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Wirtschaft

Mittwoch, November 10, 2010

Krisen-Management-Police der Gothaer

Viele Firmen agieren nicht mehr ausschließlich lokal, regional oder national, sondern dehnen ihre Aktivitäten global aus und schicken ihrer Mitarbeiter ins Ausland, um Niederlassungen aufzubauen und zu betreuen. Dass ein solcher Auslandseinsatz auch mit Gefahren verbunden sein kann, sollte allen Beteiligten bewusst sein. Insbesondere das Entführungsrisiko ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Laut Gothaer Versicherung wurden im Jahr 2000 weltweit rund 1.500 Entführungsfälle gemeldet. Acht Jahre später waren es schon fast 4.000 – wobei die Dunkelziffer deutlich höher liegen dürfte. Damit die Unternehmen in einem solchen Fall auf professionelle Hilfe zurückgreifen können, bietet die Gothaer Firmenkunden jetzt eine Krisen-Management-Police.

„Dahinter verbirgt sich ein ganzheitliches Sicherheitskonzept zur Vorbeugung gegen und Bewältigung von Entführungen, Freiheitsberaubung und Erpressung“, erklärt die Versicherung in einer Pressemitteilung. Die Gothaer wendet sich mit ihrem Produkt daher vor allem an Firmen, die in Krisenregionen arbeiten wie zum Beispiel dem Irak, in Mexiko, Russland, auf den Philippinen, in Kolumbien oder Brasilien. „Sie gelten für Ausländer als die gefährlichsten Länder mit einem hohen Risiko, entführt zu werden“, so der Leiter „Krisenmanagement“, Wolfgang Schäfer.

Das Konzept der Police setzt bereits vor der Abreise an und ist insgesamt dreistufig aufgebaut. Die erste Ebene sieht eine präventive Beratung der Mitarbeiter durch Experten der Versicherung vor. Sie informieren, worauf am Einsatzort zu achten ist, wie man Gefahren vermeiden kann und wie man sich richtig verhält, wenn man in eine Gefahrensituation kommen sollte. Wird trotz aller Sicherheitsmaßnahmen ein Mitarbeiter entführt, stellt die Versicherung ein professionelles Krisenmanagement zur Verfügung und steuert den gesamten Prozess. Der dritte Baustein der Versicherung kümmert sich um die finanziellen Folgen. Die Police deckt unter anderem die Kosten für Personenschutzmaßnahmen, die Lohnfortzahlung für das Opfer, Gebühren für Dolmetscher, Helikopter-Einsätze und eine psychologische Betreuung des Mitarbeiters.

Posted by Andre on 11/10 at 05:33 AM
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Dienstag, November 09, 2010

Liaison von Wüstenrot und ARBÖ bringt Mitgliedern einen doppelten Preisvorteil

Der Auto-, Motor- und Radfahrerbund Österreich (ARBÖ) und die Wüstenrot kooperieren. Die Liaison kommt ARBÖ-Mitgliedern gleich in zweierlei Hinsicht zugute. Sie sparen einerseits bei der Prämie oder erhalten einen Bonus, wenn sie sich für eine neue Versicherung entscheiden. Andererseits wird ihrem Mitgliedskonto mit jeder Police der Wüstenrot produktabhängig ein Betrag von bis zu 100 Euro gutgeschrieben, der für Serviceleistungen in Anspruch genommen werden kann.

Hintergrund der Kooperation ist das gestiegene Sicherheitsbedürfnis der Österreicher, von denen sich viele selbst in den eigenen vier Wänden nicht mehr ausreichend geschützt fühlen. Dass darüber hinaus täglich 2.200 Unfälle passieren – ob nun in der Freizeit oder beim Sport –, tut ein Übriges. Diese Verunsicherung spielt vor allem den Assekuranzen zu: Immerhin 700.000 Menschen in der Alpenrepublik planen, innerhalb der nächsten drei Jahre eine Lebensversicherung abzuschließen. Reichlich Potenzial also, das auch die Wüstenrot abschöpfen möchte.

„Mehr Sicherheit in allen Lebenslagen ist das Gebot der Stunde“, sagen ARBÖ und Wüstenrot, „mit unserem gemeinsamen Angebot sorgen wir dafür, dass Sicherheit für ARBÖ-Mitglieder auch in Zukunft leistbar bleibt.“ Dabei erstreckt sich die Kooperation längst nicht nur auf Lebensversicherungen, sondern auch auf eine Vielzahl anderer Policen, darunter die Kfz-Haftpflichtversicherung und der Kaskoschutz. Bei der Haftpflicht werden je nach Prämienstufe zehn oder 30 Prozent Rabatt auf den Beitrag eingeräumt. Hinzu kommen 100 Euro aufs Mitgliedskonto, mit denen unter anderem das berühmt berüchtigte „Pickerl“ gekauft oder ein Fahrsicherheitstraining gebucht werden kann.

