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Wirtschaft
Freitag, Februar 25, 2011
Social Media Kanäle werden kaum genutzt
In puncto Internet sind die deutschen Versicherer ein wenig träge. Sie haben zwar allesamt eigene Seiten, meist recht hübsch und mit vielen Bildern. Geht es aber darum, mit der Entwicklung des WWW Schritt zu halten, hinken sie spürbar hinterher. Der Software-Anbieter Attensity Europe GmbH hat sich in einer Studie näher mit den Social-Media-Aktivitäten der Unternehmen befasst. Diesbezüglich hat die Branche noch viel zu tun. Die bekannten Social-Media-Plattformen werden von den meisten Assekuranzen schlichtweg vernachlässigt.
Damit verbauen sich die Versicherungen aus Sicht von Attensity zum einen Wachstumschancen. Zum anderen bliebe eine wichtige Möglichkeit der Kundenbindung ungenutzt. „Die meisten deutschen Versicherer haben daher den Anschluss an den internationalen Wettbewerb wahrscheinlich bereits verloren“, erklärt das Unternehmen in einer Pressmitteilung. Das betreffe insbesondere den EU-Binnenmarkt.
Durch die enorme Reichweite der Socia-Media-Plattformen könnten komplexe Produkte ohne Streuverluste kommuniziert werden. Das verändere den Markt massiv. Noch mangele es in den Unternehmen aber an einer Social-Media-Strategie. „Auf unterschiedlichen Plattformen existieren zum Teil Dutzende verschiedener Präsenzen, Pages und Kanäle für eine Versicherung“, so das Studienergebnis. Lediglich die R+V, die Allianz und die Ergo kämen bei Facebook auf über 1.000 Zustimmungen. Ansonsten sei die Branche kaum vertreten oder werde nicht beachtet. Ein ähnliches Bild zeichnet sich derzeit noch bei Twitter und YouTube ab. Micro-Blogging und Videos würden kaum genutzt, obwohl die Filme derzeit voll im Trend lägen.
Insgesamt fällt das Urteil zu den Social-Media-Aktivitäten der Branche eher schlecht aus. „Soziale Netze, Blogs und Web 2.0 Communities sind aus dem öffentlichen Leben längst nicht mehr wegzudenken“, erklärt der Autor der Studie, Professor Hendrik Speck von der Fachhochschule Kaiserslautern. Gerade junge Menschen setzten auf den interaktiven Austausch. Viele Assekuranzen scheinen das noch nicht erkannt zu haben und verpassen es somit, diese Zielgruppe aktiv anzusprechen.
Posted by Andre on 02/25 at 09:12 AM
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Mittwoch, Februar 02, 2011
HDI-Gerling mit neuem Modulsystem
Versicherungskunden mögen es einfach, übersichtlich und transparent. Diese Erkenntnis setzt die HDI-Gerling Firmen und Privat Versicherung AG in der Sparte Privatschutz-Sachversicherungen zum 1. März 2011 mit einem neuen, modularen Produktsystem um. Interessenten und Kunden können dann aus einem Baukasten genau die „Steine“ wählen, die sie benötigen - und solche ausschließen, die in der aktuellen Lebenssituation nicht relevant sind. Dadurch bestehe, so das Unternehmen, volle Kostenkontrolle.
Anlass für diesen Schritt sind Befragungsergebnisse und die Einsicht, dass sich Verbraucher „häufig nicht ohne Weiteres im Dickicht der Angebote des Versicherers zurechtfinden“. Dieses Manko möchte man bei der HDI-Gerling jetzt ausbügeln und hat sich deshalb für eine modulare Struktur entschieden. „Sie ermöglicht es dem Kunden, besonders unkompliziert und übersichtlich den für ihn optimalen Versicherungsschutz zusammenzustellen“, erklärt die Assekuranz in einer Pressemitteilung.
Das neue System greift bei der privaten Haftpflicht-, der Hausrat-, der Wohngebäude-, der Unfall- und der Rechtsschutzversicherung. Die Grundlage bildet jeweils ein Basispaket, auf dem der Kunde aufbauen kann, indem weitere Leistungsbausteine gebucht werden. Als Beispiel nennt die HDI-Gerling den Baustein „Fahrrad“, mit dem die Hausratversicherung aufgestockt werden kann. Für die private Rechtsschutzversicherung steht unter anderem die Option „Beruf“ zur Auswahl. Wer möchte, kann auch das sogenannte Rundum-Sorglos-Paket buchen, das mindestens die jeweiligen Einzelbausteine umfasst. Einer der Vorteile: Bei Arbeitsunfähigkeit oder Arbeitslosigkeit ist der Versicherte für ein Jahr von der Beitragszahlung befreit.
„Mit der Umstellung seiner Produktstruktur zeigt HDI-Gerling, dass Versichern auch einfach geht“, so das Unternehmen. Der Kunde sehe auf einen Blick, ob er ausreichend abgesichert ist. Versicherungslücken oder eine Überversicherung seien damit praktisch ausgeschlossen.
Posted by Andre on 02/02 at 12:44 PM
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Mittwoch, Januar 19, 2011
Tchibo nimmt Versicherungen aus den Regalen
Versicherungen haben nichts im Sortiment von Kaffeeröstern oder Supermärkten verloren. In diesem Punkt sind sich Experten wie Makler und Verbraucherschützer einig. Denn auf eines müssen Kunden und Interessenten in der Regel verzichten: Gute Beratung zum Produkt. Und die ist gerade bei Versicherungen unabdingbar. Diesbezüglich läuft noch ein Verfahren gegen Tchibo. Die Frage, die von den Richtern beantwortet werden muss, lautet schlicht: Vermittler oder Tippgeber? Dass sich das Unternehmen zum 1. Januar 2011 ganz aus dem Geschäft mit den Policen zurückgezogen hat, mag als Zeichen gewertet werden, hat laut Aussagen von Tchibo aber nichts mit dem ausstehenden Urteil zu tun.
