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Dienstag, April 07, 2009

Der Zweitmarkt für Lebensversicherungen lässt merklich nach

Lebensversicherungen werden auf lange Sicht abgeschlossen. Genau daran hapert es dann meistens auch. Stellt sich ein finanzieller Engpass ein, muss die Police, die eigentlich als Altersvorsorge oder zumindest als Absicherung für die Familie gedacht war, zuerst dran glauben. Sie wird gekündigt oder verkauft. Von den 94 Millionen Lebensversicherungen in der Bundesrepublik bleibt gerade einmal die Hälfte bis zum vertraglich festgelegten Auszahlungstermin im Besitz des Kunden. Viele haben sich in der Vergangenheit dazu entschlossen, die Lebensversicherung zu verkaufen. Das brachte immerhin zwischen fünf und 15 Prozent mehr als die Assekuranz zu zahlen bereit war. Doch auch dieser Markt ist mit der Finanzkrise eingebrochen.

500 Millionen Euro investierten die Aufkäufer im vergangenen Jahre und machten damit einigen riesigen Schritt zurück. 2007 hatten sie noch 1,4 Milliarden Euro für Lebensversicherungen gezahlt. Inzwischen wird genau selektiert, welche Policen noch über Rückkaufwert angenommen werden. „Gekauft wird momentan nur noch wenig, dann ausgewählt“, bestätigt Thomas Laumont, Vorstand des Bundesverbandes Vermögensanlagen im Zweitmarkt Lebensversicherungen (BVZL). Selbst Papiere, die als vermeintlich renditestark gelten und nur noch eine kurze Restlaufzeit haben, werden abgelehnt. Bleibt den Verbrauchern nur der Weg über die Versicherung und damit ein magerer Erlös.


Angebote für Lebensversicherungen


Die Finanzkrise hat den Unternehmen, die auf den Aufkauf von Lebensversicherungen spezialisiert sind, in gewisser Hinsicht den Boden unter den Füßen weggerissen. Sie haben selbst keine Käufer mehr. In der Regel fungierten Fondsgesellschaften als Abnehmer und brachten geschlossene Fonds auf den Markt. Oder aber die Policen verblieben im Portfolio und brachten über die Ablaufleistung Gewinn. Beides funktioniert nicht mehr so wie gewünscht. Einerseits sinken die Renditechancen, andererseits ist das Interesse an Fonds stark rückläufig. Die Verbraucherzentrale rät Kunden, sich beraten zu lassen, ehe sie sich von ihrer Lebensversicherung trennen, um keine böse Überraschung erleben zu müssen.

Posted by Andre on 04/07 at 05:39 AM
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