Eine Lebensversicherung abzuschließen, so wie von vielen Österreichern geplant, lohnt sich noch mehr. Die Wüstenrot spendiert einen „Gesundenbonus“ von bis zu 1.000 Euro. Auch hier sind es zusätzlich bis zu 100 Euro Guthaben beim ARBÖ. Dieser doppelte Preisvorteil greift bei vielen Produkten und gilt für Neu- und Bestandsmitglieder des Autoclubs gleichermaßen. Berücksichtigt werden unter anderem Hausrat- und Wohngebäudeversicherungen, die Unfallvorsorge und selbst das Bausparen. „Wir machen mit unserem MobilitätsBonus für ARBÖ-Mitglieder unsere ohnehin schon guten Produkte noch attraktiver“, zeigt sich die Wüstenrot selbstbewusst.

Posted by Andre on 11/09 at 06:58 PM
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Donnerstag, November 04, 2010

BU-Schutz: Hauptsache jung und gesund

Dass eine Berufsunfähigkeitsversicherung wichtig ist, darüber wurde schon oft geschrieben. Auch darüber, dass viele Interessenten aus gesundheitlichen Gründen abgelehnt oder mit so hohen Beiträgen konfrontiert werden, dass sie sich den Schutz nicht leisten können. Für die Branche ergibt sich daraus ein gewisses Dilemma. Sie will verkaufen, aber nicht an jeden. Ob die Unternehmen nun aus der Not eine Tugend machen, wenn sie vor allem junge, gesunde Kunden mit günstigen und anpassbaren Tarifen umwerben, sei dahingestellt. Flächendeckend interessanter sind wohl eher Alternativ-Produkte.

Der Trend, gezielt Schüler, Studenten und Berufsanfänger anzusprechen, ist jedenfalls unverkennbar. Aus Expertensicht versuchen die Assekuranzen auf diese Weise, das eher schleppend verlaufende Geschäft mit den traditionellen Lebensversicherungen zu kompensieren. Das sieht dann so aus, dass in den ersten Jahren vergleichsweise wenig für die Berufsunfähigkeitsversicherung bezahlt werden muss und die Prämie erst nach und nach steigt. Teilweise wird der preiswertere Schutz auch nur für einen gewissen Zeitraum gewährt. Die Kunden haben dann die Möglichkeit, eine reguläre BU-Versicherung zu erhalten - idealer Weise ohne weitere Gesundheitsprüfung.

Die Einstufung erfolgt in dem Fall ausschließlich nach dem Beruf oder Berufsbild. Denn auch in dieser Hinsicht beweist die Versicherungsbranche, dass sie lernfähig ist. Aus einer Handvoll Schubladen, in die man die Kunden anfangs steckte, sind inzwischen hunderte von Kriterien, teilweise mit Rabattoptionen für reine Bürotätigkeiten, geworden. Das ändert allerdings nichts daran, dass je nach Vorerkrankung – auch bei jungen Menschen – gar kein Vertrag angeboten wird. Als Alternative blieb bisher meistens nur eine Unfallversicherung, wenngleich auch Erwerbsunfähigkeits- und Dread-Disesase-Versicherungen auf dem Markt sind.

Die Axa geht nun einen neuen Weg. Existenzschutzversicherung nennt sich das Produkt. Gezahlt wird bei Unfall mit Invaliditätsfolge, schweren Erkrankungen, Pflegebedürftigkeit und beim Verlust von Grundfähigkeiten wie zum Beispiel Sehen und Sprechen. Die Unterschiede zur reinen Berufsunfähigkeitsversicherung sind zwar gravierend, dafür deckt die Police ein sehr weites Spektrum ab. Zudem, so Axa-Sprecherin Sabine Friedrich: „Anders als bei der Berufsunfähigkeit können wir auch Menschen mit Vorerkrankung aufnehmen.“

Posted by Andre on 11/04 at 08:28 AM
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Freitag, Oktober 29, 2010

Diebstahlschäden erreichen Rekordniveau

In eine verwüstete Wohnung zu kommen, aus der sämtliche Wertgegenstände gestohlen wurden, ist und bleibt ein Albtraum. Im vergangenen Jahr erlebten ihn laut Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) etwa 370.000 Bundesbürger. Das sind zwar weniger Einbrüche als 2008 (390.000). Dafür stieg der Schaden je Fall von 1.103 auf 1.224 Euro. Daraus resultierten in der Sparte Hausratversicherung Ausgaben in Höhe von immerhin 460 Millionen Euro und damit knapp zehn Prozent mehr als im Vergleichszeitraum.

Die Summe setzt sich zusammen aus den reinen Diebstahlschäden, wenn zum Beispiel der neue Flachbildfernseher und das Notebook entwendet wurden, und den Schäden, die durch das gewaltsame Eindringen an Fenstern, Türen und Mobiliar entstanden. Dass die Hausratversicherung inzwischen mehr Geld je Einbruchdiebstahl aufbringen muss, liegt aus Sicht des GDV daran, dass die Häuser und Wohnungen immer wertvoller eingerichtet sind, insbesondere in puncto technische Geräte.

Anlass aufzuatmen geben die aktuellen Statistiken zwar nicht. Erfreulich ist jedoch, dass seltener eingebrochen wird. „Keine Frage, jeder Einbruch ist einer zu viel“, weiß auch GDV-Chef Jörg von Fürstenwerth. Verglichen mit den Zahlen zur Jahrtausendwende, als fast eine halbe Million Einbrüche zu Buche standen, ist man in der Verbrechensprävention aber schon einen großen Schritt vorangekommen. Dazu beigetragen haben unter anderem Aufklärungskampagnen der Versicherer und der Polizei, die gemeinsam auf www.nicht-bei-mir.de Tipps zum aktiven Einbruchschutz geben.