Vielmehr möchte man den Schwerpunkt wieder auf das Kerngeschäft mit Kaffee und Non-Food-Artikeln sowie auf Dienstleistungen mit Wachstumspotenzial legen. Versicherungen – etwa die private Haftpflichtversicherung – gehören offenbar nicht mehr zu den Bereichen, mit denen sich ausreichend Gewinn erzielen lässt. Stattdessen sollen Mobilfunk, Energie und Reisen in den Fokus rücken, so Tchibo Sprecher Arnd Liedtke. Der Rückzug aus der Sparte Versicherungen wird insbesondere von den Klägern begrüßt, darunter der Anwalt Norman Wirth. Er sagt: „Das ist eine gute Nachricht für alle kundenorientiert arbeitenden Versicherungsvermittler und die Verbraucher.“ Ähnlich verlautet es aus den Verbraucherzentralen.
Der Vertrieb von Policen über Kanäle wie Discounter oder Kaffeeröster dürfte sich damit erst einmal erledigt haben. Denn vor Tchibo haben schon andere Unternehmen einen Schlussstrich gezogen. Rein juristisch scheint es ohnehin ein schmaler Grat zu sein. Während die Händler sich als Tippgeber sehen, die ihre Kunden lediglich auf die Internetseiten der Versicherung leiten und daher gar nicht beratend tätig werden müssten, sprechen Verbraucherschützer von einer „klaren Vermittlungsleistung“. Die bedarf allerdings einer Mindestqualifikation, wie sie für jeden Versicherungsvermittler vorgeschrieben ist. Hinzu kommen die Dokumentations- und Informationspflichten. Ob Tchibo gegen diese Auflagen verstoßen hat, muss das Hamburger Oberlandesgericht klären. Denn das Verfahren wird auf jeden Fall fortgesetzt.
Posted by Andre on 01/19 at 09:25 AM
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Sonntag, Januar 09, 2011
Wir bauen eine neue Stadt!
Wird die lokale Infrastruktur revolutioniert?
Heimat ist, wo mein Bett steht! - Heimat ist die Stadt meiner Geburt, Kindheit und Jugend! - Wie auch immer Heimat definiert wird, eine Stadt der Zukunft zu gestalten bedeutet auch eine flexiblere Infrastruktur, besser gekoppelte Einzelsektoren und die Mehrfach-Nutzung von Gebäuden.
Für Experten des Deutschen Instituts für Urbanistik ist dies das Ergebnis einer Studie, die auch unter den Aspekten von Klimawandel, Überalterung und Globalisierung die Städteplaner neu herausfordert.
Auf die Analyse der neuen Planungen wurden die Sektoren Energie, Wasser, Abwasser, öffentlicher Verkehr, Gesundheit und Bildung. Energie, Verkehr und Abwasser untersucht, die alle zusammenhängen. Vorbei sei das Zeitalter der zentralisierten Energiesysteme; eine regenerative Stromerzeugung ist dezentral organisiert und muss lokale Einspeisung ermöglichen. Passivhäuser verändern den Wärmebedarf, womit auch die Entwicklung des Verkehrs verbunden ist.
Mit dem Bürgerbus anfreunden!
Setzt sich die Elektromobilität durch, werden Smart Grid *) und Speichernutzung von Autobatterien zu vorrangigen Themen. Flexibel muss auch der Trend zu flexiblen Bedienformen des öffentlichen Verkehrs werden. Dazu zählen das Car-Sharing, Bürgerbusse, Sammeltaxen oder erleichtertes Umsteigen zwischen Individual- und öffentlichem Verkehr.
Denkt auch der Mieter, Eigentümer und Verbraucher kaum an das von ihm genutzte Abwassersystem, ist auch dieses in Zukunft zu optimieren. Hierzu ist dieses dezentral zu gestalten und eng mit dem Energiesektor zu verbinden. Schließlich trägt das Abwasser viel ungenutzte Wärme in sich, wenn es im Normalfall mit 25 Grad entsorgt wird. Damit gilt auch bei Passivhäusern das Abflussrohr als das einzige Wärmeleck. Darüber hinaus ist eine energetische Nutzung der Reststoffe von Kläranlagen durch Biogaserzeugung sinnvoll. Dazu haben mehrere Modellprojekte auf der internationalen Bauausstellung Hamburg erste positive Ergebnisse geliefert.
Kultur in integrativen Gebäuden
Bei den “weichen” Standortfaktoren geht es mit der sozialen Infrastruktur für die Städteplane um die Frage, wie öffentlich frequentierte Gebäude künftig zu nutzen sein werden. Weist der Trend in Richtung Ganztagsschule mit Begleitangeboten, sind ganze “Bildungs-Landschaften” das Modell der Zukunft: Bibliotheken, Lokale, Theater oder Musik-Events können in Schulgebäude integrativ zusammengefasst werden.
Dann wäre für die Urbanisten als letztes Problem der Gesundheitssektor. Weil nämlich bei älter werdender Gesellschaft die Zahl der Hausärzte abnimmt oder diese in sozial gehobene Stadtviertel abwandern, sind im Bereich der Alten- und Pflegeheime, beim betreuten Wohnen sowie bei den Krankenhäusern Rückbau, Spezialisierung und Privatisierung voll im Gange. Trotz höherer Umsätze über die Patienten und Bewohner mit oder ohne Pflegestufe gelten die Einrichtungen als in Finanznot. Grund genug für die Kostenträger, dem Versorgungsbedarf das Controlling zu widmen.
Veraltete Standards
Lagen noch vor zehn Jahren die Standards beim Ausbau neuer Wohnquartiere, weil Demografie, Energie und Technik dies forderten, orientiert sich die Städteplanung heute neu: Statt früherer Generalisierung stellt sich die Frage, wie jedes einzelne Objekt die Standards und die Nutzung der Infrastruktur bestimmen.
