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Geldanlage
Sonntag, Oktober 12, 2008
Altersvorsorge: Immobilienbesitz allein reicht nicht aus
Immobilien gelten als idealer Baustein der persönlichen Altersvorsorge: Mit einem verlässlichen Nutzwert schützen sie vor Inflation und ermöglichen mietfreies Wohnen im Alter. Von den eigenen vier Wänden allein können Eigentümer im Rentenalter allerdings nicht leben: Die Betriebskosten der Immobilie sowie die allgemeinen Lebenshaltungskosten machen weitere Rentenbezüge notwendig. Aufgrund der demographischen Entwicklung ist schon jetzt absehbar, dass das Leistungsniveau der gesetzlichen Rentenversicherung auch für diejenigen nicht reichen wird, die aufgrund von Immobilienbesitz keine Miete zahlen müssen. Persönliches Engagement um den Aufbau eines Kapitalstocks ist daher unerlässlich.
Die Riester-Rente stellt eine der möglichen Optionen dar, mit denen Verbraucher sich ein komfortables Auskommen nach dem Eintritt in den wohlverdienten Ruhestand sichern können. Der Vorteil liegt dabei insbesondere in der staatlichen Förderung: Die Grundzulage über 154 Euro jährlich sowie weitere Zuschüsse für Sparer, die Kinder erziehen, bessern die Rendite der entweder auf Banksparplänen oder auf Investmentfonds basierenden Anlagen merklich auf. Darüber hinaus können die Einzahlungen in die Verträge anders als bei klassischen Rentenversicherungen im Rahmen des Sonderausgabenabzugs steuerlich geltend gemacht werden.
Die Höhe der im Alter verfügbaren Rente sollte ausreichen, um die Betriebskosten der Immobilie sowie einen angemessenen Lebensstandard unterhalten zu können. Die Riester-Rente unterliegt dabei in voller Höhe der Steuerpflicht – eine Veranlagung ausschließlich mit dem Ertragsanteil, wie es bei herkömmlichen Policen der Fall ist, findet nicht statt. Es kommt dabei der persönliche Steuersatz zur Anwendung: Wer über die Leistungen des Riester-Vertrages hinaus keine zusätzlichen Einkünfte bezieht, kann sich über eine geringe Abgabenlast freuen.
Posted by Gerald on 10/12 at 09:53 AM
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Freitag, Oktober 10, 2008
Sparen in jungen Jahren: Staat fördert kräftig
Sparen ist der Königsweg zum Wohlstand. Wer in jungen Jahren damit beginnt, regelmäßig einen Teil seines verfügbaren Einkommens in ein Sparprodukt zu investieren, kann sich in den besten Jahren über ein stattliches Vermögen freuen, mit dem langersehnte Wünsche erfüllt oder der wohlverdiente Ruhestand bestritten werden können.
Der Staat fördert Bemühungen um den Vermögensaufbau bei jungen Menschen ganz besonders. Durch verschiedene Zuschüsse und Sonderregelungen werden Bemühungen auch dann attraktiv, wenn - zum Beispiel aufgrund eines noch geringen Einkommens – nicht allzu viel Geld zur Verfügung steht. Ein Bausparvertrag beispielsweise, in den monatlich 50 Euro eingezahlt werden, kann zu einem erstklassigen Finanzprodukt werden: Die Wohnungsbauprämie in Höhe von rund 45 Euro jährlich bietet in Kombination mit der Guthabenverzinsung eine Rendite, die ansonsten nur in Aktienmärkten der Schwellenländer realisierbar ist: Rund 10 Prozent im Jahr sind bei einem geförderten Bausparvertrag mit einem Jahresvolumen von 600 Euro möglich. Junge Sparer, die einen Vertrag vor Vollendung des 25. Lebensjahres abschließen, sind dabei besonders im Vorteil: Sie können nach Ablauf der siebenjährigen Bindungsfrist frei über die Fördermittel des Vertrages verfügen und sind nicht an wohnwirtschaftliche Zwecke gebunden.
Auch bei staatlich geförderten Altersvorsorgeprodukten werden junge Sparer bevorzugt: Wer einen Riester-Vertrag abschließt, bevor das 25 Lebensjahr vollendet wurde, bekommt in diesem unmittelbar eine Gutschrift in Höhe von 200 Euro vom Fiskus zugebilligt. Der Staat möchte damit die Bemühungen um die private Altersvorsorge bei jungen Menschen stärken.
Fazit: Früher Vogel fängt den Wurm – ganz besonders beim Vermögensaufbau.
Posted by Stefan on 10/10 at 10:29 AM
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Sonntag, Oktober 05, 2008
Aktuelle Geldanlage - Gibt es Renditen ohne Risiko?!
Hektik-Panik-Stress! Turbulenzen im internationalen Finanzsystem! - Das aber sollte nicht zum Normalfall werden, wenn Verbraucher mit großer Besorgnis ihr Geld anlagen. Wie sicher sind aber Geldanlagen in der “Bank-Pleiten und Looser-Epoche” 2008 ? Wie reagieren aktuell (Oktober 2008) Kapital- und Geldmärkte? Mit dem kritischen Blick auf Rendite-Ziel, Partner und Betrag kann sich das Risiko, können sich Verluste minimieren.
