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Geldanlage

Montag, März 08, 2010

Offene Immobilienfonds könnten stark an Attraktivität einbüßen

Bei privaten Anlegern galten offene Immobilienfonds bis zu Beginn der globalen Finanzkrise als äußerst gefragt. Immerhin war es mit diesen Fonds möglich, sehr konstante und vergleichsweise attraktive Renditen zu erzielen. Gleichzeitig war man als Anleger sehr flexibel: Innerhalb kürzester Zeit konnten Fondsanteile gekauft sowie auch wieder verkauft werden.

Doch mit dieser Flexibilität könnte schon bald Schluss sein. Im Verlauf der Finanzkrise sahen sich etliche Investmentgesellschaften dazu gezwungen, ihre Fonds zu schließen bzw. die Rücknahme von Fondsanteilen einzustellen. Grund war der immens hohe Mittelabzug: Die Investmentgesellschaften konnten die nachgefragten Mittel nicht schnell genug bereitstellen, weil der Großteil des Kapitals in Immobilien steckt.

Um den Investmentgesellschaften mehr Planungssicherheit zu verschaffen, hat Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble vorgeschlagen, entsprechende Fonds mit einer Haltedauer zu belegen. Angedacht ist eine Mindesthaltedauer von zwei Jahren. Des Weiteren soll eine Kündigungsfrist von einem halben Jahr vorgesehen sein. Konkret bedeutet dies, dass Anleger ihre Fondsanteile frühestens zwei Jahre nach dem Erwerb wieder verkaufen können und sie außerdem stets ein halbes Jahr zuvor eine Kündigung aussprechen müssen.

Sollte ein entsprechendes Gesetz erlassen werden, hätte dies große Auswirkungen: Offene Immobilienfonds könnten stark an Attraktivität einbüßen. Besonders die Kündigungsfrist raubt der Anlage ein hohes Maß an Flexibilität. Daher sprechen sich Anlageexperten auch nur bedingt für diese Maßnahme aus. Ob der Vorschlag des Bundesfinanzministers umgesetzt wird, bleibt vorerst abzuwarten. Wie die „Financial Times Deutschland“ berichtet, soll ein entsprechender Gesetzentwurf im April vorgelegt werden. Erst dann werden auch alle Einzelheiten bekannt sein.

Posted by Jochen on 03/08 at 10:31 AM
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Montag, März 01, 2010

Noch längst nicht einfach: Die Steuererklärung mit KAP

Die Steuerpflicht transparenter zu machen war Ziel der noch recht neuen Abgeltungsteuer, wodurch ab 2009 alles oder auch nur vieles einfacher werden sollte. Ein neues System der Besteuerung von Erträgen aus Kapitalanlagen wurde eingeführt. Für den Steuerbürger war dies jedoch keine spürbare Entlastung, auch wenn dies die eigentliche Absicht des Bundesfinanzministeriums war.

Gleichzeitig die Banken zu entlasten, weil diese die zig-millionenschweren Jahresbescheinigungen nicht mehr ausstellen müssen, blieb als Spareffekt jedoch eher aus.
Fakt wurde: Ein hohe Zahl an Steuer-Bürgern kommt nicht darum herum, weiterhin individuelle Steuerformulare auszufüllen. So mancher würde gar Geld verschenken, wenn er dies nicht tut.

Galt alles auch als recht vielversprechend, dass der Steuerpflichtige die Summe seiner Kapitalerträge nicht mehr in verwirrende Formulare eintragen muss, ist das örtliche Finanzamt bezüglich der Steuerlast nicht immer auch zweifelsfrei zufrieden…
Berechnet also die Bank die Steuer, dann liegen die Erträge für den Single über dem Sparer-Pauschbetrag von 801 oder über 1602 Euro bei Ehepaaren. Einbehalten werden 25 Prozent der Kapitalerträge, die darüber liegen, plus Soli und Kirchensteuer. Damit ist grundsätzlich diese eine von insgesamt sieben Einkunftsarten im Zusammenhang mit der Jahres-Einkommensteuer abgegolten.
Doch nicht alle Anleger sind damit „aus dem Schneider“. Sie müssen trotzdem Bescheinigungen von ihrem Institut anfordern und die Werte in den Anlagebogen eintragen. Wer nämlich noch anderes zu anderen Einkunftsarten absetzen will, der kann sich der Anlage KAP nicht verweigern. Sie ist für Kapitalerträge Pflicht. Wer nun weiterhin hohe Werbungskosten oder Sonderausgaben oder außergewöhnliche Belastungen aus Operation, Todesfall, Wegeunfall oder Scheidung im Jahr 2009 von seinen Einkünften absetzen will, der muss auch alle Kapitalerträge und die geleistete Ertragssteuer nennen. Damit kann es sich lohnen, Erträge anzugeben, denn im Steuerrecht gibt es ohne eigentliche Überraschung auch Ausnahmen von der Regel. Also, Steuerpflichtige, auch wenn bereits ein bestimmter Betrag an Abgeltungsteuer geleistet wurde, Anlage KAP ausfüllen!
Dies Aufforderung gilt jenen, die als Steuerpflichtige einer der beiden Volkskirchen treu sind, aber dem Institut, das die Anlage betreut, keinen Auftrag erteilt hat, auch die anteiligen Kirchensteuer abzuführen. Die Abgabe der Anlage KAP ist natürlich auch dann obligat, wenn die Abgeltungsteuer noch nicht abgeführt wurde, weil die Erträge aus dem Ausland stammen.

Alles auf den Tisch…

Steuerzahler sind oft auch verblüfft, dass eine besondere finanzielle Belastung im Steuerjahr dazu veranlassen kann, die Kapitalerträge offen zu legen. Wer nämlich Ausgaben für eine Scheidung, eine teure Therapie samt Arztkosten, teure Medikamente, die Ausgaben für einen Todesfall oder die Brille mit Verlaufsgläsern auf das Implantat einer künstlichen Linse absetzen will, muss das Kreuzchen im Mantelbogen bei KAP machen. Mit Beleg sind auch anzugeben absetzbare Unterhaltsleistungen an bedürftige Personen oder zu den Einkünften und Bezügen eines volljährigen Kindes in der Ausbildung, was mit dem Kindergeld korrespondiert. Auch Zinseinnahmen über dem Sparer-Pauschbetrag machen die Finanzämter neugierig.

