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Geldanlage

Sonntag, Mai 23, 2010

Offene Immobilienfonds bergen hohe Risiken

Für Anleger, die in offene Immobilienfonds investieren, war die Welt bis vor eineinhalb Jahren noch in Ordnung. Damals genossen die Fonds einen sehr guten Ruf: Sie bescherten den Anlegern Jahr für Jahr relativ konstante Renditen. Doch leider sind diese Zeiten vorbei. Als die amerikanische Subprime Krise zur globalen Finanzkrise wurde, mussten etliche Investmentgesellschaften ihre offenen Immobilienfonds einfrieren. Der Mittelabfluss war schlichtweg zu hoch. Die Folge: Anleger kommen nicht mehr an ihr Geld und einzelne Fonds wurden massiv abgewertet.

Eine Erholung der Situation befindet sich derzeit nicht in Sicht. Erst vor einigen Tagen hat die Rating Agentur Scope eine Analyse veröffentlicht, die den offenen Immobilienfonds kein gutes Zeugnis ausstellt. Ingesamt hat die Agentur 29 Fonds untersucht – davon mussten 23 Fonds abgewertet werden. Im Vergleich zur Bewertung des Vorjahres konnten lediglich 4 Fonds ihre Einstufung halten und sich 2 Fonds verbessern.

Es sind substantielle Probleme, mit denen sich die Investmentgesellschaften konfrontiert sehen. Sogenannte Mieterinsolvenzen sind ein Hauptproblem: Mieteinnahmen bleiben aus, was zur Reduzierung der Gewinne führt – wenn zu viele Mieter ihren Mietzahlungen nicht mehr nachkommen, besteht sogar das Risiko, dass Verluste entstehen. Bei einigen Fonds sorgen auslaufende Mietverträge für weitere Sorgen: Die Mieter könnten sich für andere Gebäude entscheiden oder auf Mietminderungen bestehen.

Alles in allem hat sich die Lage seit dem Beginn der Finanzkrise kaum gebessert. Ganz im Gegenteil: Experten rechnen damit, dass einige Fonds noch Wertberichtigungen durchführen, die den Anlegern Verluste bescheren. Deshalb sollten interessierte Privatanleger bei der Fondsauswahl sehr bedacht vorgehen – derzeit bergen offene Immobilienfonds hohe Risiken.

Posted by Jochen on 05/23 at 11:51 AM
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Mittwoch, Mai 19, 2010

Altersvorsorge früh in Angriff nehmen

Die „Welt“ hat sich dem Thema Altersvorsorge für Frauen gewidmet und dazu die Expertin Brigitte Miksa von der Allianz befragt. Der Tenor könnte nicht eindeutiger sein und spiegelt das wider, was schon seit Jahren gepredigt wird: Je eher Frauen (und natürlich auch Männer) sich um eine private Altersvorsorge bemühen, desto besser. Sich schon mit 30 Lenzen Gedanken über die Rente zu machen, gehört inzwischen zur Lebensplanung, auch wenn es noch gut 37 Jahre bis zum Renteneintritt sind. Doch wie heißt es so schön: Jeder Euro zählt.

Brigitte Miksa nennt dazu ein Beispiel. Würde eine Frau erst mit 60 Jahren beginnen, 100 Euro monatlich für eine zusätzliche Rente zu sparen, müsste sie nach sieben Jahren mit einem mageren Ergebnis von 47 Euro rechnen. Eine 30-Jährige hingegen, die den gleichen Betrag 37 Jahre lang spart, kommt dank Zins und Zinseszins auf rund 500 Euro. Berücksichtigt werden müsse bei diesen Zahlen, betont die Altersvorsorge-Expertin, immer auch der Kaufkraftverlust. „Mit 500 Euro kann man sich in einigen Jahren nicht mehr so viel leisten wie mit 500 Euro heute“, so Miksa.

Sie rät allen, so früh wie möglich ein paar Euro für das Alter auf die hohe Kante zu legen, „auch wenn es nur kleine Beträge sind“. Das Versäumte ließe sich später nur mit deutlich mehr Aufwand wieder aufholen. In Frage kämen unter anderem klassische Renten- und Lebensversicherungen sowie Kapitalanlagen. Dazu zählen durchaus auch Wertpapiere. Das Risiko werde durch den langen Zeitraum von mehr als 30 Jahren – ausgehend von einer 30-Jährigen – abgefedert. Grundsätzlich sollte der Aktienanteil an der Altersvorsorge bei jüngeren Sparern etwas höher sein. Die Allianz-Expertin spricht von 60 bis 80 Prozent, die im Laufe der Jahre reduziert werden sollten.

Gleichwohl weist Brigitte Miksa darauf hin, dass die private Altersvorsorge immer nach individuellen Gesichtspunkten geplant werden müsse. Wann geht man in den Ruhestand? Wie sieht es mit der gesetzlichen Rente und anderen Einkünften wie Miete aus? Gibt es Ersparnisse und wie sind sie angelegt? Das sind nur einige Fragen, die sich Männer und Frauen bei der Planung stellen müssen. Die Faustregel lautet nach wie vor: Zehn Prozent des Einkommens sollten für die private Altersvorsorge investiert werden.

Posted by Andre on 05/19 at 10:21 AM
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Sonntag, Mai 16, 2010

Tchibo-Versicherungstarife vor dem Aus???

Oder bleibt Tchibo im Versicherungsgeschäft?

Abwarten und Tee trinken! - Tchibo, einem der bekanntesten Filialisten der Republik, ist es mit sofortiger Wirkung untersagt, im Internet, in Print-Anzeigen oder auf sonstigen Werbeträgern Versicherungs- und Finanzdienstleistungen anzubieten.

Dabei laufen oder liefen die Umsätze mit Versicherungen im Wesentlichen über den Internetversicherer Asstel, einer Tochter des Gothaer-Konzerns. Vor dem LG Hamburg war am 30. April eine Ordnungsstrafe über 250.000 Euro für den Fall einer Zuwiderhandlung ausgesprochen worden. Doch auch Mitte Mai 2010 war unklar, ob das Urteil im Wortlaut die Zahlung schon beinhaltet.