Anmerkung: *) Ein Smart Grid integriert alle Akteure auf dem Strommarkt durch das Zusammenspiel von Erzeugung, Speicherung, Netzmanagement und Verbrauch in ein gesamtes System (nach Wikipedia).
Mittwoch, Januar 05, 2011
Was bringt 2011 für die Baufinanzierung?
“Im nächsten Jahr wird alles anders! - Denkste!” - Zum Jahreswechsel nimmt man sich zwar vor, gute Vorsätze tatsächlich auch einzuhalten, doch meist ist er nur ein guter Anlass, um als Schuldner oder potentieller Bauherr einen Blick zurück und auf die Baugeldzinsen im abgelaufenen und neuen Jahr zu werfen.
Dazu analysieren Finanz- und Zinsexperten die Marktentwicklungen der vergangenen Monate, deren Folgen für Baugeldkonditionen und sie geben Tipps, worauf Immobilienkäufer und Eigenheimbesitzer im neuen Jahr achten sollten.
Als Fakt zum Rückblick gilt, dass das Jahr 2010 von der Schuldenkrise in Euroland, der anhaltenden Wirtschaftsschwäche der USA sowie einer starken Erholung in Asien und gerade auch im exportstarken Deutschland geprägt war. Dazu haben die Notenbanken die Leitzinsen historisch tief belassen, mit dem Aufkauf von Staatsanleihen aber auch die Furcht vor Inflation und Währungsverfall geschürt. Kein Wunder, dass diese Ausgangslage im auslaufenden Jahr 2010 zu steigenden Kapitalmarkt-Zinsen und schlechteren Baugeld-Konditionen führte. Die Trendwende gilt damit bereits als vollzogen. Und dennoch gehören die aktuellen Zinssätze mit unter 4,5 Prozent effektiv für lange Laufzeiten zu den niedrigsten der vergangenen 50 Jahre. Selbst bei einer Tilgung von 2 Prozent mit einer Monatsrate von 780 Euro können 150.000 Euro über 15 Jahre als Darlehen aufgenommen werden. Für 200.000 Euro-Kredit würden 1.040 Euro monatlich anfallen.
Steigt der Leitzins in II/2011?
Zinsexperten rechnen für 2011 mit tendenziell steigenden Zinsen, da die Notenbanken gefordert sind, die Liquiditätshilfen schrittweise aus dem Markt zu nehmen. Ein höherer Leitzins in der 2. Jahreshälfte könnte das unterstreichen. Für Deutschland dürfte sich der positive Trend fortsetzen, während die Defizitländer in Europa bei einer Leitzinserhöhung mit Wachstumsschwierigkeiten kämpfen werden und sich der Konflikt um die nationalen Schulden zuspitzen wird. Für Deutschland gilt, dass die Untenehmen stark wettbewerbsfähig sind, wachsen und bei hoher Beschäftigung die Grundlage für einen anziehenden Immobilienmarkt bilden. Kaufinteressenten sollten deshalb nicht zu lange warten und sich entscheiden, bevor die Preise und die Zinsen zu stark steigen.
Lange die Konditionen binden!
Die ersten Monate des neuen Jahres sollten Bauherren und Immobilienkäufer nutzen, um die Baugeldkonditionen für einen möglichst langen Zeitraum festzuschreiben. Das erlaubt bei niedrigen Zinsen eine höhere Tilgungsrate und damit einen schnelleren Schuldenabbau. Wer als Darlehensnehmer bereits in den eigenen vier Wänden wohnt, sollte im Frühjahr 2011 mit einem Berater klären, wie er bei einer Anschlussfinanzierung ein späteres Zinsanstiegsrisiko vermeiden kann. Auch wenn die Sollzins-Bindung bestehender Baukredite erst in 12 bis 60 Monaten abläuft, können Immobilienbesitzer schon heute von den niedrigen Zinsen profitieren. Dazu dienen je nach Vorlaufzeit Baukredite ohne Bereitstellungszinsen oder sog. Forward-Darlehen.
Posted by wob. on 01/05 at 04:44 PM
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Donnerstag, Dezember 30, 2010
Folgeprogramm für Mehr-Generationen-Häuser
Bürgerschaftliches Engagement verknüpfen - Folgeprogramm für 2011
Mit zwei, drei Kindern auf dem freien Markt eine Wohnung zu finden ist nicht nur in München aussichtslos. Die Makler machen eindeutig darauf aufmerksam, dass Vermieter - noch dazu, wenn sie mit im Haus wohnen - Kinder als “miet-störend” empfinden.
Ein Zustand, dem sich die Politik nicht verschließen kann, weshalb man auch in Zukunft auf die Erfahrung und Kompetenz aller für das Langzeit-Projekt Mehr-Generationen-Häuser setzt. Mit den neuen “alten” Themen “Alter und Pflege” sowie “Integration und Bildung”, soll auch das Profil der Mehr-Generationen-Häuser geschärft werden. Nach nunmehr fünf Jahren läuft zwar die erste Förderperiode für die ersten Häuser Ende 2011 aus, doch darf die Idee im weiteren Ergebnis nicht daran scheitern, dass die engagierte und erfolgreiche Arbeit der Ehrenamtlichen in den Mehrgenerationen-Häusern aufhört. Das Konzept hat sich nämlich bewährt und als zukunftsfähig erwiesen.