Und dann auch noch Gebühren

Seit die Abgeltungsteuer eingeführt ist, werden Freistellungsaufträge immer wichtiger. Wer dabei schlampt, sollte wenigstens bei der Steuererklärung aufpassen. Wer als Anleger nun seine Steuererstattung sichern will, braucht eine Steuerbescheinigung der Bank. Doch da wartet man auf die früher klassische Jahresbescheinigung vergeblich, denn die Institute haben den gewohnten Versand der Jahresbescheinigung vielfach eingestellt. Da bleiben Beschwerden über Gebühren für einen Jahressteuerbeleg nicht aus, denn nicht nur der Bankenverband stellt fest: Gesetzlich verpflichtende Aufstellungen sind entgeltfrei; für allen anderen Aufstellungen sind Gebühren denkbar. Möglicherweise mit der Abgeltungsteuer auch ein Fall für die Juristen…

Posted by wob. on 03/01 at 11:30 AM
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Samstag, Februar 27, 2010

Jedes Jahrgängers Pflicht: Kapitalisiert oder „nur“ Risiko?

Älter werden ist nichts für Feiglinge“, soll einst die US-Schauspielerin und Autorin Mae West zum Sinnspruch gemacht haben. Mit zunehmendem Lebensalter, mit dem Anspruch auf Karriere, Familie und finanzielle Sicherheit muss der Einzelne immer auch seine Risiken aus Beruf, Freizeit, Gesundheit und Teilnahme am Straßenverkehr einschätzen.

Wer sich zum materiellen Schutz seiner Angehörigen für eine Lebensversicherung entscheidet, der sichert das Lebens- oder besser auch das Todesfall-Risiko einer versicherten Person wirtschaftlich ab. Damit bietet die Lebensversicherung zum einen den finanziellen Schutz der Familie beim „Frühableben“ des für den Unterhalt in erster Linie Veranwortlichen und auch den rentierlichen Kapitalzufluss im Erlebensfall des Schlussalters. Trotz vieler Varianten an Lebensversicherungen sind die bekanntesten die Kapital- und die Risiko-Lebensversicherung. Die eine mit dem Anspruch, nach Ende der Laufzeit deutlich mehr ausbezahlt zu bekommen als die Summe aller geleisteten Beiträge; die andere mit der Verpflichtung des Versicherers, beim Ableben einer Personen innerhalb einer bestimmen Laufzeit - zehn, 12 oder auch 25 Jahre - eine zuvor vereinbarte Summe auszuzahlen, die im Zusammenhang mit Restschulden aus einer Finanzierung auch fallend sein kann.

Die „Zusätze“ zu einer Lebensversicherung sind recht zahlreich, wie die Unfalltod-Zusatzversicherung, die Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung oder die Pflege-Renten-Zusatzversicherung zeigen. Wer solcherlei abschließt sollte bedenken, dass das monatliche Einkommen und der Lebensstandard im Laufe der Zeit meist wachsen, was auch dynamisch höhere Beiträge bei wachsenden Ansprüchen an der Versorgung im Alter möglich macht.

Die „Kapitalisierte“ kann „kassiert“ werden

Wer das vereinbarte Schlussalter als Versicherter erreicht, bekommt eine garantierte Versicherungssumme ausbezahlt und kann zudem auf sogenannte Überschussleistung hoffen. Da liegt auf der Hand, dass die eigentliche Todesfall-Versicherung zur Erlebensfall-Versicherung wird. Damit wird eine Kapitallebensversicherungen für die Sicherung des möglichst hohen Lebensstandards im Alter zur private Altersvorsorge.

Die Risiko versichert nur den Todesfall
Bei der beitragsgünstigeren reinen ‘Todesfall’-Versicherung gilt für die versicherte Person, dass nach deren Ableben während deren Laufzeit eine feste oder auch im Verlauf gefallene Summe meist an eine Gläubigerbank geleistet wird. Risikolebensversicherungen werden also genutzt, um begünstigte Hinterbliebene, die Familie oder das Unternehmen des Verstorbenen abzusichern. Auch Kombinationaus einer Kapital- und Risikolebensversicherung sind möglich, wobei die eigentlich verschiedenen Betrachtungen zu frühem Tod und langem Leben versichert werden. Nur bei der klassischen Risikoversicherung wird aus den Beiträgen kein rentierliches Kapital für den nach Ablauf „Überlebenden“ gebildet.

Fazit: Vorteil beim Abschluss einer Lebensversicherung ist die Möglichkeit, den Lebensstandard und den subjektiven Anspruch an die materielle „Wohlfahrt“ im Alter durch kapitalbildende Lebensversicherung oder Investment-Lebensversicherung zu sichern oder auch, dass Familie oder Hinterbliebene mit deutlich geringerer Schuld durch die Versicherungsleistung einen ansonsten auftretenden Vermögensmangel mit all seinen Konsequenzen nicht erfahren müssen.

Posted by wob. on 02/27 at 07:19 PM
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Donnerstag, Februar 25, 2010

Versicherer entdecken die Geldanlage

Wohin mit dem Geld, wenn eine Lebensversicherung fällig wurde? Entweder man erfüllt sich einen lang gehegten Wunsch oder legt das Kapital an. Die zweite Variante haben jetzt auch die Versicherer entdeckt und bieten ihren Kunden gleich die passende Lösung, meistens in Form von Festgeld. Dass die Konditionen besser sind als bei den meisten Banken, hat Methode. Warum das Geld an ein Kreditinstitut verlieren, wenn man es selbst anlegen kann? Zudem hält man den Kunden ein wenig länger und gewinnt über die Festgeldanlage möglicherweise neue Versicherungsnehmer.