Umsätze in Millionenhöhe

Ob jedoch Rechtskraft des Urteils oder nicht, es ist damit zu rechnen, dass Tchibo das Ergebnis des Verfahrens nicht hinnehmen wird. Beim Kaffee-Großröster läuft nämlich schon zuviel mit Versicherungs- und Finanzprodukten. Man schätzt bereits monatliche Umsätze im Millionenbereich.

Geklagt hatte der Düsseldorfer Wettbewerbsverein “Wirtschaft im Wettbewerb” (WiW), zu dessen Mitgliedern auch der Branchendienst “Versicherungstipp” und der “AfW - Bundesverband Finanzdienstleistung” in Berlin zählen.

Zu klären war im Verfahren, ob Tchibo nur als “Tippgeber” oder doch als Vermittler von Versicherungen auftritt, wofür eine Zulassung durch eine Industrie- und Handelskammer (IHK) nötig ist. Eine solcher Antrag war wohl durch Tchibo bereits an die IHK Hamburg ergangen, sei jedoch abgelehnt worden. Das mag auch daran gelegen haben, dass ein Unternehmen für eine solche Genehmigung eine gewisse Sachkenntnis nachweisen muss, was wohl auch der Gesamtverband der Deutschen Versicherer (GDV) in Berlin anzweifelte. Wer nämlich Versicherungen vermittelt und dazu berät, muss dazu qualifiziert sein. So dürfte es für Tchibo wohl auch künftig sehr schwer werden, an diesem Versicherungs- und Finanzdienstleistungsgeschäft bei gegeben scharfem Verbraucherschutzes festzuhalten.

Was es alles zu Kaffee gibt

Für das LG Hamburg war wohl das Internet-Tchibo-Portal bezeichnend, worauf der Tchibo-Asstel-Mix für den Endverbraucher nicht unterscheidbar sei. Dies auch deshalb, weil es hieß: “Das gibt es nur bei Tchibo”, weil das Versicherungsangebot eingebettet sei in das Gesamtangebot des Kaffeerösters wie “Tchibo Welten”, “Prozente”, “Kaffee”, “Reisen”, “Finanzen”, “Mobilfunk” und “Blumen”. Und so deckt auch die easyhyp GmbH, eine 100-prozentige Postbank-Tochter, die Baufinanzierungen von Tchibo-Kunden ab.
Nicht nur bei den Versicherungspolicen, auch bei allen Finanzprodukten werden “besonders günstige Konditionen zum Tchibo Tarif” versprochen, für die jedoch nach dem Urteil anzunehmen ist, dass diese als lukrative Geschäfte daraus für Tchibo nach dem Urteil des LG Hamburg (Az. 408 O 95/09) fraglich werden.

Niederlage bereits für Rewe

Aus denselben Gründen wurde bereits im Jahr 2008 der Handelskette Rewe der Vertrieb von Versicherungen untersagt. Das LG Wiesbaden hatte die Angebote zu Rechtsschutz-Policen des Versicherers Arag in den zu Rewe gehörenden Penny-Lebensmittelmärkten moniert. Der Protest stammte ebenfalls aus Verbraucherschutzkreisen.
Zweifel am Marktgeschehen bleiben, weil zwar auch “klassische” deutsche Autoversicherer den widrigen Wettbewerb anprangerten, obwohl sie ebenfalls jede mögliche Form von Vertriebs-Kooperationen suchten…

Posted by wob. on 05/16 at 07:00 AM
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Donnerstag, Mai 13, 2010

Günstiges Baugeld für den “kleinen Mann”?

Zeus!! - Lass Blitz und Donner krachen!

Alte Geschichte - Griechische Mythen - Sagenwelt des Altertums - wer da schon immer nicht zurecht kam, der wird auch heute Probleme mit den Rettungsmaßnahmen der EU und des IWF für Griechenland haben.

Denn bisher haben sich die Kapitalmärkte nicht beruhigt. Stattdessen hat sich der Trend an den Zins- und Währungsmärkten beschleunigt. Und weil die Politik zögerte und die Europäische Zentralbank zauderte, zweifelt der Normalbürger und ist verunsichert. Denn um Griechenland geht es längst nicht allein, sondern um die Konditionen, mit denen die schwächeren Euroländer Spanien, Portugal, Irland und Italien ihre Staatsschulden am Anleihemarkt akzeptabel refinanzieren können.

Für Griechenland handelt man trotz EU-Zusagen 10-jährige Anleihen inzwischen bei 11%. Investoren glauben also, dass es nach Ablauf der 3-jährigen Stützaktion wohl doch zu einer Umschuldung der griechischen Staatsverpflichtungen kommen wird. Wer außer der Politik glaubt an den Erfolg des avisierten Sparens bei den Griechen? Es kann deshalb schon Angst sein, die die Anleger bewegt. Da hilft nur, das Risiko zu reduzieren und Euro in andere Währungen zu tauschen oder in deutsche Bundesanleihen mit bester Bonität zu flüchten. Doch das drückt die Renditen für 2-jährige Bunds bereits auf 0,5 % und für 10-jährige auf 2,75 % . Mit Deutschland als späterem Zahler ergibt sich die Frage, wie nachhaltig die niedrigen Zinsen sind.
Vertraut man trotz allem auf den Bundeshaushalt, kann das griechische Experiment dennoch zum Fass ohne Boden werden. Dann würden Finanzierungskosten steigen, denn die millionenschweren Anleger haben immer die Wahl in Asien oder in den USA zu investieren - falls es die dortigen Rahmendaten erlauben…

Sinkende Baugeld-Konditionen

Bei sinkenden Renditen für Staatsanleihen sinken für den “kleinen Mann” dann aber auch die Baugeld-Konditionen, auch wenn vorerst nicht alle Banken die günstigen Zinsen 1:1 weitergeben. Wenn kurzfristig “alles schwankt”, sollte trotzdem ein Prinzip gelten: Ein großer Teil des Kredits sollte mit langer lange Zinsbindung festgeschrieben werden, was kalkulatorische Sicherheit bietet.