Bundeswertpapiere
Nichts ist sicherer als Geldanlagen beim Bund. Schließlich kann ein Staat nicht im klassischen Sinne Pleite gehen. Anders als früher, müssen Anleger bei der Bundesfinanzagentur ihr Geld nicht mehr auf mehrere Jahre festlegen. Bei der Tagesanleihe ist das Kapital täglich verfügbar und im Zinssatz mit Tagesgeldkonten vergleichbar. Daneben reizen auch Finanzierungsschätze (Laufzeit zwei Jahre), Bundesobligationen (fünf Jahre), Bundesschatzbriefe (sechs und sieben Jahre) und Bundesanleihen (zehn Jahre).
Festgeld
Festgeld bei deutschen Banken ist vergleichbar sicher. Bei einer Anlagedauer zwischen drei und zwölf Monaten rentiert sich der angelegte Betrag zwischen vier und fünf Prozent Zinsen. Das Geld bei deutschen Instituten ist in aller Regel durch den Einlagensicherungsfonds der Banken in großem Umfang abgesichert. Ausländische Banken als Schuldner sichern oft nur bis zu einem bestimmten Betrag ab.
Immobile Werte
Gebäude und Grundstücke können auch eine sehr sichere Anlage sein. Schließlich erwirbt der Anleger hier eine wirkliche Sache. Beim Haus- oder Wohnungskauf ohne eigene Nutzung sollten Anleger aber stets wie bei der selbst genutzten Immobilie auf den Standort achten.
Bei Immobilien in guten Lagen, bei denen ich ein Wertzuwachs abschätzen lässt, geht wenig schief. Acht geben sollten Anleger jedoch bei sogenannten Erwerbermodellen. Dabei handelt es sich meist um ältere Wohnanlagen, die von Investoren vermarktet werden. Hier sind oft versteckte Kosten zu erwarten.
Investmentfonds
Anleger streuen mit Investmentfonds ihr Kurs-Risiko deutlich breit, weil nicht nur in Aktien-Beteiligung eines Unternehmens investiert wird. Das Fonds-Management kauft eine Vielzahl von Papieren, investiert damit in verschiede Branchen oder bildet Börsenindizes ab. Geht’s mit der Branche in den Keller oder der Markt, der einem Index zugrunde liegt, verlieren auch Fonds entsprechend an Wert.
Aktien
Mit dem Kauf von Aktien setzen Anleger ihr Geld dem Risiko aus, dass sich ihre Beteiligung wie das Unternehmen entwickelt und der Kapitalmarktreagiert. Wer noch vor Monaten mit seiner Anlage auf Bank-Aktien setzte, musste wohl deutliche Buch-Verluste oder aber realisierte Verluste hinnehmen. Die Papiere brachen dramatisch ein. Niedrige Kurse bieten aber auch eine Chance einzusteigen.
Bei Anlegern, die in Aktien und Fonds investierten, sind gute Nerven Voraussetzung, denn das Risiko gilt als hoch.
Edelmetalle
Gold gilt meist immer erst in Krisenzeiten als sicherste Anlage, wenn auch ohne direkte Rendite. Ähnlich wie Aktien unterliegen Rohstoffpreise starken Kursschwankungen. Der Goldpreis markierte im März 2008 ein Allzeit-Hoch von 1000 US-Dollar je Feinunze (31,1 Gramm); rutschte dann aber wieder auf rund 750 Dollar ab.
Zertifikate
Mit Zertifikaten spekulieren Anleger darauf, wie sich bestimmte Aktien, Finanzprodukte oder Börsenindizes entwickeln. Seit geraumer Zeit auch durch die Gäste in Talk-Shows und die Interview-Partner immer häufiger als “Wette” charakterisiert.
Rechtlich gesehen handelt es sich um Schuldverschreibungen, die von bestimmten Banken herausgegeben werden. Doch die Verlustrisiken werden von den Sicherungseinrichtungen der Banken nicht getragen. Der Anleger “spielt” selbst auf volles Risiko. Zertifikate gelten als besonders komplizierte und risikoreiche Geldanlage. Es sind meist Derivate, das heißt, es sind nur rein abgeleitete Wertvorstellungen real verlaufender Entwicklungen, an denen man aber eben nicht beteiligt ist.
Freitag, Oktober 03, 2008
Sicherheit bei Sparkassen
Wer bietet mehr als man schuldet und zinst?
Von leichter Unruhe bis Panik regt sich die Gefühlswelt derer, die ihr Geld bei der Bank statt unterm Kopfkissen haben. Dafür hat eine Finanzkrise gesorgt, die sich gewaschen hat. Derivate und Zertifikate sind absolut in Verruf gekommen. Das “Leergeschäft” hat große Chancen, zum Unwort im Herbst 2008 zu werden.
Gegen die weitere Verunsicherung von Bankkunden hat nun zum Tag der deutschen Einheit der Präsident des Sparkassenverbandes erneut die Sicherheit der Geldanlagen bei deutschen Banken beteuert.
Wer sein Geld bei einer Sparkasse, bei einer Volksbank oder einer deutschen Privatbank, müsse sich keine Sorgen machen, so Heinrich Haasis, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes im Interview mit der “Passauer Neuen Presse”.
Und auch der normale Häuslebauer, der jetzt Kredit benötige, brauche sich keine Sorgen machen. Das Geschäft mit Darlehen sei von der Finanzkrise kaum betroffen.