Der Bekanntheitsgrad der Angebote tendiert momentan noch eher gegen Null. Konsequent beworben werden die Anlageprodukte noch nicht, obwohl sie sich nicht hinter der Konkurrenz der Banken verstecken müssen. Das sogenannte Parkdepot der AachenMünchener bietet einen Zinssatz von 2,25 Prozent im Jahr und erlaubt, monatlich über das Kapital zu verfügen. Das entspricht dem klassischen Festgeld mit einer Laufzeit von einem Monat. Banken zahlen dafür im Schnitt nicht mehr als 0,5 Prozent. Den Grund für die hohe Verzinsung nennt eine Sprecherin der Allianz: „Wir wollen den Kunden die Möglichkeit geben, das Geld einer ausbezahlten Police bei uns zu attraktiven Konditionen zu parken“. Die Allianz verzinst das Guthaben mit 1,6 Prozent.

Sowohl AachenMünchener als auch Allianz vertreiben ihre Anlageprodukte derzeit ausschließlich über Vertreter. Sie kümmern sich um die nötigen Formalitäten. Dass die Angebote auch für Neukunden gelten – anders als bei der Zurich Versicherung, die nur das Geld aus einer abgelaufenen Lebensversicherung zu 3,25 Prozent anlegt –, eröffnet den Unternehmen die Chance, auch für ihre reinen Versicherungsprodukte die Werbetrommel zu rühren. Dieses Vorgehen wird unter anderem von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg kritisiert: „Wenn ein Vertreter ins Haus kommt, muss man schon sehr standhaft sein. Das schriftliche Angebot eines Direktversicherers lässt sich einfacher im Papierkorb entsorgen.“.

Dass bereits weitere Anlageprodukte angeboten werden zeigt, dass es sich für die Unternehmen durchaus lohnt. Die Allianz offeriert Kunden, die mindestens zwei Policen des Konzerns halten, zum Beispiel den Sparschatz. Er erinnert an die Bundesschatzbriefe, ist aber mit einer Verzinsung, die innerhalb von fünf Jahren von 2.00 auf 3,80 Prozent steigt, deutlich rentabler. Kunden sollten sich dennoch genau informieren. Zum einen über die Mindesteinlage, die teilweise 5.000 Euro beträgt. Zum anderen über die Einlagensicherung. Zuständig ist hierfür die Protektor AG, die 250.000 Euro absichert.

Posted by Andre on 02/25 at 10:47 AM
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Kapitalisierte Leben   o d e r   Früher war alles besser….

„Die Schärfe des Werkzeugs bestimmt die Rentabilität des Betriebes“ war einst das Motto desjenigen, der den Fahrtenschreiber entwickelte, der bei Kienzle gefertigt wurde. Wenn heute die Kunden von Lebensversicherern nach ihrer Rentabilität fragen, dann werden sie auch in 2010 spüren, wie eben die globalen Werkzeuge der globalen Finanzkrise ganz subjektiv und subtil auf den Einzelnen gewirkt haben oder noch wirken.

Sieben Jahre ist es her, dass die großen Anbieter für Lebensversicherungen zuletzt die Gesamtverzinsung, die Überschussbeteiligung zurücknahmen, für 2010 ergibt sich damit eine geringere Verzinsung. Für Experten ist klar, dass dies alle Gesellschaften in ähnlicher Weise so praktizieren werden. Anpassungen und Korrekturen gab es schließlich immer auch schon in den vergangenen Jahren.

Was nun aber bedeutet die Reduktion? Der Sparanteil wird zum Beispiel nur noch mit 4,3 statt wie bisher mit 4,5 Prozent verzinst. Dies bezieht sich auf den Betrag der Prämien, der sich als Differenz nach Abzug der Kosten und des Aufwands für den Risikoschutz ergibt. Hinzu gerechnet werden „Schluss-Überschussanteile“ am Ende der Laufzeit und Beteiligungen an den stillen Reserven, für die jedoch nicht von vornherein garantiert wird. Was für den Verbraucher wichtig ist, ist aber gerade der Wert der Überschussbeteiligung.

Wenn der Kapitalmarkt „schlecht zahlt“

Gerechtfertigt wird die schwächere Rendite damit, dass ein niedriges Zinsniveau auf den Kapitalmärkten zu wenig Margen hergibt. Und weil nicht damit gerechnet wird, dass absehbar die Zinsen deutlich steigen, wird der Trend anhalten. Und weil die Entscheidung der Großen im Versicherungs-Business immer auch Signalwirkung für die Branche haben, lehnt man sich als Wettbewerber nicht aus dem Fenster, bevor nicht die größten deutschen Lebensversicherer ihre Zahlen veröffentlicht haben.

In klaren Zahlen beweisen Ablaufleistungen aus 2008, wie groß die Unterschiede zwischen den Anbietern sein können: Gab es bei der Debeka für einen 30-Jahres-Vertrag noch 112.617 Euro, bot die Allianz 89.972 und die Ideal 79.700 Euro. Im Durchschnitt liegt derzeit eine aktuelle Ablaufleistung nach 30 Jahren bei 88.673 Euro - zweitausend Euro weniger als noch vor einem Jahr. Bei Abschlussalter 30 und Schlussalter 60 wurden dabei pro Jahr angenommene 1.200 Euro einbezahlt. Macht zunächst nur mal ‘unverzinst’ auf 30 Jahre „schlappe 36.000 Euro“. Würden sich Verbraucher nicht nur ausnahmsweise, sondern vorher immer gut informieren, könnten einige mehr erfahren, dass stets 5 von 10 der großen und größten Lebensversicherer nicht zu den ganz starken Anbietern zählen.

Posted by wob. on 02/25 at 08:00 AM
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Sonntag, Februar 14, 2010

Der gute Ruf offener Immobilienfonds ist in Gefahr

Bis Anfang letzten Jahres genossen offene Immobilienfonds einen sehr guten Ruf. Sehr viele Privatanleger konnten sich für diese Fonds begeistern. In Zeiten hoher Zinsen konnten die Immobilienfonds zwar den Festgeldbereich nicht schlagen, aber dafür lag die Rendite fast gleichauf – und das relativ konstant über viele Jahre hinweg. Deshalb wurden die Fonds auch gerne als Absicherung gegen fallende Zinsmärkte genutzt, um jederzeit eine vernünftige Verzinsung der Ersparnisse erzielen zu können.