Schwerpunkte Pflege und Integration
Mit der öffentlichen Ausschreibung eines Förder-Folgeprogramms in 2011 soll auch für die Zukunft der Generationen übergreifende Ansatz bei der Arbeit mit solchen Häusern weiter geprägt werden. Dabei ist die Kooperation mit den Gemeinden zwingend erforderlich. Nur gemeinsam kann der entscheidender Indikator markiert werden, ob und wie die Mehrgenerationen-Häuser im kommunalen Angebot bei den Entscheidungen berücksichtigt werden. Die Kommunen sollen durch Beteiligung an der Finanzierung ihre bisherige Rolle ausbauen und stärken, wobei die inhaltlichen Schwerpunkte durch das Bundes-Familienministerium gesetzt werden sollen:
_Alter und Pflege
Für ältere Menschen, Pflegebedürftige und Demenzkranke und ihre Angehörigen sollen Unterstützungs- und Beratungsangebote eingerichtet werden; ein Angebot der “niederen Schwellen” bis hin zu pflegeergänzenden Hilfen soll bereit stehen und vermitteln;
Kooperationen mit Pflegeberatungsstellen und Pflegestützpunkten sind systematisch aufzubauen und auszubauen.
_Integration und Bildung
Fördernde Angebote zur Integration sind in möglichst vielen Häusern zu etablieren; Angebote in Betreuung und Unterstützung von Kindern und Jugendlichen sind aufzubauen und auszubauen.
_Haushaltsnahe Dienstleistungen
Mehrgenerationenhäuser als Drehscheiben der Dienstleistungen sind in den Gemeinden nachhaltig zu festigen; Hemmschwellen sind abzubauen und haushaltsnahe Dienstleistungen bei besserer Vereinbarkeit von Familie und Beruf bzw. Familie und Pflege sind zu bewerben.
_Freiwilliges Engagement
Mehrgenerationen-Häusern sind als Knotenpunkte des Bundesfreiwilligendienstes und des bürgerschaftlichen Engagements in den Kommunen einzurichten; Einrichtungen und Initiativen wie Freiwilligenagenturen, Seniorenbüros oder Jugend-Migrationsdiensten sind stärker zu vernetzen.
_Orte der Begegnung
Rund 500 Einrichtungen in der Republik geben Raum für gemeinsame Aktivitäten, bieten Angebote zur Kinderbetreuung und zur Betreuung älterer Menschen. Auf diese Weise wird ein neues nachbarschaftliches Miteinander geschaffen. Bundesweit sind es mehr als 16.000 Freiwillige, die die Arbeit in den Häusern unterstützen, mehr als 60 Prozent der Aktiven in den MGH sind freiwillig Engagierte.
Fazit
Mehrgenerationenhäuser sind eine ganz wichtige Anlaufstelle für Alt und Jung. Zuverlässig und für alle Altersgruppen mobilisieren und organisieren sie Zeit für Verantwortung außerhalb der Familie. Mit ihren vielen freiwillig Engagierten unterstützen die Häuser berufstätige Eltern genauso wie Menschen, die Angehörige pflegen. Gleichzeitig geben sie wichtige Impulse für gesellschaftliches Engagement. Dieses Engagement ist zu festigen und muss tragfähig für die Zukunft werden.
Informationen zum laufenden Aktionsprogramm unter www.mehrgenerationenhaeuser.de
Donnerstag, Dezember 23, 2010
Endlich mal erklärt: Investmentfonds
Die Zahl der Bundesbürger, die sich mit “übriger Kaufkraft” die Beteiligung an einem Investmentfonds (IF) leisten, dürfte deutlich kleiner sein als die Zahl derer mit Sparbuch, Plus-Sparen oder Bausparvertrag. Schließlich gilt der IF als “komplexe Geldanlage”, die man eher den Geübten, den Profis, überlassen sollte.
Das nun gilt dann wieder eher für die Fonds-Manager, weil sich ein Fonds grundsätzlich für Jedermann eignet - unabhängig von Anlagetyp, Lebenssituation und Zukunftsplänen. Denn die Regeln sind eigentlich ganz einfach: Auch wenn kein Investmentfonds dem anderen gleicht, folgen alle klaren Regeln.
Ein Investmentfonds kann dann zustande kommen, wenn sich von vielen Anlegern Geld für einen “großen Topf” sammeln lässt. Die Summe der zunächst unspezifischen Beteiligungen wird vom Fondsmanager verwaltet, der dann über die “Streuung der eigentlichen Anlage”, der “Investitionen in…” entscheidet. Wer als Sparer weder Zeit noch Lust, das Geschehen an den Märkten und Börsen unmittelbar und eben Tag für Tag zu verfolgen, der kann in Fonds seine Möglichkeit sehen, über Anteile am Fonds aus mehreren renditestarken Anlagen seinen Erfolg zu ziehen. Die Entscheidung wird ihm abgenommen und muss nicht wie beim individuellen Kauf von Wertpapieren über Charts und ad hoc-Mitteilungen der Unternehmen beobachtet werden.
Am Ziel orientiert!
Orientiert an Art und Zielrichtung kauft der Fonds Aktien, Anleihen, andere Wertpapiere oder mietsichere Immobilien. Dabei konzentrieren sich einige Fonds auf Branchen, Länder oder Regionen und investieren beispielsweise nur in Deutschland oder Europa, andere sind auf einzelne Rohstoffe oder Dienstleister spezialisiert. Weil nun ein Fonds das angelegt Kapital in verschiedene Werte “streut”, können die Rendite-Ergebnisse, also Gewinne und eventuelle Verluste, gegeneinander verrechnet werden, was das Risiko mindert.
Eine solche Risikostreuung ist gesetzlich vorgeschrieben, wie sie sich bei der persönlichen Direktanlage in Wertpapiere oder Immobilien kaum darstellen lässt. Mit seiner Anlagesumme erwirbt jeder Anleger Anteile am jeweiligen Fonds und erhält je nach Kaufpreis eine bestimmte Menge an Fondsanteilen. Kein Fondsanteil ist bevorzugt, was eben auch kleine Sparer beruhigen kann. Bei unterschiedlicher Gewichtung verschiedener Anlagen im jeweiligen Fonds unterscheiden sich Investmentfonds dann auch in Sicherheit bzw. Risiko und in den Renditeerwartungen. Wer also anlegt, sollten sich informieren, welcher Fonds am besten zu seinen persönlichen Sparzielen passt.