Nutze die Stunde!

Kunden, die in eine Immobilie investieren, sollten in Dimensionen von 20-30 Jahren denken, während denen sie ihren monatlichen Kapitaldienst leisten. Spekulationen sind nicht angesagt, weil die die Zinsen aktuell historisch tief sind. Für das aktuell niedrige Zinsniveau ist eine Tilgung von zwei bis drei Prozent anzusetzen, womit die Laufzeit des Darlehens überschaubar bleibt.
So steht beim trendigen “Voll-Tilger-Darlehen” über eine höhere laufende Tilgung schon anfangs die Rate fest, die nach 20 oder 25 Jahren das Darlehens komplett tilgt. Das Risiko einer Laufzeit-Prolongation bei später deutlich höheren Zinsen kann also heute schon ausgeschlossen werden. Den Rest besorgt der Wettbewerb unter den Banken, die sich mit attraktiven Konditionen über alle Laufzeiten beweisen müssen. Carpe diem! Nutze den Tag!

Posted by wob. on 05/13 at 02:46 PM
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Montag, Mai 10, 2010

Honorarberatung führt noch Schattendasein

Jeder möchte das Beste für sein Geld. Aber dafür bezahlen, unabhängig beraten zu werden - das kommt für über 99 Prozent der Deutschen offensichtlich nicht in Frage. Sie vertrauen der Bank, ihrem Versicherungsvertreter oder Vermögensverwalter. Dass auch für deren Leistungen in Form von Vertriebskosten gezahlt werden muss, sobald die Unterschrift auf dem Vertrag ist, geht dabei unter. Bei einer Lebensversicherung sind das je nach Versicherungssumme oft mehrere tausend Euro. Doch was ist jetzt besser: Honorar- oder Bankberater?

Auf diese Frage wird es solange keine eindeutige Antwort geben, bis ein klares Berufsbild für Honorarberater definiert wurde. Noch fehlt es an Transparenz. Normalerweise wird der Berater vom Kunden bezahlt und verzichtet im Gegenzug auf die Vertriebsprovision bzw. reicht sie dem Kunden weiter. Doch es gibt durchaus auch Vertreter der Branche, die an zwei Seiten die Hand aufhalten: Beim Interessenten, der für die Beratung löhnt, und beim Unternehmen, das einen neuen Kunden gewonnen hat. In dem Fall ist es eher zweifelhaft, ob es sich tatsächlich um eine unabhängige Beratung handelt. Davon kann nur die Rede sein, wenn der Berater ohne Blick auf mögliche Provisionen oder Boni die Vermögenslage des Kunden analysiert und dementsprechend Empfehlungen ausspricht – ob nun für Bankprodukte, eine Rentenversicherung oder möglicherweise eine Kapitallebensversicherung zur privaten Altersvorsorge. Entscheidend ist, dass ein Honorarberater sich nach den Bedürfnissen des Kunden richtet und nicht versucht, Produkte schönzureden, weil ein Unternehmen den Vertragsabschluss mit einer hohen „Belohnung“ versüßt.

In den Vereinigten Staaten liegt der Anteil der Honorarberater bei 15 bis 20 Prozent. Sie werden nach Stunden oder pauschal bezahlt. Experte Clemens Renker von der Hochschule Zittau/Görlitz weiß allerdings, dass 1.000 Euro für eine Finanzanalyse bei vielen eine Blockade auslösen. Wer sich lieber anderweitig beraten lassen möchte, dem rät Christian Grugel vom Verbraucherschutzministerium zu fragen, wie hoch die Kosten für die Beratung sind, wenn es zum Abschluss kommt. Laut Bundesgerichtshof haben Verbraucher Anspruch auf diese Auskunft.

Posted by Andre on 05/10 at 09:39 AM
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Samstag, April 17, 2010

Den Bausparvertrag zur Kapitalanlage nutzen

Wenn es um das Thema Kapitalanlage geht, genießen Bausparverträge nicht unbedingt einen guten Ruf. Schon allein wegen der Abschlussgebühr ziehen es viele Anleger vor, sich für andere Anlageformen zu entscheiden. Aber dennoch haben Bausparverträge ihren Reiz – insbesondere in Zeiten niedriger Zinssätze für Spareinlagen. Wie „Focus Online“ berichtet, können Anleger in Abhängigkeit von der Wahl des Bauspartarifs derzeit eine Rendite von bis zu 3,38 Prozent erzielen – eine Rendite, die im Bereich der Tagesgeld- oder Festgeldanlagen momentan bei weitem nicht zu erzielen ist.

Um solche Renditen zu erreichen gilt es auf Bauspartarife zu setzen, die speziell für Sparer geschaffen wurden. Diese Tarife richten sich nicht an potentielle Darlehensnehmer: Wer sich für die Darlehensvariante entscheidet bzw. später von einem niedrigen Darlehenszins profitieren möchte, muss während der Ansparphase mit einer spürbar schlechteren Verzinsung rechnen. Dementsprechend ist es umso wichtiger, bei der Tarifauswahl sehr gezielt vorzugehen. Laut FMH-Finanzberatung liegt die durchschnittliche Rendite, die sich derzeit erzielen lässt, bei 2,69 Prozent. Die genannten 3,38 Prozent lassen sich mit einem Tarif der Alten Leipziger Bauspar AG erzielen.

Interessierte Anleger müssen evtl. auch gar nicht einen neuen Tarif abschließen und können somit ggf. auf die Zahlung der Abschlussgebühr verzichten: Bausparverträge sind in Deutschland stark verbreitet und viele Anleger sitzen auf alten Verträgen, deren Besparung sie eingestellt haben. Unter Umständen kann es sich lohnen, diese Verträge wieder aufzugreifen und erneut zu besparen: Wenn die Verzinsung stimmt, lässt sich eine gute Rendite erzielen. Die Aussichten auf eine gute Verzinsung bei alten Verträgen sind sogar recht hoch bemessen: Bis vor ein paar Jahren wurden viele Bausparverträge noch deutlich besser verzinst.

