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Geldanlage

Freitag, Juni 20, 2008

Sprint-Zertifikate – Galoppieren wie ein Rennpferd

Ein besonders spannendes Zertifikat ist das sogenannte Sprint-Zertifikat, welches eine entfernte Ähnlichkeit zum Out-Performance-Zertifikat aufweist. Ein Sprint-Zertifikat zeichnet sich dadurch aus, dass es innerhalb einer bestimmten Strecke des Kursverlaufes gewöhnlich doppelten Ertrag bringt. Also mit einem Faktor 2 gegenüber dem Basiswert, der zumeist eine Aktie ist, aber auch ein Index sein kann, agiert. Im Moment des Emissionszeitpunkts sind Sprint-Zertifikat und Aktie identisch. Sollte nun im unglücklichen Falle der Basiswert sinken, sinkt auch das Sprint-Zertifikat in Analogie zum Underlying. Sollte der Wert allerdings steigen, wie es erwünscht und favorisiert wird, legt das Sprint-Zertifikat mit dem Faktor 2 zu. Steigt die Aktie z.B. um 20 Euro, ist das Sprint-Zertifikat schon bei 40 Euro Gewinn.

Wenn die Aktie überproportional ansteigt, greift wiederum ein sogenannter Cap, der von vornherein festgelegt wird. Ab einem bestimmten Wert des Aktienanstieges, nehmen wir an von 100 auf 140, partizipiert das Sprint-Zertifikat mit dem Faktor 2. Danach einfach nicht mehr. Allerdings muss der Anleger betrachten, dass er das Doppelte an Gewinn realisiert hat und wenn die Aktie z.B. auf 180 steigen würde, er immer noch in derselben Situation wie der Direktinvestor wäre. Erst ab 180, also dem Verbrauch des zusätzlichen Gewinnes, wäre der Aktiendirektinvestor im Vorteil. Sollte der Anleger einen moderaten Anstieg eines bestimmten Wertes, einer Aktie oder eines Index in naher Zukunft erwarten, kann ein Sprint-Zertifikat eine Renditesteigerung um 100 Prozent bringen.

Sollte der Investor allerdings nicht direkt bei Ausgabe des Zertifikats einsteigen, sondern zu einem späteren Zeitpunkt, hat er schon ein wenig Gefahr eingekauft. Denn das Sprint-Zertifikat ist im Falle des Anstieges schon überproportional gelaufen. Es nähert sich zusehends dem Cap, wo das Ganze nicht mehr teilnimmt. Insofern ist es günstiger, direkt bei Emission dieses Zertifikates dabei zu sein.

Auch zu beachten ist, dass sich die Verdopplung des Gewinnes auf das Fälligkeitsdatum eines Sprint-Zertifikats bezieht und während der normalen Laufzeit nicht eine Verdopplung der Performance aufweisen muss, wenn es am Markt gehandelt wird. So wie das üblich ist z.B. bei Garantie-Zertifikaten, die auch nur am Laufzeitende das Kapital garantieren. Je weiter sich das Zertifikat seinem Laufzeitende nähert, umso näher rückt auch der reale Kurs dem errechneten Verdopplungskurs. Wie bei allen Zertifikaten ist ab 01. Januar 2009 die Abgeltungssteuer einzukalkulieren für dieses Produkt.

(Die Aussagen dieses Beitrags sind keine Anlageempfehlung und ersetzen nicht die Beratung durch einen qualifizierten Anlageberater)
Von Uwe Kraus

Posted by Uwe on 06/20 at 11:33 AM
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Donnerstag, Juni 19, 2008

Rohstoff-Zertifikate – Etwas zum Anfassen

Rohstoff-Zertifikate stellen eine besondere Art Zertifikate dar und zwar eine Variante der schon behandelten Basket-Zertifikate bzw. der Indexzertifikate. Zum einen kann man ohne weiteres einen einzelnen Rohstoff wählen und diesen als Zertifikat kaufen. Oder auch einen kompletten vorgegebenen Rohstoffindex wählen oder einen sogenannten Basket, sprich eine Mischung von Rohstoffen, wie z.B. von Metallen, in denen die einzelnen Rohstoffe in bestimmten Wertungen enthalten sind. Nachdem nun die Rohstoff-Hausse seit Jahren in Gange ist, kommen die Banken wie erwartet etwas spät, aber noch nicht zu spät, mit immer neuen Produkten, Zertifikaten etc. auf den Markt. Bei steigenden Märkten kann z.B. ein Öl- oder Heizölzertifikat für den Hausbesitzer oder Mieter interessant werden, um sich eventuell gegen weiter steigende Heizölpreise abzusichern.

Allerdings ist dieses Gebiet der Rohstoffe ein relativ gewagtes. Der Anleger sollte sich sehr gut auskennen über die einzelnen Rohstoffe und auch über die jeweiligen Modalitäten und Ausstattungen der jeweiligen Zertifikate. Es gibt sie u.a. als Open-End-Variante, auch als gehebelte Zertifikate. Besonders zu beachten ist das Wechselkursrisiko, denn die meisten Rohstoffe werden in US Dollar gehandelt, welches die entsprechenden Risiken mit sich bringt. Im Falle, dass der Euro steigt, wie es in letzter Zeit fulminant geschehen ist, mindert sich der Wert der Rohstoff-Zertifikate auf Dollarbasis entsprechend. Hier greifen die an anderer Stelle schon erwähnten Quanto-Zertfikate, die auch für den Rohstoffbereich einzusetzen sind, mit natürlich ein wenig mehr Kosten.