Infos über “Nur für alle.“
Im Oktober 2010 startete eine Kampagne auf Initiative der Fondsgesellschaften unter dem Dach des Fondsverbands BVI, womit die Scheu der Anleger gegenüber Fonds abgebaut werden soll. Gleichzeitig wird darauf verwiesen, dass Fonds eine Geldanlage sind, die sich für alle eignet - unabhängig von Anlagetyp, Kaufkraft, Personenstand und Zukunftsplan.
Weitere Anbieter- und produktneutrale Informationen über www.nur-fuer-alle.de.
Donnerstag, Dezember 09, 2010
Allianz kürzt die laufende Verzinsung
Wenn die Allianz ihre Zahlen zur laufenden Verzinsung präsentiert, hört die Branche ganz genau hin. Deutschlands größter Versicherer ist zwar kein Gradmesser für andere Unternehmen. Dafür haben die Entscheidungen gerade in Bezug auf den Überschuss bei Lebens- und Rentenpolice fast schon wegweisenden Charakter. Erfreut dürften die Kunden in diesem Jahr nicht sein: Es geht erneut bergab. Der Konzern kürzt die laufende Verzinsung um 0,2 Prozentpunkte von aktuell 4,3 auf 4,1 Prozent und setzt damit die Talfahrt aus dem vergangenen Jahr fort. Auch 2009 wurde die Verzinsung um 20 Basispunkte gesenkt.
Das wirkt sich direkt auf die Rendite aus, die 2011 mit Lebens- und Rentenversicherungen erzielt werden kann. Betrug sie bislang 4,95 Prozent, müssen sich Sparer künftig mit 4,7 Prozent zufriedengeben. Dieser Wert basiert auf sämtlichen Bestandteilen, die in die Rendite einfließen. Die laufende Verzinsung an sich setzt sich aus dem Garantiezins (2,25 Prozent) und dem Überschuss zusammen. Während der garantierte Zins für alle Lebensversicherer gleich ist und in der Vergangenheit mächtig an Substanz verloren hat – einst waren es 4,00 Prozent –, müssen die Unternehmen bei der Überschussbeteiligung zeigen, wie gut sie haushalten und mit den Kundengeldern arbeiten können.
Am Wollen und Können liegt es momentan jedoch nicht, dass viele Unternehmen die Verzinsung nach unten korrigieren müssen. Die Rahmenbedingungen sind seit der Finanz- und Wirtschaftskrise nicht mehr so, dass Rekorde gebrochen werden könnten. Vielmehr muss man sich schon über kleinere Brötchen freuen. Die Allianz erklärte diesbezüglich wie schon andere Assekuranzen zuvor: „Mit der Anpassung der laufenden Verzinsung der Verträge tragen wir dem historischen Zinstief Rechnung.“ Vergleicht man die Zinsen für Renten- und Kapitallebensversicherungen mit anderen Anlageformen, bewegen sie sich auf einem durchaus passablen Niveau, auch wenn es merklich nachgelassen hat. 1998 bot die Allianz noch 7,5 Prozent.
Donnerstag, Dezember 02, 2010
Vertriebskanal Internet liegt aus Sicht von Experten noch im Dornröschenschlaf
Mit der eigenen Homepage, ein paar bunten Bildern, Daten und Informationen ist es heute nicht mehr getan. Nach Einschätzung von Experten lässt die Versicherungsbranche viele Möglichkeiten, die das World Wide Web ihnen bietet, einfach brachliegen. Google-Manager Stefan Hentschel bringt die aktuelle Situation auf den Punkt: „Man hat zehn Jahre verpennt und die Zielgruppe entfleucht ihnen in die digitale Welt.“
Dass die Unternehmen Nachholbedarf in Sachen Internet haben, darauf wurde nicht erst jetzt während der Euroforum-Tagung hingewiesen. Vielmehr bohrte man weiter in einer alten Wunde. Denn schon seit Jahren zeigen Analysen und Studien, dass die Internetauftritte der Versicherungskonzerne den modernen Ansprüchen nicht oder nur bedingt standhalten können. Stefan Hentschel sieht einen Grund dafür in der mangelnden Internetaffinität der Vorstandsetagen. Die Macher unterschätzen offenbar das Potenzial und darüber hinaus die Bedeutung des WWW für den Informationsfluss, den Kontakt mit den Kunden und letztlich auch den Vertrieb.
Google zufolge suchen zehn Prozent der Verbraucher online nach Informationen zu Versicherungsthemen und schließen Verträge dann auch per Mausklick ab. Hinzu kommen 29 Prozent, die sich auf den Homepages der Konzerne schlaumachen und dann zum Vertreter gehen. Davon auszugehen, dass es sich hierbei nur um die junge Generation handelt, die mit Notebook und PC aufgewachsen ist, wäre falsch. 58 Prozent der Onlinenutzer gehören der Altersgruppe 30 bis 59 Jahre an. Dementsprechend mahnt Stefan Hentschel die Branche: „Es geht nicht um die kommende Generation, es geht um das Jetzt.“
Mit diesem Urteil steht er nicht alleine da. Auch die Managementberatung SMP kommt zu einem für die Versicherungen wenig löblichen Fazit. Gegenüber dem Handelsblatt erklärte Alfons Niebuer: „Die Banken haben es sehr viel schneller verstanden, sich grundlegend mit der Frage auseinanderzusetzen.“ Als größtes Sorgenkind sieht er den Vertrieb, wohingegen die Rolle des Internets als Informationskanal durchaus erkannt werde. Gehe es allerdings darum, Produkte an den Mann und die Frau zu bringen, müsse weit mehr getan werden. Die Experten spielen gedanklich bereits mit dem Vertrieb über mobile Kanäle, also den Abschluss einer Police via Smartphone. Als Beispiel nennen sie eine Skiunfallversicherung, die vom Lift aus vereinbart werden könne.
