Thermie und Photovoltaik in einem Kollektor vereinigen. Für Hauseigentümer lohnt sich eine solche Investition doppelt: Der Kollektor spart Heizkosten und gleichzeitig fließen Einnahmen aus dem Einspeisen von Strom. Als weitere Innovation gelten stromerzeugende Heizungen, die selbst in Einfamilienhäusern als kleine Blockheizwerke (BHKW) gleichzeitig Wärme und Strom erzeugen. Ein solches Mini-Blockheizkraftwerke funktioniert nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung, wobei - ähnlich wie im Auto - der Antrieb der Heizleistung entspricht und ein Motor eines Miniblockheizwerks als Generator Strom erzeugt. Wärme aus Abgasen wird über einen Wärmetauscher für das Heizwasser eingesetzt. Dieser Einsatz rechnet sich heute bereits in Mehrfamilienhäusern.
Bei der Technik mit Wärmepumpen wird genutzt, dass Heizungswärme nicht nur durch Verbrennung entsteht, sondern dadurch, dass der Luft, dem Wasser oder dem Erdreich gespeicherte Sonnenwärme entzogen wird. Werden Wärmepumpen noch mit Strom betrieben, arbeitet die Forschung auch daran, Gas- und Ölwärmepumpen zu entwickeln. Deren Vorteil: Die Pumpen nutzen Umweltwärme und statt des Stroms wird Erdgas oder Öl als Primärenergie eingesetzt. Noch aber reicht der Bedarf bei Einfamilienhäusern für den effizienten Einsatz der Gas-Wärmepumpe nicht aus.
Dienstag, März 24, 2009
Energie sparen: effizient und effektiv!
Gute Filme erhalten meist das Prädikat *Besonders wertvoll”. Jetzt sollen auch in Zukunft energie-effiziente Häuser auf den ersten Blick erkennen lassen, dass deren Prädikat heißt: “Qualitätssiegel fürs Effizienzhaus”. Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) hat ein solches Zeichen mit dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und der KfW entwickelt.
Ein Haus mit dem Effizienzhaus”-Siegel gehöre auf jeden Fall in die *Premium-Liga”. Gleichgültig, ob es ein sanierter Altbau oder ein Neubau sei, so die Haltung derer, die die Kooperation vom Management begleiten. Das neue Qualitätszeichen, neudeutsch Energie-Label, soll deshalb schon im Herbst als Auszeichnung *auf den Markt kommen”.
Gilt eine erkennbar angebrachte Hausnummer für jeden Eigentümer als *ordentliche Pflicht” nach örtlicher Polizeiverordnung, so soll bald ein weiteres Hausschild am Gebäude die besondere Qualität der Immobilie wegen deren “Effizienzhaus”-Marke kennzeichnen.
Steigt nämlich bei Miet- und Kaufinteressenten und bei Bauherren die Nachfrage nach Häusern, die energie-effizient bewirtschaftet werden können, stark an, will man diese Tendenz mit dem “Effizienzhaus”-Label markant werden lassen.
Bei der *dena” ist man überzeugt, dass diese Qualitätsoffensive den Markt insbesondere von Verbraucherseite stärkt. Energieeffiziente Häuser sind schneller zu erkennen und man kann sich darauf verlassen, dass der Energiebedarf sehr niedrig ist. Für Bauträger oder Wohnungsbau-Unternehmen kann die Marke “Effizienzhaus” dann auch besser vermarktet werden.
Die inhaltliche Verbindung des Energielabels mit der KfW-Förderung für energieeffizientes Bauen und Sanieren schafft damit mehr Einheitlichkeit am Markt. Die neue KfW-Förderung, die ab April 2009 gilt, trägt wohl schon deswegen die Kenzeichnung über *Förderstufen” und “Effizienzhaus”.
Ein Effizienzhaus-Siegel für die eigene Immobilie zu erlangen, ist an den energetischen Qualitäts-Nachweis geknüpft. Der qualitätsgesicherte Energieausweis ist dabei nach standardisierten Verfahren der *dena’ zu bestätigen.
Das bedeutet: Ein Haus wird nach Sanierung oder Fertigstellung durch einen qualifizierten Fachmann in Augenschein genommen und nach einem standardisierten Verfahren energetisch bewertet.
Wer ein geplantes Haus schon vor Baubeginn als “Effizienzhaus” werbend anpreisen will, der muss versprechen, den Prüfprozess zeitgerecht nachholen zu lassen.