Wer also besonderes Interesse an Öl, Gold, Gas, Silber, Platin, an Industriemetallen oder sogar an Orangensaft und sonstigen Agrarrohstoffen hat, ist im Sektor der Rohstoff-Zertifikate sehr gut aufgehoben. Die gibt es zum Teil in den Verhältnissen 1:1 aber des öfteren auch im Bezugsverhältnis 1:10 oder 1:100, wie auch bei anderen klassischen Indexzertifikaten zu erwerben. Sollte allerdings die Rohstoff-Hausse zu Ende gehen, muss der Anleger sich rechtzeitig Gedanken über abgesicherte Varianten machen. Denn ein typisches Phänomen ist: sobald die Produkte überhand nehmen, ist in der Vergangenheit häufig eine Wende am Markt initiiert worden.
(Die Aussagen dieses Beitrags sind keine Anlageempfehlung und ersetzen nicht die Beratung durch einen qualifizierten Anlageberater)
Von Uwe Kraus

Posted by Uwe on 06/19 at 11:36 AM
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Mittwoch, Juni 18, 2008

Hebel-Zertifikate – Power für Abenteuerlustige

Hebel-Zertifikate zeichnen sich, wie der Name schon sagt, durch einen entsprechenden Hebel aus, den sie gegenüber dem Basiswert entwickeln. Der Hebel kann ganz unterschiedlich ausgelegt sein. Z.B. ein moderater, kleiner Hebel von 2 heißt faktisch, dass der Kurs mit dem doppelten Wert steigt wie das Underlying, der Basiswert. Ein Hebel von 10 allerdings wird schon zum Turbo und bei Bewegung des Basiswertes um 10 Punkte ist das Zertifikat schon um 100 Punkte weiter. Diese Hebel-Zertifikate gibt es sowohl in Long-Richtung als auch in Short-Richtung, das heißt die Longs steigen bei Anstieg und die Shorts steigen, wenn der Basiswert fällt.

Hebel-Zertifikate haben eine gewisse Ähnlichkeit zu Optionsscheinen. Allerdings deren gravierende Nachteile, wie die komplizierte Volatilität und sonstige Variabilitäten wie Zeitwertverlust etc. sind hier nicht zu finden. Jedoch haben sie auch einige Nachteile, denn im Gegensatz zu Out-Performance-Zertifikaten nehmen sie ungehemmt und mit vollem Hebel in die Negativrichtung teil an der Entwicklung des Basiswertes. Das heißt fällt er, wirkt sich der Hebel ungebremst aus und dann setzt der zweite Nachteil dieser Hebel-Zertifikate ein, die sogenannte Knock-Out-Schwelle. Wie es der Name schon sagt, findet ab einem bestimmten Wert unterhalb des Einstiegskurses ein Totalverlust statt.

Das heißt der Investor verliert den kompletten Wert des Hebel-Zertifikates und es läuft dann wertlos aus. Umgekehrt bei einem Short-Hebel-Zertifikat: sollte hier der Basiswert steigen, greift auch hier ein Knock-Out in umgekehrter Richtung und der Anleger schaut in die Röhre. Dies ist als Nachteil, auch gegenüber den klassischen Optionsscheinen zu werten, die eine solche Knock-Out-Schwelle nicht kennen. Aber an irgend etwas müssen die Emittenten verdienen. Insofern sind Hebel-Zertifikate ausschließlich etwas für Anleger, die sich sehr gut auskennen, die den Wert permanent im Blick haben und nicht für „Freizeit-Anleger“. Denn die Knock-Out-Schwelle ist viel schneller erreicht, als die meisten glauben.

(Die Aussagen dieses Beitrags sind keine Anlageempfehlung und ersetzen nicht die Beratung durch einen qualifizierten Anlageberater)
Von Uwe Kraus

Posted by Uwe on 06/18 at 12:48 PM
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Dienstag, Juni 17, 2008

Out-Performance-Zertifikate – Etwas für Optimisten

Out-Performance-Zertifikate bieten das Besondere an der Börse. Insbesondere in steigenden Märkten können sie außerordentlich interessant sein. Diese Zertifikate sind so konstruiert, dass bei Anstieg des Basiswertes, also des Underlyings, der Kurs des Zertifikates überproportional partizipiert. Wie funktioniert das? Möglich wird dies durch einen Hebelfaktor, so dass das Zertifikat einen Gang zulegt, wenn der Basiswert ansteigt. Im Beispiel dargestellt wird ein Out-Performance-Zertifikat für eine bestimmte Aktie gekauft, die am Stichtag bei 100 liegt und das Zertifikat bei einem theoretischen 1:1 Verhältnis ebenfalls bei 100. Die Ausstattung des Zertifikates ist mit einem Faktor von 1,5 angegeben und der Basiswert steigt nun auf 120. In diesem Falle wird rein rechnerisch die Differenz zwischen Basiswert und aktuellem Kurs genommen, also 20 und dieser mit dem Faktor 1,5 malgenommen, in diesem Falle ein Wert von 30 erreicht. Der Anleger hätte 50 Prozent mehr Gewinn als der normale Investor in den jeweiligen Aktienwert. Die Performance wäre hier beachtlich höher im selben Zeitraum.

Bei unverändertem Aktienkursverlauf, man kann natürlich auch einen Index, Rohstoff oder alle möglichen Underlyings nehmen, läuft das Out-Performance-Zertifikat unverändert wie der jeweilige Basiswert. Sollte dieser allerdings fallen, entstehen dem Investor keine höheren Risiken, denn das Zertifikat nimmt nur am genau fallenden Verlauf des Wertes teil und wichtig zu bemerken, nicht in einem gehebelten Sektor. Insofern sind bei steigenden Märkten Out-Performance-Zertifikate von besonderem Interesse. Einen Preis muss der Anleger natürlich zahlen. Er muss auf die Dividenden bei Aktien verzichten. Vorsicht ist angesagt, wenn der Anleger einsteigt und der Basiswert schon gestiegen ist, also nicht bei Emission des Zertifikates sondern später. Dann kann er im Falle eines Rückgangs überproportional am Verlust partizipieren, da die Hebelwirkung schon gegriffen hat.