Posted by Jochen on 04/17 at 08:58 AM
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Mittwoch, April 14, 2010

Für Kunstobjekte muss es mehr als nur eine Hausratversicherung sein

Fünf Millionen Euro Schaden entsteht in Österreich Jahr für Jahr alleine durch den Diebstahl von Kunstwerken. Die Statistik weist für das vergangene Jahr 113 Straftaten aus, bei denen 500 Bilder und 115 Statuen entwendet wurden. Das heißt, beinahe jeden Tag werden irgendwo in der Alpenrepublik ein bis zwei Kunstwerke gestohlen, mit steigender Tendenz. Denn Kunst gilt als Investment und ist in Zeiten der Krise auch für das organisierte Verbrechen von Interesse. Weltweit dürfte der Schaden im Milliardenbereich liegen. Ohne passende Versicherung als Ergänzung zur Hausratpolice droht eine Unterversicherung. Darauf macht die Allianz aufmerksam.

Gerade vermögende Privathaushalte wüssten zwar um die Werterhaltung und die Bedeutung von Kunst als Anlageobjekt. Was fehle, sei das nötige Risikobewusstsein. „Kunstliebhaber, die nur eine Haushaltversicherung abgeschlossen haben, wissen oft nicht, dass sie unterversichert sind“, so Johann Oswald, Vorstand der Allianz Gruppe in Österreich. Nötig sei ein auf die Kunstsammlung zugeschnittener Versicherungsschutz – sprich: Absolut individuell erarbeitete Policen. Dazu werden die Kunstwerke vor Ort beim Kunden von Sachverständigen fotografiert und inventarisiert.

Die Expertisen bilden die Basis für die Police. „Im Schadenfall herrscht dann absolute Klarheit über den Wert“, betont die Allianz. Darüber hinaus unterstützt die Assekuranz ihre Kunden auch bei den Sicherheitsvorkehrungen und steht beratend zur Seite, wenn es um die Restaurierung, die Aufbewahrung oder den Transport geht. Für den Fall, dass Gemälde oder Skulpturen gestohlen werden, trägt die Versicherung jedes einzelne Werk im „Art Loss Register“ ein und arbeitet weltweit mit Sicherheits- und Kunstinstitutionen sowie der Polizei zusammen.

Angeboten wird die Kunstversicherung ab einem Wert von 100.000 Euro. Welche Lösung für die Sammlung geeignet ist, wird von Fall zu Fall geklärt. Denkbar ist zum Beispiel eine Ergänzung der Hausratversicherung, die bei der Allianz Österreich den Namen „Art Privat“ hat. Ab 400.000 Euro ist die Kombination aus Kunst- und Hausratversicherung aus Sicht der Experten die bessere Lösung. Wird eine „All Risk Deckung“ vereinbart, greift der Schutz schon bei einfachem Diebstahl und kann auf Missgeschicke ausgeweitet werden.

Posted by Andre on 04/14 at 10:48 AM
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Montag, April 12, 2010

Bundesbürger sparen für die Altersvorsorge

Das wichtigste Sparziel der Deutschen ist einer Umfrage von TNS Infratest im Auftrag des Verbandes der Privaten Bausparkassen zufolge die Altersvorsorge. 67,6 Prozent legen ihr Geld für das Rentenalter auf die hohe Kante. Das sind 7,3 Prozent mehr als im November 2009. Damit belegt die Vorsorge für die Zeit nach dem Berufsleben wie gehabt Platz eins der Sparziele.
Auf dem zweiten Rang ist und bleibt, wie schon bei den vorherigen Studien, das Wohneigentum. 52,2 Prozent der Deutschen sparen, um sich ein Eigenheim leisten oder bestehenden Immobilienbesitz renovieren zu können. Konsum und Anschaffungen landeten als Sparziele mit 50 Prozent auf Platz drei, haben allerdings deutlich verloren. Minus 9,8 Prozent stehen zu Buche. Nachgelassen hat auch die Bereitschaft, Geld als Kapitalanlage in den Sparstrumpf zu stecken.

Neben den Gründen, weshalb die Deutschen sparen, interessiert sich der Verband der Privaten Bausparkassen seit Jahren auch dafür, ob und in welchem Umfang Spargroschen zukünftig eine Rolle spielen. Glaubt man den Antworten, dürfte die Sparquote in diesem Jahr leicht steigen. 8,9 Prozent wollen mehr sparen. Zugenommen hat auch die Zahl derer, die überhaupt sparen. Sie liegt aktuell bei 47,4 Prozent. Relativ hoch, aber mit nachlassender Tendenz, ist der Anteil der Nichtsparer mit derzeit 51,9 Prozent.
Wichtigstes „Handwerkszeug“ in Sachen Geld ist für die Deutschen das Sparbuch. 55 Prozent legen ihr Kapital ganz klassisch zur Seite. Dahinter folgt der Bausparvertrag, der immerhin auf 39 Prozent kommt und mit dem Wunsch nach einem Eigenheim korrespondiert. Gefragt sind auch Kapitallebensversicherungen und Rentenpolicen mit einem Anteil von 38,6 Prozent. Das Girokonto, wenngleich nur selten Guthabenzinsen gezahlt werden, nutzen erstaunlicherweise ganze 36,5 Prozent zum Vermögensaufbau.

Posted by Andre on 04/12 at 11:00 AM
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Samstag, April 03, 2010

Bauen, Kaufen oder Mieter bleiben?

Noch immer schwer zu entscheiden!

Kein Aprilscherz: Geld ist auch am 1.4. 2010 günstig zu leihen. Wer einen gesicherten Arbeitsplatz hat und wer bereit ist, der kann eigentlich die Entscheidung für die eigenen vier Wände wagen. Wirklich?