Die Befürchtung, dass aufgrund des höheren Schadenvolumens die Prämien für die Hausratversicherung steigen, ist derzeit noch unbegründet. „Die Entwicklung der letzten Jahre zeigt, dass unsere Kunden immer mehr Leistungen für teilweise sogar sinkende Prämien bekommen“, erklärt Jörg von Fürstenwerth. Dafür sorge alleine schon der Wettbewerb auf dem Versicherungsmarkt. Dass es dort noch Potenzial gibt, belegen die jüngsten Daten: Aktuell haben 77 Prozent der bundesdeutschen Haushalte einen entsprechenden Vertrag abgeschlossen. 23 Prozent sind noch ohne Fahrschein.

Posted by Andre on 10/29 at 08:42 AM
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Dienstag, Oktober 26, 2010

Aufgrund fehlender Zinseinnahmen könnten Policen künftig teurer werden

Niedriges Zinsniveau gleich höhere Beiträge für Versicherungskunden - auf diese schlichte und für Verbraucher unerfreuliche Formel bringen die Rückversicherer die mögliche Entwicklung am Versicherungsmarkt. Während eines Branchentreffens in Baden-Baden wagten sie den Blick nach vorne. Für die eigenen Geschäfte – den Schutz von Versicherungen gegen größere Risiken – sehen Konzerne wie Munich Re und Hannover Rück die Preise weitgehend stabil. Im Privatkundengeschäft hingegen müssten sich die Unternehmen aufgrund der mageren Zinsen auf die Suche nach neuen Einnahmequellen machen. Eine Option wäre, die Beiträge anzuheben.

Als Beispiel für ihre Prognose wählten die Rückversicherer einen der am heftigsten umkämpften Bereiche, die Autoversicherung. Ludger Arnoldussen, Vorstand von Munich Re, erklärte dazu: „Vor allem in der Kfz-Versicherung werden die Unternehmen spätestens in ein bis zwei Jahren nicht umhin kommen, die Prämien anzuheben.“ Die Branche gerate zunehmend unter Preisdruck, weil die Anlagen an den Kapitalmärkten nur noch geringe Zinseinnahmen brächten. Das Geschäft mit der Kfz-Versicherung sei weiterhin schwierig, sagt auch die Hannover Rück, geht aber davon aus, dass Marktbedingungen und Prämien stabil bleiben. Michael Pickel, Vorstand der Hannover Rück, ist zumindest für das kommende Jahr zuversichtlich: „Wir haben ein gutes Jahr 2011 vor uns.“

Ein weiteres Indiz dafür, dass Endkunden künftig vielleicht tiefer in die Tasche greifen müssen, ist aus Sicht der Konzerne der Preisanstieg im Bereich der Kfz-Rückversicherung um 20 Prozent im vergangenen Jahr. Indirekt könnten sich Winterstürme wie „Xynthia“ und generell die Wetterkapriolen auch auf die Konditionen für Endkunden niederschlagen. Denn über kurz oder lang würden die Assekuranzen sich zusätzlichen Schutz über eine Rückversicherung erkaufen. Entscheidend für die Preisentwicklung seien aber die Zinsen. Um für zukünftige Forderungen im Bereich Schaden- und Unfallversicherung gewappnet zu sein, würden die Beiträge angelegt. Angesichts eines Zinsniveaus von zwei bis drei Prozent seien aber nicht ausreichend Gewinne zu erzielen.

Posted by Andre on 10/26 at 02:09 PM
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Montag, Oktober 18, 2010

Makler blicken zuversichtlich nach vorn

Die Versicherungsmakler in der Bundesrepublik sind aktuell deutlich positiver gestimmt als noch vor einem Jahr. Sowohl das dritte Quartal 2010 als auch die Geschäftsentwicklung insgesamt zeigen aus Sicht der Makler einen klaren Aufwärtstrend – im Privatkunden- und im Firmenkundengeschäft. Immerhin 57 Prozent äußerten sich im Rahmen einer Umfrage von YouGovPsychonomics optimistisch, was das Wachstum in diesem Jahr betrifft.

Grund für das leichte Stimmungshoch der Branche ist die Entwicklung im vergangenen Quartal. Während knapp die Hälfte der 255 befragten Versicherungsmakler bessere Geschäfte machte als 2009, lief es lediglich für 15 Prozent schlechter und bei rund 35 Prozent gleich gut. Dabei erwies sich vor allem der Bereich der Sachversicherungen als äußerst zugkräftig. In dieser Sparte verzeichneten nur fünf Prozent der Makler leichte Rückgänge. Ebenfalls sehr gut aufgestellt ist der gesamte Bereich Krankenversicherung, in dem 43 Prozent der Vertreter zulegten.