Es gibt, wie bei den meisten Zertifikaten, auch hier verschiedenste Varianten. Erwähnenswert ist das Prinzip einer Schwelle, an dem die Hebelwirkung erst einsetzt, die Ausstattung des Zertifikates mit einem Level z.B. bei 130 Prozent des Ausgangswertes ab dem eine Hebelwirkung einsetzt. Aber diese Ausstattungen können von Emittent zu Emittent völlig unterschiedlich sein. Auch gibt es Zertifikate mit zwei Kursschwellen oder auch geschützte Out-Performance-Zertifikate. Insgesamt ein Produkt für die geborenen Optimisten.

(Die Aussagen dieses Beitrags sind keine Anlageempfehlung und ersetzen nicht die Beratung durch einen qualifizierten Anlageberater)

Von Uwe Kraus

Posted by Uwe on 06/17 at 12:24 PM
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Montag, Juni 16, 2008

Alpha-Zertifikate – Neues vom Alpha-Tierchen

Vor einiger Zeit waren sogenannte Alpha-Zertifikate außerordentlich beliebt, wurden gepusht und entwickelten sich in der Zertifikate-Landschaft zu einem regelrechten Hype. Aber wie das so häufig ist bei gepushten Hypes ging das Ganze nach einiger Zeit ernüchternd und unbefriedigend nach unten. Wenn man heute bei den Emittenten schaut, findet man gerade noch eine Handvoll von Alpha-Zertifikaten auf verschiedene Indizes oder Aktien.

Was sind Alpha-Zertifikate überhaupt? Im Gegensatz zu den meisten anderen Zertifikaten beziehen sich die Alpha-Zertifikate zwar auf ein konkretes Underlying, sprich einen Basiswert, aber beinhalten immer zwei Werte, die gegeneinander ins Rennen gehen. Der Anleger verdient dann, wenn der Basiswert sich besser entwickelt als der Vergleichswert. Egal in welche Richtung die beiden Kontrahenten laufen. Interessant ist immer nur die Renditedifferenz, also der Abstand zwischen den Entwicklungen der einzelnen Basiswerte.

Diese Anlageform agiert völlig unabhängig von einer Marktentwicklung. Diese ist für das Ergebnis völlig uninteressant. Liegt also die Renditeentwicklung des Wertes A signifikant höher als die des Wertes B in einem Alpha-Zertifikat, ist der Anleger glücklich und kann eine recht hohe Rendite einstreichen. Wenn sich jedoch in Anstiegsphasen der Börse beide Werte gleich gut entwickeln, so ist die Renditedifferenz sehr klein und damit geringer. So sind gerade in stark steigenden Bullenmärkten Alpha-Scheine nicht die richtige Wahl. Hier reduziert sich das Ergebnis um einiges. Interessanter ist die Chance, wenn in fallenden oder in Seitwärtsmärkten die Renditen der zwei Basiswerte weit auseinander laufen. Dann freut sich der Anleger schon über einige überdurchschnittliche Renditewerte.

Allerdings setzt ein Alpha-Zertifikat immer auf die Out-Performance eines Wertes gegen den anderen. Sollte sich also die Sachlage umkehren und der schlechter eingeschätzte Wert plötzlich zu einem Out-Performer werden, kann das Ganze zu einem Negativeffekt für den Anleger werden. Eventuell wird jedoch der Anleger durch eine bestimmte Sicherheitsschwelle geschützt, die ihn vor Verlusten bewahrt. Diese Sicherheitsschwelle, die z.B. bei 20 oder 30 Prozent liegen kann, schützt vor negativen Entwicklungen. Geht die Differenz in eine höhere negative Richtung des besseren Wertes, dann muss der Anleger einen Verlust in Kauf nehmen.

Weitere Varianten bei Alpha-Zertifikaten sind die Möglichkeiten, die Differenzperformance nur an bestimmten Monatstagen oder am Monatsende zu werten, was nach Meinung gewisser Banken entscheidende Vorteile haben sollte. Die Praxis hat allerdings gezeigt, dass gerade in der Anstiegsphase der vergangenen Jahre viele Alpha-Zertifikate herbe Verluste gebracht haben und es sich insofern für viele Anleger nicht gelohnt hat. Denn im Prinzip muss der Anleger eine klare Meinung zur Entwicklung einzelner Märkte haben, sonst wird das Ganze sinnlos. Er muss fest daran glauben, dass ein bestimmter Index oder eine bestimmte Aktie sich besser entwickelt als ein anderer Index oder eine Aktie. Damit ist er nach wie vor auf der Seite einer Wette. Auf die Expressvarianten von Alpha-Zertifikaten mag man gar nicht hinschauen. Hier reduziert sich der Sicherheitspuffer für das Laufzeitende um einiges, so dass sich die Wahrscheinlichkeiten für den Anleger weiter reduzieren.

Wie immer gibt es auch kapitalgarantierte oder risikolose Varianten dieses Produktes, die dann aber wesentlich geringere garantierte Renditen einfahren, die man ohne weiteres auch am Geldmarkt mit völlig risikolosen Produkten erreichen kann. Möglicherweise wurde hier mal wieder ein Hype initiiert, der am Ende wenig zurücklässt. Aber immerhin eine interessante und wissenswerte Produktvariante.

(Die Aussagen dieses Beitrags sind keine Anlageempfehlung und ersetzen nicht die Beratung durch einen qualifizierten Anlageberater)

Von Uwe Kraus

Posted by Uwe on 06/16 at 06:26 AM
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Freitag, Juni 13, 2008

Expresszertifikate - und noch ein Versuch!