Posted by Andre on 12/02 at 10:06 AM
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Freitag, November 26, 2010
Gute Leistungen im Spiegel von Ratings
Ratings und Auszeichnungen zieren nicht nur die Flure und Büros von Versicherungsgesellschaften. Sie können für Kunden auch ein Anhaltspunkt sein, wie gut ein Unternehmen in einzelnen Bereichen arbeitet und wie es um die wirtschaftliche Situation einer Assekuranz bestellt ist. Es macht zumindest Sinn, die Bewertungen bei einem Versicherungsvergleich nicht ganz außen vor zu lassen. Denn: Sie erfolgen üblicherweise von unabhängiger Seite und werden in regelmäßigen Abständen bestätigt oder korrigiert. Dauerhaft gute Leistungen und das Bemühen, besser zu werden, machen sich für die Versicherer also durchaus bezahlt. Dazu zwei aktuelle Beispiele.
Die AachenMünchener hat vom Beratungs- und Analyseunternehmen Franke Bornberg jetzt zum dritten Mal in Folge die Spitzennote FFF (hervorragend) in der Sparte Berufsunfähigkeitsversicherung erhalten. Untersucht wurde nicht nur die Kundenorientierung in der Angebots- und der Antragsphase, für die es ein glattes „sehr gut“ gab, sondern auch das Angebot an bedarfsgerechter Absicherung. Das umfasst bei der AachenMünchener unter anderem spezielle Tarife für Berufseinsteiger, Auszubildende und Studierende. Im Fazit von Franke Bornberg heißt es: „Durch systematische Analysen von Bestands-, Neugeschäfts- und Leistungsinformationen kann die AachenMünchener Risiken frühzeitig erkennen und Maßnahmen entwickeln, um das Geschäft mit der Berufsunfähigkeitsversicherung stabil zu halten.“ Für Interessenten ein gutes Zeichen, ebenso wie das „sehr gut“ der Stiftung der Warentest aus dem Jahr 2009 und die fünf Sterne (ausgezeichnet) des Analysehauses Morgen & Morgen.
Weniger einzelne Sparten sondern vielmehr die Gesellschaften an sich standen beim jüngsten Unternehmensrating der Kölner Ratinggesellschaft Assekurata im Mittelpunkt. Die HUK-Coburg Gruppe ist gleich mit drei Versicherern vertreten. HUK-Coburg und die HUK-Coburg Allgemeine erzielten dabei bereits zum dreizehnten Mal in Folge ein exzellent A++, die HUK24 zum vierten Mal ein A++. Gelobt wurde vor allem die hervorragende Sicherheitsausstattung, die „gerade in Zeiten eines heftigen Preiswettbewerbs in der Autoversicherungsbranche sehr wichtig” sei. Auf der Habenseite finden sich darüber hinaus ein „ausgereiftes Risikomanagementsystem“, „die hohe Kompetenz im Bereich des Schadenmanagements“ und die Kundenorientierung. „Damit erfüllen die drei untersuchten Schaden- und Unfallversicherer nach Ansicht von Assekurata die Bedürfnisse der Versicherungsnehmer exzellent“, freut man sich in Coburg.
Posted by Andre on 11/26 at 10:48 AM
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Mittwoch, November 24, 2010
Der Garantiezins bei Lebensversicherungen steht derzeit auf tönernen Füßen
Die aktuelle Niedrigzinspolitik, ausgelöst durch die Finanzkrise, lässt nach und nach auch eines der beliebtesten Vorsorgeprodukte der Deutschen ins Wanken geraten: die Lebensversicherung. Einst erzielte Renditen von bis zu sieben Prozent wecken derzeit höchstens Erinnerungen an die gute alte Zeit. Doch die ist vorbei: Für die Unternehmen wird es immer schwerer, ihren Kunden überhaupt noch einen soliden Gewinn oberhalb des Garantiezinses zu erwirtschaften. Jetzt steht auch dieser Wert, aktuell 2,25 Prozent, auf der Kippe.
Das Problem der Branche ist schlichtweg, dass der Markt nicht mehr hergibt. Lebensversicherer bauen vor allem auf festverzinsliche Papiere. Sie machen knapp 90 Prozent des Anlagevolumens aus, bieten im Moment aber nur einen mageren Zins. Bundesanleihen über zehn Jahre kommen auf 2,50 Prozent. Bei sieben Jahren sind es gerade einmal zwei Prozent - und damit weniger als die Versicherungen ihren Kunden garantieren müssen. Die Ratingagentur Standard & Poor´s bringt das Dilemma auf den Punkt: „Die niedrigen Zinsen erodieren den finanziellen Spielraum der Lebensversicherer, weil der Abstand zwischen erwirtschafteter Rendite und den Garantien für die Versicherten immer kleiner wird.“
Gefragt ist jetzt vor allem Kreativität, um die Kapitallebensversicherung auch weiterhin einigermaßen attraktiv zu gestalten. Die Allianz geht bereits neue Wege. Anlagechef Andreas Gruber setzt laut „Welt online“ zum Beispiel auf unternehmerische Beteiligungen und investiert unter anderem in Solar- und Windparks. Je nachdem wie erfolgreich die Unternehmen arbeiten, können schon kleine Veränderungen viel bewirken. Eine Police, in die 30 Jahre lang 100 Euro monatlich eingezahlt werden, ergibt mit Garantiezins einen Wert von etwa 52.000 Euro, bei 4,00 Prozent sind es schon 70.000 Euro, einst – bei 8,00 Prozent – durften Sparer sogar auf 150.000 Euro hoffen.