Die allgemeine Einstellung gegenüber offenen Immobilienfonds hat sich im vergangenen Jahr jedoch geändert: Aufgrund des starken Mittelabflusses, den die Finanzkrise mit sich gebracht hat, sahen sich mehrere Investmentgesellschaften dazu gezwungen, ihre Fonds zu sperren und somit die Rücknahme von Fondsanteilen zu verweigern. Denn anders als beispielsweise bei Aktienfonds können die Fondsmanager nur schwer Kasse machen: Es dauert seine Zeit, bis große Gewerbeimmobilien verkauft sind.

Diese Verfahrensweise hat viele Anleger verärgert, weil diese ganz unerwartet nicht mehr an ihr Geld gekommen sind. Dennoch hat sich die Lage wieder entspannt: Im Lauf des Jahres wurden etliche Fonds wieder geöffnet.

Doch nun müssen die Fondsanleger schon wieder einen herben Rückschlag in Kauf nehmen: Einige Fondsanbieter scheinen dazu gezwungen zu sein, ihre Fonds massiv abzuwerten. In der vergangenen Woche nahm der Fondsanbieter Aberdeen eine Abwertung bei seinem Fonds „Degi Global Business“ vor, die sich - wie die „Financial Times Deutschland berichtet - auf satte 21,6 Prozent beläuft. Es ist gut denkbar, dass sich andere Investmentgesellschaften dazu gezwungen sehen, ebenfalls auf diese Weise zu verfahren. Dies könnte den Ruf der offenen Immobilienfonds noch stärker ankratzen. Anleger, die ihr Geld in entsprechende Fonds investiert haben, sind deshalb zum aktuellen Zeitpunkt nicht unbedingt zu beneiden.

Posted by Jochen on 02/14 at 11:32 AM
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Montag, November 23, 2009

Eigenheim bietet sichere Altersruhe

Ersparte Miete erlaubt Rentenalter mit finanziellen Vorteilen

Auch ohne die Schlagzeilen, die Tatsachen und die Folgen der Wirtschafts- und Finanzkrise wäre der beständige Wunsch nach Wohneigentum stark wie schon immer. Das belegt eine der jüngsten Allensbach-Umfrage zur Altersvorsorge, wonach 63 von 100 Berufstätigen ein eigenes Haus oder eine eigene Wohnung als “besonders sicher” empfunden.

Aktuell wohnen 50 von 500 Deutschen in den eigenen vier Wänden, von denen noch viele Mieter träumen. So steigt die Zahl derer im Vergleich zum Vorjahr, die zum Ziel haben, mittelfristig ins eigene Heim zu ziehen.
Bei der Begründung steht dann auch für 90 von 100 Mietern ganz vorne, dass man unabhängig sein will vom Vermieter, dass man lieber in die eigene Tasche zahlen, dass wahrscheinlich ein Wert verbleibe, den man vererben könne und dass Wohneigentum Vorsorge fürs Alter bedeute.
Auch ohne die gestrichene Eigenheimzulage ist festzustellen, dass der Staat beim Bau einer Immobilie noch immer fördert und zinsbegünstigte Darlehen auf Bundes- und Landesebene bietet. Dabei bleiben sämtliche Erträge aus der eigenen Immobilien - Mietersparnis, Wertsteigerung oder staatliche Zulagen - steuerfrei. Wer als Mieter freie Mittel in Wertpapieren oder Versicherungen anlegt, der muss in der Regel die Erträge versteuern (Abgeltungsteuer). Dagegen bleibt das Wohneigentum für die private Altersvorsorge also deutlich interessanter.

Gründe fürs Wohneigentum

Vergleicht man auf längere Sicht Mieter und ‘junge’ Eigenheimer, ist zu erkennen, dass Mieter auf den ersten Jahren finanziell im Vorteil liegen. Anfängliche Nebenkosten bei Bau oder Kauf sind für den Eigenheimer “verloren” und auch die monatlichen Belastungen sind über Jahre deutlich höher als bei der Miete. Die Betrachtung kehrt sich erst nach ungefähr 18 bis 20 Jahren um. Dann hat der Eigentümer seinen ersten Vermögensvorteil: Mit zunehmender Restschuld-Tilgung wird dann der Vorsprung im Eigenheim größer.

“Mietfrei” zu sein, ist ein weiterer Grund, in eigenen Wänden zu wohnen. Mit dem Blick des noch jungen Erwachsenen gilt dies eher als schwaches Argument, doch im höheren Alter bringt das mietfreie Wohnen in einer Immobilie, die frei von Schulden ist, kräftige Vorteile. Als monatlich ersparte Miete berechnete das Statistische Bundesamt beim Einpersonen-Haushalt 519 und bei Ehepaaren 613 Euro.
Stimmen zudem gepflegte Qualität und Wohnlage, darf der Eigentümer davon ausgehen, dass der Wert seiner Immobilie langfristig steigt.
Aktuell (November 2009) sind die Konditionen zur Finanzierung für selbst genutzte Häuser und Eigentumswohnungen günstig wie selten. Ein Baudarlehen mit durchschnittlich 4,25 Prozent ist auf zehn Jahre zu haben.

Gute Chancen für Mehr-Kind-Familien

Seit Juli 2008 ist durch das Eigenheimrentengesetz auch der Weg frei, selbst genutztes Wohneigentum durch die Riester-Förderung zu begünstigen. Dies gilt für Spar- und Tilgungsleistungen bis 2.100 Euro jährlich (abzüglich der Zulagen). Berechtigte erhalten eine jährliche Grundzulage von 154 Euro; für jedes Kind 185 Euro. Sind Kinder nach 2008 geboren, erhöht sich dieser Betrag auf 300 Euro pro Kind. Nach Berechnung von Stiftung Warentest kann eine Familie, die mit zwei Kindern in 20 Jahren eine Immobilie abbezahlt, in derselben Zeit Riester-Zulagen bis zu 13.560 Erhalten. Fließt dieser als Tilgung aufs Darlehenskonto, spart die Familie bei 5,5 Prozent Kreditzinssatz weitere 10.000 Euro an Zinsen. Leider wissen wohl nur 50 von 100 Bundesbürger überhaupt etwas von dem sogenannten “Wohn-Riestern”.