Eine weitere Variante im fast unüberschaubaren Zertifikatemarkt sind die sogenannten Expresszertifikate. Besonders interessant ist dieses Produkt in Seitwärtsmärkten, denn hier können sie eine relativ attraktive Rendite erzielen. Das Besondere an Expresszertifikaten ist, dass nach einem bestimmten Zeitraum, zumeist einem Jahr, geschaut wird, ob das Underlying, also der Basiswert, auf oder über seinem Ausgangsniveau zu Beginn des Expresszertifikates liegt. Sollte das der Fall sein, bekommt der Investor den Wert seines Zertifikates zurück und zusätzlich noch einen entsprechenden Aufschlag, der häufig in Höhe von etwa 6 Prozent liegt.

Sollte hingegen der jeweilige Basiswert unterhalb des Ausgabeniveaus liegen, verlängert sich die Laufzeit um ein weiteres Jahr. Am Ende dieses Jahres erhält der Anleger das Doppelte des Aufschlages hinzu. Nach diesem zweiten Jahr wird betrachtet, ob der jeweilige Basiswert auf oder über dem Emissionswert liegt. Sollte das der Fall sein, bekommt der Anleger sein Geld zurück und z.B. 12 Prozent oder mehr Ertrag. Sollte das Expresszertifikat unterhalb des Ausgangsniveaus liegen, wird das Ganze noch einmal um ein Jahr verlängert. Danach findet dieselbe Prozedur statt. Bei Überschreiten erhält der Anleger den dreifachen Aufschlag zurück und den Nennwert seines Zertifikates. Das Ganze wird gegebenenfalls in einem vierten Jahr veranstaltet.

Am interessantesten sind solche Zertifikate in Seitwärtsmärkten. Häufig beträgt die Laufzeit vier Jahre, die Aufschlagszahlungen häufig sechs bis acht Prozent. Liegt der Kurs allerdings am Ende der Gesamtlaufzeit unterhalb des Ausgabewertes, greifen andere Kriterien, so dass zum Teil ein Verlust eingefahren wird, häufig aber auch ein Puffer eingebaut wird, bis zu dem der Anleger und sein Kapital weiter geschützt ist. Sollte der Markt allerdings wesentlich fallen, muss der Anleger entsprechende Verluste realisieren.

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Von Uwe Kraus

Posted by Uwe on 06/13 at 01:31 PM
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Indexzertifikate – Teilnehmen am Gesamtaktienmarkt

Indexzertifikate sind besonders beliebt beim Börsenpublikum. Denn sie ermöglichen es dem Anleger, an einem gesamten Aktienindex und dessen Aktien teilzunehmen und diese auf einen Schlag zu kaufen. Hierdurch bieten sie die immer wieder betonte Streuung und Diversifikation an. Denn das Risiko einer Einzelaktie ist wesentlich höher als die Investition in eine breite Marktstreuung in Aktien. Letztere gewährt das Indexzertifikat. Diese Zertifikate werden zumeist in einem festen Bezugsverhältnis herausgegeben. Zumeist betrifft dies 1:100 oder 1:10 des jeweiligen Indexstandes. Häufig gehandelte Indizes sind z.B. der DAX, der Dow Jones oder auch der Dow Jones Eurostoxx50. Zu beachten hat der Anleger, ob es sich hierbei um Endloszertifikate handelt, die ohne zeitliche Begrenzung weiterlaufen oder um zeitlich limitierte Zertifikate. Herausgeber sind in erster Linie Banken und da es sich um Schuldverschreibungen handelt, sollte man auf die Bonität der Bank achten. Geht die Bank pleite ist auch Ihr Geld weg. In Deutschland zwar relativ unwahrscheinlich, aber ein Blick auf das Ranking einer Bank kann nicht schaden.

Ein weiterer Aspekt ist die Währung, in der ein Indexzertifikat läuft. Bei außereuropäischen Indexzertifikaten nimmt man eventuell ein Währungsrisiko zusätzlich zur Marktentwicklung in Kauf. Hier stellt sich die Frage, ob man ein sogenanntes Quanto-Indexzertifikat kauft, um das Währungsrisiko, welches z.B. das Verhältnis Euro zu Dollar betreffen kann, auszuschließen. Quantozertifikate sind gewöhnlich teuerer, können insbesondere aber von Firmen gut genutzt werden, um sich gegen Währungsschwankungen abzusichern. Ein weiterer wichtiger Aspekt bei Indexzertifikaten ist die Unterscheidung zwischen einem Performance- oder einem Kursindex. Bei einem Performance-Index werden Dividenden und sonstige Erlöse in den Indexstand eingerechnet, so dass aufgrund dieser Zahlung der Performance-Index immer höher liegt als der reine Kursindex. Bei letzterem wird nur der Gesamtkurs der jeweiligen Aktien ohne sonstige Bezugsrechte einkalkuliert.

Welche Vorteile haben Indexzertifikate gegenüber Indexfonds? Indexzertifikate sind gewöhnlich nicht aktiv gemanagt, sondern bilden den jeweiligen Index im Verhältnis 1:1 nach. Sämtliche Aktien des jeweiligen Index sind hierin enthalten. Bei Indexfonds handelt es sich um gemanagte Fonds, bei denen Entscheidungen anfallen bezüglich der einzelnen Aktien und Werte und hierbei auch noch Fondsgebühren und Managementgebühren anfallen. Das Problem dieser Fonds ist häufig, dass sie nicht einmal den Index als solchen schlagen bzw. ein großer Teil dieser Indexfonds unterhalb der Indexentwicklung liegt. Dieses Problem taucht bei Indexzertifikaten nicht auf. Hier ist die Entwicklung immer 1:1, allerdings auch in Negativrichtung, wo die Indexfonds eventuell Eingriffsmöglichkeiten haben. Insgesamt eine attraktive Anlagemöglichkeit für Anleger, die direkt am Kapitalmarkt investieren möchten, eine Streuung des Risikos auf den Gesamtmarkt suchen, die sich aber der Verlustmöglichkeiten bewusst sind.