Die dena will das “Effizienzhaus”-Label bis zum Start der neuen Energieeinsparverordnung auf dem Markt platzieren. Das wäre dann der 1. Oktober 2009.
Sonntag, März 22, 2009
Staatliche Hilfe von Solar bis Wärmepumpe
Erneuerbare Energien bringen stattliche Hilfe
“Fordern und Fördern” lautet ein aktuelles pädagogisches Prinzip, um bei PISA künftig besser zu liegen. Gefordert und gefördert wird aber auch bei der Erziehung zu mehr erneuerbaren Energien. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert Immobilienerwerber, Umbauer und Modernisierer, die mit der Solaranlage bis hin zur Wärmepumpe Energie sparen.
Das Bundesamt setzt vor allem darauf, Maßnahmen zu fördern, über die deutlich stärker erneuerbare Energien genutzt werden, um langfristig eine ökonomisch und ökologisch ausgewogene wie auch sichere Energieversorgung zu ermöglichen.
So richtet sich die Förderung von Solaranlagen nach der Quadratmeterzahl der Kollektor-Fläche der Solaranlage. Liefert die Solaranlage auch Energie für die Zentralheizung, gibt es vom Staat weitere Mittel für die Maßnahme an der eigenen Immobilie.
Die Anlage jedoch nur dann gefördert, wenn sie aus mindestens neun Quadratmetern Flachkollektor-Fläche besteht und Pufferspeicher mit mindestens 40 Litern pro Quadratmeter hat.
Bei Anlagen mit Röhren-Kollektoren beträgt die Mindestfläche sieben Quadratmeter; verbunden mit einem Speichervolumen von 50 Litern. Sind bestehende Anlagen zu erweitern, wird auch dieses bezuschusst.
Gelten Solarkollektor-Anlagen als besonders innovativ oder effizient, kann zusätzlich mit Bonus-Förderungen ergänzt werden. So fördert der Staat die Förderung für den Einbau moderner Heizungsanlagen bis Ende 2009. Errichtet der Eigentümer gleichzeitig eine Solaranlage zur kombinierten Wasseraufbereitung mit Raumheizung und schafft sich einen Gas- oder Ölheizkessel mit Brennwerttechnik an, wird diese Förderung fällig.
Wer es richtig technisch mag, der möge die Kombination einer Biomasse- oder Wärmepumpenanlage mit einer Solaranlage fördern lassen. Wird eine Solarkollektoranlage zur kombinierten Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung errichtet, kann diese zudem mit einem Effizienzbonus gefördert werden.
Dafür ist vorausgesetzt, dass die Solaranlage auf einem Gebäude errichtet wird, das einen besonders geringen Bedarf an Primärenergie hat und dies berechenbar wird durch einen Energiebedarfsausweis.
Pellets statt Gas oder Öl
Vom Bundesamt Bafa gefördert werden auch Biomasse-Feueranlagen, wenn es sich um automatisch beschickte Anlagen von 5 bis 100 kW Nenn- Wärme-Leistung handelt.
Für Pellet-Öfen gibt es mindestens 1000 Euro, für Pellet-Kessel 2000 Euro und 2500 Euro für Pellet-Kessel, wenn der zugehörige Pufferspeicher ein Speichervolumen von mindestens 30 Liter/Kilowatt hat.
Auch Luft- und Wasserwärmepumpen in Neubauten werden gefördert, wobei sich der Förderbeitrag nach der Fläche richtet. Das macht bei Wohngebäuden höchstens 850 Euro je Wohneinheit. Bei Wohngebäuden mit mehr als zwei Wohneinheiten und bei gewerblich genutzten Gebäuden ist die Förderung auf 8 Prozent der nachgewiesenen Netto-Investition begrenzt.
Weitere Möglichkeiten der Förderung gibt es für Bauherren und Modernisierer wenn der Wärmeschutzes durch Dämmstoffe verbessert wird, und zinsgünstige Darlehen der KFW-Bank sind zu beantragen beim Erwerb von Wohneigentum oder der energetischen Sanierung von Wohneigentum. Auch Länder, Gemeinden und Bundesländer Gemeinden unterstützen Modernisierungsmaßnahmen häufig zusätzlich mit eigenen Aktionen.