Derzeit liegt die durchschnittliche Verzinsung noch bei 4,6 Prozent. Experten gehen aber davon aus, dass bald schon eine Drei vor dem Komma stehen könnte und den Kunden nicht mehr geboten wird, als die ohnehin garantieren 2,25 Prozent. Wie lange dieser Höchstrechnungszins noch Bestand hat, ist fraglich. Womöglich wird er von der Deutschen Aktuarvereinigung nach unten korrigiert. Denn der Orientierungspunkt – 60 Prozent des Zehnjahresdurchschnitts der Umlaufrendite – ist bald erreicht. Die Folgen zeichnen sich jetzt schon ab. Viele Verträge werden gekündigt, wobei der Zweitmarkt für Lebensversicherungen ebenfalls unter der Situation leidet, und im Neugeschäft sind vor allem Einmalbeiträge gefragt.
Posted by Andre on 11/24 at 02:09 PM
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Freitag, November 19, 2010
GDV kritisiert Niedrigzinspolitik
Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) blickt positiv in die Zukunft, warnt aber vor überzogenen Hoffnungen angesichts der jüngsten Zahlen. Die zeigen mit einem Beitragsplus von 4,7 Prozent respektive 180 Milliarden Euro einen klaren Aufwärtstrend. Der sei allerdings, so GDV-Präsident Rolf-Peter Hoenen, zu einem Großteil dem Geschäft mit Einmalbeiträgen geschuldet. „Dieses Gewicht kann in den kommenden Jahren wieder zurückgehen, mit dann natürlich umgekehrten Effekt für das Beitragswachstum“, betont die GDV-Spitze.
Noch befinden sich die Policen gegen Einmalbeitrag auf der Überholspur. Sie machen mit 27 Milliarden Euro aktuell ein Viertel der Einnahmen im Bereich Lebensversicherungen aus. Im Vergleich zum Vorjahr sind das 30 Prozent mehr. Das klingt nach einem deutlichen Sprung, ist allerdings schon ein Rückschritt. Denn 2009 betrug der Zuwachs knapp 60 Prozent. Über die weitere Entwicklung kann nur spekuliert werden. „Wir gehen davon aus, dass das Einmalbeitragsgeschäft auch im kommenden Jahr eine große Rolle spielen wird“, sagte Hoenen während der Jahrestagung der Branche.
Bezogen auf die einzelnen Sparten ergab sich überall ein leichtes Plus. Die Lebensversicherer steigerten ihre Einnahmen um 6,8 Prozent auf 91 Milliarden Euro. Im Bereich private Krankenversicherung steht ein Zuwachs von 6,0 Prozent auf 33,4 Milliarden Euro zu Buche und die Schaden- und Unfallversicherer legten um 0,7 Prozent auf 55,1 Milliarden Euro zu. Für die Branche besonders erfreulich: Erstmals zogen auch die Einnahmen der Kfz-Versicherer wieder an. Für Autofahrer heißt das, sie können zwar noch sparen, aber längst nicht mehr so viel wie in den Jahren zuvor.
Probleme bereitet der Branche die aktuelle Niedrigzinspolitik. „Seit 2008 sind die Zinsen durch die expansive Geldpolitik bis heute um zwei Prozentpunkte gesunken“, kritisierte Rolf-Peter Hoenen, „bei einer Neuanlage von jährlich 100 Milliarden Euro bedeutet das einen Zinsverlust von zwei Milliarden Euro pro Jahr.“ Der GDV-Präsident forderte daher eine Rückkehr in ein normales Zinsumfeld, wenngleich die Branche ihre Verpflichtungen nach wie vor erfüllen könne. Für die Zukunft kündigte Hoenen an, dass der Ombudsmann demnächst bis zu einem Beschwerdewert von 10.000 Euro tätig werde. Neu eingeführt würden auch eine einheitliche Kostenkennziffer für Altersvorsorgeprodukte und eine Checkliste für die bedarfsgerechte Kundenberatung.
Posted by Andre on 11/19 at 09:41 AM
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Mittwoch, November 17, 2010
Die Sofort-Rente gegen Einmalbeitrag
Das Einmalbeitragsgeschäft wird für die Versicherungsbranche zunehmend wichtiger. Bestes Beispiel dafür sind die aktuellen Ergebnisse der Generali Deutschland Gruppe. Die Neunmonats-Zahlen des Konzerns für die Sparte Leben weisen eine abgeschlossene Beitragssumme von insgesamt 7,95 Milliarden Euro auf. Die Verträge gegen Einmalbeitrag haben daran einen Anteil von 2,14 Milliarden Euro und ihr Volumen im Vergleich zum Vorjahr damit fast verdoppelt. Doch was hat es mit dem Einmalbeitrag und einer daraus resultierenden Sofort-Rente auf sich?
Normalerweise werden die Beiträge für Renten- und Lebensversicherungen monatlich, selten auch vierteljährlich oder jährlich gezahlt. Bei einer Police gegen Einmalbeitrag erfolgt dem Namen entsprechend eine Einmalzahlung über einen höheren Betrag. Häufig handelt es sich dabei um das Kapital aus einer abgelaufenen Lebensversicherung. Das Geld fließt dann sofort in eine lebenslange monatliche Rente, deren Höhe vom Einzahlungsbetrag, dem Alter und dem Geschlecht des Versicherten abhängig ist.
Interessant ist eine solche Sofort-Rente, wenn damit die Renten-Lücke weiter geschlossen werden kann und ein zusätzliches Einkommen erzielt werden soll. Darüber hinaus übernimmt die Versicherung die Aufgabe, das vorhandene Kapital anzulegen. Der Nachteil: Damit sich das Geschäft lohnt, müssen Versicherte entsprechend alt werden. Berechnungen der Stiftung Warentest zufolge ist bei Männern, die den Vertrag mit 65 Jahren abschließen, erst nach 20 Jahren ein Plus möglich Bei Frauen dauert es 22 Jahre. Frauen müssen aufgrund der höheren Lebenserwartung auch mit einer niedrigeren Rente rechnen.