(Die Aussagen dieses Beitrags sind keine Anlageempfehlung und ersetzen nicht die Beratung durch einen qualifizierten Anlageberater)

Von Uwe Kraus

Posted by Uwe on 06/13 at 05:08 AM
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Donnerstag, Juni 12, 2008

Basketzertifikate – Die Besten ins Körbchen

Basketzertifikate legen, wie es der Name schon andeutet, eine bestimmte Auswahl von Aktien in einen Korb und bündeln diesen dann. Diese Aktienkörbe können bestimmte Branchen sein, z.B. Telekommunikations-, Bio- oder Solarbranche. Von denen jeweils die besten oder aussichtsreichsten Unternehmen in das Basketzertifikat hineingenommen werden. Sinn dieser Auswahl ist es, aus einem bestimmten Themenfeld die erhofften Out-Performer zu erwischen, die den jeweiligen Branchenindex in ihrer Wertentwicklung schlagen. Es werden auch andere Themen in diesen Zertifikaten aufgegriffen, wie z.B. Länder- oder Regionenfonds. Auch bestimmte Themen wie selbst die Fußballweltmeisterschaft kann als Basketzertifikat auftauchen.

Zumeist haben die Basketzertifikate eine bestimmte, festgelegte Laufzeit. Zu unterscheiden ist zwischen aktiven Baskets und passiven Basketzertifikaten bei denen die Zusammensetzung des Aktienkorbes während der gesamten Laufzeit unverändert bleibt. Hingegen verändert bei aktiven Baskets ein Management im Laufe der Zeit die Zusammensetzung des Zertifikats nach bestimmten Kriterien, die sich ergeben können. Gewöhnlich sind letztere allerdings teurer durch einen Ausgabeaufschlag. Wie auch Basketzertifikate generell ein wenig teurer sind im An- und Verkauf, im sogenannten Spread gegenüber Indexzertifikaten. Das Schöne für den Anleger ist, dass er das Risiko einer Einzelaktieninvestition vermeidet, also sein Kapital auf mehrere und hoffentlich besonders positiv sich entwickelnde Aktien setzt. Er nimmt allerdings ebenso an der Markt- oder Branchenentwicklung im Negativen teil und muss während der Laufzeit seine Investition ständig im Blick halten um keine Verluste einzufahren. Insofern sind Basketzertifikate eine hochinteressante Anlagemöglichkeit, wenn man sich für eine bestimmte Branche, ein Land oder ein Thema positiv entschieden hat.

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Von Uwe Kraus

Posted by Uwe on 06/12 at 11:34 AM
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Quanto-Zertifikate – Der Währung ein Schnippchen schlagen

Ein Zertifikat, welches es in purer Form gar nicht gibt, sondern ausschließlich in Verknüpfung mit einem Basiswert, der in einer bestimmten Währung notiert ist. Das sind Quanto-Zertifikate, die in erster Linie die Funktion haben, einen bestimmten Basiswert im Währungsbereich und gegen Währungsschwankungen abzusichern. Als einfachstes Beispiel kann man den Goldpreis nehmen. Gold wird zumeist in Dollar gehandelt. Da aber der Dollar gegenüber dem Euro in den letzten Jahren signifikant gesunken ist, hat ein Anleger im Eurosektor kaum Gewinne gemacht und in Euro minimale Renditen beim Gold eingefahren. Hier greifen die sogenannten Quanto-Zertifikate, die gegen eine bestimmte Entwicklung einer Währung den Anleger absichern. Hätte der Anleger beim Gold in ein entsprechendes Quanto-Zertifikat investiert, dann wäre das Ganze zu einem wirklichen Gewinn geworden.

Diese Zertifikatvariante lässt sich für vielfältige Underlyings, Rohstoffe, Aktien, Indizes etc. einsetzen und wird von den Banken gerne emittiert. Wobei allerdings Quanto-Zertifikate nicht ein sehr großer Markt sind, da die Bedenken und die Vorbehalte des Anlegers immer noch eine gewisse Rolle spielen. Sie werden gerne von Firmen genutzt, die ihre Geschäfte gegenüber bestimmten Währungen absichern müssen. Denn Quanto-Zertifikate haben bestimmte Nachteile in der Kostenstruktur. Zum einen haben sie zumeist einen höheren Spread – also die Spanne zwischen Ankaufspreis und Verkaufspreis ist gewöhnlich höher als bei anderen Zertifikaten. Denn die Emittenten wollen auch von etwas leben. Bei Quanto-Zertifikaten mit langer Laufzeit kommt noch hinzu, dass die laufenden Kosten aufgrund der Zinsdifferenzen errechnet werden, d.h. der Zinsunterschiede der beiden Währungen, die vom jeweiligen Zertifikat betroffen sind. Können durch diese Zinsdifferenz für die Bank bestimmte Erträge erreicht werden, werden diese häufig nicht an den Anleger weitergegeben. Sind hiermit Kosten verbunden durch die Zinsdifferenz, schlägt das gewöhnlich beim Anleger auf die Kosten durch.