Posted by wob. on 11/23 at 09:35 AM
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Donnerstag, November 19, 2009

Wie die “klassische Leben” den Hausbau finanziert

Was zu Lebensversicherungen als populäres Wissen gilt, nämlich die Unterscheidung in die kapitalisierte Version und die mit “nur Todesfall-Risiko” - bei denselben Summen die eine teurer, die zweite günstig - kann für den Hausbau nur im kapitalisierten Fall der Finanzierung und der Tilgung dienen.

Wer für 20 oder mehr Jahre ab dem Zeitpunkt des Hausbaus eine Versicherung abschließt oder eine Bestehende aufstockt, der sichert zum einen seine Familie, bietet zum anderen der geldgebenden Bank damit eine erhebliche Sicherheit und praktiziert damit eine besondere Variante für den anschließenden Kapitaldienst.

Während der Laufzeit der Baufinanzierung muss nämlich zu den laufenden Zinsen nicht zwingend auch eine Tilgung geleistet werden. Statt die Schulden laufend zu senken, wird die “ersparte Tilgung” in gleichen Beträgen in eine Lebensversicherung einbezahlt. Diese Beiträge, die als Sonderausgaben ganz oder zum Teil bei der Steuererklärung als einkommens-mindernd angerechnet werden, verzinsen sich über die Laufzeit der Lebensversicherung. Tritt das Schlussalter ein - zum Beispiel 55 oder älter - wird die durch Zession an die Bank abgetretene LV zur Tilgung verwendet.

Eine solche Kombination aus Lebensversicherung und Baufinanzierung ist sinnvoll bei eher hohem Steuersatz des Bauherrn und wenn die Immobilie ganz oder teilweise vermietet wird. Dann nämlich können die Zinsen des Darlehens gegen die Mieteinnahmen angerechnet werden. Und weil die Tilgung ausgesetzt wurde, bleiben die Darlehenszinsen bei Zinsfestschreibung für zehn oder mehr Jahre oder auch nach Anschlussverträgen für die gesamte Laufzeit (ziemlich oder nahezu) gleich hoch. Das sichert dem Bauherrn den Steuervorteil über die gesamte Laufzeit.
Doch sollen Nachteile nicht verschwiegen werden: Wird die Auszahlung im Erlebensfall fällig und soll mit der doch recht hohe Summe getilgt werden, tritt dieser Fall in erwarteter Höhe nur dann ein, wenn sich die Überschussprognosen der Lebensversicherung nicht schlechter entwickeln als geplant. Im schlechtesten Fall reicht die ausgezahlte Summe nicht aus, um das Darlehen voll zu tilgen.

Und die Vorteile?

Bleibt der Zinssatz über die Laufzeit konstant, erlaubt dies dem Bauherrn eine klare Kalkulation über die monatliche Belastung. Zusätzlich ist zur Finanzierung gegenüber den Angehörigen ein Todesfallschutz gegeben. Gilt die Überschussentwicklung der Lebensversicherung als günstig, ist mit Erreichen des Schlussalters die Leistungssumme höher als die zu tilgende Summe. Geht man also bei den Prognosen von hohen Überschussbeteiligungen aus, darf dies nicht zu einer Tiefzinsphase während der Laufzeit kommen. Dann nämlich werden durch die weniger rentablen Anlagen beim Versicherer die Überschussanteile niedriger als geplant und erwartet. Das ausgezahlte Kapital der Lebensversicherung reicht dann eventuell nicht ausreicht, um das Darlehen komplett zu tilgen; der Differenzbetrag muss auf andere Weise getilgt werden. Eine verlängerte Baufinanzierungsphase ist denkbar.

Posted by wob. on 11/19 at 06:00 AM
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Donnerstag, November 05, 2009

Hallo, Rentner! Steuererklärung Ja oder Nein?

Neue Steuerregeln für Renteneinnahmen und die demnächst bevorstehende Kontrolle durch die Finanzverwaltung “bedroht”  viele Rentner und macht diese unsicher. Gegen dieses ungute Gefühl bieten die Vereinigte Lohnsteuerhilfe VLH e.V., die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. (BAGSO), einer Lobby-Organisation für Senioren, Rentner und Pensionäre, und der Renten Service der Deutschen Post allen interessierten Rentnerinnen und Rentnern einen Steuer-Check im Internet an.

Wird bundesweit in über 2.800 Beratungsstellen der VLH nach wie vor viel gefragt zur neuen Rentenbesteuerung von Ruhegehaltsempfängern, so benötigen viele Rentner Informationen auch dazu,
* wann eine Einkommensteuererklärung verpflichtend wird,
* welche Steuer-Sparmöglichkeiten sich ergeben,
* was passiert, wenn keine Steuererklärung abgegeben worden ist oder was ist,
* wenn versehentlich nicht sämtliche Bezüge erklärt worden sind.

Wegen dieser Unsicherheiten, wegen der Ängste und wegen des großen Informationsbedarfs der Rentner hat der Lohnsteuerhilfeverein Vereinigte Lohnsteuerhilfe e.V. ein Internet-basierter Check-Up-Angebot ins Netz gestellt.