Bei international tätigen Banken sähe es jedoch anders aus, denn bei denen gebe es jetzt einen Mangel an Liquidität. Finanzielle Projekte in Milliardenhöhe sind folglich kaum bis sehr schwer zu finanzieren.
Die Lage gilt als ernst, doch ohne Grund zur Panik. Das Präsidium hofft, dass das “Rettungspaket” der US-Regierung mit 700 Milliarden Dollar die Finanzmärkte beruhigen könne, hat doch der US-Senat zum Monatsbeginn Oktober das Hilfspaket auch mit größeren Garantien für Sparkonten gebilligt.
Dienstag, September 30, 2008
Finanzkrise
Wie sicher sind Versicherungen?
Einfluss auch auf Lebensversicherer - Erträge sinken - Pleiten sind unwahrscheinlich.
Wer immer sich dazu zählt oder dazu gezählt wird: die Finanzwelt steht Kopf. Amerikanische Banken gelten als ruiniert, ein Versicherungsriese muss staatlich therapiert werden, die Notenbanken bieten dem Geldmarkt günstige Milliarden an, um das Finanzsystem zu stabilisieren. Deutsche Bürger wurden kurz mal nervös, sorgen sie sich doch auch um ihre Altersvorsorge. Doch wie sicher sind unsere Lebensversicherungen, Riester- und Betriebsrenten?
Deutsche Versicherer haben über ihre Kunden Geld im Wert von rund 700 Milliarden gesammelt, die von der Branche weltweit und möglichst mit Rendite investiert wurden.
In der Mehrzahl der Fälle Geldanlagen, für die strenge Vorschriften gelten, weshalb die hohen Summen meist in sicheren Anlagen wie festverzinslichen Wertpapieren und Pfandbriefen stecken.
Dagegen dürfen nur maximal 35 Prozent der Anlagesumme in Risikokapital investiert werden - also beispielsweise in Aktien, Unternehmensbeteiligungen oder Hedgefonds.
Dass nun auch umstrittenen Schrott-Hypotheken gekauft wurden, ist wahrscheinlich, wenn auch nur wenige. Denn zum erlaubten Risikokapital gehören auch Wertpapiere, die mit Kreditforderungen bpw. als Hypotheken unterlegt sind.
Deshalb haben also auch deutsche Versicherer solche Subprime-Titel in ihren Portfolios, allerdings nur zu einem sehr geringen Teil.
Und deshalb gibt auch die staatliche Aufsicht, die BaFin, Entwarnung. Von ihr wurden die Wirkungen der Subprime-Krise und der Ruin der Investmentbank Lehman Brothers auf die deutschen Versicherer untersucht.
Fazit: Nach den bisherigen Erkenntnissen der BaFin sind die Wirkungen auf die deutschen Versicherer begrenzt.
Ob es trotz allem Einfluss des Börsengeschehens auf die Lebensversicherung gibt, hängt vom weiteren verlauf des DAX ab.
Sind doch die Börsen-Kurse der Aktien-Bestände bei den Versicherungsgesellschaften zunächst gefallen. Da aber die Aktienquote in der Branche nur noch bei rund zehn Prozent liegt und damit halb so hoch wie beim Börsencrash 2002 ist ein Crash wie 2002 bei der Mannheimer Versicherung auszuschließen.
Geschätzt wird trotz allem, dass die Branche wegen der Finanzkrise maximal 400 Millionen Euro abschreiben muss.
Gemessen an Kapitalanlagen von über 120 Milliarden Euro ist das jedoch deutlich weniger als ein Prozent.
Wenn die Finanzkrise allerdings auch die Rendite der Anleihen schmälert, trifft dies insgesamt härter als Abschreibungen auf Subprime-Titel oder sinkende Börsenkurse.
Wer sich also in sichere, fest verzinsliche Anlagen flüchtet, der verursacht, das die Kurse der Wertpapiere steigen; der Preis für die Papiere steigt; die Verzinsung nimmt ab, die Renditen sinken.
Das hat schließlich Folgen für die Überschussbeteiligung der Versicherungskunden.
Entschieden wird bei den Versicherern aber traditionell erst am Jahresende, was die Gesellschaften ihren Kunden für das kommende Jahr gutschreiben werden. Bei düsteren Prognosen müssen die Versicherten für die Zukunft mit sinkenden Erträgen rechnen.
Posted by Wolfgang on 09/30 at 06:30 AM
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Donnerstag, September 25, 2008
Rolling-Discount-Zertifikate – wenn der Stein ins Rollen kommt
Discount-Zertifikate haben den Vorteil, dass sie dem Anleger ermöglichen, einen bestimmten Wert, einen Index oder eine Aktie günstiger zu kaufen als der momentane Marktwert ist. Wie an anderer Stelle dargestellt, bringt das zumeist reale Renditevorteile. Nachteil der Discount-Zertifikate ist zumeist ein Cap, eine sogenannte Kappungsgrenze, ab der der Anleger nicht mehr profitiert, auch wenn der Basiswert weiter steigt. Insofern sind Discount-Zertifikate für stark steigende Märkte weniger geeignet. Ein weiterer Nachteil ist die begrenzte Laufzeit. Diesem Mangel treten seit einiger Zeit die Rolling-Discount-Zertifikate entgegen. Diese haben mehrere interessante Aspekte und Vorteile.