Weitere Infos über
www.bafa.de; www.kfw.de; www.das-energieportal.de; www.pelletfoerderung.de und www.waermepumpe.de
Dienstag, März 03, 2009
Neu bauen oder besser alt kaufen?
Das eine tun oder das andere nicht lassen! - Wer ins Eigenheim einziehen will, der hat Wochen und Monate zuvor “die” Entscheidung zu treffen: Altbau kaufen oder Neubau des Traumhauses? Beides hat was für sich und bietet jeweils Vorteile oder fordert Kompromisse. Wer sich schließlich wie fühlt, kann nur individuell empfinden.
Ein gebrauchtes Haus zu kaufen, ist in jedem Fall mit Kompromissen, mit besonderen Kosten und einem dann doch anhaltenden Risiko behaftet. Denn “passt wie angegossen” gibt es nur selten.
Hat der oder haben die Bauherren beim Neubau die wahre Gestaltungsmöglichkeit, bei individuellem Grundriss und gewünschter Ausstattung auf das Grundstück zu bauen, ist ein anderer Aspekt der der Wohnnebenkosten. Aktuell von höchster Bedeutung sind Wärmedämmung und energiesparende Haustechnik, was sich auf die Unterhaltskosten auswirkt. Auch sind bei Neubauten die ersten Reparaturen weit später erst denkbar und seltener. Ansonsten kann man beim Altbau zwar einiges selbst in die Hand nehmen, opfert aber dafür Freizeit statt Geld.
Für den Kauf eines schnuckelig gelegenen alten Hauses spricht, dass je nach ausgewiesenem Baugebiet für einen Neubau nicht alles, was erwünscht wird, auch erlaubt ist. Bei gebrauchten Immobilien ist dagegen von Vorteil, dass der Preis für Haus und Grundstück feststeht. Eine lange Bauphase oder das Risiko, dass das Haus nicht wie erwünscht fertig wird, sind auszuschließen. Und auch das Wort ‘Pfusch’ wird sich beim Altbau kaum einstellen, wenn nicht doch das eine oder andere beim Umbau oder der Sanierung zum Mangel wird…
Oft ist die “Südstadt” heiß begehrt!
Wegen ansonsten fehlender Grundstücke ist der Kauf einer Alt-Immobilie oft die einzige Möglichkeit, in begehrten Stadtteilen wohnen zu können. Wer ein Haus saniert, spart dann auch Ressourcen, da weniger Baumaterial benötigt werden und keine weiteren Flächen versiegelt werden. Doch nicht jedes gebrauchte Haus ist es wert, es als Kaufobjekt auszugucken und damit zur Bauherren-Aufgabe zu machen.
Die Kosten für Sanierung und Modernisierung möglichst exakt zu bestimmen, erfordert Fachwissen und Erfahrung mit Altbauten. Da reichen wenige Besichtigungen kaum aus, um den Zustand fachmännisch zu beurteilen.
Ein unabhängiger Gutachter macht sicher Sinn, wenn jemand gebraucht kaufen will, damit es nach Vertragsabschluss nicht zu unangenehmen Überraschungen kommt.
Schließlich soll ein Objekt auch den Preis wert sein und nicht oberflächlich geschätzt werden. Spätere Erkenntnis wegen des zusätzlichen Aufwands machen sonst die Finanzierung zunichte.
Spezialisten für Altbauten vermittelt der Bundesarbeitskreis Altbauerneuerung, Telefon 030-484 90 78 55.
Montag, Dezember 29, 2008
Neues zu Wohnen und Bauen
Steuerwirkung entlastet private Auftraggeber
Lohnanteile in Handwerker-Rechnungen sind künftig besser absetzbar
Jeder Jahreswechsel bringt der Gesellschaft, den Unternehmen und den Bürgern eine Reihe gesetzlicher Änderungen - einige entlasten, andere belasten. Handwerkerrechnungen für Leistungen in privaten Haushalten und für sogenannte haushaltsnahe Dienstleistungen sollen stärker von der Steuer absetzbar sein. Faktoren mit Nutzen und Kosten im Privatbereich sind dabei
* Wärme & Heizung - ein hohes Einsparpotenzial an Energie und damit geringere Kosten ist im Wärmebereich von Gebäuden zu erwarten. Mit einem höheren Anteil an erneuerbarer Energien wird die Steigerung von derzeit 6 auf 14 Prozent im Jahr 2020 angestrebt.