Schon seit langem bietet der Lohnsteuerhilfeverein Vereinigte Lohnsteuerhilfe e.V. die steuerliche Beratung und erstellt auf Antrag die Einkommensteuererklärung. Wie bei allen Lohnsteuerhilfevereinen geschieht dies im Rahmen einer Mitgliedschaft, wenn Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit oder aus Renten gegeben sind und die Nebenkosten aus Überschuss-Einkünften wie Vermietung oder Zinsen 13.000 Euro bei Alleinstehenden oder 26.000 Euro bei Zusammenveranlagung nicht übersteigen.
Die Mitglieds-Beiträge sind in diesem Sinne sozial gestaffelt und liegen zwischen 32 und 240 Euro. Bis zum 30. Juni 2010 entfällt die Aufnahmegebühr für Rentner.
Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V (BAG-SO) vertritt 101 Verbände mit ca. 13 Mio. älteren Menschen als deren Mitglieder.

Rentner ans Netz!

Der Steuer-Check ist auf den Internetseiten der BAGSO unter www.bagso.de/steuern.html, der des Renten Service unter www.rentenservice.de/steuern und der der Vereinigten Lohnsteuerhilfe e.V. unter www.vlh.de zu erreichen.

Die Vereinigte Lohnsteuerhilfe e.V. ist mit fast 500.000 Mitgliedern und rund 2.800 örtlichen Beratungsstellen bundesweit der größte Lohnsteuerhilfeverein. Der Verein betreut seine Mitglieder als Arbeitnehmer und Rentner bei deren Einkommen-Steuererklärung im Rahmen der gesetzlichen Beratungsbefugnis nach § 4 Nr. 11 StBerG.
Der Renten Service der Deutschen Post AG sorgt dafür, dass monatlich rund 25 Millionen Renten pünktlich an über 19 Millionen Rentenempfänger ausgezahlt werden. Außerdem erhalten die Rentenempfänger im Internet nützliche Informationen zu Themen rund um die Lebenswelt älterer Menschen und die Rente. Weitere Infos www.rentenservice.de .

Posted by wob. on 11/05 at 04:05 AM
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Mittwoch, Oktober 07, 2009

Renditeschmälerung bei Bausparverträgen: Bitte immer genau rechnen

Insbesondere bei Anlegern stehen Bausparverträge wieder sehr hoch im Kurs. Die Finanzkrise hat zu einem Umdenken geführt: Lange Zeit waren Bausparverträge kaum noch gefragt, doch als im Verlauf der Finanzkrise deutlich wurde, dass die Ersparnisse längst nicht bei allen Banken sicher aufgehoben sind, haben etliche Privatanleger beschlossen, ihr Geld lieber bei den Bausparkassen zu investieren, weil diese eine besonders gute Absicherung bieten.

Im Grunde genommen spricht nichts gegen diese Vorgehensweise, zumal es einige Bausparkassen gibt, die mittlerweile sehr attraktive Bauspartarife aufgelegt haben. So werden beispielsweise Tarife angeboten, die sich vorrangig an Anleger richtigen: Das Ziel ist es, den Anlegern eine vergleichsweise hohe Rendite zu bieten. Es geht nicht darum, später ein Bauspardarlehen abzurufen. Vielmehr soll das Kapital gut verzinst werden.

Viele dieser Tarife sehen auf den ersten Blick äußerst verlockend auf. Dies ist kein Wunder, schließlich werben die Bausparkassen mit eindrucksvollen Zinssätzen. Allerdings zeigt sich immer wieder, dass es beim Abschluss entsprechender Bauspartarife aufzupassen gilt: Längst nicht immer sind die Renditen zu erzielen, die von den Bausparkassen genannt werden. Unterschiedliche Gebühren können nämlich dazu beitragen, dass die Renditen deutlich geschmälert werden, weshalb längst nicht alle Tarife so attraktiv sind, wie sie zunächst scheinen mögen.

Wer sich für entsprechende Tarife interessiert, sollte sich sämtliche Gebühren aufzeigen lassen, die sowohl einmalig als auch fortlaufend anfallen. Insbesondere die Abschlussgebühren können zu einem deutlichen Renditeeinschnitt führen und Kontoführungsgebühren sowie Bearbeitungsgebühren tun ihr Übriges. Da lohnt es sich, eine genaue Kalkulation vorzunehmen. So mancher Bausparvertrag, der auf den ersten Blick nicht ganz so attraktiv wirkt, kann am Ende sogar die höhere Rendite erwirtschaften.

Posted by Jochen on 10/07 at 04:00 AM
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Dienstag, September 29, 2009

Altersvorsorge: Aktien genießen wieder das Vertrauen der Verbraucher

Das Vertrauen in Aktien und andere Wertpapiere hat durch die Finanz- und Wirtschaftskrise einen gewaltigen Knacks erlitten. So langsam scheint sich dieser Riss jedoch wieder zu schließen. Eine vom britischen Lebensversicherer Clerical Medical initiierte Umfrage ergab, dass aktuell fast 75 Prozent der Deutschen Aktienfonds und Aktien für eine langfristige Altersvorsorge geeignet halten. Damit stieg ihr Anteil seit Januar um stolze zehn Prozent.

Zinsanlagen hingegen mussten deutliche Einbußen bei der Beliebtheit hinnehmen. Von den 1.030 Verbrauchern, die das GfK Marktforschungsinstitut befragt hat, halten 28 Prozent (plus 7,0 Prozent) diese Form der Anlage für nicht rentabel. Es bleibe angesichts von Steuern und Inflation zu wenig für die Altersvorsorge über. Grundsätzlich wollen viele Sparer lieber Rendite als eine teuer erkaufte Sicherheit. Jeder Dritte fordert, dass die Kosten für die Garantie den späteren Ertrag nicht zu sehr schmälern dürfen. Nur 27 Prozent (minus 4,0 Prozent) sind bereit, für eine sichere Geldanlage auf eine höhere Rendite zu verzichten.

Thomas Bahr, Vertriebschef von Clerical Medical, kommentiert das Ergebnis der Umfrage sichtlich zufrieden: „Das ist erfreulich, denn nur Anlageformen mit höherem Ertragspotenzial können dazu beitragen, den Lebensstandard im Alter zu halten.“. Interessant ist, dass vor allem die 50- bis 59-Jährigen wieder mehr Hoffnungen auf Aktien setzen. Dass kontinuierlich für das Alter gespart werden muss, betonen immerhin 50 Prozent aller Befragten. Sie wünschen sich allerdings mehr Informationen (17 Prozent) und eine ausführlichere Beratung (19 Prozent), damit sie ihre Anlageentscheidung treffen können. 16 Prozent bevorzugen dabei einfache und transparente Produkte.

