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Freitag, März 06, 2009

Die Policen für Ferienhäuser sind deutlich teurer als die für den Erstwohnsitz

Ein eigenes Ferienhäuschen am Meer, in den Bergen, an einem See oder einfach nur im Grünen – davon träumen viele. Wer sich diesen Wunsch erfüllt und ein Domizil in der Bundesrepublik kauft, sollte vorab auch über den nötigen Versicherungsschutz für den Zweitwohnsitz nachdenken. Denn Ferienhäuser gelten bei Versicherungsgesellschaften als besonders risikoreich. Dadurch werden die Policen erheblich teurer als die für die eigenen vier Wände, in denen man sich den Rest des Jahres aufhält. Das gilt für nahezu alle Verträge, mit denen man sein Eigentum schützen kann, von der Wohngebäude- bis hin zur Hausratversicherung.

Damit überhaupt ein Vertragsabschluss zustande kommt, setzen die meisten Assekuranzen voraus, dass bereits eine Geschäftsbeziehung besteht, sprich Policen für den Erstwohnsitz bei den gleichen Gesellschaften unterschrieben wurden. Teilweise wird auch erst intern geprüft, ob eine Versicherung angeboten werden kann. Das liegt schlichtweg an der Risikoeinstufung für Ferienhäuser. Da sie nicht ständig bewohnt sind, fallen mögliche Schäden nicht sofort, sondern erst nach Tagen oder gar Wochen auf. Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit von Folgeschäden. Zum Beispiel, wenn Ziegel vom Dach geweht werden und ein nachfolgender Regenguss alles unter Wasser setzt.

Die Gebäudeversicherung müsste dann für den höheren Gesamtschaden aufkommen und lässt sich dieses Risiko mit einer höheren Prämie bezahlen. Statt 160 Euro, die für eine Immobilie im Wert von 250.000 Euro im Schnitt verlangt werden, würde die Wohngebäudeversicherung mit rund 490 Euro zu Buche schlagen. Rechnen müsste man zudem mit Einschränkungen beim Versicherungsschutz. Besser haben es da Ferienhausbesitzer, die sich in einem Bungalow-Park oder ähnlichen Ferienanlagen eingekauft haben. Hier werden häufig Rahmenverträge abgeschlossen, die unter dem Strich günstiger sind.

Tiefer in die Tasche greifen müssen die Besitzer von Wochenend- oder Ferienhäusern auch bei der Hausratversicherung. Normalerweise stufen die Unternehmen das Risiko anhand der Postleitzahl ein und ordnen das Haus einer bestimmten Zone zu. In Ballungsräumen ist es wahrscheinlicher, dass eingebrochen wird, als auf dem Land. Dieses Kriterium zählt bei einem Ferienhaus nur bedingt. Der Grund sind die Leerstandzeiten, die aus Sicht der Versicherer ein hohes Risiko bergen.

Die SparkassenVersicherung hat eine Modellrechnung aufgestellt. Für Hausrat im Wert von 30.000 Euro würden am Erstwohnsitz 57 Euro berechnet. Bei einem Ferienhaus in einem Wohngebiet würde die Hausratversicherung 530 Euro kosten, außerhalb von Wohngebieten stolze 885 Euro pro Jahr. Dabei sind Wertsachen nicht einmal eingeschlossen. Sie werden im Ferienhaus nicht versichert. Keine Unterschiede werden bei der Elementarschadenversicherung gemacht. Hier kommt es nur auf die Lage an, ob eine Police möglich ist und zu welchem Preis.

Posted by Andre on 03/06 at 08:20 AM
VersicherungenGebäudeversicherungHausratversicherung • Kommentar(e): (0) • Trackbacks (0) • Permalink
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