Dass gerade die private Krankenversicherung, ob nun als Voll- oder als Zusatzversicherung, für viele Kunden immer interessanter wird, steht ganz im Zeichen der Gesundheitsreform. Der Leiter der Gesundheits-Marktforschung, Markus Schöne, erklärt die Hintergründe: „Die drohende Prämienerhöhung und erste Erfahrungen mit Zusatzbeiträgen verursachen bei freiwillig Versicherten einen neuen Nachfrageschub für eine private Absicherung“.

Gefragt waren darüber hinaus Unfallpolicen und Rechtsschutzversicherungen. Der gesamte Bereich der privaten Altersvorsorge verlief hingegen eher schleppend oder rückläufig. Einigermaßen zufrieden waren die Makler nur den Abschlusszahlen bei den Berufsunfähigkeits- und Risikolebensversicherungen. Renten- und kapitalbildende Lebensversicherungen, insbesondere in den fondsgebundenen Varianten, wurden deutlichen seltener an den Mann und die Frau gebracht. Insgesamt ergibt sich ein aber durchaus positiver Konjunkturindex. Im Privatkundengeschäfte stieg er um acht auf 22 Zähler, bei den Firmenkunden um zwölf auf 27 Punkte.

Posted by Andre on 10/18 at 09:23 AM
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Freitag, Oktober 15, 2010

Die Wohngebäudeversicherung wird teurer

Im Bereich Kfz-Versicherung herrscht schon seit Jahren ein teils ruinöser Preiskampf. Nicht viel besser sieht es mittlerweile in der Sparte Wohngebäudeversicherung aus. Jetzt treten die Unternehmen auf die Kostenbremse. Das heißt für Kunden, die häufiger einen Schaden gemeldet haben: Ihnen droht im schlimmsten Fall die Kündigung und damit der Verlust ihres Versicherungsschutzes.

Abgesehen davon, dass die Preisschraube häufig zu locker gedreht wurde, haben auch die extremen Wetterereignisse zu dieser Entwicklung beigetragen. Sie spiegelt sich in einer durchschnittlichen Schaden-Kosten-Quote von 112 Prozent wider. Für jeden Euro, den die Wohngebäudeversicherer an Prämien einnehmen, zahlen sie zwölf Cent drauf, um die Kosten decken zu können. Der Vorsitzende des Fachausschusses im Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), Robert Pohlhausen, nennt die möglichen Folgen: „Wir gehen davon aus, dass sich das Schadengeschehen niederschlagen wird und die Preise moderat steigen werden.”

Dass höhere Schadenszahlungen, bedingt durch die Wetterkapriolen, die Bilanzen verhagelt haben, ist unbestritten. Der Bund der Versicherten (BdV) spricht jedoch auch von hausgemachten Problemen und spielt damit auf den Wettbewerb bei der Wohngebäudeversicherung an. Konnten die Schäden lange Zeit über die Kapitalerträge ausgeglichen werden, seien die Reserven jetzt aufgebraucht, so Thorsten Rudnik vom BdV. Das hat Konsequenzen. Die SV-Versicherung, immerhin Marktführer, will laut Financial Times Deutschland ab dem 1. Januar 2011 bei 130.000 Policen rund 18 Prozent mehr verlangen. Teilweise wurde bereits 2009 der Beitrag angepasst. Inwieweit dieser Schritt Signalwirkung hat, muss sich zeigen.

Denn eines hat sich nicht geändert: Der Kampf um das größte Stück vom Kuchen hält unvermindert an. Gerade Kunden, die nie einen Schaden melden, seien nicht bereit, tiefer in die Tasche zu greifen, weiß der Bund der Versicherten. Daher trifft es in erster Linie diejenigen, die öfter ihre Wohngebäudeversicherung in Anspruch nehmen bzw. genommen haben, wenn die Bestände der Unternehmen saniert werden. Wer eine Kündigung erhält, sollte mit der Versicherung Rücksprache nehmen, rät der BdV. Denn in einem solchen Fall werde es relativ schwer, einen neuen Vertrag zu erhalten. Die Experten empfehlen darüber hinaus, genau auf die Konditionen zu achten, insbesondere bei Schäden aus Rohren mit abfließendem Wasser und in puncto Gutachterkosten.

Posted by Andre on 10/15 at 07:59 AM
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Dienstag, Oktober 05, 2010

AdmiralDirekt streicht die Segel

Der deutsche Kfz-Versicherungsmarkt ist hart und nicht jedes Unternehmen schafft es, dem Wettbewerb dauerhaft standzuhalten. Wie die Financial Times Deutschland (FTD) jetzt berichtet, gibt die AdmiralDirekt auf und sucht nach einem Käufer, der den Bestand von 31.300 Verträgen übernimmt. Hintergrund: Aus Expertensicht mangelt es der Firma an Schadensreserven. Ein Ende mit Schrecken wie bei der Ineas und LadyCarOnline wird es aber wohl nicht geben. Denn in anderen Ländern wie zum Beispiel Großbritannien läuft es deutlich besser. Insgesamt hat der Admiral-Konzern europaweit zwei Millionen Kunden.