Mit einem Mindestanteil für Neubauten sollen erneuerbare Energien wie Biomasse-Heizungen oder Solaranlagen eingesetzt werden. Zulässig sind dabei auch Ersatzmaßnahmen wie Fernwärme und Wärmedämmung.
Die Sanierung der Heizung in bestehenden Gebäuden wird weiterhin über das Marktanreiz-Programm (bis 500 Millionen Euro) gefördert; die Verordnung zur Verbesserung der Wärmebilanz um 30 Prozent und das Gebäudesanierungs-Programm schaffen begleitende Anreize zum Energiesparen.
* Wohngeld & Heizkosten - Während Gaspreise und Stromkosten steigen und für ärmere Familien und Rentner kaum mehr tragbar wird, wird aus diesem Grund das Wohngeld erhöht: im Schnitt von 90 auf 142 Euro im Monat. Damit richtet sich die Wohnhilfe erstmals nach der Entwicklung der Heizkosten. Die nun stiegen stark, weil die Versorger, meist lokale Stadtwerke im Eigentum der Gemeinde für die Finanzierung öffentlicher Aufgaben immer auch Gewinne aus dem Energiegeschäft erwarten.
Sozialpolitisch umstritten, weil dazu auch die Empfänger von Wohngeld beitragen, die bereits rückwirkend für das Quartal IV/ 2008 einen einmaligen Heizkosten-Zuschuss nach Familiengröße gestaffelt erhalten können. Der nun soll mit den Nebenkosten-Abrechnungen im Frühjahr ausgezahlt werden: Für eine Person 100 Euro, für zwei Personen 130 und für jede weitere 25 Euro.
* Bausparvertrag - Für diese Art des Sparens und Finanzierens wird die Wohnungsbauprämie neu geregelt. Durch Prämien begünstigt zu werden, soll sich bei Neuverträgen auf das später zu realisierende Wohneigentum konzentrieren. Bausparern bis zum Alter von 25 Jahren wird freigestellt, wie sie ihre Prämie verwenden.
* Handwerk - Private Haushalte sollen Rechnungen von Handwerker und sogenannte haushaltsnahe Dienstleistungen stärker von ihren Einkünften bei der Steuererklärung absetzen können. Der Lohnanteil auf einer Rechnung soll bis auf abzugsfähige 1200 Euro verdoppelt und für Dienstleistungen auf 4000 Euro erhöht werden.
* Energieausweis - Ein solcher Gebäudepässe soll jetzt für alle Wohngebäude verlangt werden können. Das galt bisher nur für Häuser bis Baujahr 1966. Für die Käufer und Mieter von morgen wird also frühzeitig vor dem Erwerb, Pacht oder Miete von Wohnungen, Gewerberäumen und Häusern über deren Energie-Zustand unterrichtet.
* Ökostrom - Die Techniken und Methoden für Ökostrom auszubauen wurde zum Jahreswechsel mit den Fördersätzen für Windenergie an Land zwar gesenkt, aber weniger stark als zunächst vorgesehen. Dafür wurden die Anreize für Windkraft aus dem Meer deutlich erhöht, um die aufwändigen, teuren Projekte in Nord- und Ostsee voran zu bringen. Höhere Anreize gibt es auch für die Energiegewinnung aus Biogas und der Wasserkraft. Es solle damit in erster Linie die dezentrale und effiziente Parallel-Erzeugung von Strom und Wärme (Kraft-Wärme-Koppelung) ausgebaut werden. Dadurch soll bis 2020 der Öko-Anteil am Stromverbrauch von derzeit 15 (2008) auf 30 Prozent verdoppelt werden.
Sonntag, Dezember 28, 2008
Sanieren statt Abreißen
Warum nicht in die Altstadt?
Planer und Architekt haben meist gut reden: beim erwünschten Eigenheim sollte nicht immer nur der nach dem Neubau auf der grünen Wiese geschielt werden, viel eher sollten auch mal alte Häuser in den Stadtzentren modernisiert werden. Insgesamt spielten bisher de ökologische Gedanke und der Umweltschutz nach Expertenansicht bisher eine zu kleine Rolle.
Würde der Rat des Umweltbundesamt (UBA) in Berlin konsequenter verfolgt, würde nicht nur weniger freie Fläche bebaut - eine hochwertige Sanierung würde auch deutlich weniger Baumaterial erfordern als ein vergleichbar großer Neubau. Um fast 85 Prozent ließe sich in den kommenden 25 Jahren ohne Komfortverluste der Flächenverbrauch senken.