Neben dem klassischen normalen Discount werden sie zumeist jeden Monat neu angepasst und weiter „gerollt“. Diese Anpassung passiert immer an das jeweils aktuelle Kursniveau des Underlyings und der Cap wird entsprechend angepasst. Interessant ist vor allen Dingen, dass der Discount von monatlich etwa ein bis zwei Prozent Abschlag jeden Monat erneut hinzukommt, so dass sich im Laufe der Zeit ein Discount im zweistelligen Bereich ergibt, was eine interessante Rendite darstellt. Interessant sind Rolling-Discount-Zertifikate besonders in Märkten, die nur leicht steigen, leicht fallen oder aber stagnieren. Sollte es allerdings volatil werden und die Märkte in starke Anstiege übergehen, sehr volatil agieren, das heißt hohe Ausschläge haben bzw. stark fallen, stellen diese Zertifikate nicht die optimale Investmentmöglichkeit dar.
In allen anderen Situationen sind sie vielen Anlagearten und Möglichkeiten überlegen. Denn schon bei stagnierenden Märkten wird monatlich eine attraktive Rendite eingefahren. Bei diesem Produkt kann der Anleger sich für konservative Investments entscheiden oder völlig neutral bzw. offensiv vorgehen. Bei konservativer Auswahl ergibt sich ein guter Risikopuffer. Bei einer neutralen Ausrichtung liegt der Cap zumeist auf dem Niveau des Basiswertes. Für die, die es aggressiv mögen, wird der Cap über der Höhe des Basiswertes gewählt. Je niedriger der Cap gewählt wird, umso weniger Risiken trägt der Anleger bei Kursverlusten. Problematisch wird es allerdings bei diesen Zertifikaten bei hoch volatil oder stark in eine Richtung agierenden Märkten. Ansonsten eine interessante Investmentform, bei der man sich etwas auskennen sollte.
(Die Aussagen dieses Beitrags sind keine Anlageempfehlung und ersetzen nicht die Beratung durch einen qualifizierten Anlageberater)
Posted by Uwe on 09/25 at 07:23 AM
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Donnerstag, September 18, 2008
Abenteuer auf dem Zweitmarkt für geschlossene Fonds
Geschlossene Fonds, insbesondere Immobilienfonds oder auch Schiffsfonds waren vor einigen Jahren noch das Paradies für alle, die Steuern sparen wollten. Seitdem diese steuerlichen Möglichkeiten unterbunden worden sind und nur noch die Rendite zählt, sehen die geschlossenen Fonds kritischer aus. Da diese geschlossenen Fonds, wie es der Name schon beinhaltet, nicht an der Börse gehandelt werden, hat sich sukzessive mit einigen Anlaufschwierigkeiten ein sogenannter Zweitmarkt gebildet. Nachdem einige nicht so erfolgreiche Anläufe in den vergangenen Jahren gestartet wurden, scheint sich jetzt ein funktionierender Zweitmarkt für diese geschlossenen Fonds zu etablieren.
Das besondere Problem in diesen Märkten ist die Preisfindung, um zu einem gerechten und angemessenen Preis zu kommen. Mittlerweile wurden Handelsplattformen im Internet dazu gestartet, die die Preisbildung verbessern sollen. So dass der Anleger oder der Inhaber dieser geschlossenen Fonds sehen kann, welchen Preis er für seine Papiere erzielt. Auch Makler treten gehäuft auf, die im Interesse des Verkäufers den bestmöglichen Preis für ihre Fonds zumeist bei institutionellen Käufern erzielen wollen.
Da man aus geschlossenen Fonds gewöhnlich nicht von heute auf morgen aussteigen kann und die komplette Laufzeit durchhalten muss, freut sich mancher Anleger, der aus plötzlichen veränderten Situationen heraus diese Fonds auf den Markt werfen will oder muss. Um dann nicht Jahrzehnte warten zu müssen, bietet sich jetzt vermehrt dieser Zweitmarkt an. Die Umsätze steigen. Es gibt schon börsenähnliche Handelsverhältnisse, entsprechende Plattformen und zeitweise erzielt der Anleger sogar ein Plus beim Verkauf seiner Fondsanteile. Aber er muss genau die Preise vergleichen, um nicht in einen Nachteil oder in eine Falle hineinzugeraten. Insider erwarten allerdings, dass sich der Handel noch gravierend beleben wird, da immer mehr Anleger ihre Beteiligungen loswerden wollen. Besonders interessant geht es im Bereich Schiffsfonds zu. Immobilienfonds haben noch Probleme aufgrund der aktuellen Marktlage bei Immobilien.
Posted by Uwe on 09/18 at 04:51 AM
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Freitag, September 12, 2008
„Wohn-Riester“: Ansprüche online berechnen
Der „Wohn-Riester“ wird bald Realität: In Zukunft können Guthaben aus staatlich geförderten Altersvorsorgeverträgen zum Erwerb selbstgenutzten Immobilieneigentums herangezogen werden. Die jüngst vom Bundestag beschlossene Eigenheimrente sieht dabei ausdrücklich die Nutzung sowohl der vom Vertragsinhaber geleisteten Einzahlungen als auch der Zulagen vor. Insbesondere Familien profitieren von der Eigenheimrente: Wer Kinder erzieht, bekommt über die Grundzulage in Höhe von 154 Euro auch eine Kinderzulage über 185 Euro jährlich ausbezahlt. Nachwuchs, der erst in diesem Jahr zur Welt gekommen ist, lohnt sich dabei doppelt: Für nach dem 31.12.07 geborene Sprösslinge erhalten deren Eltern 300 Euro im Jahr.