Den Schritt auf das glatte deutsche Parkett wagte das Unternehmen im Jahr 2007. Geworben wurde, so das VersicherungsJournal, mit fairen Preisen und individuellen Tarifen. Daraus ist nichts geworden. Schon während der Wechselsaison im vergangenen Jahr hielt sich AdmiralDirekt vornehm zurück und beteiligte sich nicht an den Preiskämpfen. Gebracht hat es wenig. Die Schaden-Kosten-Quote erreicht einen Wert von 238 Prozent. Damit hat die Kfz-Versicherung für jeden Euro Beitrag 2,38 Euro an Ausgaben gehabt. Das ist deutlich zu viel, wobei der Anteil der reinen Schäden mit 109 Prozent durchaus im Rahmen lag.

Dass sich AdmiralDirekt jetzt aus Deutschland zurückziehen möchte und die Segel streicht, dürfte vor allem den weltgrößten Rückversicherer Munich Re treffen. Er hat die Admiral Group 1993 mit aus der Taufe gehoben und übernimmt laut FTD nach wie vor 65 Prozent aller Risiken. Ganz so leicht scheint es also nicht zu sein, den Fuß auch auf dem deutschen Markt in die Tür zu bekommen. Dafür ist der Kampf um Marktanteile zu hart geworden. Einer der ganz großen Strategen ist dabei die HUK-Coburg. Sie kommt auf etwa 8,5 Millionen Verträge im Bereich Kfz-Versicherung und steht kurz vor dem Sprung, Marktführer zu werden.

Die Konkurrenz hatte auch die Admiral Gruppe im Auge und erklärte 2009: „Die wirkliche Macht im Markt ist HUK-Coburg, ein übereffizienter Versicherungsverein.“ Aber besser effizient als zu teuer. Die Folgen zeigen sich jetzt. Dass es dem Konzern gelingt, einen Käufer zu finden, wird übrigens bezweifelt. AdmiralDirekt äußert sich selbst nur knapp und erklärte, so die FTD, sich nach verschiedenen Optionen umzusehen. Die Kunden des Direktversicherers können auch aktiv werden und sich nach einer neuen Kfz-Versicherung umsehen. Jetzt ist die Zeit dafür.

Posted by Andre on 10/05 at 08:32 AM
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Mittwoch, September 29, 2010

Vier Wände als Maßstab für Wohlfahrt im Wohlstand

Wer ‘Wohlfahrt’ im ‘Wohlstand’ unter zweierlei Aspekten betrachtet, der erkennt, dass das eine die gefühlsorientierte Bewertung dessen ist, was man ideell ereicht hat, was man für sich selbst oder kollektiv nutzen kann - wie die begrünte Naherholung - oder was man individuell oder familiär als Sicherheitsanspruch wertschätzt - wie nahe Wege ins Krankenhaus. Wohlstand hingegen markiert absolute Werte wie Einkommen, Lohnabzüge, reale Kaufkraft oder Energiepreise.

Reduziert man die Menschen in Deutschland auf ihren ‘Reichtum’, haben sie im abgelaufenen Jahrzehnt ihr Privatvermögen deutlich erhöhen können. Dazu zählen besonders die Eigentümer von Wohnraum, und zwar unabhängig vom laufenden Einkommen.
Tatsachen, die als Ergebnis einer Sonderauswertung der aktuellen Einkommens- und Verbrauchs-Stichprobe 2008 des Statistischen Bundesamtes gelten, durchgeführt vom Berliner Forschungsinstitut empirica im Auftrag der Landesbausparkassen (LBS).

Eigentümer führend

Danach haben Eigentümer-Haushalte zwischen 50 und 60 Jahren ein Nettoeinkommen zwischen 1.700 und 2.300 Euro pro Monat und damit ein doppelt so hohes Geldvermögen wie die Mieter gleichen Alters und derselben Einkommensklasse. Zählt man die Immobilie hinzu, ist das Gesamtvermögen knapp sechsmal so hoch.
Was als überraschend gelten muss, ist die Tatsache, dass Wohneigentümer wenige Jahre vor dem Ruhestandsalter auch nach Abzug der noch vorhandenen Restschulden aus den Baukrediten im Schnitt gleich viel Geldvermögen haben wie Mieter.
Ergebnis: die Immobilie ist bereits mit 55 Jahren in deren vollem Wert “zusätzliches” Vermögen, wenn sich die Eigentümer mit dem Vermögen von Mietern vergleichen.

Weniger Risiko beim Eigentümer

Für Experten ist auch klar, dass die Zusammensetzung des Geldvermögen von Eigentümern mit weniger Risiko einzuschätzen ist als bei Mietern. Halten Wohneigentümer auch statistisch zwar weniger Dividenden-Papiere (Aktien), dafür aber in höherem Wert Fest- und Termingelder und auch höhere Lebensversicherungsansprüche und Bausparguthaben als nach Alter und Einkommen vergleichbare Mieterhaushalte.
Die herausragende Bedeutung der eigenen vier Wände als private Altersvorsorge wird dann auch aus einer weiteren Analyse deutlich. Auch wenn die Möglichkeiten der Riester-Geldrente in vollem Maße ausgeschöpft wurden, ist deren Kapitalwert im Durchschnitt nur gut die Hälfte dessen, was in der mittleren Einkommensklasse den Kapitalwert des angewachsenen Immobilienvermögen ausmacht.