Der jährliche Verbrauch an mineralischen Rohstoffen wie Sand, Ton, Kalk und Kies könne um etwa 30 Prozent verringert werden. Der Ausstoß an Kohlendioxid würde nach Hochrechnungen um mehr als 50 Prozent verringert.
Wer als Bauherren oder Käufer bei der Entscheidung für ein Eigenheim bereits früh im Leben an geänderte Bedürfnisse im Alter denkt, der könne erkennen, dass das Häuschen im Grünen für Senioren ganz sicher nicht als die ideale Lösung gilt. Von der sanierten Altbauwohnung in der Stadt sind die Wege zu Arzt und Apotheke, zum Discounter oder ins Theater meist deutlich kürzer.
Weitere Tipps zum umweltfreundlichen Bauen und Wohnen:
Die neue UBA-Broschüre “Nachhaltiges Bauen und Wohnen”; kostenlos runter zu laden über “umweltdaten.de” unter “Publikationen”.
Samstag, Dezember 27, 2008
Hausbau 2009 (II) - Verordnungen und wie weiter…?
Wer in zwei, drei Jahren ein Haus verkaufen will, das nach der geltenden EnEV 2007 erbaut wurde, wird erfahren, dass dieses Objekt nach dem Standard der EnEV 2012 bereits in ‘jungen Jahren’ nachzurüsten ist. Mit einer verbesserten Wärmedämmung ist es dann allerdings nicht getan.
Eine Gebäudehülle hoch zu dämmen, ohne dass diese “luftdicht” wird und eventuell bauphysikalisch und gesundheitlich schädigt, fordert vom den Eigentümer, auch eine geregelte Be- und Entlüftung einbauen zu lassen. Das nun wird technisch aufwändig und teuer.
Solche Auflagen dämpfen aber die Bereitschaft potenzieller Bauherren, in eine Immobilie zu investieren. Ob damit die Regierung ihre Klimaschutzziele erreichen wird, bleibt fraglich.
Auch wenn jeder private Bauherren auf zu ersparende Energiekosten achtet und bereit ist, dafür zu investieren, kann nicht jeder finanziell in jedem Umfang mithalten und Wertverluste bestimmter Größenordnung verkraften. Somit fürchtet der Verbands Privater Bauherren, VPB, eine rückläufige Baukonjunktur.
Privaten Bauherren wird deshalb zu Aufmerksamkeit und Vorsicht geraten. Nur nichts überstützen, lautet die Devise. Wer also neu baut, sollte demnach schon den Standard der neuen EnEV 2009 einhalten, denn die Nutzung erneuerbarer Energien müssen ab 1. Januar 2009 ohnehin realisiert werden.
Wer “schlüsselfertig” kauft, der sollte sich auf den Bauvertrag verlassen können, zu dessen Abschluss der Stand der Energieeinspar-Verordnung festgeschrieben wurde. Dabei ist jedoch stets “nur die Fassung der EnEV maßgeblich”, die zum Zeitpunkt des Bauantrags oder der Bauanzeige gegolten hat.
Liegt also ein längerer Zeitraum zwischen Vertrag und Bau, und die EnEV wurde angepasst und verschärft, dann schwächelt das Haus energetisch und muss nachgerüstet werden. Die unangenehme Folge: Meist ein Streitfall für Unternehmer und Bauherr, wer die Nachrüstkosten trägt.
Wer sanieren möchte, der sollte ebenfalls gelassen vorgehen und nicht übereilt zu einer Einzelmaßnahme wie einem Wärmedämm-Verbund-System drängen lassen. Da ist ein Gutachter angeraten, der prüft, welche Sanierung für die Immobilie nötig und auch technisch sinnvoll ist.
So lässt sich manche teure Investition über einige Jahre strecken, wenn sie sachverständig begleitet und vorbereitet wurde.
Der VPB macht folgende kleine Checkliste publik:
Was muss zum Jahreswechsel 2008/2009 beachtet werden?
Ab 1. Januar 2009
* tritt das Erneuerbare-Energien-Wärme-Gesetz (EEWärmeG) in Kraft. An Neubauten sind regenerative Energie-Techniken einzusetzen.
