Checkliste für die richtige Altersvorsorge
Die Entscheidung für eine bestimmte Form der Altersvorsorge fällt sicherlich nicht ad hoc. Zumindest sollte sie nicht übers Knie gebrochen werden. Schließlich geht es um eine langfristige Anlage, die den Lebensabend in finanzieller Hinsicht „versüßen“ soll. Das Problem, das sich Verbrauchern dabei stellt, ist die Vielzahl an Optionen und Vertragsvarianten, unter denen sie wählen können. Es gibt die Riester-Rente, die Basis- oder auch Rürup-Rente, private Rentenversicherungen, jeweils klassisch oder als fondsgebundene Variante, gegen Einmalzahlung oder mit monatlichen Beiträgen, die teils über 30 Jahre gezahlt werden müssen. Die Unterschrift auf einem Vertrag, der nicht 100 Prozent zur Person und deren Hintergrund passt, erweist sich dann auf Dauer als teurer Fehler.
Um das zu vermeiden und Verbrauchern die nötige Sicherheit im Gespräch mit dem Berater von der Versicherung oder der Bank zu geben, haben das Projekt „Altersvorsorge macht Schule“ und der Verbraucherzentralen Bundesverband eine Checkliste erarbeitet. Das kleine Heft, das kostenlos als PDF (http://www.altersvorsorge-macht-schule.de/fileadmin/user_upload/downloads/Sonstige_Dokumente/AmS_Checkheft.pdf) aus dem Internet heruntergeladen werden kann, soll den Weg zum passgenauen Vertragsabschluss weisen. „Mehr als jede andere Geldanlage muss das Sparen für den Ruhestand genau auf die eigene Person zugeschnitten sein. Denn das Zusatzpolster muss am Ende stimmen – einen zweiten Anlauf gibt es nicht“, heißt es dazu in der Broschüre.
Die Empfehlung an den Kunden lautet daher, hohe Ansprüche zu stellen – an die Beratungsqualität und natürlich das Produkt an sich. Wichtig sei dabei vor allem die persönliche Situation. Das heißt, es kommt in erster Linie auf den Familienstand, die berufliche Situation, die Einnahmen und Ausgaben, vorhandene Schulden und damit unter dem Strich auf den möglichen Sparbetrag an. Ebenso wichtig seien bereits vorhandene Verträge für die persönliche Vorsorge, das eigene Risikoprofil und die Ziele, die verfolgt werden, beispielsweise das eigene Haus.
Für das Gespräch mit dem Vermittler gibt das Heft dem Kunden eine Reihe von Fragen an die Hand, informiert über die Bedeutung des Beratungsprotokolls und hält allgemeine Tipps parat, damit eine vernünftige Entscheidung getroffen werden kann. Dazu gehört auch: „Holen Sie Vergleichsangebote ein! So schützen Sie sich auch vor möglicher Fehlberatung. Setzen Sie auf absolut unabhängige Auskunft und Beratung.“
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