Eigentümer-Familien größer

Bleiben die sozio-demografischen Unterschiede von Mietern und Eigentümern unbeachtet, werden die Vermögensunterschiede noch deutlicher, weil die Familien der Wohneigentümer tendenziell größer und einkommensstärker sind.
In Zahlen bedeutet dies für 2008, dass das durchschnittliche Brutto-Gesamtvermögen aller Wohneigentümer in den neuen Bundesländern mit über 160.000 Euro beim 7-fachen lag wie das beim Durchschnittsmieter der Fall war. Für die alten Bundesländer war die Differenz noch deutlicher: mit 300.000 Euro war das Gesamtvermögen der Selbstnutzer rund 8-mal so hoch wie bei den vergleichbaren Mietern.

Posted by wob. on 09/29 at 09:30 AM
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Dienstag, September 21, 2010

Vorsorge für die Kaufkraft im Alter

Trends, Tendenzen und Ausblicken haften immer die Zweifel der Schätzung, der Zukunft und der Spekulation an. Doch gibt es auch für die wirtschaftliche und materielle Zukunftsforschung Rentenexperten, die nun mal ausrechnen, dass sich in Zukunft die gesetzliche Versorgung aus der Altersrente und über ihre Träger von derzeit 67 Prozent des letzten Einkommens stetig nach unten entwickeln und auf 46 Prozent der dann zuvor erreichten Einkommen im Jahr 2020 sinken wird.

Unselbständig Tätige, also alle Arbeitnehmer, die ab etwa 2035 in den Ruhestand gehen, haben sich heute schon vorzustellen, von 10 Euro des letzten Einkommens in der Rente nur noch vier Euro zur Verfügung zu haben, denn die gesetzliche Rentenkasse wird wegen der demographischen Entwicklung nun mal nicht voller werden.

Personen im Rentenalter, ob Single oder verheiratet, müssen in Zukunft nicht nur die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung in stärkerem Umfang selbst zahlen, sondern auch auf einen immer höheren Ertragsanteil an der monatlichen Rente Steuern abführen. Was den Pensionären, den ehemaligen Beamten schon längst als Faktum gilt.

Kaufkraft auch nach Beruf und Arbeit

Um nun die Kaufkraft und ein “auskömmliches” Leben auch im Altersruhestand zu sichern, muss möglichst schon in frühen Jahren des Berufslebens jeder seine Möglichkeiten ausloten, neben den Abzügen für die Rente auch noch privat vorzusorgen.
Als Varianten gelten dabei die beiden Wege, sofern finanziell möglich, die kombiniert werden sollten:
* einmal die Anlagemöglichkeiten für die private Vorsorge, egal ob mit hoher Flexibilität oder langfristig, mit oder ohne staatliche Förderung, und zum zweiten
* die betriebliche Vorsorge, die vom Arbeitgeber mit gestaltet und organisiert wird und in der Regel auch in hohem Maße mit finanziert wird.
Die betriebliche Rente trägt dazu bei, dass Mitarbeiter und/oder dessen Angehörige für den akuten Versorgungsfall, also bei erlangtem Ruhestandsalter, bei Erwerbsminderung oder im Todesfall, besser abgesichert sind.  Hierbei fördert der Staat zusätzlich.

Um die die optimale Vorsorge als Strategie zu wählen, sind viele Faktoren des Individuums abzuklopfen: Alter, Familienstand und Höhe des Einkommens.

Da Entscheidungen nicht allein über Prospekte getroffen werden sollten, ist der gelernte Versicherungskaufmann und -Makler der Experte, an den es sich in Sachen vertrauensvolle Beratung zu wenden gilt.

Posted by wob. on 09/21 at 07:00 AM
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Donnerstag, September 16, 2010

Allianz-Tochter stellt den Vertrieb staatlich geförderter Policen ein

Angesichts von 13 Millionen Riester-Verträgen sollte man davon ausgehen, dass in der Fonds- und Versicherungsbranche jeder ein Stückchen vom Kuchen abbekommt. Dem scheint aber nicht so zu sein. Allianz Globals Investors, immerhin Deutschlands größte Fondsgesellschaft, wirft das Handtuch und stellt den Vertrieb von Riester- und Rürup-Policen zum 1. November komplett ein. Für Kunden, die sich für das Cominvest-Riester-Förder-Depot oder die Allianz-Fonds Basisrente entschieden haben, ändert sich dadurch nichts. Ihre Verträge werden weitergeführt.

Begründet wird der Schritt als betriebswirtschaftliche Entscheidung. „Wir machen damit keine Gewinne“, heißt es vonseiten der Allianz Global Investors. Dabei war das Unternehmen direkt vom Start der Riester-Rente an mit von der Partie und bot bereits 2001 erste fondsgebundene Altersvorsorgelösungen mit staatlicher Förderung an. Der Vertrieb erfolgte unter anderem über die Dresdner- und die Commerzbank. Mit wenig Erfolg, wie die Zahlen belegen: Im Laufe der Jahre wurden nur 11.000 Riester-Renten abgeschlossen. Bei den Rürup- respektive Basisrenten ist das Ergebnis der Bemühungen mit 150 Verträgen noch magerer.