Die Preisbildung ist bei vielen, insbesondere langlaufenden oder Open-End-Zertifikaten relativ undurchsichtig für den Anleger. Am besten zu beurteilen sind die Zertifikate mit begrenzter Laufzeit. Hier kann der Anleger relativ flott sehen, welche Kosten auf ihn insgesamt zukommen bei der Absicherung in oder gegen eine entsprechende Währung. Quanto-Zertifikate sind immer eine Sekundär-Entscheidung und betreffen die Meinung des Anlegers bezüglich der Entwicklung eines bestimmten Währungsverhältnisses. An erster Stelle steht die klare Entscheidung bezüglich eines bestimmten Wertes oder Underlyings. Dann kann im zweiten Schritt geschaut werden, ob hierfür ein Quanto-Zertifikat sinnvoll ist, um die Währungsrisiken, die der Anleger sieht oder vermutet, abzusichern. Quanto-Zertifikate werden in den unterschiedlichsten Währungen, sei es Euro, Dollar, Schweizer Franken oder Yen etc gehandelt. Insbesondere bei Rohstoffen spielen diese Zertifikate eine wichtige Rolle, da die meisten immer noch in Dollar gehandelt werden. Dann ist die Entwicklung des Dollar-Kurses eine maßgebliche zur Orientierung. Quanto-Zertifikate eliminieren das Devisen-Risiko für den Anleger, lassen sich aber relativ hoch dafür bezahlen und sind zum Teil insbesondere bei langen Laufzeiten etwas unkalkulierbar und undurchsichtig in der Kostenstruktur. Aber manch Anleger kommt um dieses Produkt einfach nicht herum.

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Von Uwe Kraus

Posted by Uwe on 06/12 at 05:05 AM
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Mittwoch, Juni 11, 2008

Discount-Zertifikate – Sympathisches vom Discounter

Eine sympathische Spezialität des Zertifikate-Marktes stellen die sogenannten Discount-Zertifikate dar. Das Besondere an diesen Zertifikaten ist, dass ein sogenannter Abschlag bei Kauf stattfindet. Der Kunde bzw. Anleger also das jeweilige Zertifikat billiger erwirbt als der reale Wert des entsprechenden Underlyings am Markt darstellt. Z.B. steht eine Aktie, ein Index oder ein Rohstoff bei einem Wert von 100, dann erhält der Käufer das Discount-Zertifikat mit einem Abschlag von z.B. 20 Prozent, muss also nur 80 bezahlen. Der Preis, den er dafür bezahlt, ist allerdings auch, dass ein sogenannter Cap eingebaut wird. Sollte der Kurs des Underlyings stark steigen, ist die Gewinnbeteiligung, die Partizipation des Anlegers auf einen bestimmten Betrag begrenzt, also z.B. auf den Wert von 120 im vorgenannten Beispiel.

Welche Vorteile haben solche Discount-Zertifikate? Sie sind dann besonders interessant, wenn der Anleger nur mit leicht steigenden Kursen rechnet. Dann können Discount-Zertifikate am meisten Rendite erwirtschaften. Sollte allerdings der Kurs stark fallen, partizipiert der Anleger am Verlust wie jeder andere auch, hat allerdings zunächst diesen Risikopuffer von etwa 20 oder auch 30 Prozent. Auch wenn der Kurs nur leicht fällt, ist sein Verlust immer noch geringer als der eines normalen Anlegers. Sollte allerdings der Kurs leicht steigen, greift die besondere Qualität der Discount-Zertifikate. Denn sein Gewinn errechnet sich von seinem Kaufwert aus, der z.B. bei 80 lag. Wenn der Grundlagenwert, das Underlying auf 115 steigt, hat er einen Gewinn von 35 Euro zu verbuchen. Im Gegensatz zum Direktkäufer, der nur 15 Euro Gewinn erzielte.

Sollte hingegen, wie in einem weiteren Szenario, der Kurs stark steigen, z.B. auf 140 Euro, greift der erwähnte Cap. Die Grenze, bis zu der einen Partizipierung möglich war, und der Anleger wird z.B. bei 115 oder 120 schon herausgeworfen. Wenn man sich bei einer Aktie, einem Index oder einem Rohstoff relativ sicher ist, dass keine starken Anstiege zu erwarten sind, aber auch keine gravierenden Rückgänge, dann ist ein Discount-Zertifikat eine sehr attraktive Möglichkeit, an diesem Wert überdurchschnittlich zu partizipieren. Denn das Chance-Risiko-Verhältnis wird bei diesen Zertifikaten besser als wie beim jeweiligen Basiswert oder Underlying dargestellt. Insofern wird in erster Linie mit diesen Zertifikaten bei seitwärts tendierenden oder sogar leicht fallenden Märkten ein interessanter Gewinn eingefahren.

Nach der Emission und Platzierung eines Discount-Zertifikates werden diese Zertifikate an der Börse gehandelt, müssen also nicht bis zum Laufzeitende gehalten werden, können aber den Risikopuffer auch im freien Handel schnell verlieren. Immer zu beachten, wie bei allen Zertifikaten oder Börsenprodukten, ist der steuerliche Aspekt, sprich die Abgeltungssteuer ab 1.1.2009, die allerdings nicht greift, wenn die Laufzeit noch im Jahr 2008 ausläuft. Allerdings sind dann die typischen Spekulationsfristen zu beachten. Von der Definition her sind Discount-Zertifikate wie alle Zertifikate Inhaberschuldverschreibungen. Das heißt sollte die emittierende Bank pleite gehen, ist gewöhnlich das Geld komplett weg, in Deutschland ist das allerdings relativ unwahrscheinlich. Allerdings kann es nicht schaden, bei der Bank auf höchste Qualität im Ranking zu achten.

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Von Uwe Kraus

Posted by Uwe on 06/11 at 07:34 AM
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Dienstag, Juni 10, 2008

Versicherer und Kunden setzen bei der Altersvorsorge immer öfter auf Fonds

Fondsgebundene Produkte gehören bei der Altersvorsorge zu den klaren Gewinnern des Jahres 2007 und werden diesen Status wohl auch im laufenden Jahr beibehalten können. Das Neuvertragsvolumen der Branche betrug im vergangenen Jahr laut „FLV-Update 2007“ rund 1,9 Milliarden Euro und konnte damit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 32,6 Prozent zulegen. Berücksichtigt wurden bei dem Bericht von Tillinghast, einem Geschäftsbereich des Beratungsunternehmens Towers Perrin, Lebens- und Rentenversicherungen auf Fondsbasis, zu denen auch Riester- und Rürup-Renten-Verträge gehören.