Posted by Andre on 09/29 at 09:16 AM
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Freitag, August 14, 2009

Deutsche sparen für die Altersvorsorge

Drei Mal jährlich fragt der Verband der Privaten Bausparkassen e.V., ob und mit welchem Ziel die Deutschen sparen. Jetzt liegen die Ergebnisse für den Sommer 2009 vor. Aus den 2.000 von TNS Infratest (Bielefeld) geführten Interviews mit Bundesbürgern ab 14 Jahren geht hervor, dass die Sparer in der Krise zwar gelassen bleiben, das Sparverhalten aber stärker als sonst von der Angst vor dem Jobverlust geprägt ist.

An der Reihenfolge der Sparziele hat sich wenig geändert. An erster Stelle rangiert unangefochten die private Altersvorsorge. Sie konnte im Vergleich zum Vorjahr um sieben Prozent zulegen und ist für 62,1 Prozent der Befragten von größter Bedeutung. Ebenfalls ein leichtes Plus von vier Prozent verbuchte das Ziel „Konsum und Anschaffungen“, das nun bei 58,5 Prozent liegt. Den deutlichsten Zugewinn – was den Verband der Privaten Bausparkassen umso mehr freuen wird – gab es beim Sparmotiv „Wohneigentum“. Die Zahl derer, die ein paar Euro für die eigenen vier Wände zur Seite legen, stieg um acht auf 49,3 Prozent. Auf den weiteren Plätzen folgen die Kapitalanlage, die Ausbildung der Kinder sowie der Notgroschen bzw. die Reserve.

Andreas J. Zehnder, Vorsitzender des Verbandes, wertet die Umfrageergebnisse positiv: „Die Gemüter haben sich beruhigt. Altersvorsorge und Wohneigentum bleiben als Sparmotiv Klassiker“. Einen kleinen Wermutstropfen gibt es aber: Der Anteil der Bundesbürger, die überhaupt sparen, ist zurückgegangen – um 1,5 auf 44,1 Prozent. Auf der anderen Seite stieg der Anteil der Nichtsparer von 53,4 auf 55,1 Prozent. Mehr auf die hohe Kante legen wollen lediglich 7,5 Prozent der Umfrageteilnehmer. Ein Jahr zuvor lag dieser Wert noch bei 8,8 Prozent. Weniger sparen werden 15,5 Prozent (16,5 %). Die Mehrheit von 68,5 Prozent möchte die Sparleistung konstant halten. „Die Sparer beginnen, sich auf schwierigere Zeiten einzurichten“, so Zehnder. Wenn mehr gespart werden soll, dann zu 29,9 Prozent aufgrund möglicher beruflicher Veränderungen.

Posted by Andre on 08/14 at 08:58 AM
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Dienstag, Juli 28, 2009

Wer ist “der” Deutsche, den die Krise kalt lässt?

Das Leben bietet viel, aber verspricht nichts. - Die asiatische Weisheit mag den Deutschen in der Mehrzahl unbekannt sein, doch trotz konjunkturell schlechter Zuständen fällt “der” Deutsche nicht in Zweifel, Depression oder tiefste Unzufriedenheit. Nein, er bleibt trotz Wirtschaftskrise gelassen.

Das jedenfalls will die Gesellschaft für Konsumforschung festgestellt haben, wobei “der” Deutsche jedenfalls nicht spart (?) und viel eher das Geld mit vollen Händen ausgibt. Wer allerdings konkret dabei mitmachen kann, bleibt offen, was zu der statistisch erhobenen Tatsache führt oder besser geführt hat, dass die Konsumlust als auf hohem Niveau gegeben sei. Es sei, so die Konsum- und Verhaltensforscher, wie einst im Berlin der 1920er Jahre: man/frau genieße das Hier und Jetzt, gönne sich was, nicht wissend, ob man es sich in einigen Jahren noch wird leisten können. Wer ohne Studium der neuen Geschichte weiß jedoch, wie es Berlin einst hat krachen lassen…? Viel eher weiß man nur, was die Krise täglich für Schlagzeilen erhält. Ist folglich die Krise bei “den” Deutschen noch immer nicht angekommen?

Oh, doch! Denn die Umsätze in der Gastronomie sind eingebrochen, die Passagierzahlen bei den Luftfahrtgesellschaften gehen zurück. Hotels bieten sieben Tage zum Preis von fünf - der Deckungsbeitrag für die fixen Kosten wird zur kalkulatorischen Größe. Hier “die” ungeprüften Krisen-Vorschläge für “die” Deutschen zwischen Sylt und Bodensee:

Ein Haus bauen

Schon lange war es nicht mehr so billig, ein Haus zu bauen. Zur Zeit gelten die Zinsen mit fünfjähriger Bindung als effektiv unter vier Prozent als günstig. Voraussetzung: Die Quote an Eigenkapital passt zur Bonität des Schuldners und die liegt bei 20 Prozent des Kaufpreises plus Nebenkosten wie Grunderwerbssteuer, Notar- und Maklergebühren.

Finanzen ordnen

Kapitalanleger, die in den letzten 18 Monaten Verluste (möglicherweise auch realisiert) hatten, dürfen hoffen, dass der Rezession wieder steigende Kurse folgen. Während die Daten des Arbeitsmarktes als verzögerte Indikatoren gelten, gilt der der Aktienmarkt in der Regel als vorauseilend. Vertraut man auf Erfahrungswerte, steigen auch die Aktienkurse ein halbes Jahr bevor die Wirtschaft wieder anzieht.
Für den risikoscheuen Anleger empfiehlt sich den Großteil der Mittel in Tagesgeld oder in kurzfristigem Festgeld zu binden, weil trotz sinkender Zinsen der Geldmarkt noch immer Anreiz bietet. Wer kann, der darf für nach der Krise schon jetzt inflationsgeschützte Anleihen kaufen.

