Die Abschaffung der Glühlampen oder der Aufstieg der Energiesparlampen
Jahrzehntelang hat sie uns treue Dienste geleistet, die Glühbirne und war aus keinem Haushalt mehr weg zu denken. Nun aber wird alles anders: Die EU hat den herkömmlichen Glühbirnen den Kampf angesagt. Von 2009 an soll die Nutzung nun Schritt für Schritt verboten werden. Derzeit werden in Brüssel die Mindestumweltstandards für Glühbirnen festgelegt, sagte der Sprecher der Energiekommission der EU. Und es ist wohl jetzt bereits absehbar, dass herkömmliche Glühlampen - im Gegensatz zu Energiesparlampen – diese Standards nicht erfüllen werden. Durch die Mindestumweltstandards soll unter anderem der Ausstoß von CO² reduziert werden, was momentan sowas das große Thema ist. Kohlendioxid, das CO², ist eine der Hauptursachen des Klimawandels. Auch beim Autobau wird es in den nächsten Jahren eine immer größere Rolle spielen.
Orientieren sollen sich die Vorgaben für die Glühbirnen an der Wattanzahl und der Energieeffizienz. Schrittweise sollen die Richtlinien dann so verschärft werden, dass die traditionelle Glühbirne bis zum Jahre 2015 aus dem Leben der Menschen der Europäischen Union verschwunden ist. Damit würde eine Ära zu Ende gehen, welche die Menschen seit jenem Mensch geprägt hat, seit es Strom und Licht in den Häusern und Wohnungen gibt. Dennoch geht es nicht darum, den Geist der Vergangenheit zu beschwören, sondern in die Zukunft zu schauen. Nach Schätzung der Energiekommission der EU würde durch die Abschaffung der herkömmlichen Glühbirnen der Ausstoß von CO² um mehr als 20 Millionen Tonnen gesenkt werden können. Zugleich würde der Einsatz von Energiesparlampen bares Geld sparen, da die Verbrauchskosten durch diese Lampen geringer sind. Mehrere Milliarden Euro können so in der ganzen Europäischen Union von den Verbrauchern gespart werden.
Außerdem rechnet das DIW, das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung, dann mit einer Einsparung für die Volkswirtschaft in unserem Land. Die Leiterin Energie des DIW sagte dazu zur FAZ NET: „Die deutsche Volkswirtschaft könnte durch ein Verbot herkömmlicher Glühbirnen 2 Milliarden Euro pro Jahr einsparen“. Sie sagte weiter zu der Verminderung des CO²-Ausstoßes durch das Verbot der Glühlampen, durch das allein in Deutschland etwa drei Millionen Tonnen Kohlendioxid je Jahr vermieden werden könnten: „Das ist nur ein sehr kleiner Beitrag zum Klimaschutz, aber nicht ganz zu vernachlässigen. Drei Prozent der gesamten deutschen Kohlendioxidemissionen lassen sich auf diese Weise vermeiden.“ Und: „In der gesamten EU könnte man größenordnungsmäßig 20 bis 23 Millionen Tonnen CO2 einsparen“. Das sind Zahlen, die einen fast schwindelig machen.
Doch wie bei allem treten auch hier, in Bezug auf das Verbot der traditionellen Glühbirnen, die Kritiker auf den Plan. Diesen streut Frau Kemfert gleich Sand ins Getriebe: „Das Argument der energieintensiven Produktion von Energiesparlampen teile ich nicht.“ Denn es werde oft vergessen, dass „auch herkömmliche Glühbirnen energieintensiv in der Produktion sind“.
Ganz eindämmen wird sich der Ausstoß von CO² nie lassen in dieser Welt. Aber wenn wir heute handeln, haben wir vielleicht morgen immer noch etwas von unserer Umwelt. Übrigens kann man bereits heute seine herkömmlichen Glühbirnen durch Energiesparlampen ersetzen. Im Laufe eines Jahres kommt da eine gute Ersparnis zusammen und gleichzeitig tut man etwas gegen den Klimawandel. Und wer sagt: Die sind doch viel zu dunkel… Denkste! Die Energiesparlampen haben eine längere Vorglühzeit, und brauchen deshalb etwas länger, bis sie ihr volles Helligkeitsniveau erreicht haben. Haben sie dieses jedoch erreicht, hat eine Energiesparlampe ein wesentlich angenehmeres Licht als eine traditionelle Glühbirne, und man sieht keineswegs weniger. Außerdem halten sie viel länger, was bei Glühbirnen ja oft gar nicht der Fall ist. Wer heute schon umrüstet, muss morgen nicht in die Röhre schauen. Und spart in der Zwischenzeit schon bares Geld!
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