Betrachtet man die Zahlen der Allianz-Lebensversicherung mit 1,5 Millionen Riester-Policen, ist die Entscheidung, einen Schlussstrich zu ziehen, durchaus verständlich. Denn auch die Konkurrenz im Fondsgeschäft zeigt sich deutlich geschäftstüchtiger. Union Investment darf sich mit 1,8 Milliarden Verträgen als Marktführer bei der fondsgebundenen Riester-Rente bezeichnen. Allianz Global Investors hat es anscheinend nicht geschafft, das Potenzial der privaten Altersvorsorge voll auszuschöpfen. Als Grund nennen Experten unter anderem die Vergütungsmodelle für die Fondspolicen. Der Vertrieb von Riester-Rentenversicherungen sei wesentlich attraktiver gewesen. Zudem blieb die Werbetrommel der Allianz-Tochter sehr ruhig im Vergleich zum Versicherungsgeschäft.

Posted by Andre on 09/16 at 10:12 PM
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Montag, September 13, 2010

Police für Ölbohrungen auf offener See

Der Untergang der Bohrinsel „Deepwater Horizon“ im Golf von Mexiko und die daraus resultierende Umweltkatastrophe beschäftigen auch die Versicherungsbranche. Sind Bohrungen auf offener See bislang noch über die normale Haftpflichtversicherung der Unternehmen gedeckt, die Schäden bis etwa 1,5 Milliarden US-Dollar umfasst, sollen künftig eigens Policen für derlei Vorhaben abgeschlossen werden können bzw. müssen. Dass es dabei mit einem einstelligen Milliardenbetrag nicht getan ist, sollte der Ernstfall eintreten, hat sich jetzt auf traurige Weise gezeigt. BP muss alleine für den Schadensersatzfonds 20 Milliarden US-Dollar aufbringen, zusätzlich zu den rund acht Milliarden US-Dollar, die bereits in die Bekämpfung der Öl-Pest investiert wurden.

Der weltgrößte Rückversicherer Munich Re plant daher Versicherungslösungen, die sich in einem Rahmen von zehn bis 20 Milliarden US-Dollar bewegen und über mehrere Versicherer gedeckt sind. Vorgestellt wurde die Idee im Rahmen des Branchentreffens in Monte Carlo. Die Ölkonzerne und Bohrfirmen könnten sich mit einer solchen Police für jede einzelne Bohrung absichern. Dabei hofft die Assekuranz auf ein wenig Druck staatlicherseits, insbesondere von den USA. Munich-Re-Vorstand Thorsten Jeworrek erklärte dazu: „Wir erwarten von den Ölfirmen, dass sie sich entweder selbst zum Abschluss solcher Versicherungen verpflichten oder noch besser, dass der Staat es vorschreibt.“ Ins Gespräch gebracht wurden neuen Haftungsregeln bereits.

An Potenzial würde es einer Versicherung für die Folgeschäden von Ölbohrungen nicht mangeln. Der Bedarf am „schwarzen Gold“ ist groß. Das führt alleine im Golf von Mexiko jährlich zu 300 neuen Ölbohrungen, die - sofern die Haftpflichtversicherung vorgeschrieben würde- alle einzeln abgesichert werden müssten. Die Kosten für die Erschließung neuer Ölquellen stiegen dadurch nach Schätzung des Munich-Re-Vorstandes um rund zehn Prozent. Das ist herzlich wenig im Vergleich zu den existenzbedrohenden Schadenzahlungen. Die Versicherungen selbst müssten sich für Verträge in diesen Dimensionen nach Kooperationspartner umsehen, um die Risiken decken zu können. Die Munich Re würde nach eigenen Aussagen für zwei Milliarden Euro je Bohrung aufkommen. Den Restbetrag müssten andere Erst- und Rückversicherer decken.

Posted by Andre on 09/13 at 09:04 AM
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KfW fördert nur noch Effizienz-Sanierung

” Meine Bank und ich, wir haben Geld…” lautet die kecke Feststellung desjenigen, der auf seinem Kontoauszug immer mal wieder den Hinweis auf seinen Dispositionskredit liest. Wer aber bestehendes Immobilieneigentum in Form eines Altbaus sanieren will, der muss zur Kenntnis nehmen, dass es zinsgünstige Modernisierungskredite von der KfW für einzelne Sanierungsmaßnahmen im Altbau nicht mehr gibt. Die Förderung wurde nämlich zum 1. September 2010 gestoppt.

Vom Förderstopp betroffen ist das Programm, bei dem es darum ging, Einzelmaßnahmen energieeffizient zu sanieren. Das nun gilt eben für Altbau-Eigentümer, die die Fassade ihrer Alt-Immobilie dämmen lassen wollten.

Wenn nun die Fördermittel für einzelne Sanierungs-Maßnahmen aufgebraucht sind, geht jedoch die Förderung für das Gesamtpaket „Energieeffizient Sanieren“ weiter. Weiterhin können Fördermittel für Altbauten fließen, wenn dieser grundlegend energetisch saniert werden soll, und zwar so, dass Arbeiten nach Abschluss dem Standard eines KfW-Effizienzhauses entsprechen.
Pro Wohneinheit gibt es derzeit bis zu 75.000 Euro als zinsvergünstigtes Darlehen zu 2,32 Prozent effektiv pro Jahr. Der Eigentümer als Modernisierer kann zusätzlich einen Tilgungszuschuss in Höhe von bis zu 12,5 Prozent der Darlehenssumme erhalten. Die Laufzeit des Darlehens beträgt bis zu 30 Jahre.

