Der gute Ruf des Immobilienmaklers schwindet auch bei Verkäufern
Immobilienmakler genießen nicht gerade den besten Ruf. Insbesondere auf Seiten der Immobilienkäufer bzw. der Kaufinteressenten finden sich viele Personen wieder, die mit den Maklern nicht gerne zusammenarbeiten möchten. Es sind vor allem die hohen Provisionen, die sie von den Maklern abschrecken. Doch auch auf der Verkäuferseite gibt es zunehmend mehr Personen, die nicht unbedingt für die Makler schwärmen können.
Gerade in den vergangenen Monaten hat der Unmut zahlreicher Immobilieneigentümer bzw. Verkäufer stark zugenommen. Diese Entwicklung ist auf schlechte Erfahrungen zurückzuführen: Oftmals versichern die Makler ihren Kunden, schon sehr bald einen Käufer gefunden zu haben – doch in der Praxis sieht es dann ganz anders aus. Gerade jetzt in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist die Anzahl der Interessenten stark zurückgegangen. Hinzu kommt ein genereller Rückgang des Interesses in den meisten ländlichen Regionen. Die Menschen zieht es in die Metropolregionen, so sich auf dem Lande nur noch wenige Kaufinteressenten finden.
Aber auch die Erfahrung mit so genannten Knebelverträgen schreckt viele Immobilieneigentümer vor einer weiteren Einschaltung eines Maklers ab. Oftmals sind die Verträge so gestaltet, dass eine Immobilie ausschließlich über den Makler beworben werden darf. Sollte dieser nicht erfolgreich arbeiten, kann es teilweise ein ganzes Jahr lang dauern, bis die Vertragslaufzeit als beendet gilt und eine aktive Vermarktung geführt werden kann.
Auf der anderen Seite ist zu berücksichtigen, dass sich gute Makler in der Lage befinden, viel zu bewirken und vergleichsweise schnell den richtigen Kaufinteressenten zu finden. Aus diesem Grund sollte man als Eigentümer und Verkäufer die Beauftragung eines Maklers nicht gleich im Vorfeld ausschließen. Vielmehr ist es so, dass es vor allem darauf ankommt, wer mit der Vermarktung der Immobilie beauftragt wird. Erfahrene Makler beherrschen ihr Handwerk und können ihren Klienten schneller zum Verkauf verhelfen. Gleichzeitig bieten sie Verträge an, die für beide Seiten fair gestaltet sind. Deshalb kommt es in erster Linie darauf an, den Makler nicht willkürlich auszusuchen, sondern sich im Vorfeld genau zu informieren.