Mit Blick auf den Gesamtmarkt für Lebensversicherungen, der mit einem Zuwachs von 2,5 Prozent aufwarten konnte, erwiesen sich die fondsgebundenen Varianten als deutlich stärkere Zugpferde. Dabei haben die Verträge mit Einmalzahlung dank eines Ergebnisses von 2,1 Milliarden Euro im Neugeschäft erstmals die mit laufender Zahlung (1,7 Milliarden Euro) überholt. „Mittlerweile wird beinahe jeder dritte Euro für die Altersvorsorge in fondsgebundene Produkte investiert“, so Marcel Schmitz von Towers Perrin. Dieses Wachstum gehe zu Lasten der traditionellen Lebensversicherung. Sie habe durch die Senkung des Garantiezinses auf 2,25 Prozent an Attraktivität verloren. Die Untersuchung belege, dass die Unternehmen auf diese Entwicklung reagieren und ihren Schwerpunkt neu ausrichten, indem sie verstärkt auf den Vertrieb von Fondsprodukten setzen.

Dass der auf Fonds basierende Anteil der Versicherungsangebote so stark zulegen konnte, steht laut Towers Perrin in direktem Zusammenhang mit der staatlichen Förderung bei der Riester-Rente und der Basisrente nach Rürup. Sie machen inzwischen rund 41,3 Prozent des Marktes aus. Wobei die fondsgebundene Riester-Rente bezogen auf die laufenden Beiträge einen Marktanteil von 8,5 Prozent und die auf Fonds aufbauende Basisrente einen Anteil von 6,0 Prozent erreicht hat. Die Rürup-Rente hat ihr Volumen damit verdoppeln können. „Sie scheint beim Vertrieb und den Kunden angekommen zu sein“, heißt es in der Pressemitteilung des Beratungsunternehmens.

Für 2008 wird im Bereich der fondsgestützten Produkte erneut ein überdurchschnittliches Wachstum erwartet, unter anderem aufgrund der Abgeltungssteuer. Viele würden ihr Kapital umschichten, insbesondere in Versicherungen mit Einmalzahlung. Einen positiven Effekt wird laut Expertenmeinung auch die vierte Förderstufe der Riester-Rente auf die Entwicklung haben. Deutlich sei, dass die Unternehmen zukünftig das Fondsgeschäft weiter ausbauen und nach Vorsorgelösungen suchen werden, bei denen auch während des Rentenbezugs in Fonds investiert wird.

Posted by Andre on 06/10 at 03:11 PM
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Zertifikate - an der Börse agieren wie die Großen

Zertifikate sind in den letzten Jahren außerordentlich beliebt geworden. Sie stellen ein Wertpapier dar in Form einer Anleihe bzw. einer Schuldverschreibung. Insofern ermöglichen die Zertifikate dem Anleger an der Börse fast im vollem Umfang teilzunehmen. Neben Standardprodukten wie Aktien-Zertifikaten oder Indexzertifikaten sind hier ohne weiteres auch Rohstoffe und Währungen erreichbar.

Zertifikate werden gewöhnlich von einer Bank emittiert, also herausgegeben, und danach an der Börse mit unterschiedlichen Werten gehandelt. Als Beispiel gibt es Zertifikate von Aktenindizes, die in der Regel mit dem Faktor 1:100 herausgegeben werden. Wenn der Index z.B. bei 7000 steht, kostet das entsprechende Zertifikat 70 €. Bei Aktienindexzertifikaten muß darauf geachtet werden ob sie sich auf den Kursindex beziehen oder auf den Performanceindex. Bei Performanceindizes werden auch die jeweiligen Dividendenzahlungen berücksichtigt und spielen dann die entsprechende Rolle.

Das interessante an Zertifikaten ist, daß sie in ganz unterschiedlichen Ausformungen auftreten. Von Bonuszertifikaten, Garantiezertifikaten über Discountzertifikaten bis hin zu sehr schnell laufenden Hebelzertifikaten oder überproportional partizipierenden Outperformancezertifikaten. Es gibt noch jede Menge weitere Varianten, z.B. auch solche die für den Bereich benutzt werden, wenn Märkte oder Werte fallen. Also genau in die entgegengesetzte Richtung agieren, z.B. Reverse-Bonuszertifikate, die steigen wenn der Markt oder ein Rohstoff oder das entsprechende Underlying, also der Basiswert, fällt.

Zertifikate sind so beliebt, daß dies mittlerweile ein riesiger Markt von hunderttausenden von Produkten ist. Und für den Anleger fast völlig undurchschaubar von der Ausstattung und den jeweiligen Kosten der einzelnen Zertifikate her. Dieser Punkt wird auch kritisiert, da die Undurchsichtigkeit offensichtlich weiter zunimmt. Bevor man hier investiert ist eine Durchleuchtung und gute Kenntnis des Marktes zu diesen Produkten unabdingbar.

(Die Aussagen dieses Beitrags sind keine Anlageempfehlung und ersetzen nicht die Beratung durch einen qualifizierten Anlageberater)

Von Uwe Kraus

Posted by Uwe on 06/10 at 06:49 AM
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Mittwoch, Juni 04, 2008

Bonuszertifikate – die bessere Börsen-Alternative?

Bonuszertifikate sind ein besonderer Leckerbissen im Zertifikate-Markt. Denn sie bieten auch Verdienstmöglichkeiten in Seitwärtsphasen von Aktienmärkten, Indizes oder sonstigen Underlyings (Underlying ist der entsprechende Basiswert, auf den sich ein Zertifikat bezieht). Dies bedingt durch die Bonuszahlung während oder am Ende der Laufzeit. Die zumeist in einer Größenordnung von fünf bis acht Prozent pro Jahr liegt. Sollte die Aktie, der Index oder der Rohstoff steigen, partizipiert der Anleger voll und ungebremst an dieser Steigerung.