Posted by wob. on 09/13 at 05:00 AM
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Montag, September 06, 2010

Zahlungsausfallversicherung für Handynutzer

Wer ein modernes Mobiltelefon sein Eigen nennen möchte, muss für den passenden Tarif oft tief in die Tasche greifen. Zusätzlich zu Telefonaten und SMS laufen Kosten für den Datenverkehr auf, der bei Smartphones & Co. unvermeidbar ist. Die Handys sind fast ständig online, für Updates, Upgrades und um E-Mails passgenau ins mobile Postfach zu legen. Das schreckt viele Kunden ab. Insbesondere die Angst, die Handyrechnung auf Dauer nicht mehr begleichen zu können, vertieft auch bei den Händlern die Sorgenfalten. Sie haben jetzt darauf reagiert, mit einer Versicherung.

Dazu haben sich der noch relativ junge Bundesverband der Telekommunikationsfachhändler (BVDTF) und die Funk-Gruppe zusammengetan. Das erste gemeinsame Projekt nennt sich „bill protect“ und soll Verbrauchern die nötige Sicherheit geben, dauerhaft Freude am Handy und seinen Funktionen zu haben. Entscheidet sich der Kunde beim Kauf des Gerätes und Abschluss des Vertrages für „bill protect“, übernimmt die Zahlungsausfallversicherung die monatlichen Rechnungen, sollten finanzielle Schwierigkeiten auftreten.

Mit dieser neuartigen Handyversicherung schlagen die dem Verband angehörenden Händler gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Einerseits müssen die Geschäfte nicht mehr fürchten, dass ihnen Einnahmen entgehen oder Zahlungsausfälle ein Loch reißen. Andererseits binden sie die Kunden enger an sich, weil Kündigungen aufgrund von monetären Engpässen unwahrscheinlicher werden. Kurzum: „bill protect“ sorgt für planbare und sichere Einnahmen sowie eine klare Abgrenzung zu den Mitbewerbern. Dass auch die Netzbetreiber profitieren, versteht sich bei diesem Konstrukt von selbst.

Abgeschlossen werden kann die Versicherung direkt bei einem BVDTF-Fachhändler – wenn sich der Kunde für einen Laufzeitvertrag entscheidet. Die Prämie für die Police ist dann sofort fällig und wird vom Händler kassiert. Wenig Bürokratie, ein sicherer Schutz bei Zahlungsunfähigkeit und das Gefühl, den Lebensstandard halten zu können, auch wenn es in dem Fall nur um das Mobiltelefon geht, sollen die Hemmschwelle vor Datentarifen abbauen. Auf den Markt kommt die Versicherung am 15. September dieses Jahres.

Posted by Andre on 09/06 at 10:59 AM
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Freitag, September 03, 2010

Weltreise oder Investment – wenn das Geld aus der Lebensversicherung fällig wird

Wenn nach Jahren des Sparens die Lebensversicherung fällig ist und ausgezahlt wird – was nicht mehr ganz so oft vorkommt, weil viele Policen vorzeitig gekündigt oder verkauft werden –, stellt sich natürlich die Frage: Was mache ich mit dem Geld? Diesem Thema widmete sich jüngst die Zeitschrift „Das Investment“ und befragte die Leser. 117 von ihnen gaben Auskunft darüber, wie ihre Kunden das Kapital aus der Lebensversicherung anlegen.

Wen wundert´s: Die meisten erfüllen sich einen lang gehegten Traum. 45,5 Prozent gehen auf Weltreise, kaufen eine Immobilie oder renovieren das vorhandene Eigenheim. Soll das Geld aus der Police auch künftig eine Rendite bringen, landet es bei der Bank oder einer Fondsgesellschaft. Diesen Weg gehen immerhin 41,2 Prozent der Kunden – sehr zum Unmut der Versicherungsgesellschaften. Denn bei ihnen investieren laut Umfrage nur 10,1 Prozent der ehemaligen Sparer das ausgezahlte Kapital. Noch schlimmer wird es für die Assekuranzen, wenn das Geld zur Konkurrenz fließt, was mit 3,4 Prozent nur in Ausnahmefällen geschieht.

Die Zahlen machen deutlich, wie wichtig es für die Unternehmen ist, sich noch mehr Gedanken zum Thema Wiederanlage zu machen. Es geht schließlich um Milliardenbeträge. Das Ziel muss daher lauten, die Ablaufsumme so lange wie möglich in den eigenen Reihen zu halten. Selbst Angebote mit einer vergleichsweise hohen Rendite werden dabei zwar nicht mit einer Traumreise konkurrieren können. Doch selbst wenn nicht die ganze Summe, sondern nur ein Teil erneut angelegt wird, ist man schon einen Schritt weiter. Viele Lebensversicherer haben für diese Zwecke das Tagesgeld entdeckt. In der Regel zwar mit einer Mindesteinlage, dafür verschreckt man niemanden mit langen Laufzeiten und erneuten Verpflichtungen.

Posted by Andre on 09/03 at 09:32 AM
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