Die Landesbausparkasse LBS stellt (angehenden) Bauherren nun einen kostenlosen Service im Internet zur Verfügung, mit dem der individuelle Anspruch aus der Riester-Rente errechnet werden kann. Der interaktive Rechner steht unter www.eigenheim-renten-rechner.de kostenfrei zur Verfügung. Das Tool ermittelt anhand der vom Nutzer getätigten Eingaben, die Alter, Beruf, Einkommen und Wohnort sowie weitere Details betreffen, wie groß die Vorteile aus dem Wohn-Riester ausfallen.
Wer seinen Vorsorgevertrag zur Immobilienfinanzierung nutzt, muss die entnommenen Beträge bis zum Beginn der Auszahlungsphase (die bei Riester-zertifizierten Verträgen nicht vor dem 60. Lebensjahr beginnen darf) wieder zurückführen. Geschieht dies nicht, müssen Rentner mit einer Steuerschuld gegenüber dem Finanzamt im Ruhestand rechnen: Die Riester-Rente wird nachgelagert besteuert und demnach in der Auszahlungsphase in voller Höhe dem zu versteuernden Einkommen hinzugerechnet. Werden die Vertragsguthaben zur Hypothekentilgung genutzt, werden die Guthaben fiktiv weitergeführt und mit zwei Prozent im Jahr verzinst.
Posted by Stefan on 09/12 at 10:59 AM
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Donnerstag, September 11, 2008
Safe-Zertifikate: Sicher in den Hafen der Börse
Garantiezertifikate erfreuten sich der besonderen Gunst der sicherheitsorientierten Anleger an den Aktienmärkten. Eine attraktive Variante dieser Zertifikate gibt es jetzt mit den Safe-Zertifikaten. Ein nennenswerter Aspekt dieser Safe-Zertifikate ist die garantierte Kapitalrückzahlung am Ende der gewählten Laufzeit. Zudem bieten diese Safe-Varianten mehrere Möglichkeiten der Wahl. Zum einen können sie sowohl auf Aktien als auch auf Indizes gewählt werden. Zum zweiten ist die Laufzeit wählbar, z.B. zwei oder vier Jahre. Der weitere wesentliche Punkt ist die Wahl des jeweiligen Garantieniveaus. Der Anleger kann unterhalb des aktuellen Kurses einen Mindestrückzahlwert wählen, z.B. 20 oder 10 Prozent darunter. Er kann aber auch genau den momentanen Kurs wählen. Demzufolge sind die Preise dieser Zertifikate unterschiedlich.
An Anstiegen partizipiert der Anleger zu 100 Prozent, wobei es wie üblich Cap-Varianten gibt, ab denen der Anleger nicht mehr partizipiert oder nur noch prozentual. Möglich ist es sogar, ein Level oberhalb des aktuellen Aktien- oder Indexkurses zu wählen, so dass der Anleger eine garantierte Rendite einfährt, aber auch mehr zahlen muss. Alle Safe-Zertifikate sind dividendenbereinigt, das heißt hier partizipiert der Anleger nicht von ausgeschütteten Dividenden.
Einen besonderen Kick erfahren die Safe-Zertifikate sobald die Abgeltungssteuer greift. Denn für viele Anleger ist dann nicht mehr der persönliche Einkommenssteuersatz maßgeblich, sondern die einheitlichen 25 Prozent. Welches sich als interessanter Vorteil herausstellen kann, so man denn in den höheren Einkommenssteuerklassen ist. Auf besondere Varianten sollte der Investor achten, z.B. dass bei Aktienkursen, die über den zugrundegelegten Wert hinaus gestiegen sind, die Aktie selber ausgegeben wird. Bei Indizes findet der klassische Barausgleich statt. Insgesamt ein spannendes Investment für sicherheitsorientierte Anleger.
(Die Aussagen dieses Beitrags sind keine Anlageempfehlung und ersetzen nicht die Beratung durch einen qualifizierten Anlageberater)
Posted by Uwe on 09/11 at 08:06 AM
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Konsum und Sicherheit statt Investmentfonds und Lebensversicherung
Axa Investment Managers stellte im Rahmen einer aktuellen Studie eine eher ungewöhnliche Frage: „Stellen Sie sich einmal vor, Sie hätten 50.000 Euro zur freien Verfügung, zum Beispiel durch einen Lottogewinn oder eine Erbschaft. Was würden Sie wohl am ehesten mit diesem Geld tun?“ Wer nun erwartet hätte, die Deutschen packen das Geld brav zur Seite und sammeln fleißig Zinsen oder sorgen für das Alter vor, der wird enttäuscht. Konsum geht im angenommenen Fall vor Sparen.