* müssen Vermieter und Verkäufer von Altbauten, die nach 1965 gebaut wurden, Mietern und Käufern den Energieausweis vorlegen. Damit gilt die Pflicht zum Energieausweis im gesamten Wohnungsbau.
Bis zum 31. Dezember 2008
* müssen alle Heizkessel, die mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen betrieben werden (ausgenommen Brennwertkessel und Niedertemperatur-Heizkessel) ersetzt werden, die vor dem 1. Oktober 1978 eingebaut wurden.
Dies gilt auch, wenn sie nach dem 1. Januar 1996 modernisiert wurden und seither die Abgasverlustgrenzwerte einhielten.
* müssen alle Heizungs- und Warmwasserleitungen im Wohnungsbestand gedämmt werden, die durch unbeheizte Räume laufen.
* müssen alle bislang ungedämmten (nicht begehbaren, aber zugänglichen) Dachböden energetisch gegenüber dem beheizten Wohnbereich gedämmt sein.
Die beiden letzten Punkte sind Nachrüstpflichten, die alle privaten Bauherren betreffen, die in den vergangenen Jahren einen Altbau gekauft und neu bezogen haben. Sie gelten dagegen nicht für private Hausbesitzer, die ihr Haus (mit maximal zwei Wohnungen) schon vor dem 1. Februar 2002 selbst bewohnten.
Der VPB rät aber auch hier: Trotzdem dämmen, diese Maßnahmen sind sinnvoll und relativ preiswert.
Weitere Informationen beim Verband Privater Bauherren e.V., Bundesbüro, Chausseestraße 8, 10115 Berlin, Telefon 030-2789010, Fax: 030-27890111,
E-Mail: info@vpb.de, Internet: www.vpb.de.
Freitag, Dezember 26, 2008
Hausbau 2009 (I) - ein Jahr der neuen Verordnungen
Einige potenzielle Häuslebauer seien bereits irritiert, glaubt man im Vorstand des Verbands Privater Bauherren (VPB). Das Bauen werde nämlich in Zukunft von Staat und EU und durch Gesetze und Verordnungen erheblich beeinflusst. Auf Rang 1 stehe dabei die Energieeinspar-Verordnung (EnEV), für die noch nicht geklärt sei: wann sie verabschiedet werde und wann sie in Kraft tritt? Was bringt sie für Bauherren, was für modernisierungswillige Althaus-Eigentümer? Als sicher gilt aktuell nur eines: zu bauen wird erheblich komplexer und deutlich teurer, was für Bauherren bedeuten muss, noch mehr unabhängigen Rat zu erhalten.
Noch aber muss zunächst das Energieeinsparungsgesetz (EnEG) novelliert werden, bevor die EnEV 2009 - voraussichtlich am 1. Juli 2009 - in Kraft treten kann. Das EnEG schafft nach Expertenansicht die Grundlagen für die Energieeinspar-Verordnung.
Da Letztere bereits mehrfach fortgeschrieben wurde - 2002, 2004 und zuletzt im Oktober 2007, was verbindlich zum staatlich erwünschten die Energieausweise für Altbauten führte-, soll nun mit der Novelle 2009 der Energieverbrauch für Heizung und Warmwasser in Neubauten und sanierten Altbauten um 30 Prozent gesenkt werden - gemessen am bisherigen Standard.
Ein Neubaustandard gilt dann auch für umfangreiche Anbauten und Erweiterungen sowie für umfassende Außenhautsanierungen.
Wenig später - bereits für 2012 - haben die Bundesministerien die EnEV im Blick, nach der die energetischen Anforderungen um weitere 30 Prozent verschärft werden.
Bereits am 1. Januar 2009 tritt das Erneuerbare-Energien-Wärme-Gesetz (EEWärmeG) in Kraft, das den Einsatz von regenerativen Energien im Neubau bestimmend vorschreibt.
Wichtig für Bauherren der Jetztzeit: Wer im ersten Halbjahr 2009 seinen Bauantrag einreicht, zieht andere Bestimmungen auf sich als jene Bauherren, die erst im zweiten Halbjahr 2009 ihren Hausbau genehmigen lassen.
Woran orientieren, bitte?!
Woran aber sollen sich Hausbauer und Modernisierer orientieren? Zweifelsfrei müssen sich Erbauer oder Sanierer nach der EnEV 2007 richten.
