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Mittwoch, März 26, 2008

Der Zuversichtsindex der Allianz-Versicherung

Woher kommen in Deutschland die Menschen, die am Zuversichtlichsten sind? Und wie sieht es in punkto Zuversicht in den Neuen Bundesländern aus?

All das zu erfahren, hatte eine Studie der Allianz Deutschland AG, der bekannte Versicherungskonzern in Zusammenarbeit mit der Universität Hohenheim, zum Inhalt. Und dazu wurden 1.500 Personen aus ganz Deutschland befragt. Die Antworten zeigen einiges über die momentane Lage und die Zuversicht in unserem Land. Eine Frage handelte dabei von der Zufriedenheit der Deutschen in ihrem privaten Umfeld: “Wie beurteilen Sie momentan - alles in allem - Ihre persönliche Situation?”. Es war interessant, dabei zu sehen, dass nahezu 60 % der Befragten die Antworten „sehr gut“ oder zumindest „gut“ gaben.

Und dabei kommt noch etwas sehr Interessantes heraus: 77 % der befragten Personen, die so positiv geantwortet haben, kommen aus Hamburg. Damit nimmt Hamburg unter den zufriedenen Menschen, die in Deutschland leben, den Spitzenplatz ein. Wirklich erstaunlich, da dieser Stadt ja seit vielen Jahren schon ein menschlich eher raueres und kühleres Klima nachgesagt wird.

Ganz anders sieht es hingegen in Berlin aus, in unserer Hauptstadt, die eigentlich gemeinhin als weltoffen und charmant gilt. Dennoch sind die Berliner selbst nicht wirklich zufrieden mit ihrer privaten Situation. Deshalb sind 46 Prozent der beim Allianz-Zuversichtsindex befragten Berliner der Ansicht, dass es ihnen nicht nur gutgeht. In Brandenburg sieht es sogar noch schlechter aus in Hinsicht der persönlichen Lebenssituation. 71 Prozent der befragten Brandenburger sahen ihr privates Leben nicht alles andere als positiv, ein krasses Bild, was sich da bietet. Wohl hatte man geahnt, dass gerade die Neuen Bundesländer in Hinsicht des Berufes und der Arbeit wenig Zufriedenheit bieten. Dass sich dies jedoch so sehr auch auf das persönliche Leben auswirkt, sagt sehr viel aus über den Stand der Dinge. So zeigt die Studie der Allianz Versicherung und der Universität Hohenheim genau das, was viele Politiker oft nur allzu gerne übersehen: Die berufliche Situation wirkt sich auch stark auf das private Leben aus. Gerade Arbeitslosigkeit wirkt hier stark ein auf das persönliche Wohlbefinden. Und sieht man sich die Arbeitslosenzahlen in vielen Teilen Brandenburgs an, wird gerade dies auch bestätigt.

Doch auch die Gesamtsituation unseres Landes wird nicht so wirklich positiv gesehen. So sind nur ein Viertel der für die Studie zum Allianz-Zuversichtsindex Befragten der Ansicht, dass die momentane Situation in Deutschland positiv sei. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass 3/4 der Befragten der Ansicht ist, dass es gerade gar nicht gut aussieht in unserem Land. Und damit auch zeigen, dass sie unzufrieden sind, was auch von der Politik als ein Warnsignal verstanden werden sollte.

Ein anderer interessanter Aspekt ist die Frage nach der Versorgung durch die staatlichen Vorsorge-Systeme. Dabei kam die erschreckende Zahl von 90 Prozent der Befragten heraus, die der staatlichen Pflegeversicherung und der gesetzlichen Krankenversicherung misstrauisch gegenüberstehen. Bei der Rentenversicherung ist die Zahl noch verheerender: Dort sind nur SECHS Prozent der bei der Zuversichtsstudie Befragten der Ansicht, dass sie der gesetzlichen Rentenversicherung vertrauen können. Und noch etwas wird klar, wer private Vorsorge treibt, sei es nun für Krankheit, für Pflegebedürftigkeit oder für das Alter, ist persönlich zuversichtlicher. So ist die Anzahl der, die privat vorsorgen und persönlich zufrieden sind, sehr groß.

Dr. Ulrich Rumm, Mitglied des Vorstands der Allianz AG Deutschland sagte dazu: “Wer privat vorsorgt, ist persönlich zuversichtlicher. Immer mehr Menschen setzen auf zusätzliche private Absicherung. Die Bereitschaft, die gesetzliche Grundversorgung aufzustocken, spüren wir ganz deutlich. Im vergangenen Geschäftsjahr waren zum Beispiel Zusatzversicherungen bei der Allianz Private Krankenversicherung ein wichtiges Wachstumsfeld.”

Das sagt viel darüber aus, wie der Trend in Deutschland ist. Weg von der staatlichen Vorsorge und dem Warten auf eine Verbesserung des Renten- und auch Gesundheitssystems, hin zur privaten Vorsorge. Was die Politiker versäumen, scheinen die Privatmenschen langsam zu begreifen: Es ist an der Zeit, aufzuwachen und etwas zu tun!

Posted by Christel on 03/26 at 07:47 PM
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