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Mittwoch, April 22, 2009

Dauerzulagenantrag für die Riester-Rente stellen

Das Prinzip der Riester-Rente als staatlich geförderte Altersvorsorge für Arbeiter und Angestellte haben die meisten Verbraucher inzwischen verstanden. Dass sie nach Abschluss des Vertrages die Hände nicht in den Schoß legen dürfen, um die Zulagen von Vater Staat auch tatsächlich zu erhalten, ist vielen aber offenbar entgangen. 20 Prozent der Riester-Sparer lassen laut einer aktuellen Studie des Finanzdienstleisters Delta Lloyd ihre Zuschüsse einfach verfallen, weil sie keinen Antrag stellen. Bei 12,2 Millionen Verträgen, die bislang abgeschlossen wurden, entspricht das über 2,4 Millionen Policen und hochgerechnet 400 Millionen Euro, die bundesweit später nicht in die private Rente fließen.image

Umgehen lässt sich dieses Problem mit einem einzigen Papier: Dem so genannten Dauerzulagenantrag. Statt wie in der Anfangsphase Jahr für Jahr die Zulagen für die Riester-Rente neu beantragen zu müssen läuft mit diesem Formular fast alles automatisch. Die Banken oder Versicherungen stellen dann jährlich den Antrag für ihre Kunden. Die Zuschüsse – 154 Euro Grundzulage, 300 Euro für Kinder, die ab 2008 geboren wurden und 185 Euro für Kinder, die vor 2008 das Licht der Welt erblickten sowie 200 Euro als Zusatzbonus für Berufsanfänger – werden direkt dem Vertrag gutgeschrieben.

Voraussetzung dafür ist allerdings, dass auch wirklich vier Prozent des Jahresbruttoeinkommens in den Riester-Vertrag eingezahlt werden, im Höchstfall 2.100 Euro. Diese Werte gelten jeweils abzüglich der Zuschüsse. Steigt oder sinkt das Gehalt im Laufe der Zeit, muss der Vertrag entsprechend angepasst werden, um die volle Förderung zu erhalten. Auch wenn sich die Zahl der Kinder ändert, ist eine Meldung erforderlich. Christian Jaffke, Vorsorgeexperte bei Delta Lloyd warnt eindringlich: „Wer zu wenig einzahlt, schöpft die Fördermöglichkeiten nicht aus und verschenkt bares Geld.“

Posted by Andre on 04/22 at 05:05 AM
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