Zweifel am Kaufen oder Bauen bleiben immer, denn Wohneigentum bindet und verhindert oft berufliche Mobilität. Kommt es regional zu einer wirtschaftlichen Krise durch einen der großen Arbeitgeber, lässt sich Wohneigentum auch nur schwer verkaufen.
Galt der Wohnungsbau seit den 1990er Jahren als ständig schwach und bedenklich eingebrochen, mehr noch bei Mehrfamilien-Häusern als bei Eigenheimen, gab es einen neuen Minusrekord in 2009. Damit wurde auch das Angebot an Wohnraum auch dort knapper, wo wirtschaftlich stabile Verhältnisse herrschten und auch in prosperierenden Städten. Die Folge: Steigende Preise bei Mieten und Immobilien.

Zwar sind auch die Staatshilfen für Bau und Kauf derzeit mager. Doch diese sollten ohnehin nicht der entscheidende Faktor für die Entscheidung sein, ob Sie kaufen oder Mieter bleiben. Da gibt es andere, bedeutsamere Gründe: Wohngefühl und künftige Wohnkosten. Doch immer wieder hört und liest man Argumente, die von Hausbau und -kauf abraten.

Kapitaldienst meist höher als Miete

Mancher mag es für eine Milchmädchen-Rechnung halten, dass ein Mieter monatlich weniger für den Wohnraum ausgibt als jemand im Wohneigentum. Doch auf lange Sicht ändert sich die rechnerische Betrachtung. Und dennoch überschlagen sich die Spekulationen:
* Mieten könnten und dürften gesetzlich alle drei Jahre um 20 Prozent steigen
* Zins und Tilgung ändern sich vertraglich nur alle fünf, zehn oder fünfzehn Jahre
* langfristig könnten Mieten doppelt so hoch werden wie sie heute sind
* Raten für Haus oder Wohnung sind irgendwann bei Null
* wer mietet, kann nebenbei deutlich Kosten sparen, was ihn langfristig so geldvermögend macht, wie ein Eigenheimer seinen Wert einschätzt.

Wer wie auch immer vergleicht - als Mieter oder Eigentümer - kommt zu ganz subjektiven Ergebnissen. Und dies hängt davon ab, wer wie kalkuliert: Vermieter- oder Mieter-Verbände, Bausparkassen oder Anbieter von Fertighäusern. Vieles lässt sich rechnerisch beweisen, wenn… Doch geht es nicht ums Tricksen oder Fälschen, denn die künftige Entwicklung ist stets nur Prognose, für die an Zahlen geschraubt und gedreht wird. Bei entschlossenen Mietern bleiben Mieten und Immobilienwerte vermeintlich niedrig und die Zinsen eher hoch; lustvolle Bauherren oder Käufer sehen es umgekehrt. Doch die Realität ist anders: Mieter sparen nicht aufs Zins-Konto sondern geben aus, was sie haben. Und im Übrigen ist Geldanlage von Kursen und Pleiten bedroht, wie es Immobilienvermögen nicht ist.

Was Banker nicht mehr kennen…

Wer ‘s mal sauber rechnen will, wie er es in der Berufsschule gelernt haben müsste, der stelle sich vor:

* eine geliehene Bau- oder Kostensumme von z.B. 240.000 Euro (ohne Eigenkapital oder Eigenleistung)  bei einer Schuldnerzeit von z.B. 20 Jahren macht ohne Zinsen schon mal 1.000.- Euro monatliche Tilgung (240.000 durch 240 Monate).
* Nimmt man nun den einfachen Durchschnitt aus höchster Schuld (240.000) am Anfang und der letzten Monats-Schuld nach 20 Jahren (= 1000) und dividiert durch zwei, ergibt dies eine durchschnittliche Schuld von 120.500 über die gesamte Laufzeit.
* Daraus nun die langfristige, durchschnittliche Verzinsung am Kapitalmarkt von z.B. 6 Prozent, macht pro Monat: 120.500 mal 6 % durch 12 = 602,50 Euro; plus Tilgung ergibt dies 1602,50 Euro monatliche Belastung.

Wer ‘s nun günstiger will, der muss halt länger finanzieren. Und wenn erst das Arbeitsleben bis 67 geht, dann - so der Dauer-Mieter - müsste sich das einrichten lassen… 

Posted by wob. on 04/03 at 07:00 AM
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Montag, März 08, 2010

Offene Immobilienfonds könnten stark an Attraktivität einbüßen

Bei privaten Anlegern galten offene Immobilienfonds bis zu Beginn der globalen Finanzkrise als äußerst gefragt. Immerhin war es mit diesen Fonds möglich, sehr konstante und vergleichsweise attraktive Renditen zu erzielen. Gleichzeitig war man als Anleger sehr flexibel: Innerhalb kürzester Zeit konnten Fondsanteile gekauft sowie auch wieder verkauft werden.

Doch mit dieser Flexibilität könnte schon bald Schluss sein. Im Verlauf der Finanzkrise sahen sich etliche Investmentgesellschaften dazu gezwungen, ihre Fonds zu schließen bzw. die Rücknahme von Fondsanteilen einzustellen. Grund war der immens hohe Mittelabzug: Die Investmentgesellschaften konnten die nachgefragten Mittel nicht schnell genug bereitstellen, weil der Großteil des Kapitals in Immobilien steckt.

Um den Investmentgesellschaften mehr Planungssicherheit zu verschaffen, hat Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble vorgeschlagen, entsprechende Fonds mit einer Haltedauer zu belegen. Angedacht ist eine Mindesthaltedauer von zwei Jahren. Des Weiteren soll eine Kündigungsfrist von einem halben Jahr vorgesehen sein. Konkret bedeutet dies, dass Anleger ihre Fondsanteile frühestens zwei Jahre nach dem Erwerb wieder verkaufen können und sie außerdem stets ein halbes Jahr zuvor eine Kündigung aussprechen müssen.

Sollte ein entsprechendes Gesetz erlassen werden, hätte dies große Auswirkungen: Offene Immobilienfonds könnten stark an Attraktivität einbüßen. Besonders die Kündigungsfrist raubt der Anlage ein hohes Maß an Flexibilität. Daher sprechen sich Anlageexperten auch nur bedingt für diese Maßnahme aus. Ob der Vorschlag des Bundesfinanzministers umgesetzt wird, bleibt vorerst abzuwarten. Wie die „Financial Times Deutschland“ berichtet, soll ein entsprechender Gesetzentwurf im April vorgelegt werden. Erst dann werden auch alle Einzelheiten bekannt sein.