Erfahren wollte die Axa durch die Umfrage in erster Linie wie es um das Wissen rund um Investmentfonds und die Bereitschaft, in entsprechende Papiere zu investieren, bestellt ist. In dem Punkt zeigen sich die Deutschen aktuell wenig experimentierfreudig. Gerade einmal 14 Prozent wären bereit, die 50.000 Euro in Fonds anzulegen. Voriges Jahr konnten sich noch 19 Prozent vorstellen, ihr Geld den Fondsgesellschaften anzuvertrauen. Ähnlich nachgelassen in der Gunst der Kunden haben Sparbücher und Aktien. Deutlich besser schneiden hingegen Immobilien ab. 30 Prozent würden die Chance beim Schopf packen und eine Immobilien kaufen oder renovieren. Größere Anschaffungen präferieren 38 Prozent. Lebensversicherungen kommen offensichtlich gar nicht mehr in Frage. Nur vier Prozent sprachen sich für den Klassiker aus. Professor Dr. Claudia Wöhle, Professorin für Betriebswirtschaftslehre, erklärt die gestiegene Vorliebe für Realwerte mit der Verunsicherung über die Lage an den Finanzmärkten.
Dabei scheinen Deutsche und Österreicher einer Meinung zu sein. Auch die Österreicher zögern, ihr Geld in Investmentfonds anzulegen. Mit der gleichen Frage konfrontiert, setzten nur zehn Prozent auf Fonds. 28 Prozent bauen im wahrsten Sinne des Wortes aufs Haus. Beliebter wäre nur das Sparbuch. Mit 41 Prozent liegt es in Österreich deutlich an der Spitze. Schlusslicht sind langfristige Anlagen, zu denen die Lebensversicherung gehört. Für sie sprachen sich nur zwei Prozent aus. Kleidung und Elektrogeräte kamen auf elf Prozent. Verschenken würde übrigens keiner etwas – im Vorjahr zeigte man sich noch großzügiger, da waren es acht Prozent. Insgesamt sind die Österreicher weniger risikobereit als noch vor einem Jahr.
Posted by Andre on 09/11 at 06:09 AM
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Dienstag, August 26, 2008
Baufinanzierung: Vorsicht bei Kombination von Darlehen und Lebensversicherung
Wer sich auf der Suche nach der passenden Baufinanzierung befindet, holt in der Regel mehrere Finanzierungsangebote bei unterschiedlichen Kreditinstituten ein. Ziel dieser Vorgehensweise ist es, ein möglichst günstiges Darlehen zu finden. Die Wahrscheinlichkeit, hierbei auf einen Direktfinanzierer bzw. eine Direktbank zu stoßen, ist relativ groß. Immerhin handelt es sich hierbei um die Kreditinstitute, die mit den attraktivsten Darlehenskonditionen aufwarten.
Weil es regionalen Banken und Vermittlern immer schwerer fällt, sich gegen diese Kreditinstitute zu behaupten, warten sie zunehmend häufiger mit relativ komplexen Finanzierungskonstrukten auf. So kommt es zum Beispiel immer häufiger vor, dass Finanzierungen angepriesen werden, die eine Kombination von Annuitätendarlehen und Bausparvertrag oder Lebensversicherung darstellen. Die Banken und Vermittler verweisen insbesondere auf die Vorzüge dieser Konstrukte: Eine Finanzierung, die einen zusätzlichen Bausparvertrag beinhaltet, würde später eine günstige Anschlussfinanzierung ermöglichen. Wer eine Lebensversicherung in die Finanzierung einbindet, profitiert von der Guthabenverzinsung sowie von einem grundlegenden Versicherungsschutz.
Fakt ist allerdings, dass die meisten Bauherren nicht sonderlich gut damit beraten sind, sich für den Abschluss entsprechender Finanzierungskonstrukte zu entscheiden. Den Anbietern diese Finanzierungen geht es in erster Linie darum, sich mit den komplexen Konstrukten der Vergleichbarkeit zu entziehen und zusätzliche hohe Provisionen für Bausparvertrag oder Lebensversicherung zu kassieren.
Genau betrachtet lohnt sich der Abschluss dieser Finanzprodukte nur in den seltensten Fällen. Immerhin ist es so, dass durch Bausparrate und Versicherungsrate zusätzliche Kosten anfallen. Anstatt das Geld in Bausparverträge und Versicherungen fließen zu lassen, ist man wesentlich besser damit bedient, es direkt zur Darlehenstilgung zu verwenden. Denn somit verringert man Restschuld wie auch Zinsbelastung und kommt in der Regel schneller an sein Ziel, die vollständige Rückzahlung. Somit kann allen Interessenten nur dazu geraten werden, entsprechende Angebote genau nachzurechnen und lieber klassische Finanzierungsangebote anzufordern, die ausschließlich ein Annuitätendarlehen umfassen – hiermit sind sie im Normalfall wesentlich besser beraten.
Montag, August 25, 2008
Ost-Immobilien: Private Investoren mit Klage gegen Anlageberater gescheitert
Zu Beginn der 1990er Jahre war das Interesse an Immobilieninvestments enorm groß. Experten sagten voraus, dass insbesondere in den neuen Bundesländern ein großer Bedarf an neuen Wohnungen bestehen werde. Die Chance, von diesem Boom profitieren zu können, wollten sich auch etliche Privatpersonen nicht entgehen lassen. Somit ist es nicht allzu verwunderlich, dass sie teilweise immense Kredite aufgenommen haben, um entsprechende Anlageobjekte zu finanzieren.
