Das ewige Thema Jetlag und was man wirklich dagegen tun kann
Wer von einer Zeitzone in eine andere fliegt oder gar mehrere Zeitzonen durchqueren muss, der leidet in den meisten Fällen unter Jetlag. So manchem Urlauber hat dies schon seine ersten Urlaubstage im fernen Land und seine Heimkehr sehr vermiest. Doch es gibt einige Tipps, wie man den Jetlag zumindest mindern kann. So gibt es zwei verschiedene Arten, bereits im Vorfeld etwas gegen den Jetlag zu tun. Dabei kommt es darauf an, in welches Land man fliegt oder aus welchem Land man zurückkommt.
Beim Flug nach Amerika oder beim Rückflug aus Australien oder Asien gilt:
• Vor der Reise sollte drei Tage vorher damit begonnen werden, die Zeit zum Einschlafen und die Zeit zum Aufstehen jeweils um eine Stunde nach hinten zu verschieben. Dies bereit langsam auf die Zeitumstellung vor.
• Während des Fluges sollte versucht werden, wach zu bleiben, da sich der Biorhythmus sonst noch mehr irritiert „fühlt“. Gut ist auch, während des Fluges Fleisch zu essen, also eiweißreiche Nahrung. Und immer wieder aufstehen während des langen Fluges, um den Kreislauf zu stärken, sollte auch nicht vergessen werden.
• Am Ankunfts- und Aufenthaltsort der Reise sollte dann darauf geachtet werden, dass am ersten Tag bis 19 Uhr abends der Aufenthalt im Freien stattfindet. Danach sollte dann entweder eine starke Sonnenbrille aufgesetzt werden (bitte vom Augenoptiker, keine Billigbrille aus dem Laden um die Ecke!) oder noch besser, ins Bett gegangen werden.
• Sollte dennoch plötzlich während des Tages eine Phase der Müdigkeit kommen, sollte nicht schlafen gegangen werden. Der Tag sollte möglichst durchgehalten werden, bis eben am frühen Abend schlafen gegangen werden kann. Sollte das Durchhalten schwer werden, helfen Bewegung und der Aufenthalt in der Sonne. Wenn dann in der ersten Nacht schlafen gegangen wird, ist es auch sinnvoll, sich seine Schlafenszeit auch wirklich bis zum nächsten Morgen zu nehmen.
Beim Flug nach Asien oder Australien beim Rückflug aus den USA gilt:
• Vor der Reise sollte drei Tage vorher damit begonnen werden, die Zeit zum Einschlafen und die Zeit zum Aufstehen jeweils um eine Stunde nach vorne zu verschieben. Dies bereit langsam auf die Zeitumstellung vor.
• Während des Fluges sollte möglichst versucht werden, zu schlafen. Außerdem sollten eine Schlafbrille oder eine ähnliche Augenmaske und Oropax mitgeführt werden, damit man auch wirklich einschlafen kann. Auch auf leichtverdauliche Nahrung sollte geachtet werden, weshalb hier nur kohlenhydratreiche Nahrung gegessen werden sollte. Dazu gehören Nudeln. Reis und Kartoffeln sowie als Getränk Säfte jeglicher Art.
• Am Ankunfts- und Aufenthaltsort der Reise sollte es zu einer langsamen Verkürzung des Biorhythmus kommen. So sollte am ersten Tag nach dem Flug bis zehn Uhr vormittags (Ortszeit!) unbedingt eine starke Sonnenbrille (vom Augenoptiker, keine Brille aus dem Billigladen, die keinen wirklichen Schutz bietet) getragen werden. Ab 10 Uhr sollte möglichst viel Zeit im Freien verbracht werden, damit der Körper sich auf die geänderte Zeit einstellen kann.
• Wenn dann dennoch ein akuter Schub an Müdigkeit kommt, kann schlafen gegangen werden. Allerdings nur in der Zeit zwischen 14 und 18 Uhr nachmittags (dran denken: Ortszeit!), und dann auch im Höchstfall eine Stunde. Hier sollte unbedingt ein Wecker gestellt und dann auch aufgestanden werden, sonst macht der Biorhythmus noch mehr Zicken als vorher.
Nur bei einem Kurzurlaub übers Wochenende sollte der alte Rhythmus beibehalten werden und zu den Zeiten ins Bett gegangen werden, in denen man zuhause ins Bett geht, nur eben um die mit einberechnete Zeitverschiebung früher oder später.
Wenn Sie diese Tipps beherzigen, können Sie selbst dazu beitragen, dass Ihr Biorhythmus, also das „Ticken“ Ihrer Organe, sich der Zeitumstellung anpasst. Findet diese Umstellung nicht statt, kann es unter anderem zu Problemen des Verdauungssystems, zu Kopfschmerzen und zu einer mehr oder minder starken Gereiztheit kommen. Damit es nicht so weit kommt, können Sie etwas für Ihren eigenen Rhythmus tun und dennoch – oder eher gerade deshalb – einen äußerst entspannten Urlaub in einem fernen Land wie den USA oder Australien zum Beispiel verbringen.