Posted by Jochen on 03/08 at 10:31 AM
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Montag, März 01, 2010

Noch längst nicht einfach: Die Steuererklärung mit KAP

Die Steuerpflicht transparenter zu machen war Ziel der noch recht neuen Abgeltungsteuer, wodurch ab 2009 alles oder auch nur vieles einfacher werden sollte. Ein neues System der Besteuerung von Erträgen aus Kapitalanlagen wurde eingeführt. Für den Steuerbürger war dies jedoch keine spürbare Entlastung, auch wenn dies die eigentliche Absicht des Bundesfinanzministeriums war.

Gleichzeitig die Banken zu entlasten, weil diese die zig-millionenschweren Jahresbescheinigungen nicht mehr ausstellen müssen, blieb als Spareffekt jedoch eher aus.
Fakt wurde: Ein hohe Zahl an Steuer-Bürgern kommt nicht darum herum, weiterhin individuelle Steuerformulare auszufüllen. So mancher würde gar Geld verschenken, wenn er dies nicht tut.

Galt alles auch als recht vielversprechend, dass der Steuerpflichtige die Summe seiner Kapitalerträge nicht mehr in verwirrende Formulare eintragen muss, ist das örtliche Finanzamt bezüglich der Steuerlast nicht immer auch zweifelsfrei zufrieden…
Berechnet also die Bank die Steuer, dann liegen die Erträge für den Single über dem Sparer-Pauschbetrag von 801 oder über 1602 Euro bei Ehepaaren. Einbehalten werden 25 Prozent der Kapitalerträge, die darüber liegen, plus Soli und Kirchensteuer. Damit ist grundsätzlich diese eine von insgesamt sieben Einkunftsarten im Zusammenhang mit der Jahres-Einkommensteuer abgegolten.
Doch nicht alle Anleger sind damit „aus dem Schneider“. Sie müssen trotzdem Bescheinigungen von ihrem Institut anfordern und die Werte in den Anlagebogen eintragen. Wer nämlich noch anderes zu anderen Einkunftsarten absetzen will, der kann sich der Anlage KAP nicht verweigern. Sie ist für Kapitalerträge Pflicht. Wer nun weiterhin hohe Werbungskosten oder Sonderausgaben oder außergewöhnliche Belastungen aus Operation, Todesfall, Wegeunfall oder Scheidung im Jahr 2009 von seinen Einkünften absetzen will, der muss auch alle Kapitalerträge und die geleistete Ertragssteuer nennen. Damit kann es sich lohnen, Erträge anzugeben, denn im Steuerrecht gibt es ohne eigentliche Überraschung auch Ausnahmen von der Regel. Also, Steuerpflichtige, auch wenn bereits ein bestimmter Betrag an Abgeltungsteuer geleistet wurde, Anlage KAP ausfüllen!
Dies Aufforderung gilt jenen, die als Steuerpflichtige einer der beiden Volkskirchen treu sind, aber dem Institut, das die Anlage betreut, keinen Auftrag erteilt hat, auch die anteiligen Kirchensteuer abzuführen. Die Abgabe der Anlage KAP ist natürlich auch dann obligat, wenn die Abgeltungsteuer noch nicht abgeführt wurde, weil die Erträge aus dem Ausland stammen.

Alles auf den Tisch…

Steuerzahler sind oft auch verblüfft, dass eine besondere finanzielle Belastung im Steuerjahr dazu veranlassen kann, die Kapitalerträge offen zu legen. Wer nämlich Ausgaben für eine Scheidung, eine teure Therapie samt Arztkosten, teure Medikamente, die Ausgaben für einen Todesfall oder die Brille mit Verlaufsgläsern auf das Implantat einer künstlichen Linse absetzen will, muss das Kreuzchen im Mantelbogen bei KAP machen. Mit Beleg sind auch anzugeben absetzbare Unterhaltsleistungen an bedürftige Personen oder zu den Einkünften und Bezügen eines volljährigen Kindes in der Ausbildung, was mit dem Kindergeld korrespondiert. Auch Zinseinnahmen über dem Sparer-Pauschbetrag machen die Finanzämter neugierig.

Und dann auch noch Gebühren

Seit die Abgeltungsteuer eingeführt ist, werden Freistellungsaufträge immer wichtiger. Wer dabei schlampt, sollte wenigstens bei der Steuererklärung aufpassen. Wer als Anleger nun seine Steuererstattung sichern will, braucht eine Steuerbescheinigung der Bank. Doch da wartet man auf die früher klassische Jahresbescheinigung vergeblich, denn die Institute haben den gewohnten Versand der Jahresbescheinigung vielfach eingestellt. Da bleiben Beschwerden über Gebühren für einen Jahressteuerbeleg nicht aus, denn nicht nur der Bankenverband stellt fest: Gesetzlich verpflichtende Aufstellungen sind entgeltfrei; für allen anderen Aufstellungen sind Gebühren denkbar. Möglicherweise mit der Abgeltungsteuer auch ein Fall für die Juristen…

Posted by wob. on 03/01 at 11:30 AM
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Samstag, Februar 27, 2010

Jedes Jahrgängers Pflicht: Kapitalisiert oder „nur“ Risiko?

Älter werden ist nichts für Feiglinge“, soll einst die US-Schauspielerin und Autorin Mae West zum Sinnspruch gemacht haben. Mit zunehmendem Lebensalter, mit dem Anspruch auf Karriere, Familie und finanzielle Sicherheit muss der Einzelne immer auch seine Risiken aus Beruf, Freizeit, Gesundheit und Teilnahme am Straßenverkehr einschätzen.

