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Freitag, Februar 13, 2009

Die Nachfinanzierung wird von vielen Bauherren unterschätzt

Mein vorangegangener Beitrag zum Thema Fertighaus wurde mit dem Tipp beendet, einen ausreichend großen finanziellen Puffer einzuplanen, damit einen nichts aus der finanziellen Bahn werfen kann. Im Grunde genommen ist bei jeder Art von Immobilienerwerb auf diese Weise zu verfahren, selbst beim Kauf von Bestandsobjekten – schließlich ist es auch dort möglich, dass so manche Überraschung auf einen wartet und beispielsweise Geld für eine nicht eingeplante Modernisierung zu erfolgen hat. Am wichtigsten ist der finanzielle Puffer jedoch beim Bauvorhaben, da die meisten Bauvorhaben fast immer teurer ausfallen, als zunächst veranschlagt wurde.

In der Praxis ist es schon häufiger vorgekommen, dass die Kosten beim Immobilienerwerb oder Bau höher ausgefallen sind, als anfänglich angenommen wurde. Wenn die eigenen Ersparnisse nicht mehr ausreichen, kann in den meisten Fällen nur noch eine Nachfinanzierung weiterhelfen. Das Prinzip ist denkbar einfach: Zusätzlich zum bestehenden Immobiliendarlehen wird noch ein weiteres Darlehen aufgenommen, welches die zusätzlich entstandenen Kosten abdeckt.

Leider kommt es in der Praxis immer wieder vor, dass das Thema Nachfinanzierung von zahlreichen Bauherren auf die leichte Schulter genommen wird. Allerdings ist es gar nicht immer so einfach, eine Nachfinanzierung zu erhalten. Hier kommt es vor allem auf die Bank an: Gerade bei den Direktbanken kann sich die Vergabe eines zusätzlichen Darlehens ein wenig schwieriger gestalten – je nach Bank wird auf ganz unterschiedliche Art und Weise verfahren. Zumeist ist man in solch einem Fall besser dran, wenn man über eine regionale Bank finanziert hat.

Man sollte sich auf jeden Fall darauf einstellen, dass man das benötigte Kapital nicht sofort erhalten wird. In der Regel muss sehr detailliert vorgetragen und belegt werden, weshalb ein weiteres Darlehen benötigt wird. Zudem sollte einem klar sein, dass sich die Banken das zusätzliche Darlehen sehr gut bezahlen lassen: Weil der Gang zu einer anderen Bank nicht mehr möglich ist, werden zumeist erhebliche Zinsaufschläge vorgenommen. Daher kann allen Bauherren und auch Käufern nur dazu geraten werden, im Vorfeld sehr genau zu kalkulieren und finanzielle Rücklagen bereit zu halten – dadurch wird es möglich, so manche Nachfinanzierung sicher zu umgehen.

Posted by Jochen on 02/13 at 08:17 AM
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