Am Wissen um die Gefahr, die Arbeitskraft durch Invalidität verlieren zu können, mangelt es nicht. Doch entweder wird diese düstere Zukunftsvision schlichtweg verdrängt oder die Kosten als Grund genannt, weshalb man nichts im Sinne einer soliden Absicherung unternimmt. Beide Strategien enden im Ernstfall in einem finanziellen Desaster. Sich rechtzeitig – also schon als Berufseinsteiger – mit dem Thema zu befassen und ausführlich über die Versicherungsoptionen beraten zu lassen, spart dauerhaft Geld. Denn je älter man wird, desto höher fallen die Prämien für entsprechende Policen aus oder man wird von vorneherein abgelehnt.
Doch welche Möglichkeiten gibt es überhaupt, sich gegen Invalidität abzusichern? Eine private Unfallversicherung wird als wenig geeignet eingestuft. Denn Berufsunfähigkeit ergibt sich eher selten aus einem Unfall. Das ist lediglich bei zehn Prozent aller Schadensmeldungen der Fall. In der Regel sind es eher Krankheiten, die dafür sorgen, dass das Berufsleben vorzeitig endet. Immer häufiger lösen Depressionen die Probleme aus. Bei einer Unfallversicherung finden diese Erkrankungen keine Berücksichtigung, sprich: Es gibt kein Geld.
Die Kombination aus Basisrente mit Zusatzrente bei Berufsunfähigkeit findet bei Experten auch nicht die größte Zustimmung. Das liegt einerseits an den relativ hohen Prämien für das Doppel aus Altersvorsorge und Absicherung, andererseits an den Steuern, die auf die Invalidenbezüge der Basisrente gezahlt werden müssen. Zudem liegt das Geld fest und kann nicht anderweitig verwendet werden. In einem Beispiel mit einem 30jährigen Berufstätigen, der 2.200 Euro netto verdient, würden mit 350 Euro monatlich rund 15 Prozent des Einkommens in die Versicherung fließen. Das überfordert vor allem jüngere Arbeitnehmer, die Investitionen wie ein Haus oder ein neues Auto planen.
Am besten ist es – und das verkündet der Bund der Versicherten schon seit Jahren – bei Geldanlage und Versicherung zweigleisig zu fahren. Die Kosten für eine Versicherung gegen Berufsunfähigkeit, ob durch Unfall oder Krankheite, sind überschaubar. Und an Möglichkeiten, Geld gut verzinst zu sparen, mangelt es nun wirklich nicht. Tagesgeld, Festgeld oder Sparpläne sind nur einige Möglichkeiten. Passt es dann noch ins Budget, gehört eine private Rentenversicherung ebenfalls so früh wie möglich in das eigene Versicherungsportfolio.
Posted by Andre at 01:12 PM. Filed under: Altersvorsorge • Berufsunfähigkeit • Unfallversicherung •
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