Der aktuelle Vergleich der Stiftung Warentest zeigt, dass Männer – bei Vertragsabschluss mit 65 – für eine Einmalzahlung in Höhe von 60.000 Euro zwischen 230 und 248 Euro Rente bekommen, Frauen zwischen 215 und 232 Euro. Die Werte spiegeln die garantierte Anfangsrente wider. Die Rendite ergibt sich bei solchen Policen wie bei allen Lebens- und Rentenversicherungen aus den Überschüssen, die jedoch nicht garantiert werden.
Dienstag, November 16, 2010
Premiumrisiko der Württembergischen
Gesundheitsbewusste Kunden sind Lebensversicherern nach wie vor am liebsten. Das belegt auch der neue Tarif „Premiumrisiko“ der Württembergischen. Hierbei handelt es sich um eine Risikolebensversicherung mit Vergünstigungen, wenn der Antragsteller nicht raucht und/oder sich sein Gewicht gemäß dem sogenannten Body-Mass-Index im Normalbereich bewegt. Schwerer haben es hingegen Kunden, die einem gefährlichen Beruf oder Hobby nachgehen.
Da auch die Württembergische Lebensversicherung AG nicht einfach so Prozente verschenkt, müssen Nichtraucher sich auf eine medizinische Nachprüfung im dreijährigen Zeitabstand einstellen. Sollte man nach Vertragsschluss regelmäßig zum Glimmstängel gegriffen haben, ist es durchaus möglich, dass der Tarif umgestellt und der Rabatt gestrichen wird. Andersherum haben Raucher, die im Laufe der Zeit die Kippe an den Nagel hängen, keine Chance, nachträglich den Rabatt zu erhalten.
Unabhängig davon, ob eine oder beide Rabattstufen erklommen wurden, bietet die Risikolebensversicherung einige Besonderheiten. Versicherten, die schwer erkranken und eine Lebenserwartung von maximal zwölf Monaten haben – was sowohl vom eigenen als auch vom Arzt der Assekuranz bestätigt werden muss – zahlt die Württembergische die Versicherungssumme schon vor dem eigentlichen Todesfall aus. Darüber hinaus kann die Leistung zu besonderen Ereignissen wie Hochzeit, Geburt eines Kinder oder einer Scheidung jeweils um höchstens 25.000 Euro angepasst werden. Stirbt der Versicherte innerhalb eines halben Jahres nach der Geburt eines Kindes, zahlt das Unternehmen 10.000 Euro extra.
Wie sich die Rabatte für Nichtraucher und Normalgewichtige auswirken, zeigt die Versicherung anhand von Musterkunden. Sie sind 30 Jahre jung und arbeiten als Industriekaufmann bzw. –frau. Vereinbarten wurden eine Laufzeit von 25 Jahren und eine Todesfallsumme von 150.000 Euro. Wer nicht raucht und einen normalen BMI hat, zahlt als Mann monatlich brutto 42,68 Euro und als Frau 29,73 Euro. Wer nur einen großen Bogen um Zigaretten macht, ist mit 59,81 Euro bzw. 41,07 Euro dabei. Raucher bezahlen deutlich mehr: 103,66 Euro bzw. 69,73 Euro.
Posted by Andre on 11/16 at 05:47 PM
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Freitag, November 12, 2010
Versicherungskunden werden unterschätzt
Versicherungskunden im deutschsprachigen Raum sind in den vergangenen fünf Jahren deutlich selbstbewusster, selbstständiger und informierter geworden. Diese durchaus erfreuliche Entwicklung geht vor allem auf die neuen Medien und eine steigende Produkttransparenz zurück. Das Problem: Die Versicherungsbranche hat diesen Trend noch nicht richtig wahrgenommen und geht daher „nur unzureichend mit den Bedürfnissen ihrer Kunden um“. Dieses wenig schmeichelhafte Fazit ziehen die Managementberatung Accenture und das Institut für Versicherungswirtschaft der Universität St. Gallen. Sie haben für eine Studie 762 Führungskräfte der Branche und 1.519 Kunden in Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt.
Aus Sicht der Experten werden die Kunden schlichtweg unterschätzt. Obwohl sich die Vorzeichen gewandelt haben, wollen 19 Prozent der Manager aus der Sparte Lebensversicherung und 28 Prozent ihrer Kollegen aus dem Nicht-Leben-Segment keinen Veränderungsdruck spüren. Dabei haben sich die Ansprüche und die Bedürfnisse der Kunden laut Umfrage „radikal verändert“. Es wird nur zu wenig darauf reagiert. Die Branchenvertreter sind sich aber sehr wohl bewusst, dass die Preissensitivität (91 Prozent) in den nächsten fünf Jahren deutlich zunehmen wird. Darüber hinaus stellen sie sich darauf ein, dass mehr Transparenz und Flexibilität gewünscht werden und die Kunden einen besseren Informationsstand haben.
Für die Versicherungsunternehmen heißt das in erster Linie, sie müssen künftig mehr auf die Qualität der Serviceleistungen setzen. Denn, so Guido Scherer von Accenture: „Während viele Versicherer noch voll und ganz auf Markenstärke setzen, achten die Kunden bei ihrer Anbieterwahl vornehmlich auf den Preis und das Servicing.“ Das wird sich auch auf den Vertrieb auswirken. Erforderlich sein werden an die Kundenbedürfnisse angepasste Kommunikations- und Vertriebskanäle, wobei der Multi-Kanal-Ansatz aus Expertensicht zum Standard wird. Dabei genießt der persönliche Berater nach wie vor hohes Vertrauen – Deutschland 69 Prozent, Österreich 78 Prozent und Schweiz 80 Prozent –, mehr als die Versicherungen an sich. Den Unternehmen rät Scherer: „Sie müssen jetzt auf die deutlichen Forderungen der Kunden und auf die Rahmenbedingungen am Markt eingehen“.
Posted by Andre on 11/12 at 12:30 PM
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