Doch wie inzwischen bekannt ist entwickelte sich der Markt ganz anders. Aufgrund der hohen Beteiligung zahlreicher Investoren kam es zu einem immensen Überangebot. Somit konnten die Immobilienmärkte nicht in Schwung kommen und viele der damals errichteten Gebäude sind heute erheblich weniger wert als damals – sehr zum Leidwesen der Investoren. Etliche Privatanleger hatten damals ihre gesamten Ersparnisse in die Finanzierung entsprechender Wohnimmobilien investiert - heute zahlen sie Darlehen ab, deren Restschuld deutlich über dem Marktwert der Objekte liegt.
Aufgrund dieser Entwicklung denken immer mehr Investoren darüber nach, ihre damaligen Anlageberater zur Rechenschaft zu ziehen. Weil die Berater jegliche Schuld von sich weisen, kommt es immer wieder zu Gerichtsverfahren. Wie die „Wirtschaftswoche“ in ihrer aktuellen Printausgabe berichtet, haben die Richter des Bundesgerichtshofs in der vergangenen Woche ein entscheidendes Urteil gesprochen. Ein Ehepaar klagte gegen seinen früheren Anlageberater, der zur damaligen Zeit nicht ausführlich aufgezeigt haben soll, wie sich das Darlehen im weiteren Tilgungsverlauf verhält. Aufgrund dieser Tatsache forderte das Paar Schadenersatz.
Der Bundesgerichtshof kam jedoch zum Entschluss, dass ein nicht ausführlich aufgezeigter Tilgungsverlauf kein Grund ist, Schadenersatz zu fordern. Schließlich hätten dem Paar alle wichtigen Informationen zum Darlehen vorgelegen. Außerdem sei davon auszugehen, dass man sich bei einer Anlageentscheidung dieser Größenordnung intensiv mit der Materie befasst. Für sehr viele Investoren bedeutet dieses Urteil, sich lieber keine großen Chancen auf einen Sieg vor Gericht auszumalen.
Posted by Stefan on 08/25 at 12:02 PM
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Mittwoch, August 20, 2008
Tagesgeldkonto statt Bausparvertrag?
Der Weg in die eigenen vier Wände lässt sich erfahrungsgemäß mit einer soliden Eigenkapitaldecke deutlich leichter beschreiten als es im Rahmen einer Vollfinanzierung der Fall ist. Wer nicht über ausreichend eigene Mittel verfügt, ist gut beraten, diese anzusparen. Traditionell empfehlen Experten hier die Unterhaltung eines Bausparvertrages: Zu den eingezahlten Beiträgen erhalten Inhaber der altbewährten Finanzprodukte das Recht auf ein zinsgünstiges Darlehen und erweitern ihren finanziellen Spielraum damit beträchtlich.
Verschiedene Experten rüttelten in jüngster Vergangenheit am manifestierten Monopol des Bausparvertrages zur Eigenkapitalbildung und empfehlen stattdessen, den Eigenanteil am Eigenheim über ein Tagesgeldkonto anzusparen und das Bauspardarlehen durch eine gewöhnliche Hypothek zu ersetzen. Grund für die fast revolutionäre Ansicht ist die Zinsdifferenz zwischen Soll- und Habenverzinsung, die bei einer aus Tagesgeld und Hypothek kreierten Sparvariante deutlich geringer ausfällt, als es bei einem Bausparvertrag der Fall ist. Darüber hinaus sparen Verbraucher die Abschlussgebühr, die in den meisten Fällen zwischen einem und zwei Prozent der Bausparsumme beträgt.
Ein günstiges Tagesgeldkonto bietet dagegen eine Guthabenverzinsung, die dem Sollzins eines Hypothekendarlehens mit einem Beleihungsauslauf von bis zu sechzig Prozent äußerst nahe kommt. Die Hypothek kann dabei mit einer langen Zinsbindung versehen werden, so dass in Bezug auf mögliche Änderungen des Zinsniveaus kein Nachteil im Vergleich zum Bauspardarlehen besteht.
Auch die staatliche Förderung von Bausparverträgen wollen die Experten nicht als Argument gelten lassen: Schon mit weniger als 50 Euro im Monat, die in einen Vertrag einbezahlt werden, lassen sich die vollständigen Ansprüche ausschöpfen, so dass der wesentliche Teil der Bemühungen in der Tagesgeld-Variante untergebracht werden kann.
Posted by Gerald on 08/20 at 10:33 AM
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Donnerstag, August 14, 2008
Infrastrukturfonds – selbst mal einen Flughafen bauen
Seit einiger Zeit machen Infrastrukturfonds von sich reden. Insbesondere in der Verbindung von öffentlicher Hand, Staat und privatem Kapital wird viel Rendite und gleichzeitig Sicherheit versprochen. Ob das alles so stimmt, mag dahingestellt sein. Tatsache ist jedenfalls, dass die Infrastruktur hohen Kapitalbedarf hat. Unter Infrastruktur versteht man alles, was mit Wasser, Gas, Strom, Straßen, Krankenhäusern, Schulen etc. zu tun hat. Kraftwerke zählen ebenso dazu. Nicht zuletzt die hohen Reparaturkosten an bestehenden Anlagen spielen eine wichtige Rolle und überfordern die Kommunen bzw. den Staat bei weitem.