Und schon ab Mitte 2009, wenn die EnEV 2009 greift, ist ein noch aktueller Neubau bereits energetisch überholt. Und erst mit der EnEV 2012 wird ein Haus aus 2009 rein rechnerisch zu einer wahren Energieschleuder.
Ein Haus - nach der geltenden EnEV 2007 erbaut - zu verkaufen und nach dem Standard der EnEV 2012 nachzurüsten ist mit einer verbesserten Wärmedämmung dann nicht getan.
Weitere Informationen: Verband Privater Bauherren e.V., Bundesbüro, Chausseestraße 8, 10115 Berlin,
Telefon 030-2789010, Fax: 030-27890111,
info@vpb.de, www.vpb.de.
Donnerstag, November 06, 2008
Stabiler Wunsch nach dem Eigenheim
“Schlussalter 65” war vor 30 und mehr Jahren die Maßgabe für die Finanzierung beim schlüsselfertigen Reihenhaus für 238 000 Mark ohne Aussenanlage und die zugehörige Risiko-Lebensversicherung. Und auch heute genießt die eigen-genutzte Immobilie hohen Stellenwert bei möglichen Bauherren oder Käufern. Bei einer Umfrage der Deutschen Bank schätzten allerdings unter heutigen Bedingungen 75 von 100 Befragten das geforderte Eigenkapital bei der Finanzierung höher ein als nötig. Und schließlich zeigt man sich auch bereit, insbesondere ökologisch bauen zu wollen.
Als die derzeit stabilste Kapitalanlage gilt die eigen-genutzte Wohnimmobilie. Nicht zuletzt deshalb, weil mit der Leitzinssenkung der EZB die Zinsen für Grundpfandkredite (Grundschuld und Hypothek) günstiger geworden sind. Die nun lassen sich auch über “Forward-Darlehen” langfristig sichern.
Alles in allem Ausdruck und Tendenz dafür, dass Immobilien-Käufer in Deutschland sich wegen der Turbulenzen an den Kapitalmärkten keine Sorgen zu machen brauchen, so dass Spitzen-Management für Baufinanzierung bei der Deutschen Bank.
Doch beim Erwerb eines Eigenheims sind trotz guter Aussichten für Wohn-Immobilien viele Deutsche eher zögerlich. Dies liege unter anderem daran, dass die meisten potenziellen Käufer für die Finanzierung fehl einschätzen, wieviel Eigenheim sie sich tatsächlich leisten können, so das Ergebnis der Befragung.
Geben doch zwei von drei Befragten an, eben zu wenig Eigenkapital für eine Immobilie zu haben. Gilt bei Experten als Faustregel eine Eigenkapital-Quote von 20 Prozent als günstig, gilt bei drei von vier Befragten der Eigenkapitalbedarf als höher. Eine Haltung, durch die viele Deutsche die Chance auf die eigenen vier Wände nicht nutzen, auch wenn aktuell durch die neuerliche Zinssenkung (Oktober 2008) eine Finanzierung zu attraktiven Konditionen möglich wäre, so die Experten.
Wer an einer Immobilie interessiert ist, dem ist folglich eine ausführliche Beratung empfohlen. Insbesondere auch, um staatliche Fördermöglichkeiten bei der Finanzierung auszuschöpfen, vor allem beim ökologischen Anspruch ans Bauen.
Ökologisch darf teurer sein!
Denn nahezu jeder Deutsche wäre bereit, für ökologisches Bauen und Wohnen die Ausgaben höher anzusetzen; für jeden Dritten dürften das gar Mehrkosten von über zehn Prozent sei. Dabei wissen die Bürger deutlich zu wenig über die staatlichen Fördermöglichkeiten, auch wenn sie ganz anderer Auffassung zu ihrem Kenntnisstand sind. Doch nur knapp Einer von Zehn fühlt sich gut über die mögliche Förderung im Bilde. Und je jünger die Interessenten an Immobilien, desto geringer das Wissen und umso höher der Info- und Beratungsbedarf.
Als möglichen Finanzierungspartner betrachten neun von zehn Befragten die persönliche Beratung vor Ort mit einem festen Ansprechpartner als wichtig. Schließlich soll der Kreditberater als Baufinanzierungsexperte die individuelle Situation des Bauherren genau analysieren, um die Finanzierung den Möglichkeiten für den Kapitaldienst anzupassen.