Fürs neue Auto kassieren

Noch ist auch Zeit, günstig ein Auto zu kaufen. Die Abwrackprämie (Ablauf im September?), hohe Rabatte und wenig an Inflation machen es möglich. Da ist das Navi beim Händler eher schon die Draufgabe. Wer schließlich in 2010 als heute guter Verkäufer am Markt verschwindet, kann dem Kraftfahrer zunächst egal sein…

Risiken langfristig und kapitalisiert sichern

Auch die klassische Lebensversicherung kann ein guter Weg sein, waren und blieben die Versicherer bislang vergleichsweise krisenfest. Und wenn die garantierte Verzinsung sich bald nicht mehr wird halten lassen, der schließt dann zu spät ab.
Noch widersprechen die Verbraucherschützer, sich in der Krise mit lang laufenden, teuren Versicherungen zu belasten. Doch auch hier gilt: Wer kann, der darf, auch wenn es “der” Deutsche für besser halten sollte, das Geld zur Bank zu bringen.
Fragt sich bloß: Wieviel hat “der durchschnittliche Deutsche” für diesen Zweck?

Posted by wob. on 07/28 at 09:26 AM
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Freitag, Juli 10, 2009

Finanzprodukte überfordern viele Sparer

Banken und Versicherungen halten für ihre Kunden ein buntes Potpourri an Möglichkeiten bereit, Geld zu sparen und anzulegen, für die private Altersvorsorge oder um einfach nur ein paar Euro auf die hohe Kante zu legen. Während Sparbuch, Tages- und Festgeld von den meisten vermutlich noch verstanden werden, sieht es bei anderen Finanzprodukten eher mau aus. Eine Umfrage der comdirect Bank unter 1060 Anlegern im Altern von 18 bis 65 Jahren ergab, dass 43 Prozent schlicht überfordert sind, wenn es beispielsweise um Riester-Sparpläne oder Aktien-Fonds geht.

Dennoch setzen viele ihre Unterschrift auf die entsprechenden Verträge, ohne überhaupt zu wissen, welche Chancen und Risiken ihre Altersvorsorge bzw. das Depot bieten. Jeder Vierte hat schon Aktienfonds gekauft. Davon kennen 26 Prozent weder die Kosten, die durch Fonds entstehen, noch die Renditeaussichten. Das gleiche Bild präsentiert sich bei den staatlich geförderten Riester-Sparplänen: 25 Prozent sorgen auf diese Weise vor, wobei 19 Prozent der Sparer gar nicht verstanden haben, worum es genau geht. Hier besteht dann die Gefahr, dass man zwar brav seine Sparraten zahlt, aber keinen Antrag für die Zulagen von Vater Staat stellt – weil man sich nicht informiert oder im Beratungsgespräch nur eifrig genickt hat, statt zu fragen, wenn etwas nicht verstanden wurde.

Fehler oder Versäumnisse bei der privaten Altersvorsorge können später teuer zu stehen kommen. Deshalb sollte man sich nicht scheuen, Fragen zu stellen. Schließlich gibt es keine „dummen Fragen“ und geht es um viel Geld. Zudem sind Banken und Versicherungen dazu verpflichtet, ihre (angehenden) Kunden ausführlich zu beraten. Um nicht völlig unvorbereitet in ein solches Gespräch zu gehen, bietet es sich an, einen der Kurse der Initiative „Altersvorsorge macht Schule“ zu besuchen, die an vielen Volkshochschulen angeboten werden. Hier erfährt man alles über die Riester-Rente, die verschiedenen Varianten der privaten Rentenversicherung und auch über die Rürup-Rente – eben alles, was wichtig ist, um bestmöglich abgesichert zu sein.

Posted by Andre on 07/10 at 08:18 AM
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Donnerstag, Juli 09, 2009

Eingefrorene Immobilienfonds tauen wieder auf

Bis Herbst vergangenen Jahres genossen offene Immobilienfonds einen ausgezeichneten Ruf: Sie galten als besonders sicher und bescherten den Anteilseignern stets sehr konstante Renditen. Doch dann kam die globale Finanzkrise: Etliche Investoren sahen sich dazu gezwungen, ihre Liquidität aufzubessern und haben somit ihre Mittel auch aus den Immobilienfonds abgezogen. Die Mittelabflüsse waren so groß, dass einige Fondsgesellschaften den Notstand ausrufen und ihre Fonds erst einmal einfrieren mussten: Die Anleger konnten ihre Fondsanteile nicht mehr verkaufen und kamen somit nicht mehr an ihr Geld heran. Die Investmentgesellschaften hatten letztendlich gar keine andere Wahl als auf diese Weise zu verfahren. Anders als beispielsweise Aktienfonds können sie ihre Vermögenswerte nicht so schnell veräußern – es dauert eben seine Zeit, bis Käufer für Immobilien gefunden sind und außerdem lassen sich an den Immobilienmärkten derzeit ohnehin keine guten Preise erzielen.

Doch nun scheint sich die Lage wieder deutlich zu bessern. Seit ein paar Wochen gehen zunehmend mehr Gesellschaften dazu über, ihre eingefrorenen Fonds wieder zu öffnen und nehmen somit auch Anteile zurück. Grund ist eine Veränderung des Marktes: Viele Anleger haben mittlerweile verstanden, dass die Fondsgesellschaften keine Möglichkeit haben, das Fondsvermögen so schnell zu reduzieren – dementsprechend sind nun wesentlich mehr Anleger dazu bereit, ihre Anteile doch nicht zu verkaufen. Des Weiteren ist es den Fondsgesellschaften gelungen, neue Kredite aufzunehmen und somit ihre Liquidität zu verbessern.

Wie die „Financial Times Deutschland“ schreibt, wurden in den vergangenen Wochen rund ein Drittel der eingefrorenen Immobilienfonds von den Fondsgesellschaften wieder freigegeben. Derzeit sollen nur noch acht Fonds eingefroren sein.

Posted by Jochen on 07/09 at 09:37 AM
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