Deutsche Versicherer verlangen strengere Richtlinien für Flammschutz von Spielzeug und Matratzen
Eine einzige kleine Kerze ist ausreichend, um in ganz kurzer Zeit ein vollständiges Kinderzimmer in Flammen aufgehen zu lassen. Spielzeug, Matratzen, Polster- und Gardinenstoffe aber auch elektronische Geräte im Kinderzimmer brennen lichterloh und enorm schnell. Oft ist es die Unachtsamkeit oder die Experimentierfreude von Kindern, die zu furchtbaren Wohnungsbränden führen. Zu diesen Ergebnissen führte eine Untersuchung zu Brandgefahren im Kinderzimmer des Gesamtverbands der Deutschen Versicherer (GDV) bei der Bundesanstalt für Materialforschung- und Prüfung (BAM).
Der Abschlussbericht wurde im April aktuell in Berlin vorgestellt. Darin wird aufgezeigt, was besonders “gut” im Kinderzimmer brennt und wie schnell es sich entzündet. Zusätzlich wurden in der Untersuchung verschiedene Zündquellen (Glühbirne, Wunderkerze) überprüft. Um die Brandgefahren in Kinderzimmer zu minimieren, fordern die deutschen Versicherer:
- Die Bestimmungen zum Brandschutz von Spielzeug, Matratzen und elektronischen Geräten müssen (vernünftiger Weise, auf europäischer Ebene) verschärft werden.
- Rauchmelder müssen in jeder Wohnung installiert sein, notfalls auch per gesetzlicher Verordnung. www.rauchmelder-lebensretter.de
- In Kinderzimmern sollten generell nur Energiesparlampen eingesetzt werden. Von Ihnen geht, im Gegensatz zu Glühbirnen oder Hochvolthalogenlampen, keine direkte Brandgefahr aus.
- Kerzen, Feuerzeuge, Streichhölzer, Wunderkerzen etc. gehören nicht ins Kinderzimmer oder in Kinderhände.
- Brandschutzerziehung ist lebenswichtig. Kinder und junge Menschen müssen lernen, verantwortungsvoll mit Feuer umzugehen und die Gefahren richtig einzuschätzen.
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