Beteiligt an der Trendstudie ‘Baufinanzierung’ der Deutschen Bank waren 1001 nach dem Zufall ausgewählte Bundesbürger im Alter von 18 bis 68 Jahren.
Sonntag, November 02, 2008
Gaspreise 08/09
Der nächste Winter wird teurer! Auf jeden Fall!
Die einen gelten als Gas-Rebellen, andere als Gaspreis-Widersacher, ihre Initiativen ‘firmieren’ als Forum oder sie sind einfach nur gegen die Tarifstruktur und gegen die in vielen Städten und Gemeinden praktizierte Querfinanzierung öffentlicher Aufgaben - Hallenbad, ÖPNV oder Parkhäuser -, und diese millionenschwere Finanzierung dann auch ohne Rücksicht auf die Leistungsfähigkeit des einzelnen Verbrauchers, nicht auf seine Familie, nicht auf sein Einkommen. Begründet nur dadurch, dass jemand Energie verbraucht.
Die Spezialisten des Energie-Portals Verivox haben nun erneut die neuen Gaspreise zum 1. Oktober, dem Beginn der Heizperiode, untersucht und zweifelsfrei festgestellt: 329 der etwa 750 Gasversorger in Deutschland erhöhten die Gaspreise um durchschnittlich 15 Prozent. Für den normalen Haushalt eine jährliche Mehrbelastung von 213 Euro.
Ob Stadtwerke Herne (Nordrhein-Westfalen), Vereinigte Stadtwerke GmbH (Schleswig-Holstein), die Stadtwerke Kempen (Nordrhein-Westfalen) oder die Stadtwerke Witten (Nordrhein-Westfalen) - mit über 30 Prozent sind Tausende Haushalte dabei, was jährliche Mehrkosten von über 350 Euro bedeutet.
Weil seit den 60-er Jahren der Gaspreis an den Ölpreis gekoppelt wurde, als dies noch Sinn machte, kommen die starken Ölpreisschwankungen in 2008 erst verspätet bei den Gasverbrauchern. Weitere Gasversorger werden im November und Dezember die Preise erhöhen, so Peter Reese, Leiter Energiewirtschaft bei Verivox.
Weitere 29 Gasanbieter haben schon jetzt Preiserhöhungen zum 1. November um durchschnittlich 13 Prozent angekündigt. Fünf werden die Preise um über 20 Prozent anheben - die Stadtwerke Zirndorf i gar um 24 Prozent, was jährlich 333 Euro zusätzlicher Ausgaben bedeutet.
Seit Januar 2005 sind die durchschnittlichen Kosten für Gaskunden in Deutschland um über 40 Prozent gestiegen. Nur wenige Hundert oder vielleicht auch einige Tausend haben schon in 2005 den Gaspreiserhöhungen schriftlich widersprochen. Seither wurden einige Gerichtsverfahren entschieden, die mal den sperrigen Verbrauchern aber auch den Versorgern Recht gaben.
Noch immer ist jedoch die Rechtslage verworren: für einige Versorger gilt, dass deren Preiserhöhungsklauseln in Sonderverträgen über Jahre hinweg rechtsunwirksam waren. Grund genug für ” ganz harte Rebellen”, deshalb nur den Altpreis aus 2005 zu zahlen oder eben den seit dem ersten Widerspruch.
Inzwischen sind vielerorts die Sonderverträge auf den 31.12. gekündigt, und zwar gleichermaßen für Rebellen und für bislang brave Zahler.
Wer neue und teurere Sonder-Tarife nicht akzeptieren will, der fällt als Konsequenz in die normale und ebenfalls (noch) teurere Ersatzversorgung (=Grundversorgungstarif) oder er kümmert sich um einen anderen Gasversorger. Die Experten von Verivox raten daher zum Vergleich der Gaspreise.
Inzwischen kann man meist zwischen wenigstens zwei Gasversorgern wählen (so liefern Konstanz und Friedrichshafen auch in den angrenzenden Schwarzwald-Baar-Kreis).
Der Wechsel ist einfach und risikolos - die Versorgung wird auf keinen Fall unterbrochen. Und ein Wechsel kann finanziell entlasten. Die Bundesnetzagentur geht beim Wechsel des Gasanbieters von einer durchschnittlichen Ersparnis von 100 Euro jährlich aus.
(siehe auch verivox.de; energieverbraucher.de oder Verbraucherzentrale.de und dort benannte Gaspreis-Initiativen).
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