Wer sich zum materiellen Schutz seiner Angehörigen für eine Lebensversicherung entscheidet, der sichert das Lebens- oder besser auch das Todesfall-Risiko einer versicherten Person wirtschaftlich ab. Damit bietet die Lebensversicherung zum einen den finanziellen Schutz der Familie beim „Frühableben“ des für den Unterhalt in erster Linie Veranwortlichen und auch den rentierlichen Kapitalzufluss im Erlebensfall des Schlussalters. Trotz vieler Varianten an Lebensversicherungen sind die bekanntesten die Kapital- und die Risiko-Lebensversicherung. Die eine mit dem Anspruch, nach Ende der Laufzeit deutlich mehr ausbezahlt zu bekommen als die Summe aller geleisteten Beiträge; die andere mit der Verpflichtung des Versicherers, beim Ableben einer Personen innerhalb einer bestimmen Laufzeit - zehn, 12 oder auch 25 Jahre - eine zuvor vereinbarte Summe auszuzahlen, die im Zusammenhang mit Restschulden aus einer Finanzierung auch fallend sein kann.

Die „Zusätze“ zu einer Lebensversicherung sind recht zahlreich, wie die Unfalltod-Zusatzversicherung, die Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung oder die Pflege-Renten-Zusatzversicherung zeigen. Wer solcherlei abschließt sollte bedenken, dass das monatliche Einkommen und der Lebensstandard im Laufe der Zeit meist wachsen, was auch dynamisch höhere Beiträge bei wachsenden Ansprüchen an der Versorgung im Alter möglich macht.

Die „Kapitalisierte“ kann „kassiert“ werden

Wer das vereinbarte Schlussalter als Versicherter erreicht, bekommt eine garantierte Versicherungssumme ausbezahlt und kann zudem auf sogenannte Überschussleistung hoffen. Da liegt auf der Hand, dass die eigentliche Todesfall-Versicherung zur Erlebensfall-Versicherung wird. Damit wird eine Kapitallebensversicherungen für die Sicherung des möglichst hohen Lebensstandards im Alter zur private Altersvorsorge.

Die Risiko versichert nur den Todesfall
Bei der beitragsgünstigeren reinen ‘Todesfall’-Versicherung gilt für die versicherte Person, dass nach deren Ableben während deren Laufzeit eine feste oder auch im Verlauf gefallene Summe meist an eine Gläubigerbank geleistet wird. Risikolebensversicherungen werden also genutzt, um begünstigte Hinterbliebene, die Familie oder das Unternehmen des Verstorbenen abzusichern. Auch Kombinationaus einer Kapital- und Risikolebensversicherung sind möglich, wobei die eigentlich verschiedenen Betrachtungen zu frühem Tod und langem Leben versichert werden. Nur bei der klassischen Risikoversicherung wird aus den Beiträgen kein rentierliches Kapital für den nach Ablauf „Überlebenden“ gebildet.

Fazit: Vorteil beim Abschluss einer Lebensversicherung ist die Möglichkeit, den Lebensstandard und den subjektiven Anspruch an die materielle „Wohlfahrt“ im Alter durch kapitalbildende Lebensversicherung oder Investment-Lebensversicherung zu sichern oder auch, dass Familie oder Hinterbliebene mit deutlich geringerer Schuld durch die Versicherungsleistung einen ansonsten auftretenden Vermögensmangel mit all seinen Konsequenzen nicht erfahren müssen.

Posted by wob. on 02/27 at 07:19 PM
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Donnerstag, Februar 25, 2010

Versicherer entdecken die Geldanlage

Wohin mit dem Geld, wenn eine Lebensversicherung fällig wurde? Entweder man erfüllt sich einen lang gehegten Wunsch oder legt das Kapital an. Die zweite Variante haben jetzt auch die Versicherer entdeckt und bieten ihren Kunden gleich die passende Lösung, meistens in Form von Festgeld. Dass die Konditionen besser sind als bei den meisten Banken, hat Methode. Warum das Geld an ein Kreditinstitut verlieren, wenn man es selbst anlegen kann? Zudem hält man den Kunden ein wenig länger und gewinnt über die Festgeldanlage möglicherweise neue Versicherungsnehmer.

Der Bekanntheitsgrad der Angebote tendiert momentan noch eher gegen Null. Konsequent beworben werden die Anlageprodukte noch nicht, obwohl sie sich nicht hinter der Konkurrenz der Banken verstecken müssen. Das sogenannte Parkdepot der AachenMünchener bietet einen Zinssatz von 2,25 Prozent im Jahr und erlaubt, monatlich über das Kapital zu verfügen. Das entspricht dem klassischen Festgeld mit einer Laufzeit von einem Monat. Banken zahlen dafür im Schnitt nicht mehr als 0,5 Prozent. Den Grund für die hohe Verzinsung nennt eine Sprecherin der Allianz: „Wir wollen den Kunden die Möglichkeit geben, das Geld einer ausbezahlten Police bei uns zu attraktiven Konditionen zu parken“. Die Allianz verzinst das Guthaben mit 1,6 Prozent.

Sowohl AachenMünchener als auch Allianz vertreiben ihre Anlageprodukte derzeit ausschließlich über Vertreter. Sie kümmern sich um die nötigen Formalitäten. Dass die Angebote auch für Neukunden gelten – anders als bei der Zurich Versicherung, die nur das Geld aus einer abgelaufenen Lebensversicherung zu 3,25 Prozent anlegt –, eröffnet den Unternehmen die Chance, auch für ihre reinen Versicherungsprodukte die Werbetrommel zu rühren. Dieses Vorgehen wird unter anderem von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg kritisiert: „Wenn ein Vertreter ins Haus kommt, muss man schon sehr standhaft sein. Das schriftliche Angebot eines Direktversicherers lässt sich einfacher im Papierkorb entsorgen.“.

Dass bereits weitere Anlageprodukte angeboten werden zeigt, dass es sich für die Unternehmen durchaus lohnt. Die Allianz offeriert Kunden, die mindestens zwei Policen des Konzerns halten, zum Beispiel den Sparschatz. Er erinnert an die Bundesschatzbriefe, ist aber mit einer Verzinsung, die innerhalb von fünf Jahren von 2.00 auf 3,80 Prozent steigt, deutlich rentabler. Kunden sollten sich dennoch genau informieren. Zum einen über die Mindesteinlage, die teilweise 5.000 Euro beträgt. Zum anderen über die Einlagensicherung. Zuständig ist hierfür die Protektor AG, die 250.000 Euro absichert.

