Den Versicherungsordner entstauben und auf Vordermann bringen
Überall wird klar Schiff gemacht: im Garten und im Haushalt. Was Staub angesetzt hat, blitzt und blinkt wieder. Der Rasen erhält den nötigen Feinschliff. Nur der Versicherungsordner bleibt wie er ist und wird lediglich bewegt, damit man einmal durch den Schrank wischen kann. Viele sind einfach zu bequem, sich mit ihren Versicherungspapieren auseinanderzusetzen. Mit der Unterschrift auf dem Vertrag und der Police in einer Klarsichthülle ist das Thema meistens abgehakt und wird erst dann wieder relevant, wenn man Leistungen in Anspruch nehmen möchte. Dabei kann es sich durchaus lohnen, die Unterlagen regelmäßig zu prüfen und gegebenenfalls einen neuen Tarif oder Anbieter zu wählen.
Die AXA Versicherung nennt vier Sparten, bei denen der „Frühjahrsputz“ im Versicherungsordner angebracht ist. An erster Stelle steht die private Haftpflichtversicherung. Spätestens, wenn sich die Lebensumstände ändern, etwa durch eine Heirat oder wenn sich Nachwuchs ankündigt, wird es Zeit, die Papiere neu zu ordnen. Ehe- und Lebenspartner benötigen nur einen gemeinsamen Vertrag. In diesem Zusammenhang bietet es sich dann an, die Konditionen für die Versicherungen genauer zu vergleichen und möglicherweise eine günstigere Police zu wählen. Bei Kindern gilt: Während des Studiums und der Ausbildung sind sie über die Eltern mitversichert.
Besonders wichtig sind aktuelle Daten bei der Hausratversicherung. Mit jeder neuen Anschaffung steigt der Wert der Einrichtung, die über den Vertrag unter anderem gegen Feuer, Einbruchdiebstahl, Leitungswasser und Sturm versichert ist. Vergisst man, die Versicherungssumme entsprechend anzupassen, droht die Unterversicherung und damit im Leistungsfall ein echtes Problem. Teilweise werden Verträge mit automatischer Dynamisierung angeboten, um dem zu entgehen. Doch selbst in dem Fall ist es ratsam, zu kontrollieren, ob noch alles passt. Empfohlen wird ein Richtwert von rund 650 Euro je Quadratmeter.
Die Versicherung, bei der Verbraucher noch am ehesten darüber nachdenken, ob sich nicht ein paar Euro sparen lassen, ist die Kfz-Haftpflichtversicherung. Dabei muss nicht unbedingt der Anbieter gewechselt werden, sondern schon eine Anpassung der Eckdaten oder ein neuer Tarif kann viel bringen. Sparpotenzial bietet sich, wenn sich die Fahrleistung verringert, der Wagen nicht mehr unter der Laterne, sondern in einer Garage geparkt wird, oder die Kinder das Fahrzeug nicht mehr nutzen. Ähnlich verhält es sich bei der privaten Unfallversicherung: Auch sie sollte immer wieder daraufhin überprüft werden, ob sie noch den aktuellen Gegebenheiten entspricht oder nicht besser aufgestockt wird, um keine Lücken entstehen zu lassen.
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