Insofern werden Infrastrukturfonds gepuscht, um privates Kapital hineinzuziehen. Der Bedarf an Investitionen insbesondere in Ländern wie China und Indien ist gigantisch, ebenso der Investitionsbedarf in den westlichen Ländern. Infrastrukturfonds kamen bislang als geschlossene Fonds oder Dachfonds daher. Hier können sich die Strategien aber auflockern. Von den Herausgebern dieser Fonds werden sie über den grünen Klee gelobt, da der Bedarf hoch ist und die Renditen interessant erscheinen. Aber auch der Sicherheitsaspekt mit dem Staat als Hintergrund wird immer wieder als Argument genannt. Allerdings sollte sich der Anleger nicht täuschen lassen, sondern genau hinschauen. Denn es können auch Szenarien eintreten, die das Investment zu einem Negativgeschäft machen. Unwägbarkeiten sowohl in den einzelnen Ländern als auch bei den Kapitalgebern können das Ganze schnell in einen Minusbereich hineintreiben.
Am Beispiel von Autobahnen könnte es vielleicht so aussehen, dass der Anleger und Investor zunächst das Kapital gibt, um eine solche zu bauen oder instandzuhalten. Danach zahlt er Steuern darauf und letztendlich eventuell eine Maut. Er zahlt dann möglicherweise dreimal für dieselbe Strecke und erwirtschaftet vielleicht eine Rendite von acht Prozent vor Abgeltungssteuer und sonstigen Steuern, die er zu zahlen hat. Neben zunehmend ausgebauten Infrastrukturfonds sind jetzt auch deren Zertifikate unterwegs, die den Einstieg in diesen interessanten, aber risikoreichen Bereich erleichtern. Strom, Transport, Post und Straßen werden sicherlich immer gebraucht. Insofern ist der Aspekt Verlässlichkeit gegeben. Allerdings kann der Wettbewerb, der in diesem Bereich zunehmend stattfindet, die Rendite belasten. Als interessante Beimischung und Erfahrung kann sich solch ein Fond eventuell gut machen.
(Die Aussagen dieses Beitrags sind keine Anlageempfehlung und ersetzen nicht die Beratung durch einen qualifizierten Anlageberater.)
Posted by Uwe on 08/14 at 08:03 AM
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Mittwoch, August 13, 2008
Mischfonds – auf die Mischung kommt es an
In den vergangenen Jahren weniger beachtet, gewinnen Mischfonds zunehmend an Bedeutung, auch unter dem Aspekt der Abgeltungssteuer. Mischfonds sind eine Spezialität, die sowohl in Aktien investieren als auch in festverzinsliche Wertpapiere. Insofern werden die Schwankungen und Risiken, aber auch die Chancen des Aktienmarktes in diesem Fond eingebaut - ebenso die Sicherheit und Stabilität von z.B. Renten. Das Ausschlaggebende an diesen Mischfonds ist das Management, welches den Anteil der einzelnen Investitionen verschieben kann. Sollte der Fondsmanager vermuten, dass eine Baisse ansteht, also ein Sinken der Börsenkurse, wird er den Anteil der risikoarmen Renten erhöhen und gleichzeitig den Aktienanteil herunterfahren. Im umgekehrten Falle, sollte er eine Hausse, also einen markanten Anstieg des Börsenmarktes voraussehen, wird er den Anteil der Aktien erhöhen und von einem vermuteten Anstieg vermehrt profitieren. Selbstverständlich hängt es ganz von der Voraussagekraft des Fondsmanagers ab, wann er diese Entscheidungen trifft. Dieser Zeitpunkt der Umschichtung entscheidet letztendlich über den Erfolg oder Misserfolg eines solchen Mischfonds.
Normalerweise ist die Volatilität dieser Mischfonds geringer. Sie haben ein geringeres Risiko als reine Aktienfonds, da sie per se einen Rentenanteil beinhalten. Mittlerweile ist es dem Management erlaubt, einen gewissen Anteil in risikoreichere Anlageinstrumente zu investieren, so dass die reine Aktien- und Renteninvestition flexibler ausgedehnt worden ist - und damit die Renditen stärker steigen können, aber auch die Risiken höher sind. Der Anleger kann seinen Mischfonds nach der grundlegenden Ausrichtung auswählen, z.B. einen streng konservativen Mischfond, der nur in Aktien und Renten mit einem höheren Rentenanteil investiert. Oder in einen aktienbetonten Mischfond, der mehr Risiken fährt, aber volatiler in seiner Wertentwicklung zu betrachten ist.
Nachdem jetzt die Abgeltungssteuer kommt, wird insbesondere den Dachfonds als auch den Mischfonds besonderes Augenmerk zugewandt, da Vorteile im steuerlichen Bereich vorhanden sind, weil die Fondsmanager innerhalb des jeweiligen Fonds umschichten können, ohne in steuerliche Abgaben zu geraten. Natürlich kann der Anleger seine eigenen Aktien- und Rentenfond zusammenstellen. Aber wer es bequem mag, schaut sich solch einen Mischfond an. Auch unter Ertrags- und Steuergesichtspunkten.
(Die Aussagen dieses Beitrags sind keine Anlageempfehlung und ersetzen nicht die Beratung durch einen qualifizierten Anlageberater.)
Posted by Uwe on 08/13 at 07:21 AM
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