Gesetzlich Krankenversicherte können sich nur besonders gut absichern, indem sie eine private Krankenzusatzversicherung abschließen. Über dieses Produkt ist die Chefarztbehandlung, das Einzelzimmer oder die bessere Zahnversorgung wählbar. Die Preis- und Serviceunterschiede sind jedoch enorm.
Vom Deutschen Institut für Service-Qualität wurden jetzt 20 private Krankenversicherer hinsichtlich ihrer Produkte und der Servicequalität unter die Lupe genommen. In die Analyse flossen 640 verdeckte Test- Anfragen und über 4.000 Tarifdaten ein. Die Krankenversicherer wurden bezüglich ihrer Servicequalität am Telefon, per E-Mail und im Internet auf die Probe gestellt
Nur drei von den Getesteten konnte in der Servicequalität das Urteil gut erhalten. Den besten Service bot die AXA gefolgt von der HanseMerkur und der DKV. Der HUK- Coburg überzeugte bei den Tarifen:
- Stationärer Zusatz mit Einbettzimmer
- Krankentagegeld
- Krankenhaustagegeld
Bei den Tarifen Stationärer Zusatz mit Zweibettzimmer führt die KarstadtQuelle Versicherung. Beim Pflegetagegeld konnte sich die Viktoria an die Spitze setzen.
Das Interessante an der Untersuchung ist, dass es tatsächlich zahlreiche Defizite beim Service gab. Nur 30 Prozent der Versicherer wurde eine gute Kompetenz bei der telefonischen Beratung attestiert. Jede vierte Anfrage per E-Mail wurde überhaupt nicht beantwortet. Wurde dann doch geantwortet, geschah dass in einem Zeitraum von 31 Stunden.
Tatsache ist, dass kein Versicherer mit Service und Preis überzeugen kann. Der Verbraucher muss eine Entscheidung treffen. Guter Preis oder guter Service. Sicherlich keine akzeptable Aussage für den Kunden. Jedoch ist bei den Tarifsiegern eine Preisersparnis von bis zu 60 Prozent gegenüber dem teuersten möglich. Diese Gegebenheit wird dem Verbraucher bei der Entscheidung ein hilfreiches Kriterium sein.
Posted by Sabine at 04:09 PM. Filed under: Krankenversicherung •
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