Sollte hingegen, und das ist der Risikopunkt eines Bonuszertifikates, der Kurs eine bestimmte Schwelle oder Marke, die vorher festgelegt wird, unterschreiten, dann sackt dieses Zertifikat auf den realen Wert ab. Und läuft danach wie ein Indexzertifikat weiter, sprich mit dem realen Wert des gewählten Underlyings. Die Schwelle kann ganz unterschiedlich ausfallen und liegt zum Beispiel bei 50 Prozent oder, wenn es enger wird, bei 30 Prozent unter dem Einstiegskurs.

Als Beispiel: sollte ein Index während der Laufzeit eines Zertifikats von fünf Jahren sich konsequent aufwärts bewegen und der Bonus pro Jahr sechs Prozent betragen, werden am Schluss auf den realen Wert des Zertifikates ein Bonus von 30 Prozent hinzu gelegt. Allerdings bauen die Emittenten auch hier Marken ein. Wenn der Index zu stark steigt, verfällt der Bonus. Was aber den Anleger nicht betrübt, da der überdurchschnittliche Anstieg dies wettmacht. Interessant sind Bonuszertifikate dann, wenn der jeweilige Index oder die Aktie gar nicht steigt, sondern sich seitwärts bewegt oder sogar ein wenig abwärts. Dann bleibt in der Regel der Kapitalwert erhalten und es wird der jeweilige Bonus pro Jahr ausgezahlt.

Insgesamt eine sehr attraktive Möglichkeit an der Börse zu investieren. Zu beachten ist unbedingt der Schwellenwert, unter dem dieses Zertifikat nur noch wie ein Indexzertifikat gehandhabt wird und im Wert absackt. Diese Zertifikate sind vielfältig einsetzbar, auch für den Rohstoffmarkt und in ganz unterschiedlichen Ausformungen und Ausstattungen zu erhalten, in die man sich aber im Einzelnen einarbeiten muss.

Interessant also für den eher konservativen Anleger mit einem mehrjährigen Anlagehorizont und eine profitable Möglichkeit sowohl in Seitwärtsmärkten als auch in Abwärtstrends zu verdienen, immer unter Berücksichtigung der Risikoschwelle.

(Die Aussagen dieses Beitrags sind keine Anlageempfehlung und ersetzen nicht die Beratung durch einen qualifizierten Anlageberater)

Von Uwe Kraus

Posted by Uwe on 06/04 at 06:33 AM
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Samstag, Mai 31, 2008

Garantiezertifikate - Versicherung in unsicheren Börsenzeiten?

Garantiezertifikate erfreuen sich insbesondere in schwankenden und unsicheren Börsenzeiten besonderer Beliebtheit beim Anleger. Solche Börsen-Zertifikate haben den gravierenden Vorteil, dass sie den Kapitalerhalt garantieren. Allerdings in zumeist unterschiedlichen Ausformungen und Varianten. Auf der einen Seite geben sie die Garantie des Kapitalerhalts, auf der anderen Seite muss dafür ein gewisser Preis bezahlt werden.

Dieser setzt sich so zusammen, dass viele dieser Zertifikate den Anleger nicht in vollem Umfang an einem möglichen Kursanstieg des jeweiligen Index teilnehmen lassen. Oder sie garantieren nur 80 oder 90 Prozent der angelegten Summe. Ausgabeaufschläge sind zumeist auch noch zu betrachten, die die letztendliche Rendite beeinträchtigen.

Der wesentliche Pferdefuß bei diesen Zertifikaten für den „ruhigen Schlaf“ ist der Aspekt, dass die Kapitalgarantie nur zum Laufzeitende des Zertifikates gilt. Will der Anleger vorher sein Kapital zurück haben, ist es ohne weiteres möglich, falls der Index gefallen ist, dass das Zertifikat doch unter den garantierten 100 Prozent liegt. Häufig werden Garantiezertifikate auf größere Indizes, aber auch auf Aktien oder Rohstoffe von Banken herausgegeben bzw. danach an der Börse gehandelt.

Der Anleger hat die Qual der Wahl, denn es gibt sehr unterschiedliche Garantiezertifikate, deren Ausstattung fast an frühere Optionsscheinverhältnisse erinnert. Zu beachten ist die Höhe des Ausgabeaufschlages und unbedingt das Datum der Rückzahlung, damit man sieht wie lange das eigene Kapital festliegt. Dann gibt es Besonderheiten im Bereich der Rückzahlungsmodalitäten. Es kann z.B. eine Grenze eingesetzt werden, bis zu der überhaupt gezahlt wird, also ein sogenannter Cap greift.

Dann stellt sich die Frage wie hoch die eigentliche Beteiligung am Anstieg eines Indizes ist. Und wie sieht z.B. die rechnerische Mindestrendite aus, die der Anleger im wahrscheinlichen Falle hat. Wenn diese Kriterien alle durchleuchtet sind, sehen die meisten Garantiezertifikate nicht mehr unbedingt so gut aus.

Sondern es handelt sich letztendlich um eine miniverzinsliche Anlage, die mit Geldmarktprodukten ebenso zu erreichen ist. Allerdings ist das Schöne an diesen Zertifikaten der garantierte Kapitalerhalt und, sollte die Börse moderat Gas geben, die Rendite, die dann zu erwarten ist. Der wichtigste Punkt zu beachten ist, dass man nicht vorzeitig an sein Geld muss. Denn dann ist die ganze schöne Kapitalgarantie futsch.

(Die Aussagen dieses Beitrags sind keine Anlageempfehlung und ersetzen nicht die Beratung durch einen qualifizierten Anlageberater)

Von Uwe Kraus

Posted by Uwe on 05/31 at 02:49 PM
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