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Mittwoch, Oktober 08, 2008

Deutsche investieren weniger Geld in die private Altersvorsorge

202 Euro haben die Deutschen voriges Jahr im Schnitt jeden Monat in die private Altersvorsorge investiert. Aktuell liegt der Wert mit 188 Euro deutlich darunter auf dem niedrigsten Stand seit 2005. Die Finanzkrise lässt grüßen und sorgt für ein eher gespaltenes Bild in der Bevölkerung, ob nun die private oder die gesetzliche Rente sicherer ist. Das ergab die nunmehr sechste Studie der Postbank zum Thema Altersvorsorge, für die das Institut für Demoskopie Allensbach im Juli 1786 Personen ab 16 Jahren befragte.

Der Trend deutet ganz klar auf Zurückhaltung. Im Vergleich zum Vorjahr ging die Zahl derer, die sich intensiver um die Vorsorge für das Alter bemühen wollen, also bereit sind, mehr Geld in Rentenversicherungen einzuzahlen, um sieben Prozent zurück. Die Mehrheit (41 Prozent) ist davon überzeugt, dass die eigenen Bemühungen ausreichend seien. Auf der anderen Seite sind es 40 Prozent, die glauben, bislang nicht genug unternommen zu haben. Unentschieden zeigten sich 19 Prozent bei der Frage, wie sie ihre eigene Altersvorsorge einschätzen.

Beunruhigend ist laut Postbank-Vorstandschef Michael Meyer jedoch vor allem die Tatsache, dass zwei zentrale Aspekte nur wenig berücksichtigt werden: Die Preisentwicklung, die bei 54 Prozent keine Rolle spielt, und die deutlich gestiegene Lebenserwartung, die von 44 Prozent nicht in die Planung einbezogen wird.

Geht es darum, welche Form der Vorsorge nun sicherer ist, hält sich die Einstellung der Bundesbürger fast die Waage. 45 Prozent geben hier der privaten Altersvorsorge über eine Versicherung oder einen Sparplan den Vorzug, 38 Prozent der staatlichen Rente. Wobei Rentner mit 51 Prozent ganz klar sagen, die gesetzliche Rentenversicherung ist sicherer als eine private.

Als optimal wird jedoch eine ganz andere Möglichkeit der Alterssicherung betrachtet: das eigene Haus oder die eigene Wohnung. Im Moment hegen 65 Prozent den Wunsch nach Wohneigentum, damit deutlich mehr als 2007 (58 Prozent). Noch klarer wird diese Entwicklung, wenn ein wenig differenziert wird. Von den berufstätigen Umfrageteilnehmern bauen 68 Prozent auf die eigenen vier Wände. Sind zudem noch Kinder im Haushalt, steigt der Anteil auf 72 Prozent. Unabhängig von Alter und Status begrüßen 85 Prozent die staatliche Förderung von Eigentum. Allerdings können nur 59 Prozent etwas mit dem neuen Wohn-Riester anfangen. Hier ist also noch einiges zu tun.

Posted by Andre on 10/08 at 05:24 AM
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