Chancenreich: Riester-Rente auf Fondsbasis
Das Vertrauen in Wertpapiere hat während der Finanzkrise deutlich nachgelassen. Mittlerweile wendet sich das Blatt wieder und wird vermehrt in Fonds & Co. investiert. Bei der Riester-Rente ist dieser Trend noch nicht angekommen. Sie zählt inzwischen zwar über 14 Millionen Nutzer. Die Mehrheit setzt aber nach wie vor auf Policen im klassischen Versicherungsmantel. Dabei bieten auch fondsgebundene Varianten ein gewisses Maß an Sicherheit und darüber hinaus wesentlich bessere Renditechancen.
Besonders wichtig dürfte in diesem Zusammenhang der Begriff Sicherheit sein. Denn wer heute Geld für die Zukunft investiert, möchte am Ende nicht vor einem Scherbenhaufen stehen, weil die Märkte sich in einem Abwärtstrend befinden. Das könnte bei einem reinen Fondssparplan passieren, wenn man nicht rechtzeitig die Notbremse zieht. Riester-Kunden, die sich für eine Fondspolice entschieden haben, genießen hingegen eine vom Gesetzgeber vorgeschriebene Beitragsgarantie. Die selbst eingezahlten Beiträge und die staatlichen Zulagen müssen zu Beginn der Rente garantiert sein. Im schlimmsten Fall steht dann lediglich die Rendite bei null Prozent.
Gerade für Kunden, die schon früh in eine Riester-Rente auf Fondsbasis investieren und damit entsprechend lange einzahlen, sind die Chancen auf eine überdurchschnittliche Rendite in der Regel aber sehr gut. Das spiegelt sich später dann auch in einer höheren Rente wider. Welche Fonds für diese Form der Altersvorsorge genutzt werden, kann der Sparer bei den meisten Gesellschaften selbst entscheiden und im Laufe der Zeit umschichten, ohne Angst vor den Folgen der Abgeltungssteuer haben zu müssen.
Interessant ist die Fonds-Riester-Rente laut biallo.de auch für Freiberufler und Selbständige – selbst wenn sie keinen Zulagenantrag stellen dürfen. Sie profitieren von den Sicherheitsmechanismen und den steuerlichen Vorteilen. Läuft der Vertrag mindestens zwölf Jahre und gelangt nicht vor dem 60. Lebensjahr zur Auszahlung, muss später nur die Hälfte des Gewinns versteuert werden und bleibt die Einzahlungsphase abgeltungssteuerfrei. Allerdings: Die Kosten dieser Policen sollten ganz genau unter die Lupe genommen und verglichen werden.
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