Deutschlands Eigenheime nur unzureichend versichert
Beim Eigenheim handelt es sich für gewöhnlich um den größten Vermögenswert, den ein privater Haushalt besitzt. Zwar mag es gelegentlich ein paar Ausnahmen geben, doch die meisten Familien haben nahezu ihr gesamtes Geld in Haus oder Eigentumswohnung gesteckt. Dementsprechend sollte man meinen, dass die Eigenheime gut versichert sind – schließlich könnte ein Schadensfall sonst den finanziellen Ruin bedeuten.
Allerdings ist dies nicht der Fall, längst nicht jedes Eigenheim ist versichert. Wie die „Welt Online“ schreibt, existieren gleich mehrere Defizite. Nur 80 Prozent aller Eigenheime sind laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) über eine Wohngebäudeversicherung geschützt. Dies bedeutet, dass jeder fünfte Immobilieneigentümer ein hohes Risiko eingeht. Sollte sein Eigenheim schwer beschädigt oder gar zerstört werden, gilt es sämtliche Kosten aus eigener Tasche zu tragen.
Bei der Absicherung von Elementarrisiken sieht die Situation deutlich schlechter aus: Gerade einmal 30 Prozent der Gebäude verfügen über einen solchen Schutz. Dabei können Elementarschäden immens hohe Kosten nach sich ziehen. Typische Schadensursachen sind Erdbeben, Erdrutsche, Schneedruck oder Starkregen.
Es sind vorrangig Kostengründe, die viele Eigentümer davon abhalten, für einen Rundum-Schutz zu sorgen. Dabei muss ein solcher Schutz überhaupt nicht teuer sein. So räumen beispielsweise zahlreiche Versicherer einen Rabatt ein, wenn Wohngebäudeversicherung und Elementarschadenversicherung zusammen abgeschlossen werden. Außerdem kommt es auch stets darauf an, wo die Versicherung abschlossen wird und für welchen Selbstbehalt man sich entscheidet. Wer den Versicherungsmarkt gezielt durchleuchtet und sich für die Vereinbarung einer Selbstbeteiligung entscheidet, befindet sich durchaus in der Lage, einen relativ preiswerten Schutz für seine Immobilie abzuschließen.
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