Der informierte Makler
Versicherungs- und Finanzmakler setzen nach wie vor auf den klassischen Weg, um sich über Neuigkeiten ihrer Branche zu informieren. Im Internet bedienen sich dabei diverser Newsletter, Online-Magazinen und Portalen. Der neueste Trend, das so genannte „Web 2.0“ mit Blogs oder RSS-Feeds, spielt noch eine untergeordnete Rolle, ganz einfach aus Unkenntnis. Mit diesen Ergebnissen wartet das Makler Absatzbarometer III/2007 auf, erstellt von der psychonomics AG.
Der Trend zeigt, dass gerade diese neuen Quellen sich deutlich auf das Vermittlungsverhalten auswirken. 24 Prozent der Makler erklärten, aufgrund dieser Informationen Empfehlungen ausgesprochen zu haben. Sie kommen auch nicht umhin, sich regelmäßig auf den neuesten Wissenstand zu bringen. Denn immer mehr Kunden nutzen ihrerseits das Internet, um sich vorab über Zahlen, Daten und Angebote zu informieren und werden damit auch anspruchsvoller, was die Beratungsqualität betrifft. Schon bei 93 Prozent der Versicherungsmakler wurden Interessenten vorstellig, die genau recherchiert hatten. Das erfordert Beratung auf Augenhöhe. Allerdings sind bereits 20 Prozent der Kunden so sehr von den selbst ermittelten Fakten überzeugt, dass sie sich nicht mehr umstimmen lassen. Das macht es Beratern nicht unbedingt leichter.
Sie hatten im dritten Quartal 2007 ohnehin mit einem rückläufigen Geschäft zu kämpfen. Mit plus 15 Punkten liegt der allgemeine Absatz-Index unter dem des vorherigen Quartals (+23) und des Vorjahres (+27). Bei den Firmenkunden lief es mit plus 21 Punkten auch nicht besser (+33/+31). Geschwächelt haben vor allem die Bereiche private Krankenversicherung und Berufsunfähigkeitsversicherung. Etwas besser lief es bei der Wohngebäudeversicherung.
