Dies ist die Fortsetzung des gestrigen Blog-Posts, in welchem das Thema Bausparen von seinen positiven und negativen Seiten beleuchtet wird. Während gestern ausschließlich die Vorteile des Bausparens vorgestellt wurden, folgt heute eine Übersicht der Nachteile.
Einer der größten Nachteile, der von zahlreichen Menschen am Bausparen bemängelt wird, ist das Vorhandensein der Ansparphase. Die Ansparphase ist jedoch erforderlich, damit das Prinzip des Bausparens funktionieren kann. Dementsprechend gilt es diesen Zeitraum in Kauf zu nehmen. Außerdem bringt die Ansparphase den Vorteil mit sich, Eigenkapital zu bilden. Und sollte man es mit der Finanzierung eilig haben, kann auch ein Tarif vereinbart werden, der sich durch eine besonders kurze Ansparphase bzw. eine schnelle Zuteilung des Darlehens auszeichnet.
Beim nächsten Punkt handelt es sich um die Abschlussgebühren. Leider ist es wahr: Beim Abschluss eines Bausparvertrags wird zunächst die Zahlung einer Abschlussgebühr fällig. Diese wird automatisch von den ersten Sparraten abgezogen. In der Regel beläuft sie sich auf ein Prozent der Bausparsumme. Um diese Kosten möglichst gering zu halten, gilt es die Augen bei der Tarifwahl offen zu halten und mehrere Angebote zu vergleichen – teilweise locken die Bausparkassen auch mit Nachlässen bei der Gebühr.
Des Weiteren gilt es beim Abschluss von Bausparverträgen auf die Höhe der Tilgung zu achten, die die Bausparkassen für ihre späteren Darlehen fordern. Gerade bei den Niedrigzinsen-Tarifen, die eine Aufnahme äußerst günstiger Bauspardarlehen ermöglichen, ist häufig mit einer immens hohen Tilgung zu rechnen. Diese darf beim Abschluss nicht unterschätzt werden, ansonsten könnte es zu einem späteren Zeitpunkt passieren, dass man finanziell stark eingeschränkt ist, weil man Schwierigkeiten damit hat, die Darlehensrate aufzubringen.
Ein weiterer Nachteil kann die Verzinsung des eingezahlten Kapitals sein. In welcher Höhe das Kapital verzinst wird, hängt stark vom gewählten Tarif ab. Gerade bei langen Sparzeiträumen ist es ärgerlich, nur eine niedrige Verzinsung zu erhalten. Allerdings gibt es auch hier wieder Ausnahmen: Einige Bausparkassen bieten Tarife an, die sich vor allem an Unentschlossene richten und deshalb eine vergleichsweise hohe Verzinsung bieten.
Abschließend bleibt zu sagen, dass man das Bausparen aufgrund dieser Nachteile nicht mehr in Betracht ziehen sollte. Genau betrachtet überwiegen die Vorteile sogar sehr deutlich. Dementsprechend geht es primär darum, die Nachteile abzuwägen bzw. einfach nur den passenden Bauspartarif auszuwählen. Denn allein mit der Auswahl des richtigen Tarifs lassen sich einige der Nachteile wettmachen – und gleichzeitig legt man den Grundstein für eine solide und vor allem günstige Immobilienfinanzierung.
Posted by Jochen at 04:02 PM. Filed under: Finanzen •
(0) Comments • (0) Trackbacks • Permalink