Posted by Andre on 02/25 at 10:47 AM
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Kapitalisierte Leben   o d e r   Früher war alles besser….

„Die Schärfe des Werkzeugs bestimmt die Rentabilität des Betriebes“ war einst das Motto desjenigen, der den Fahrtenschreiber entwickelte, der bei Kienzle gefertigt wurde. Wenn heute die Kunden von Lebensversicherern nach ihrer Rentabilität fragen, dann werden sie auch in 2010 spüren, wie eben die globalen Werkzeuge der globalen Finanzkrise ganz subjektiv und subtil auf den Einzelnen gewirkt haben oder noch wirken.

Sieben Jahre ist es her, dass die großen Anbieter für Lebensversicherungen zuletzt die Gesamtverzinsung, die Überschussbeteiligung zurücknahmen, für 2010 ergibt sich damit eine geringere Verzinsung. Für Experten ist klar, dass dies alle Gesellschaften in ähnlicher Weise so praktizieren werden. Anpassungen und Korrekturen gab es schließlich immer auch schon in den vergangenen Jahren.

Was nun aber bedeutet die Reduktion? Der Sparanteil wird zum Beispiel nur noch mit 4,3 statt wie bisher mit 4,5 Prozent verzinst. Dies bezieht sich auf den Betrag der Prämien, der sich als Differenz nach Abzug der Kosten und des Aufwands für den Risikoschutz ergibt. Hinzu gerechnet werden „Schluss-Überschussanteile“ am Ende der Laufzeit und Beteiligungen an den stillen Reserven, für die jedoch nicht von vornherein garantiert wird. Was für den Verbraucher wichtig ist, ist aber gerade der Wert der Überschussbeteiligung.

Wenn der Kapitalmarkt „schlecht zahlt“

Gerechtfertigt wird die schwächere Rendite damit, dass ein niedriges Zinsniveau auf den Kapitalmärkten zu wenig Margen hergibt. Und weil nicht damit gerechnet wird, dass absehbar die Zinsen deutlich steigen, wird der Trend anhalten. Und weil die Entscheidung der Großen im Versicherungs-Business immer auch Signalwirkung für die Branche haben, lehnt man sich als Wettbewerber nicht aus dem Fenster, bevor nicht die größten deutschen Lebensversicherer ihre Zahlen veröffentlicht haben.

In klaren Zahlen beweisen Ablaufleistungen aus 2008, wie groß die Unterschiede zwischen den Anbietern sein können: Gab es bei der Debeka für einen 30-Jahres-Vertrag noch 112.617 Euro, bot die Allianz 89.972 und die Ideal 79.700 Euro. Im Durchschnitt liegt derzeit eine aktuelle Ablaufleistung nach 30 Jahren bei 88.673 Euro - zweitausend Euro weniger als noch vor einem Jahr. Bei Abschlussalter 30 und Schlussalter 60 wurden dabei pro Jahr angenommene 1.200 Euro einbezahlt. Macht zunächst nur mal ‘unverzinst’ auf 30 Jahre „schlappe 36.000 Euro“. Würden sich Verbraucher nicht nur ausnahmsweise, sondern vorher immer gut informieren, könnten einige mehr erfahren, dass stets 5 von 10 der großen und größten Lebensversicherer nicht zu den ganz starken Anbietern zählen.

Posted by wob. on 02/25 at 08:00 AM
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Sonntag, Februar 14, 2010

Der gute Ruf offener Immobilienfonds ist in Gefahr

Bis Anfang letzten Jahres genossen offene Immobilienfonds einen sehr guten Ruf. Sehr viele Privatanleger konnten sich für diese Fonds begeistern. In Zeiten hoher Zinsen konnten die Immobilienfonds zwar den Festgeldbereich nicht schlagen, aber dafür lag die Rendite fast gleichauf – und das relativ konstant über viele Jahre hinweg. Deshalb wurden die Fonds auch gerne als Absicherung gegen fallende Zinsmärkte genutzt, um jederzeit eine vernünftige Verzinsung der Ersparnisse erzielen zu können.

Die allgemeine Einstellung gegenüber offenen Immobilienfonds hat sich im vergangenen Jahr jedoch geändert: Aufgrund des starken Mittelabflusses, den die Finanzkrise mit sich gebracht hat, sahen sich mehrere Investmentgesellschaften dazu gezwungen, ihre Fonds zu sperren und somit die Rücknahme von Fondsanteilen zu verweigern. Denn anders als beispielsweise bei Aktienfonds können die Fondsmanager nur schwer Kasse machen: Es dauert seine Zeit, bis große Gewerbeimmobilien verkauft sind.

Diese Verfahrensweise hat viele Anleger verärgert, weil diese ganz unerwartet nicht mehr an ihr Geld gekommen sind. Dennoch hat sich die Lage wieder entspannt: Im Lauf des Jahres wurden etliche Fonds wieder geöffnet.

Doch nun müssen die Fondsanleger schon wieder einen herben Rückschlag in Kauf nehmen: Einige Fondsanbieter scheinen dazu gezwungen zu sein, ihre Fonds massiv abzuwerten. In der vergangenen Woche nahm der Fondsanbieter Aberdeen eine Abwertung bei seinem Fonds „Degi Global Business“ vor, die sich - wie die „Financial Times Deutschland berichtet - auf satte 21,6 Prozent beläuft. Es ist gut denkbar, dass sich andere Investmentgesellschaften dazu gezwungen sehen, ebenfalls auf diese Weise zu verfahren. Dies könnte den Ruf der offenen Immobilienfonds noch stärker ankratzen. Anleger, die ihr Geld in entsprechende Fonds investiert haben, sind deshalb zum aktuellen Zeitpunkt nicht unbedingt zu beneiden.

Posted by Jochen on 02/14 at 11:32 AM
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