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Montag, Oktober 19, 2009

Deutsche versichern eine private Rente von durchschnittlich 231 Euro im Monat

Private Altersvorsorge soll eigentlich dafür sorgen, die Lücke vom letzten Nettogehalt zur gesetzlichen Rente zu schließen. Das ist leichter gesagt als getan. Je nachdem, wie weit die Schere auseinanderklafft, muss auch entsprechend in Versicherungsprodukte investiert werden. Selbst bei der besten Rendite und Überschussbeteiligung reichen ein paar Euro nicht aus, um auf mehrere hunderte Euro private Rente zu kommen. Der Map-Report hat jetzt berechnet, in welchem Umfang die Deutschen vorsorgen. Im Schnitt versichern sie eine private Rente in Höhe von 231 Euro monatlich – ohne Bonus- oder Gewinnrente. „Das wird im Alter nicht reichen“, lautet die Einschätzung von Manfred Poweleit, Herausgeber des Reports.

Ein Blick in die Versicherungsordner zeigt, dass die meisten Kunden nach wie vor auf Kapitallebensversicherungen bauen. Sie wird von Verbraucherzentralen schon seit Jahren kritisch gesehen und als zu teuer und daher auch unrentabel eingestuft. Inzwischen scheinen diese Rufe auch bei den Verbrauchern angekommen zu sein. Zwar gibt es laut Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft derzeit rund 93 Millionen Lebensversicherungspolicen. Das entspricht, bezogen auf die Versicherungssumme, einem Anteil von 37,6 Prozent. Im Neuzugang ist allerdings ein klarer Abschwung erkennbar. Dort erreicht das Produkt lediglich einen Anteil von 8,4 Prozent.

Deutlich besser verkaufen sich aktuell private Rentenversicherungen. Sie kommen auf 44 Prozent im Neuzugang, haben allerdings erst einen Anteil von 27,6 Prozent (bezogen auf die Stückzahl). Laut Map-Report wird inzwischen vermehrt auch auf Einmalgeschäfte gesetzt. Allerdings sorgen sie nicht dafür, dass die versicherte Durchschnittsrente steigt. Berechnet wurde sie für die großen deutschen Versicherungsunternehmen. Im Branchendurchschnitt stehen die besagten 231 Euro. Je nach Unternehmen reicht die Spanne von knapp 135 Euro bis 699 Euro. Es zeigt sich also, dass es sehr stark auf die finanziellen Möglichkeiten der Kunden ankommt. Erfreulich ist, dass die Abschluss- und Verwaltungskosten langsam sinken und damit mehr vom Geld bleibt.

Posted by Andre on 10/19 at 09:30 AM
AltersvorsorgeLebensversicherungRentenversicherung • Kommentar(e): (0) • Trackbacks (0) • Permalink
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